Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Israel'

Es ist eine Zeit der Schwierigkeiten für Jakob

Baal HaSulam, „Artikel zum Abschluss des Buches Sohar“: Obwohl der Schöpfer das Land aus den Händen der Nationen befreit und uns gegeben hat, haben wir es noch nicht erhalten. Wir finden keinen Gefallen daran. Jedoch hat der Schöpfer uns damit eine Chance für die Erlösung gegeben, um geheiligt und gereinigt  zu werden und das Werk Gottes in der Tora und Mizwot Lishma anzunehmen.

Frage: Die Menschheit betritt eine neue Ära der Evolution, wo sich die Wünsche ändern und die Menschen anfangen nach dem Sinn im Leben zu suchen, ist das auch in Israel geschehen?

Meine Antwort: Das ist schwer zu sagen. In der Tora heißt es, dass die Juden eine „eigensinnige Nation“ sind. Diese Nation entwickelt sich nicht wie die anderen Nationen. Heute, gemäß externen Faktoren, kann man nicht behaupten, dass sie durch das Fehlen von einem Sinn im Leben gestört wurde. Es ist eigentlich umgekehrt: Sie ist in Bezug auf unsere Sicherheit, Gesundheit und die wirtschaftliche Situation gleichgültig gegenüber aktuellen Problemen. Es wird viel geredet, aber es gibt kein wirkliches Engagement. Solange das so weiter geht, werden Gleichgültigkeit und Unempfindsamkeit wachsen. Auch wenn wir noch vor zwei Jahren hunderttausende Menschen auf die Straße bringen konnten, um während der sozialen Protestbewegungen zu demonstrieren, können wir das heute nicht mehr, nicht einmal, wenn die Dinge noch schlimmer werden.

Frage: Warum sagt Baal HaSulam, dass die heutige Zeit unsere Chance für die Erlösung ist?

Meine Antwort: In Jeremia 12 heißt es: „Es ist eine Zeit der Schwierigkeiten für Jakob und davon wird er erlöst werden.“ Auch in der schlimmsten Situation, wenn die Tür vollständig verschlossen ist, öffnet sie sich plötzlich. Damit dies geschieht, muss es genug Druck geben, dieser Druck ist zurzeit nicht vorhanden. Es ist ein Zeichen, dass die Frucht noch nicht reif ist und noch Zeit zum Reifen braucht.

Hier hängt alles von uns ab. Die Nation insgesamt ist nie für einen Aufstieg bereit, bis Moses, der die Nation nach oben erheben wird (aus der gleichen hebräischen Wurzel), bereit ist. Es werden sogar die Sorgen und die Schläge, die als „ägyptische Plagen“ bezeichnet werden, von der israelischen Nation nicht gespürt, aber diejenigen, die sie spüren, sind der Pharao und das ägyptische Volk. Es ist kein Zufall, dass gesagt wird, dass der Schöpfer an den Türen von Israel vorbei ging. Es kam die Plage des Todes des Erstgeborenen über Ägypten, jedoch berührte sie das nicht.

Dies sollte die Herzen von Israel noch härter machen. Das Ergebnis davon ist, dass eine Person, obwohl die Dinge nicht so gut funktionieren, keine Probleme mehr empfindet, das ist jedoch für andere viel schwerer.

Das ist ein sehr großes Problem, wir dürfen nicht warten, bis sich die Dinge in der Welt und in Israel verschlimmern. Das geht überhaupt nicht einher mit dem Plan der Natur, und stammt auch nicht aus der Liebe zu anderen. Wir müssen unser Bestes tun, wir müssen alle Mittel nutzen, die wir haben, um die Methode der Korrektur und zumindest die Botschaft, dass  jetzt die Zeit für die Korrektur der Welt gekommen ist, bekannt machen. Wenn die Menschen nicht das Gefühl der Notwendigkeit sehen, dann sollten sie wenigstens darüber Bescheid wissen, wie Schüler, die von der Schule abgehen und nur eine allgemeine Vorstellung  von dem Gelernten haben. Später wird diese Idee eine wesentliche Grundlage für sie werden.

Auszug aus dem Unterricht nach dem, „Artikel zum Abschluss des Buches Sohar“, 17.02.03

Die gemeinsame Wurzel zweier Völker

Frage: Welche spirituelle Wurzel hat die Koexistenz zweier Völker – des jüdischen und des arabischen Volkes – in Israel?

