Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Einander auf Distanz verstehen

Frage: Wenn wir uns auf einer spirituellen Stufe befinden, werden wir einander dann ohne Worte verstehen können?

Antwort: Grundsätzlich ja. Natürlich ist es möglich, mit einem gemeinsamen Massach ohne verbale Kommunikation zu arbeiten. Aber noch nicht jetzt.

Eine solche Kommunikation kann nicht nur zwischen zwei Menschen stattfinden, die sich in unmittelbarer Nähe zueinander befinden, sondern auch zwischen Menschen, die sich in verschiedenen Teilen der Welt und sogar in zwei verschiedenen Welten aufhalten – das spielt keine Rolle. Was uns daran hindert, einander zu verstehen, sind die mechanischen, kleinen Beschränkungen unserer Welt.

Frage: Warum ist es unmöglich, eine plötzlich auftretende Empfindung in Worte zu fassen, nicht einmal für sich selbst?

Antwort: Das bedeutet, dass man die spirituelle Einwirkung noch nicht gleichzeitig im Verstand und im Herzen empfinden kann.

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Aus dem russischen Kabbala-Unterricht vom 01.04.2018

Das spirituelle Umfeld ist der Aufbewahrungsort der Seele

Die ganze Schwierigkeit besteht darin, dass wir auf unserem spirituellen Weg versuchen, genauso zu handeln wie in unserem materiellen Leben. Wir vertrauen auf unsere eigenen Kräfte, um bestimmte Werte zu erreichen. Alle unsere Berechnungen, ob bewusst oder unbewusst, sind auf unseren eigenen Nutzen ausgerichtet.

Bislang wurde die Bedeutung eines Ziels meist nur als Mittel zum Zweck verstanden: sei es zur Erholung, zum Erwerb von Geld, Macht, Anerkennung oder Wissen. Unsere Wünsche wurden maßgeblich durch unser Umfeld geprägt, sodass wir uns häufig nach den Vorstellungen anderer orientierten. Dadurch erweiterten sich stetig unsere eigenen Wünsche, und so entwickelten wir uns weiter. Ursprünglich beschränkten sich unsere Bedürfnisse auf das Tierische, wie Essen, Sexualität und Familie; die Wünsche nach Geld, Macht oder Wissen haben wir erst durch die Gesellschaft, in der wir leben, übernommen.

Wenn der Mensch ein neues Verlangen nach Spiritualität erhält, sollte es genauso auf  dieselbe Art und Weise wachsen. Das Problem dabei ist: Befindet sich der Mensch in einer Gemeinschaft, die gemeinsam lernt, dann nimmt er von außen vor allem materielle Eigenschaften wahr – z.B. wer ist intelligenter oder versteht die Schriften besser.

Sein Verlangen, voranzukommen, ist der egoistische „Punkt im Herzen“ – “die Kehrseite der heiligen Seele“- sie muss durch die Größe des Ziels und die Größe des Schöpfers entwickelt werden.

Alle Werte, die mit der Größe des Ziels, des Schöpfers und der spirituellen Welt verbunden sind, basieren auf der Bereitschaft zu Geben anstatt zu Empfangen. Es kommt hier zum Punkt, der heißt: „An dem Ort, wo die Sünder fallen, erheben sich die Gerechten und gehen voran.“ Sowohl die Sünder als auch die Gerechten existieren in einem Menschen.

Entscheidend ist, wie der Mensch sich gegenüber seiner Umgebung verhält. Die Umgebung wird dabei zum spirituellen „Gefäß“ – nur wenn er erkennt, dass er den Eindruck der Größe des Gebens, der Nächstenliebe bekommt, kann er sein neues Verlangen nach Spiritualität entwickeln.

