Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Bildung&Erziehung'

Die Familie der neuen Ära

Frage: Was ist Familie vom Gesichtspunkt der Methode der integralen Erziehung und Bildung?

Antwort: Die Familie beinhaltet die Zusammenarbeit zweier Menschen, die ein gemeinsames Ziel haben, das sich außerhalb befindet. Die Eheleute bilden untereinander diesen Zustand, und wollen darin eintauchen, um tatsächlich ein integrales Ganzes zu erlangen. Dieses allgemeine Ganze, das auf einem Zusammenschluss von Menschen basiert, ist eben die Familie. Die gewöhnliche Zusammenarbeit, die Verbindung zweier Menschen auf der Stufe des gemeinsamen Haushalts darf man noch nicht die Familie nennen, weil sie sich darin nicht verbinden, sich gegenseitig nicht annullieren, kein gemeinsames Ganzes bilden und nichts Neues erschaffen. Auf dem physiologischen Niveau gilt als Familie Vater, Mutter und Kind. Das Kind ist etwas Neues,, das aus den Eltern stammt. Deshalb besteht die Familie aus beiden Eheleuten und dem dritten Bestandteil, den sie gemeinsam bilden.


Frage: Wenn es in dieser Familie den dritten, das Kind noch nicht gibt, kann man sie dann als Familie bezeichnen?

Antwort: Es handelt sich gar nicht um ein “materielles” Kind. Wenn die Eheleute keine verbindende Einheit teilen, dann gibt es eben keine Familie. Die dritte Komponente ist daher ihr Bündnis, ihr spirituelles Kind, für das sie leben. Es unterstützt und erwärmt sie, erhebt sie auf das nächste Niveau. Sie beginnen zu fühlen, dass sie dank dieser dritten Komponente eine ganz andere Existenz erlangen. Deshalb wird die Familie der neuen Gesellschaft nicht durch die Befriedigung der einzelnen Familienmitglieder auf dem materiellen Niveau der physiologischen Bedürfnisse existieren, sondern um einander die spirituelle Füllung zu geben. Ohne richtige Beziehungen in der Familie können wir auf das nächste Niveau der Menschheit nicht aufsteigen.


Frage: Vor wem oder wovor muss man sich in der Familie annullieren?

Antwort: Es ist nicht die bloße Annullierung, sondern das Verständnis, dass die Verbindung jenseits unserer persönlichen egoistischen natürlichen Eigenschaften und Anlagen liegen soll, weil diese gerade für unseren Aufstieg geschaffen sind. Deshalb sind die Eheleute die Partner, die einander in diesem Prozess helfen. [118725]

Auszug aus dem TV- Programm „Durch die Zeit“, 21.09.2013

Die Realisierung des universellen Problems

Frage: Die Ursache von Zusammenstößen und Konflikten zwischen verheirateten Paaren ist die Kollision zwischen ihren egoistischen Charakteristiken. Wie notwendig ist es, dass sie die Mechanismen dieser Charakteristiken erkennen und den Grund  verstehen, warum sie Konflikte haben und die Fähigkeit sich darüber zu erheben.

Antwort: Menschen müssen die Mechanismen der Interaktion von egoistischen Charakteren wissen, diese studieren und kontrollieren. Da Menschen nicht nur Interpreten sind, müssen sie ihren nächsten Zustand selbst kreieren. Deshalb ist das integrale Lernen ein seriöses Studium, das nicht nur Erziehung beinhaltet sondern auch Training. Wir erzählen ihnen über die Evolution der Familie: Warum sie eine Notwendigkeit für sie ist – warum sie geteilt ist in zwei Unternehmen – in zwei entgegengesetzten Streitkräfte – warum diese Objekte zusammen verbunden sind, wie sie dem eigenen Ego und dem des anderen trotzen können – und so weiter.

