Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Ein Anruf aus dem Epizentrum zwischen den Kampftruppen

Ein Brief aus dem Süden Israels: „Die Situation ist so, dass wir heute nicht zusammen studieren konnten, wir mussten mit den Kindern zu Hause bleiben, da jeden Moment die Sirenen losheulen konnten. Doch unser Verlangen, mit der restlichen Weltgruppe im Klassenzimmer zu sein, ist riesig. Was können wir tun, um diesen Wunsch ständig zu haben, und nicht nur unter der Bedrohung von Raketen?

Meine Antwort: Wir sind alle zusammen in der gleichen Gemeinschaft. Wir wissen aus der Weisheit der Kabbala, dass wir dadurch die oberen Kräfte der verborgenen Natur erwecken. Wir hoffen, dass wir auf diese Weise in der Lage sein werden, diese Konfrontation zu lösen.

Unsere Einheit sollte eine Auswirkung auf die gesamte Verbindung haben, zuerst in Israel, im Epizentrum der gegnerischen Kräfte, und dann in der ganzen Welt, in der es eine Kollision dieser beiden Kräfte gibt, welche Krisen, Hurrikane, Naturkatastrophen und Unruhen in Europa auslösen.

Aus diesem Grund sollten all unsere Freunde auf der ganzen Welt eine große Verantwortung fühlen. Diejenigen, die den Punkt im Herzen haben, müssen sich verbinden und die Welt zur Korrektur führen. Niemand außer uns versteht, was in der Welt geschieht und sieht die wahren inneren Gründe hinter all den Entscheidungen, den wirkenden Kräften und Absichten.

Es ist bekannt, dass „die Herzen der Herrscher und Könige in den Händen des Schöpfers sind“, darum sind nur wir, die zu Yashar – Kel gehören, das heißt „Streben direkt zum Schöpfer“, in der Lage, die Korrektur durchzuführen. Es spielt keine Rolle, wie viele tausende Kilometer ein Freund von einem anderen, eine Gruppe von einer Gruppe entfernt ist. Wenn wir uns für ein Ziel, eine Kraft durch das Internet verbinden, sind wir definitiv zusammen.

Einige sitzen nun in Bunkern im Süden Israels, andere sind im Zentrum, in verschiedenen Teilen des Landes, oder in der ganzen Welt, aber wir müssen alle eine riesige Verbindung zwischen uns, auf der spirituellen Stufe, die das erneuernde Licht auf uns zieht, spüren. Wir werden danach streben, dass das höhere Licht unsere Einheit erkennt. Und nachdem das Licht innerhalb dieser Verbindung enthüllt ist, und uns dabei hilft, uns zu klären und zu korrigieren, werden wir einen absolut guten Zustand erreichen. Wir hoffen, dass wir die Welt dahin bringen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Frieden in der Welt“, 16.11.12.

Die Lösung ist in uns und nicht in den Kriegen mit den Feinden

Sonderausgabe: anlässlich der Ereignisse in Israel

Die Menschen beginnen, sich Fragen über die Ursachen der Geschehnisse zu stellen. „Warum muss ich unter Beschuss leben?“

Die Menschen fühlen sich unglücklich, und das muss sie zu der Suche nach einer Lösung antreiben. Anderenfalls wird der Druck immer mehr steigen, und die Feinde werden Kräfte erlangen, die sie vorher nicht hatten.

Der Ausweg besteht darin, dass wir dem Netz der uns verbindenden Kräfte entgegenstreben und die Harmonie, die gegenseitige Liebe erlangen. Die Lösung ist in uns und nicht in den Kriegen mit den Feinden. Solange wir nicht verbunden sind, werden Leiden und Probleme einen immer größeren Druck auf uns ausüben – wie auf einen Sack voller Nüsse.

Warum kann das Volk Israel nicht wie alle anderen Völker sein?

Sonderausgabe: anlässlich der Ereignisse in Süd-Israel
Als Ergebnis mehrerer tausend Jahre der Entwicklung ist die Menschheit nun zu einem Wendepunkt gekommen. Heute weiß man in der Welt nicht mehr, wo es langgehen soll und dennoch muss die Menschheit nun auf eine neue Ebene aufsteigen.

