Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Wunsch'

Alle Wunder werden durch unsere Verlangen hervorgebracht

Eine Frage, die ich erhielt: Ich bin ein orthodoxer Priester und interessiere mich seit sechs Jahren für die Kabbala, wie sie in Ihrem Ashlag Forschungsinstitut gelehrt wird. Meine Frage ist: Haben die unerklärlichen Phänomene der Natur spirituelle Wurzeln? Ich war Zeuge einer übernatürlich weinenden Ikone. Das geschah vor drei Wochen in einer Kirche, während ich am Altar meinen Dienst verrichtete. Die Schlieren und Tropfen der Myrrhe sind noch nicht getrocknet und verströmen noch immer einen sehr starken Duft. Mit mir ist alles in Ordnung – es ist nicht notwendig, einen Notarzt zu rufen. Außerdem war ich nicht der einzige Zeuge des Phänomens.

Meine Antwort: All die „unerklärlichen“ Phänomene der Natur können ganz einfach erklärt werden: die Verlangen eines Menschen können Wunder Wirklichkeit werden lassen. Wenn man sich wahrhaftig etwas wünscht, kann alles geschehen. Das gleiche gilt für Wunder – besonders in religiösen Praktiken, auch wenn wir uns dieser Erwartung nicht voll bewusst sind.

Wenn wir die Wahrnehmung in der Kabbala studieren, lernen wir, dass das Weltbild in unserm Innern und durch uns dargestellt wird. Es hängt vollständig von unseren Verlangen ab. Es ist also nichts unmöglich. Wenn ein Mensch an etwas denkt oder sich etwas wünscht, bedeutet das, dass es einen Ort dafür in dieser Welt gibt und es in irgendeiner Form möglich ist. Andernfalls wäre dieses Verlangen in ihm nie aufgekommen. Jedoch das Wichtigste ist, etwas Gutes zu wünschen!

Zum Kabbalalernzentrum–>

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Illuminanten kommen und holen dich… NICHT!
Blog-post: Wie können wir wissen, dass die Enthüllung der höheren Welt keine Illusion ist?
Blog-post: Es gibt keine Wunder
Blog-post: Wir nehmen alles innerhalb unserer Verlangen wahr

Verbindung – die rettende Kraft

Wir haben einen Zustand erreicht, wo es wesentlich ist, dass wir uns verbinden. Wir sollen uns jedoch nicht verbinden, weil sich dann jeder von uns besser fühlt, sondern damit sich dadurch alle zusammen besser fühlen.

In der Vergangenheit wurden wir voneinander durch den Nutzen angezogen, den unsere Zusammenarbeit für uns hatte. Deshalb haben wir eine globale Verbindung aller Menschen in der Welt entwickelt. Wir produzieren etwas in einem Teil der Welt, verkaufen es in einem anderen Teil, bekommen wieder etwas anderes von einem weiteren Teil der Welt und all dies wirkt sich wiederum auf einen ganz anderen Teil der Welt aus. So erfüllen die Menschen ihre Egos, ihren individuellen Wunsch Genuss zu empfangen.

Nun ist es jedoch für uns an der Zeit, von den egoistischen Verbindungen zwischen uns, zu altruistischen überzuwechseln. Wir dürfen dies nicht tun, um selbst einen Nutzen daraus zu ziehen, sondern damit es allen zugutekommt. Wir müssen von einer Verbindung „um des Nehmens willen“ zu einer Verbindung „um des Gebens willen“ wechseln. Wir müssen uns verbinden, weil darin eine Gelegenheit zum Geben liegt.

Natürlich klingt dies vollkommen unrealistisch. Aber die Natur wird uns dazu zwingen, diese Art der Verbindung zu erreichen. Daher wird es uns besser ergehen, wenn wir die Initiative ergreifen und das Naturgesetz des universalen Gebens und der Liebe erlernen. Dieses Gesetz folgt aus der Tatsache, dass die ganze Natur ein einziger Organismus ist. Wenn wir wenigstens beginnen, darüber zu sprechen und nachzudenken, dann werden unsere Gedanken die restliche Arbeit verrichten!

