Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Körper und Seele'

Ich will fortsetzen!

Man darf nicht die eigenen Zustände nach seinen Empfindungen richten. Die schwangere Frau fühlt sich schlecht, aber sie will doch nicht die Schwangerschaft abbrechen? Im Gegenteil, sie will sie fortsetzen! Das Ziel – Mutter zu werden, das Kind zu gebären, das Kleinkind auf den Händen zu tragen – rechtfertigt für sie alle empfundenen Leiden.

Der Körper leidet, und die Geburt ist schwer, kränklich, gefährlich, kritisch. Hätte sie ein Außerirdischer gesehen, der nicht versteht, was geschieht, wäre er darüber entsetzt, wie die arme Frau gequält wird. Aber wir sind froh und glücklich darüber, dass die Frau das Kind trägt und gebärt.

Wir nähern uns der Geburt der neuen Stufe an und was fehlt uns, um sich in jedem Zustand darüber zu freuen? Man muss erkennen, dass „der Schöpfer für uns den Tisch mit allerlei Gerichten vor den Augen der Feinde gedeckt hat“, wie es im Psalm №23 gesagt wird. „Vor den Augen der Feinde“, befindet sich in mir, damit sie ihn gesehen haben. Ich will sie dadurch nicht beruhigen, sondern necken, erziehen.

Wenn du den Aufschwung der Begeisterung nicht mehr fühlst, dann fehlt es dir an der Unterstützung der Gruppe. Der ganzen Gruppe mangelt es an der Kraft der Einheit für die Festigung jedes Mitglieds und allen zusammen, um im gegenwärtigen Zustand standzuhalten. [124517]

Auszug aus der Vorbereitung zum Kongress, 31/12/13

Ein paar Worte über die Akribie

Ich empfehle, ganz genau und gewissenhaft zu überprüfen, wobei wir uns selbst einbringen. Wir können noch eher mit den “tierischen Verlangen” –  der Befriedigung der Bedürfnisse nach Essen, Sex, Familienleben usw. – fertig werden, als in der Gruppe ohne Analyse und Kontrolle zu handeln.

Einfach abzuschalten und auf die Stufe „Körperlicher Leidenschaft“ zu fallen, ist eine Sache, wenn du aber in der Gruppe nicht haargenau richtig arbeitest, dann ist das eine andere Sache. Du befindest dich in diesem Fall bereits auf der verdorbenen Stufe des Menschen, und das ist schlecht. Hier lohnt es sich mit größtmöglicher Akribie vorzugehen. [122073]

 Auszug aus dem Unterricht nach Artikeln von Rabash, 03/12/13

Die künftige Welt liegt nicht hinter dem Grabstein

Während die Menschheit Jahrhundertelang an ein Leben nach dem Tod glaubte,  wird die nächste Stufe mittlerweilen als die „zukünftige Welt“bezeichnet.

Insgesamt gibt es fünf Welten: Adam Kadmon, Azilut, Briya, Jezira und Assiya. Jede von ihnen teilt sich in fünf Parzufim und  jeder Parzuf in fünf Sefirot auf; zusammen bilden sie 125 Stufen, die auch „Welten“ heißen. Es handelt sich um einen gewissen „Ort“ in meinem empfangenden Verlangen, der im Spektrum meiner Eigenschaften gebildet wird.

Im Endeffekt bin ich „aufgebaut“, oder befinde mich im laufenden Zustand, empfinde, verstehe, nehme war und lebe nach den Bestimmungen, Werten, Ansichten und Methoden der Analyse, die der vorliegenden Stufe eigen sind. Sie ist jetzt meine Welt, „diese Welt“. Auf ihr befinden sich alle, sie beinhaltet sogar den größten Kabbalisten, da er hier auf dem unbelebten, pflanzlichen und tierischen Niveaus des Daseins anwesend ist.

Diese Situation ist mir von vornherein gegeben. Niemand fragte mich, ob ich hier geboren werden will.

