Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Zustand'

Wie man die Richtigkeit des Weges prüfen kann

Man kann sehr einfach bestimmen, ob der Weg geistig ist: alles, womit wir einverstanden sind – hat nichts mit Spiritualität zu tun!

Denn zur Spiritualität gehören gerade die entgegengesetzten Sachen, die nicht mit unserer Vernunft und den Gefühlen erfasst werden können, die von uns unerwünscht und verhasst sind. Gerade daran müssen wir arbeiten. Wenn ich keinen Nutzen von irgendwelchem Zustand, weder im Gefühl, noch in der Vernunft empfinde, so beginne ich das Geistige aufzubauen, wenn ich über diesem Zustand hinaufsteige. Denn ich werde gerade unter diesen Umständen nach keinen Vorteilen suchen, und um mich darüber zu erheben, werde ich die Hilfe des Schöpfers brauchen.

Das heißt, ich prüfe mich selbst: inwiefern mein Körper meiner Arbeit widersteht. Und es gilt für mich als Zeichen meines richtigen Aufstieges. Und weiterhin muss ich prüfen, wofür ich es mache. Vielleicht will ich mich über mich erheben und verfolge dabei eigene Ziele. Oder vielleicht will ich die Liebe des Schöpfers finden, die unserem „Körper“ dem egoistischen Gefühl und der Vernunft unangenehm ist. Und ich suche die Liebe, die auf dem Hass zu den egoistischen Gedanken und Wünschen basiert.

Aber häufig versuchen wir gar nicht, über dem Körper hinaufzusteigen, sondern bedauern, dass wir entsprechend der Vernunft und dem Gefühl, die im Körper eingeschlossen sind, nicht arbeiten können. Anstatt die Zustände zu suchen, die höher als das Gefühl und die Vernunft sind, wünschen wir uns, darin zu bleiben. Vor allem, muss man den Körper mit seinem Gefühl und der Vernunft zurückweisen, um sich darüber zu erheben, um nicht darauf zu achten. Das heißt, ich nehme sie nur zur Kenntnis , um mich über sie zu erheben. Dann heißt es der „Glaube über dem Verstand“. Und stattdessen bedauere ich warum mir nichts in der Vernunft offenbart wird, damit ich, wie jeder vernünftige Mensch handeln kann, der weiß, dass er über den Verstand und die eigenen Kräfte für den richtigen Aufstieg verfügt…

Aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabasch, 30.08.2010

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Die Welt, die mit unseren Gebeten aufgebaut ist

Die Menschen denken, dass das Gebet etwas mit Religion oder mit religiösen Menschen zu tun hat und deshalb dem gewöhnlichen Menschen fremd ist.

Aber es ist nicht so! Denn alle unsere äusserlichen Gewänder (Mehrzahl von Gewand)?, die physischen Körper, die Gegenstände, die uns in dieser Welt umgeben – sie alle sind die Erscheinungsformen des Wunsches. Es gibt nichts außer dem Wunsch, der für sich all diese Gewänder schafft.

Und deshalb bestimmen wir mit unseren Wünschen unbewusst das ganze Leben: in welchen Zustand wir im nächsten Augenblick geraten, wie wir diese Wirklichkeit empfinden werden!

Ob wir es wollen oder nicht, aber wir beten ständig – das heißt, wir bitten um die Erfüllung ? unseres Wunsches. Wir machen das ganz unbewusst, es ist nicht erforderlich, absichtlich zu beten.

Der Wunsch bildet unser ganzes inneres Wesen und unsere Empfindung, dass uns an etwas fehlt – heißt Gebet.

Jeden Augenblick wollen wir etwas und wirken dadurch auf die Realität ein, in der es nichts außer dem Wunsch und der Kraft des Wunsches gibt.

Jede Sekunde will ich etwas und bete darum. Unsere Wünsche verbinden sich miteinander und verwalten das ganze Universum, wodurch die neuen Bilder, die neuen Zustände bewirkt werden.

