Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Wie man innerhalb der Familie mit Kritik umgehen soll.

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Zusammenfassung

Unser wachsendes Ego hat zur Folge, dass wir unsere Kinder für das kritisieren, was wir selbst nicht erreichen. Die Kritik sollte minimal sein, sie sollte unterstützend Grenzen aufweisen, die wir für unsere familiären Anforderungen festlegen. Das Kind sollte für sich lernen, wie es seinen Sinn für Kritik richtig aktiviert, damit die Struktur innerhalb der Familie erhalten bleibt. Wenn es nicht selbstkritisch ist, wenn es gegen die bestehenden Regeln der Familie angeht, dann werden wir Eltern behutsam Hilfsmittel anbieten, damit es selbstkritisch wird.

Es ist wichtig für ein Kind zu wissen, dass es seine Familie für sein ganzes Leben hat und wenn es gegen die bestehenden Regeln in der Familie angeht, es die richtige Beziehung mit ihnen verliert. Die wichtigste Regel ist es, mit seiner Familie verbunden zu sein; dies ist der höchste Wert. Wenn sich das Kind in seiner Familie in einer unakzeptablen Weise verhält, verliert es die Verbindung und die Sicherheit, dies wird es wieder auf den richtigen Weg bringen. Die Familie ist die wesentlichste Verbindung in der Natur, wir sollten sie nicht zerstören. Eltern bringen neues Leben und wenn sie sich trennen, zerstören sie die gute familiäre Beziehung der Kinder.

Wir benötigen Vorbereitung um zu wissen, wie wir jemanden mit Liebe kritisieren können und dabei eine gute Stimmung behalten. Zum Beispiel, wie verhalten wir uns zu einem Kind, welches nicht für eine Prüfung gelernt hat? Wir drücken unsere familiären Erwartungen aus, dass das Kind erfolgreich sein wird; wir helfen beim Lernen und versprechen eine mögliche Belohnung.

Um das zu tun, müssen wir stufenweise familiäre Normen erstellen: jeder sagt, wie er in der Familie mitwirken möchte. Die Familie wird täglich zu einer bestimmten Zeit an alle ihre Anerkennung und Dank für die geleisteten Beiträge ausdrücken, auch wenn es künstlich und gestellt wirkt. Es ist wichtig, jeden Tag eine neue Seite aufzuschlagen, ohne die Ereignisse des vorherigen Tages zu erwähnen; wir können uns treffen und uns einen Kuss geben und so weiter. So können wir Grundsätze, Vereinbarungen, Regeln und Beispiele anbieten. Das persönliche Beispiel hat mehr Einfluss als Wörter. Wenn ich kritisiere, sollte ich mich selbst beschränken, mich freundlich annähern und fragen: „Mit welcher Absicht hast du das getan?“ Damit drücke ich nicht meine Einstellung über das Geschehene aus. Stattdessen kläre ich mit dem Kind sein Verhalten über das, was es getan hat und was seine Absicht war. Ich helfe ihm mit Liebe zu klären, was es getan hat und was es dabei gemeint hat. Auf diese Weise bringe ich ihm bei, wie es selbstkritisch sein kann.

Aus KabTV „Neues Leben“, 2/2/16

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Die Wahrheit über die Wirklichkeit

Im Hebräischen bedeutet Kabbala „Empfangen“. Doch Kabbala ist nicht nur empfangen. Es ist eine Methode, die uns lehrt, wie wir „richtig“ empfangen. Kabbala hilft Ihnen dabei, herauszufinden, wo Sie sich tatsächlich befinden. Sie zeigt die Grenzen der fünf Sinne und eröffnet Ihnen die Möglichkeit, einen „Sechsten Sinn“ zu entwickeln.

Dieser Sechste Sinn bereichert nicht nur Ihr Leben, sondern öffnet ebenfalls die Tür zu einer „schönen neuen Welt“. Darin gibt es weder Tod, noch Leid oder Schmerz. Und das Beste daran ist, dass Sie dafür nichts aufgeben müssen: man muss nicht sterben, um dorthin zu  gelangen; man muss weder fasten noch sich sonst irgendwie einschränken. Kurz gesagt entfernt Sie die Kabbala nicht von Ihrem normalen Leben; sie fügt allem, was geschieht, eine neue Bedeutung und Kraft hinzu. Ja, es stimmt, Kabbalisten genießen ihr Leben in vollen Zügen.