Jedoch kann ich dem gegenwärtigen Zustand die nächste Stufe –“die zukünftige Welt“ hinzufügen. Darüber wird gesagt: „deine Welt wirst du zu Lebzeiten sehen“. Mit anderen Wörtern, muss ich sie jetzt empfinden, und nicht „postum“. Deshalb heißt eben die Wissenschaft der Kabbala „Die Offenbarung des Schöpfers dem Geschöpf in dieser Welt“. Ich kann den Schöpfer auf der Stufe „dieser Welt“ offenbaren, noch eine weitere Stufe der 125 Stufen enthüllen. So begreife ich Ihn im vollen Maß.

Somit wird „die zukünftige Welt“ erst dann offenbart, wenn ich aus den von mir vorbereiteten Einzelheiten die Ähnlichkeit zur Kraft des Geben bilde. Folglich werde ich in dieser Ähnlichkeit, im neuen, gebenden Verlangen die neuen Empfindungen, die neue Wahrnehmung erlangen. Es wird eben meine „zukünftige Welt“, eine der 125 Stufen sein. [122326]

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Wissenschaft der Kabbala und ihr Wesen“, 05/12/13

Tod existiert nicht

Forschung: Die Mehrheit der Wissenschafter glaubt nicht an ein Leben nach dem Tod. Jedoch behauptet Prof. Robert Lanz, dass er fähig ist, die Existenz des Lebens nach dem Tod zu beweisen. Der Beweis liegt in der Quantenphysik. Entsprechend der Theorie des Biozentrismus ist der Tod, wie wir ihn heute verstehen, eine Illusion, die von unserem Bewusstsein erschaffen wird.

Wir meinen, dass das Leben nur in der Aktivität des Kohlenstoffes und der Moleküle besteht. Solange diese aktiv sind, leben wir, und später verfaulen wir in der Erde. Die Menschen glauben an den Tod, weil man sie darin unterrichtet, oder weil das menschliche Bewusstsein unser Leben mit der Arbeit der inneren Organe gleichsetzt. Aber das Leben und die Biologie belegen den zentralen Platz in der Realität; das Leben erschafft das Universum und nicht umgekehrt.

Das bedeutet, dass das menschliche Bewusstsein die Form und den Umfang der Objekte im Universum bestimmt. Alles, was ihr wahrnehmt, kann ohne Bewusstsein nicht existieren. Der Raum und die Zeit sind Instrumente unseres Verstandes. Nachdem ihr dieser Theorie zustimmt, wird euch klar sein, dass der Tod nicht existiert.

Mein Kommentar: Die Kabbala spricht darüber seit den Zeiten Adams. Die Empfindung der Welt ist subjektiv. Wir empfinden unsere Existenz in unserem Körper, d.h. mit unseren fünf Sinnesorganen. Die Kabbala erlaubt jedem Menschen, zusätzliche Sinnesorgane zu entwickeln, um die andere Welt zu empfinden, die sich jenseits der Existenz des tierischen Körpers erstreckt. [121080]

Durch die süße Pille spürt man die Bitterkeit der Krankheit

Frage: Wenn sich die Menschen in ihrer Umgebung wohlfühlen, soll man dann dort eintreten und sagen: „Freunde, ihr habt eine Menge Probleme und Schwierigkeiten!“?

Antwort: Nein. Die Menschen müssen selber darauf kommen, dass sie diese Probleme haben. Sie sollen zu einer Diagnose gelangen und aus der eigenen Bemühung heraus den Widersprüchen und Schwierigkeiten, dem Mangel an Vertrauen und anderen Mängeln unter ihnen direkt auf die Spur kommen. Keinesfalls sagt man etwas Negatives zu ihnen. Vielmehr schlagt man einfach vor, sich an den Händen zu halten, ein Lied zu singen, Meinungen auszutauschen und sich gegenseitig zu ergänzen – und nicht gegenseitig herauszufordern. Dann verbinden sich die Menschen letztlich untereinander. Insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Verbindung, nachdem sie ein wenig erhoben wurden, werden sie von allen Arten der Klipot gereinigt. Plötzlich spüren sie Mängel.