Die Wissenschaft der Kabbala erklärt, dass keiner von uns die Kraft hat, die Spiritualität alleine zu erreichen. Alleine können wir die Eigenschaft des Gebens weder erreichen noch von ihr erfüllt werden und so Frieden erfahren. Wir können dies eher bewerkstelligen, wenn wir untereinander die richtigen Verbindungen schaffen.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Verwandtes Material:
Blog-post: Wir wurden als Teile eines Ganzen erschaffen
Blog-post: Egoistische Sehensüchte sind nicht in der Absichte auf das Schencken und die Nachtliebe ausgerichtet
Blog-post: Was wird geschehen, wenn die Menschen beginnen, die Idee der Verbindug zu verstehen

Wir sind miteinander verbunden wie Fische in einem Netz


Was ist die Ursache der neuen Situation, in der wir uns befinden? Warum wird die Verbindung zwischen uns offenbart?

Es soll die Verbindung zwischen unseren Seelen enthüllt werden. Dieses Netz, das Leute miteinander verbindet, ist spirituell und wird Adam HaRishon, die allgemeine Seele, genannt.

Wir sind darin wie Fische in einem Netz „gefangen“ – so fühlen wir uns, weil wir diese Verbindung nicht wünschen! Jedoch, wenn du den Wunsch hast, mit allen anderen durch dieses Netz verbunden zu sein, wird es ein Vergnügen für dich sein. Warum? Weil du durch diese gegenseitige Verbindung die Höhere Kraft und das spirituelle Leben erreichen wirst.

Du bist bereits innerhalb dieses Netzes – es ist die Natur selbst. Und die Finanzkrise, sowie alle anderen Krisen, die auf verschiedenen Gebieten geschehen, sind für uns da, damit wir uns dieses Netzes, in dem wir sind, bewusst werden.

Kabbala Akademie

Verwandtes Material:
Blog-post: Das spirituelle Ziel ist für alle das Gleiche
 

Es gibt einen Weg, den Tod zu umgehen

Wenn ein Mensch die Mitte des Lebens erreicht, beginnt er allmählich, in den Tod „zu gleiten“. Er stirbt nicht im Nu, genauso wie er nicht im Nu zu einem Erwachsenen wird. Seine Kerze – das egoistische Verlangen, das in ihm brennt – schwindet allmählich dahin.

Bis zum Alter von 40-45 Jahren denkt man, dass das ganze Leben vor einem liegt und dass man fähig sein wird, sich selbst zu verwirklichen. Aber im Alter von 40 wächst die Enttäuschung und man erkennt, dass es zwecklos ist, auf große Veränderungen im Leben zu warten. Und darum beginnt man dahinzuschwinden.

Das egoistische Verlangen unterwirft sich immer mehr, indem es akzeptiert, was es hat, bis das Verlangen voranzukommen vollständig verschwindet. Folglich stirbt es. Es ist also nicht unser Körper, der stirbt, sondern unser Verlangen weiterzumachen, das schwächer wird.

Können wir irgendetwas dagegen tun? Jeder sucht nach einem Weg, länger zu leben. Aber warum wollen Menschen das – gibt es hier nicht genug Leiden für uns? Wollen wir 140 Jahre anstatt 70 Jahre leiden? Wir wollen das, weil wir den Tod mehr fürchten, als etwas in diesem Leben zu verlieren.

Wenn ein Mensch jedoch einer Gesellschaft angehört, die sich mit der spirituellen Entwicklung befasst, gibt ihm die Gesellschaft Kraft und ein Verlangen voranzukommen. Deshalb fühlt er sich immer wie ein Kind, das viele Wünsche hat. Und neben seinem Egoismus entwickelt er ein neues Verlangen – zu geben. Dieses Verlangen wird immer größer, scheint heller und schwindet niemals.

Dieses wachsende Verlangen belebt einen Menschen fortwährend, so dass er alle Jahre seines Lebens aktiv und unnachgiebig wie ein Kind bleibt. Während der ungefähr 70 Jahre seines Lebens wird er niemals dahinschwinden. Darüberhinaus wird er beim Tod seines physischen Körpers keinen Verlust empfinden, sondern wird ihn bezüglich seiner Verlangen – seiner Seele – als Sprung auf eine höhere Stufe ansehen.

Kabbala Akademie

Verwandtes Material:
Blog-post: Wir müssen die Großartigkeit des Systems enthüllen, in dem wir uns befinden
Blog-post: Wenn ich reich wäre, würde jeder studieren, wie man schenkt
Blog-post: Über Leben, Tod und die Seele

Die Wirklichkeit, die wir spüren, ist wie ein Traum


Eine Frage, die ich erhielt: Was meinen Sie damit, wenn Sie sagen, dass Tiere, Pflanzen und Materie als Substanz nicht existieren? Nur die Menschen existieren? Nur die menschlichen Seelen können den Schöpfer erreichen? Ich verstehe, dass alles, was wir hier sehen, ein „Abdruck“ der Wirklichkeit ist – die Bäume, der sternenübersäte Himmel, die hohen Berge und die Landschaft. Ist dies alles nur in unserer Vorstellung?