In seinem Essay „Das Wesen der Weisheit der Kabbala“ definiert Baal HaSulam die Kabbala wie folgt: Die Kabbala ist nicht mehr oder weniger als eine Folge von Wurzeln, die durch Ursache und Wirkung nach festgelegten Regeln absteigen und ein einziges erhabenes Ziel formen, das als „die Enthüllung Seiner Göttlichkeit an Seine Geschöpfe in dieser Welt“ beschrieben wird.

Empfangen – Entdeckung der Kraft des Gebens

Um die Art des Genusses zu verstehen, den ein Kabbalist empfängt, muss man zunächst die kabbalistischen Konzepte kennen: In der gesamten Wirklichkeit gibt es nur eine einzige Kraft – die Kraft des Gebens. Sie erzeugt „etwas“, das ihre Geschenke zu empfangen vermag. Die gebende Kraft wird in der Kabbala „Schöpfer“ genannt und das Erschaffene „Schöpfung“ oder „Geschöpf“. Das Geschöpf sind wir, die Menschheit als Gesamtes und jeder von uns persönlich.

Dieses Geschöpf durchläuft einen Prozess des Lernens und der Entwicklung und entdeckt am Ende seiner Reise die volle Pracht und Größe seines Erschaffers. Baal HaSulam erklärt, dass diese Enthüllung des Schöpfers an Seine Geschöpfe das Wesen und der Sinn der gesamten Schöpfung sind.

Aus dem Buch „Die verborgene Weisheit der Kabbala“.

Die Kabbala ist die Wissenschaft über die Liebe

„Ich schuf den bösen Trieb und die Tora zu dessen Korrektur“ – in diesem Ausspruch über die Tora liegt das ganze Vorhaben der Schöpfung. Und deswegen ist die Nächstenliebe das Hauptvorhaben und das Ziel der Tora. Und das Ziel der Schöpfung besteht darin, alle zur Verbindung, die Liebe heißt, zu bringen. Deshalb entwickelt der Schöpfer den Egoismus bei den Menschen ständig, damit sie die Notwendigkeit der Vereinigung zuerst für das eigene Überleben begreifen und den Kontakt mit Ihm suchen sollen, und erst dann für den höheren Sinn.

Die Kabbala ist als eine Lehre aus unserer Welt verschwunden, um den Egoismus 2000 Jahre lang wachsen lassen, damit es etwas zu korrigieren gibt. Es wurde vorausgesagt, dass das für die Korrektur notwendige Niveau der Selbstsucht Ende des 20. Jahrhundert (1995) erreicht sein wird.

„Liebe den Nächsten“ bedeutet die Vereinigung mit dem Nächsten, wenn jeder gegenseitig den anderen erfüllt. Das heißt, unter Liebe wird nicht der Genuss aus der „Nutzung“ des anderen, sondern die Erfüllung der erhabensten Wünsche des anderen Menschen verstanden. In diesem Fall erweckt die Liebe eine volle Vereinigung aller Menschen in einem System namens „Adam“.

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Über das Bedürfnis, andere zu kritisieren

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz, Neues Leben #684

Zusammenfassung

Es ist ganz natürlich, andere zu kritisieren, weil wir alle Egoisten sind. Jeder will der King sein und herrschen und sogar in der Schule können wir bereits sehen, wer die kritisierenden und schlauen Kinder sind. Diese Qualitäten begleiten sie in wichtige Positionen tw. von internationalem Niveau. Je stärker das Ego eines Menschen wächst, umso größer empfindet er den Unterschied zu anderen und umso größer ist seine Kritik an anderen.

Heute erlauben uns die sozialen Netzwerke und das Internet, alles zu kritisieren und alles zu äußern, was uns durch den Kopf geht, um Dampf abzulassen. In Zukunft wird das Ego sogar noch komplexer sein, der Stolz wird wachsen, und nur sehr wenige Menschen auf der Welt werden sich normal verhalten. In den ersten Tagen der Menschheit war das Ego kollektiv, aber da sich das Ego immer weiter entwickelt hat, fühlte jedes Stammesmitglied die Trennung voneinander. Der kritische Geist entwickelte sich weiter, um die Menschen voneinander zu trennen, bis zu unserem gegenwärtigen Zustand, wo jeder jeden hasst.

