Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Wunsch'

Den weißen Fleck auf dem Weg hinter sich lassen

Eine Frage, die ich erhielt: Die Methode der Kabbala beschreibt klar alle Stufen unseres Aufstiegs. Doch an einem Ort gibt es eine Lücke – den Übergang vom Körperlichen zum Spirituellen. Wieso wurde dieser Bereich ausgelassen?

Meine Antwort: Ich verstehe deinen Wunsch, die „breite Straße“ zur Spiritualität zu nehmen, von Anfang bis zum Ende den gesamten Weg zu sehen und Wegzeichen und Namen an jeder Ecke zu haben. Und dann an den Ort zu kommen, wo ein komplett gedeckter Tisch auf dich wartet. Doch das würde einem Hund gleichen, der durch die Straßen jagt und versucht, einen Knochen zu beschnüffeln.

Wir jedoch müssen über den Knochen des Hundes aufsteigen. Wir müssen sogar unsere Sinne in entgegengesetzte umwandeln, was wir uns jetzt noch überhaupt nicht vorstellen können. Aus diesem Grund ist der Übergang vom Körperlichen zur Spiritualität für uns so unklar – wie ein weißer Fleck auf unserem Weg.

Doch genau dahin musst du das Licht bringen – zu dem Ort, an dem du den weißen Fleck hast. Und du hältst das Instrument dazu in deiner Hand.

Du arbeitest in allen Bereichen der Realität, die klar für dich sind, doch wenn du zu dem winzigen Fleck kommst, wo du weißt, dass du nichts tun kannst, da hilft dir das Licht und erschafft in dir einen neuen Sinn und öffnet das Tor zu einer neuen Welt.

(Aus der Vorbereitung zum täglichen Kabbala Unterricht)

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Alle Höheren Welten befinden sich in uns


Ohne die Hilfe der egoistischen Wünsche, den Klipot, können wir nicht vorankommen. Wir sind mit einem egoistischen Wunsch geboren worden und dieser Wunsch stellt die gesamte Schöpfung dar. Wenn wir jedoch in die spirituelle Welt eintreten, dann entdecken wir anstelle unseres winzigen, primitiven Wunsches zu empfangen ein ganzes System von Verlangen. Der Unterschied zwischen der Klipa (Egoismus) und Heiligkeit (Geben) liegt darin, wie ein Mensch diese Wünsche anwendet: für sich selbst oder um des Gebens willen. Beim Aufsteigen der spirituellen Stufen bestimmt er selbst, ob seine Wünsche Klipa oder Heiligkeit sind.

Wir neigen zu der fälschlichen Annahme, dass es zwei Welten um uns herum gibt, die in Bezug auf uns fremd sind und dass wir zwischen ihnen „wandeln“. So etwas gibt es nicht. Sondern alles geschieht in uns, innerhalb unserer Wünsche. Außer diesem existiert nichts.

Wenn wir weiterkommen, enthüllen wir ständig neue Wünsche in uns und je nachdem, wie wir uns zu unserer Umgebung beziehen, bestimmen wir, ob unsere Wünsche um des Empfangens oder des Gebens willen sein werden. Dabei bilden wir die spirituellen Welten oder Stufen.

Dies ist anders, als das, was wir uns heute vorstellen – dass die Höheren Welten bereits existieren und wir diese einfach betreten, als wären sie ein verzauberter Wald, mit bösen Geistern (Klipot),die auf der einen Seite leben und der Heiligkeit (Güte und Geben) auf der anderen Seite. Aber alles existiert im Innern des Menschen: alle Welten, der Schöpfer und der Mensch selbst.
(Aus dem 3. Teil der Täglichen Morgenlektion)

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Die Kraft des Lichtes hilft uns, unsere egoistischen Wünsche zu überwinden


Wenn ein Mensch beginnt, unmittelbar an seinem Wunsch zu geniessen zu arbeiten und er versucht, diesen zu unterdrücken oder umgekehrt, ihn zu vergrößern, dann findet dieser Vorgang innerhalb der Grenzen dieser Welt statt. Es gibt viele Menschen, die bereit sind, ihre Wünsche um etwas anderes Wichtiges willen zu unterdrücken, z.B. wollen sie schlanker werden, einen gesunderen Lebenstil erreichen oder im Sport eine Medaille erringen.