Hier arbeiten wir an einem universellen Problem im Fall von zwei jungen Menschen: Was zieht sie zueinander hin? Es sind die Hormone. Aber wenn du dich dem achtsam annäherst, wird sicherlich ein großes Problem der Kosmogonie gelöst. Ein Aufstieg auf die nächste Stufe der gesamten Menschheit, durch ein ganz normales Pärchen. Und dies hängt nur von ihrer Bewusstheit darüber ab, was sie zusammenfügen kann

Sie kommen speziell zu uns – da in diesem Moment die Natur alle Arten von Konflikten in ihnen bereitet – und wir müssen ihnen eine neue Bedeutung ihrer Existenz geben. Deswegen sieh dir das sehr seriös an: Letztendlich werden sie die nächste Stufe in sich erschaffen. Wie gesagt wird, „Ein Mann und eine Frau- die Shechina zwischen ihnen“, der nächste Level der Natur.

Und dann werden sie die ganze Zeit aufsteigen. Wenn wir einen Standard für sie etablieren und sie unterstützen, bekommt das Konzept der Familie eine komplett neue Bedeutung. Wenn sich eine öffentliche Meinung in der Gesellschaft bildet, die sie auf solche Weise verbinden lässt, wird sie das zu etwas verpflichten und unterstützen – es werden komplett unterschiedliche Beziehungen zwischen den Menschen entstehen.

Was ist das, das sie zusammenhält? Zuerst sind es die Hormone und nach einiger Zeit ist es die gegenseitige Verpflichtung. Wohingegen in der integralen Gesellschaft es für sie möglich ist, ein höheres Ziel zu erreichen – sie werden sich nicht länger trennen können. Sie werden sich mit anderen Augen betrachten und alles auf einer völlig neuen Stufe wahrnehmen: alles – das Heim, Sex und Unterhaltung – da sie beginnen, eine völlig neue Füllung zu bekommen.

Ich möchte dies nicht aus der Sicht der normalen Psychologie erklären, sondern aus der Sicht der egoistischen Psychologie, die sehr einfach alles auf den Punkt bringt – zur Quelle, dem Ego, das überwunden werden muss, ohne es zu zerstören; wir benötigen es sogar dafür, die nächste Stufe zu erreichen. Die reguläre Psychologie gibt einem Menschen eine „Substanz“, wohingegen integrale Erziehung und Information ihm die Möglichkeit geben, dieses Ego zum Aufstieg zu nutzen, ohne es zu vernichten. Auf diese Weise kann dieser Mensch spirituell wachsen. Und wenn er Spiritualität erfährt, kreiert er eine neue Gesellschaft, eine neue Gemeinschaft und ein neues Land. (118867)

Von Kab TV „Über die Zeit“ 9/21/13

Ohne Inneres Feuer gibt es keinen Erfolg

ravsdFrage: Wie kann man die Effizienz eines jeden Experten in integraler Erziehung für die maximale Verbreitung erhöhen?

Antwort: Die allerwichtigste Sache für den Menschen ist Anerkennung, Lob, Respekt und Mitgefühl der Gemeinschaft, in der er arbeitet. Im Prinzip wollen wir das Gleiche in jenen Institutionen oder Unternehmen, in welchen wir integrale Erziehung verbreiten und erklären. Wenn wir eine Gemeinschaft erreichen, bauen wir ein Netzwerk, so dass Menschen verbunden sind. Sie werden verstehen, wie sehr sie die Gemeinschaft inspirieren und ihr Auftrieb geben können – es wird viel komfortabler und einfacher für sie zu arbeiten – in dem Maß, wie sie sich selbst und die Atmosphäre in der sie existieren, verbessern können – werden sie sich freuen und sich glücklich damit fühlen. Wir brauchen diesen künstlichen Zustand, bis er ganz natürlich von selbst aus unserer inneren Verbindung entsteht.

