Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Körper und Seele'

Wiedergeburt der Alten Welt

Frage: Das aktuelle Wirtschaftssystem wird den Bedürfnissen der Menschen nicht gerecht. Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt unter prekären wirtschaftlichen Bedingungen und nur etwa eine Milliarde Menschen genießen den Wohlstand und Reichtum der Welt. Darüber hinaus  hat die wirtschaftliche Entwicklung, die die Grundlage der kapitalistischen Zivilisation ist, praktisch aufgehört zu funktionieren. Gleichzeitig gibt es eine andere Art von Wirtschaft wie Robotik, künstliche Intelligenz, usw. Kann man sagen, dass die alternative Wirtschaft die Grundlage für die neue Wirtschaft sein wird? Und wie wird die neue Menschheit nach der Transformation der alten Menschheit sein?

Meine Antwort: Ich denke, es wird ein Übergang bezogen auf Qualität sein. Es geht nicht um die Wirtschaft oder Ökologie, sondern um die Menschheit, die nach unterschiedlichen Prinzipien auf einer anderen Ebene existieren wird. Sie wird in einer anderen äußerlichen Dimension leben. Die neue Wahrnehmung wird nicht in unseren fünf leiblichen, egoistischen Sinnen offenbart werden, durch die wir die Welt um uns jetzt wahrnehmen. Wenn wir uns auf dem neuen Niveau vereinen, werden wir Gefühle entwickeln, die das Bild der Welt außerhalb von uns zeigen. Aber es wird nicht durch unsere körperlichen Sinne zu uns gelangen, die uns diese Welt nur schmal, verschwommen und begrenzt wahrnehmen lassen.

Die neue Welt wird vollkommen anders sein: Eine Welt der Kräfte und Eigenschaften, nicht Objekte und Phänomene, die in unserer egoistischen Phantasie dargestellt sind. Dann wird unsere Wirtschaft, unsere Kultur und unser ganzes Leben eine ganz andere Bedeutung bekommen – eine „außerkörperliche“ Bedeutung. Wir werden uns in Geschöpfe verwandeln, die keine materiellen Dinge brauchen werden wie Eigentum, Statussymbole, Umwelt usw. Wir werden durch Energie ernährt werden, die auf Synergie basiert,  auf gegenseitiger Fürsorge und  Zusammenarbeit, auf dem Gleichgewicht zwischen den positiven und negativen Kräfte der Natur – und wir werden zwischen ihnen existieren. Die nächste Stufe der Menschheit wird nicht körperlich sein, sondern eine Ebene der Gedanken, Absichten und Energien. Ich denke nicht, dass von unserer Wirtschaft, Umwelt oder unserer Gesellschaft, so wie wir sie jetzt kennen, etwas übrig bleiben wird. Wir müssen wieder geboren werden, und diese Wiedergeburt wird sich darin  ausdrücken, dass sie uns in eine neue Perspektive auf eine Welt außerhalb unserer körperlichen Wahrnehmung entlässt.

Kommentar: Wenn das so sein wird, dann macht es wohl keinen Sinn, über die zukünftigen technologischen Fortschritte zu sprechen.

Meine Antwort: Nein, sie werden alle untergehen und bedeutungslos werden. Sogar heute  sind wir in unseren Fähigkeiten nicht besonders eingeschränkt. Und was sagt uns das? Das einzige was der Menschheit wirklich gelingt, ist Leiden. Deshalb machen uns alle guten Dinge, die wir durch wirtschaftlichen und technologischen Fortschritt erreichen, nicht glücklich. Wir fühlen keine Notwendigkeit für sie. Die Menschen von heute nehmen Drogen vor allem, um sich abzulenken; sie wollen nicht mehr heiraten, keine Kinder bekommen; es ist, als würde der Mensch innerlich schreien: „Lass mich in Ruhe mit all der Technologie und Technik. Ich bin nicht interessiert an diesem Leben!“ Ich hoffe, dass wir Menschen, die sich die Frage stellen, worum es im Leben wirklich geht, Antworten zur Verfügung stellen können. Zuerst sollte die Menschheit zuhören und verstehen und dann darüber nachdenken, wie das Leben neu zu organisieren ist… Denn sonst verlieren die Menschen ihre Lebenslust.

