Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Wunsch'

Ich wünsche euch eine gute Aufzeichnung im Buch des Lebens!

Klipat Noga“ ist ein Zustand – der zur Hälfte das Gute, zur Hälfte das Böse darstellt, er ist sehr feinfühlig und anstrengend.

Als ob der Mensch am Rande der Vollziehung eines großen Verbrechens, oder im Gegenteil, einer sehr guten Tat stehen würde, wenn er nur die Hilfe bekommen würde.

Aber er ist sich nicht sicher, und kann sich weder für das eine, noch für das andere entscheiden, als ob er sich spalten würde, und nicht in der Lage wäre, die endgültige Auswahl zu treffen, weil er nicht weiß, auf welche Waagenschale dieses letzte, entscheidende Gramm zu legen wäre.

Einerseits, ist er nicht in der Lage, auf sein Ego, auf den riesigen Wunsches zu genießen, auf seinen ganzen egoistischen „Besitz“ zu verzichten. Und andererseits, ist ihm klar, dass er ohne Hilfe von oben nicht befreit werden kann, was folglich seinen Eintritt in die Geisteswelt verhindern wird.

So steht er in der Mitte des Eingangs, und weiß nicht, für welche Richtung er sich entscheiden soll, wie der Ritter auf dem Kreuzweg. Das ist der Zustand, in welchem man die Wahl treffen muss.

Und hier kann nur die Gruppe, nur das höhere Licht helfen, sich zu entscheiden, sich in die Hände des Höheren zu übergeben – um folglich zum Geben mittels Glauben über dem Verstand überzugehen.

Und das Gebet hier richtet sich nicht auf die Hilfe, weil es bedeuten würde, dass der Mensch die Entscheidung schon getroffen hat. Das Gebet betrifft gerade den Zustand, in dem er nicht fähig ist, zu wählen.

Dieser Zustand ist der Anfang des Jahres, der Anfang der neuen Veränderung. Und einerseits, empfinden wir uns als Sünder, und andererseitslich sind wir nicht in der Lage, auf diese egoistischen Eigenschaften und die Zustände zu verzichten.

Wir können uns nicht vorstellen, wie wir ohne Eigennutz leben können, den Schritt zu machen, um darüber hinaufzusteigen!

Nur das höhere Licht, das zu uns in solchem Zustand kommt, hilft uns auszuwählen und hebt uns zum Glauben über dem Verstand hinauf (dem Geben über dem Empfangen).

Dann fängt für uns das Neue Jahr an, und es heißt „die gute Aufzeichnung im Buch des Lebens“.

Das höhere Licht, der Schöpfer gibt uns seine Unterschrift im Buch des Lebens und garantiert dem Menschen, dass er von nun an, auf dem guten Wege vorankommen wird. Und dafür tue alles, was nur in deinen Kräften ist, damit du in diese Auswahl mithineinkommst.

Das neue Jahr – Rosch HaSchana – bedeutet in der genauen Übersetzung „der Anfang der Veränderungen“, „Das neue Kapitel“, und diese Veränderungen sollen häufiger und immer zum Besten sein, sich dem Schöpfer „an den Guten, der das Gute schafft“ auszurichten.

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Rabasch, 08.09.2010

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125 Stufen der Vereinigung

Wie kann man sich untereinander verbinden? Nur wenn du dich im Wunsch deines Freundes befindest, und der Freund sich in deinem Wunsch befindet. Jeder soll den Wunsch des Anderen einschließen und mit ihm arbeiten – so können sie die gewünschten Beziehungen erreichen.

Da der gemeinsame Wunsch auf ein Ziel gerichtet ist, so schafft man mit dieser gegenseitigen Sorge die allgemeine Kraft der Bestrebung, die als eine Garantie des Aufstiegs, als Bürgschaft und Arvut gilt.

Die Vereinigung geschieht aufgrund des Erfüllen des Wunsches des anderen, indem ich den Teil des fremden Wunsches nehme und ihn wie meinen eigenen behandele.

Und weil dein Wunsch auf das Ziel gerichtet ist, führe ich dich folglich ans Ziel – und du tust dasselbe für mich. Somit verbinden sich unsere Wünsche zum gemeinsamen Ziel. Deshalb ist es gesagt: „Mache deinen Wunsch zu Seinem, damit Er Seinen Wunsch, zu deinem macht“.

