Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Der einzige Traum

Rabash, Artikel 1985/8, „Mache dir einen Rav und kaufe dir eine Freund“ (Teil 2): Denn die Menschen, die sich zu einer Gruppe verbanden, haben erkannt, dass ihre Gedanken untereinander nicht so fremd waren und sie daher die Wichtigkeit der Arbeit an der Nächstenliebe verstanden. So konnte jeder zugunsten des anderen nachgeben, dadurch konnten sie sich verbinden.

Unter den vielen Verlangen die in jedem von uns existieren, gibt es ein Verlangen das für uns alle gleich ist. Es ist der Wunsch, den Schöpfer zu enthüllen. Die Menschen, die bereit sind ihren Nächsten zu lieben, empfinden keine großen Meinungsverschiedenheiten zwischen sich. Wir sind alle egoistisch und müssen an uns arbeiten.

Wenn wir den Schöpfer offenbaren wollen, wir aber alle egoistisch sind und an uns selbst arbeiten müssen, dann können wir, wenn wir uns durch unsere gemeinsamen Anstrengungen verbinden und gegenseitig nachgeben können, den Schöpfer erreichen.

Allerdings gibt es hier einen kleinen Widerspruch: Wir können den Schöpfer nur zusammen erreichen und um zusammen zu sein, müssen wir uns verbinden und um uns zu verbinden, müssen wir nachgiebig sein.

Hier müssen wir also abwägen, was wichtiger ist: mein „Ich“, ein kleiner Egoist mit meinem wertlosen, unbedeutenden, vorübergehenden Leben oder die Offenbarung des Schöpfers, der zukünftige Zustand der Ewigkeit, der Vollkommenheit.

Dann, wenn man sein Leben in die Waagschale wirft, um zu entscheiden, was man tun soll, wird man in der Lage sein, alles zu Gunsten der anderen zu tun, um die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer zu erlangen. Auf diese Weise wird die Verbindung das wichtigste Ziel im Leben sein, der einzige Traum.

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Aus der Lektion über „Vorbereitung auf den Kongress“.

Wir haben keine andere Wahl

Kommentar: Baal HaSulam, Artikel „Bürgschaft“: Das bedeutet, jeder in Israel muss die Verpflichtung auf sich nehmen, sich um jedes Mitglied des Volkes zu sorgen, zu arbeiten und deren Bedürfnisse zu befriedigen und zwar im gleichen Ausmaß, wie man sich um die eigenen Bedürfnisse kümmert, nicht weniger.

Wir müssen immer die Sorge für uns, mit der Sorge für die anderen vergleichen: inwieweit unterscheidet sich das Bemühen „um unserer selbst willen“ von dem Bemühen „um der anderen willen“. Worin besteht der Unterschied zwischen ihrem Streben, für andere zu sorgen, mit dem eigenen Streben für sich zu sorgen. Das ist eine konkrete und sehr einfache Aufgabe, sie zu erfüllen ist fast unmöglich.

Die von Baal Sulam beschriebene Bürgschaft, ist fantastisch. Wir erkennen, dass sie fast unerreichbar, nicht im Bereich der menschlichen Möglichkeiten liegt. So wie ich an mich denke, gelingt es mir nicht, an meinen Nächsten zu denken, erst recht nicht an die ganze Menschheit. Es scheint unmöglich zu sein. Worum geht es dann?

Erst nachdem das ganze Volk sich einig war und einstimmig sprach: „Alles was der Ewige gesagt hat, wollen wir tun und hören“ (Exodus 24,7) – nahm jedes Mitglied Israels die Verantwortung auf sich, dass es keinem Mitglied des  Volkes an etwas fehlen würde – erst dann wurden sie würdig, die Tora zu empfangen.

Es genügt, wenn wir erkennen, dass wir keinen anderen Ausweg haben. Wir brauchen auch keinen anderen Weg, denn das ist in der Tat das höchste Ziel das es in unserer niedrigen, unbedeutenden Welt geben kann. Wenn wir also zustimmen, in Bürgschaft zu leben, werden wir besondere höhere Kräfte herbeirufen, die uns zu diesem Zustand führen werden.