Von KabTV „News mit Michael Laitman“ 11/29/15

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Das Leben der Seele

Frage: Was geschieht, wenn ein Kabbalist eine Seele erwirbt und er mit der Korrektur seiner Verlangen beginnt, sein  Körper jedoch an einem bestimmten Punkt stirbt?

Antwort: Alles hat seinen Grund; alles geschieht in Übereinstimmung mit einem System, in dem nichts zufällig ist. Alles geschieht in einem bestimmten Moment, welcher mit dem allgemeinem, vorherbestimmten Plan, der alle Seelen, alle Körper, alle Zeit, das gesamte System der Korrektur, das während der Körper einer bestimmten Person stirbt, übereinstimmt.

Frage: Setzt er seine Korrektur von dort, wo es endet fort, oder muss er mit allem von Neuem beginnen?

Antwort: Seine Korrektur ist bereits in dem allgemeinem System miteingeschlossen, folglich setzt es sich fort und endet nicht; von der nächsten Stufe, welche sicherlich höher als die vorherige sein wird. Das System setzt seinen Gang fort und er ist darin eingeschlossen.

Frage: Die Seele braucht einen Körper oder ist es auch möglich, sich ohne einen materiellen Körper zu korrigieren?

Antwort: Es gibt Fälle, in welchen die Seele absichtlich um ihretwillen in einen Körper gekleidet wird, jedoch meistens für andere. Diese Menschen kommen nicht in die Welt, weil sie es brauchen, sondern weil andere sie brauchen. Alles in allem steigt die Seele nicht in ihrem materiellen Körper von einer Stufe zur weiteren Stufe in die nächste Welt auf.

Aus der russischen Kabbalalektion, 11/01/15

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Der sechste Sinn

Frage: Gibt es eine Verbindung zwischen der Kabbalah und der Religion? Ist Kabbalah eine Religion?

Antwort: Kabbalah ist keine Religion, sondern Wissenschaft. Kabbalah befasst sich mit dem verborgenem Teil der Realität, mit welchen wir arbeiten können, wie in der Wissenschaft. Deswegen ist Kabbalah Wissenschaft.

Mithilfe spezieller Handlungen, die wir im Bezug auf uns durchführen, können wir unsere Sinnesorgane für die Aufnahme der höheren Stufe öffnen. Wir haben 5 Sinnesorgane – Sehsinn, Hörsinn, Geschmackssinn, Geruchssinn,  Tastsinn – durch die wir diese Welt fühlen – wenn auch begrenzt. Nichtsdestotrotz empfinden wir die Welt auf bestimmte Weise und so leben wir.

Wir können uns gar nicht vorstellen, dass es um uns herum noch andere Dinge gibt, die wir nicht wahrnehmen, weil unsere Sinnesorgane sie nicht erkennen. Genauso wenig wie wir ohne Teleskop erkennen, was auf anderen Planeten geschieht.

Wir haben vielerlei Apparate erfunden, damit wir unseren Sinnes-Umfang erweitern können. Aber eben nur erweitern. Die Wissenschaft Kabbalah erschafft uns ein zusätzliches Sinnesorgan, quasi einen sechsten Sinn, mit dessen Hilfe wir die ganze Realität erfassen können – auch jene, die vor uns verborgen ist. Dann wissen wir, wofür wir leben sollten und wie wir richtig leben können. Genau das soll der Mensch erkennen.

Frage: Was für ein Typ ist dieses Sinnesorgan?