Daher beginnt jeder Mensch seinen spirituellen Weg mit einem “Punkt im Herzen“. Dieser ist der wichtigste Punkt, die Grundlage des Menschen, aber es ist die „Kehrseite der heiligen Seele“, und mehr wird es in diesem Punkt nicht geben. Zu diesem Punkt muss er alle seine anderen spirituellen Kelim (Gefäße) hinzufügen, bis hin zur Malchut der Welt der Unendlichkeit. All diese Wünsche erhält er vom Umfeld, in ihm selbst wird sich nichts Neues mehr entwickeln.

Das spirituelle Kli (Gefäß) wird durch die Umgebung gebildet – es ist die Größe des Ziels, die den Wunsch und das spirituelle Gefäß formt, in dem der Schöpfer offenbart wird. Dadurch wird die Verbindung und Verschmelzung mit Ihm möglich.

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Aus der Lektion zum Thema „Wichtigkeit  der Größe des Schöpfers durch die Umgebung“

 

Aus dem Antrieb der Liebe

Wenn der Mensch sich daran gewöhnt hat, für das Geben zu arbeiten, wird er würdig, dem Schöpfer Freude zu bereiten, und die Arbeit selbst macht ihm Freude und gibt ihm Lebenskraft. Und dieses wird als Genuss betrachtet, der ebenfalls speziell für den Schöpfer ist. (Baal HaSulam, Shamati 20 “LiShma”)

Im Zustand von LiShma, also wenn er um dem Schöpfer zu geben arbeitet, empfindet der Mensch uneigennützige Liebe zum Schöpfer. Diese Eigenschaft erhält er anstelle der Liebe zu sich selbst. Er denkt nur noch darüber nach, wie er dem Schöpfer Freude bereiten kann.

Frage: Um die Eigenschaft von LiShma zu erlangen, muss ich mich dann jedes Mal anstrengen und an den Schöpfer denken – oder kommt dieses Empfinden ganz natürlich zu mir, so wie die Liebe zu mir selbst?

Antwort: Nein, du musst dich ständig anstrengen, damit diese Eigenschaft in dir bleibt. Und dann wirst du aus dem Antrieb der Liebe heraus handeln – ganz ohne Anstrengung.

In dem Maße, in dem du dem Schöpfer wirklich mit Liebe begegnest, wirst du beginnen, Ihn zu fühlen – Sein Verlangen, Seine Bewegung zu dir.

Frage: Wenn wir versuchen, alles mit Liebe zu bedecken, zum Beispiel während eines Kongresses – können wir dann alle gemeinsam zu LiShma gelangen?

Antwort: Ja, das können wir. Die Kräfte des Schöpfers kennen keine Grenzen – Er kann es allen zugleich geben.

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Aus dem Unterricht zu einem Artikel aus dem Buch Shamati

Eine neue Art der Verbindung

Bemerkung: In unserer Zeit kommunizieren die Menschen immer weniger miteinander. Sie starren in ihre Handys und Computer und tauschen nur noch Emojis aus.

Antwort: Das dient dazu, die Illusion von Kommunikation zu erschaffen. Jemand schreibt dir etwas, du antwortest irgendwie, liest es halb, tippst irgendwas zurück – und das war’s, man „hat sich ausgetauscht“.

Frage: Und was bedeutet Kommunikation aus der Sicht der Kabbalisten?

Antwort: Kabbalistische Kommunikation ist um ein Vielfaches höher.

Wenn wir miteinander in Kontakt treten, sprechen wir darüber, wie wir unsere inneren Empfindungen so abstimmen können, dass sie in Einklang kommen – sodass wir einander verstehen. Das geschieht nicht nur über Schrift, Ton oder andere Informationskanäle – nicht nur über die sinnlichen Verbindungen zwischen uns. Wir streben danach, uns auf eine gemeinsame spirituelle Wellenlänge einzuschwingen – auf die Welle, mit der das ganze Universum erfüllt ist.

Wir versuchen, eine Ebene der gemeinsamen Schwingung zu erreichen, auf der wir sie alle gemeinsam spüren können – jeder auf seine Weise. So wie wir alle dieselbe Melodie hören und sie jeder nach seinen eigenen Eigenschaften empfindet, und dennoch gibt es etwas Gemeinsames: Etwas Gemeinsames in der Melodie, die aus einer Quelle stammt und in uns verschiedene, aber in Bezug auf die Quelle adäquate Reaktionen hervorruft. Deshalb begegnen wir uns in ihr.