Es ist wichtig unsere Natur und den zukünftigen Zustand zu dem uns die Natur drängt, zu erkennen. Wir müssen altruistisch werden, gütig, alle lieben und uns mit allen verbinden.

Die Natur drängt uns zu einer vollständigen Verbindung. Wir sind uns dessen vielleicht noch nicht bewusst, aber das ist es, was uns bevorsteht. Wenn wir auf unserer kleinen Erde leben wollen, müssen wir zu einer absoluten Verbindung kommen, sonst können wir nicht überleben.

Indem wir das erkennen, werden wir bereit sein, die Tora, das höhere Licht zu empfangen, das unsere Natur verändern und uns zu einer gemeinsamen Einheit führen wird.

Die Welt durchlebt immer mehr Trennung, Spaltung, Entfremdung und damit einhergehend immer mehr Missverständnisse darüber, wo sie existiert, wofür und wie. Die Menschheit spürt diesen Egoismus, und handelt dementsprechend.

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Aus einem Unterricht über „Bürgschaft“

Vereint für ein gemeinsames Ziel

Bemerkung: Wenn man etwas erklärt, versteht jeder einen auf seine eigene Weise. Energie wird von jedem unterschiedlich gefiltert. Sie erreicht hinter jedem Menschen eine bestimmte Schicht des Verlangens, ob er Musiker, Künstler oder Techniker ist.

Antwort: Ja, jeder von ihnen versteht es so, wie es für ihn am besten ist. Die Menschen gruppieren sich nach bestimmten Merkmalen. Sie sind alle unterschiedlich, im Prinzip ist jeder von ihnen etwas Besonderes.

Wenn man sie mit einer erhöhten Sensibilität untersucht, wird man sehen, dass keiner wie der andere ist. In keiner Weise! Sie haben eine derart spezifische innere Kombination zwischen allen Wünschen, Eigenschaften, Gedanken, Ausgangsdaten, besonders nachdem sie sich in unterschiedlichen Gesellschaften, unter dem Einfluss verschiedener Umgebungen entwickelt haben, dass es einfach unmöglich ist, sie miteinander zu vergleichen.

Frage: Wie können wir diese Schwelle mit all unseren Unterschieden, selbst wenn wir uns nahe stehen, überwinden?

Antwort: Wir verbinden uns nicht wegen gemeinsamen Eigenschaften, da es praktisch keine gibt, sondern durch ein gemeinsames Ziel und die Ergänzung der Eigenschaften des jeweils anderen. Das heißt, es ist mir egal, wer sie sind. Mir ist wichtig, dass wir das gleiche Ziel und den gleichen Weg dorthin haben.

Frage: Es kommt vor, dass sich Menschen aufgrund gemeinsamer Eigenschaften zusammenfinden: Jemand mag dies, jemand mag das, aber innerlich sind sie völlig verschieden. Ist es gut, wenn sich Menschen aufgrund ähnlicher Vorlieben gruppieren?

Antwort: Nicht wir gruppieren uns, sondern es kommt von oben. Der Schöpfer/die Höhere Kraft gruppiert uns, da wir uns auf diese Weise gegenseitig ergänzen können.

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Aus dem Vortrag „Mein Telefon hat geklingelt. Ein Wort hat eine Million Bedeutungen.“

Das Feld auf dem die künftige Welt erwachsen wird

Kommentar: Der Zehner (eine kabbalistische Gruppe von zehn Freunden) kann als ein Feld angesehen werden, auf dem wir verpflichtet sind, etwas zu tun.                                                

Wenn wir diese Arbeit korrekt ausführen, wird unsere zukünftige Welt auf diesem Feld wachsen, die richtig und gütig sein wird. Wir werden auf diesem Feld den Schöpfer entdecken, der dieses Feld gesegnet hat. Auf diese Weise werden wir auf dem spirituellen Weg voranschreiten können.

