Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Körper und Seele'

Das Glück ist eine Arznei gegen alle Krankheiten

bildFrage: Je mehr Kontakt der Mensch mit anderen hat, desto größer ist die Gefahr, sich anzustecken und selbst zu erkranken. Aber die Forschung demonstriert, dass der Mensch, der isoliert von anderen lebt, mehr Chancen hat, an Krankheiten zu sterben. Warum gibt es einen solchen Widerspruch?

Antwort: Es gab Perioden in der Geschichte der Menschheit, als furchtbare Epidemien in Europa wüteten. Wegen des kompakten Aufenthaltes in den Städten kam es zur echten Katastrophe, Millionen Menschen wurden hingerafft.. Wenn der Mensch in irgendwelchem fernem Dorf lebte, gab es für ihn mehr Chancen, sich vor der Epidemie zu retten.

Aber heute hat die Menschheit diese Periode der großen Epidemien hinter sich. Die letzten Forschungen demonstrieren, dass die Empfindung der Verbindung und des Glücks heute über solche Kraft verfügt, dass sie alle Probleme und Krankheiten besiegen kann. Wir leben in einer anderen Epoche.

Ich habe über einen Versuch gelesen, der an irgendeiner Universität an drei krebskranken Teenagern mit einer besonders schweren Form des Krebses durchgeführt wurde. Sie wurden befragt, was sie am liebsten im Leben haben wollten, und es wurde versprochen, jeden Wunsch zu erfüllen. Ein Junge wollte im Cockpit  eines Flugzeuges fliegen und das Mädchen wollte Königin sein. Diese Wünsche wurden erfüllt.

Für das Mädchen wurde ein königlicher Empfang an der Universität organisiert. Die Studenten haben sich in altertümliche Kleider gekleidet und zeigten ihr die königliche Ehre. Danach wurde festgestellt, dass sich ihr Zustand um 80% verbessert hat.

Natürlich ist es unmöglich alle Krankheiten nur auf diese Weise zu behandeln. Es gibt  Krankheiten verschiedener Stufen: unbelebt, pflanzlich, animalisch, menschlich, je nach den betroffenen Systemen des Organismus. Aber gerade bei Krebs ist es so, dass er durch Glück positiv beeinflussbar wird. Das Glück heilt bei den schlimmsten Zuständen.

Die Ärzte raten in solchem Fall das zu machen, was dem Menschen gefällt: zu reisen, Wein zu trinken, das Leben zu genießen. Und am besten heilt die Unterstützung der Umgebung, Liebe, Hilfe, Schutz. Das Problem liegt darin, dass die Menschen oft gerade entgegengesetzt handeln, der Kranke tut ihnen leid und sie beginnen mit ihm zu weinen. Damit beerdigen sie ihn sofort.

Je mehr wir uns entwickeln werden und die Verbindung mit der Kraft, die unser ganzes Leben festhält, das ganze Universum, alle Niveaus unserer Existenz finden werden, desto besser werden wir lernen, alle Probleme mit Hilfe der Empfindung des Glückes zu heilen. Und wir werden verstehen, dass das Glück nur innerhalb der Vereinigung erreicht wird.

Das heißt, wir brauchen vor allem die Einheit. Wenn wir uns verbinden, enthüllen wir die Verbindung zwischen uns, in der wir die Kraft fühlen, die uns vereinigt und uns die Empfindung des Glücks gibt, fühlen und diese Empfindung des Glücks heilt alle Probleme.

Aus dem 242. Gespräch über das neue Leben, 17.10.2013

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Gefühle und Gesundheit

ravFrage: Studien zeigen, wie sich ein emotionaler Zustand auf Krankheiten auswirkt. Welches Verhältnis besteht zwischen dem emotionalen Zustand eines Menschen und seiner Gesundheit?

Antwort: Es besteht eine direkte Verbindung, aber es gibt mehrere Parameter, die vom Allgemeinzustand des Menschen abhängig sind. Wenn ich mit keinem verbunden wäre, würde ich nur von meinen eigenen Wünschen abhängen. Wären meine Wünsche im Einklang mit der Natur ausgerichtet, wäre ich absolut gesund und glücklich.

