Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Vollkommener Glaube an den Schöpfer

Kommentar: „Die ganze Welt ist voll von Seiner Herrlichkeit “ dies stellt das grundlegende, unumstößliche und unveränderliche Gesetz dar, das besagt, dass der Schöpfer die gesamte Welt durchdringt, alles bewegt und lenkt. Es gibt nur eine Kraft, die in der ganzen Wirklichkeit wirkt, und es existiert nichts außer ihr.

Wir sollten diese Aussage als Axiom akzeptieren und als ein primäres Gesetz betrachten, das sich uns allmählich offenbart. In dem Maß, wie wir eine Verbindung mit der spirituellen Natur herstellen, offenbaren wir diese Wahrheit, dass die Erde voll von Seiner Herrlichkeit ist.

Zunächst müssen wir uns darauf einstellen, dass es unser Ziel ist, dieses Gesetz zu offenbaren. Alle Ereignisse unseres Lebens haben nur einen Grund: Alles, was uns in jedem Moment widerfährt, wird vom Schöpfer bestimmt und es gibt niemanden außer Ihm.

Man sagt, dass „die Erde voll von Seiner Herrlichkeit ist“, denn „Erde“ (Eretz) bedeutet Verlangen (Ratzon). Der Schöpfer erschafft dieses Verlangen und erneuert es Tag für Tag, jeden Augenblick. Daher sehen wir nichts anderes als die Handlungen des Schöpfers.

Wenn wir denken, dass jemand anderes als der Schöpfer etwas tut, dann ist das falsch.  Nur Er hat und wird alle Handlungen, die in unserem Leben stattfinden, verwirklichen. Dieses Prinzip, dieses Gesetz, muss in allen Aspekten unseres Lebens verankert sein, damit wir nichts anderes als den Schöpfer sehen und fühlen.

Alle unsere Wünsche sind auf jede erdenkliche Weise von der Gegenwart des Schöpfers erfüllt, und letztendlich empfinden wir nur Ihn. Es sollte nicht einmal für einen Moment einen Zweifel geben, dass wir etwas nicht vom Schöpfer empfangen haben, denn das ist unmöglich.

Wir befinden uns im Inneren des Schöpfers und offenbaren ausschließlich Ihn. Es gibt niemanden, nur den einen Schöpfer, der die gesamte Welt erfüllt. Wenn wir das vollständig realisieren, wird das als der vollkommene Glaube des Menschen an seinen Schöpfer angesehen.

Aus dem Unterricht zum Thema „Die ganze Welt ist voll Seiner Herrlichkeit“

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Warum ist diese Nacht anders als alle anderen Nächte?

Frage: Die Nacht des Passach-Seders ist eine besondere Nacht für das Volk Israel. Man sagt, dass in dieser Nacht dieses Volk geboren wurde und seinen neuen Weg begann. Aber worin besteht eigentlich die Einzigartigkeit dieser Nacht des Auszugs aus Ägypten?

Antwort: Der Mensch beginnt zu fühlen, dass er sich im ägyptischen Exil befindet, in der Sklaverei seines Egos, das „Pharao“ genannt wird, und dass es notwendig ist, sich aus dessen Herrschaft zu befreien, zu fliehen – doch er ist dazu nicht in der Lage. Innerlich beginnt er zu schreien, er ist nicht mehr bereit, ein solches Leben weiter zu ertragen. Er bemüht sich in Bezug auf die Gruppe, die Umgebung, den Lehrer und die Bücher. Er fühlt wirklich, dass er sich im Gefängnis befindet, in der Dunkelheit.

Allmählich versinkt er in einen Zustand, der als die „Dunkelheit Ägyptens“ bezeichnet wird, die Nacht des Auszugs aus Ägypten. Diese Nacht ist absolute Dunkelheit; es bleibt keine Hoffnung mehr für ihn, keine Chance im Leben. Er fühlt, dass er nicht mehr bereit ist, weiterhin innerhalb seines Egos zu leben, da er jeden hasst und unfähig ist, sich irgendjemandem auf gute Weise zu nähern.