Aufgrund dieses Merkmals kann man prüfen, inwiefern wir verbunden sind. Zwischen uns liegt eine Distanz von 125 Stufen (Schritte) – 125 Teile meines egoistischen Wunsches. Aber indem ich allmählich die Handlungen mit der Absicht „für dich“ begehe, nähere ich mich der Korrektur, dem Geben.

Es heißt eben „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Das heißt, ich verwende deinen Wunsch, um den eigenen Wunsch vor deinem aufzuheben, und somit wird der Wunsch korrigiert. Mein Wunsch bleibt bestehen, aber dank dessen, dass ich diesen Weg zu dir gemacht habe, wird mein Wunsch auf das Geben ausgerichtet.

Nichts hat sich verändert – nur die Absicht. Die Entfernung zwischen uns ist verloren gegangen – ich habe sie mit meiner Absicht aufgehoben!

Und was will dieser „Nächster“? Er will genauso wie du, die Verschmelzung mit dem Schöpfer erreichen. Und du musst ihm nur dabei helfen – den Schöpfer zu erlangen (zusammen mit dir). Deshalb verbinden wir uns in der Gruppe.

Wir sagen folglich, dass wir uns in einem Boot befinden, das in eine Richtung fährt. Meine Annäherung an dich gilt als die Annäherung an den Schöpfer.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 03.09.2010

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Die Welt der Wünsche

Der Sohar erzählt über „die Welt der Zukunft“, sowie über „diese Welt“, aber denken Sie nicht daran, dass es sich hierbei um unsere materielle Welt handelt.

Der Sohar verliert kein einziges Wort über den physischen Körper und über die von uns empfundene Welt. Alles, was mit uns geschieht, wird im Geistigen überhaupt nicht berücksichtigt.

All das, was im Wunsch „für sich zu empfangen“ auf dem unbelebten, pflanzlichen oder tierischem Niveau geschieht – wird in der Kabbala nicht beschrieben, weil es keiner Korrektur unterliegt. Der Korrektur unterliegen nur die Beziehungen der Menschen, die auf gegenseitige Verbindung, sowie auf die Verschmelzung mit dem Schöpfer gerichtet sind.

Wenn im Sohar „diese Welt“ erwähnt wird, die physischen Handlungen, die Menschen, dann sind damit verschiedene Arten der Wünsche im Menschen gemeint. Die Kabbala beschäftigt sich also nur mit der Korrektur der Wünsche.

Der Schöpfer hat den Wunsch geschaffen, und Er will ihn zur Ähnlichkeit bringen. Und unser physischer Körper ist nur unsere Empfindung der Existenz dieses Wunsches. Die gesamte unbelebte, pflanzliche und tierische Natur dieser Welt stellen die äußerliche Form desselben Wunsches dar, die keiner Korrektur unterliegt.

In unserer Welt gibt es nichts zu korrigieren! Sowohl der größte Kabbalist, als auch der gewöhnliche Bürger sind aus einer Materie geschaffen.

Man kann die Organe von einem Körper in den anderen transplantieren, und es wird trotzdem nichts Heiliges oder Lasterhaftes in diesen Körper geben, sowohl der eine, als auch der andere werden sterben. Alles fängt nur mit dem geistigen Wunsch an, worin es die Absicht für sich und gegen den Schöpfer gibt, was man mit der Unreinheit bezeichnet, und die Heiligkeit, den Wunsch für das Geben, für den Schöpfer. Aber es handelt sich nur um den Wunsch, und nicht um den materiellen Körper.

Als ob ich vor mir einen speziellen Filter stellen würde, der die Materie dieser Welt aufhält und mich verpflichtet, nur die geistige Materie, den Wunsch des Gebens zu sehen.

Wir studieren die Wissenschaft der Kabbala, d.h. die Wünsche, die man dem Schöpfer angleichen muss, und die übrigen Wünsche werden verloren gehen.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 07.09.2010

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Shana Tova!


Alle unsere materiellen Eigenschaften gehören zur tierischen Stufe, aber wir müssen den Menschen in uns aufbauen, „ähnlich dem Schöpfer“ (Adam) sein, das heißt uns im Geben befinden.