Frage: Aber was hat das mit den Emotionen zu tun? Es wird gesagt, dass, wenn ein Mensch reizbar und wütend ist, er ein Magengeschwür bekommt – heute sind die Experten in der Lage, bestimmte emotionale Zustände mit bestimmten Krankheiten in Bezug zu setzen.

Antwort: Hinge ich nur von mir selbst und nicht von der Umgebung  ab, die mich mit verschiedenen Viren, einschließlich emotionalen, ansteckt, könnte ich meinen Gesundheitszustand an meiner Fähigkeit zu geben messen.  Aber in der Realität ist es so, dass wir von den anderen abhängen. So lange man sich auf diesem Niveau befindet, ist es wichtig, Ruhe zu bewahren.

Aber wenn du es schaffst, die Menschen, von denen du jetzt abhängst, und dich selbst zu beruhigen, dann werden die Geschwüre geheilt. Entsprechend deiner erweiterten Wahrnehmung kannst du besser fühlen, wie sehr du von den anderen Menschen abhängst. Möglicherweise kommt es zu weiteren Geschwüren, da  du verpflichtet  bist, die Verbindung auch zwischen jenen Menschen zu korrigieren, die dir nicht so nah stehen.

Das wird so lange dauern, bis du erkennst, dass du von der gesamten Menschheit abhängst und eine gute Beziehung zu allen erreichen musst. Daher heißt es, „jeder, der größer ist als sein Freund, dessen Verlangen ist größer als er“. So bewegen wir uns auf die Endkorrektur zu.

Frage: Kann die Gruppe meine Gesundheit beeinflussen?

Antwort: Die Gruppe kann und ist verpflichtet, jedem Freund zu helfen. Wenn wir uns in das Gesamtsystem integrieren, wo alle miteinander harmonieren, annullieren wir alle Krankheiten und Probleme. Denn eine Krankheit weist auf das Fehlen der korrigierten Verbindung zwischen den Zellen und anderen Teilchen im Körper, zwischen  Plus und Minus hin. Der Körper befindet sich nicht im Gleichgewicht – aber Gesundheit bedeutet Gleichgewicht.

Frage: Was können meine Freunde zum Beispiel tun, wenn ich plötzlich eine Krankheit bekomme?

Antwort: Wir führen Seminare durch, an welchen du teilnehmen kannst, um über die Verbindung zu lernen. Wir werden dir helfen, dich auf die nächste höhere Stufe zu erheben, auf der wir uns befinden. Aber du deinerseits musst dich ohne irgendwelche Berechnungen annullieren. Du bist wie ein Baby in unseren Händen und du musst es wollen, dass wir dich erheben. Dann wirst du spüren, wie deine Krankheit geheilt wird. Das verspreche ich dir.

„New Life“ Folge 295, 26.01.2014

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Man darf nicht mit gleicher Münze zurückzahlen

Frage: Wenn das Volk Israel zur Vereinigung, zum hohen Ziel gerufen ist, warum haben dann die Juden den arabischen Teenager getötet?

Antwort: Weil das Volk Israel von der Stufe des Ersten Tempels gefallen ist und zerbrochen lebt. Heute ist sein Zustand schlechter, als bei den Völkern der Welt.

Uns scheint es, dass es besser ist, wenn das Volk die Barmherzigkeit und andere verhältnismäßig vortreffliche Impulse hat, das es manchmal ein Zartgefühl zeigt und  darin die gegenseitige Hilfe, im Vergleich zu anderen Völkern entwickelt. Dies wird besonders anhand der Vertreibung sichtbar, durch die Unterstützung und die Wohltätigkeit, welches ein Fundament des Überlebens war.

Es ist wahr, dass in diesem Volk die zerbrochenen Gefäße-Verlangen, versteckt sind. Sie halten sich „vorerst im Schlaf“ auf, können aber bald aufwachen.