In diesen Fällen bezwingt der größere egoistische Wunsch die kleineren Wünsche. Alles hängt von der Entscheidung ab, die man trifft. Was ist für mich wichtiger?

Die Gesellschaft und Werbung können uns mit solch künstlichen Werten vollstopfen, dass wir gezwungen sind, entgegen unseren natürlichen egoistischen Wünschen, das Leben zu geniessen, zu handeln. Das ist so, weil der größte Wunsch des Menschen in der Anerkennung der Gesellschaft liegt, da dieser Wunsch aus der Verbindung unter den Seelen stammt.

Viele Menschen bringen ihr egoistisches Verlangen dazu, aus sich selbst oder unter dem Einfluss der Gesellschaft zu wachsen: sie kämpfen darum, Reichtum, Berühmtheit und Macht zu gewinnen, ohne sich selbst Grenzen zu setzen und sie versuchen, sich selbst zu erfüllen. Beide Herangehensweisen sind egoistisch und üblich in unserer Welt. Ebenso ist das, was wir „Gnade“ oder „Mitgefühl“ nennen, ebenfalls eine verhüllte Art des Empfangens.

Sollte ein Mensch jedoch zum wahren Grad des Gebens aufsteigen wollen, dann muss er sicher gehen, dass er sich nicht selbst belügt, dass er nicht in dem gleichen gewöhnlichen Egoismus verbleibt. Darum wird er zu einer Gesellschaft gebracht, deren Ziel es ist, Geben und Vereinigung mit einander zu erreichen, aber außerdem wird dies deshalb getan, um sich mit dem Schöpfer zu verbinden und Ihn zu enthüllen.

Um das zu tun, braucht man das Höhere Licht, denn man braucht eine äußere Kraft, die Kraft des Lichtes, um die Arbeit gegen den Egoismus auszuführen. In diesem Fall suche ich mir nicht aus, welcher Wunsch am wichtigsten für mich ist, sondern ich entscheide einfach, dass mein Egoismus gar nichts empfangen will. Die einzige Belohnung, die ich erhalte, wird die Eigenschaft des Gebens sein, die ich erlange.
(Aus der Vorbereitung zum täglichen Kabbala Unterricht)

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In der Kabbala sind die Meilensteine auf unserem Weg für unser Auge unsichtbar

Eine Frage, die ich erhielt: Es gibt ein Problem bei dem Kabbalastudium: es ist nicht offensichtlich, was man machen muss. Andere Methoden geben einem verschiedene Übungen für den Körper oder den Verstand, aber in der Kabbala ist es total unklar, was man von einem praktischen Standpunkt her machen sollte. Soll man einfach studieren und das ist alles?

Meine Antwort: Sie haben Recht. In dieser Methode kann der Student nicht klar erkennen, was er machen soll. Der Grund dafür ist, dass er die Kunst des Gebens lernt, welche eine dem Auge unsichtbare Absicht ist. Ihr physischer Körper nimmt daran nicht teil, nur Ihr Herz.

Doch was ist nun das Herz? Es ist eine Ansammlung all Ihrer Verlangen. In der Kabbala müssen Sie tief in Ihr Herz schauen und seine Eigenschaften kennenlernen. Sie müssen sehen, welche Einstellung aus Ihrem Herzen sich auf sich selbst richtet, auf andere Menschen und auf den Schöpfer. Sie müssen Ihr Herz erweitern und darin wie in einem Labor arbeiten, wo Sie verschiedene Kräfte, Wünsche und Gedanken leiten und miteinander verbinden und mischen. Dies ist etwas, was ein Mensch allmählich lernt und auf diese Weise vergrößert sich das Herz mit der Hilfe des Einflusses des Höheren Lichtes.

Bei den anderen Methoden ist alles offensichtlich.