Und das Geben wird nur in der Gruppe, in der Liebe zu den Freunden realisiert, nur so kann man den Schöpfer erreichen. Durch unsere Beziehungen schaffen wir das Verlangen, das dem Schöpfer ähnlich ist – den Ort für die Offenbarung des Schöpfers.

Daraus wird klar, dass alle unsere persönlichen Eigenschaften und Fähigkeiten, über welche unser biologischer Körper verfügt, nichts mit der Spiritualität zu tun haben.

Bezüglich der Spiritualität arbeite ich nur mit dem Punkt im Herzen, ich soll folglich auf die übrigen „irdischen“ Eigenschaften verzichten – da ich damit in der Enthüllung des Schöpfers nicht vorankommen kann, sie helfen nur darin – das Geben dem Empfangen zu bevorzugen, „den Glauben über dem Verstand“ zu wählen.

Aber das Wichtigste ist der Punkt im Herzen. Ich muss ihn zur Vereinigung mit dem Nächsten, mit den Freunden bringen.

Und jetzt soll ich die richtige Entscheidung treffen, zu bestimmen, worin ich den Erfolg erreichen möchte. Nicht in der materiellen Welt, sondern in der Verbindung der Punkte im Herzen, an dem Ort, wo die Offenbarung geschehen wird, nachdem ich das kleinste Maß der Ähnlichkeit mit dem Schöpfer erreiche.

Ich muss ständig diese Frage klären, und nur sie bestimmt den Erfolg des spirituellen Aufstiegs.

Weil dieser Punkt als Anfang der Veränderungen (Rosch HaSchana) bezeichnet wird, soll diese Entscheidung die ganze Zeit den neuen Anfang bedeuten. Denn die Linie, nach der wir vorankommen, besteht aus einer Menge Punkte.

Der spirituelle Weg ist eine Reihenfolge der Punkte, in denen es „die Überspitzung“ gibt. Das heißt „den Bruch/Unterbrechung“ in der Bewegung zwischen dem vorhergehenden Punkt und dem nachfolgenden. Auf diese Weise stellen sie sich hintereinander in eine spirituelle Linie.

Damit ich mich in jedem Punkt des Weges in dieselbe Richtung bewege, in die sich die anderen bewegen, muss ich in allem, sowohl dem vorigen Zustand, als auch der Zukunft entgegengesetzt sein.

Nur so werden wir auf dieser Linie festgehalten. Deshalb soll ich in jedem Punkt, in jedem Augenblick des Lebens die Entscheidung über den Anfang der Veränderungen in mir treffen.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 08.09.2010

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Der geistige GPS-Navigator

Eine Frage, die ich erhielt: Als ich nach der Vorlesung in Ber-Shewa mit dem Auto nach Hause zurückfuhr, dachte ich nach, als ich meinen GPS Navigator anschaute, der mir den Weg zeigte und mich über die verborgenen Kameras auf den Kreuzungen warnte: warum gibt es in der geistigen Natur keinen solchen Navigator, der einem den Weg vorsagen würde, warum muss man sich nur auf die Hinweise der Kabbalisten und die Aussagen der Propheten verlassen?

Meine Antwort: In der Geisteswelt gibt es solchen Navigator nicht. Denn du „fährst“ in unserer Welt in ein und demselben egoistischen Wunsch fort – entweder in einem größeren oder im kleineren Wunsch. Und deshalb kannst du irgendwelche Annahmen darüber treffen, was im nächsten Augenblick sein wird, sowie dich auf die Erfahrung anderer Menschen verlassen.

Und sie schaffen für dich sogar solche Geräte, die dir den Weg zeigen. Sie können dir den ganzen Prozess und alle Stufen dieses Weges beschreiben, damit du im Voraus verstehst, was es bedeutet, groß und erwachsen zu sein.

Aber in der geistigen Entwicklung gehen wir die Zustände durch, die wir nicht voraussagen oder im Voraus vorstellen können. Deshalb kann es hier keinen Navigator geben! Denn wir sehen nie das nächste Bild im Voraus, wir haben keine Instrumente der Wahrnehmung, womit man es sehen könnte.

Stattdessen zeigt man uns das Spiegelbild das Unerwünschte. Und wenn du verstehst, dass deine Unlust zur Verbindung mit anderen Menschen die zukünftige Form ist, die man folglich korrigieren muss – dann wird sie dir als geistiger GPS Navigator dienen.