Meine Antwort: Unsere gemeinsame Wurzel ist der Urvater Abraham. Der Islam hat keinen Zusammenhang mit dem Götzendienst und steht sogar im „Volkssinn“ dem Judentum nah. Die Moslems beten kein „Standbild und Heiligenbild“ an, und überhaupt weisen diese zwei Religionen viele Ähnlichkeiten auf. Sie verhalten sich identisch zur Höheren Kraft, nur heißt sie im Islam „Allah“. In beiden Fällen handelt es sich nicht nur um die Namen, vielmehr geht es um die Bezeichnungen des Höheren.

Was den gegenwärtigen Konflikt betrifft, so entstand er unter der türkischen und englischen Herrschaft in diesem Land. Gerade damals forcierten
die Mächte die Reibungen und die Zwietracht. Das war das Prinzip der englischen Diplomatie – die Ausnutzung der Konflikte zwischen zwei Völkern. Geschieht denn heute in Afrika nicht das selbe?

Frage: Soll ich, als der  Schüler, mich über die Lage des Staates Israel in der Welt sorgen?

Meine Antwort: Wir sollen uns um die Verbreitung unserer Botschaft sorgen. Daraus werden die Menschen verstehen: man braucht diesen Teil der Welt, weil er jetzt vom spirituellen Standpunkt wichtig ist. Die spirituelle Wurzel berührt hier den materiellen Zweig.

Obwohl unsere Welt am Abgrund steht, sollen wir darin auch das Bild der vollen Befreiung erschaffen. Jede spirituelle Wurzel soll ihren materiellen Zweig erreichen. Dahin führt die ganze Geschichte der Jahrtausende, einschließlich dem gegenwärtigen Krieg des „Gogh und Magog“, der hoffentlich schnell und nur auf dem spirituellen „Territorium“ vorbei sein wird.

In der Welt zeigt sich schon die Tendenz des Aufstiegs. Wir haben die Methode erhalten, und wenn  es uns gelingen wird, die Welt ein wenig zu erheben, dann werden wir alle Ereignisse in die spirituelle Dimension verlegen.

Auszug aus dem Unterricht nach „dem Artikel zur Vollendung des Buches Sohar“, 13.02.2013

Ein Schaffner des Lichts und nicht sein Widerstand sein

Frage: Was ist zu tun, wenn die Gruppenbelastung und die Belastung im Betrieb nicht zulassen, sich sowohl mit dem einen als auch mit dem anderen zu beschäftigen? Was ist zu bevorzugen: die Gruppenaufträge oder die Pflicht im Betrieb?

Meine Antwort: Ich höre über dieses Problem überall: sowohl in den israelischen Gruppen als auch im Ausland. Sie sollen selbst entscheiden, welche Priorität sie setzen wollen.

Wenn wir uns nicht mit der Verbreitung beschäftigen werden, dann wird man uns auch nichts von Oben geben, weil wir eben wie Galgalta Ejnaim existieren, wie die Gefäße, die das Licht von oben nach unten zu den Völkern der Welt leiten sollen. Deshalb wurde uns das spirituelle Erwachen gegeben.

Man muss verstehen, dass, wenn wir von Oben wenigstens etwas bekommen wollen, dann ist es notwendig, nach unten zu geben, um ein Schaffner des Lichts und nicht sein Widerstand zu sein. Deshalb entscheiden Sie, ob Sie es machen können.

Es gibt Menschen, die sich mit der Arbeit in der Gruppe unter den Freunden beschäftigen, sie bedienen unser Zentrum usw.. Es gibt aber Menschen, die sich mehr mit der Außenarbeit für die Gesellschaft, für die weltweiten Gruppen beschäftigen. Im Allgemeinen soll die Beziehung so sein, dass, wenn der Mensch etwas bekommt, er danach streben sollte, genauso viel weiterzugeben.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 27.01.2013

Wenn sich die Kompensation verspätet

Wir wissen schon, dass man die gebenden Gefäße Galgalta we-Ejnaim (GE) als „Israel“ bezeichnet, und die empfangenden Gefäße ACHaP als „Völker der Welt“. Demzufolge sind die Gefäße Israel verpflichtet, sich zuerst zu korrigieren und das Licht den Völkern der Welt zu geben. Diese Aufgabe ist Israel von Oben   auferlegt, d.h. jedem in der Welt, der das Erwachen mittels des Punktes im Herzen (•) erlangt – des Funkens des Verlangens, der darin plötzlich aufflammt. Und außerdem gehören zur Kategorie „Israel“ die Nachkommen der Einwanderer aus dem altertümlichen Babylon, die in der Vergangenheit einen Punkt im Herzen hatten.