Wir suchen den Schöpfer in unserem Leben – wo ist Er? Wir wollen Ihn entdecken, uns Ihm zuwenden, Ihm begegnen und auf diese Weise in unserem Leben vorankommen: Ihm folgen, es spielt keine Rolle wie, solange wir mit dem Schöpfer verbunden sind. Es ist vergleichbar mit einem Kind, das nicht weiß, wohin es gehen soll, sich an seine Mutter klammert, die ihm nahe ist, und mit ihr zusammen geht.

Wenn man sich zu einem vollständigen Zehner verbindet, wird diese Gruppe zu einer heiligen Gesellschaft, in der man schließlich den Schöpfer offenbart. Diese ganze Gruppe ist wie ein vom Schöpfer gesegnetes Feld, so kommt man gemeinsam dem Ziel der Schöpfung näher.  

Der Schöpfer hat euch diese Gruppe gegeben, damit ihr das Ziel der Schöpfung erreichen könnt. Aber dieses Feld kann kahl und nicht bepflanzt bleiben oder sogar von Unkraut und Dornen überwuchert sein, ohne irgendwelche nützlichen Früchte hervorzubringen.

Oder aber man schließt sich mit seinen Freunden zusammen, stärkt sie und wünscht sich, dass dieses Feld eine gute Ernte einbringt, welche die ganze Welt, die ganze Menschheit versorgen kann. Dann wird sich dieses mit Disteln überwucherte Feld in ein fruchtbares, vom Schöpfer gesegnetes Ackerland verwandeln.

Dazu müssen wir uns zusammenschließen und dem Schöpfer gemeinsam dafür danken, dass er für uns sorgt und uns bis zum Ende der Korrektur führt. Je stärker wir uns verbinden und uns innerlich näher kommen, desto mehr werden wir unser Band, das ein Feld genannt wird, festigen, bis wir erkennen, dass wir den Segen des Schöpfers brauchen. Ohne die Hilfe des Schöpfers wird kein Same aus dem Boden sprießen.

Unsere ganze Arbeit besteht darin, uns miteinander zu verbinden und uns an den Schöpfer zu wenden, ihn zu bitten, uns zu helfen, dieses Feld richtig zu bearbeiten und eine Ernte darin wachsen zu lassen, welche die ganze Schöpfung sättigen und füllen kann.

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Aus einem Unterricht über einen Artikel aus dem Buch „Shamati“, 17.01.2024

Besondere Umgebung

Frage: In dem Artikel „Das Ziel der Gemeinschaft (2)“, schreibt Rabash, dass der Mensch egoistisch erschaffen wurde, da er nicht die Kraft aufbringt, eine Handlung um der anderer willen auszuführen. Es stellt sich die Frage: „Woher soll die Kraft für diese unnatürliche Arbeit kommen?“ Die Antwort lautet: aus der Umgebung.

Um welche Art von Umgebung handelt es sich, denn das Leben eines Menschen spielt sich in der Familie, am Arbeitsplatz und unter Freunden ab.

Antwort: Der Mensch muss sich eine besondere Umgebung schaffen, am besten mit zehn Freunden einschließlich sich selbst. In dieser Gemeinschaft sollten sie sich gegenseitig so behandeln, wie es von Rabash, Baal HaSulam und anderen Kabbalisten empfohlen wird. Das  Band zwischen ihnen soll zu einer Verbindung mit dem Schöpfer führen.

Das hat nichts mit Arbeitskollegen oder der Familie zu tun. Hier muss es eine Verbindung zwischen Menschen geben, die, das gemeinsame Ziel haben, mit dem Schöpfer zu verschmelzen und bereit sind, sich für andere zu opfern.

Frage: Warum kann das nicht in der Familie erreicht werden? Immerhin gibt es dort eine gewisse Verbindung auf der Grundlage wirtschaftlicher Verhältnisse und instinktiver Liebe.

Antwort: Der Punkt ist, dass es für die spirituelle Arbeit wünschenswert ist, zehn Männer oder zehn Frauen, nach dem ideologischen Grundsatz zu versammeln, die zwischen sich besondere Bedingungen für die Offenbarung des Schöpfers schaffen.