Der Navigator existiert also, zeigt uns aber das Kehrbild, das unserem Ego sowie unserem Wunsch, Genuss zu erfahren, unangenehm ist!

Weiterhin hängt alles davon ab, wie du diese Zustände annehmen wirst. Aber normalerweise wendest du dich um und fährst rückwärts, und denkst dabei, dass sich dort das Ziel befindet.

Du denkst: das geistige Ziel ist nicht gerade leicht und angenehm, warum soll ich dorthin fahren?

Aber nachdem du abgebogen bist, erscheint sofort der GPS, der dich unterstützt und alle Mittel dieser Welt – die Meinung der Gesellschaft und ihre angebotene Hilfe… So geht der Mensch der geistigen Welt verloren!

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 03.08.2010

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Der dunkle Glanz

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann man die absolute Leere empfinden oder sich vorstellen?

Meine Antwort: Es ist schwer sich vorzustellen, was die absolute Leere ist. Als ob ich etwas will, was ich nicht bekommen kann.

Aber in der Geisteswelt heißt diese schreckliche Empfindung „Dunkler Glanz der Malchut“.

Er entsteht, wenn das Licht aus dem Wunsch hinausgeht, und der Mensch den dunklen, tiefen Abgrund empfindet. Dies ist die erschreckende Empfindung der Leere. Uns scheint die Leere eine Freiheit zu sein, als ob ich in den Kosmos hinausgegangen bin und von allem frei bin. Aber die Leere bedeutet einen leeren Wunsch. Für uns ist es unverständlich, wie es so etwas geben kann, weil der Schöpfer uns immer unterstützt und uns wie um ein Kleinkind sorgt – Er gibt uns immer den Schutz, die Geborgenheit, die Füllung. Er öffnet uns nur die kleine Leere und nur die Leiden, die wir ertragen können.

Aber die Empfindung des ganzen Abgrundes des leeren Wunsches ist eine schreckliche Empfindung. So etwas wird nur manchmal dem Menschen gegeben – um ihn die Tiefe des Abgrundes der Malchut fühlen zu lassen …

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Wissenschaft der Kabbala und ihr Wesen“, 03.09.2010

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Geisteswelt oder Visionen?

Der Sohar, Kapitel „Wajechi“, Punkt 170: Bei der Abreise einer Seele, gehen all seine Verwandten und Freunde in der Welt der Wahrheit mit seiner Seele und zeigen ihr den Platz von Eden und den Ort der Strafe.

Eine Frage, die ich erhielt: die Menschen, die den klinischen Tod erlitten, erzählen über die Visionen, die mit Sohar in vieler Hinsicht übereinstimmen, obwohl sie keine Ahnung über die Kabbala haben…

Meine Antwort: Das Verständnis der Kabbala hilft dem Menschen nicht, die Geisteswelt zu sehen. Man kann die höhere Welt nur in der korrigierten Seele empfinden. Es spielt keine Rolle, ob der Mensch die kabbalistischen Bücher studiert oder nicht. Wichtig ist dabei, ob er sich korrigieren möchte.

Zu den Emotionen der Menschen, die den klinischen Tod erlitten, kann man Folgendes sagen. Wenn der Mensch in den kritischen Zustand gerät, dann ist es ein großer Schlag für den physischen Körper, der nichts mehr als den Wunsch, zu genießen darstellt. Unser Körper scheint uns materiell zu sein, einen Umfang haben, aber er stellt ausschließlich den Wunsch dar, eine bestimmte Art von Füllung zu genießen.

Wenn dieser Wunsch die Leere, die Leiden empfindet, dann möchte er natürlich kein Leben, keinen Wunsch empfinden, woran er leidet, denn er wünscht sich, diese Stelle zu schmälern, weniger zu leben, die Gefühle abzuschalten, Drogen zu nehmen, usw.

Jeder Mensch, der die seelischen oder materiellen Leiden empfindet, wünscht sich, diese zu verringern, die Wahrnehmung der Welt zu verringern, bis zur Unlust zu leben.

Aber wenn du die Leiden empfindest und hinaufsteigen möchtest, sowie den Wunsch hast, aus dieser Stelle ausgerissen zu werden, aus der Finsternis, Bitternis, aus den Schlägen, Kriegen und Krankheiten – dann begehst du die geistige Handlung – nicht für das Geben, oder weil dich das Geistige heranzieht, sondern weil die Leiden auf dich mit solcher Kraft drücken, dass du wie ein Kern aus der Kirsche ausgestoßen wirst – und nach oben aufspringst.