Antwort: Dieses Sinnesorgan funktioniert ähnlich unseren herkömmlichen Sinnesorganen. Doch unsere 5 Sinne funktionieren in Form des Nehmens, der Aufnahme, der Attraktion oder Anziehung der ganzen Information, die außen existiert. Und das Organ, das wir mithilfe der Kabbalah entwickeln, funktioniert im Verlangen zu geben, der Gnade, der Liebe. Wir gehen aus uns heraus, steigen über uns auf und deswegen sind wir nicht mehr durch unseren Körper begrenzt. Unser spirituelles Sinnesorgan befindet sich außerhalb unseres materiellen Körpers. Wir erschließen damit praktisch die gesamte Realität. Und dann können wir alles erkennen. Dieses Organ heißt die Seele.

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Ein Kabbalist ist ein einzigartiger Wissenschafter

Frage: Wer ist ein Kabbalist? Was sieht er, das wir nicht sehen? Was fühlt er, das wir nicht fühlen? Besitzt er grenzenlose Macht? Wie wird ein Mensch zum Kabbalisten? Lüften Sie doch die Geheimnisse, in die die Kabbalah gehüllt ist.

Antwort: Ein Kabbalist ist ein einzigartiger Wissenschafter. Er erforscht die Welt und will die Wurzel alles Geschehens erkennen, damit er endlich weiß, wieso alles so ist, wie es ist, woher alles kommt und wohin alles geht. Ein Kabbalist ist ein Mensch, der ein inneres Bedürfnis danach hat, die Welt, in der er lebt, zu begreifen. Er will erfahren, was die Welt von ihm erwartet. Es ist ein Mensch, der mit dieser Frage geboren wird, die in ihm brennt und ihm keine Ruhe gibt: „Wofür wurde uns dieses Leben gegeben? Was ist der Sinn des Lebens? Wofür bin ich geboren?“

Heutzutage interessiert diese Frage viele Menschen. Früher aber stellten sich diese Frage nur Auserwählte. Der erste Kabbalist war „der erste Mensch“, Adam, der vor 5775 Jahren lebte. Adam lüftete diese Geheimnis und schrieb ein Buch. Natürlich lebten auch vor ihm Menschen. Er wird aber „der erste Mensch“ genannt, weil er als erster die innere Struktur der Natur und die verborgene Kraft, die hinter allen äußeren Kräften steht, enthüllte.

Wir leben in einer Realität, in der sich ein Teil offenbart und ein anderer verborgen bleibt. Jedes mal enthüllen wir einen weiteren Teil der Realität und so schreiten wir voran. Es gibt aber auch eine Wirklichkeit, die für immer verborgen bleibt, wenn wir uns nicht ändern. Wir können sie mit unseren Sinnen nicht erfassen. Wir sind begrenzt: Sehen, Gehör, Geruchssinn, Geschmacks- und Tastsinn. Die Realität geht aber weit darüber hinaus. Wir wissen nichts über das, was außerhalb der Empfindungen unserer Sinnesorgane existiert. Wir können sie nur behelfsmäßig erweitern: das Sehen mit Mikroskopen und Teleskopen, das Gehör mit Verstärkern und Ortungsgeräten. Wir erfinden dazu alle mögliche Geräte und Sensoren. In Wirklichkeit aber sind sie nur eine kleine Zugabe zu unseren natürlichen Organen, damit unsere Augen weiter sehen und unsere Ohren besser hören.

Wir wissen gar nicht, welche Sinnesorgane uns fehlen. Die Welt ist viel mehr als das von uns Wahrgenommene – aber wir haben darüber keine Erkenntnis. Die Entwicklung der Wissenschaften jedoch bringt den Menschen zu einem Punkt, wo er fühlt, dass es hinter den Grenzen unserer Welt noch etwas geben muss. Wo aber ist aber die Tür, die dorthin führt?