Er strebt danach, die Freunde zu lieben, den Nächsten wie sich selbst zu lieben, aber er sieht das Gegenteil – es wird immer schlimmer. Der Pharao in ihm, sein Ego, wird stärker und brutaler. Schließlich ist der Mensch gebrochen, denn er erkennt, dass er keine Chance hat, der Knechtschaft zu entkommen.

Er durchläuft sehr schwierige innere Zustände, die sich letztlich ansammeln: all seine Versuche, dem Ego zu entfliehen, sich darüber zu erheben, alle Siege des Egos, die ihm zeigen, wie stark dieser Pharao ihn von innen hält. Er befindet sich wirklich mitten im Kampf zweier Kräfte: Einerseits drängt er vorwärts, weil er sich nach Freiheit sehnt, andererseits hält ihn das Ego fest und lässt ihn nicht fliehen.

Letztlich erreichen diese beiden Kräfte den Höhepunkt ihres Kampfes, und der Mensch findet sich zwischen ihnen wieder, er fühlt absolute Dunkelheit. Dieser Zustand wird die Nacht des Auszugs genannt, die Dunkelheit Ägyptens. Und plötzlich hört er aus dieser Dunkelheit einen Ruf: „Du musst hinausgehen! Du bist bereit dazu! Du kannst jetzt aufstehen und deinem Ego entfliehen – hier und jetzt, um Mitternacht, das heißt aus dem dunkelsten Zustand heraus. Nimm nichts mit in den neuen Zustand, außer dem, was du wirklich für das Geben, für das Erreichen von Einheit, Verbindung und Liebe brauchst.

In diesem Moment ist der Mensch bereit, sich von seinem Ego zu lösen und darüber zu erheben. Das nennt man seine spirituelle Geburt.

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Aus KabTVs „Kabbalisten schreiben: Die Nacht des Pessach-Seders“

Pessach: Ein Mensch werden

Frage: Pessach symbolisiert, den Austritt jedes Einzelnen aus einem tierischen Zustand. Alles beginnt mit dem Versprechen des Schöpfers an Abraham, das Land Israel zu erben. Das Land Israel ist Erez Israel, das Streben nach dem Schöpfer. Bedeutet das, dass es von Anfang an in der Natur des Menschen vorgesehen ist, diese Eigenschaft zu erreichen?

Antwort: Im Wesentlichen ja. Am Ende unserer Entwicklung werden alle Menschen auf der Erde die Eigenschaft „Mensch“ erreichen, d.h. die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer.

Frage: Was bedeutet es aus der Sicht der Kabbala „ein Mensch zu werden“? Welche Stufe wird da beschrieben?

Antwort: „Mensch“ – im Hebräischen „Adam“, leitet sich von dem Wort „dome“ ab, was „ähnlich dem Schöpfer“ oder „nach Gottes Ebenbild“ bedeutet.

Was bedeutet „nach Gottes Ebenbild“? Da alle Eigenschaften des Schöpfers, seine Einstellung zu allem, was er geschaffen hat, Liebe, Hingabe sind, wird der Mensch, wenn er diese Eigenschaften erwirbt, dem Schöpfer ähnlich und wird Mensch genannt. Bevor er diese Eigenschaften erlangt, wird er als tierisch betrachtet.

Mit anderen Worten, solange ein Mensch in seinen natürlichen egoistischen Eigenschaften verharrt und sich nur um sich selbst kümmert, befindet er sich im „tierischen Zustand“. Sobald er sich um andere kümmert und die altruistischen Eigenschaften des Schöpfers in sich entwickelt, erreicht er den Zustand „Mensch“.

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Aus der Fernsehsendung „Spirituelle Zustände“

 

           

Warum können wir das Wesen des Schöpfers nicht erfassen?

Frage: Warum können wir etwas Unbegreifliches, das man das Wesen des Schöpfers nennt, nicht erfassen?