Es ist der Weg der Leiden, und kein Aufstieg, weil du dich nicht dem Ziel annäherst; du kennst es nicht – du läufst den Leiden davon wie ein verprügeltes Tier – vom Stock wegläuft. Aber wie dem auch sei, du erhebst dich über die Selbstsucht, über dem Wunsch zu genießen, und willst folglich dein Ego annullieren: „Ich will nichts mehr, lassen Sie mich nur in Ruhe!“.

Angenommen, ich habe eine Milliarde Dollar gestohlen, man hat mich gefangen und lebenslänglich im Gefängnis gesperrt. In diesem Augenblick wünsche ich nur Brot und Wasser und zu Hause zu sein. Nichts anderes!

Aber ich wollte doch eine Milliarde Dollar! Der Wunsch verringert sich, und steigt aufgrund „des Glaubens über dem Verstand“ hinauf, er ist bereit, im Geben zu sein, auf sich zu verzichten, sich zu verringern, um nur die Leiden der Strafe nicht zu empfinden. Dann empfinden diese Menschen die Wahrheit, im kleineren Ausmaß öffnet sich hier die Verbindung mit dem Schöpfer. Aber nur für die kurze Zeit, sodass sie diesen Zustand nicht wahrnehmen und festhalten können, weil sie keine eigenständigen Kelim (keine geistigen Gefäße) haben – und ihr Zustand vergeht.

Aber in 99.9 % der Fälle der Empfindung vom Jenseits empfinden die Menschen nur die psychosomatischen Emotionen. Da sie sich in den Leiden, in Verwicklung, im Nebel der Gefühle, in der Störung der Arbeit der inneren Systeme aufhalten, ist ihre Wahrnehmung gestört.

Aber das Schöpfungsziel besteht nicht darin, dass der Mensch nur im Zustand des klinischen Todes die Geisteswelt empfindet. Ich soll sie im vernünftigen Zustand empfinden, darin wie der Forscher agieren, der über das Wissen und Verständnis verfügt. Man muss den Wunsch und die Möglichkeit haben, wie der Schöpfer zu werden.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 02.09.2010

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Das Licht anstatt der Medikamente!

Eine Frage die ich erhielt: Wenn in der Gruppe alles möglich ist, warum muss man sich im Falle des materiellen Problems, damit beschäftigen und sich bemühen es zu lösen (wird man krank – geht man zum Arzt), genügt es nicht die Gruppe zu bitten, auf der inneren Stufe zu helfen?

Meine Antwort: Wir befinden uns noch nicht auf solch einer Stufe, wo man alle Probleme infolge der Verbindung mit der Gruppe lösen kann. Aber in Wirklichkeit, sollte es wirklich so funktionieren.

Es ist eine sehr rechtmäßige Frage: warum kann man nicht alle Probleme mit Hilfe des Lichtes lösen, das zur Quelle zurückführt – sich an die Gruppe wenden, und dort den starken Wunsch konzentrieren, damit die Lösung, direkt vom Licht, von der Quelle des Lebens kommt.

Ich hatte einst eine starke Verschlimmerung des Geschwürs, und Rabasch hat mich gezwungen, neben ihm zu sitzen und zu lernen. Und ich konnte den Schmerz nicht ertragen, konnte nicht sitzen und den Text lesen, konnte keine Absicht aufbauen, konnte den Schmerz nicht überwinden – ich konnte keine Kraft heranziehen, die meinen Schmerz beruhigt hätte, und möglicherweise überhaupt geheilt hätte…

Aber zweifellos, war meine Schwäche daran schuld, dass ich es nicht machen konnte, kein Licht heranziehen konnte, als ich neben ihm saß und lernte. Und weil er so wollte, dann hätte ich es wahrscheinlich schaffen können! Aber in diesem Augenblick habe ich es nicht geschafft.