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Aus der Fernsehsendung „Praktische Kabbala“, 05.12.2023

Wir haben die Wahl

Kommentar: Auf unserem Weg zum Ziel der Schöpfung können wir den besten oder den schlechtesten Weg dieser Entwicklung wählen. Entweder werden wir in Fesseln gehen, von einer Peitsche angetrieben oder wir fahren in einem Abteilwagen, auf einer guten Straße und schauen aus dem Fenster auf ein schönes Panorama. Das ist ein großer Unterschied.

Dafür müssen wir selbst an der Reise teilnehmen, d.h. in die Kutsche einsteigen, statt gefesselt auf der Straße zu sitzen. Das bedeutet, dass man mit dem Ziel der Schöpfung einverstanden ist, es erreichen will.

Man muss es selbst wollen und das ist gegen den Egoismus. Das Bestreben dieses Ziel zu erreichen ist größer als alles andere auf der Welt, selbst wenn man die Möglichkeit hätte es zu vermeiden. Das bedeutet, dass man zu einem Zustand der richtigen Wertschätzung des Ziels, des Verstehens kommen muss.

Diese Arbeit besteht darin, uns bewusst zu machen, was die einzige Kraft der Natur an uns tut, wie gut sie ist, wie sie uns vom Egoisten zum Altruisten, zur absoluten Selbstlosigkeit erheben will, um uns auf eine vollkommene Stufe zu bringen. Es ist diese Vollkommenheit die man als das größte Geschenk zu schätzen beginnt.

Frage: Spürt man, ob man in Fesseln geht oder in einem Zugabteil reist, noch einen gewissen Druck in Bezug auf seinen derzeitigen Zustand?

Antwort: Nein. Wir müssen den schrecklichen, schlammigen Weg in einen Neuen, mit allen Annehmlichkeiten ausgestatteten Weg umbauen.

Frage: Kann man ohne Fesseln gehen, wenn man die Prinzipien des Universums kennt?

Antwort: Nein. „In Fesseln“ bedeutet, dass man die Prinzipien nicht kennt, nicht mit ihnen einverstanden ist, sich nicht verändern will.

Die Aufgabe besteht nicht darin, den Weg zu Ende zu gehen. „Den Weg zu Ende zu gehen“ bedeutet, sich völlig neu zu formen. Man muss nirgendwo hingehen. Man wird plötzlich feststellen das man am selben Ort bleiben kann, dass der Weg nicht wirklich ein Weg ist sondern eine innere Veränderung, die man durchlaufen muss.

Wir müssen also schnell eine Methode entwickeln, um die ganze Menschheit zu korrigieren, indem wir sie so einfach wie möglich beschreiben und sie mit allen Mitteln verbreiten. Das Wichtigste ist, dass die Menschen verstehen, was mit ihnen und der Welt jetzt geschieht, wo sie sich befinden.

Wenn wir die Welt als gut ansehen wollen und nicht als das, was sie uns zu sein scheint – sehr bedrohlich und unberechenbar -, müssen wir unbedingt verstehen, wozu uns die Natur zwingt.

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Aus dem Vortrag “ Mein Telefon hat geklingelt. Die Prinzipien des Universums”.

Alles beginnt mit der Verbindung der Herzen

Kommentar: Das wichtigste Ziel des Kongresses ist es, die Herzen zu öffnen. Schließlich ist der Kongress eine Versammlung der Herzen, um das gebrochene Herz von Adam HaRishon, der gemeinsamen Seele, von der wir alle ein Teil sind, zu heilen. Wir müssen also versuchen zu spüren, wie weit unsere Herzen voneinander entfernt sind.

Als Herz wird das bezeichnet, was im Menschen ist, alle seine Wünsche und Gedanken, es sind Verlangen die erfüllt werden müssen. Wenn wir uns verbinden und versuchen einander zu fühlen, wird dies geschehen. 

In dem Maße, in dem wir den anderen wie uns selbst lieben, beginnen wir die Kraft zu spüren, die nach dem Zerbruch von Adam HaRishon aus uns gewichen ist. Wir werden unsere Herzen über unsere egoistischen Verlangen hinweg verbinden, dieses System korrigieren und wieder den Schöpfer fühlen. In unserem gemeinsamen Herzen wird eine einzige und besondere höhere Kraft herrschen- der Schöpfer.