Antwort: Wir können die Essenz des Schöpfers nicht begreifen, weil wir nicht die Werkzeuge dazu haben.

So wie ein Tier die Stufe eines Menschen nicht begreifen kann, kann ein Mensch die Stufe des Schöpfers nicht begreifen. Wir haben nicht die notwendigen Werkzeuge dafür, d.h. Eigenschaften.

Unsere Eigenschaften, die auf Plus und Minus aufgebaut sind, wurden vom Schöpfer in einem solchen Umfang, auf einer solchen Stufe geschaffen, dass wir ihn erfassen können, aber nur auf der Grundlage der Eigenschaften, mit denen er uns erschaffen hat. Darüber hinaus können wir sie nicht begreifen.

Frage: Ist das wirklich so, oder gibt es noch etwas anderes?

Antwort: Vielleicht gibt es noch etwas anderes.

Wenn wir am Ende der 6000 Jahre, oder vielleicht sogar schon früher, unsere Eigenschaften vollständig korrigiert und sowohl die positiven als auch die negativen Eigenschaften richtig genutzt haben, dann werden wir endlich die Stufe erreichen, die der Schöpfer für uns vorgesehen hat: Ihn in diesen 6.000 Jahren zu erlangen.

Dann ist es durchaus möglich, dass wir den nächsten Raum, die nächste Leere, die wir begreifen können, für uns entdecken werden, aber wir wissen noch nichts darüber. Es gibt einige Vermutungen, aber das sind nur Vermutungen.

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Aus dem Kabbala Unterricht

Die Frucht des Baumes der Erkenntnis

Rabash, „Dargot Sulam“, Artikel 903, „Tu bi Schwat“: Der Schöpfer wünscht, dass der Mensch, der das Gebot, das wie eine Frucht ist, erfüllt. Baum und Frucht schmecken gleich, das heißt, dass die Absicht auch „Lishma“ ist – um des Gebens willen.

In der spirituellen Arbeit muss man mehrere Stufen durchlaufen. Zunächst muss man auf die Stufe hinabsteigen, von der es heißt: „Ich schuf den bösen Trieb“. Hier beginnt der Mensch, sich mit seiner Natur vertraut zu machen und erkennt, wie sehr er dem Guten entgegengesetzt ist.

Das Gute ist das Licht, die Eigenschaft des Gebens. Um sich im Vergleich dazu zu messen, muss der Mensch die Eigenschaft des Gebens erkennen. Wo findet man das Böse und wo befindet sich darin der Schöpfer, der den bösen Trieb geschaffen hat? Der Mensch muss den Schöpfer offenbaren, der den bösen Trieb geschaffen hat und die Tora als Gewürz dazu gegeben hat.

Es kann keine Dunkelheit ohne Licht und kein Licht ohne Dunkelheit geben. Wir begreifen nichts für sich allein – sondern nur im Vergleich mit seinen Gegensätzen. Der Mensch kann nur in dem Maß, wie er gute Taten vollbringt, die negative Seite seiner Natur erkennen. Nur so wird ihm das Böse bewusst.

Die Sünder, von denen die Tora spricht, sind besondere und herausragende Menschen. Die Stufe des Sünders ist eine sehr hohe Stufe. Der Mensch arbeitet in Bezug auf das Gute und versucht, das Böse in sich zu überwinden, um das Gute zu erreichen. Dann erkennt er das Übel, offenbart die Sünde Adams und tritt in den Prozess der Korrektur ein. Die Offenbarung des Bösen ist somit Teil dieses Prozesses.

Erst nachdem der Mensch das Böse erkannt hat, beginnt er zu prüfen, ob „Baum und „Frucht“ übereinstimmen, ob sie in die gleiche Richtung, in die Richtung des Gebens streben. Die „Früchte“ repräsentieren das Geben und nicht den Eigennutz. Der Mensch versucht über seinen Egoismus hinauszuwachsen, er identifiziert ihn als das Böse, über den er sich erheben muss. Es wird ihm immer wieder bewusst, dass er für sich selbst genießen möchte und erkennt dies als die „ägyptische Plage“. Er ist bereit alles zu tun, außer für sich selbst zu genießen.