Die weltweite Krise markiert einen besonderen Prozess. Es ist nicht einfach nur ein ökonomischer Paradigmenwechsel – es gibt nichts, was hier als Ersatz in Frage kommt. Niemand kann und wird fähig sein, irgendetwas zu erfinden. Wir werden noch für eine Weile fähig sein, auf der bröckelnden Basis zu überleben, jedoch ist die Zeit für die anfangs von Adam Smith begründete Theorie des modernen Kapitalismus nun fast zu Ende.

Sozialistische Verteilung von Grundgütern kann helfen, das Unvermeidliche hinauszuzögern, aber im Prinzip verschwindet die Mittelklasse und der westliche Lebensstandard wird sehr schnell nach unten fallen.

Es gibt keine wirkliche Antwort. Und hier kommt das Volk Israel zum Tragen, in dessen Namen ich sprechen werde. Wir müssen heute die ganze Welt über die gegenseitige Bürgschaft, über die Einheit und eine globale Menschheit in einer globalen Welt unterrichten. Das ist die Aufforderung der Natur, und es ist höchste Zeit, dass wir verstehen, dass ihre Gesetze bindend sind. Die Zeit ist gekommen, und wir haben den Schlüssel. Und zu allerletzt haben nur wir die Kenntnis der Kabbala.

Es geht nicht um den Erfolg der einen oder anderen Militäraktion. Wir müssen das Problem an der Wurzel packen und uns verbinden, um es zu lösen. Es ist in unseren Händen. Lasst uns alles an uns auf richtige Weise neu zusammenstellen, und sobald wir beginnen, uns zu vereinigen, werden wir sofort positive Resultate bemerken. Das ist nicht einfach nur ein psychologisches Spiel – damit erwecken wir die inneren Kräfte, die in uns eingebettet sind. Wir werden dann plötzlich mit einem besonderen Gefühl den Menschen, dem Land, der Sicherheit und uns selbst gegenüber inspiriert, und das wird tiefer und wichtiger sein als alles andere, was wir vorher erfahren haben.

Das Volk Israel wird niemals wie andere Nationen sein. Wir können es so viel wie wir wollen versuchen, aber dabei wird nichts herauskommen. Im Gegenteil, durch ihre Einstellung uns gegenüber zeigen uns die anderen Nationen permanent, dass wir nicht wie sie sind. Im Ganzen gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder führen sie uns oder wir führen sie. Israel wird nie gleich behandelt werden.

Schauen wir uns die Dinge einmal auf einfache Weise an: Wir sind das ideologische Zentrum der Welt. Von uns gingen die Religionsgründungen und die Einstellung zum Leben aus, was man an den Beispielen der antiken und mittelalterlichen Philosophen sehen kann, die schrieben, dass alles aus der Weisheit der Kabbala, unserer Lehre, stammt. Unterbewusst hat uns die Welt immer als eine Art Grundlage behandelt. Das begann zu den Zeiten Abrahams, obwohl wir keinen historischen Beleg haben.

Also ist die Wahl einfach:

– Entweder herrschen andere Völker über uns, weil wir unsere Grundlage verloren haben und wir ihnen nichts geben können;

– oder wir geben ihnen eine Grundbasis, den Weg und das Ziel – natürlich nur in der ideologischen Ebene – und dann wird unsere Idee zum Maßstab für die Welt.

Dieser „Maßstab“ des Volks Israel meint, dass die Nationen diese Nachricht von Einheit annehmen, vor allem jetzt, wo die Zeit gekommen ist, die Korrekturmethode zur Einheit und gegenseitigen Bürgschaft in der ganzen Welt durchzuführen. Es wird gesagt:

„Denn sie sollen mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten“,
„Mein Haus wird ein Haus des Gebets für alle Völker genannt“
„Und Völker werden zu ihm strömen.“

Heute müssen wir uns der allgemeinen Krise stellen und unsere Lösung muss allumfassend sein. Und das Bedürfnis danach wird um uns herum immer stärker werden.

Dementsprechend gilt, dass, wenn wir uns mit unserer Lösung nicht über alle anderen erheben, werden sie uns dazu zwingen. Natürlich geschieht das unbewusst als Konsequenz menschlicher Entwicklung und unvermeidlicher Evolution, und niemand kann die Natur dieses Prozesses verstehen. Aber in jedem Fall werden wir von den anderen Nationen entweder über den Weg des Leidens gezwungen werden, unsere Aufgabe zu übernehmen, oder wir werden uns von allein erheben und jedem zeigen und erklären, was zu tun ist. Es gibt nichts zu fürchten, weil diese Kraft uns in allen Punkten zum Erfolg führen wird.