Somit ist „Israel“ ein komplizierter Sammelbegriff. Und gerade auf diesen Menschen liegt die Pflicht, sich zu korrigieren, um zum „Licht für die Völker“ zu werden – mit anderen Worten, die Methode der Korrektur zu verbreiten, Hilfe und Unterstützung allen übrigen Menschen zu gewährleisten, vor allem jenen, bei denen der Punkt im Herzen noch verborgen ist.

Nach dem Zerbrechen der Seelen und deren Vermischen ist dieser Punkt in jedem vorhanden, aber in der Kategorie „Völker der Welt“ schläft er noch, so dass sie nicht „direkt zum Schöpfer“ gerichtet sind (Jashar-El), sie empfinden noch kein solches Verlangen. Deshalb existiert das Übergangsglied – Galgalta we-Ejnaim, Israel, die Gefäße des Gebens. Ihre Natur gleicht sich der Natur des Lichtes (OR) an, und sie können dieses Licht an die Völker der Welt weitergeben, und zwar in der passenden Form, damit die Völker begreifen, wie man aus der gegenwärtigen Krise herauskommen kann.

Hier gibt es ein sehr wichtiges Moment. Der Schöpfer, das umgebende Licht (Or Makif – O“M), leuchtet auch allen Völkern. Dadurch empfinden alle Menschen das Negative – Leiden und Probleme (–). Jedoch fühlen sie nicht, dass sie fähig sind, mit diesem Minus, mit diesem unerfüllten Verlangen (Chissaron) zu arbeiten. Sie bekommen keine Hilfe und keine Unterstützung von Oben. Das Positive wird nicht empfunden, es gibt keine Methode dafür. Und deshalb herrscht unter den Völkern der Welt der Hass gegenüber Israel, das sie bei jedem Unglück beschuldigen.

Es geht hier um die Gesetze und die Kräfte der Natur. Man kann nichts tun, denn sie haben auf diese Weise Geltung. Solange es Israel nicht gelingt, die vom umgebenden Licht aufgewachten Verlangen der Völker mit dem inneren Licht des Schöpfers auszugleichen, solange „das Minus“ der Völker nicht mittels des „Pluses“ seitens Israel neutralisiert wird, werden sie es ständig hassen und in allem beschuldigen – sei es in der Abwesenheit der Unterstützung, von deren Notwendigkeit sie vielleicht noch nicht wissen oder in allen empfundenen Leiden. An den Naturkatastrophen, Hunger, Krankheit – an allem werden die Juden schuldig sein, so wie es oftmals schon gewesen war. Alles entspringt dem Ungleichgewicht zwischen diesen Kräften, die wir harmonisieren sollen, damit wir nichts Negatives empfinden, sondern nur das Positive, was zum wirksamen Medikament gegen Leiden wird.

Eigentlich dreht sich alles nur um dieses Schema. Wenn in der Welt etwas Schlechtes passiert, dann sind daran tatsächlich diejenigen schuldig, die zur Kategorie Israel gehören, da sie der Welt kein kompensierendes Licht geben – und als Folge, zulassen, dass die schlechten Kräfte in unsere Welt wirken.

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Notstand“, 28.01.2013

Warum haben Juden eine lange Nase

Frage: Die Kabbala gibt Antworten auf allerlei Fragen. Haben Sie eine Erklärung dafür, warum die Juden auf  Ikonen und anderen biblischen Darstellungen immer lange Nasen haben?

Meine Antwort: Wie gesagt wird, gibt es dafür eine einfache Erklärung, Watson! Wir öffnen das Buch „Sohar, Kapitel Asinu, Punkt 149. Warum haben Juden eine lange Nase“ – und lesen: die Nase des Parzuf Atik der Welt Azilut ist lang und gestreckt, … weil sein Licht Chassadim in sich das Licht Chochma einschließt, das als lang bezeichnet wird (weil es alles verlängert, worin es sich befindet). Auch die Nase des Parzuf Arich Anpin ist lang, wenn er das Licht Chochma vom Parzuf Atik bekommt und dadurch leuchtet. Es bleibt die Frage, ob diese Tatsache zu beneiden ist oder nicht?