Ein Mensch attackiert denjenigen, der ihn kritisiert, während er sich selbst herausnimmt, jeden zu kritisieren, da er sich für den Schlaueren hält. Auf der nächsten Stufe der egoistischen Entwicklung wird sich der Mensch so weit entfernt von anderen fühlen, dass er mit ihnen nichts zu tun haben möchte, weder in wirtschaftlichen noch irgendwelchen anderen Belangen. Jeder von uns wird alleine zuhause sitzen und Maschinen werden die Arbeit für uns erledigen. Die Menschen werden sich noch nicht einmal sportlich betätigen, alles wird einfrieren.

Konstruktive Kritik kann es nur bei einem Menschen geben, den wir lieben, aber heutzutage hasst jeder jeden. Wenn sich jeder isoliert und einsam fühlt, und die Frage „Wofür lebe ich?“ in ihm erwacht, dann wird es zur Korrektur des Egos kommen.

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Frieden von Selbstkritik

Zum Video in englisch: Hier klicken.

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Tal Mandelbaum ben Moshe

Zusammenfassung

Bis heute hat uns Kritik dabei geholfen, uns zu entwickeln. Heutzutage gibt es keine richtige Kritik mehr. Jeder „flippt“ gleich über die Schlechtigkeiten der anderen aus. Selbstkritik ist die notwendige Fähigkeit, Dinge ohne Vorurteile, von der Seite aus, zu bewerten. Heute kann keiner mehr mit einem anderen auskommen; keiner ist in der Lage, wertvolle Kritik anzunehmen. Die Menschheit versteht nicht, was passiert; die Selbstzerstörung und das Scheitern der Familieneinheit schreiten voran.

Das System der Selbstkritik baut sich bei einem Menschen der Kabbalist ist in Übereinstimmung mit dem höheren Wert „du sollst deinen Nächsten wie dich selbst lieben“ auf (Leviticus 19:18). Der Mensch zieht mit Hilfe der Methode der Weisheit der Kabbala das erneuernde Licht an. Wenn er durch ausreichend Selbstkritik die positive Kraft, entgegen der schlechten Kraft anzieht, wird ihm die richtige Perspektive gezeigt.

Die einzige Sorge des Menschen sollte es sein, wie er die positive Kraft, welche in der Natur verborgen ist, anzieht, um ein Gegengewicht zum Schlechten in ihm zu schaffen. Nur dann wird die menschliche Selbstkritik nützlich sein.

Von KabTV`s „Neues Leben“ 4/2/16

Kabbala – weil wir sie jetzt brauchen


Kabbala – weil wir sie jetzt brauchen

Die Kabbala verfolgt nur einen einzigen Zweck: Sie bietet einen Ansatz, der dem Menschen hilft, den Sinn seines Daseins zu verstehen. Heute fragen sich mehr Menschen als je zuvor nach dem Sinn des Lebens. Kabbala ist eine Lehre, die Einblicke und neue Perspektiven in das Leben bringt. Dies wiederum führt zu spiritueller Erfüllung und scheint der Grund für die heutige Beliebtheit der Kabbala zu sein. In Die Lehre der Zehn Sefirot, einem ausführlichen Kommentar zu den Schriften des ARI, schrieb Baal HaSulam, dass man dann bereit für die Kabbala sei, wenn man

  • sich manchmal fragt, wozu das Leben dient
  • sich wundert, warum man selbst und alles andere existiert
  • nicht weiß, warum das Leben zeitweise so schwierig ist.

Die passende Weisheit für die heutige Zeit

Im Kreislauf des Lebens hat jedes Teilchen seine spezielle Funktion. Kein Teil der Schöpfung kann tun und lassen, was er will, denn das Wohlergehen des Individuums hängt vom Wohlergehen des Kollektivs ab. Das Gesetz der wechselseitigen Abhängigkeit bedingt, dass kein Geschöpf ein anderes übervorteilt, denn jeder zugefügte Schaden fällt auf es selbst zurück.