Es gibt dort physische Zeichen, damit man klar sehen kann. Wenn man jedoch mit der Kabbala anfängt, sieht man gar nichts! Darum wird sie auch „Verborgene Weisheit“ genannt, und die Anfangsperiode im Studium heißt die „Zeit der Verhüllung“ , weil wir nicht sehen, wie wir voranschreiten, was uns hilft voranzuschreiten und wir können auch nicht sagen, ob wir nicht einfach noch still stehen.

Doch gibt es hier einen Weg herauszufinden, ob man korrekt vorankommt. Man muss sich fragen, ob man noch irgendetwas anderes möchte als die Verbindung mit den anderen Seelen. Unsere gesamte spirituelle Arbeit ist in keiner Weise mit unserer körperlichen Arbeit verbunden, sondern vielmehr versteckt sie sich im Innern der Dinge. In anderen Worten arbeiten wir mit Kräften, die die Dinge von innen her lenken, und darum fühlen wir sie noch nicht. Wir haben Einfluss auf unsere Dinge, doch nur durch Kräfte, die vor uns verborgen sind.

Darum haben die Menschen Recht, wenn sie verlangen „Sag mir, was ich tun soll! Gib mir eine Arbeit die ich sehen kann und für die ich je nach meinen Bemühungen belohnt werde! Ich brauche eine Art Wegweiser auf dem Weg, also wo sind die?“ Ein Mensch muss jedoch nach neuen Kriterien des Vorankommens suchen, die nicht auf der Materie, sondern auf der Spiritualität basieren. Er muss eine Art Spuren des Gebens finden.

Ein Beispiel: Obwohl ich nichts empfange, komme ich dennoch zum Unterricht und nehme an der Arbeit teil. Ich akzeptiere den Rat der Kabbalisten, was „über dem Verstand“ heißt und ich studiere gemäß ihrem Rat. Ich öffne ein Buch, von dem mir gesagt wurde, dass es das Licht der Korrektur enthält. Ich weiß noch nicht einmal, was dieses Licht ist, aber ich will, dass es auf mich wirkt! Ich will mich unter diesen Wasserfall des Lichtes stellen! Möge mich dieses Licht ändern und mich von all den äußeren Schalen oder Verhüllungen (Klipa) reinigen!

Wenn du nach spirituellen Änderungen in dir schaust, dann ist die Präsenz dieses Wunsches der Weg, dir zu sagen, ob du vorankommst oder nicht.

(Aus der Vorbereitung des Täglichen Morgenunterrichtes)

Wie man seine Zehn Sfirot bildet und sie dann mit dem Licht des Schöpfers füllt

Eine Frage, die ich erhielt: Im „Vorwort zum Sulam Kommentar“ wird ein System beschrieben, welches sich außerhalb des Menschen befindet. Wie kann ich mir nun dieses System in Bezug auf mich, und welches sich in mir befindet, vorstellen?

Meine Antwort: Es gibt keine Seele in meinem belebten Körper. Mein Körper enthält nicht die zehn Sfirot der Seele. Ich habe nur einen anfänglichen Punkt und muss die zehn Sfirot von dort aus bilden. Dieser Punkt stammt aus meinen egoistischen Wünschen. Wenn ich mich mit den anderen Punkten im Herzen verbinde, indem ich dazu meinen Egoismus benutze, dann gibt mir mein Ego das Material dazu, die Wünsche und die Verbindung zu den anderen Menschen, und dieses erschafft dann die Struktur der zehn Sfirot in mir.

Ich werde dann zum Punkt in Malchut, der zehnten Sefira, und meine ersten neun Sfirot bestehen dann aus meiner Einstellung den anderen Menschen gegenüber. Alle anderen Seelen, alles, was ich so vor mir sehe, die gesamte Welt und meine Umgebung sind meine neun Sfirot (Tet Rishonot). Wenn ich diese mit mir in Liebe verbinde, mit dem Verständnis, dass wir alle ein Ganzes sind, dann erhebe ich mich über meinen Egoismus, und wenn es mir gelingt, mich über Malchut zu erheben, um zu geben, dann werde ich all diese äußerlichen Eigenschaften des Gebens mit mir verbinden.

Dann wird meine Seele, der komplette Parzuf, geschaffen aus den zehn Sfirot in mir erscheinen. Und genau dann werde ich den Schöpfer enthüllen: innerhalb der Wünsche, die ich durch das Geben an andere erworben habe.