Meine Antwort: Das einzige, was geschaffen wurde, ist das Verlangen. Es enthält ein Gefühl, welches vom Egoismus in „ich“ und „was mich umgibt“ geteilt wird. Indem wir den Egoismus korrigieren, verschmilzt dieses Gefühl in ein ganzheitliches „Ich“ und das Gefühl meiner Quelle, der zusätzlichen Wahrnehmung des Schöpfers.

Alles was man außen wahrnimmt, liegt innerhalb unseres Bewusstseins. Dies ist die tatsächliche „Wirklichkeit“. Alles liegt ausschließlich in unserem Bewusstsein, wie in einem Traum. Unser Unvermögen, auf objektive Weise Gefühle zu vergleichen, begrenzt uns, da wir nur eine Wahrnehmung dieser Welt haben. Doch sehr bald wird die Menschheit aus ihrem Schlummer erwachen, und die Menschen werden andere mögliche Existenzen finden.

Verwandtes Material:
Blog-Post: Die Wirklichkeit befindet sich in unserer Vorstellung
Blog-Post: Kabbala, Wissenschaft und die Wahrnehmung der  Realität
 
Kabbala Akademie

Der Egoismus der Welt kann von Amerika gelernt werden

Eine Frage, die ich erhielt: Viele der Studenten, die in unserem virtuellen Lernzentrum studieren, leben in Nordamerika – dem Ort, der durch die Krise am meisten getroffen worden ist. Wie sollten sie die Krise betrachten? Wie kann ihre Situation erleichtert werden und was können sie tun?

Meine Antwort: Im Unterschied zu anderen Ländern hat Amerika mehrere einzigartige Eigenschaften. Zuallererst ist es ein Schmelztiegel, der das ganze „Babylon“ – alle 70 Nationen der Welt enthält, und das ist vorteilhaft. Andererseits sind Amerikaner an der äußersten Spitze des Egoismus: Jede Person hat den Wunsch, alles nur für sich selbst zu erhalten und fordert persönliche Freiheit. Aus diesem Grund erhält Amerika solch enorme Schläge. Somit sind sie einerseits in einer schwierigen Lage, aber andererseits kann es für sie leichter sein, die Konzepte der Gemeinschaft und Gegenseitigkeit zu akzeptieren.

Ihre enorme Kraft wird ihnen helfen, schnell zu begreifen, dass selbst dies sie nicht retten kann. Eine Person ohne Geld denkt, dass, wenn sie Geld hätte, sie vor der Krise gerettet werden würde. Jedoch wird derjenige, der Geld und eine Gelegenheit hat, Dollars zu drucken, schnell herausfinden, dass er überhaupt keine Macht hat, selbst wenn er die Bank von Amerika besitzt.

Amerikaner wollten als das Land des Konsums ein Beispiel für die ganze Welt setzen. Aber dieses Konzept ist bereits überholt und sie begreifen ihren Fehler. Amerika ist der richtige Platz, den Egoismus in der Welt zu studieren. Es ist der einzige Platz in der Welt, wo Egoismus offen vorherrscht, in einer Form die von jedem verstanden und ohne irgendwelche Kompromisse oder Vorwände akzeptiert wird. Daher wird alles, was in Amerika geschieht, die ganze Welt beeinflussen. Wollen wir hoffen, dass das Verständnis schnell kommen wird.

 

Verwandtes Material:
Blog-post: Wird „Mein Haus ist meine Burg“ die neue Ideologie der Amerikaner?
Blog-post: Der Augenblick der Wahrheit für das amerikanische Volk
Blog-post: „Das Ende Amerikas“ – oder doch nicht?
 
„Verbindung“  >  Kabbala Akademie

Wir alle sind weiblich In Bezug auf den Schöpfer


Zwei Fragen, die ich darüber erhielt, was es in der Spiritualität bedeutet, eine Frau zu sein:

Frage: Sie sagen, dass eine Frau, um spirituell voranzukommen, dem männlichen Teil der Weltgruppe helfen muss, und sie dadurch ihre Erfüllung erlangen wird. Jedoch wenn eine Frau den direkten Wunsch „dem Schöpfer ähnlich zu sein “ ausdrückt, lacht jeder darüber. Sollte sich eine Frau dieses Wunsches schämen, wenn sie ihn hat?