Der Mensch ist die Ausnahme von dieser Regel, obwohl natürlich nicht alle Menschen rücksichtslos handeln und sich dadurch auch selbst Schaden zufügen. Wir versuchen, unsere Umgebung oder unsere Mitmenschen zu beherrschen und glauben, dass wir sie in die Form zwingen können, die uns gefällt. Doch ein kurzer Blick auf die Nachrichten zeigt uns das Ergebnis solcher Versuche; alles, was wir dadurch erreichen, ist Unglück für uns selbst und andere. Wie wir in Teil Drei zeigen werden, wurde nichts ohne Grund erschaffen, nicht einmal die menschliche Zerstörungswut.

Diese scheint eine große Bedrohung für unsere Umwelt zu sein. Daher verwundert es nicht, dass sich die Menschen heute mehr denn je die Sinnfrage stellen. Die Weisheit der Kabbala kann uns zwar nicht dabei helfen, diese Frage bis ins Letzte zu beantworten, sie bietet aber Mittel zu einer tiefergehenden Untersuchung.

Wenn Menschen begreifen, dass Reichtum, Sex und Macht sie nicht zufriedener machen, fragen sie sich nicht länger nach dem Wie sondern mehr nach dem Warum. In solchen Zeiten haben daher viele Lehren, die Antworten auf das Warum geben, gute Chancen auf Popularität. Da Kabbala sich speziell mit der Frage nach dem Sinn des Lebens befasst, überrascht es nicht, dass viele Menschen sie attraktiv finden. Ihre Beliebtheit bei Prominenten trägt zusätzlich zu ihrer Verbreitung bei.

Aus dem Buch: „Die verborgene Weisheit der Kabbala“

Wie man ein guter Mensch sein kann

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levy und Tal Mandelbaum Ben Moshe

Zusammenfassung

Wenn die Menschen sehen werden, dass es unmöglich ist, so weiter zu leben wie wir es heute tun, wird sich die Situation zum Besseren verändern. Die Erkenntnis des Bösen in unserer Situation kann durch das Leben selbst kommen, und das wird schmerzhaft sein, oder durch die Entwicklung unseres Bewusstseins. Ein gutes Beispiel für die Entwicklung des Bewusstseins durch Leiden kann man schon in der globalen Kampagne gegen das Rauchen sehen. Verborgen in der Natur gibt es eine versteckte, positive Kraft, die den bösen Trieb in uns ausgleichen kann, und die Weisheit der Kabbala ist ein Mittel, um sie zu entdecken. Die positive Kraft wird Licht genannt, und dieses Licht macht es möglich, dass ein Mensch seine bösartige Natur kontrollieren lernt und das Gleichgewicht erreicht. Wenn wir die verborgene positive Kraft in unser Leben bringen wollen, ist es sinnvoll, sich der Weisheit der Kabbala anzunähern.

In den Gesprächskreisen, die nach der Methode der Kabbala durchgeführt werden, werden 10 Menschen zusammen zu einem Detektor der positiven Kraft. Die Gesprächskreise der Kabbala sind ein Mittel, um die verborgene gute Kraft in der Natur in uns zu wecken und das Gleichgewicht zu erreichen. Wenn wir Verbindung und Liebe in Israel aufbauen, wird niemand uns schaden wollen; es wird wahre Sicherheit für uns bringen. Warum? Das ist wie ein Körper in Homöostase, in der Krankheiten kaum Chancen haben, da das Immunsystem im Ausgleich ist. Wenn wir untereinander im Gleichgewicht sind, werden die Kritiker von heute unsere Freunde werden; sie werden fühlen, dass es gut ist, mit uns zu sein.

Ein Mensch, der einen Gesprächskreis im Fernsehen oder im Internet zusieht oder der unseren Gesprächen zuhört, kommt dem Gleichgewicht näher. Die gute Kraft gleicht das Böse in uns aus und bringt Gesundheit, Ruhe, Schutz, eine gute Einstellung und Weisheit auf allen Ebenen. Doch letztendlich stehen wir vor schwierigen Situationen; wir müssen lernen, das Böse in uns auszugleichen. Kabbala ist die Methode, mit der wir dies erlangen können.

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Die Tür zur Wissenschaft Kabbala

Frage: Wo überschneidet sich die Kabbala mit dem einfachen Leben?