Die Tora führt das einfache Herangehen an die Situationen vor, all die Situationen, die sich heute als ähnlich erwiesen haben: du bist verpflichtet, den Feind zu stoppen, du darfst nicht zulassen, dass er dich tötet, jedoch sollen alle übrigen deiner Handlungen nur auf die Korrektur gerichtet sein. Die Vereinigung wird nach dem Prinzip realisiert: „Von der Liebe zu den Geschöpfen – zur Liebe zum Schöpfer“.

Wenn man uns töten will, dann sollen wir uns mit den Problemen der Sicherheit beschäftigen und unser eigenes Leben über das Leben des Feindes stellen. Alles, außer der Rettung des eigenen Lebens, d.h. die materielle Korrektur, soll nur mittels der spirituellen Korrektur verwirklicht  werden.

Bezüglich des Mordes an den arabischen Teenagers, ist zu sagen, dass in solchen Fällen,  ähnliche Verbrechen angeschaut werden sollen. Es kann hier keine Nachsicht geben, die Menschen können nicht alles tun, was sie tun wollen.

Ich sage es gerade im Kontext zur Korrektur der Welt: wir sind berechtigt und verpflichtet denjenigen zu töten, der uns töten will, falls es keinen anderen Ausweg gibt. In allen anderen Fällen sind wir verpflichtet, die Kraft der spirituellen Korrektur einzusetzen. Alles geschieht nur deshalb, da wir auf diesem Weg zurückbleiben. Die Rettung des Lebens rechtfertigt es, mein Leben zu schützen, denn wenn sie mich töten, wie werde ich dann korrigiert?

Frage: Was kann das Volk in der vorliegenden Situation tun?

Antwort: Wie ich schon gesagt habe, durch die Vereinigung. Es gibt nicht mehr zu tun. Wir sollen uns immer mehr verbinden, bis wir “wie ein Mensch mit einem Herz” werden.Wir sind verpflichtet dies zu tun, wobei wir nichts tun. All das Negative, das von unseren Nachbarn und von uns stammt, sind Folgen. Gerade wir sind für alles verantwortlich.

In unserem Volk gibt es viele Menschen, die die wahre Korrektur ablehnen und nur an die Gewaltlösung des Problems glauben. Sie wären froh, es den Arabern mit gleicher Münze zurückzuzahlen. Ich behaupte, dass dies nicht unser Weg ist. Sogar der Gedanke, der Impuls ihnen gegenüber genauso zu handeln, ist schon der Mangel, der uns zeigt, dass wir nicht mit der richtigen Korrektur verbunden sind. Sie fließt noch nicht in unserem Blut, wir verstehen nicht, dass nur die richtige Wechselbeziehung zwischen uns es zulassen wird, die Situation zu verändern.

Nachdem wir vereinigt sind, werden sich die Situationen nicht nur in Israel, sondern auch weltweit beruhigen. [139107]

Fragmente über die Einheit des Volkes Israel

 

Seele und Körper

Frage: Wie ist die Seele mit dem Körper verbunden?

Antwort: Es gibt nur die Seele. Unser und alle anderen physischen Körper um uns herum erscheinen uns als gewisse Substanz, die deshalb notwendig ist, damit wir zwischen uns die anfängliche altruistische Verbindung aufbauen können. Damit die Verbindung zwischen uns sich nicht egoistisch entwickelt, sondern altruistisch, und je mehr diese Verbindung sich entwickelt, desto weniger Platz wird unser Körper und überhaupt alles Materielle in unserem Bewusstsein einnehmen, bis es einst  ganz aus unserer Empfindung verschwindet. [138260]

Erhabene Väter und ihre egoistischen Söhne

Baal HaSulam, „Die Bürgschaft“ (gegenseitige Bürgschaft): „Die Vorväter befolgten die Tora noch bevor sie ihnen gegeben war.“ Das heißt, dass sie aufgrund der Erhabenheit ihrer Seelen die Befähigung hatten, alle Wege des Schöpfers zu erlangen.