Wir bauen diese Welt mit unseren Gebeten auf! Alles, was wir brauchen – ist die Veränderung unserer Bitten, ungeachtet der Unlust des Herzen! Dann werden wir die neue Welt enthüllen, denn die ganze Welt ist eine Empfindung innerhalb meines Wunsches.

Die Wissenschaft der Kabbala stammt vom Wort „Kabala“ – das Erhalten, weil sie darüber spricht, was du im folgenden Augenblick bekommen wirst.

Nur du bestimmst, wie die Zukunft sein wird, was du darin bekommen und fühlen wirst. Ob du die Vision der Welt verändern kannst, indem du den Wunsch ausrichtest (was eben als das Gebet bezeichnet wird).

Wenn du das Gebet verändern wirst und anstelle des Verlangens, das du jetzt hast – nur das notwendige wünschen wirst, dann werden dadurch das ganze Weltbild und die Realität geändert sein.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 12.07.2010

Sie erwartet eine Anlage, die auf Ihren Namen angelegt ist!

Der Schöpfer hat nur einen Zustand geschaffen – den lichtvollen Wunsch, die Welt der Unendlichkeit.

Wir befinden uns in dieser Unendlichkeit, empfinden aber den wahrhaften Zustand nicht, weil unsere Wünsche absichtlich beschädigt wurden. Wir beginnen jetzt diesen Defekt zu empfinden.

Das heißt, wir fühlen die unkorrigierte Welt der Unendlichkeit, dessen ganzer riesiger Wunsch auf eine unendliche Menge der Teile zerbrochen wurde, und jeder Teil wiederum – auf weitere 613 Wünsche.

Und der ganze Bruch besteht darin, dass die Absicht des Gebens auf die egoistische Absicht des Erhaltens geändert wurde – anstelle der Vereinigung kam der abgesonderte (abgespaltene?) Wunsch, „alles für sich selbst“ zu bekommen.

Die Korrektur dieser 613 separaten Wünsche bedeutet, dass man „Seine Hinweise“, alle „613 Gebote“ erhört, die uns darin belehren, wie man den korrigierten Zustand erreichen kann.

Und wenn wir die Korrektur schon erreichen sowie die heutige egoistische Absicht auf das Geben korrigieren, dann öffnen wir das Licht, das unseren korrigierten Wunsch in der Welt der Unendlichkeit ausfüllt.

Als ob man in die Unendlichkeit zurückkehren würde, würden wir wieder zur Besinnung kommen und das ganze Licht bekommen, das unsere korrigierten Wünsche ausfüllt, worin (lieber: wobei ?) es sich immer in Form der verborgenen Geheimanlage ??  befand!

Wir kehren in den guten Zustand zurück, in dem wir uns die ganze Zeit befanden, aber keinen Genuss bemerkten, der uns darin ausfüllte – denn es war der Genuss des Gebens!

Und wir waren auf den Umfang des Erhaltens gerichtet – weshalb anstelle des ganzen riesigen Genusses nur eine winzige Kraft empfunden wurde, die unser Leben unterstützt hatte, um in den korrigierten Zustand zurückzukehren!

Also, befolgen wir die 613 Gebote, um 613 Wünsche zu korrigieren, um darin die 613 Lichter zu erhalten, und das Ende der Korrektur zu erreichen.

Aber dieser endgültige Zustand existiert schon lange und wartet, dass wir ihn in den Absichten des Gebens empfinden!

Deshalb heißen diese 613 Gebote „Pkudin“ – vom Wort „Pikadon“ – die Anlage, die von vornherein vom Schöpfer auf unsere Rechnung angelegt ist, die auf unsere Korrektur wartet.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 12.07.2010

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Wegweiser durch das Buch Sohar. Lego für die Menschheit

Auszüge aus meinem zukünftigen Buch „Wegweiser durch das Buch Sohar“

Die Verbindung zwischen uns ist mit einem Bild zu vergleichen, das nicht nur in kleine Teile zerschnitten (zerbrochen), sondern auch noch falsch zusammengelegt wurde.