Das ist das Ziel unseres Lebens und unserer Existenz, das Ziel der Erschaffung aller Welten und der gesamten Natur. Der Weg dorthin, die Gefühle und Gedanken die mit dem Prozess der Offenbarung des Systems des Schöpfers und des Schöpfers selbst zusammenhängen, werden als Öffnung des Herzens bezeichnet.

Wenn sich das Herz öffnet, fühlen wir, wie die spirituellen Organe in uns geboren werden und zu wachsen beginnen. Es ist wie in jedem, sich entwickelnden lebenden Körper: Gehirn, Herz, Leber, Arme, Beine usw.

Wir werden spüren, wie wir mit allen Teilen des Herzens handeln, insofern wir sie zu einem System verbinden wollen. Wie aus einem Samentropfen, der sich im Mutterleib entfaltet, so wird sich aus unserem winzigen inneren Wunsch nach Vereinigung, Verbindung, Gegenseitigkeit ein besonderes Wesen innerhalb der höheren Macht des Schöpfers entwickeln.

Wenn wir in der Lage sind, uns miteinander zu verbinden und mit dem Schöpfer zu verschmelzen, werden wir spüren, dass wir in einem Körper existieren, in einem Schöpfer, als Teile dieses gemeinsamen Körpers, die Freunde genannt werden. Wir werden wie Zellen eines lebenden Körpers wachsen und unsere Verbindung und unsere gegenseitige Abhängigkeit spüren. In dem Maße, in dem einer dem anderen und der andere dem Nächsten geben kann, werden wir uns immer weiter ausbreiten und einen gemeinsamen Körper aufbauen.

Man stelle sich Milliarden winziger Verlangen vor, von denen sich jeder nicht allein, sondern durch die Verbindung mit anderen Verlangen entwickelt und entsprechend seiner Bestimmung wächst.

Wenn wir uns auf diese Weise ausrichten, bauen wir ein Verständnis für den Schöpfer auf und beginnen zu verstehen, wer Er ist, wie Er in uns gekleidet ist und wie wir uns Ihm nähern können. Daraus wird deutlich wie wichtig jeder Freund ist, der das Verlangen nach dem Schöpfer vergrößert. Jeder Freund bringt mich näher zum Schöpfer, fügt mehr und mehr Verständnis hinzu, als würde man den Bildschirm vergrößern und weitere hundert, tausend, zehntausend neue Details hinzufügen, die sich zusammenfügen.

Es wird das Bild der höheren Welt und die Verbindung untereinander offenbart. Man sieht alle Bewegungen aller Menschen, ihre Gedanken, Absichten, alle Veränderungen, die in ihnen vor sich gehen. Man erkennt die Wurzel der Höheren Kraft, die alle auf diese Weise erweckt hat.

Auf diese Weise gelangen wir von der Liebe zu den Geschöpfen zur Liebe zum Schöpfer und erkennen die Realität. Alles geschieht durch die Verbindung der Herzen.

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Aus der Lektion „Vorbereitung auf die Öffnung des Herzens beim Kongress“.

Das Gebet der Vielen

Sohar: Das Gebet der Vielen erhebt sich vor dem Schöpfer, und der Schöpfer wird durch dieses Gebet geschmückt. Denn es erhebt sich mit verschiedenen Bitten: der eine bittet um Barmherzigkeit, ein anderer um Mut, ein weiterer um Mitleid und es umfasst mehrere Linien: rechts, links und die Mitte… Das Gebet des einen umfasst nicht alle Linien und hat nur eine Form: Entweder bittet er um Barmherzigkeit oder um Mut oder um Mitleid. Deshalb ist das Gebet des einen unvollkommen und kann nicht wie ein gemeinsames Gebet angenommen werden, da es nicht alle drei Linien einschließt… (Sohar für alle, „VaYishlach “, Punkt 45 ).

Um zu einem gemeinsamen Gebet zu kommen, um für alle als eins zu beten, um eins zu werden, um eins zu sein, muss man durch sehr schwierige Zustände der inneren Suche gehen: zu verstehen, dass

  1. das spirituelle Ziel wichtiger ist als alle anderen Ziele,
  2. es nicht allein erreicht werden kann, sondern nur durch die Schaffung eines gemeinsamen Strebens – dann wird es dem Schöpfer gleichen und vom höheren Licht erfüllt sein.