Deshalb ist es notwendig, einen Verantwortlichen zu ernennen – als einen Initiator – der an alle Dinge bis ins letzte Detail denkt und der laufend am konstanten Aufstieg der Mitglieder der Gemeinschaft interessiert sein muss. Er muss spezielles Material auswählen und organisiert telefonische Treffen zwischen ihnen zur gegenseitigen Unterstützung über den Tag; es könnte sein, dass er einigen einen Clip senden möchte – es ist eine kurze Pause für 5 Minuten für ein freundliches Essen möglich – zur Stärkung der Einheit. Wir, die in der Verbreitung involviert sind, müssen verstehen, dass wir ohne inneres Feuer nichts an andere vermitteln können. Ein Mensch mit einer schlechten Laune, in einem persönlichen Abstieg, kann nicht arbeiten gehen. Deshalb benötigt er während dieser Abstiege die Gemeinschaft.

Es ist notwendig ihn zu erheben – zu seinen Füßen zu stehen – ihn zu ermuntern, ihn zu beleben. Und nur dann wird er mit innerer Energie erfüllt. Mit einer speziellen Atmosphäre der Verbindung kann er arbeiten gehen – unterstützend tätig sein – andererseits würde er die ganze Arbeit ruinieren.

Wir praktizieren das vor jedem Treffen mit einem Menschen, einer Gruppe von Menschen – sogar mit einem großen Publikum. Wir praktizieren und realisieren die permanente Verbindung zwischen uns. Bevor wir ein Studium beginnen, benötigen wir zuerst die Verbindung, um eine gemeinsame Motivation zu erreichen, ein Gefühl des Schutzes – der Sicherheit – ein Gefühl eines erhöhten Zustands. Wenn wir zu einer Gruppe von Menschen kommen, müssen wir das Gewicht unserer Erkenntnis demonstrieren, damit die Gemeinschaft denkt, wir würden auf einem höheren Level als der Rest stehen.

Nun verstehen wir, dass dies eine psychologische Arbeit ist – die Hauptsache ist jedoch, auf dem richtigen Weg voranzugehen. Es ist notwendig, dass hier eine Innere Explosion stattfindet, eine Art Feuer der Herzlichkeit zwischen uns. Wenn wir eine gemeinsame Aktion machen, müssen die Menschen fühlen, dass hier nicht drei Personen vor ihnen stehen, sondern eine einzige Einheit. Wir beginnen, mit der Gemeinschaft mit sechs Händen zu sprechen, wie ein Körper. Das ist es, wozu wir Euch verpflichten.

Deshalb dürfen wir keine Bewegung ohne das Gefühl der Verbindung und Einheit machen. Selbst wenn wir heute zuerst ein Team in einer Fabrik besuchen und danach in ein Büro zur Verbreitung gehen, benötigen wir es, um uns wieder zwischen beiden Events aufzuladen. (118059)

Aus Kab TV’s “Durch die Zeit” 9/17/13

Gesellschaftseinheit, in der sich alles konzentriert

Frage: Wie sollen die Beziehungen zwischen den Partnern in der integralen Familie sein?

Antwort: Die Beziehungen in der Familie hängen davon ab, welches Ziel wir uns setzen. Früher war das Ziel der Familiengründung der gemeinsame Haushalt, die physische Liebe, und in der integralen Gesellschaft werden die Menschen in erster Linie die Gleichheit der Eigenschaften bevorzugen: ob wir wirklich für die Vereinigung zueinander passen, um eine erfolgreiche Einheit – die Familie zu gründen?

Ich bin überzeugt, dass die Menschen ausgehend von diesen Eigenschaften, und nicht aufgrund der Physiologie, einander anschauen werden. Die physischen Eigenschaften werden auch berücksichtigt, weil unsere Welt nicht verschwindet, aber das Ziel der Familiengründung wird gerade die Möglichkeit der inneren Vereinigung sein.

Hier muss man sich schon mit den Tests beschäftigen, über die Probleme, über die Möglichkeiten der Persönlichkeitsforschung der Partner nachdenken. Das ist eine sehr ernste Arbeit, weil die Familie die kleinste und wichtigste natürliche Zelle der Gesellschaft ist, in der sich alles konzentriert: die Vereinigung der materiellen und spirituellen Welten. [118718]

Auszug aus dem TV-Programm „Durch die Zeit“, 21.09.2013

Ein Kollektiver Kochtopf

Frage: Einer der besten Wege, um Menschen miteinander zu verbinden, sind offene Dialoge an runden Tischen. Menschen, die sich kontinuierlich an Runden Tischen treffen, bauen gute Beziehungen auf und fühlen sich zueinander hingezogen. Müssen sie auch in Gruppen verbunden werden?