Sonderausgabe: anlässlich der Ereignisse im Süden Israels

Unsere Nation ist geteilt. Die Menschen im südlichen Teil Israels fühlen sich diskriminiert, und obwohl viele Menschen ihren Willen ausdrücken, den „Flüchtlingen aus dem Süden“ ihre Gastfreundschaft anzubieten, verstehen sie in Wirklichkeit nicht alle, was diese gerade durchmachen. Sowohl für Kinder als auch für Erwachsene ist es schwierig, die Bombardierungen auszuhalten. Unsere Gesellschaft muss denjenigen, die gerade diese Schläge erleben, eine wirkliche Unterstützung bieten.

Gegenseitige Wärme und Einfühlungsvermögen sollte alle diese Störungen überlagern. Keine Raketen und kein Geld wird uns heute helfen.

Der Zusammenbruch der immensen Ressourcen der Supermächte muss erst noch kommen. In der Tat sind wir alle auf dem gleichen „kleinen Planeten“, dem gleichen „Ball“ alle miteinander verbunden. Ohne ein weltweites Gleichgewicht, ohne Homöostase werden wir zum totalen Zusammenbruch kommen.

Doch auch heute, durch die gegenseitige Bürgschaft zwischen uns, können wir ein Beispiel für die ganze Welt darstellen und zur Lösung der Krise beitragen. Schließlich wirkt sich die Krise nicht nur in Form von Terror, Wirtschafts- oder Finanzproblemen aus. Naturkatastrophen, zum Beispiel, können schlimmer sein als der Krieg. Heute braucht die Welt dringend die gegenseitige Bürgschaft, die uns in Einklang bringt und uns mit dem Einklang der Natur verbindet.

Einheit ist das Gesetz der Natur. Aber wo finden wir die Kraft, um selbst den ersten Schritt zu gehen, uns gegenseitig näher zu kommen? Heutzutage sind alle „Lösungen“ temporäre Maßnahmen, um den totalen Zusammenbruch nur hinauszuschieben. Das versteht heute jeder sehr gut. Es gibt einfach keine andere Wahl, als uns zu verbinden. Das Volk Israel kann ein hervorragendes Beispiel dafür sein, es ist kein Zufall, dass wir uns noch nicht als eine Nation sehen und unser Staat als noch „im Aufbauprozess befindlich“ gesehen wird. Das ist wahr, weil wir im Moment noch keine geeinte Nation sind, denn wir haben die Bedingung, die uns schon vor langer Zeit gegeben wurde, noch immer nicht erfüllt. Alles liegt in unseren Händen.

Die Rettung liegt in der Verbindung

Aus einem Brief von Rabash (Nr. 34): Und der Schöpfer wird als das Licht des Friedens für uns leuchten, jedoch erst dann, wenn wir uns zu einem Ganzen verbinden. Denn jeder weiß, dass der Mensch einen ganzen Bündel Zweige nicht auf einmal brechen kann, doch einzelne Zweige könnte selbst ein Kleinkind mühelos brechen.

Daraus wird klar, dass das Volk Israel keine Erlösung erfahren wird, solange es sich nicht zu einem Ganzen verbunden hat. Wie es bei den Propheten geschrieben steht: „In jenen Tagen und in jener Zeit werden die Söhne Israel und die Söhne Judas zusammen kommen“ – und wenn sie sich verbinden, enthüllen sie das Leuchten der Shechina.

Ich habe diese Zeilen aus Midrash angeführt, damit ihr nicht denkt, dass der Begriff der Gruppe, d.h. die Liebe zu den Freunden, zu Chassidismus gehört. In Wirklichkeit ist das die Forderung unserer Weisen, die sahen, wie notwendig die Verbindung der Herzen zu einem Ganzen für die Offenbarung des Lichtes der Shechina in ihnen ist.

Die Verbindung mit dem Licht kann nur in einem vollkommenen, unversehrten Gefäß wahrgenommen werden – in einem Gefäß, in dem alle egoistischen Verlangen von einem Schirm bedeckt sind, der sie zum Geben umwandelt. Und das ist erst dann möglich, wenn es die Verbindung gibt. Denn in Bezug auf wen kann ich meine Absicht zu geben ausdrücken? Nur in Bezug auf den Nächsten!