Alles um mich herum ist die Struktur meiner eigenen Seele. Doch nach dem Zerbruch der Seele und dem Absturz in den Egoismus begann ich, diese anderen Teile von mir auf egoistische Weise wieder zu wünschen, um alles zu empfangen, was sie haben. Und jetzt muss ich dahin zurück, ihnen zu geben. Ich muss sie mit mir durch Liebe vereinen und auf diese Weise das Licht meiner Seele enthüllen – in ihnen.

Ich kann niemals das Licht in mir selbst enthüllen, in Malchut, weil die Erste Einschränkung (Zimzum Alef) nicht widerrufen werden kann. Darum hängt alles davon ab, dass ich aus mir heraustrete und mich mit den anderen Seelen verbinde, indem ich ihre Wünsche als meine eigenen spüre. Innerhalb dieses gemeinsamen Verlangens werde ich den Schöpfer enthüllen.

(Aus dem 3. Teil des täglichen Kabbala Unterrichts über das „Vorwort zum Sulam Kommentar“).

Die wahre Freiheit liegt darin, schneller zu einem „Menschen“ zu werden


Die Gesellschaft gibt dem Menschen Verhaltensbeispiele, in welchen er sein Ego ausspielen kann. Und sie fragt ihn niemals, ob er nach diesen Mustern leben möchte oder nicht. Er wird an bestimmten Orten auf der Erde geboren, und diese Tatsache bestimmt dann seine allgemeinen kulturellen Werte, die ihm von Kindheit an weitergegeben werden. Ob er es will oder nicht – er verinnerlicht diese Werte und hält sie bis zum Ende seines Lebens bei. Dazu kommt noch, dass die Gesellschaft ihm Belohnungen aus einem zukünftigen Dasein verspricht, doch nur, um ihn auszunutzen. In dieser Hinsicht besitzt er keine freie Wahl, keine Freiheit.

Dann erwacht der „Punkt im Herzen“ eines Menschen und Ernüchterung über sein bisher gelebtes Leben stellt sich ein. Es ist so, als beginnt er sein Leben neu, als schlägt er eine neue Seite auf. All seine vorherigen Werte relativieren sich, verschwinden am Horizont und verlieren ihre Wichtigkeit. Seine bisherigen Verhaltensmuster werden in Frage gestellt, weil sie für ihn keine Belohnung oder Strafe mehr bereithalten. Das einzige, was ihm noch bleibt, sind die Dinge, ohne die er nicht leben kann.

Ein religiöser Mensch wird auch mit Zweifeln an der kommenden Welt konfrontiert. Die Umstände bringen ihn zur Gruppe und zu Kabbala Büchern, und zwingen ihn zur Entscheidung: Wie sehr möchte er Teil dieser Gesellschaft und dieses Weges werden? Er ist nicht frei, diesen Weg zu wählen, aber er kann die Geschwindigkeit bestimmen, mit der er vorankommen wird. Er legt fest, wie viel Energie er dort hineinstecken möchte und wie schnell er die korrekten Beispiele von dieser Umgebung annehmen will, um die neuen Werte zu übernehmen.

Daher besteht unsere einzige Wahl darin, wie sehr man Teil des gesamten Vorgangs werden will: Will man schneller oder langsamer vorankommen? Was dies betrifft, so hat der Mensch freie Wahl: Er wählt, schnell die neuen Beispiele und Muster, die ihm von der neuen Gesellschaft gegeben werden, aufzunehmen.

Und obwohl er nur die Geschwindigkeit, mit der er all das Neue übernimmt, bestimmen kann, stellt dies dennoch die wahre Freiheit dar. Weil dieses über dem egoistischen Wunsch zu genießen liegt. Und auf diese Weise fängt er an, sich in einen wahren Menschen zu verwandeln.
(Aus der Vorbereitung zum täglichen Kabbala Unterricht)

Kabbala Akademie

Wie die Welt auf die Enthüllung des Schöpfers vorbereitet wird

Die Kabbala ist die Methode, um dem Menschen den Schöpfer zu enthüllen (siehe den Artikel von Baal HaSulam „Die Essenz der Weisheit der Kabbala„).

