Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Wunsch'

Der Sohar – ist unsere Verbindung mit der höheren Kraft

Wir haben keine andere Möglichkeit, um in Verbindung mit der höheren Kraft zu sein, welche uns korrigiert – als die, beim Lesen des Buches Sohar.
Natürlich unterstützen auch alle übrigen Bücher, jedoch der Sohar verfügt über die größte Kraft, um uns zu verbinden.
Wenn wir eine Möglichkeit hätten, um länger in der richtigen Absichten zu bleiben, würden wir öftzers den Sohar lesen.
Es passiert deshalb, weil wir noch nicht in der Lage sind, länger als eine ¾ Stunde in der richtigen Absichten zu bleiben, um den Sohar zu lesen.
Aber zumindestens während dieses 45 Minuten sind wir verpflichtet, uns auf das zu konzentrieren, was wir uns gerade wünschen und wie wir uns unseren zukünftigen Zustand vorstellen, von dem der Sohar spricht.
Dies ist sehr wichtig. So verhält sich das Kind in Bezug auf den Erwachsenen, es will, in allem, was es macht, dem Erwachsenen gleich werden.
Alles andere spielt dabei keine Rolle. Es will dem Erwachsenen ähneln – und das ist alles. Es hat kein Verständnis, kein Begreifen – es ahmt dem Erwachsenen alles nach.
Auch wir müssen uns wünschen, dasselbe Bild der Realität, über welches der Sohar erzählt, zu empfinden und uns vorzustellen.
Der Sohar beschreibt die Verbindung zwischen uns – Seir Anpin, Malchut, drei Linien, die Beschränkungen. Wir enthüllen das alles zwischen uns, wir können es nur in den allgemeinen Wünschen enthüllen.
Deshalb brauchen wir nichts, außer dem sehr starken allgemeinen Wunsch, der das Licht zu uns kommen lässt, und die Verbindung zwischen uns offenbart, denn darin befinden sich – alle diese Erscheinungen, über welche wir im Sohar lesen.
Die Handlung an sich ist sehr einfach, aber sie zu verwirklichen, ist eine Herausforderung. Es nimmt viel Zeit in Anspruch, denn man muss den Zustand erreichen, wo man vor dem Buch sitzt und sich die Verbindung zwischen uns vorstellt, in der man diese Wörter und Handlungen öffnet. Alles liegt in der Verbindung zwischen uns, dort wird der Schöpfer offenbart.
Das alles zusammen zu vereinen – ist sehr schwer. Aber wenn man diesen Zustand erreicht, dann gibt es keinen anderen Kontakt mit der höheren Kraft, als nur im Wunsch, diese Kraft zwischen uns allen zu öffnen.
Man hat also kein anderes Mittel, außer dem heiligen Buch Sohar, das über jene Zustände spricht, die man enthüllen wird.
Dann bist du, wie das Kleinkind, das die Ähnlichkeit mit dem Erwachsenen anstrebt, und  sich mit allen Leibeskräften anstrengt.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 12.08.2010

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Sich von der Vergangenheit trennen, um in die Zukunft zu treten

Eine Frage, die ich erhielt: Was ist eine gemeinsame geistige Beschäftigung unter Eheleuten?