Wir bleiben verschieden – aber wir fühlen diese Unterschiede zueinander. Und das Wichtigste ist: Wenn jeder von uns sich mit der Quelle verbindet, dann verbindet uns gerade diese Quelle miteinander. In ihr sind wir gleich.

Andernfalls könnten wir überhaupt nicht miteinander kommunizieren – und würden entdecken, dass wir nur noch über Mobiltelefone kommunizieren können.

Deshalb ist die kabbalistische Kommunikation völlig anders – sie geschieht ohne Worte. Wir senden einander keine Nachrichten, sondern versuchen gemeinsam, auf dieselbe Wellenlänge zu kommen, das Feld des Schöpfers zu offenbaren und uns darin zu befinden.

Frage: Was bringt uns dazu, auf diese Weise zu kommunizieren? Wir sehen doch, dass die Menschheit heute gar nicht mehr miteinander in Kontakt treten will.

Antwort: Das stimmt – der Mensch will überhaupt nicht mit anderen kommunizieren. Nur wenn es ihn beruhigt und erfüllt. Im Grunde genommen braucht er keinen Austausch.

Aber in der Kabbala ist das etwas ganz anderes, denn dabei erkennen wir unser inneres, spirituelles Leben. Wir enthüllen einen ewigen, unveränderlichen Zustand, der sich ständig erhöht und alles Existierende in sich einschließt – etwas, das ein gewöhnlicher Mensch nicht wahrnimmt.

Wenn wir anfangen zu begreifen, was uns durch die Kabbala offenbart wird, ist das überwältigend. Dann hören wir auf, uns mit technischen Kommunikationsmitteln zu beschäftigen, und versuchen stattdessen, im Zehner durch Gedanken- und Gefühlskontakt Verbindung zu schaffen. Dieser Kontakt umfasst die ganze Wirklichkeit – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft –, mit uns und mit der ganzen Menschheit.
Das ist eine vollkommen andere Art der Verbindung.

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Aus dem russischen Unterricht vom 22.10.2017

Der Nutzen des gemeinsamen Lesens von Artikeln

Frage: Wie können wir lernen, das Verlangen unserer Freunde nach Spiritualität richtig aufzunehmen?

Antwort: Versucht, euch mit ihnen zu verbinden, sodass ihre Fragen zu euren eigenen werden und ihre Wünsche und Sehnsüchte zu euren. Es ist wie bei einer Mutter, die die Wünsche ihres Kindes so stark in sich aufnimmt, dass sie zum Mittelpunkt ihres Lebens werden – sie lebt für ihn.

Frage: Im Prinzip geschieht diese Art der Aufnahme sogar auf körperlicher Ebene, wenn wir uns zu unseren Treffen versammeln. Wenn jemand etwas mit anderen teilt, ist es, als würde er sich selbst eine Antwort geben. Funktioniert das auch auf der Ebene des Denkens, wenn ein Mensch seine Gedanken durch einen anderen verarbeitet?

Antwort: Natürlich, absolut. Das geschieht, sobald ein Mensch beginnt, etwas anderen zu erklären oder auch nur für sich selbst aufzuschreiben – ohne sich direkt mit jemand anderem zu verbinden.

Frage: Ist das der Grund, warum Sie sagen, wir sollten alle Artikel Ihres Lehrers Rabash verinnerlichen?

Antwort: Das ist etwas völlig anderes. Wenn du die Artikel von Rabash verinnerlichst, verbindest du dich mit dem Autor – also mit einer Stufe, die weit über deiner eigenen liegt.

Frage: Was geschieht, wenn Menschen diese Artikel gemeinsam lesen und diskutieren?