Wenn sie selber zu dieser Schlussfolgerungen gelangen, ist es am besten.

Also, wenn du schon etwas Negatives sagst, dann höchstens durch eine Andeutung – und nur nachdem du zuvor erklärt hast, dass alles positiv ist; wie ein Arzt – der zum Kranken sagt: „Hier haben wir ein Heilmittel für den Virus, den Sie sich eingehandelt haben. Nehmen Sie diese Tablette und alles wird gut“.

Es ist daher wichtig, die eigene Verdorbenheit durch die Liebe zu entdecken, durch die neue, gute Verbindung zwischen uns. [118634]

Von Kab TV’s „Über die Zeit“ 10/20/13

Der Weg zur Empfindung der allgemeinen Seele [116155]

Kongress in Schweden. Lektion 2

Frage: Ist der Zustand meiner Gruppe mit der Tatsache ähnlich, dass wir in ihr den Schirm erwerben? Ist der Zustand der Gruppe eben der Schirm?

Meine Antwort: Wenn ich von mir die Selbstsucht, mein „Ich“ abstoße und wünsche, an der Gruppe mit meiner ganzen Absicht teilzunehmen, dann erreiche ich den richtigen Zustand. Wenn jeder von uns das selbe realisiert, dann beginnen wir das zu schaffen, was die Gruppe heißt.

Diese allgemeine Absicht, die die Summe unserer Absichten beinhaltet, heißt „die Seele“. Sie ist vollständig eure Seele.

Nach der Verbreitung der integralen Methode werden durch euch auch die 99 % der Menschheit beginnen, diese Seele zu fühlen.

Alles, was sich über euch befindet, ist die Gruppe sowie alle Kabbalisten der vorigen Jahrhunderte. Und alles, was sich unter euch befindet, sind 99 % der Menschheit. Und ihr werdet zum Schaffner zwischen der höheren und der unteren Stufe.

Frage: Kann man dann so sagen, dass in dem Moment, in welchem ich beginne zu empfinden, dass durch mich zu ihnen die Informationen verbreitet werden, auch die Gruppe entwickelt wird? Ich bin quasi für jene Menschen verantwortlich, an die ich verbreite und sie gehen automatisch in den Zustand der Gruppe ein?

Meine Antwort: Sie werden an euch angeschlossen, werden, an den Teil des allgemeinen weltweiten Systems, aber unbewusst, wie die kleinen Kinder es tun. Und allmählich, im Maß der Teilnahme daran, kommen auch sie zum Begreifen, zur Empfindung der allgemeinen Seele.

Auszug aus der 2. Lektion des Kongresses in Schweden, 30.08.2013

Die tierische Seele oder der Geist

Frage: Was ist die tierische Seele? Was ist der Geist?

Meine Antwort: Die tierische Seele ist eine lebendige Kraft, die unseren Körper und auch den Körper aller Tiere belebt.

Es sind die Wünsche, in denen ein kleiner Bruchteil des Lichtes existiert, das sie belebt. Dabei brauchen sie weder den Schirm noch die Einschränkung, oder die Übereinstimmung des Wunsches mit dem Licht. Denn diese Wünsche sind so mikro klein, dass sich das Licht in ihnen in einer nur sehr schwachen Erscheinung zeigen kann. Deshalb existiert eben die Materie.

Der Geist ist auch eine tierische, belebte Seele, die in allen unbelebten, pflanzlichen und tierischen Elementen der Schöpfung existiert. Das heißt, es  geht wieder um den Wunsch und das Licht.

In allen Menschen existiert der Wunsch und das Licht, das diesen Wunsch unterstützt, ihn ein wenig nährt, und sich sogar trotz der ersten Einschränkung (Zimzum Alef) darinnen befindet. Das ist eben die tierische Seele oder der Geist.

Auszug aus dem Unterricht “ Fragen und Antworten“, 25.08.2013

Warum nimmt die Bevölkerung des Planeten zu?