Antwort: Das wird sich natürlich ergeben. Bei Treffen an Runden Tischen muss man sich an  gewisse Prinzipien halten. Sie sind konzipiert worden, um Menschen einander näherzubringen und ihnen die Möglichkeit zu verschaffen, ihre Barrieren zu überwinden. Runde Tische geben die Möglichkeit, miteinander die Wahrheit in Klärung zu bringen, eine gemeinsame Lösung zu finden, aber auch eine gemeinsame Meinung zu entwickeln, ein gemeinsames Verlangen Verständnis und ein gemeinsames  Ziel zu erlangen.  Niemand unterdrückt den anderen, sondern alle ergänzen einander..

Zeitgleich verstehen Menschen,  die total verschieden sind, dass ihre Gegensätzlichkeit durch die Verbindung miteinander einen dritten Faktor  erzeugen  – ein gemeinsames Attribut, das auf eine  überraschend intensive Art und  Weise  sichtbar macht – durch den es ermöglicht wird,  zu guten Lösungen zu kommen. Die runden Tische sind ein Werkzeug, um eine Gesellschaft der gegenseitigen Bürgschaft zu bauen.

Als Ergebnis dieses Trainings erlangen Menschen das Bewusstsein, dass es durchaus möglich ist, miteinander zu leben, ohne  einander zu unterdrücken und dass  dazu der wichtigste Faktor ist, einander zu ergänzen. Dadurch wird eine gemeinsame Basis geschaffen, ein gemeinsames Feld, der Dritte Faktor; eine Art kollektives Mahl wird zubereitet, von dem sich alle ernähren können und Ihre Füllung erhalten.

Folglich wird eine spezielle Integrale Gesellschaft gebildet, in der alle in wechselseitiger Bürgschaft verbunden sind und die die Schwächen jedes einzelnen verstehen, wie in einer Familie,  die diese respektiert und ergänzt. Es stellt sich heraus, dass wir trotz unserer Unterschiedlichkeit ein gemeinsames Integral in unserer Verbindung finden, obwohl das Mittelmaß sehr kraftvoll ist. [117841]

Auszug aus dem  TV-Programm“ Durch die Zeit“ 15/9/2013

Unerwartete Offenbarung

Frage: Soll man den Menschen während den Unterrichten der integralen Bildung sagen, dass sie ein nicht korrigiertes Element der Natur sind, quasi dass sie selbst an allen Problemen im Leben schuld sind? Wird diese Wahrheit den Menschen nicht verwirren?

Antwort: Das wird aus zwei Gründen nicht geschehen. Erstens, weil die Menschen selbst zu dieser Schlussfolgerung im Laufe des Seminars kommen werden, weil ihr die richtigen, durchdachten Fragen in der richtigen Reihenfolge stellt. Dann wird es ihre persönliche Offenbarung sein. Folglich werden sie erkennen, dass nicht die Lektoren ihnen etwas beweisen wollen, sondern sie kommen selbst zur Erkenntnis.

Zweitens sollt ihr aus der Position eines Arztes sprechen, der dem Patienten über seine Krankheit erzählt und andeutet, dass er ein Medikament dagegen hat. Dann wird der Mensch angenehm überrascht sein, weil er sofort versteht, dass er auf ganz anderes Gesundheitsniveau aufsteigen kann.

Nur auf diese zwei Arten kann man den Menschen andeuten, dass sie ein nicht korrigiertes Element der Natur sind.