Meine Antwort: Die geistige Verbindung ist dann gewährleistet, wenn die Frau „die ander Hälfte des Körpers“ ihres Mannes ist. Der Mann ohne Frau ist der unvollständige Teil des Wunsches. Und gerade dieser Teil einer solchen „tierischen“ Existenz, des gemeinsamen Familienlebens, der eigentlich nichts mit der Spiritualität zu tun hat, dieser ist in Wirklichkeit sehr wichtig.
Es ist zwar noch nicht die Zeit gekommen, aber wir werden trotzdem den Zustand erreichen, wenn sowohl Männer, als auch Frauen die Notwendigkeit empfinden, nach dem Sinn ihres Lebens (wofür man lebt) zu suchen. Und man kann dieses Problem nur unter der Bedingung lösen, dass wir uns in Übereinstimmung mit der Natur, mit dem Schöpfer befinden und deshalb verpflichtet sind, eine Familie zu gründen.
Es wird unsere gemeinsame geistige Beschäftigung sein. Wir werden fühlen, dass man ohne geistige Verbindung keine Familie erhalten kann. Und ohne Familie sind wir nicht fähig, uns geistig zu entwickeln, die Spiritualität zu erreichen!
Deshalb befindet sich die Familie heute in solcher Krise, im „Zerbrechen“, im „Zimzum“ (in der Kontraktion). Das ganze vorige Leben und die Psychologie, der vorher existierende Blick auf die Familie, das ganze vorige familiäre Paradigma das alles ist zu Ende gegangen! Das heißt, es kam zum „Zerbrechen“. Es ist das Zerbrechen unserer gesamten vorigen Philosophie, der Einstellung zum Leben, zur Familie, zur Gesellschaft. Das alles ist zum Ende gekommen, deshalb erleben wir heute die Krise. Als ob man die vorige Beziehung zum Leben trennen würde, um die neuen Beziehungen aufzubauen. Und ich werde die Familie, die Kinder, die Arbeit, die Gesellschaft wieder benötigen, aber dafür, um das Geben, die Offenbarung des Schöpfers zu erreichen, und nicht, um sie egoistisch zu verwenden und mir das bequeme, kleine Nest für das ruhige materielle Leben zu bauen. Deshalb erfolgt dieser heftige Übergang, wenn man sich vom ganzen alten Leben, von der vorigen Beziehung trennen muss.

Ein Gerät fürs „Ausbrennen“ der Herzen

Eine Frage: Sie haben mal gesagt: Um den Sohar zu begreifen, muss man „ein Loch im Herzen“ machen. Wer macht dieses „Loch“?

Meine Antwort: Das Licht! Selber bin ich dazu nicht imstande. Nur das Licht! Die Lichtstrahlen sammeln sich an, so ähnlich wie durch das Vergrößerungsglas und erreichen eine Stärke, die deinen Wunsch zu Genießen „durchbrennt“ und an dieser Stelle entsteht „ein Loch“. So ist es wirklich!

Eine Frage: Woran liegt das, dass es uns misslingt, dieses „Loch“ zu machen?

Meine Antwort: Wir sorgen dafür nicht, dass es zustande kommt! Wenn sich zwei Herzen miteinander in ihren Wünschen verbinden – das nennt man „Löcher“ in den Wänden der Herzen. Eine Wand bedeutet ein ganzes Herz. Und wir brauchen gebrochene Herzen.Wenn mein und dein Herz „gelocht“ sind und wir verbinden diese „Löcher“ miteinander, dann ist die Sache erledigt! Ich will das Gleiche wie du und du willst das Gleiche wie ich. Wir befinden uns schon in der Verbindung! Zwei haben sich verbunden und in dieser Verbindung zwischen uns herrscht die Eigenschaft des Gebens und dort geschieht die Enthüllung. Wie stark ist diese Enthüllung? – Das basiert auf all dem, was es in deinem und meinem Herzen gibt,  außer der Teilung und außer diesen „Löchern“, die miteinander verbunden sind. In deinem Herzen gibt es Tausende Störungen, allerlei Gedanken und Sorgen und so ist es auch bei mir. Bis zur welchem Grad wir sie überwinden können und sich dank all dieser Störungen verbinden, sich über den Störungen die ganze Zeit erheben, um in der allgemeinen Empfindung, in der Eigenschaft des Gebens zu sein. Nur durch die Partnerschaft können wir uns darin befinden – in der Verbindung zwischen uns begreifen wir die Eigenschaft des Schöpfers. Wir versuchen es schon, und wir fühlen den Geschmack des Gebens.