Nehmen wir an, alle Menschen wären blind. Wir würden irgendwie ohne Sehsinn auskommen, ohne etwas zu vermissen. Wir würden dann auch nicht erkennen, dass uns etwas fehlt! Doch tatsächlich fehlt uns ein wichtiger Sinn – das Gefühl einer höheren Kraft, die alles organisiert und alles lenkt. Wir spüren diese Kraft nicht – und unsere Verbindung zu ihr ist verborgen, als existierte sie nicht. In Wirklichkeit aber fehlt uns die Entwicklung, die uns diese Kraft enthüllen und erkennen lässt.

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Verbindung – Garantie des ewigen Lebens

Der Egoismus ist so gewachsen, dass er uns völlig entfremdet hat. Der Mensch ist nicht mehr in der Lage, mit sich selber Frieden zu schließen. Deswegen sind Drogen so in der Mode. Jeder braucht heutzutage einen Psychologen. Das alles zeigt uns, dass wir zurück zur Verbindung kehren sollten, weil die der zentrale Punkt unserer Genesung ist. Alle Krankheiten des Körpers entstehen infolge der falschen Verbindung zwischen seinen Organen. Das behindert die Systeme des Organismus, harmonisch zu arbeiten. Früher haben die Ärzte gerade so geheilt, mithilfe verschiedener Mitteln, die zur Harmonie führten. Die letzte 100 bis 200 Jahren aber, mit dem Anfang des technischen Fortschritts haben die Menschen die Harmonie des Körpers vergessen – das ist die Grundlage der Gesundheit. Die zeitgenössische Medizin bekämpft jede Krankheit separat. Für jede Krankheit benutzt man spezielle chemische Präparate, anstatt den Körper zurück zur Harmonie zu führen.

Und im Licht dieser Frage kommen wir auch zur Erkenntnis des Bösen, indem wir sehen werden, dass wir nur durch die Verbindung zwischen uns unsere Körper heilen können. Die Methode der Verbindung, die die Kabbalah anbietet, ermöglicht uns die Gesundheit des Körpers und der Seele, macht unsere Familien freundlicher, lehrt uns, wie wir unsere Kinder erziehen sollten und wie wir eine richtige und gute Welt organisieren. Und das Wichtigste: wir werden die höhere Kraft spüren, die in der Natur verborgen ist und wir erreichen eine neue Stufe unseres Daseins, indem wir uns zu einem Menschen verbinden. Und indem wir uns mit der Kraft, die uns erschaffen hat, als ein Verlangen, verbinden. Dann werden die Menschen nicht mehr sterben, weil der Tod das Ergebnis der trennenden Kräfte ist. Anstatt Tod wird der Mensch die Erhebung auf die nächste Stufe des Daseins spüren. Und aufgrund der Verbindung mit den anderen erreichen wir in der ewigen Wechselwirkung des Wissens Energie und das ewige Leben.

Das alles kann jeder von uns erreichen – hier, in dieser Welt und in diesem Leben! Wir sollten uns freuen, dass wir so eine einzigartige Wissenschaft in unseren Händen halten dürfen, die auf alle unsere Fragen Antworten hat und uns zur Vollkommenheit führt. Ich bin glücklich zu sehen, dass in unserer Welt so viele Menschen den Weg der höheren Kraft gewählt haben.

01.08.2015, 21:09 [#163754]

„Jenseits der Zeit“

Zeit. Sie ist eine innere, persönliche, psychologische, egoistische Wahrnehmung, wenn man die Zeit als Differenz misst, zwischen dem Moment, wenn man etwas will oder nach etwas strebt und dem Zeitpunkt, wenn der Wunsch in Erfüllung geht.  Man empfinde diese Zeitspanne als Mangel an Erfüllung.

Wenn man alles sofort erhalten würde, was man möchte, wenn jeder Wunsch sofort in Erfüllung ginge, dann würde man die Zeit nicht mehr spüren. Das nennt man „jenseits der Zeit“. Nehmen wir an, wir würden das Gewünschte mit Lichtgeschwindigkeit bekommen, dann wäre die Zeit auf null. Unsere ganze Natur existiert unterhalb der Lichtgeschwindigkeit und alle Prozesse geschehen mit begrenzter Geschwindigkeit. Und deswegen spüren wir die Zeit. Denn die Zeit, die Geschwindigkeit und die Entfernung sind miteinander verbunden.