Ungeachtet der Tatsache, dass die Wissenschaft der Kabbala im Laufe der Jahrtausende vor den Menschen verborgen war, bereitete sie die Menschheit darauf vor, sie als notwendige Methode zur allgemeinen Erlangung einer vollkommenen Existenz zu empfangen, indem sie sich in den Wissenschaften und den gesellschaftlichen Beziehungen auf eine gegenteilige, egoistische Weise manifestierte.

Ein Mensch muss jedoch seinen natürlichen Wünschen und angeborenen Denkmustern entsprechend, zunächst eine unabhängige Entwicklung in die falsche Richtung durchlaufen. Und eben genau dadurch, dass der Mensch alle Phasen einer technologischen, wissenschaftlichen, religiösen und sozialen Entwicklung durchläuft und von ihnen enttäuscht wird, erwirbt er die Fähigkeit die Höhere Weisheit und den Höheren Geist zu verstehen (diese sind höher als das, was ihm von Natur aus zur Verfügung steht). Dadurch, dass er alle Methoden ausprobiert und erfahren hat, wie begrenzt und ungeeignet diese zur Verbesserung der Welt sind, gelangt der Mensch an den Punkt, wo er sie von sich weist und die Kabbala als die einzig wahre Methode seiner Entwicklung wählt.

Die Entwicklung verläuft deshalb auf eine solche Weise, weil der Schöpfer vor dem Menschen verborgen ist. Dies soll ihm eine Möglichkeit geben, die Wahrheit durch eigenständige Entwicklung zu erfahren. In derselben Weise, wie der Schöpfer in unserer Umgebung verborgen ist, liegt die Kabbala, die Methode, Ihn zu erfahren, in den weltlichen Wissenschaften verborgen.

Ähnlich der Entwicklung der Wissenschaften, die zur Enthüllung der Wissenschaft der Kabbala führen, die in ihnen verborgen liegt, führt die menschliche Entwicklung in unserer Welt zur Enthüllung des Schöpfers. Ein Mensch erfährt zunächst durch die Wissenschaft die Welt, später erfährt er mit Hilfe der Kabbala den Schöpfer.

Daher ist im selben Maße, wie die Verhüllung des Schöpfers, auch die Verhüllung der Kabbala Ursache für all unser Unglück und Leid.

Die Wissenschaft der Kabbala ist die Methode zur Enthüllung des Höheren Lichtes in den korrigierten egoistischen Wünschen. Es ist das Licht von Chochma, das im Licht von Chassadim (der Eigenschaft des Gebens) enthüllt wird. Das direkte Eindringen von Chochma in die egoistischen Wünsche, ohne zuerst vom Licht von Chassadim umhüllt worden zu sein, lässt die Wissenschaften dieser Welt entstehen.

Da das Licht von Chochma von der Enthüllung des Schöpfers in der Höheren Welt (der Umhüllung des Lichts von Chochma im Licht von Chassadim) in diese Welt absteigt und so den Schöpfer – in den weltlichen Wissenschaften und egoistischen Wünschen – ein wenig enthüllt, ist klar, dass alle Entdeckungen der Natur, die in unsere Welt absteigen, nichts weiter sind, als eine unbedeutendere Enthüllung des Schöpfers in der Wissenschaft der Kabbala in der Höheren Welt.

Mit anderen Worten, aus der Wissenschaft der Kabbala, die die Höhere Wurzel der weltlichen Wissenschaften darstellt, steigt nur ein sehr unbedeutender Teil der Wahrheit in die Wissenschaften dieser Welt ab. Auf dieselbe Weise erhält unsere gesamte Welt nur den „Ner Dakik„, einen „Funken“ des Höheren Lichts.

Wir können jedoch ausdrücklich von unten nach oben, d.h. von den weltlichen Wissenschaften zur Wissenschaft der Kabbala gelangen. Hierin liegt die Ursache für die Wiederbelebung aller Wissenschaften und der daraus resultierenden Vorbereitung der Welt auf die Enthüllung des Schöpfers.