Eine Frage: Wie verbinden wir „die Löcher“ in unseren Herzen?

Meine Antwort: Dies macht das Licht. Wir müssen nur wünschen, dass es geschieht. Es gibt keine andere Handlung! Beim Lesen des Buches Sohar willst du, dass diese Wörter dieses „Loch“ durchgebohrt haben, damit es sich öffnet.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 11.08.2010

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Die Seele verlässt uns in der Nacht…

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet der Satz im Sohar (Kapitel „Lech Lecha“, Punkt 359): „In der Stunde, wenn der Mensch liegt und schläft, verlässt ihn seine Seele“?

Meine Antwort: Als eine Seele wird das Licht im Wunsch bezeichnet. Da wir unseren Wunsch nur in Sfirot Keter, Chochma, und Bina korrigieren können, und in Sfirot Seir Anpin und Malchut nur teilweise korrigieren können – so heißt das vollständige, große Licht, das in uns gezeigt werden kann, das Licht „Neschama„, und, die Lichter „Yechida“ und „Chaja“ sind – nur eine kleine zusätzlichen Einblendung von unten nach oben.

Deshalb heißt unser allgemeiner Wunsch „die Seele“ (Neschama) – nach dem Namen des größten Lichtes, das er bis zum Ende der Korrektur enthalten kann.

Wenn sich der Wunsch in solchem Zustand befindet, dass er dazu fähig ist, das Licht „Neschama“ zu erreichen – dann heißt er die Seele (Neschama), denn wir benennen die Wünsche entsprechen den Lichtern, die sie ausfüllen können.

Und wenn die Wünsche nicht fähig sind, in sich diese Lichter zu enthalten, sich mit ihnen anzufüllen, aus Mangel am Schirm, dann gibt es keine Seele. Denn die Füllung sind der Schirm und das widergespiegelte Licht, d.h. die Eigenschaft des Gebens.

Somit wird als eine Seele nicht mein Erhalten des Lichtes von oben bezeichnet. Die Seele (Neschama), wie auch das ganze innere Licht im Wunsch, – bildet sich davon, dass ich dieses Leuchten jemandem weitergebe, ich führe es durch mich durch – und dadurch fülle ich mich an.

Das ist eben mein Licht, das ich bekomme. Ich bekomme die Möglichkeit des Gebens – und sie füllt mich aus.

Deshalb bekomme ich in „der Nacht“, wenn ich noch nicht fähig bin meine Wünsche zu korrigieren, d.h. über meine Wünsche mit Hilfe der Schirme zu herrschen, mit Hilfe der Eigenschaften des Gebens – den negativen Eindruck im Wunsch – die Finsternis.

Was bedeutet „die Finsternis“? – Ich kann nicht geben, und deshalb bestimme ich diesen Zustand – als „die Nacht“, die Abwesenheit des Gebens von meiner Seite. Ich bedauere es und bereite mich vor, die Wünsche zu korrigieren.

Und als „Tag“ wird der Zustand bezeichnet, den ich durch die Arbeit in „der Nacht“ erreicht habe – wenn ich in der Morgendämmerung zum Unterricht aufgestanden bin, mich mit den Freunden verbunden habe, verschiedene Korrekturen begangen bin und die neuen Wünsche und Schirme gefunden habe – denn ich schaffe in diesen Schirmen und Wünschen die neue Form des Gebens, die mich ausfüllt. Es bedeutet eben, dass für mich „der Tag“ gekommen ist.

Deshalb ist „die Nacht“ auch ein geistiger Zustand, die Vorbereitung der Wünsche. Und wenn der Mensch keinen Wunsch hat, das Geben zu erreichen, dann gibt es für ihn auch keine „Nacht“. Denn ich bestimme „den Tag“ und „die Nacht“, laut eigenen Zuständen.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 05.08.2010

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Wegweiser durch das Buch Sohar. Die mittlere Linie.