So erhebt er sich über alle Möglichkeiten des Genusses und gelangt zu den wahren Früchten- dem Geben. Die Freude am Geben ist die Frucht des Baumes der Erkenntnis. Dies ist der Glaube, der über den Verstand hinausgeht – der Glaube, der auf dem Baum der Erkenntnis gewachsen ist.

Nur so kann der Mensch wachsen: Er erhebt sich über das Böse und lehnt das Verlangen zu empfangen ab. So reifen in ihm die Früchte.

Dies symbolisiert auch Tu bi-Schwat das „Neujahr der Bäume“. Warum Bäume und nicht Früchte? Der Mensch muss zunächst lernen, die Eigenschaft des Gebens zu erlangen und anschließend   das Empfangen um zu Geben.

Auf dem spirituellen Weg entdecken wir immer wieder in uns falsche Formen. Wie Baal HaSulam im „Vorwort zu TESS“ schreibt: Nur die, deren Maß an Geduld standgehalten hat, verdienen es, in den königlichen Palast einzutreten, in den „Garten“, in dessen Mitte der Baum der Erkenntnis steht.

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Aus dem Unterricht über einen Artikel von Rabash.

 

Ich möchte im Buch Sohar leben

Das Buch Sohar ist ein heiliges Werk. Es spricht eine ganz besondere und präzise Sprache. Es ermöglicht uns, das Gesamtbild zu erfassen und sich auf ein bestimmtes Detail zu konzentrieren, das es vermitteln möchte. Dadurch wird unser Blick erweitert und gleichzeitig auf entscheidende Punkte fokussiert. Wenn wir kabbalistische Texte, wie den Sohar, Schriften von Baal HaSulam oder Rabash lesen, sollten wir unser Herz mit demjenigen verbinden, der uns dieses Wissen vermittelt hat.

Insbesondere, im „Vorwort zum Buch Sohar“ von Baal HaSulam möchte er uns mit dem Buch „Sohar für das Volk“ verbinden, einem Werk, das im gesamten Volk Israel von großer Bedeutung sein sollte. Zu diesem Zweck verfasste er dieses Vorwort und verbreitete es.

Beim Lesen solcher Texte sollten wir uns von einer rein wörtlichen Auslegung lösen und versuchen, uns mit der spirituellen Botschaft zu verbinden, die der Kabbalist uns vermitteln möchte. Nach dem Lesen jeden Abschnitts sollten wir zu den Worten zurückkehren sie in unser Herz aufnehmen, um eine Verbindung zwischen unseren Herzen und dem von Baal HaSulam, der diese Texte geschrieben hat, herzustellen.

Die Werke der Kabbalisten sind für uns von großer Bedeutung, da sie eine Botschaft enthalten, die uns von unseren Lehrern überliefert wurde. Mit dieser Botschaft wollen sie uns mit tausend Fäden untereinander und mit dem Buch Sohar verbinden. Im „Vorwort zum Buch Sohar“ finden wir alle Worte und Gesetze, die uns helfen, uns dem Schöpfer zu nähern und mit Ihm in Verbindung zu treten. Diese Texte ermöglichen es uns, eine Verbindung zur Spiritualität und zur Ewigkeit herzustellen. Wenn ein Mensch sich mit dem Buch Sohar, mit der spirituellen Quelle verbinden möchte, stellt er beim Lesen fest, wie ihn der Text zunehmend mit der Spiritualität in allen Facetten verbindet. Er öffnet dabei sein Herz und seine Augen, um einen tiefen Wunsch zu entwickeln, sich zu erheben, sich an die spirituelle Wurzel zu klammern, von der der Sohar spricht.