Meine Antwort: Sie überschneidet sich nicht. Das einfache Leben fließt in der Kabbala. Wie zum Beispiel die Atmosphäre die Erde umgibt, so ist die Kabbala auch einer Atmosphäre vergleichbar, die unser Leben umgibt. Die Kabbala ist ein System, in dem wir existieren und es hängt nicht davon ab, ob wir davon wissen oder nicht, oder irgendwelche Vorstellung darüber haben oder nicht. Die Kabbala ist ein Steuersystem unserer Welt.

Frage: Jede Wissenschaft muss das Leben des Menschen erleichtern. Kann man das auch über Kabbala sagen?

Meine Antwort: Es gibt Leute, die sich mit Kabbala beschäftigen, weil sie etwas verstehen und erkennen wollen – das sind Philosophen. Die Kabbala wird auf 1800 Fakultäten der Welt studiert, jedoch nur aus der Sicht der Philosophie, ohne praktische Anwendung. Aber es gibt auch Menschen, die Kabbala studieren, um sie praktisch anzuwenden. Sie heißen Kabbalisten. Im Prinzip beschäftigt sich Kabbala damit, dass sie uns die Lenkung unserer Welt enthüllt. Und deshalb beginnt der Mensch zu sehen, zu verstehen, zu spüren und prüft sich selbst, die Umgebung und die Umwelt, ob es so wirklich ist. Der Mensch, der die Kabbala studiert, wird zum „Naturforscher“.

Frage: Wie kann man in die Kabbala eindringen? Wo ist diese Tür, an die man klopfen kann? Muss man eine Adresse kennen und kann man allein kommen?

Meine Antwort: Als ich ein Teenager war, war ich von Physik und Elektronik begeistert. Dann erschienen Computer, und ich interessierte mich für sie und studierte diesen Beruf an einer Hochschule. Dann fand ich, dass nicht die Computer, sondern ihre biologischen Modelle interessant sind, und ich begann mich mit der Biokybernetik zu beschäftigen. Der innere Wunsch führt den Menschen durch das Leben. So ist es auch in der Kabbala. Die Menschen kommen von weitem, sie verstehen nicht wie und warum; sie haben einfach etwas über die Kabbala gehört, interessant gefunden, ein Buch gelesen oder die Bekannten haben davon erzählt und so weiter. Zur Kabbala kommen unbewusst jene, die nach dem Sinn des Lebens suchen.

Frage: Aber es ist die Frage, auf die es keine Antwort gibt. Und wenn die Kabbala diese Antwort gibt, dann wahrscheinlich, auch nicht sofort?

Meine Antwort: Man kann sofort hören, aber nicht sofort begreifen. Um den Sinn des Lebens zu begreifen, muss man „das Salz schmecken“.

Aus dem Webinar auf zahav.ru, 10.02.2016

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Die Wurzel des Rassismus

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

Zusammenfassung

Die Unterschiede der Hautfarbe sind tief in der Natur verwurzelt: Schwarz, weiß, gelb und rot. Das Problem des Rassismus kann wegen dieser tiefen Verwurzelung nicht gelöst werden. Alles, was wir durch die Kraft des Lichts, welches erneuert, erreichen können, ist eine vollständige Behandlung und Erziehung zur „Liebe deinen Freund wie dich selbst“. Von Natur aus möchte unser Ego über anderen stehen,  sich einzigartig und erhaben fühlen. In der Materie gibt es in der Entwicklung vier Phasen und daher gibt es bei den Menschen vier Farben: weiß, schwarz, gelb und rot. Diese Teilung in vier Anteile existiert in jedem Detail und stellt die allgemeine Formel der Schöpfung dar (Yod-Hey-Vav-Hey). Es ist daher unmöglich, jeden gleichermaßen zuzuordnen, dies wird nur durch den Aufstieg unserer gemeinsamen Wurzel möglich. Wie bei einer Mutter, die vier Kinder hat, weiß, schwarz, gelb und rot, sie alle stammen von ihr ab. Ein Mensch schaut auf einen anderen und spürt dabei einen Unterschied. Keine gewöhnliche Ausbildung oder Rechtssprechung kann dies auflösen.