Kongress in Krasnojarsk. Lektion 2

Frage: Wie kann man den Menschen, die von der Kabbala weit entfernt sind, einfach erklären, dass, obwohl die Bevölkerung des Planeten ständig zunimmt, die Seele ewig und unveränderlich ist?

Meine Antwort: Die Bevölkerung des Planeten nimmt infolge der weiteren Zerkleinerung der allgemeinen Seele zu. Da wir weiterhin herabfallen und die spirituelle Unterstützung verlieren, so wird auch unsere Selbstsucht größer. Um sie leichter zu korrigieren, werden die Teilchen der Seele immer kleiner. Anderenfalls würden wir mit dieser riesigen Selbstsucht nie zurechtkommen.

Die Seele ist die einzige für alle, und wir sind ihre separaten Teilchen. In dem Maß, in welchem wir uns vereinigen können, offenbaren wir diese Eigenschaft, dieses Gefäß, das „die Seele“ heißt.

Auszug aus der 2. Lektion des Kongresses in Krasnojarsk, 14.06.2013

Der Mensch ist in unserem Inneren verborgen

Frage: Im Menschen gibt es Verlangen verschiedener Niveaus. Nach welcher Skala sortiert er sie?

Meine Antwort: Eigentlich wird das Maß anhand der Lichter berechnet, die sich in die Gefäße einkleiden, wenn ich meine Selbstsucht überwinde.

Denn ich will eigentlich die Verbindung mit dem Nächsten nicht erlangen. „Hätten meine Augen ihn nur  nicht gesehen“. Aber ich erhebe mich darüber und nehme („kaufe“) mir seine Verlangen, wie der Höhere es bezüglich des Unteren tut, um daraufhin МaN hervorzurufen (die Bitte um die Korrektur) und  МaD (die Antwort auf diese Bitte) zu bekommen, um das Geben zu praktizieren. So entwickle ich mich, indem ich die Rolle des Höheren für die anderen Menschen spiele.

Frage: Wie geschieht das? In unserer Welt verwandelt sich die Kuh nicht in einen Menschen und aus den Steinen sprießen keine Blätter…

Meine Antwort: Stelle dir das Leben eines Menschen vor: nach der Schule ging er zur Universität, er wurde Ingenieur, später wurde er zum Gelehrten und erreichte im Endeffekt die allgemeine Anerkennung. Aber wenn man dabei seinen Körper betrachtet, ist er gealtert. Früher war ein Haarschopf zu sehen, jetzt die Glatze, früher hatte er Kräfte und war gesund, jetzt sind allerlei Krankheiten da.

Wir sehen nicht, was auf der Stufe des Menschen passiert, weil er auf dieser Stufe alles von den anderen empfängt. In unserer Welt ist das nicht sichtbar, hier sind wir physisch den Tieren ähnlich, und der Mensch ist in unserem Inneren verborgen, er ist unser inneres Niveau.

Um ihn zu enthüllen, muss man sich den Nächsten, den Freunden, trotz dem eigenen Verlangen, trotz dem inneren Widerstand anschließen. Dazu soll ich über die Selbstsucht hinaufsteigen, und beginnen zum Wohl des Nächsten zu handeln. Dann werde ich beginnen, meinen Nächsten zu empfinden und kann seinen Wunsch übernehmen. Dadurch werden wir das Bündel „Höherer-Unterer“ bilden, und es wird möglich sein, sich zu entwickeln, indem ich das Licht, die Füllung verbreite.

Auszug aus dem Unterricht nach „dem Vorwort zum Buch Sohar“, 11.04.2013

Schäme dich nicht wegen der Veränderung

Baal HaSulam “Körper und Seele”: Der Körper kann als eine funktionierende elektrische Maschine mit Drähten angesehen werden, die sich von den Gliedmaßen bis zum Gehirn ausdehnen und die durch äußere Einflüsse arbeiten. Weiterhin senden diese Verbindungen ein Feedback an das Gehirn: Schmerz oder Freude. Das Gehirn gibt dann die Befehle an die Organe weiter.

Frage: Also ist alles, was der Körper fühlt; ist unser Leben nur ein “Film”, der in uns projiziert wird?