Wenn zwischen uns keine Verbindung existieren würde, ginge das noch, doch das Zerbrechen hat eine negative, egoistische Verbindung erschaffen.

Warum ist es so? Es ist so, dass diese negative Verbindung zwischen allen Teilen der Natur die „Gegenhilfe“ ist, um uns zu helfen, die Natur des Schöpfers von außerhalb von Ihm zu erkennen.

Ohne diese negative Verbindung zwischen uns könnten wir nicht herausfinden, dass wir nur von der Art der Verbindung abhängen, sie ist der Grund für all das Böse bzw. all das Gute.

Wenn zwischen uns eine gute Verbindung existieren würde, könnten wir den Schöpfer nicht erkennen, denn wir wären in Ihm drin. Wenn es gar keine Verbindung zwischen uns gäbe, könnten wir den Grund allen Übels in unserem Leben nicht enthüllen.

Dadurch, dass wir enthüllen, dass die Verbindung zwischen uns schlecht und der Grund unserer Leiden ist, können wir sie in eine gute umwandeln, und zwar so, dass wir, durch die Leiden getrieben, zum Schöpfer gelangen. Und erkennen, dass wir anderenfalls nicht angekommen wären.

Manchmal entstehen in unserem Leben Situationen, die uns den anderen Menschen näherbringen.

Früher gab es keine enge Verbindung zwischen uns, wir waren weit voneinander entfernt, nett und höflich zueinander. Doch plötzlich werden wir aus irgendeinem Grund zusammengebracht, durch eine gemeinsame Sache, ein gemeinsames Problem miteinander verbunden.

Wir haben uns angenähert und stellen nun fest, wie unterschiedlich wir sind, wie wenig wir zusammenpassen… Und dann enthüllt sich das Böse zwischen uns, das auch zuvor existierte, jedoch nicht enthüllt war.

Für gewöhnlich, wenn wir feststellen, dass die Verbindung zwischen uns schlecht ist, versuchen wir, uns voneinander zu entfernen, doch wenn die äußeren Umstände das nicht zulassen, haben wir keine Wahl – wir werden die Beziehung zueinander korrigieren müssen.

Erinnert euch das nicht an den heutigen Zustand der Menschheit? In der Vergangenheit waren die Verbindungen zwischen den Ländern schwach, jeder Staat war nur mit einer kleinen Anzahl von Ländern verbunden. Zwischen ihnen gab es keine richtige Verbindung, darum enthüllte sich das Böse auch nicht sonderlich.

Doch mit der Zeit ist die Welt global geworden, alle sind nun miteinander verbunden und beeinflussen alle anderen. Wir können nicht voreinander fliehen und deshalb enthüllt sich der Hass zwischen uns. Und der gleiche Hass wird uns zwingen, die Beziehungen zwischen uns zu korrigieren.

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Programm der Schöpfung

Das Ziel der Schöpfung zu erfüllen, bedeutet ähnlich und gleich dem Schöpfer zu werden. Das ist das Vorhaben des Schöpfers bezüglich der Schöpfungen, weil dieser Zustand der beste ist. Um Ihm gleich zu werden, müssen wir jedoch zuerst einen Wunsch erwerben, der Ihm ähnlich ist.

Der Schöpfer hatte einen Punkt im Wunsch geschaffen, und nun füllt Er ihn mit seiner Beziehung, mit dem Licht, mit allen Genüssen und mit seiner Liebe zur Schöpfung.

Er zeigt zwei seiner Beziehungen zur Schöpfung – das Licht der Chochma und das Licht der Chassadim. Dadurch wird der Wunsch so riesig wie die Welt der Unendlichkeit.