Wenn wir theoretisch gesehen alles auf der Stelle bekommen würden, würden wir keine Zeit mehr fühlen.

Wie kann man einen Zustand erreichen, in dem die Zeit auf null ist, das heißt, wenn die Geschwindigkeit unendlich und die Entfernung auf null reduziert wäre, wenn der Raum sich zu einem Punkt zusammenzöge?  Wenn man eine Handlung durchführen könnte, in dem Augenblick, wenn sie einem in den Sinn käme?

Das ist nur mit der Eigenschaft des Gebens möglich, die vom Menschen abhängt.

Wenn wir von der heutigen Verbindung zu der Verbindung übergehen würden, wo jeder von dem anderen empfängt, wo jeder geben möchte und das auch kann, und jeder hat ja etwas zu geben, was der andere auch empfangen möchte, dann würden wir keine Zeit mehr wahrnehmen.

Zeit – es ist eine Gewohnheit, es ist ein rein psychologischer Parameter. Und unsere Wissenschaft spricht auch schon darüber.

Was brauchen wir, wenn wir über das wirkliche Leben sprechen, über die richtige Anwendung der Zeit, die uns gegeben ist? Wir müssen wissen, wie man die Eigenschaft des  Gebens  erreicht, um mit ihrer Hilfe die Stufe, die außerhalb von Zeit, Raum und Bewegung liegt, zu erlangen.

Denn wenn die Zeit auf null ist, dann gibt es keine Bewegung, keinen Raum und alles befindet sich an einem Punkt. Einen solchen Zustand können wir erreichen, wenn wir unsere Eigenschaft von Nehmen zum Geben korrigieren.

„New Life“, Folge 356, 22.04.2014  [# 160858]

Alles über die Enthüllung der Liebe

bildFrage: Warum gibt nur die Wissenschaft der Kabbala eine Antwort auf die Frage über den Sinn des Lebens?

Antwort: Wir suchen die Antworten in der klaren, wissenschaftlichen Form, und wir glauben nicht an Behauptungen von jemandem, die in irgendwelchen Büchern geschrieben sind. Ich muss selber die Antwort begreifen.

Die Wissenschaft der Kabbala ist auf dem klaren Begreifen aufgebaut, wie gesagt, „der Richter hat nicht mehr, als das, was seine Augen sehen“. Das Begreifen ist das klarste Verständnis des Menschen. So soll es sein.

Deswegen, wenn wir in die Weisheit der Wissenschaft der Kabbala eintauchen, erwerben wir die wissenschaftlichen Instrumente der Forschung und wir enthüllen alles so, dass wir keine Zweifel mehr haben. Aber das Problem in der Wissenschaft der Kabbala liegt darin, dass ich in mir solche Instrumente, Möglichkeiten, Eigenschaften enthülle, mit deren Hilfe ich den Schöpfer, das Netz, das die ganze Schöpfung verbindet, die höchste Welt, enthüllen kann.

Ich lebe in zwei Welten: mein Körper lebt in dieser Welt und zugleich empfinde ich die höhere Realität. Aber nur ich empfinde das, weil ich das begreife. Und jeder, der dasselbe  empfinden will, soll denselben Weg zurücklegen: lernen, die Übungen erfüllen und dann enthüllt er allmählich dieselbe höchste Realität.

Frage: Sie reden die ganze Zeit über die Enthüllung: die Enthüllung der allumfassenden Kraft, des einzigen Gesetzes, das in der Natur gilt. Das heißt, es gibt jetzt etwas, was auch jetzt existiert, aber ich kann das nicht empfinden? Was bedeutet, zu enthüllen?