Im Allgemeinen beginnen wir niemals genau damit. Ich meine, dass man dem Menschen nichts Unangenehmes aber auch nichts Angenehmes sagen soll, denn er soll alles selbst enthüllen. Dann wird es seine Enthüllung, seine Empfindung und kein fremder Gedanke sein, der vorbeiflog, sondern sein eigener, den er in seinem Inneren gefunden hat. Folglich wird er diesen Gedanken schon besitzen und sich davon nicht trennen können. [118501]

Auszug aus dem TV-Programm „Durch die Zeit“, 20.10.2013

Auf der Welle der Empfindungsschwankungen

Frage: Die Menschen, die sich mit der Integralmethode beschäftigen, empfinden nicht nur positive sondern auch negative Zustände. Müssen sie diese Zustände unbedingt durchleben, oder kann man auf sie auch verzichten?

Antwort: Ich denke, dass man die negativen Zustände nicht umgehen sondern sie richtig erforschen soll, weil es unsere Natur ist, die auf diese Weise gezeigt wird. Unsere negative Natur wird uns deshalb offenbart, dass wir erkennen: Wir müssen uns über sie erheben!

In der Empfindung der negativen Zustände soll der Mensch wie der Sportler sein Vergnügen finden, der Schmerz und Hindernisse überwindet. Die Empfindung des Erfolges bei der Überwindung ist für ihn wichtiger als die Empfindung des Schmerzes. Das heißt, die Wichtigkeit des Ziels (die eigene Veränderung) überwiegt die unangenehmen Empfindungen, die wir auf unserem Weg erproben.

Obwohl wir über solche Empfindungen im Voraus nicht sprechen sollen, müssen wir immer versuchen, sie zu verbessern (nicht auszugleichen, sondern nur zu verschönern). Wir sollen den Menschen sofort andeuten, dass wir auf diese Weise unser Wesen erforschen und später sollen wir unsere Schüler schnell ins Seminar, in die Erörterung einführen.

Danach wäre als Hausaufgabe zum Beispiel wünschenswert,  alle negativen und positiven Empfindungen aufzuschreiben, und diese zum folgenden Unterricht mitzubringen. Die wichtigsten Schlussfolgerungen des Menschen soll man wiederum während des Seminars besprechen, weil möglicherweise seine Empfindungen auch alle anderen hatten. Ihr sollt gemeinsam eure Zustände besprechen: „Was empfinde ich? Wofür? Was bringen mir solche Empfindungen im Leben? Möglicherweise wäre es besser, wenn ich etwas anderes fühlen würde? Oder ist es doch besser, diesen Zustand zu empfinden?“. Wenn die Krankheit da ist, wird sie um Vieles stärker empfunden, als während der Anfangsperiode.

Deshalb ist es notwendig, dass die Menschen alle Probleme tief empfinden und aus eigener Erfahrung zur Lösung untereinander kommen. Der Ausbilder leitet das Gespräch und gibt das Besprechungs- thema vor, die Strömung des Gespräches, sowie die Schlussfolgerungen sollen die Teilnehmer selbst machen. Dann wird es tatsächlich ihr Begreifen, ihre Offenbarung! Als ob sie selbst ein neues Naturgesetz, eine neue Wechselwirkung offenbart hätten, was früher niemand von ihnen beobachtete, und was sie jetzt gemeinsam offenbaren.

Das sind sehr ernste Dinge! Wir sollen sie aufzeichnen, bearbeiten und Aufzeichnungen aus den Gesprächen während der Seminare machen, damit andere Menschen auch solche Besprechun- gen durchführen, daraus lernen, etwas ergänzen. Folglich wird daraus die feinere, wirksamere Methode der Integralerziehung entstehen. [118312]

Auszug aus dem TV-Programm „Durch die Zeit“ №2, 17/9/13

Weltanschauung oder Hobby?

Frage: Könnten Berufe oder Hobbys der Menschen zur formalen Merkmalen einer integralen Plattform werden?

Antwort: Alles hängt davon ab, nach welchem Merkmal die Menschen integriert sein wollen. Die gewöhnlichen Menschen nähern sich einander nach privaten Interesse an, zum Beispiel Radfahrer, Schlittschuhläufer, Tänzer usw.. Das ist natürlich kein Runder Tisch mehr.