Meine Antwort: Sorgen Sie sich nicht. Ganz im Gegenteil: Wir alle, Männer ebenso wie Frauen – alle Seelen, sind der weibliche Teil des Kli. Wir sind alle das Verlangen in Bezug zum Schöpfer, welcher der männliche Teil ist, der Eine, der uns erfüllt.

Frage: In diesem Leben bin ich weiblich. War ich in meinen vorigen Leben immer weiblich? Wenn ich die Angleichung der Form in dieser Lebenszeit erreiche, werde ich in der Spiritualität weiblich sein? Wenn es so ist, wird dann ein Mann in der Spiritualität auch männlich sein, oder weiblich, weil er mit Licht in seinem Gefäß gefüllt wird, welches weiblich ist?

Meine Antwort: Sie waren immer weiblich, und Sie werden bis zur Endkorrektur weiblich sein.

Verwandtes Material:
Blog-post: Über die Männer und Frauen in unserem Innern
Blog-post: Männern, Frauen und die Korrektur der Seele
Blog-post: In der spirituellen Welt verbinden sich die Seelen von Männern und Frauen wie…

Offener Brief an die G20: Wegbeschreibung aus der Krise


Ein offener Brief an die Führenden der G20 im Hinblick auf ihr Treffen am 2. April in London

Thema: Der Zustand der Welt

Liebe Führer der G20,

mein Name ist Michael Laitman, ich bin Professor für Ontologie, PhD in Philosophie und Kabbala sowie Master of Science in medizinischer Biokybernetik. Ich bin Gründer und Präsident von Bnei Baruch, eine in Israel gegründete internationale Organisation mit Zweigstellen in Nordamerika, Zentral- und Südamerika und Europa (Ost und West). Auf meiner Webseite www.kabbalah.info gebe ich einer Zuhörerschaft von 2 Millionen Menschen weltweit täglich kostenfreien Unterricht in Kabbala und Spiritualität. Der Unterricht wird simultan in sieben Sprachen übersetzt: Englisch, Spanisch, Hebräisch, Russisch, Französisch, Türkisch und Deutsch. Ich besitze auch den Fernsehkanal 66 beim israelischen Satelliten- und Fernsehprovider YES.

Ich schreibe Ihnen in ernster Sorge um die Zukunft der Welt. Der Grund, warum ich mich an Sie wende, liegt in meiner Überzeugung, dass Sie die einzigen sind, die eine sichere Welt garantieren können, in der alle Menschen ungeachtet ihrer Religion, Herkunft, Geschlecht oder Nationalität ein Leben in Frieden, Gesundheit und Unabhängigkeit führen können.

Ich möchte zunächst meine tiefsten Respekt und meine Bewunderung für Ihre Initiative zum Ausdruck bringen, durch die Sie sich sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene dafür einsetzen, diese mehrdimensionale Krise, der wir derzeit ausgeliefert sind, zu lösen. Wie Sie selber schon öfters in Ihren Ansprachen erwähnten, liegt die Einmaligkeit der heutigen Krise in der Globalisierung. Daher ist auch eine globale Lösung von Nöten. Doch bevor ich meinen Lösungsvorschlag präsentiere, möchte ich kurz auf die Ursachen der Krise eingehen.

Die Wurzel der Krise – das globale Ego

Wenn wir die Menschheitsgeschichte analysieren, wird offensichtlich, dass die Menschheit durch die Kraft des egoistischen Wunsches, welcher sich in uns seit Anbeginn der Zeit entwickelt, angetrieben wird. Mit der Entwicklung dieses Wunsches erfanden wir immer ausgefeiltere Methoden, ihn zu befriedigen.

Im 21. Jahrhundert aber änderten sich die Spielregeln. Wir wechselten von einer „persönlichen“ Entwicklung zu einem integralen System, in welchem alle Teile voneinander abhängig sind. Das Ego, welches unser Hauptantrieb war, wurde zu einem globalen Ego, welches uns alle in einem Teufelskreis verbindet. Von dem Moment an, als wir uns zu einem globalen und integralen System vereinten, wurden wie bei jedem anderen System in der Natur unsere Stärke und Zukunftsfähigkeit von dem gegenseitigen Verantwortungsgefühl aller Menschen abhängig.

Ein Problem wurde offensichtlich: Während unsere Beziehungen immer mehr in einander griffen, verhielten wir uns selbst aber nach wie vor egoistisch – daher die Krise.