Die Vorväter gehörten den puren (reinen) Gefäßen von GE (Galgalta we Ejnaim) an und brauchten die Tora daher nicht, da diese jenes Licht ist, das die Awiut (Stärke, Dicke) des Verlangens korrigiert, und sie waren nicht stark, sondern rein. Die Ganze Tora bedeutet Liebe und Geben und sie konnten sie aufgrund der Erhabenheit und Reinheit ihrer Seelen befolgen.

Alle unteren Gefäße jedoch konnten sie nicht so befolgen, sondern mussten mit ausreichend starken Verlangen ausgestattet werden, welche sich selbst durch das reformierende Licht korrigieren, und letztlich davon losgelöst werden konnten und die Tora erhalten.

Gefäße von Chessed (Barmherzigkeit), Gwura (Heldenmut) und Tifferet (Glorie) korrigieren sich ohne das Licht, das zur Quelle zurückführt, und werden aufgrund ihrer Reinheit an das einfache Höhere Licht angehaftet. Sie alle kennen die ganze Tora intuitiv, weil ihre Gefäße sie Handlungen des Gebens verstehen lassen.

Ihre Söhne Nezach (Ewigkeit), Hod (Herrlichkeit) und Jesod (Fundament), all die anderen Seelen, die nach ihnen kommen, gehören jedoch zu den Gefäßen des Empfangens und sind deshalb außerstande zu verstehen, zu fühlen oder sich selbst durch ihr eigenes Verständnis und Reinheit zu korrigieren.

Wenn die Gefäße stärker sind, bedürfen sie des läuternden Lichtes. Zuerst müssen sie die völlige Tiefe der Stärke (Dicke) des Verlangens enthüllen, um zu realisieren, wie schlimm es auf den Stufen von Ägypten und während der 400 Jahre ist.

Deshalb fragte Abraham: „Ich weiß, dass ich CHaGaT angehöre – den Gefäßen, die bereits korrigiert sind, dass wir rein und Dir näher sind, was aber ist mit meinen Söhnen? Wie werde ich wissen, dass sie das Land (Israel) erben werden?“

Der Schöpfer antwortete ihm: „Sorge dich nicht, sie werden im Exil sein und all die erforderliche Stärke (Dicke) ansammeln, damit sie sodann erkennen, dass sie mit Mir verbunden sein müssen.“ Als Abraham dies hörte, war er beruhigt. Die Gefäße des Gebens haben eine natürliche Neigung zum Schöpfer, während die Gefäße des Empfangens lediglich eine vage Haltung zum Schöpfer aufbauen können, indem sie in Verbannung gehen, die ihnen das Böse in ihnen enthüllt.

Die Korrekturmethode in den Gefäßen des Gebens (in Galgalta we Ejnaim) und den Gefäßen des Empfangens ist gänzlich unterschiedlich. Väter und Söhne sind zwei verschiedene Stufen. Die Söhne sind bereits egoistisch, wie wir sehen können.

Auszug aus dem 5. Teil des tägl. Kabbalaunterrichts, 06. 05.14

Am Wendepunkt der Geschichte

Wir begehen jetzt die Handlung, die das Zerbrechen korrigiert, so wie es niemals  zuvor in der Geschichte vorkam. Stellt euch vor, wofür diese Arbeit wichtig ist. Das Zerbrechen, die Sünde am Baum der Erkenntnis – geschah, um die Verlangen zu vermischen und um den empfangenen Wünschen, die sich dem Ziel der Schöpfung nähern, dies zu ermöglichen.

Denn gerade die empfangenen Verlangen sind die wahren Gefäße. Das Verlangen zu genießen ist die Grundlage der Schöpfung. Wir begehen im ganzen Universum die erste Handlung, beim Abstieg der Welten von oben nach unten, und in der Bildung dieser Welt, dieses Universums, in der ganzen Evolution der Schöpfung auf der Oberfläche der Erdkugel und in der Geschichte der Menschheit. Erst jetzt fängt die Korrektur des Zerbrechens und der ganzen Verbreitung, von oben nach unten an.