Meine Antwort: Da gibt es zwei Ansätze, subjektiv und objektiv. Grundsätzlich gilt, dass du eine Figur, die du in der Welt tatsächlich wahrnimmst, nicht einfach so auslöschen und nur eine Einbildung nennen kannst. Ja, vielleicht ist es deine Fantasie, aber diese “Fantasie” ist unser Leben, und wir müssen sie als Tatsache anerkennen.

Frage: Wo ist also die Wahrheit?

Meine Antwort: Es gibt keine Wahrheit, alles ist relativ und hängt von der Person ab. Es gibt sieben Milliarden von Menschen auf der Welt und jeder von ihnen hat seine eigene Wahrheit. Schließlich haben wir keine absoluten Kriterien, an denen wir die Wahrheit messen können. Wir alle hängen in der Leere, wie die Erde, wie das ganze Universum – wer weiß schon, wo wir aufgehängt sind?  Du lebst jetzt, aber in einem bestimmten Moment könntest du sterben  – und wer hat Macht darüber? In wessen Händen liegen die Fäden?

In unserem jetzigen Zustand, in dem wir keine Grundnormen haben, sind wir nicht in der Lage, absolute Messungen durchzuführen. Wir haben viele Maßeinheiten und Maß-Systeme entwickelt, den Greenwich-Längengrad, ein Kilogramm, einen Meter, ein Watt, ein Ohm, aber das sind alles relative Einheiten, um Vergleichsmessungen durchzuführen. Sie bestätigen nur die Tatsache, dass wir in Wirklichkeit nichts ergreifen können und es eigentlich nichts gibt, was wir messen können.

Wir wissen nicht, was die Wahrheit ist und vereinbaren untereinander einen gewissen Normen-Bezugsrahmen für Vergleiche. Immerhin brauchen wir für ein normales Leben eine gemeinsame Sprache – wie sollen wir sonst die Verbindung untereinander halten und zusammen leben können? Also gibt es keine absolute Wahrheit. Aber niemand braucht das. Auch wenn die Leute etwas entdecken würden, was absolut ist, könnte ich das als Fakt akzeptieren, aber ich würde eh meine eigene “Wahrheit” bevorzugen. Ja, wir können absolute Werte erreichen, aber unser Ego lässt das für uns nicht zu, und daher sind wir in die Relativität und Unbeständigkeit eingetaucht.

Wir müssen uns an diese Sachlage gewöhnen und sie als Tatsache akzeptieren. Es ist in Ordnung, zu zeigen, dass ich mich im Vergleich zu gestern verändert habe. Eine Person, die vorwärts geht, versteht, dass nichts sicher und beständig ist. Wenn das, was gestern gut war, heute immer noch gut aussieht, heisst das, dass ich“unbelebt” bin, ich wäre so nicht mal auf der “pflanzlichen” Stufe, sondern auf dem “unbelebten” Level. Als “sprechende” Stufe hingegen hätte ich jeden Tag eine “gegensätzliche Welt” gesehen. Jede vorhergehende Stufe ist der nachfolgenden genau entgegengesetzt.

Auf dem spirituellen Weg füge ich nicht einfach nur zu dem Vorhandenen etwas Neues hinzu, sondern ich verwandle mich jeden Augenblick und es gibt dabei nichts, wofür ich mich schämen müsste. Es ist nicht notwendig, ein “unzerstörbarer Fels” zu sein. Wir alle verändern uns ständig, was auch gut so ist. Nur kleine Kinder, die immer unruhig und zappelig sind, können wachsen.

Weil wir nicht einfach so bestimmen können, dass alles absolut sein soll, müssen wir also glauben, dass “ein Richter” nur das zugrunde legen kann, was seine Augen sehen können” und es als real betrachten. Es gibt nur eine Realität: Nichts ist von Dauer und alles verändert sich abhängig von der Person.

Auszug aus dem ersten Teil des täglichen Kabbalaunterrichtes vom 31.12.2012, Artikel “Körper und Seele”