Selbst in Zeiten, wenn man das Buch Sohar nicht liest, sollte man es anstreben, in seinem Geist zu leben. Das bedeutet, dass der Mensch sich bemüht, mit Freunden, in der Gruppe, im Zehner verbunden zu sein, um sich dem Schöpfer anzunähern. Der Mensch wird dann erleben, dass er in ein Feld der Anziehung eingetreten ist, in dem ihn der Schöpfer weiter hineinziehen möchte. 

Im Buch Sohar zu leben bedeutet, sich zu bemühen, die Botschaft, die mit jedem seiner Worte und Sätze vermittelt wird, zu offenbaren. So wird der Sohar zu einem Fluss, der uns von den ersten Worten bis zum letzten Satz mitnimmt.

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Aus einer Lektion zum Thema „Wir setzen den Kongress im Aufstieg fort”

Zwei Aufgaben der kabbalistischen Methode

Wie bereits erwähnt, hat die kabbalistische Methode zwei Aufgaben. Die Erste ist der Zustand von „Lo Lishma“, was soviel bedeutet wie „nicht um Seinetwillen“. Es soll die Moral zum eigenen Nutzen des Menschen fest verankern.

Das bedeutet, dass der Mensch nachdem er diese Aufgabe erfüllt hat, bereits Befriedigung empfindet.

Es gibt noch eine zweite Aufgabe der Kabbala – das Bedürfnis der Seele, mit dem Schöpfer zu verschmelzen. Dies wird „Lishma“ genannt. Durch Handlungen kann ein Mensch damit belohnt werden, dann kommt er von Lo Lishma zu Lishma“ (Baal HaSulam, „Die Schriften der letzten Generation“).

Frage: Wenn ein Mensch in „Lo Lishma“ arbeitet, hat er dann ein Gefühl für die Gegenwart des Schöpfers, ein Gefühl, dass es niemanden außer Ihm gibt?

Antwort: Nein, natürlich nicht. Er befindet sich in einem Zustand um seiner selbst willen.

„Lo Lishma“ ist das Ausführen von Handlungen um seiner selbst willen, ‚Lishma‘ ist um den Schöpfer willen, um der anderen willen, nicht für sich.

Frage: Können wir sagen, dass die Mehrheit der Menschheit sich in „Lo Lishma“ befindet?

Antwort: Nein. Sie befinden sich im tierischen Zustand. Wenn sich ein Mensch in einer kabbalistischen Gruppe entwickelt, alle Bedingungen klar und korrekt erfüllt, durchläuft er Zustände vom völligen Egoismus bis zur Bereitschaft, anderen zu geben. Er will uneigennützig geben, ohne jede Bindung an sich selbst, aber er hat es noch nicht geschafft. Dies wird „Lo Lishma“ genannt.

Der Weg aus „Lo Lishma“ führt über das Licht, das zur Quelle zurückführt. Gerade weil man geben möchte, es aber noch nicht kann, wirkt das Licht auf einen und führt zu „Lo Lishma“ – zu Handlungen „um der anderen willen“.

Frage: Müssen wir immer das Gefühl haben, uns auf den Zustand von Lishma zuzubewegen?

Antwort: Man muss darüber nachdenken. Man hat kein Recht, in dem Glauben gefangen zu sein, dass es zum eigenen Nutzen ist, auch wenn die eigenen Absichten egoistisch sind. Wenn wir fühlen, dass wir uns gerne aus der Macht des Pharaos (Egoismus) befreien würden, es aber nicht können, ist dies das Gefängnis, die Knechtschaft, das Gefühl des ägyptischen Exils. Das sind keine einfachen Zustände.

Frage: Um von „“Lo Lishma„“ zu „Lishma“ zu gelangen, arbeiten wir in einer Gruppe. Wo befindet man sich als Experte, der von außen auf alles schaut, was vor sich geht? Geschieht das alles gleichzeitig?

Antwort: Ja, denn es entsteht ein zweites System: die Eigenschaft des Gebens. Davon ausgehend, beobachtet man seine eigene Eigenschaft des Empfangens.