Antwort: Es gibt viele Erscheinungen, über die es dir bekannt ist, dass du sie nicht enthüllst. Nimmst du denn die Radiowellen wahr? Nein. Jede Menge Erscheinungen gibt es um uns herum, aber wir nehmen sie nicht wahr. Wir haben verschiedene Geräte nur aufgebaut, mit deren Hilfe wir diese oder jene Erscheinungen aufdecken können.

Aber in der Wissenschaft der Kabbala können wir keine äußerlichen Geräte schaffen, wir müssen uns selbst innen ändern, weil unsere Wahrnehmung, unser Gehirn und die Gefühle beschränkt sind, und wir müssen sie ausbreiten.

Wir müssen doch diese allgemeine Kraft der Natur, die man „der Schöpfer“ nennt, enthüllen. „Der Schöpfer“ (hebräisch „Bo * Re“) bedeutet „Bo“ = „Komm“ und „Re“ = „Sieh“,  da wir den Zustand erreichen müssen, in dem wir Ihn sehen werden, d.h., wir werden Ihn enthüllen, begreifen.

Frage: Nachdem ich diese Enthüllung, die höchste Realität, erreicht habe, was soll ich machen?

Antwort: Die Enthüllung selbst verpflichtet dich. Genau so, wie jede Enthüllung in dieser Welt dich verpflichtet, dich anders zu benehmen, weil du dich entsprechend Ihm selbst veränderst, wirst du von dem neuen Wissen, der Empfindung, erfüllt.

Frage: Aber womit erfüllt mich die Enthüllung der höchsten Realität, des Schöpfers?

Antwort: Du empfindest, dass du von der Liebe zum Nächsten erfüllt wirst. So erfüllt die Enthüllung des Schöpfers den Menschen. Das ist eine riesige Veränderung, die der Mensch erlebt. „Liebe den Nächsten wie Dich selbst“ ist doch das Gesetz der Bürgschaft, das ist ein allgemeines Gesetz der höchsten Realität, und wir müssen uns bis zu dem Gesetz erheben und mit ihm existieren.

Aus der Radiosendung 103FM, 18.01.2015

#156190

Was geschieht mit der Seele des Menschen, wenn er stirbt?

 

Was geschieht mit der Seele des Menschen, wenn er stirbt?

Rav Laitman

Einmal stellte ich meinem Lehrer, Rabash, die gleiche Frage: „Was geschieht mit der Seele des Menschen, wenn er stirbt“ und er antwortete, dass dies genau so wäre, als ob man am Ende des Tages ein schmutziges Hemd auszieht und es in die Waschmaschine wirft….

Auch am Ende des Lebens entfernt man den Körper von der Seele und entsorgt ihn. Der Körper verrottet, während die Seele weiterlebt. Wenn man ein altes Hemd auszieht, bleibt man letztlich doch am Leben. Und Genauso bleibt man auch, nachdem man sich des physischen Körpers entledigt hat, am Leben.

Frage: Wie aber existiert die Seele ohne Körper?

Antwort: Die Seele existiert jetzt auch ohne Körper. Sie begleitet diesen nur, berührt ihn jedoch nicht. Sie existiert in einer anderen Dimension, die man nicht fühlt.

In seinem Artikel „der Frieden“ schreibt Baal HaSulam: „Folglich gibt es in unserer Welt keine neuen Seelen dadurch, dass die Körper erneuert werden, sondern es existiert lediglich eine bestimmte Menge an Seelen, die inkarniert … Daher sind alle Generationen in Bezug auf die Seelen – seit Beginn der Schöpfung bis zum Ende der Korrektur –  wie eine Generation, die ihr Leben über mehrere tausend Jahre ausgedehnt hat …. “

Die Zeitspanne der Entwicklung der Seele, hier in dieser Welt,  beträgt 6000 Jahre. Diese Entwicklung begann mit Adam HaRishon (dem ersten Menschen), der vor 5775 Jahren lebte, und wird sich bis zum Ende der 6000 Jahre fortsetzen. Das bedeutet, dass uns noch weitere 225 Jahre verbleiben. Innerhalb dieser Zeit müssen wir alle unsere Seele, unseren Teil der kollektiven Seele, entwickeln und uns alle gemeinsam in einer Seele vereinen.