 

Spiele helfen Kindern, die korrekten und erwünschten Bedingungen ihrer Zukunft zu bilden


Eine Frage, die ich erhielt: Was ist Ihre Meinung bezüglich dem Gebrauch von Videospielen, um Kindern etwas beizubringen und sie zu erziehen?

Meine Antwort: Ich betrachte den Gebrauch von Spielen, um damit Menschen zu bilden, positiv und als eine Basismethode zur Entwicklung. Sowohl Kinder als auch Erwachsene lernen nur durch Spiele, durch die Simulation der korrekten und erwünschten Gegebenheiten der Zukunft. Sogar das Pflanzen- und Tierreich entwickeln sich auf diese Weise, indem sie ihren zukünftigen Zustand nach einer Reihe von Beispielen in sich selbst bilden.

Spiele sind eine ernste Angelegenheit. Sie formen die Zukunft des Menschen. Ein Kind lernt durch Spiele. Es wird durch den Wunsch nach Wissen, etwas zu zerlegen, zu zerbrechen und es wieder zusammenzufügen, angetrieben. Ein Kind sieht in jeder Sekunde seines Lebens eine Gelegenheit, etwas über diese Welt zu lernen. Wir liegen falsch, wenn wir dieses Unterfangen ein Spiel nennen. Kinder betrachten diese Handlungen als eine Gelegenheit, etwas über sich selbst und die Welt zu lernen. Erwachsene sind diejenigen, die ihre Zeit verschwenden, nicht die Kinder!

Deshalb ist es unsere Aufgabe, alle uns zur Verfügung stehenden modernen Mittel zu gebrauchen, um nützliche Spiele zu entwickeln. Wir laden jeden ein, an der Verwirklichung dieser Erziehungsmethode teilzunehmen.

Jeder, der meint, dass er Spiele entwickeln, Bücher schreiben oder irgendetwas anderes für die neue Generation im Bereich der Bildung schaffen kann, sollte mit uns Kontakt aufnehmen. Wir haben speziell dafür ein Zentrum und würden uns freuen, mit allen zusammenzuarbeiten, die sich daran beteiligen möchten.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Ein Aufruf zu neuen Ideen – Neue Spiele für Kinder
Kabbala Blog: Generation Ich

Ein Wertewandel ist notwendig, um den Arztberuf wiederzubeleben

Dr. A. Angelov aus Boston, USA (ein Mediziner und Mitglied von Bnei Baruch) teilt seine Ansichten über die Geschichte der Medizin mit: Der erste Arzt in der Geschichte der Menschheit war eine Mutter. Von ihrem Instinkt angetrieben, für ihre Familie zu sorgen, wird sie die Heilmittel finden, egal für welche Krankheiten, die diese quälen. Dann kamen die Wissenschaftler, die Naturbeobachter – Paracelsus, Hippokrates, Avicenna und andere. Eine Sache vereinte sie – der Wunsch zu heilen. Ein Arzt wurde beurteilt durch das Ergebnis seiner Behandlung.

Das letzte Jahrhundert hat mehr Entdeckungen hervorgebracht als die gesamte vorhergehende menschliche Geschichte zusammengenommen. Wir haben Zugang zu innovativer Technologie in Diagnostik und Behandlung, und dennoch ist die Zahl der kranken Leute steigend und die Sterblichkeitsrate sinkt nicht. Die Medizin steckt in einer Krise und befindet sich in der Intensivstation zur Lebenserhaltung.

Krankenversicherung ist so teuer, dass die Leute sie sich entweder nicht leisten können oder sie so wenig wie möglich in Anspruch nehmen. Ärzte zahlen riesige Geldsummen für Ärztehaftpflichtversicherungen, Arzneimittel sind sehr teuer und ein Drittel des Gesundheitshaushalts sind Verwaltungsausgaben. Ärzte sorgen sich nicht um die Gesundheit der Patienten, sondern um ihre eigenen Erträge.

Wo ist in der Bewertung der Ergebnisse des gegenwärtigen Zustands der medizinischen Behandlung dieser ursprüngliche Gedanke der Mutter geblieben, die für ihre Familie sorgt?