Aus diesem Grund, wenn wir uns in unseren Verlangen und Absichten, in unserem Herzen und unserem Verstand verbinden, stellen wir das zerbrochene Gefäß wieder her und kommen dadurch dem Licht immer näher, bis es uns endlich leuchten kann.

Und wenn wir derweil wenigstens nur versuchen, einander näher zu kommen, rufen wir das Leuchten aus der Ferne hervor, welches als umgebendes Licht bezeichnet wird. Das ist das Gesetz, das wir aus der Wissenschaft der Kabbala kennen. Das ist das Gesetz der gesamten Realität, das Gesetz der Natur.

Deshalb ist die Bedingung für das Erhalten der Hilfe von Oben, für die Enthüllung des Lichts, unsere Verbindung. Und wenn wir unseren Zustand verbessern möchten, dann haben wir keine anderen Mittel dafür. Wir brauchen nach nichts anderem mehr zu suchen und unsere Anstrengungen zu vergeuden – wir müssen nur nach der Verbindung streben, durch die wir das Licht, das uns zur Quelle, zur Güte zurückführt, anziehen werden.

Wenn wir aber nicht in Richtung Verbindung handeln, wird zweifelsohne nichts Gutes daraus werden. Deshalb müssen wir in dieser schweren, besonders angespannten Lage, in der sich das israelische Volk gerade befindet, versuchen, uns mit aller Kraft zu verbinden und die Einheit zu erreichen. Denn gerade auf diesem Wege ziehen wir das Licht an und lassen es allen näher kommen. Auf diese Weise werden wir auf gutem Wege, auf dem Wege des Lichts, zum guten Zustand vorankommen.

Und das sollten wir tun, noch bevor uns Leiden heimsuchen und uns durch ihren Druck zur Verbindung zwingen. Das Streben nach Einheit soll auf unseren freien, guten Wunsch hin in uns wohnen und nicht aus der Notwenigkeit heraus entstehen. Denn gerade darin  besteht der Unterschied zwischen dem Weg des Lichts (der Beschleunigung der Zeit, „Achishena“) und dem Weg der Leiden, des natürlichen Entwicklungslaufs (BeIto).

Lasst uns versuchen, zu begreifen, dass die Verbindung die Einwirkung der guten Kraft auf uns anzieht, und es allen erklären. Je mehr Menschen sich dieser Einheit anschließen, weil sie diese Bedingung spüren und verstehen, je mehr wir das durch alle zugänglichen Kanäle, übers Internet und Fernsehen, verbreiten, je mehr Menschen darüber hören und sich darin einfühlen, desto näher kommen wir dem Licht des Guten.

Denn das Licht ist das Einzige, was wirkt. Es ist schade, die Kräfte bei der Berechnung zu vergeuden, dass es andere Handlungen gibt, die unseren Zustand verbessern könnten – außer der Verbindung und der Einheit.

Auszug aus der Vorbereitung auf den Unterricht, 16.11.2012

 

Rettungsschirm der Bürgschaft

Sonderausgabe: anlässlich der Ereignisse in Israel

Es gibt nur einen Ausweg – zu verstehen, dass die Lösung sich in uns selbst verbirgt, wir müssen uns verbinden und zu einem vereinten Volk werden, indem wir den Wert der Einheit über alle Unterschiede erheben. Es ist keineswegs nötig, gleich zu sein – wir müssen einfach zu einer Familie werden. In einer Familie sind alle unterschiedlich, alle haben eine unterschiedliche Lebensauffassung, doch über all dem verbindet uns etwas zu einem Ganzen.

Auch wenn wir manchmal miteinander nicht einverstanden sind, achten wir einander und entwickeln uns zusammen, während wir einen gemeinsamen Schirm der Bürgschaft über unseren Köpfen halten. Ganz Israel sind Freunde. Danach sollten wir streben. Alles ändert sich zum Besseren, wenn wir dieses Heilmittel nehmen. Heute wird es einfach unumgänglich.

Was haben äußere Bedrohungen mit der Einheit zu tun, sollte man meinen. Wir sind aber schon immer ein irrationales Volk gewesen. Da kann man nichts machen, die Geschichte selbst zeugt davon. Ist es deshalb nicht an der Zeit, von dem zu lernen, was ist, und nicht von dem, was wir sehen wollen? Wir haben eine Formel vor uns, die wir auch noch für die Zukunft extrapolieren können. Heute ist es bereits klar, dass es sich nicht um irgendein Riesenprojekt handelt, das einen Haufen Geld und Anstrengungen verschlingt. Wir müssen einfach nur die Bedingung der Vereinigung erfüllen.