Die Lösung – Bildung
Das geschlossene System der Zivilisation treibt uns dazu, die Wichtigkeit einer bewussten Beteiligung der gesamten Menschheit zu erkennen. Unsere gegenseitige Abhängigkeit nötigt uns dazu, dass wir alle dieses System verstehen und uns rücksichtsvoll den anderen gegenüber verhalten.

Daher setzt die Lösung der Krise eine Veränderung des Bewusstseins aller Menschen voraus. Jede Person muss erkennen, dass in einer globalisierten Welt das Schicksal des einzelnen in seiner Einstellung den anderen gegenüber liegt.

So wie wir ein Bildungssystem etabliert haben, das unsere Kinder auf das Leben vorbereitet, müssen wir nun ein globales System erschaffen, das erklärt, wie die Menschen ihr Leben in einer neuen globalisierten Welt leben sollen – entsprechend dem Prinzip aller Religionen „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“. Wenn wir so ein System etablieren, werden wir umgehend den Heilungsprozess der Gesellschaft spüren, denn wenn sich die Menschen der neuen Gesetze der Welt gewahr sind, werden sie sich zueinander auf neue Art und Weise verhalten, in Fürsorge.

Wir müssen die Wirtschaftssysteme und die politischen Systeme erneuern, denn alle anderen Systeme werden sich entsprechend unseres Bewusstseins der Verbundenheit bzw. unserer Vernetzung anpassen.

Wir sind mit einer facettenreichen globalen Krise konfrontiert. Daher benötigen wir eine globale Bildung, um richtig auf die diversen speziellen Krisen zu reagieren.

Der Arbeitplan

Weil die überwiegende Mehrheit der Menschen sich durch die öffentliche Meinung beeinflussen lässt, müssen wir, um den Fokus der Menschheit auf eine konstruktive Geisteshaltung zu verlagern und um ein neues Wertesystem zu erschaffen, die Kraft der Gesellschaft nutzen.

Daher schlage ich folgende Schritte vor:

  • Ein internationales unpolitisches Bildungszentrum zu etablieren, in dem sich berühmte Wissenschaftler der harten Wissenschaften und der politischen Wissenschaften der ganzen Welt versammeln. Diese Experten werden eine Vielfalt von erläuterndem Inhalt über den neuen Zustand der Welt entwickeln und mit den Medien zusammenarbeiten, um ihre Ansichten zu publizieren.
  • Eine Arbeitsgruppe bilden, die die Pläne zur Erhöhung des sozialen Bewusstseins auf der ganzen Welt fördern.
  • Bestimmen, dass jedes Medium Programme produziert, die die Menschen über unsere Vernetzung informieren und dies mindestens 30 Minuten täglich zur Hauptsendezeit.
  • Alle großen Werbeagenturen darüber in Kenntnis setzen, dass Werbungen, die einen negativen Effekt auf die Gesellschaft haben können, nicht im öffentlichen Radio und TV ausgestrahlt werden.
  • Zusätzlich sollten wir eine von den Regierungen unterstützte Kampagne starten, die aufklärende Informationen über das Ausmaß unserer Vernetzung bzw. Verbundenheit anbietet.
  • Jede Schule dazu verpflichten, in ihrem Lehrplan Hinweise zu den Regeln, die sich aus der neuen Gesellschaft ergeben, aufzunehmen. Damit einher sollte es einen täglichen Unterricht geben, in dem Studenten die menschlichen Beziehungen, die in einem globalisierten Zeitalter vorherrschen, diskutieren können.
  • Preise und andere finanzielle Zuwendungen für Produktionen in Literatur, Kunst, Kino, Theater und Journalismus entsprechend dem Ausmaß ihres Nutzens für die Gesellschaft vergeben.

Als Anführer der größten Länder könnten Sie die Institution einer globalen (Aus-)Bildung einführen, die die Welt so verzweifelt braucht.

Indem Sie das tun werden die Länder nicht nur ihre Sorge um die Menschheit beweisen sondern sie sogar vorantreiben.

Mit freundlichen Grüßen,

Michael Laitman

Die G-20 werden sich ohne Kabbala nicht vereinen können


Eine Frage, die ich erhielt: Der G-20 Gipfel erinnert mich an die berühmte Geschichte, als Einwohner eines Kibbuz mitten in der Wüste um Regen beteten. Ist das ein guter Vergleich?