Antwort: Durch das gemeinsame Studium investieren die Menschen auch ineinander. Dadurch entsteht eine gewaltige Gelegenheit – ein breites, gemeinsames Gefäß, in dem sie erfassen können, was Rabash tatsächlich sagen wollte. Denn ihre kleinen individuellen Verstände verbinden sich und vervielfachen sich dadurch um ein Vielfaches.

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Aus KabTVs „Ich bekam einen Anruf. Rabashs Artikel“ 

Die Einsamkeit hält uns in Ägypten zurück

Frage: Was hält einen Menschen am meisten in Ägypten zurück?

Antwort: Der Mensch vergisst, dass das Spirituelle nur innerhalb der Verbindung empfangen wird. Ansonsten wird seine Arbeit zu der der Ägypter. Wenn man alleine arbeitet, wird man als Sklave des Pharaos bezeichnet.

Man muss sich immer durch die Gruppe überprüfen, denn man hat kein anderes Bezugssystem. Man hat uns zerbrochene Gefäße und Wünsche gegeben, die unter uns verteilt sind, denn jeder ist in allem einbezogen. Deshalb versteht man nicht, was geschieht. Man muss beginnen, sich in der Gruppe zu organisieren, um sie in die Form eines spirituellen Parzufs zu bringen.

Diese Form sollte so beschaffen sein, dass die höchste Kraft, der Schöpfer, in diesem Gefäß offenbart wird. Darin besteht die Arbeit: Zehn Sefirot zu bilden, nicht neun oder elf – zehn, nicht mehr und nicht weniger. Jedes Geschöpf besteht aus zehn Sefirot.

Man muss seinen Platz in diesem Parzuf finden – jene, die sich im Geben miteinander verbinden wollen. Das entspricht dem Galgalta we Ejnaim, dem „Israel“. Die anderen sind ACHaP, die sich uns anschließen und uns helfen. Wie kann man wachsen? Man wächst mithilfe von ACHaP. Je größer die ACHaP ist, desto größer kann unser Teil von GE über ihm sein. Also bauen wir Awiut (Dicke, Verlangen) auch in GE auf und beginnen danach, mit der wahren ACHaP zu arbeiten.

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Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash

 

Das Maß zur Korrektur des Egoismus

Frage: Wie erkennt man das Ausmaß seines Bösen, und wie bittet man um dessen Korrektur, also um das Verlassen dieses Zustands?

Antwort: Das Maß unseres Bösen zeigt sich darin, wie stark wir unseren Egoismus in uns offenbaren können. Je mehr wir unser Ego erkennen, desto besser können wir den Schöpfer um seine Korrektur bitten. Andernfalls würde unsere Bitte ohne echtes Verständnis oder Gefühl bleiben.

Deshalb ist es notwendig, an uns selbst zu arbeiten: an unseren Verlangen und an den Beziehungen zwischen den Freunden, um zu spüren, inwiefern wir unter der Kontrolle des Egoismus stehen. Erst wenn wir dieses Gefühl erreicht haben, bitten wir den Schöpfer, uns aus der Macht des Egoismus zu befreien. Dieser Vorgang wird als Auszug aus Ägypten bezeichnet.

Frage: Kann man dem Ego widerstehen?

Antwort: Wir müssen gemeinsam den Schöpfer darum bitten, dass  Er uns die Kraft schenkt, uns vom Egoismus zu Ihm zu erheben. Nur durch das Gebet können wir unserem Ego widerstehen. 

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Aufzeichnungen von Rabash

 

Wie kann man das spirituelle Feld erfassen?

Kommentar: Wenn Sie über spirituelle Bilder sprechen, beschreiben Sie oft, dass wir uns selbst im Moment anders wahrnehmen. Sie versuchen jedoch, diese Erfahrungen zu erklären und in bestimmte Formen zu fassen.

Frage: Angenommen, ich frage Sie, wie man das Spirituelle übertragen kann. Im visuellen Sinne ist das schwierig. Gibt es vielleicht Allegorien oder Kategorien, die dabei helfen?