 

Die freie Projektion

In der Spiritualität existiert ein Gefäß, das zweiteilig ist: Galgalta we Ejnaim und АCHaP. Alle Bücher der Kabbalisten beschreiben gerade diese spirituellen Wurzeln. In unserer Welt existieren ihre Folgen – „die Zweige“. Anders gesagt, hier erschaffen die Wurzeln aus der Welt Azilut infolge jeder ihrer Handlungen eine Projektion.

Man kann es sich in Form einer Computergrafik vorstellen, die auf den Bildschirm beliebig projiziert wird. Auf dem Bildschirm sehe ich die Konturen der Menschen: ein Teil wird von Galgalta we Ejnaim und der andere Teil von АCHaP projiziert. Denn in der Spiritualität existiert eine Verteilungskraft, die „Abraham“ heißt. Sie sortiert die Gefäße – Verlangen – in zwei Kategorien, und als Folge entstehen in unserer Welt zwei Gruppen : Israel, die „direkt zum Schöpfer“ gerichtet sind und die Völker der Welt.

Alles stammt aus den Wurzeln. Im spirituellen „Computer“ bearbeitet sie das spezielle „Hilfsprogramm“ bis zur Vollendung des Hauptprogramms. Und wir beobachten den Prozess am „Bildschirm“ unserer Welt. Je nach den Wechselbeziehungen dieser zwei Gruppen können wir ihre Wurzeln erforschen – oder wir können im Gegenteil zu den Wurzeln hinaufsteigen und die Zweige erforschen.

Es gibt jedoch zwischen der Darstellung am Bildschirm und ihrem „Computerstartprogramm“ einen Unterschied – die Ausführung der Mission. Im Computer herrscht die volle Absolute und für die Bilder, die sich am Bildschirm befinden, gibt es die Freiheit der Wahl in der Realisierung der Vorausbestimmung. Und diese Möglichkeit gibt es eben in der Kategorie Israel.

Von hier aus entspringen die rechtmäßigen Ansprüche an diesem problematischen Element – sowohl seitens der Völker als auch seitens des Schöpfers, der hinter dem „Programm“ steht. Gerade Israel soll der Welt zur Korrektur verhelfen und allen vorführen, was gut und was schlecht ist, um das Schöpfungsprogramm zu erklären …

Israel kann auf diese Pflicht, auf eine besondere Arbeit, stolz sein – Israel kann entweder dem Schöpfer dienen oder diese Aufgabe ignorieren. Auf jeden Fall folgt aus der Geschichte, dass sich alles um diese Menschen dreht – zu ihrem Bedauern oder zu ihrer Freude. Das ist eben eine Einstellungssache.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Eine Dienerin, die zur Erbin ihrer Herrin wird“, 30.08.2012

Die Zukunft ist im Netz

Heute ist die Hauptrichtung in unserer Verbreitung das Internet. Wir veranstalten runde Tische und andere ähnliche Veranstaltungen, geben eine Zeitung heraus, unterrichten weiterhin die Menschen in den Kursen – und führen dabei eine konsequente, möglichst breite und massive Arbeit im Netz durch.

Wir müssen verstehen: Wir sind nicht in der Lage, die ganze Welt außerhalb des virtuellen Raumes zu umfassen. Unsere ganze Zukunft ist im Internet. Lasst uns für die Internetverbreitung verbinden. Wie haben einfach keine anderen Möglichkeiten. Alles andere wird davon begleitet. Lasst uns versuchen, im Internet eine Möglichkeit zu finden, jeden zu erreichen. Denn die Welt ist groß…

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Exil und Erlösung“, 29.08.2012


Willst du die Welt verbessern – verbessere zunächst dich selbst

Die Zeitung Baal HaSulam „Das Volk“: Wir müssen, mit Hilfe der breiten Propaganda, für uns selbst, eine besondere Erziehung organisieren. In Jedem von uns ist das Gefühl der Liebe zu der Menschheit eingepflanzt. Diese Arbeit geht der anderen Arbeit voraus, denn als Basis gibt sie allen Arten von Handlungen, welche wir in diesem Tätigkeitsbereich tun wollen, Erfolg.