Die Weisheit der Kabbala erklärt diesen gesamten Prozess. Vor 14 Milliarden Jahren begann die Evolution unseres Universums aus einem Funken – dem „Urknall“.

So begann die Entwicklung der unbelebten Natur. Vor zwei Milliarden Jahren erschienen die ersten Pflanzen, dann Tiere und letztendlich der Mensch auf der Erde. Die menschliche Spezies entwickelte sich,  bis in ihr der Wunsch entstand, die Quelle ihres Lebens – die höhere Welt, die nächste Stufe – zu erreichen.

Die Entwicklung setzt sich von der unbelebten, pflanzlichen, tierischen bis hin zum Menschen fort. Und der Mensch muss eine höhere Stufe erreichen, die als Entwicklung seiner Seele bezeichnet wird und sich auf die nächste Stufe, die höhere Welt, erheben.  Auch in der oberen Welt existieren die unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Phasen. Doch sind dies spirituelle Stufen, die wir entwickeln und zu einer noch höheren Welt erheben müssen. Und so durchlaufen wir die fünf Welten.

Frage: Adam HaRishon, der die Seele in sich entwickelte, lebte also vor 5775 Jahren?

Antwort: Ja, deshalb nennt man ihn Adam HaRishon.

Frage: Heißt das, dass sich in jedem in den nächsten 225 Jahren die Seelen entwickeln müssen?

Antwort: Ja, in allen – ohne Ausnahme – in 225 Jahren oder noch davor. Wir sehen, wie sich diese Entwicklung beschleunigt; Die Zeit wird immer gedrängter, schrumpft und wird komprimiert. Wenn wir die Seele in uns nicht entwickeln – uns selbst nicht in Richtung Entwicklung vorantreiben – werden wir unter schrecklichen Druck durch die Kräfte der Natur kommen, die uns durch alle Arten von Katastrophen und Problemen zwängen werden; sie werden uns in Richtung Entwicklung der Seele vorantreiben.

Erstens kann die Entwicklung der Seele nur in dieser Welt geschehen, und zweitens kann sie sich nur durch die Verbindung zwischen den Menschen erneuern.

Nur durch die Verbindung zwischen uns geben wir dieser einen Seele, die uns allen gemeinsam innewohnt, eine Gestalt.

[154.589]

 

Die Entschlüsselung des Geheimnisses des Lebens und des Todes

bildDie Liebe zum Nächsten wie zu sich selbst ist eine Hauptregel der Tora“. Das Problem liegt nur darin, dass wir denken, dass man uns diese Wörter: „die Liebe“, „die Vereinigung“, „die Freunde“ wie den Kindern im Kindergarten sagt, damit wir nicht streiten und gute Kinder sind.

Die Menschen denken, dass es um das normale Leben geht, in dem wir auch ohne Kabbala zurecht kommen können. Aber es ist nicht richtig. Die Wissenschaft der Kabbala sagt ganz und gar nichts darüber, sondern über die Enthüllung der Höheren Welt, wie gesagt: „Deine Welt siehst Du im Leben“.

Es ist unklar, welche Verbindung zwischen der Enthüllung der Welt, den Geheimnissen des Universums und der Natur, dem ewigen Leben, das höher als der Tod ist, und dem existiert, dass wir vereinigt werden und gute Freunde werden, wie gute Kinder, wenn wir uns zu lieben beginnen?

Die Vereinigung scheint so einfach und trivial zu sein, als ob sie der Enthüllung der Höheren Welten, der Offenbarung der früher verborgenen riesigen Kräfte, der Durchdringung in die verborgenen Kräfte der Natur, dem Öffnen der riesigen Möglichkeiten des Menschen dienen kann.

Aber es geht darum, dass wir das Integralsystem öffnen, das die ganze unbelebte, pflanzliche, tierische Natur und die Menschheit verbindet.