Ein Runder Tisch charakterisiert sich dadurch, dass im Laufe der Erörterung verschiedener Themen (z.B. Kindererziehung, Eheleben, Leben in der Gesellschaft) zwischen den Menschen eine gemeinsame Weltanschauung entsteht.

Es können Menschen sein, die in einem Kollektiv arbeiten und sich wünschen, eine gemeinsame Sprache zu finden – was heute ziemlich schwierig zu realisieren ist. Das heißt, eine integrale Vereinigung entsteht durch die Annäherung der Menschen entsprechend ihrer Weltanschauung – und nicht durch ihre Interessen und Hobbys. [117845]

Auszug aus dem TV-Programm „Durch die Zeit“, 15/9/13

Duty-Free Zone in der Mitte Tiferet

Frage: Warum braucht der Schöpfer das Übergangsglied – Israel zwischen Ihm und Seinem Geschöpf?

Meine Antwort: Das eigentliche Material ist Malchut, das Verlangen zu genießen und nichts mehr. Dieses Verlangen kann nur auf die angenehme oder unangenehme Einwirkung reagieren, und das auf die vorgegebene und direkte Weise. Es kann keine Erneuerung in der Natur hervorrufen.

Wenn ich ein mechanisches, elektrisches System aufgebaut habe, das auf meine Einwirkungen reagiert, dann heißt es noch lange nicht, dass ich ein neues Geschöpf erschaffen habe. Denn dieses System ist entsprechend meinem Vorhaben, meinem Gefühl, meiner Vernunft und Beziehung aufgebaut. Wenn ich alles richtig aufgebaut habe, wenn ich – sein Schöpfer bin und dieses System vollständig in meinen Händen ist, dann ist es nur ein Teil von mir und darin gibt es nichts Neues. So wollte ich, und so habe ich auch getan.

Deshalb heißen die unbelebte, pflanzliche, tierische Natur und die Menschen, die eine äußerst materielle Existenz führen, nicht die Schöpfung, weil sie von oben direkt gelenkt werden. Wenn man sie “gestochen” hat – dann schreien sie: „Oh!“, hat man sie geschmeichelt – sie genießen: „Ah…“. Und außerdem können sie nichts tun – entweder das Leiden, oder den Genuss empfinden.

Die Reaktion auf das Leiden oder den Genuss ist offensichtlich und ist bezüglich jederman im Voraus vorherbestimmt. Aber wo gibt es hier das wahre Geschöpf?

In jedem Geschöpf gibt es einen Teil vom Schöpfer, weshalb in seinem Inneren schon eine gewisse Opposition, ein Widerspruch, ein Bruch, eine Differenz (delta) zwischen den Eigenschaften des Schöpfers und der Schöpfung sichtbar wird. Wenn wir mit diesen zwei Teilen richtig arbeiten können, dann entsteht dazwischen eine Stelle der Freiheit des Willens – ein besonderer Raum, in welchem wir vom Schöpfer und vom Seinem geschaffenen Material nicht abhängen, sich auf der Grenze zwischen ihnen befinden.

Dieses Niemandsland heißt „das mittlere Drittel Tiferet“. Gerade dieser Raum ist das wahre Geschöpf. Wir müssen solch einen Zustand erreichen, und wir verstehen schon, wo wir ihn suchen können, wie man sich darauf einstellen kann. Irgendwo in der Mitte, zwischen dem Schöpfer und dem Geschöpf (es geht hier aber nicht um das wahre Geschöpf, sondern um das Material der Schöpfung), gibt es einen solchen Zustand, der beide diese Gegenteile beinhaltet und zur gleichen Zeit von keinem von ihnen abhängt.