Antwort: Ich verwende das Wort „Feld“ als eine solche Allegorie.

Frage: Unter „Feld“ verstehen Sie Wellen und Vibrationen in der Luft?

Antwort: Nein, es ist ein Raum, der mit etwas gefüllt ist, in dem man sich bewegen kann. Je nachdem, wo sich der Mensch in diesem Raum befindet, nimmt er seine neuen Eigenschaften wahr.

Und dann beginnt der Mensch zu verstehen, dass diese Wahrnehmung nicht dadurch geschieht, dass sich das „Feld“ bewegt, sondern weil diese Bewegungen im Grunde seine eigenen sind. Das Feld – es ist ständig vorhanden, und darin gibt es nichts anderes als Liebe.

Frage: Aber dieses Feld ist unendlich. Und ist der Mensch nur ein Element, das sich darin bewegen kann?

Antwort: Ja, der Mensch ist ein endlicher Punkt, ein Detektor.

Frage: Aber wie kann man das ganze Feld erfassen, wenn man nur ein kleines Element ist?

Antwort: Selbst wenn der Mensch sehr klein ist, kann er, wenn er die gleiche Eigenschaft der Liebe besitzt wie das Feld, die Barriere überwinden. Dann gibt es keine Trennung mehr zwischen ihm und dem Feld, und er kann sich vollständig mit ihm verbinden, es wahrnehmen und erfassen.

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Aus dem Gespräch „Mein Telefon klingelte. Spirituelle Bilder“

 

Eine Welt, in der es unmöglich ist, müde zu werden

Bemerkung: Sie beschreiben die spirituelle Welt so schön, dass ein unheimlicher Neid auf die von Ihnen geschilderten Erfahrungen aufkommt und Sie hervorheben dabei, dass sie das Beste und Spannendste ist.

Antwort: Du hast keine Ahnung, wie es funktioniert! Es funktioniert in Wirklichkeit im Inneren! Diese Höhen, diese Tiefen! Es ist, als ob du fliegst und unter Wasser tauchst, in eine Grotte schwimmst und dort neue Geheimnisse entdeckst.

Bist du neidisch? Das ist eine sehr gute Eigenschaft! Sie hilft dir, voranzukommen.

Bemerkung: Sie beschreiben diese Empfindungen so lebhaft!

Antwort: Deshalb bezeichnet man dieses Licht auch als „Taamim“ – “ Geschmäcker“. Du kannst dir sie gar nicht vorstellen!

Es ist so eine Fülle, mit so leuchtenden Farben, mit Milliarden von allen möglichen Schattierungen, die es in unserer Welt nicht gibt. Und jede Schattierung unterscheidet sich deutlich von der anderen, selbst wenn sie nebeneinander liegen. Es ist ein solches Gefühl, ein solches Spiel, ein solches Innenleben, mit solchen Farben und Emotionen!

Und du wirst nicht müde davon – das ist das Interessante daran. Wie viel kann man in unserer Welt aushalten? Der Körper wird von äußeren Einflüssen müde. Aber wenn die Fülle von innen kommt, hält sie dich in Schwung und belebt dich immer wieder neu. Ich empfehle es dir eindringlich.

Frage: Dringen Sie innerhalb dieses Systems durch irgendwelche Buchstaben ein?

Antwort: Es gibt keine Buchstaben. Wenn du die Buchstaben ansiehst, dringst du ins Innere ein und rufst den Einfluss der spirituellen Kräfte auf dich herbei, die vermeintlich hinter den Buchstaben stehen. Aber es gibt keine Buchstaben. Sie werden in deinem Hinterkopf gezeichnet, aber in Wirklichkeit sind es Kräfte, die dich beeinflussen. Und dein Verlangen arbeitet bereits mit diesen Kräften zusammen.