Meine Antwort: Sie sagten, dass die Kibbuz Mitglieder aus der Tiefe ihres Herzens um Regen beteten und schließlich kam der Regen. Wenn also die G-20 und die Menschheit im Allgemeinen sich das Gute wünschen, wird das Gute dann eintreten? Also die Leute, die im Kibbuz lebten, waren bereits verbunden! Sie waren gewillt, ihren Egoismus anderen gegenüber zu opfern und sich selbst im Hinblick auf den Kibbuz zu annullieren. Sie hatten einen gemeinsamen Wunsch – ein Gebet, das aus ihrer tiefen Verbindung entsprungen war, und daher erfüllte sich ihr Wunsch.

Doch welche Verbindung besteht hier bei den G-20? Einerseits können wir sagen, dass diese Leute durch ein gemeinsames Problem verbunden sind, wie Nüsse in einem Sack. Dies ist aber nicht genug, denn wahre Verbindung ist gefordert. Es hilft nicht, es nur zu versuchen und vor dem Leid zu fliehen. Dies wird die Menschen nicht zur Tugend zurückführen. Es gelingt nur unter der Bedingung, dass sie verstehen, wie man diese Tugend bzw. Güte erschafft.

Tatsächlich stellt sich folgende Frage: Kann die Menschheit den Weg zu einer glücklichen Zukunft auch ohne Kabbala finden? Die Antwort lautet: nein, denn sie hat nicht die Kraft, die fähig wäre, Egoisten zu vereinigen. Sie verfügen nicht über den Kanal, der das Höhere Licht anzieht, das das Vakuum zwischen Egoisten füllen und als „Klebstoff“ zwischen ihnen dienen könnte. Notwendig dazu ist die Verbindung zu der Höheren Kraft; das ist der Grund, warum die Kabbala im alten Babylon enthüllt wurde und nun zurückkehrt.

(Aus der Lektion über Baal HaSulams Artikel „Ein Gebot“ vom 3.8.2009)

Zum Kabbala Lernzentrum –>

Verwandtes Material:
Blog-post: Die G-20 werden die Krise nicht beseitigen
Blog-post: Sie müssen wissen, wie man richtig bittet!

Der Schöpfer – die allgemeine Kraft der Natur – ist unter uns

Zwei Fragen, die ich bezüglich der richtigen Ausrichtung auf den Schöpfer erhielt:

Frage: Ich habe es nicht zum Kongress geschafft, aber ich habe die Lektionen via Internet gehört. Ich studiere Kabbala seit einigen Jahren und es war das erste Mal, dass ich Sie sagen hörte, dass wir jede Minute unseres Lebens mit der Einstellung „Es gibt keinen außer Ihn“ und „Er ist gut und gutes tuend“ verbringen sollten, um uns über das Ego zu erheben. Ich habe es ausprobiert und es funktioniert! Meine Frage ist: Muss ich glauben, dass der Schöpfer bereits unter uns in der Gruppe ist, und Sie haben deshalb die oben genannte Vorgehensweise empfohlen?

Meine Antwort: Natürlich. Der Schöpfer ist unter uns, weil er die allgegenwärtige Macht der Natur darstellt. Allerdings ist Er vor uns verborgen, weil unsere egoistischen Eigenschaften von Ihm abweichen. Mit der Korrektur der egoistischen Eigenschaften werden wir Ihn schrittweise innerhalb unserer neuen altruistischen Eigenschaften enthüllen.

Frage: Sie sagten, dass alles vom Schöpfer gelenkt wird und vor einer Weile haben Sie als Antwort auf eine Frage über Ihre Schüler gesagt, dass sie alle einen Beruf haben und es keine „Faulenzer“ unter ihnen gibt. Aber sind Faulenzer nicht auch Menschen? Es ist nicht ihr Schuld, dass sie so sind; sie haben keine Wahlfreiheit, weil sie vom Schöpfer gelenkt werden.

Meine Antwort: Du kannst diese Erklärung als Entschuldigung für alles benutzen und für immer faul bleiben. Du kannst einfach dort sitzen und nichts tun für den Rest deiner Tage, indem du behauptest, dass dich der Schöpfer erwecken wird, wenn er das möchte, und dass dein Wunsch faul zu sein, ebenso von Ihm kommt usw.

Die Führung durch den Schöpfer wird sich dir nur enthüllen, sobald du Ihn erreichst und erst dann wirst du in der Lage sein, über Ihn zu sprechen. Aber bevor das passiert, sind all diese Spekulationen nur Philosophie, begründet auf Faulheit.

 

Verwandtes Material:
Blog-post: Alles was Sie über die 613 Verlangen wissen müssen
Blog-post: Kämpfe gegen nichts, außer gegen deine eigene Faulheit