Wir befinden uns im Wendepunkt, von dem wir, von unten nach oben auf zu steigen beginnen. Dieser Aufstieg erfolgt dank der Verlangen Galgalta-Ejnaim nicht, da sie schon während des Ersten Tempels korrigiert waren. Jetzt beginnen sie die Verlangen АCHa“P zu korrigieren

Nachdem wir unser АCHa“P (das materielle Volk Israels), welches der G“E gehört, korrigieren, werden zehn verlorene israelische Stämme offenbart. Anschließend wird die neue Arbeit mit ihrer Teilnahme erfolgen. [136632]

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabash, 05/06/14

Der Schöpfer wird im Hass nicht offenbart

Die Aufgabe Israels besteht in der Vorgabe der richtigen Richtung im ganzen Gefäß, das aus G“E und АCHa“P besteht – aus den gebenden und empfangenden Verlangen, die sich gemeinsam dem Ziel der Korrektur nähern. G“E muss die Methode der Korrektur so darbringen, dass sie zusammen mit АCHa“P jedes Mal jene Verlangen, Eigenschaften herausfiltern, die man am besten für den Aufstieg in der mittleren Linie verwenden kann.

АCHa“P – die linke Linie, und G“E – die rechte Linie, müssen sich untereinander so verbinden, dass der Aufstieg optimal, in der mittleren Linie, in der richtigen Wechselbeziehung zustandekommt. Das Merkmal dieses optimalen Aufstiegs – Frieden in einer Welt ohne Kriege, Probleme und Leiden.

Wenn sich die Welt äußerlich beruhigen wird, dann werden wir erkennen, inwiefern sich dieser Zustand für die Offenbarung der höheren Kraft eignet. Der Schöpfer kann unter den Bedingung des Antagonismus der Völker und der Feindschaft zwischen den Menschen nicht offenbart werden. Er kann sich im Hass  nicht offenbaren, weil dies nicht Seiner friedlichen Eigenschaft, Seiner Vollkommenheit und Liebe  entspricht.

Deshalb müssen wir diese schrecklichen Ereignisse, die wir in der Welt beobachten, als das Feld unserer Arbeit wahrnehmen. Es ist eben das Feld, das der Schöpfer gesegnet hat, damit wir darin arbeiten. In jedem Zustand, in jeden Augenblick, an jedem Ort der Welt muss man das passende Herangehen wählen.

Deshalb werden wir sehen, wie in verschiedenen Teilen der Welt immer mehr neue Freunde zu uns stoßen werden, die die richtige Arbeit nach der Methode der Vereinigung organisieren und die uns zu solch einer Welt und Einheit bringen werden, in der der Schöpfer offenbart wird. Nur die Offenbarung des Schöpfers kann den Geschöpfen die echte Welt und die Vollkommenheit bringen. Deshalb besteht unsere ganze Arbeit in der Verbreitung dieser Methodik. [136621]

Auszug aus der Vorbereitung zum Unterricht, 05/06/14

Sucht den Schöpfer innerhalb der Geschöpfe

Frage: Warum hat der Schöpfer das dunkle System der Welten neben dem reinen System geschaffen?

Antwort: Das Verlangen zu genießen war deshalb geschaffen, weil die Schöpfung sich nur außerhalb des Schöpfers befinden kann. Der Schöpfer hat nur die Eigenschaft der Güte, des Gebens und der Liebe. Der Schöpfer ist gebend, Seine Eigenschaft herrscht und füllt die ganze Realität aus. Das ganze Universum ist mit dieser positiven Energie gefüllt.

Deshalb soll die entgegengesetzte Eigenschaft eine dunkle Energie sein, die empfangend ist und in sich das Licht einzieht, sie soll nur das empfinden, was sich in ihrem Inneren befindet. Der gebende Wunsch verfügt über eine hundertprozentige Empfindung des Nächsten. Wir verstehen nicht, was das bedeutet. Der Schöpfer ist eine Eigenschaft, die sich selbst nicht empfindet, und nur andere fühlt.