קמט) החוטם דעתיקא קדישא ארוך ומתפשט. ונקרא ארך אפים. חוטם דז״א קצר. וכשהעשן מתחיל לצאת בחפזון, נעשה הדין. ומעכב זה החוטם דעתיקא, החסדים שלו. הארת החכמה מכונה ארוך. וז״ש, חוטם דעתיקא קדישא ארוך ומתפשט, כי החסדים שלו כלולים מחכמה, הנקראת ארוך. אבל החוטם דז״א, כל זמן שלא נעשה היחוד דשמאל עם הימין, הוא קצר, שאין החכמה מאירה בו, להיותו מחוסר חסדים. אלא בזמן שמקבל חסדים מעתיקא, אז מתפשטת בו החכמה ומאירה.

Es ist an der Zeit, das Problem an der Wurzel zu packen

Die Forderung nach der Erreichung der  gegenseitigen Verbindung bedeutet nicht, dass ich lerne, dass ich meine Mitmenschen nicht betrügen darf, dass ich alle anlächeln soll und niemandem schaden darf. Die integrale Bildung muss ganz ernst genommen werden. Die ganze Natur ist ein geschlossenes System, das zum Gleichgewicht strebt. Wenn es an einer Stelle kalt und an einer anderen warm ist, setzt die Bewegung von Luftmassen ein, die zum Temperaturausgleich führt. Wenn der Atmosphärendruck einerorts größer und anderenorts kleiner ist, entsteht der Wind, der den Druck ausgleicht.

In unserem Körper sind alle Systeme ebenfalls ausgeglichen, und wenn etwas aus dem Gleichgewicht gerät, fühle ich mich sofort schlecht und krank. Alles muss ausbalanciert sein. Doch der Mensch in unserer Welt lebt nicht in Harmonie mit der Natur. Die ganze Natur befindet sich im Gleichgewicht, außer dem Menschen.

Die unbelebte, pflanzliche und tierische Stufe befinden sich in Harmonie mit der Natur, weil sie von natürlichen Instinkten gesteuert werden und keine Willensfreiheit besitzen. Sie verhalten sich so, wie die Natur es ihnen diktiert. Der Mensch jedoch besitzt die Freiheit und wütet in all seinen Wünschen und Gedanken. Seht nur, was er mit diesem armen Planeten gemacht hat.

Aus diesem Grund sind wir an einer Krise angelangt. Jetzt müssen wir verstehen, dass der Grund für die Krise in unserem Ungleichgewicht mit dem allgemeinen geschlossenen Natursystem liegt. Und das schließt nicht nur die Ökologie, sondern alle zwischenmenschliche Beziehungen mit ein. Wenn wir unsere Beziehungen zueinander korrigiert haben, bringen wir die ganze Natur  ins Gleichgewicht. Dadurch ergänzen wir die menschliche Stufe und führen die Natur zur Harmonie.

So ist das allgemeine Gesetz der Übereinstimmung der Eigenschaften, das Gesetz des Gleichgewichts aller Kräfte. Und wir, die menschliche Gesellschaft, verletzen dieses Gesetz beim Bestreben etwas an  uns zu reißen und beim Kampf gegen die Anderen. Wir haben die Welt zu einem Kampffeld, zu einem ununterbrochenen Krieg, in dem wir die Natur und uns selbst vernichten, verwandelt. Wie lange soll es noch so weitergehen?

Wir haben diesen Krieg Tausende von Jahren geführt und haben nun eine Grenzlinie erreicht. Die Natur zeigt uns, dass wir uns nicht im Gleichgewicht mit ihr befinden – das lässt sich überall erkennen: in der Umwelt, in der menschlichen Gesellschaft, in der Bildung, in der Kultur, in der Wissenschaft, in der Wirtschaft und in der Finanzwelt. In allem, womit sich der Mensch beschäftigt, befinden wir uns im Ungleichgewicht mit der Natur und miteinander. Das Ergebnis ist die allgemeine Krise. Niemand in der Welt weiß, wie sie gelöst werden kann.

Ich betrachte das Problem im Gazastreifen als einen Teil des allgemeinen weltweiten Problems. Denn in jedem Fall kehrt dieses Problem mit den Nachbarn in ein paar Jahren zu uns zurück, und in einem Jahr werden sie noch mehr Raketen als zuvor haben. Wenn wir dieses Problem endgültig lösen wollen, so müssen wir das Problem an der Wurzel packen. Lasst uns darüber nachdenken, welche Zukunft wir unseren Kindern bereiten. Deshalb müssen wir noch tiefer zu den Wurzeln vordringen, um  zu klären, ob das Problem zu lösen ist oder nicht. Das alles ist ein globales Problem mit dem Mangel an Gleichgewicht in der ganzen Welt, so auch in Israel. Und dieser Mangel an Gleichgewicht kann nur durch unsere gegenseitige Verbindung miteinander, die als gegenseitige Bürgschaft bezeichnet wird, korrigiert werden.