Wir müssen unsere Werte ändern und anfangen füreinander zu sorgen, wie für unsere eigene Familie.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Wie wurde die Medizin zum Geschäft?
Kabbala Blog: Das Allheilmittel

Zum letzten Mal in den Abgrund des Egoismus fallen

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann ein Mensch, der die Krise heute erlebt, begreifen, dass er an einem Wendepunkt ist, einer Gelegenheit, die ihm zum spirituellen Aufstieg verhilft, anstatt in eine sich immer mehr verschlimmernde Krise zu fallen?

Meine Antwort: Die gesamte Schöpfung besteht aus Licht (Freude, die Energie des Gebens) und dem Gefäß, (das Verlangen, mit Licht gefüllt zu werden). Das Licht entwickelt unser egoistisches Verlangen bis zu seinem Endzustand, wo das Verlangen anfängt zu spüren, dass es unmöglich ist, direkt mit Licht gefüllt zu werden. Der Grund dafür ist, dass der Genuss das Verlangen annulliert. Beispielsweise wenn man aus Durst trinkt, dann annulliert man den Genuss, indem man das Verlangen nach Wasser erfüllt.

Die gegenwärtige Krise zeigt uns, dass unsere egoistische Entwicklung ihr Ende erreicht hat, und wir können das Licht nicht weiter verwenden, um unserem Egoismus zu dienen. Um es anders zu sagen, entdecken wir, dass es unmöglich ist, unser Ego zu befriedigen. Und während unser Ego uns immer noch weiter zur Erfüllung treibt, begreift unser Verstand, dass dies vergeblich ist.

Ohne Erfüllung können wir jedoch nicht existieren und sind daher gezwungen, den Befehlen unseres Egos zu gehorchen, auch wenn es gegen unseren Willen ist. Wir sind nicht begeistert davon, doch sind wir durch unsere Umgebung dazu gezwungen. Wir tun es gegen unseren Willen und sind dadurch deprimiert und unglücklich. Darum greifen die Menschen auch zu Drogen.

In der Tat führt dies zu Krisen in allen unseren Lebensbereichen. Immerhin basiert unser Leben darauf, das Licht zur Erfüllung unseres egoistischen Verlangens zu verwenden. Während das Verlangen sich unter dem Einfluss des Lichtes entwickelt hat, haben wir danach gestrebt voranzukommen. Wir meinten, dass wir durch die Befriedigung des nächsten Wunsches erfüllt werden würden, und diese Lüge half uns dabei, uns zu entwickeln.

Sobald jedoch das Verlangen aufhört, sich auf egoistische Art zu entwickeln, entdecken wir, dass es leer bleibt. Das Licht zeigt uns, dass es einfach unmöglich ist, auf diese Art erfüllt zu werden. Das nennen wir „Krise“. Darum müssen wir aufhören, uns in die Irre zu führen und anfangen, zu begreifen, dass der einzige Weg derjenige ist, die Eigenschaft des Lichtes anzunehmen – die Absicht zu geben und zu lieben.

Unsere „irdische“ Entwicklung ist zu Ende, und als Zeugnis dafür sehen wir die vielen Fabriken, die nun geschlossen sind, weil wir nicht mehr diese unnötigen, überflüssigen Güter produzieren brauchen. Die Größe deiner Yacht oder die Zahlen auf deinem Bankkonto sind nicht mehr beneidenswert.

Die Menschen sehen keine wahren Genüsse mehr auf dieser Welt. Letztendlich wird jeder Stern – wie sehr er auch strahlen mag – immer schwächer. Und auch wir schwinden beim Fall in den Abgrund, bekannt als letzte Stufe des Egoismus. Der Egoismus verzehrt alles, läßt nichts aus und hat nur Dunkelheit in sich.

Die Verbreitung der Weisheit der Kabbala ist das Einzige, was uns die Möglichkeit gibt, unsere Natur wieder aufzubauen -„Und die Dunkelheit wird scheinen wie das Licht“.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Die Krise ist anders als alles, was wir bisher gesehen haben
Blog-post: Fragen über den Pharao- unseren Egoismus(fortgeschritten)
Kabbala Blog: Spirituelle Erziehung
Baal HaSulam Artikel: Aufbau der Gesellschaft der Zukunft