Das Endziel nicht vergessen

Frage: Wir sagen, dass wir zuerst auf den Schöpfer ausgerichtet sind und dann mit unseren Freunden arbeiten, um Ihn zu erfassen. Bei der Arbeit hingegen ist es gemäß der Methode umgekehrt: Erst kommen die Gebote über die Beziehung zum Freund und dann zum Schöpfer.
Antwort: Die endgültige Handlung liegt in der ursprünglichen Absicht. Man ist verpflichtet, das Endziel ständig im Auge zu behalten und alles, was man unterwegs macht, ist nur ein Mittel zum Zweck. Wenn man also nicht an das Endziel denkt, können die Zwischenschritte in die entgegengesetzte Richtung gelenkt werden und das Gegenteil bewirken.
Baal HaSulam schreibt darüber und erwähnt den Kommunismus, die Kibbuzim – all die Dinge, die die Menschheit zum Wohle aller aufbauen wollte, indem sie die Regel „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, die Zehn Gebote usw. befolgte. Das Ergebnis war nur Böses und Zerstörung. Der Grund dafür ist, dass das Endziel nicht genau das war, wofür diese Gebote aufgestellt wurden und wofür die Welt im Allgemeinen erschaffen wurde.
Wenn man alles, was über die unbelebte, pflanzliche und tierische Stufe hinausgeht, nicht zu dem Zweck benutzt, die Verschmelzung mit dem Schöpfer zu erreichen, dann zerstört man mit jeder noch so unbedeutenden Handlung die umgebende Wirklichkeit.
Je größer und bedeutender diese Handlung ist, desto grösser ist das Böse das sie mit sich bringt. Denn die ganze Welt wurde nur erschaffen, damit man eine freie Wahl mit dem Platz verbindet, den man als Mensch bezeichnet und so die ganze Realität wieder an den Schöpfer anhaftet.
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Aus dem Unterricht zum Artikel „Bürgschaft“.





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