Das ist der Grund, warum wir diese Methodik, die auf den authentischen Quellen basiert, entwickelt haben und sie für alle anbieten. Sie erfordert kein Geld und keinen großen Kraftaufwand, ihr müsst lediglich auf die Internetseite http://www.arvut.org gehen und beginnen, sie zu lesen und zu lernen. Meldet euch bei uns und wir helfen euch bei allem! Und ihr werdet sehen, wie ihr in ein paar Wochen beginnt, die Welt umfassender und tiefer zu sehen, durch sie hindurchzublicken. Ihr werdet verstehen, was in der Welt geschieht, nach welchen Gesetzen sie in Wirklichkeit funktioniert. Das ist genau das, was allen großen Menschen, den Politikwissenschaftlern und Soziologen, fehlt – ihr werdet viel vorausschauender sein als sie.

Und dann wird euch klar, dass es wirklich eine Lösung für dieses irrationale Problem unserer Existenz auf dieser Erde gibt. Die inneren Prozesse innerhalb der israelischen Gesellschaft werden nicht die Raketen an sich, sondern die, die sie abfeuern, beeinflussen.

Auszug aus dem ersten Gespräch „Die Lösung liegt in der Vereinigung“, 18.11.2012

 

Die Erinnerung der Königin …

Sobald die Einheit des Volkes infolge des Versuches sich zu assimilieren zerstört wird – entfremdet sich der Schöpfer und flieht von ihm, so dass das Volk vertrieben oder sogar vernichtet wird. In ihrem spirituellen Exil haben die Juden vergessen, dass die Herzen der Herrscher der Welt sich in den Händen des Schöpfers befinden. Die spanische Königin hat sie daran erinnert!

Auszug aus dem Brief eines italienischen Juden, einem Augenzeugen der Vertreibung der Juden aus Spanien im Jahre 1492:

„… die Königin Isabella hat den Vertretern der Juden ihre Antwort gegeben, die der Aussage des Königs Salomon ähnlich ist (Mischlej 21:1):“ Das Herz eines Königs befindet sich in den Händen des Schöpfers, so wie die Ströme des Wassers es sind. Gott wird dieses Herz in die Richtung wenden, in die Er es haben will“. Die Königin hat von sich aus ergänzt:“Glaubt ihr wirklich, dass die Entscheidung euch zu vertreiben von uns kommt? Der Schöpfer hat eure Vertreibung in das Herz des Königs gelegt.“

Quelle: (Jacob Marcus, The Jew in the Medieval World: A Sourcebook, 315-1791, (New York: JPS, 1938), 51-55)

Ein durchaus rationales Wunder

Frage: Das Chanukka-Fest symbolisiert ein Wunder. Doch jetzt soll die gleiche Kraft zur Korrektur genutzt werden, was einen sehr rationalen Vorgang darstellt. Oder wird das auch wie ein Wunder geschehen?

Meine Antwort: Das Wunder besteht darin, dass sich die höhere Kraft im Inneren unserer Verbindung enthüllt. Wir verbinden uns nicht einfach so untereinander. Im Inneren unserer Verbindung enthüllen wir eine besondere Wärme, eine gemeinsame Form, die als Dasein wie „ein Mensch mit einem Herzen“ bezeichnet wird.

Und dann enthüllt sich in diesem Herzen, welches aus allen Herzen besteht, jene Kraft, die dazu in der Lage ist, uns zu einer höheren Stufe aufsteigen zu lassen. Einerseits ist das ein durchaus rationaler Vorgang, denn indem wir uns verbinden, erreichen wir die Harmonie, eine größere Übereinstimmung mit der Natur. Doch andererseits enthüllt sich nach unserer Vereinigung plötzlich eine zusätzliche Kraft zwischen uns, die es in unserer Welt nicht gibt, als Folge unserer Verbindung.

Diese Kraft enthüllt in uns neue Wahrnehmungsorgane und vollbringt das, was in unserer Welt unmöglich war – eine wahre Vereinigung, und zwar in solchem Grade, dass ich beginne zu spüren, dass die ganze Welt Teile meines Körpers darstellt. Fremde Menschen werden zu nahestehenden für mich, einfach zu einem Teil meiner selbst. Und das ist ein wahres Wunder.