Auszüge aus meinem zukünftigen Buch „Wegweiser durch das Buch Sohar“

Innerhalb des allgemeinen Systems gibt es bereits die korrigierten Seelen. Wenn wir uns wünschen, die Enthüllung des Schöpfers zu erlangen, aber wir spüren, dass er verborgen ist, dann bedeutet dies von einem spirituellen Standpunkt aus , dass wir uns in der „Finsternis“, in der „Nacht“ befinden.

Gerade in der „Nacht“ sollen wir die Anstrengungen machen und unsere Gebete verrichten, dann werden diese hohen Seelen, in denen sich der Schöpfer befindet, auf uns durch das Buch Sohar einwirken.

Das Buch Sohar wurde speziell dafür geschrieben, um die Verbindung zwischen uns und diesen Seelen zu schaffen. Wenn wir dieses Buch lesen, verbinden wir uns mit diesen Seelen und durch dieses Buch schicken sie uns die Kraft, die „das Licht, das zur Quelle des Guten zurückführt“, heißt.

Obwohl dieses Licht zu unseren Seelen noch nicht durchdringt und sie nicht ausfüllt, da es keine Übereinstimmung („Ähnlichkeit der Eigenschaften“) zwischen unseren Seelen und dem Licht gibt, wirkt es jedoch auf uns wie der Mutterleib – einhüllend, liebkosend und umarmend.

So korrigiert uns allmählich das Licht – bis zu der Stufe, in der wir beginnen, es zu fühlen, ebenso die Seelen, mit denen wir durch das Buch Sohar in Verbindung stehen, als auch den Schöpfer, der im ganzen System der Seelen herrscht.

Dieses Licht wird Umgebungslicht genannt. Je nach unserer Korrektur, dringt es durch uns durch, füllt uns aus und wird zum „inneren Licht“ der Seele und zu unserem Geistesleben.

Innerhalb des Mutterleibes, den das umgebende Licht für uns bildet, entsteht die mittlere Linie. Die mittlere Linie ist meine genaue Berechnung, die beide Kräfte der Natur – die Kraft des Wunsches und die Kraft des Lichtes – maximal kombiniert, sodass das Licht den Wunsch korrigiert.

Jener Teil des Wunsches, der in diesem Prozess korrigiert und dem Schöpfer ähnlich wurde, nennt man die mittlere Linie. Das heißt, die mittlere Linie ist das Maß meiner Fähigkeit den Schöpfer nachzuahmen.

Das ist die Erscheinung des Schöpfers, die ich in mir in diesem Prozess aufgebaut habe. Und das hat mit dem Bitten, dem Gebet angefangen, das ich „in der Nacht“ verrichtet habe.

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Ein Punkt der Freiheit

Auf dem Weg nach oben gibt es zwei Stufen, wobei die erste Stufe den Erwerb des Wunsches (Chissaron) impliziert!
In unserer materiellen Welt werden wir bereits mit diesem Wunsch geboren: wir wollen herrschen, einander ausnutzen, nicht uns gegenseitig verbinden. Aber in der Geisteswelt ist es anders! Wir müssen erst solchen Wunsch verdienen. Und dabei hilft uns das Licht – wir verwenden es, um den Wunsch in der gegensätzlichen, egoistischen Form aufzubauen, die uns hilft,  den Wunsch zum Geben,  das sog. Kli zu bekommen (das geistige Gefäß).

Genauso wie in unserer Welt, in der uns der Wunsch zu bekommen, zu verstehen, zu fühlen gegeben ist – begleitet uns auch in der Geisteswelt der Wunsch zu fühlen, zu geben, zu lieben, sich zu verbinden. Und woher kommt er zu uns?! Natürlich nur vom Licht, das zur Quelle zurückführt. Es gibt keine andere Bezugsquelle! Aber hierzu ist uns der vorläufige Wunsch, das kleinste Bedürfnis notwendig, um die Einwirkung des Lichtes hervorzurufen.