Der Mensch nimmt die eigene Persönlichkeit wahr: es gibt mich und, das, was ich empfinde und mache. Aber der Schöpfer ist anders. Deshalb hat Er keine Gestalt – nur die Eigenschaft des Gebens, das heißt die Empfindung des Nächsten. Er empfindet sich, wenn er Sich im Nächsten befindet. Deshalb gibt es keinen Schöpfer, ohne Sein Geschöpf. Der Schöpfer ist die Eigenschaft der Liebe, die außerhalb von Ihm existiert. Er befindet sich in uns, und existiert ohne uns nicht.

Jetzt muss man die Ihm entgegengesetzte Eigenschaft bilden. Es ergibt sich, dass die Schöpfung nur sich selbst empfindet, ohne den Nächsten wahrzunehmen. Die Selbstempfindung heißt das Verlangen zu genießen, sie ist eben die eigentliche Schöpfung.

Das Verlangen zu genießen fühlt nur sich selbst und empfindet andere nicht. In solchem Zustand ist dieser Wunsch sehr beschränkt. Selbst wenn der Schöpfer ihn vollständig ausfüllen würde, wäre sein Genuss sehr gering, weil er durch die Empfindung der Isolation, der Loslösung von der Kraft, die der Schöpfer heißt, beschränkt ist.

In diesem Zustand ist der Wunsch zu genießen  von der Empfindung des Nächsten, dem Geben abgerissen, und versteht nicht, wie berauschend es ist. Dieses Verlangen empfindet das Vergnügen nur davon, dass es sich selbst fühlt. Das heißt eben „ein Funken des Lebens.“

Um das Verlangen zu genießen zur vollkommenen Empfindung hinzuführen, muss man ihm, obwohl es alles nur in sich empfindet, die Möglichkeiten bieten, mit dem Geben zu arbeiten. Denn es fühlt seinen Nächsten nicht – der Nächste existiert für ihn nicht.

In Wirklichkeit sehen wir nichts. Wir meinen, dass die Welt nur das Bild ist, das wir um uns herum beobachten. Aber wir sehen die Welten, den spirituellen Raum nicht, weil nicht die geringste Möglichkeit haben, den Nächsten zu fühlen.

Um die Schöpfung von dieser schrecklichen Absonderung zu retten, geschah die erste Beschränkung – der Bildschirm und das reflektierte Licht wurden geschaffen.

Frage: Was wird mit mir geschehen, wenn ich die Kraft des Gebens empfinden werde? Werde ich auch verschwinden?

Antwort: Du wirst keine Fragen mehr haben. Selbst wenn du ganz verschwinden wirst, wird es dich nicht beunruhigen. Derjenige, der an sich selbst denkt, ist vom Schöpfer getrennt, weil der Schöpfer keine solche Gedanken hat. [130893]

Auszug aus dem Unterricht nach „dem Vorwort zum Buch Panim Meirot“, 24/03/14

Rückkehr zum Leben

Frage: Gibt es Menschen, die schon das siebte, achte, neunte und zehnte Jahrtausend empfunden haben?

Antwort: Es gibt einige Seelen, die diese Zustände erreicht haben. Ausgehend davon, was beispielsweise Baal HaSulam schreibt, gehört er auch zu diesen Seelen.

Wir sind verpflichtet, diese Zustände in der Masse zu erreichen, so wie wir den Zustand erlangt haben, in welchem die vollständige Korrektur aller Teile der zerbrochenen Seele beginnt.

Die Kabbalisten der Vergangenheit haben sich darin verewigt, weil sie ihre Vorbereitung beendet haben und in jedem der Hauptteile der allgemeinen Seele die Korrektur erlangten. Man muss jetzt die allgemeine Seele ergänzen und mit den kleineren Massekorrekturen ausfüllen.