Für uns ist es unverständlich, wie so etwas existieren kann, aber allmählich erreichen wir solch einen Zustand. Indem wir mit dem breiten Publikum arbeiten, arbeiten wir mit dem Material der Schöpfung. Und der Schöpfer ist jene Kraft, mit deren Hilfe wir die Handlung erfüllen wollen. Deshalb entstehen infolge solcher Handlungen aus uns „die Geschöpfe“. Es gab so etwas in der Geschichte niemals, dieser Prozess beginnt erst heutzutage. Erst dann können wir die Menschen, die Söhne Adams heißen – die dem Schöpfer „ähnlich “ (dome) sind – werden.

Auszug aus der Vorbereitung zum Unterricht, 26.08.2013

Die Einheit ist eine neue Struktur der Menschheit

Frage: Was ist die Verbreitung der Wissenschaft für die Massen?

Meine Antwort: Wenn ein Schüler zu mir kommt, will er, dass es ihm gut geht. Und er versteht, dass das Begreifen des Sinnes des Lebens für ihn gut ist, das, was höher als das Leben ist. Er will mit den Gefühlen und dem Verstand bis zu diesem Begreifen aufsteigen und es bekommen.

Für 7 Milliarden Menschen besteht der Sinn des Lebens darin, das Niveau des Reichtums, des Ruhmes, der Macht, der Gesundheit, des Wissens – alles, was eine Füllung ihrer Wünsche ist, zu erreichen. Und sie versuchen es mit allen möglichen Methoden: mit religiösen, wissenschaftlichen, philosophischen, psychologischen, technologischen und finanz-ökonomischen Lösungen. Aber nichts wird gelingen. Das ist eben das, was sie Krise nennen.

Und für uns bedeutet die Krise eine Geburt. Doch das Wort „Krise“ hat einen zweifachen Sinn: es ist sowohl das Fallen, als auch die Geburt des Neuen. Aber die Menschen begreifen das nicht.

Nachdem sie an allen Lösungsversuchen vollständig verzweifelt sind, können wir ihnen erklären, dass wir eine Methodik haben, mit der sie alles erreichen können, was sie wollen: Gesundheit, Macht, Ruhm, Reichtum, Ernährung, Familie und Liebe. Sie bekommen alles, was sie in dieser Welt brauchen – das irdische Paradies. Aber dafür müssen sie sich vereinigen.

Und sie beginnen sich einfach aus der Ausweglosigkeit heraus zu vereinigen: allmählich, unmerklich, mit kleinen Schrittchen. Dabei werden sie sofort ein positives Ergebnis empfinden.

Mit der Vereinigung bauen sie eine ganz neue Struktur der Gesellschaft, ihre Einheit ist doch eine neue Struktur der Menschheit. Es entsteht eine ganz neue integrale, globale Analogzivilisation. In dieser Vereinigung beginnen sie die Erscheinungsform der integralen Kraft, die sie angeblich schaffen, zu empfinden.

In Wirklichkeit streben sie nur nach der Verbindung untereinander, und diese Kraft zeigt sich gerade in ihren Versuchen der Vereinigung. Es ist dieselbe Höchste Kraft, die auch auf uns einwirkt. Aber sie machen das aus ihrem Streben heraus und wir – aus unserem. Deshalb entsteht bei uns die genauere, die allgemeine Arbeit: die Abstürze und die Aufstiege. Sie haben das nicht, sie haben nur die Vorwärtsbewegung.

Dabei werden sie ständig den Zustand des Aufstieges empfinden, sie haben doch keine linke und rechte Linie. Bezüglich dieses Punktes werden sie die Schwingungen fühlen und die ganze Zeit über wird es ihnen gut gehen.

Sie werden zu uns kommen und es wird ihnen klar sein, dass sie sich ohne ständige Seminare, ohne Beschäftigung mit der Integralbildung und der Integralerziehung nicht bewegen können. Wenn sie sich aber vorwärts bewegen, beginnen sie plötzlich das Licht statt der Finsternis, des Fallens und des Ruins vor sich zu sehen. Das ist eben die Verbreitung. So wird es bis zur vollständigen Korrektur gehen.

Auszug aus dem TV- Programm „Das Geheimnis des ewigen Buches“, 24.06.2013