Und dieser winzige Anfangswunsch kennzeichnet unsere Willensfreiheit, die uns in der sehr einfachen, konkreten Form  gegeben ist – in Form des Punktes, den wir im laufenden Zustand entwickeln können.  Es ist nur in der Verbindung zwischen uns machbar, mit Hilfe der gemeinsamen Bemühungen, wenn die Verbindung und die gegenseitige Abhängigkeit angestrebt werden.
Wenn solche Beziehungen zwischen den Seelen oder den Menschen, die sie in ihrem Inneren tragen, erreicht werden, dann wird uns das Licht offenbart, das seine Arbeit beginnt, um uns den neuen Wunsch zu geben, entsprechend unseren Bemühungen. Nur darin besteht die Arbeit des Menschen, wie Baal haSulam im Artikel „Freiheit des Willens erklärt“: sich ein wenig stichprobenartig, in ausschließlich der bestimmten Richtung – in der Beziehung zur Umgebung – anzustrengen.

Dann kommt je nach Maß dieser Bemühungen das Licht, es macht unsere Wünsche deutlicher – ihre Kehrseite, es gibt uns die Empfindung des Mangels, wonach wir die heiligen Namen des Schöpfers enthüllen, bis das ganze Licht, alle Namen geöffnet werden. Auf diesem Wege erreicht der Mensch den Zustand, wo „Israel (die Seele, die zum Schöpfer strebt), Tora und der Schöpfer Eins werden.

Das heißt alle Wünsche des Menschen werden dem Licht ähnlich, welches sie korrigiert hat. Durch diese heiligen Namen erreichen ihn das ganze Licht, das „Tora“ heißt, sowie der Schöpfer – das schöpferische Vorhaben: „den Geschöpfen Genuss zu bereiten“, das in diesem Licht offenbart wird. Das alles wird im Wunsch des Menschen offenbart. Die Tora ist die Offenbarung der Geisteswelt, die aufgrund der subjektiven, teilweisen Erkenntnisse, der Namen des Schöpfers erfolgt.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 11.08.2010

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Die Familie – die sich auf der allgemeinen geistigen Grundlage basiert

Eine Frage, die ich erhielt: Warum geschehen heute solche Probleme in den familiären Beziehungen, und viele Menschen trennen sich voneinander oder möchten überhaupt nicht heiraten?

Meine Antwort: Der Egoismus wächst die ganze Zeit. Es ist nicht mehr so, wie es in den vorigen Generationen war, wo fast keinen Unterschied zwischen der alten und der neuen Generation gab

Die Menschen blieben, auf derselben Erde, im selben Dorf zu leben, der Sohn vererbte den Beruf des Vaters: der Vater war Schmied – und der Sohn war Schmied, der Vater war Bauer – und der Sohn war auch Bauer.

So war es üblich! Die Menschen gaben die Kleidung von der Generation an die Generation weiter. Und heute ist der Mensch jeden Augenblick – neu!

Der Mensch braucht für die Veränderungen nicht mal neu geboren zu werden. Und weil er neu ist – kann er auch nicht das ertragen, was gestern war.

Ich heiratete gestern, und heute sehe ich „sie“ an und verstehe nicht: „Ist das wirklich die Frau, die ich gestern geheiratetet habe?! Wo ist denn die gestrige Frau geblieben, wo sind ihre alten Eigenschaften?“ – Ich sehe sie heute nicht.

Ich verstehe nicht, dass die Veränderung in mir geschah – ich sehe sie an – und mir scheint es so zu sein, dass sie sich verändert hat, und ich bin heute nicht mehr bereit, mit ihr zusammen zu leben.

Daran ist niemand schuld! Wenn unser Wunsch, der sich ständig entwickelt nicht korrigiert wird, – dann wird die Familie zerstört. Auf welcher Grundlage können sich die Menschen untereinander verbinden?