Deshalb kann nur eine solche Bitte, ein Gebet, „erhört“ werden, dass die korrigierende Wirkung des höheren Lichts hervorruft.

Das Lesen des Buches Sohar lässt uns verstehen, dass wir zusammen sein müssen, denn ohne aus uns selbst herauszugehen, ist es unmöglich das Geben, die Eigenschaft des Schöpfers zu erreichen, um in der höheren Welt zu existieren.

Es wird gesagt: „Von der Liebe zu den Geschöpfen zur Liebe zum Schöpfer“ – der Schöpfer hat uns die Illusion gegeben, dass es viele um uns herum gibt, wir müssen diese Illusion brechen, verstehen, dass alles in mir ist, und Ihn bitten, die ganze Welt in mir zu vereinen.

Dann wird sich aus dem Gebet der Vielen das wahre Gebet des Einen. ergeben.

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Aus einer Lektion über das Buch Sohar.

Die Korrektur der Welt hängt von den Frauen ab

Frauen spielen eine sehr wichtige Rolle bei der Korrektur der Welt. Schließlich gibt es diese Welt nur dank der Frauen. Eine Frau ist das Zuhause, das Einkaufen, der Haushalt. Eine Frau bringt Kinder zur Welt, zieht sie auf, erzieht sie und kümmert sich um sie.

Jeder weiß, wie ein Mann aussehen würde, wenn es keine Frau an seiner Seite gäbe – wie ein Junge, der immer ungewaschen, unordentlich und unorganisiert ist.

Eine Frau ist ein besonderes Geschöpf, sie bringt Ordnung in die Welt und hält sie. Kein Mann kann eine Frau ersetzen, so funktioniert die Welt nun einmal. Im Judentum wird die Frau als „Haus“ bezeichnet. Es ist also die Aufgabe der Frau, das Leben in jedem Haus, Dorf, Stadt und in jedem Land in Ordnung zu bringen. Es liegt alles in den Händen der Frauen und jeder Mann und jede Frau muss sich an dieser Arbeit beteiligen.

Die Frau wird „Haus“ genannt, da ihr Mann am Ende das tut was sie zu Hause verlangt. Es stellt sich heraus, dass die Welt von Frauen regiert wird. Sie wollen es nur nicht laut verkünden, denn es liegt in der Natur der Frauen, dass sie gerne bescheiden im Schatten bleiben und keine Verantwortung übernehmen wollen.

Um diese Welt zum Besseren zu verändern, müssen die Frauen weiblicher werden, dann werden die Männer auf sie hören. Ein Mann mag eine Frau, die sanft und ruhig ist, er hört ihr eher zu, als einer Frau, die unhöflich und fordernd ist. Frauen wissen sehr gut, wann sie ihren Mann anschreien und wann sie weinen müssen, so steuern sie mit diesen beiden Rudern das Familienschiff in der Mitte.

Frauen müssen verstehen, dass es allein an ihnen liegt, diese Welt zu einem freundlicheren und stabileren Ort zu machen. Es heißt, dass „das Volk Israel nur dank der gerechten Frauen aus Ägypten (aus der Sklaverei) herausgekommen ist“. Eine rechtschaffene Frau ist eine Frau, die weiß, was Gerechtigkeit ist, was das Ziel ist und wie sie eine richtige Beziehung zu ihrem Ehemann, sowie zu allen Frauen und allen Männern in der Welt aufbauen kann, damit in der Welt der Geist der gegenseitigen Bürgschaft herrscht. Dies ist ein großes Anliegen.

Wenn Frauen erkennen, dass die endgültige Korrektur der Welt von ihnen abhängt und sich dieser Aufgabe stellen, dann werden ihnen alle folgen und man wird Erfolg haben. Jeder Mann erinnert sich daran, dass er als Kind von seiner Mutter, seiner Großmutter, seiner älteren Schwester, seiner Erzieherin, seiner Lehrerin erzogen wurde. Warum also nicht diese gute, freundliche und hingebungsvolle Betreuung fortsetzen? Man muss sich die Macht der Frauen zunutze machen, um die Welt zu regieren, auf diese Weise wird man dem guten Leben sicher näher kommen.