Aber wir müssen zu diesem Wunsch noch unsere Rückbeziehung zum Schöpfer ergänzen. Deswegen setzt der Schöpfer in dem geschaffenen Wunsch den Punkt des Gebens ein, und wir entwickeln mit unseren Bemühungen diesen Punkt und die Beziehung zu Ihm bis zum Grad seiner Beziehung zu uns (um 620 Mal).

Es ist unmöglich, sich auf einmal zu ändern. Man ändert sich stufenweise durch kleine Änderungen. Der Weg besteht aus den Abstiegen und den Aufstiegen.

Weil einerseits die Schöpfung leer und Füllung wünschend bleiben soll und andererseits über diesem leeren Wunsch sein muss. Die Schöpfung soll sich an den Schöpfer haften und dem Schöpfer ähnlich werden. Es werden deswegen in der Schöpfung zwei entgegengesetzte Zustände kombiniert.

Es gibt zwei Lichter – Or Yashar und Or Choser. Der Schöpfer will, dass wir uns im Or Choser zu Ihm ebenso verhalten, wie Er zu uns mit seinem Or Yashar, damit wir so wie Er werden.

Zu geben ist jedoch sein Wunsch, seine Natur und für uns ist das die Absicht zu geben, um (für Ihn) zu empfangen.
Und deshalb können wir mit Ihm ungleich nach unseren Wünschen sein, aber gleich und ähnlich mit Ihm nach unseren Absichten des Gebens und der Liebe.

Wenn ich mich an Ihn wende, dann bin ich Ihm ungleich. Aber wenn ich mich an Ihn mit meinen Absichten wende, dann bin ich wie Er.

Von daher falle ich die ganze Zeit in meiner Beziehung mit Ihm (nach der Ungleichheit in unseren Wünschen) und steige nach der Ähnlichkeit der Absichten hinauf. Wenn bei mir der Wunsch steigt, dann werde ich dem Schöpfer entgegengesetzt und wenn ich meinen Wunsch zu empfangen mit Hilfe der Absicht zu geben korrigiere, dann werde ich dem Schöpfer ähnlich.

Und so „schwinge“ ich zwischen diesen beiden Polen und die Hauptsache ist, dass mein „Ich“ in der Mittleren Linie bleibt. Man soll von dem Wunsch zu empfangen maximum erwerben und ihn an der Absicht zu geben anschliessen. So schafft man die Mittlere Linie, in der man empfängt, um Ihm zurückzugeben. Man sollte sich an Ihn haften.

Wenn es mir unwichtig ist, wie ich mich fühle, gut oder schlecht, aber es wichtig ist, dass ich mit der Absicht, dem Schöpfer ähnlich zu werden, bleibe, dann bedeutet das, dass ich in der Mittleren Linie bin.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 07.07.2010

Die höchste spirituelle Welt – hier und jetzt!

Frage: Wenn der Zustand, in dem wir uns verbinden sollen, wie ein Mensch mit einem Herzen, uns nicht ganz klar ist, worauf sollen wir uns dann konzentrieren, oder was sollen wir uns vorstellen, wenn wir Sohar lesen?

Antwort: Es gibt nichts Größeres. Wir befinden uns in einer Welt, in der es alle Komponenten gibt, um uns alle in der Bestrebung zur Enthüllung des Schöpfers durch das Buch Sohar physisch (oder virtuell) zu treffen.

Unsere Welt ist in ihren Details der spirituellen Welt ähnlich, mit dem einen Unterschied, dass die spirituelle Welt die Welt der Kräfte, und unsere Welt die Welt der materiellen Objekte und der Folgerungen aus den spirituellen Kräften ist.

Jede Stufe ist ein Abdruck einer höheren Stufe, und so steigen sie herunter, von oben nach unten, 125 Stufen aus der Welt der Unendlichkeit bis zu unserer Welt. Der Unterschied zwischen ihnen besteht nur im Material, das mit dem Abstieg immer weniger spirituell wird. Aber jede Stufe besteht aus den gleichen Details.