Einst hielt uns die Verbindung auf „dem körperlich-öffentlichen“ Niveau fest: die gemeinsame Wirtschaft, das Haushaltsleben, die Kinder, die Pflicht, der Druck der öffentlichen Meinung.

Und heute beunruhigt den Menschen nichts! Er ist höher als all diese Beschränkungen gestiegen und möchte nichts.

Deshalb ist der Mensch nicht in der Lage, eine Familie zu gründen, er wünscht sie einfach nicht, und will keine Kinder haben.

Die Probleme in der Familie wachsen ständig, und es ist unmöglich, sie zu lösen, wenn die Eheleute keine gemeinsame Beschäftigung mit dem Geistigen vereinigen wird.

Nur sie kann die Familie erhalten! Keine materiellen Beschäftigungen werden sie zusammenführen. Wie es gesagt wurde: „Der Mann und die Frau – und der Schöpfer zwischen ihnen“.

Wir werden noch entdecken, wie sehr für unsere Verbindung auf dem Niveau „der Mensch“ die höhere Kraft, die höhere Idee notwendig ist.

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Wegweiser durch das Buch Sohar. Eintritt in die spirituelle Welt

Auszüge aus meinem zukünftigen Buch „Wegweiser durch das Buch Sohar“

In unserer Welt werden wir geboren und wachsen neben den uns liebenden Erwachsenen auf. Obwohl wir nicht begreifen, was sie von uns wollen, nehmen wir sie als Beispiel, indem wir ihnen alle Handlungen nachmachen, alle Wörter nachsprechen, selbst wenn wir deren Sinn nicht verstehen, das Verständnis kommt später. Die Natur ist so beschaffen, dass wir durch das Mitmachen und nicht durch den Verstand lernen.

Das ist die natürlichste Methode unsere Umwelt kennenzulernen, und auf die gleiche Weise treten wir in die spirituelle Welt ein. Auf uns wartet das gleiche System: wir haben spirituelle „Vater und Mutter“, die uns den Text des Buches Sohar näherbringen.

Und selbst wenn wir den Text nicht verstehen, bringt uns allein das Lesen mit dem Wunsch, zu verstehen, und dem Verlangen, spirituell zu wachsen, wie Säuglinge weiter, und wir fangen allmählich an, den Text wahrzunehmen.

Alle unverständlichen Namen und Bezeichnungen werden klarer und wir fangen an, die Sprache der spirituellen Welt zu verstehen, genauso wie wir unsere irdische Sprache von unserer Mutter gelernt haben.

Aus diesem Grund erkennt man, dass „nicht der Kluge, der lernt“, die spirituelle Welt erfasst, sondern derjenige, der beharrlich beim Buch Sohar bleibt und immer und immer wieder versucht, zu ihm zurückzukehren, es zu öffnen und zu verstehen, was der Sohar ihm sagen will.

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Die richtige Ordnung für das Studium

Wenn der Mensch mit der Frage kommt: „Wofür und warum lebe ich?“, dann muss man ihm erklären:

  • was das für ein Wunsch ist, der in ihm entstand, und welche Füllung er erfordert
  • was unsere Natur – das Ego – ist, nämlich die Quelle allen Übels, das korrigiert werden muss – denn darin besteht unsere einzige freie Handlung (die Freiheit des Willens).

Dafür muss man die Artikel von Baal HaSulam studieren: „Die Freiheit des Willens“ und „Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala“, die über die Offenbarung des Schöpfers an die Geschöpfe erzählen, und die als Mittel zur Erreichung des Schöpfungsziels dienen.

Die übrigen Artikel von Baal HaSulam helfen dem Anfänger, das ganze Bild des existierenden Universum zu verstehen: die Welten, der Anfang, der Prozess, das Ziel jedes Elementes der Schöpfung, das Übel und die Leiden als treibende Kraft usw.