Frage: Wenn ich mich zu den Menschen freundlich verhalten werde, werde ich alle Geheimnisse der Natur öffnen?

Antwort: Ja, aber nicht sofort und nicht im gewöhnlichen Verständnis des Guten. Versuche freundlich in jeder Situation zu sein, egal in welcher – natürlich kannst du das nicht. Und dann brauchst du neben dir andere Leute, die auch zu solcher Vereinigung streben und das allein nicht machen können.

Wir werden uns zwischen uns verbinden, einander zu helfen bemühend, wie gesagt: „So hilft  der Mensch dem Nächsten“. Im Endeffekt werden wir die Verbindung erreichen, die die gegenseitige Bürgschaft heißt, wenn jeder den Anderen unterstützt, damit er nicht fällt, und sich die ganze Zeit bemüht, eine gute Beziehung zwischen uns zu unterstützen.

So bauen wir ein Netz aus zehn bis 15 Menschen, die einander unterstützen und helfen, die besten, idealen Beziehung zu haben. Innerhalb dieses Netzes enthüllen wir die zweite, verborgene, höchste Kraft der Natur – die Kraft des Gebens, der Liebe, der Vereinigung. Es ist die Kraft, die jedem hilft, aus der eigenen Selbstsucht hinauszugehen und innerhalb der anderen zu leben.

Im Moment existiert diese Natur für uns nicht. Wenn wir eine solche Tendenz haben, enthüllen wir, dass es in der Natur die verborgene Kraft gibt, die der Schöpfer genannt wird.  Dank der guten Verbindung zwischen uns bekommen wir die Ewigkeit und die Vollkommenheit, das Leben, das höher als der Tod ist. Darin besteht eben die Wissenschaft der Kabbala.

Frage: Was bedeutet das ewige Leben?

Antwort: Es bedeutet, höher als die Zeit hinaufzusteigen.  Wir erreichen solch eine innere Empfindung der Verbindung zwischen allen Teilen der Schöpfung, sodass wir innerhalb ihr das endlose Leben fühlen.

Unser Leben wird doch nur deswegen zerstört, weil wir Egoisten sind. Wir empfangen und empfangen, bis wir nicht mehr fähig sind, zu empfangen, und deshalb sterben wir. Darin besteht das ganze Geheimnis des biologischen Lebens und des Todes.

Aber wenn wir über das nur Empfangen und nur Aneignen aufgestiegen sind,  hören wir auf, innerhalb des eigenen Körpers zu leben, sondern gehen aus ihm hinaus und beginnen, unkörperlich zu leben, und diese  Existenz ist ewig.

Aus der Radiosendung 103FM, 08.03.2015

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Ob das ewige Leben existiert?

bildFrage: Ob das ewige Leben existiert?

Antwort: Das ewige Leben existiert, aber nicht in unserem materiellen Körper. Der biologische Körper ist eine Maschine, die mehr als einige Hundert Jahre nicht existieren kann.

Die Wissenschaft kann das Leben unseres Körpers bis zu einigen Jahrhunderten fristen. Es ist jedoch unklar, wozu wir so lange leben müssen, außer nur für die Entwicklung unserer Seele. Aber wir sehen, dass die Menschen heute zwei- bis dreimal länger leben, als es vor zwei-drei-vierhundert Jahren war.

Das ewige Leben ist keine egoistische Existenz, sondern eine altruistische. Die Selbstsucht tötet sich doch selbst, und im Wunsch des Gebens können wir ewig existieren, da dieser nicht verschwindet. Er wird ständig erneuert, weil er sich mit anderen Menschen verbindet und  in ihnen lebt.

Wenn wir unsere Seele, das heißt die Liebe zum Nächsten entwickeln, geht der Mensch aus seiner engen Welt, die von Leiden und Problemen voll ist, in eine breite und ewige Welt.

Aus der Radiosendung 103FM, 01.02.2015

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