Du bist nicht hier. Du hast es so gemacht, dass auf der einen Seite dein Verlangen steht und auf der anderen Seite eine Kraft, die auf es wirkt. Und du nimmst alles so wahr, ohne irgendwelche Puffer-Systeme, aus denen du etwas herauslesen, verstehen oder nicht verstehen kannst. Es ist alles in deiner „Box“. Du musst sie nur beiseitelegen, denn sie blockiert dich.

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Aus dem Gespräch „Bei mir klingelte das Telefon. Ein Spiel des Lebens“

 

Erweckung der Punkte im Herzen

Frage: Solange ein Mensch keinen „Punkt im Herzen“ hat, hört er die Kabbalisten nicht. Gibt es eine Möglichkeit, ihn zu erwecken?

Antwort: Die Erweckung erfolgt ausschließlich durch die Verbreitung und innerer Arbeit unter denjenigen, die bereits einen Punkt im Herzen besitzen.

Wenn wir uns innerlich untereinander verbinden, und das sind bereits Millionen von Menschen weltweit mit einem erwachenden Punkt im Herzen – und anfangen, uns gegenseitig zu unterstützen, indem wir erkennen, dass dies der Weg ist, um uns selbst zu erheben, werden wir auch andere anziehen. Diese Menschen werden spüren, wie ihr inneres Wesen zum Leben erwacht.

Stellen wir uns einen Körper vor, der sich im Zustand des Bewusstseinsverlusts befindet und allmählich wieder zu Bewusstsein kommt. Organe, die erwachen, ziehen andere mit sich und helfen ihnen ebenfalls, sich zu regenerieren. So funktioniert es auch bei uns. 

Wir müssen uns nach vorne ziehen, hin zu einem höheren Bewusstsein, weg von einem unbewussten Zustand in Bezug auf den Schöpfer. Allmählich werden wir an einen Punkt gelangen, an dem auch andere Menschen erkennen, dass es einen Zustand gibt, der über unsere gegenwärtige Realität hinausgeht, und dass wir in der Lage sind, auf eine höhere Ebene aufzusteigen, um in diesem Leben etwas ganz anderes zu empfinden – uns selbst als ewig und vollkommen existierend.

Unser irdisches Leben geht nicht verloren; es wird vielmehr durch das Empfinden höherer Welten ergänzt, in denen wir die Kraft wahrnehmen, die diese Welt lenkt und die Realität formt.

Frage: Wenn nur der Schöpfer den Punkt im Herzen erweckt, wie können wir das dann für ihn tun?

Antwort: Wir tun das nicht für ihn! Wenn wir dieses Kraftfeld – den Schöpfer – aktivieren, indem wir uns miteinander verbinden und von diesem Gefühl erfüllt werden, erwecken wir auch alle anderen Punkte, die sich bisher in Bezug auf sich selbst noch nicht offenbart haben. Wir aktivieren das gesamte Feld!

Frage: Bedeutet das, dass absolut jeder einen Punkt im Herzen hat?

Antwort: Ja, absolut! Andernfalls würden die Menschen nicht existieren.

Frage: Sind also alle Punkte im Herzen gleich, unabhängig von deinem finanziellen oder anderen Status?

Antwort: Ja, sie sind unabhängig von den Bedingungen unserer Welt! Sie unterscheiden sich jedoch in ihrer Realisierung, da sie verschiedenen Teilen der gemeinsamen Seele angehören. Aber die Methode ihrer Entwicklung und Korrektur ist gleich, nur jeder empfindet sie individuell.

Frage: Sind die Punkte von Baal HaSulam und Rabash ebenfalls solche, die nur auf einer anderen Stufe der Realisierung stehen?

Antwort: Tatsache ist, dass sie sich vor dir realisiert haben, und du realisierst dich später. Na und? Letztendlich erreichen alle die gleiche Stufe.

Wenn wir uns miteinander verbinden, schließen wir alle anderen in uns ein. Daher gibt es keine Ausnahmen oder Privilegien – wir sind alle gleichwertig im Prozess der spirituellen Entwicklung.

[#342430]

Aus dem Gespräch „Mein Telefon hat geklingelt. Punkt im Herzen.“