Wenn das Gesamtbild schon vorhanden ist, dann muss man im nächsten Schritt klären, wie der Aufstieg und die Korrektur erfolgen. Die Seele ist das Hauptwerk, deren Zerbrechen durch den Schöpfer und deren Korrektur durch uns zustande kommt – hierfür sind schon die Artikel von Rabash notwendig.
Ihr Ziel ist, die Position des Menschen innerhalb der Gesellschaft zu finden, das Zerbrechen zu erkennen, um zu verstehen, was zu korrigieren ist. Wie man also das Zerbrechen der Seelen korrigieren kann.

Deshalb lernen wir zusammen aus den kabbalistischen Büchern von Baal HaSulam – weil sie über die Kraft verfügen, unserer Generation das Licht, das zur Quelle zurückführt, zu geben.

Man kann dieses Material in beliebiger Reinfolge studieren, denn auch der Mensch befindet sich in verschiedenen Zuständen.

Ein neuer Student gerät in die Mitte des gemeinsamen Lernprozesses, aber das spielt keine Rolle. Hauptsache man arbeitet mit allen zusammen, denn wir sind alle in einander eingeschlossen – unsere Seelen und Wünsche sind in einander verschlungen.

Deshalb ist es unwichtig, mit welchem Artikel man das Studium beginnt. Aber es wäre wünschenswert, wenn es eine mehr oder weniger klare Ordnung des Studiums gäbe, die sich direkt aufs Ziel richten würde.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 09.08.2010

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Interessant ist, was es dort weiter gibt…

Es steht geschrieben: „Sie werden die Vorräte beenden“ – wir befinden uns an ein- und derselben Stelle, in einem Zustand, und nichts ändert sich. Alles ist schon vom Schöpfer in Seinem ursprünglichen Vorhaben erschaffen, denn für Ihn sind das Vorhaben und die Handlung unzertrennlich. Er wollte die Geschöpfe erschaffen, die Ihm gleich wären, um mit ihnen zu verschmelzen – und Sein Wunsch bedeutet eben die Handlung.

Was sind dann die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft? Diese existieren nur bezüglich unserer Realität, und in Wirklichkeit gibt es keine Zeit. Es ist unmöglich zu sagen, was früher, und was später war oder was noch davor geschah, bevor im Schöpfer solch ein Wunsch entstanden ist. Wir sind nicht dazu fähig, über den Begriff der Zeit nachzudenken oder zu sprechen. Kaum gehen wir über ihren Grenzen hinaus, gehen alle unsere Wörter verloren, denn unser ganzes Leben basiert sich auf den Begriffen: „früher“ und „später“, alle unsere Empfindungen sind mit der Zeit verbunden.

Nur wenn man aus sich herausgeht, vom Egoismus zum Geben kommt- dann verliert man den „Puls“, bzw. die in einem lebende Empfindung der Zeit, und man beginnt zu verstehen, was das Leben über die Zeit hinaus bedeutet. Somit befinden wir uns in der ewigen und unveränderlichen Realität, und alles, was wir tun, ist das Begreifen dieser Realität bezüglich uns selbst. Wie ein Mensch, der wieder das verlorene Bewusstsein erreicht.

Er befindet sich in derselben Realität, empfindet sie nur nicht und macht sich allmählich diese Empfindung bewusst. Es ist eben das, was mit uns hier geschieht… Die ganze Wissenschaft der Kabbala ist uns dafür gegeben, um uns ins Gefühl, ins volle Bewusstsein zurückzubringen. Es bedeutet eben die volle Korrektur. Und was weiter geschieht, erzählen die Kabbalisten nicht… Die nachfolgenden Korrekturen und Entwicklung erfordern völlig neue Wahrnehmungsorgane.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „die Wissenschaft der Kabbala und ihr Wesen“, 06.08.2010

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