Der Aufstieg bedeutet immer mehr Enthüllung in der Verbindung zwischen den Komponenten der Welt. Dazu zwingt uns alles, was heute in der Welt passiert.

Was fehlt dir? – Die Verbindung zwischen den Menschen. In dieser Verbindung enthüllst du die spirituelle Stufe „Ruach“ und in einer noch stärkeren Verbindung enthüllst du die Stufe „Neschama„.
Derzeit ist die Verbindung zwischen uns egoistisch. Du sollst anfangen, sie in die echte, geistige Verbindung umzuwandeln.

Wer sich wünscht, die höchste spirituelle Welt in diesem Leben zu enthüllen, soll vor allem verstehen, dass diese Enthüllung nach den Naturgesetzen geschieht.
Deswegen empfiehlt die Kabbala keine eigenen Methoden zu entwickeln, sondern dem Rat der Kabbalisten zu folgen.

Aus dem Sohar Unterricht vom 27.07.2010

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Die spirituellen Gesetze an sich selbst studieren

Eine Frage, die ich erhielt: Also brauchen wir unsere ganzen Kongresse nur, um Kräfte zu speichern, damit wir uns später, beim Abstieg, wenn wir die Wahl zwischen den zwei Kräften „Empfangen oder Geben“ haben, für den Aufstieg entscheiden können?

Meine Antwort: Während jedes Kongresses, nach einer entsprechenden Vorbereitung dafür, erhalten wir die Kraft der Verbindung. Das ist eine spirituelle Kraft, da sie zwischen uns entsteht.

Doch später, nach dem Kongress, entsteht in uns eine egoistische Leere, ein Schweregefühl, Trägheit. Das ist kein Zufall, es gibt keine Zufälle!

Uns wird absichtlich ein spiritueller Abstieg gegeben, es offenbart sich das nächste unkorrigierte Verlangen. Wir müssen aber mit Hilfe der Kraft, die wir während des Treffens erlangt haben, zur gleichen Begeisterung wie beim Kongress aufsteigen.

Im Idealfall sollten wir den Abstieg nur für einen Augenblick spüren und sofort wieder auf das Niveau des Kongresses aufsteigen. Doch das bedarf einer großen Vorbereitung.

In der Praxis steigen wir nicht sofort zum früheren Zustand auf, sondern stufenweise: ein wenig auf und ab, noch ein wenig auf und wieder ab – auf diese Weise kommen wir dem Zustand, den wir während des Kongresses erlebt haben, allmählich immer näher.

Das ist eine echte praktische Arbeit, die praktische Kabbala!

Und weil der Erfolg von unseren Anstrengungen nach dem Kongress abhängt, müssen wir uns auf diese Zeit bereits im Vorhinein vorbereiten. Wie ein Greis, der überprüft, ob er nicht irgendetwas verloren hat.

Das heißt, bereits vor dem Kongress müssen wir uns auf ihn und darauf, was nach ihm kommt, vorbereiten. Dann werden wir uns schnell im praktischen Aufstieg entlang der 125 Stufen der höheren Welten finden.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 19.08.2010

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Der süße Geschmack der Wahrheit

Eine Frage, die ich erhielt: Ich fühle schon das „Süße-Bittere“, wie kann ich auch das fühlen, was die „Wahrheit – Lüge“ ist?

Meine Antwort: In unserer Welt hat die Wahrheit keinen Geschmack, wir empfinden nur das Süße oder das Bittere. Und die Wahrheit – Lüge klären sich mit der Vernunft, und nicht mit dem Herz.

Uns kommt es vor, dass der Betrug unangenehm ist – aber wir verstehen nicht, was Wahrheit und Lüge sind! Wir haben keine Meßinstrumente, um sie zu empfinden.