Frage: Einerseits versucht der Mensch, den Zustand, in dem er sich befindet, zu realisieren, andererseits hat er die Möglichkeit, ohne nachzudenken, in die Gruppe zu investieren, an verschiedenen Aktivitäten der Verbindung teilzunehmen. Wie kann man diese Handlungen aufmerksam durchführen?

Antwort: Dies geschieht unter dem Einfluss des richtigen Umfelds. Es muss eine aktive Haltung der Gruppe gegenüber jedem Einzelnen geben. Jeder muss den Druck der Gruppe spüren, ihre Korrektur, was sie vorhat und gleichzeitig spüren, wie sehr man sich dagegen wehrt und wie sehr man bereit ist, sich unterzuordnen. Das ist der Punkt des Experten für jedes Mitglied der Gruppe.

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Aus der Fernsehsendung „Die letzte Generation“

 

Die Leiter steht bereit, die Entscheidung triffst du!

Das Buch Sohar. Vorwort. Der Artikel „Allgemeine Klärung aller 14 Gebote und wie sie sich auf die sieben Tage des Schöpfungsbeginns beziehen“, S.9: … Und dies wird in der Frage der Kombination der Eigenschaft des Urteils mit der Eigenschaft der Barmherzigkeit geklärt.

Als Malchut zum Ort der Bina aufstieg, wurden alle Stufen in zwei Teile geteilt: die Galgalta we Ejnaim und die ACHaP, oder MI ELeH.

… Und der Hauptunterschied, der den Partzuf von ISHSuT auszeichnet ist, dass es nur den WAK der Lichter in den Kelim von Galgalta we Ejnaim gibt, der deshalb MI genannt wird. Und seine ACHaP, d.h. die drei Buchstaben ELeH, fielen auf die Stufe darunter, d.h. in die drei Welten BYA.

Der Sohar erklärt uns, wie die Leiter der spirituellen Stufen von oben nach unten angeordnet ist. Jede nachfolgende Stufe liegt nicht direkt unter der vorherigen. Ein Teil der höheren Stufe tritt in die niedrigere Stufe ein – so dass keine Stufe einen freien Raum hat, außer ihrem Mittelpunkt, der als mittlerer Teil von Tiferet bezeichnet wird.

Vom oberen Drittel der Tiferet und darüber empfängt jede Stufe von der höheren Stufe, die in sie eintaucht. Vom unteren Drittel des Tiferet und darunter befindet sich jede Stufe innerhalb der unteren Stufe. Auf diese Weise ist die gesamte Leiter aufgebaut.

Die ACHaP  der höheren Stufe befindet sich innerhalb des GE der niedrigeren Stufe, und das ACHaP  der Unteren befindet sich innerhalb des GE der niedrigeren Stufe, und so weiter. Innerhalb jeder Stufe gibt es eine kleine Schicht, das mittlere Drittel der Tiferet, das frei bleibt vom Einfluss des Höheren und der Notwendigkeit, dem Unteren zu geben.

Im oberen Teil seines GE, in die ACHaP des Höheren eintaucht, steht jeder Partzuf unter der Macht des Höheren. Im unteren Teil seiner ACHaP, der in die GE des Unteren hinabgestiegen ist, steht jeder Partzuf in den Diensten des Unteren.

Es stellt sich heraus, dass bei jedem Partzuf nur das mittlere Drittel des Tiferet unabhängig bleibt, in dem er die Entscheidung trifft, mit wem er sich in Beziehung setzen will – mit dem Höheren oder dem Unteren, bzw. um immer weiter aufzusteigen oder um unten zu bleiben.

So ist die Leiter der Stufen von oben nach unten aufgebaut, und wir müssen sie richtig benutzen, um aufzusteigen.

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Aus dem Buch Sohar. Das Vorwort

 

Glauben bedeutet fühlen

Frage: Was ist Glaube, solange man den Machsom noch nicht überschritten hat?

Antwort: Solange der Mensch den Machsom nicht überschritten hat und in die spirituelle Welt eingetreten ist, hat er keinen Glauben.