Doch jeder kann dieses Wunder wie ein wissenschaftliches Experiment an sich selbst wiederholen und das gleiche Resultat erreichen. Das heißt, wir enthüllen dieses Wunder in der Praxis und doch geschieht es wie eine Entdeckung: „Ich habe mich angestrengt und gefunden“. Genau das bedeutet „einen Krug Öl für den geweihten Leuchter“ finden.

Auszug aus der Sendung „Wochenabschnitte der Tora“, 04.12.2012

Die Welt mit dem Schöpfer verbinden

Das Hauptprinzip, das wir immer als innerstes Ziel in uns präsent haben sollen, ist der Satz: „ Es gibt nichts außer Ihm“. Der Schöpfer ist der Grund für jeden Zustand, jeden Gedanken, jede Wahrnehmung, einfach für alles, was uns geschieht. Es gibt nur eine Kraft, die mich und die ganze Welt leitet, und es gibt nichts darüber hinaus.

Das bedeutet, dass ich mittels meiner Verbindung mit der Welt in jedem Moment, in jedem Ereignis und in jeder Handlung sowohl innerlich als auch äußerlich das wichtigste Verständnis erlangen muss, dass es „Niemanden außer Ihm“ gibt, im gesamten Weltkreis. Das nennt man Verschmelzen zum gemeinsamen Gefäß.  Dies ist unsere Arbeit, und es ist das, worauf wir uns konzentrieren.

Weil die Welt jedoch groß ist, beginnen wir in der Gruppe (1) und gehen dann zum Rest der Welt über (2). Ich muss mich mit der Gruppe bei verschiedenen Vorfällen und Problemen verbinden, und das sollte jetzt die wichtigste Sache für mich sein. Und wenn ich mich an die Gruppe wende, sollte ich dabei auch an die Welt als an die Fortsetzung meiner Arbeit denken.

 Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Die Rolle der Nation Israel“, 23.11.2012

 

 

 

 

Israel hat keine Zukunft ohne Vereinigung

In Israel wurde eine unrealistische Situation geschaffen. Was kann im Wesentlichen dem Volke Israel helfen, in seinem Land zu überleben? Nichts. Es lebt auf einer Insel in einem Meer von Hassern, die bereit sind, „es vollständig zu eliminieren“, so dass noch nicht mal eine Erinnerung daran bleibt.

In Ägypten zum Beispiel haben sie begonnen, über die Zerstörung der Pyramiden zu sprechen, ähnlich wie in Afghanistan, wo zwei gigantische Buddhastatuen zerstört wurden. Wer kann sich heute scheinbar noch mit diesen Pyramiden in Verbindung bringen? Es handelt sich um eine antike Kultur, die vor tausenden von Jahren existierte. Aber nein, sie haben die destruktiven Tendenzen nicht gestoppt; die Menschen wollen keine Spur von irgendwas hinterlassen, außer ihrer Religion. Buddha wird bis heute verehrt, aber die Pyramiden sind überhaupt keine religiösen Objekte. Trotzdem ist das sehr bedeutend und symbolträchtig.

Wie können wir in dieser Situation überleben? Es gibt keinen Ausweg. Als wäre  eine Wolke in die Gehirne der Israelis herabgestiegen, glauben sie, dass sie weiterhin im Land leben können. Aber das ist unmöglich. Aus logischer Perspektive haben sie keine Chance.

Die obere Führungsebene unterstützt jedoch noch die Hoffnung in den Menschen, weiterhin auf dieses Land bauen zu können. Auf diese Weise wird den Menschen Zeit gegeben, spirituelle Stärke zu gewinnen und von diesem Platz aus  die Korrektur für die gesamte Welt anzuziehen.

Diese Aufgabe wurde uns anvertraut. Wir rufen das Volk zur Vereinigung, welche das Problem lösen wird, auf. Und sie sagen: „Wie kommt es? Wie können wir durch Einheit erfolgreich sein? Was ist das, und wie hängt das mit den Raketen, die auf unsere Köpfe fallen, zusammen“?

Wir operieren mit einer Logik, die höher ist als die Logik ihres Lebens. Eine objektive Sicht zeigt klar, dass es hier keine Zukunft gibt. Unsere Herangehensweise, in ihren Augen „irrational“, ist rationaler und realistischer als die Illusion, in der das Land lebt. Lasst uns hoffen, dass die Menschen verstehen werden: In der Tat, in der  gegenwärtigen Situation gibt es nur eine Lösung, die Vereinigung.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 20.11.2012