Für uns ist es angenehm, die Wahrheit zu sagen – aber es geht uns nicht um Wahrheit, sondern einfach um die süße Empfindung. Wir verwandeln die Analyse „Wahrheit – Lüge“ in Süßigkeit und Bitternis für unser Ego. Das bedeutet eben, dass wir nur ein Kriterium „süß-bitter“ benutzen, denn sogar unsere Vernunft funktioniert, um unserem „Bauch“ zu gefallen, das heißt die Vernunft des Menschen ordnet sich seiner Selbstsucht unter. Und die Wahrheit und Lüge, über welche die Kabbala spricht, klären sich in der Eigenschaft des Gebens, die wir momentan nicht besitzen. Nur darin kann man klären, dass das Geben – die Wahrheit ist, und das Ganze ist nicht damit verbunden, was in unserem Wunsch zu genießen geschieht, – ob es dort eine Füllung gibt oder nicht.

Aber, um die Macht des tierischen Körpers loszuwerden, benötigt man die höhere Kraft, das Licht, das zur Quelle zurückführt. In unserer Welt gibt es solche Kräfte nicht, unsere Welt ist vollständig auf dem egoistischen Wunsch aufgebaut.

Um zu lernen, das Gute und das Übel zu unterscheiden, muss man auf die Höhe des Adam HaRischon, „des ersten Menschen“ hinaufsteigen, dem die Schlange die Augen für das Gute und das Böse geöffnet hat. Und obwohl es Gift war, können wir es in ein Medikament umwandeln. Warum beginnt Adam HaRischon – die erste Stufe, die für die Seele geöffnet wird, sich sofort zu teilen? Es war doch früher nur ein Wunsch, warum wird er folglich auf den Mann und die Frau, auf Adam und Eva geteilt, und später auf viele Milliarden Seelen?

Weil die Korrektur unmöglich ist, wenn sie nicht auf eine Menge der Seelen geteilt ist, damit jeder eine kleine, genaue und besondere Aufgabe hat – die Mission eines bestimmten Charakters, wie die Körperzellen, die ihre enge Funktion erfüllen. Wie das binäre System des Computers, wo es nur „0´´ oder „1´´ gibt, ohne jegliche Weisheiten – aber wir sehen, welche Ergebnisse wir später aufgrund dieser einfachen Handlungen erreichen. Gerade darin besteht der Sinn der Teilung der Seelen, andernfalls wären wir nicht in der Lage, mit der Korrektur zurechtzukommen. Denn sogar jetzt, wo wir das vollständige Zerbrechen empfinden, kann jeder Einzelne seine besondere, begrenzte Mission nicht finden – schaut euch an, wieweit wir verwirrt sind.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 18.07.2010

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Von der Liebe zum Hass und vom Hass zurück zur Liebe

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn das Zerbrechen der allgemeinen Seele ein im Voraus eingeplantre und notwendiger Prozess ist – warum wird er als „Sündenfall“ bezeichnet?

Meine Antwort: Wir bezeichnen jedes Fallen als die Sünde – aber haben wir damals gesündigt?

In unserer Welt gilt es als Sünde, wenn ich daran denke, dass ich fähig bin, diese Handlung nicht zu begehen, weil ich genau weiß, dass sie unzulässig ist – und sie dennoch begehe. Aber dieser Gedanke ist falsch: würde ich genau wissen, dass ich sie nicht machen dürfte – hätte ich nicht gesündigt.

In Wirklichkeit, gilt als eine Sünde der Zustand, worin mich die Kräfte der Teilung ergriffen haben, um über mich zu herrschen. Als Sünde wird also der Zustand selbst und nicht sein Grund bezeichnet. Und der Grund ist immer der Schöpfer, Er hat unseren bösen, egoistischen Anfang geschaffen. Und wie kann man den bösen Anfang erschaffen, wenn nicht mittels des Sündenfalles? Man muss bis zu den hohen Stufen hinaufsteigen, um später zu fallen, um den Eindruck von allen Aufstiegen zu bekommen, um vom heutigen Zustand, den egoistischen Wunsch aufgrund des Zerbrechens hinaufzusteigen. Denn hätte es kein Zerbrechen gegeben, wäre die Selbstsucht einfach „tierisch“ geblieben. Und infolge des Zerbruchs wird er zur „Schöpfung“, zum „bösen Anfang“.