In der Kabbala hat der Begriff „Glaube“ eine andere Bedeutung als im alltäglichen Leben. In der Kabbala befinden sich alle Definitionen auf einer völlig anderen Ebene der Wahrnehmung.

Glaube ist ein Gefühl für den Schöpfer. Wenn ein Mensch den Schöpfer spürt, glaubt er an Ihn. Dies steht im absoluten Gegensatz zu der verbreiteten Auffassung, dass Glauben das Vertrauen in etwas ist, das man nicht sieht, aber für real hält.

Die Kabbala sagt, dass dies kein wahrer Glaube ist, sondern lediglich Illusionen. Es basiert nur auf einem echten Gefühl im Inneren – wenn man den Schöpfer fühlt, dann erhält man die Kraft, gegen sein Ego zu arbeiten.

Eine duale Kraft – positiv gegen negativ. Das nennt man, „Glaube über den Verstand“, der über den Egoismus hinausgeht und das Gefühl für den Schöpfer erfasst.

Der Mensch kann sich darüber erheben, da er in der Lage ist den höheren Verstand und tiefere Empfindungen zu nutzen. Doch wenn er dies nicht hat, auf welcher Grundlage wird er dann arbeiten? Auf der Grundlage von Erzählungen anderer?

Das nennt man nicht Glauben. Es ist nur ein Spiel, das Menschen aus Verzweiflung spielen, um sich irgendwie zu beruhigen. Deshalb erfordert der Glaube, zur Offenbarung zu gelangen! In der Kabbala ist es die Offenbarung des Schöpfers für die Geschöpfe, genau das wird als Glauben verstanden.

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Aus einer Lektion über einen Artikel aus dem Buch Shamati

Bleibe nicht ewig in Ägypten

Woher kann in uns das Verlangen entstehen, das Licht der Unendlichkeit zu erlangen? Wir befinden uns bereits jetzt in einem Ozean des unendlichen Lichts, aber spüren wir etwa, dass es uns fehlt? Ganz und gar nicht. Wir begehren nur das, was sich vor unseren Augen befindet, das, was für unser Ego greifbar ist.

Deshalb fragte Abraham den Schöpfer: „Woher sollen meine Nachkommen das Bedürfnis nehmen, das Licht der Unendlichkeit zu offenbaren, Dir ähnlich zu werden, den Nächsten zu lieben, das ganze Universum zu vereinen und zu begreifen? Wie sollen solche Gedanken in einem gewöhnlichen Menschen entstehen, der doch nur ein ruhiges Leben führen will und nicht mehr?“

Doch der Schöpfer sprach: „Siehe, ich habe für euch das ägyptische Exil vorbereitet – als die Quintessenz allen Übels. Ihr werdet in diese Phase eintreten und in ihr solche Begierden entwickeln, dass ihr aus ihnen ausbrechen wollt. Ihr werdet fühlen, dass sie euch schaden.

Einerseits habt ihr keine Kraft, euch von ihnen zu lösen, andererseits ist es unmöglich, in ihnen zu bleiben. Das Exil ist wie ein Gefängnis, das euch erstickt und euch keinen Atemzug lässt – und dennoch könnt ihr ihm nicht entkommen. So sehr erdrückt euch euer Egoismus.

Ihr werdet erkennen, dass ihr nur für euren Egoismus arbeitet, der alles für sich beansprucht. Es ist, als würdet ihr versuchen, aus einem löchrigen Eimer zu trinken: Ihr schöpft Wasser, sterbt vor Durst, führt den Eimer zum Mund – doch er ist leer. Und dann bleibt euch nichts anderes übrig, als aus diesem Gefängnis zu fliehen.

Wer am Egoismus festhält und nicht lernen will, zu geben, wird als Ägypter bezeichnet und nicht als Jude. Denn „Jude“ (Yehudi) bedeutet „Einheit“ (Yehud), während der Ägypter nicht nach Einheit strebt – und somit in Ägypten verbleibt.

All dies erklärte der Schöpfer Abraham.

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Aus der Lektion zum Thema „Pessach“