Das Problem ist, dass wir den Frauen beibringen, wie sie zu Geschäftsfrauen werden. Die Aufgabe einer Frau ist es jedoch, sich wie in einer Familie um einen Mann zu kümmern und ihn zu unterstützen. Ohne kluge Unterstützung werden Männer wie Rabauken, wie Straßenkinder aufwachsen. Das ist genau das, was man heute in der Welt sieht.

Mit der richtigen Unterstützung durch eine Frau, die weiß, wie sie sich zu verhalten hat und die weiterhin wie eine kluge Erzieherin und Lehrerin für einen Mann ist, werden Männer zu guten Männern heranwachsen, die sensibel und respektvoll gegenüber Frauen sind. Es braucht Zeit und viel gemeinsame Arbeit zwischen Männern und Frauen, damit die Männer erkennen, dass es notwendig ist, mit den Frauen zusammenzuarbeiten und sie auch in den Vordergrund treten zu lassen.

Die Frauen müssen begreifen, dass sie sich nicht hinter den Männern verstecken können und sich so wie zu Hause verhalten sollten, wo sie sich um den gesamten Haushalt kümmert: Putzen, Kochen, Wäsche waschen.

Diese familiäre Lebensweise sollte auf alle Bereiche außerhalb des Hauses ausgedehnt werden, dann müssen die Frauen die Männer in diese Arbeit einbeziehen. Schließlich braucht man statt einer einfachen Wäscherei eine Waschfabrik und statt des einfachen Kochens eine Lebensmittelfabrik, in der viele Männer und Frauen arbeiten. Das ist eine ganz andere Größenordnung, und das ist die Zukunft.

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Aus der Sendung „Gespräch mit Journalisten“ vom 15.11.2022

Notwendige Eigenschaften in der spirituellen Arbeit

Kommentar: Geduld und Ausdauer sind die zwei wichtigsten Eigenschaften, die man bei der spirituellen Arbeit braucht. Der Schöpfer prüft unsere Hingabe, wie sehr wir an Ihm hängen und in der Lage sind, alles andere Ihm zu opfern, so als gäbe es niemanden außer dem Schöpfer.

Es liegt an uns, uns zu prüfen, ob wir all den Einflüssen des Schöpfers widerstehen können, durch die Er uns erkennen lässt, dass „es nichts anderes als eine höhere Macht gibt“.

Der Mensch muss hartnäckig in der Arbeit des Schöpfers sein, damit er trotz aller Hindernisse nicht vergisst, dass alles vom Schöpfer kommt. Er muss unter allen Umständen den Weg in diese Richtung fortsetzen. In allen Situationen die sich im Leben ergeben muss er nur immer fester an „Es gibt keinen außer Ihm“ festhalten, damit der Schöpfer sein einziges Ziel ist.

Je weiter man vorankommt, desto mehr Hindernisse tauchen vor einem auf, um das Durchhaltevermögen, die Hingabe an das Ziel und die Beständigkeit zu stärken. Jedes Mal, wenn er vom Ziel weggezogen wird, werden ihm Hindernisse in den Weg gelegt, er wird verwirrt und in die Irre geführt, aber er versucht, nicht zu vergessen, dass all dies dazu dient, dass er auf seinem Weg gestärkt wird und wächst.

Es ist notwendig, alle Abstiege und Hindernisse zu überwinden, bevor man die Tore der spirituellen Welt betritt. Das Wichtigste: Habt keine Angst vor irgendetwas, egal was passiert, gebt nicht auf, sondern haltet an eurem Ziel fest. So wie ein Baby an seine Mutter geheftet ist, so dass es unmöglich ist, es von ihr zu trennen, so müssen wir uns an den Schöpfer klammern, damit wir uns immer mehr mit dem Ziel verbinden und in dieser Form spirituell wachsen können.

Aus dem Unterricht über „Geduld und Ausdauer“.

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