Moderne Entwicklung findet zuerst zwischen weißen, dann zwischen den gelben, roten und schließlich zwischen den schwarzen Menschen statt. Es ist nicht damit gemeint, dass einer besser als der andere ist; es ist einfach das Gesetz der Entwicklung. In der egoistischen, menschlichen Geschichte, haben die weißen Menschen immer andere dominiert und sich von ihnen distanziert. Sie versuchen die negative Haltung gegenüber den Schwarzen in Amerika zu korrigieren und haben dafür eine Menge investiert, aber letztendlich werden wir alle sehen, dass dies keinen Erfolg bringen wird. Die einzige Lösung ist, wenn der Mensch über seinen Körper, sein Herz, seinen Geist, die Weltlichkeit und den Materialismus aufsteigt. Dann erreicht der Mensch eine neue spirituelle Erkenntnis und sieht die anderen in Übereinstimmung ihrer spirituellen Eigenschaften.

Die einzige Lösung ist, wenn sich die Menschheit  auf unsere gemeinsame Wurzel erhebt, auf die Stufe, auf der es keine Unterschiede gibt. Die Wissenschaft der Kabbala gibt dem Menschen den Wert des Gebens und neuen Eigenschaften, die einen Menschen aus sich heraustreten und auf andere zugehen lassen. „Liebe deinen Freund wie dich selbst“ ist das Einzige, das Rassismus eliminieren kann. Es gibt keine andere Lösung.

Aus Kab TV „ Neues Leben-die Wurzel des Rassismus“ 5/5/15

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Eineinhalb Milliarden Dollar!

Meinung: In USA beträgt der höchste Lottogewinn 1,5 Milliarden Dollar. Wie üblich wird nicht bekannt gegeben, wer gewonnen hat. Jemand hat das Ticket einfach in Kalifornien gekauft und plötzlich stellte sich heraus, dass er gewonnen hat. Um die Lottogewinne gibt es immer viele Spekulationen und unglaubliche Geschichten.

Meine Antwort: Normalerweise gewinnen im Lotto die Menschen, die Zahlenkombinationen spielen oder systematische Berechnungen durchführen, oder immer im selben Lottoladen den Schein kaufen und so weiter. Es ist aber absolut zufällig.

Frage: Wieso gewinnt ein Mensch im Lotto? Was bedeutet dieses Schicksal?

Meine Antwort: Das ist ein großes Unglück! Von diesem Moment an  ist dieser Mensch nur damit beschäftigt, sich zu überlegen, wie er das ganze Geld investieren soll. Er hat seine Freiheit verloren. Von der kabbalistischer Seite verbirgt sich dahinter eine enorme Verantwortung: Was mache ich mit so einer Macht, die ich vom Schöpfer bekommen habe und die ich in dieser Welt benutzen darf – wie kann ich richtig über sie verfügen? Wenn ich wenig Kraft habe, wenn ich ein kleiner Mann bin und irgendwie in meinem Leben über die Runden komme, passiert nicht viel: Hier habe ich ein bisschen mir die Fingen verbrannt, da habe ich bisschen geholfen.

Aber wenn ich über große Macht verfüge und diese auch noch von Oben bekommen habe? Der Schöpfer gibt sie mir und sagt: „Jetzt überprüfe Ich, was für einen Kerl Ich da habe. Was tust du mit einer solchen Macht? Wie veränderst du die Welt mit diesem vielen Geld?“

Und hier kommt das Problem. Wir sehen, wie viele reiche Menschen ihr Geld spenden – doch das Ganze verschwindet wie Sand zwischen den Fingern bringt nichts. Daher fühlen sich alle aus Wohltätigkeit handelnden menschen so unglücklich und verzweifelt.

Frage: Und wenn Sie eine Milliarde gewinnen würden?

Meine Antwort: Auf keinen Fall! Das darf man nicht! Ein Mensch darf nur so viel bekommen und annehmen, dass er richtig und nutzbringend darüber verfügen kann! Das ist sehr große Verantwortung!

Damit ich eine Milliarde annehmen würde, bräuchte ich tausende von gut ausgebildeten Leuten, die für diese Milliarde ein Bildungssystem aufbauen und die ganzen Menschheit umkrempeln. Die Summe ist zwar sehr groß, aber die Menschen zu ändern ist wohl auch mit einer Milliarde nicht möglich. Zu meinem Bedauern sind wir noch nicht dazu bereit. Wenn Sie mir also so eine riesige Summe schenken wollen, warten Sie bitte noch ein bisschen.

Aus der TV Programm: „News mit Michael Laitman“ 14.01.2016

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