Zunächst einmal wird die Erziehung benötigt. Wobei in unserer Zeit – in weitestem Sinne: Man muss dem jüdischen Volk erklären, was der menschliche Egoismus ist, wie die Entwicklung weitergeht, wie diese Nation entstanden ist und was sie somit vergegenwärtigt – weil hier nicht die Rede von einer Nation ist, sondern es geht um die Zugehörigkeit zu einer höheren Macht. Wir müssen erklären, was heute in unserer Welt geschieht, warum wir zu der weltweiten Krise gekommen sind und was in diesem Zusammenhang korrigiert werden muss.

Die Erziehung definieren wir als die verbindliche Voraussetzung der x-beliebigen Korrekturen. Wenn wir schon eine Idee des Gesamtbildes (der Endkorrektur) vor Augen haben, dann ist es jetzt notwendig, ihre Grundmerkmale zu erkennen – um rechtzeitig die Korrekturmaßnahmen einzuleiten.

Es ist wichtig, den Menschen zu sagen, dass wir durch die eigene Korrektur auf eine neue Ebene aufsteigen und die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer erreichen. Der Mangel ist nicht irgendwo außerhalb, dieser ist in uns. Man sollte nicht etwas außerhalb korrigieren, sondern in sich selbst. Nicht die natürliche Umgebung oder die Wirtschaft ist verdorben, sondern wir selbst. Denn die äußerliche Wahrnehmung ist die illusorische Projektion unserer inneren Eigenschaften.

Es ist notwendig die Menschen zu der Erkenntnis zu bringen, dass sie ihre Anfangszustände ändern, anstatt die Welt zu korrigieren; dass sie sich auf die eigene Korrektur ausrichten. Und dann werden sie endlich glücklich – Jeder für sich und Alle zusammen.

Auszug aus dem Unterricht nach der Zeitung „Hauma“ („Das Volk“), 21.08.2012

Ein Volk

Frage: Der Mensch lernt anhand von Beispielen. Welche Beispiele sollte er um sich herum sehen?

Meine Antwort: Er soll die Gegenseitigkeit, die gute Beziehung zueinander, welche sich über der Selbstsucht befindet, sehen. Denn die Arbeit besteht gerade darin; im Aufstieg über die Selbstsucht.

Im Leben kommt es in der Regel vor, dass ich mit jemandem nicht klar komme, dass mir jemand gleichgültig ist, oder dass ich jemanden überhaupt nicht bemerke. Auf der Arbeit interessieren mich meine Kollegen nicht: Ich begrüße sie nur, und tue nichts darüber hinaus. Aber wir sollen absichtlich über die Selbstsucht aufsteigen wollen – um uns von den Leiden zu erretten. Auf der Ebene dieser Welt führen wir die gleiche Arbeit durch, die wir auch in der Spiritualität vollbringen werden: Wir beginnen, eine wärmere Beziehung zueinander zu zeigen. Warum? Weil wir gezwungen sind, die Verbindung aufzubauen. Denn darin steckt die besondere Kraft, welche unsere Probleme erleichtern kann.

Somit soll unser Herangehen folgendes sein: Über der Entfremdung und der Gleichgültigkeit bilden wir – vielleicht nicht gleich die Liebe – aber eine gegenseitige Beziehung, damit wir uns wie ein Volk fühlen.

Nicht von ungefähr lässt die heutige Krise die Grenzen einstürzen und demonstriert uns anschaulich, dass alle Menschen miteinander so verbunden sind, als ob sie alle in einem Land leben würden. Wenn wir alle unsere Systeme zu einem Ganzen verbinden, dann werden wir uns über die Krise erheben können.

Folglich zeigt sich, dass ich die Kräfte und die Richtung von der Umgebung bekommen soll, indem sie mich nur in Einem überzeugen, darin, dass unsere Vereinigung alle Leiden vermeiden kann. Alles Negative wird sich wie „nach einer Bewegung des Zauberstabes“ ins Positive verwandeln.

Frage: Also spricht man nur über die guten Beziehungen?

Meine Antwort: Ja. Das reicht. Eigentlich interessieren mich die anderen Menschen kaum, aber gemeinsam können wir daran arbeiten, um in der Verbindung zwischen uns, eine bessere Gesellschaft aufzubauen, die voller Kraft, Gesundheit und Optimismus sein wird.

Auszug aus dem Unterricht nach der Zeitung „Hauma“ („Das Volk“), 12.08.2012