Die Kabbalisten der Vergangenheit haben wieder die Hauptorgane des spirituellen Organismus gebildet, sei es das Herz, die Nieren, die Leber oder die Lungen. Jetzt, nach der Vollendung dieser Arbeit, soll der ganze Organismus allmählich belebt werden.

Wir sind eben dieser Organismus, der allmählich beginnt, wiederbelebt zu werden. [130808]

Auszug aus dem TV-Programm „Geheimnisse des ewigen Buches“, 10/10/13

Entwickelnde Kraft, die uns vor der Fehlgeburt behütet

Die schöpferische und die behütende Kraft sollen zusammen auf das spirituelle Embryo  wirken. Bezüglich der schöpferischen Kraft muss ich ständig prüfen, inwiefern ich die Verbindung mit allen und in welcher Form unterstützen kann.

Jede beliebige Form, die meiner Selbstsucht, meinem Verlangen unangenehm ist, bin ich verpflichtet, mit der behütenden Kraft zu ergänzen, die mich vor dem Abstieg, vor einer Fehlgeburt schützen wird. Diese Zustände kommen leider sehr oft vor und geben uns fast keine Hoffnung darauf, dass wir einst wachsen werden.

Wir sind verpflichtet, einander mittels der bildenden und besonders mittels der behütenden Kraft festzuhalten, in den Freunden die Größe des Ziels zu unterstützen, die Eigenschaften des Gebens über dem Wissen zu erhöhen. Diese Form ist meiner egoistischen Natur unangenehm, wenn ich aber die Größe des Ziels, die Größe des Schöpfers schätze, dann genieße ich die Nähe zum Schöpfer, wenn  meine Selbstsucht leidet.

Wenn der Schöpfer in meinen Augen groß ist, dann werde ich den eigenen Vorteil, für Seinen Nutzen vernachlässigen. Auf diese Weise gebe ich mich Ihm, der höheren Kraft hin, bis ich beginne, die Bewegungen und die Handlungen zu erkennen, die zusammen mit Ihm und in der Übereinstimmung mit Seinem Vorhaben realisiert werden. Ich muss also immer sensibler versuchen, den Höheren in diesen Monaten meiner Entwicklung als Embryo zu empfinden.

In den ersten vierzig Tagen der Bildung des Embryos, bis zur Höhe Bina, fühlen wir kaum den Schöpfer.  Aber danach, wenn Bina in Aktion tritt, nimmt das Embryo die Form des Menschen an und lernt den Höheren aus eigenen Empfindungen kennen.

Die engste Verbindung zwischen dem Höheren und dem Unteren findet gerade in der Entstehungsperiode statt. In dieser Zeit befindet sich der Mensch innerhalb des Schöpfers, um sich später von Ihm zu entfremden. Es geht allerdings nur um die äußere Entfernung, denn in Wirklichkeit erfolgt eine größere Durchdringung in den Höheren, bis zur vollen Verschmelzung mit Ihm.

Man muss verstehen, dass die Form des Embryos nur innerhalb des Höheren zustande kommt. Stellt euch vor, was es bedeutet, wenn sich alle unsere Empfindungen, Verlangen, Gedanken im Höheren einleben, sich Darin auflösen. Bezüglich dieser Empfindung der Auflösung im Schöpfer, müssen wir die behütenden und bildenden Kräfte prüfen. Vor allem – die schöpferische Kraft prüfen, das heißt wie man den Schöpfer noch weiter durchdringen kann, um an Ihn mit allen Empfindungen “angeklebt” zu werden.

Obwohl diese Empfindungen unangenehm sind, da ich an das Geben “angeklebt” werden muss, das heißt, an etwas das für die Interessen meiner Selbstsucht unwichtig ist, wird die behütende Kraft mich beschützen. Ich soll mich ständig in einem solchen Gebet  befinden, mich in der Bitte um die Korrektur, um das Licht, das zur Quelle zurückführt aufhalten. [127679]

Auszug aus der Vorbereitung zum Unterricht, 14/02/14