Bis zum Zerbrechen war es der einfache Wunsch zu genießen, – das einfache Tier. Wenn der Löwe den Damhirsch umbringen möchte, dann denken wir nicht, dass dabei der böse Anfang gilt – sondern, dass es seine Natur ist, dass der Wunsch die Füllung bekommt. Wann erscheint dann der böse Anfang? Wenn wir hinaufsteigen, und dort die Kräfte der Liebe und der Vereinigung bekommen, und wenn wir damit später fallen, und sie sich ins Gegenteil- in grundlosen Hass verwandeln! Folglich gibt es den Wunsch zu genießen, zusammen mit den Informationsdaten (Reshimot), die ihn zum grundlosen Hass stoßen – ein solcher Wunsch wird als böser Anfang bezeichnet.

Denn nun will er alle Anderen ausnutzen, weil er selbst davon Genuß erhält. Das heißt, im Menschen erscheint die Empfindung für andere Menschen – was es im Tier nicht gibt, und er genießt, wenn es dem anderen schlecht geht! Es ist schon der echte Egoismus.

Und das Gute beginnt dann zu gelten, wenn ich diesen Hass in Liebe umwandle. Aber ich brauche auf jeden Fall die Beziehung zu meinem Nächsten.

Aus dem Unterricht zur „Lehre der Zehn Sfirot“ „, 15.07.2010

„Der Stimulator“ ist die Spiritualität

„Der Stimulator“ ist geistig. Denn der Stimulator bedeutet, dass wir etwas zwischen uns aufbauen und einen gemeinsamen geistigen Zustand bewirken möchten, der außer uns existiert, in Form des äußeren Punktes der Verbindung, mit dem ich mich immer verbinden kann, um ständig verbunden zu bleiben, um dorthin alles anzulegen, wozu ich fähig bin und daraus die geistige Kraft, das Leben zu bekommen.

Deshalb ist der Stimulator eine geistige Eigenschaft, Bina. Wir müssen ihn also genauso wahrnehmen. Und deshalb sollen wir diesen virtuellen Raum in unseren inneren, geistigen Raum verwandeln. Wir sollen alle unser Streben, unsere Hoffnungen und Erwartungen hinein „werfen“.

Sie wissen nicht, was die Gruppe bedeutet, wo die Bürgschaft ist? – Dort! Werfen Sie alles darein, in diesen „Briefkasten“.

Wenn wir alle unsere Bemühungen, unsere Verlangen zur Spiritualität in diesen einheitlichen Raum anlegen werden, dann werden wir daraus das Geistesleben bekommen – denn gerade das ist notwendig. Dieser Raum hat eine virtuelle äußerliche Form, und in seinem Inneren sind alle unsere Wünsche, Bestrebungen und Absichten konzentriert. Und deshalb ist dieser Raum geistig, darin wird der Schöpfer enthüllt.

Denn wir bauen selbst den Schöpfer auf, Er befindet sich nicht außerhalb. Das alles ist außerordentlich ernst. Letztendlich ist die Zeit gekommen, sich mit der ernsten praktischen Arbeit zu beschäftigen. Die Frage ist, ob der Mensch diesen „Stimulator“ für das Wichtigste in seinem Leben hält und ob er sich wünscht, die Begeisterung daraus zu ziehen.

Dann wird diese Begeisterung geistig sein, denn der Mensch wird von der Vereinigung zwischen uns beeindruckt, und sie verwirklicht sich dort, in diesem Stimulator. Im Endeffekt sollen wir darin den Gegenstand unserer gemeinsamen Sorge und die Quelle des Lebens für alle sehen.

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