Das heißt, bei Vorhandensein der großen Gruppe, werden wir für die Lösung beliebiger Fragen keine äußerlichen Mittel, keine Medikamente benötigen! Das Medikament wirkt auf der körperlichen Stufe. Wir werden direkt handeln können, und den Wunsch erfüllen, der den Mangel der Füllung empfindet, wie die Krankheit oder der Schmerz. Wir werden nicht bloß den Körper heilen, sondern die Seele behandeln.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 02.09.2010

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Der Punkt, aus dem die Rettung kommt

Es wird die ganze Zeit ein und dieselbe Frage wiederholt: warum konnte das Licht von Anfang an kein fertiges Geschöpf erschaffen, das dem Schöpfer ähnlich wäre?
Dies ist jedoch unmöglich! Es ist unmöglich die Eigenschaft des Gebens direkt vom Schöpfer an die Schöpfung zu übertragen. Deshalb müssen wir durch das Zerbrechen der Welten (in der Welt Nekudim) und der Seele (der Sündenfall mit dem Baum der Erkenntnis) gehen.
Andersfalls kann man nicht die Eigenschaft des Gebens mit der Eigenschaft des Erhaltens, Bina mit Malchut verbinden – nur mit Hilfe des Zerbrechens, mithilfe der Sünde von Adam oder dem Zerbrechens des Tempels.
Aber was hat den Menschen dazu gezwungen, die Frucht (den Apfel) vom Baum der Erkenntnis zu schmecken?
Es ist genauso mit dem Genuss, den man sieht und versteht, dass er schädlich ist, folglich empfindet man die Scham, aber man dennoch bereit, den Genuss zu erfahren, weil die Versuchung viel zu groß ist, es ist unmöglich, sogar unter Todesdrohung darauf zu verzichten.
Und der Genuss löscht die Scham nicht aus, sondern zwingt dich sogar, weiterzumachen!
Hier muss man eben die Schlussfolgerungen machen und, lernen, weil gerade in diesem Punkt die Versündigung Adams am allgemeinen Egoismus (am Baum der Erkenntnis) offenbart wird, über die es gesagt ist: „Aß und wird noch essen!“ – er ist nicht in der Lage, aufgehalten zu werden, da dieser Genuss viel zu groß ist, obwohl er weiß, dass er verboten ist. Hier ist gerade der Punkt, wo sich der Unterschied zwischen dem Licht und dem Wunsch offenbart. Und wenn du empfinden und wollen wirst, ihn zu korrigieren, dann wirst du fühlen, das hierfür das Licht notwendig ist, das zur Quelle zurückführt!
Es gibt keine andere Wahl, als zu fühlen, dass man alleine nicht in der Lage ist, sich zu helfen, so dass nur das Wunder von oben einen retten kann! Folglich fordert man das Licht und bekommt die Rettung.
Die Rettung kommt nur aus diesem Punkt des Menschen. Und der Schöpfer ruft „die Tiere nicht“ auf, aus Ägypten hinauszugehen, denn es ist „der Mensch“ bereits, der beim Auszug „das Vieh“ hinter sich führt…
Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 29.08.2010

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Zwei Vögel, die den Boten hörten

Sohar, WaJechi, Punkt 136: Ein Vogel kommt im Süden heraus, rechts – derjenige, der von einem Funken von Chochma kommt. Ein Vogel kommt auch im Norden heraus, links -derjenige, der von dem Funken von Bina kommt. Einer kommt heraus, wenn der Tag aufgeht, von Chochma, und einer, wenn der Tag untergeht, zur Abendzeit, nach Mittag, von Bina. Jeder ruft und verkündet, was er von diesem Boten hört. Mit anderen Worten, sie scheinen im gleichen Ausmaß, das sie vom Leuchten des Mitternachts-Siwug, „ein Vorbote“ genannt, empfingen.

Hier geht es um die inneren Zustände des Menschen, während er sich mit der Selbstanalyse beschäftigt und geht verschiedene Prozesse durch. Er klärt in sich drei Linien auf, nämlich, inwiefern er sich in der Rechten Linie, in der Linken oder gleichgewichtig in der Mitte befindet. 

„Der Tag“ und „die Nacht“ kommen nicht von außen. Wir befinden uns immer im Licht und unsere Kelim (pl. von Kli sind in eine Menge von Arten aufgeteilt, in den wir die rechte Seite, die linke, die Mitte, oben und unten, alle Richtungen und die Zeiten empfinden.

Die Aufteilung nach inneren und äusserlichen Kelim gibt uns die Empfindung der Entfernung und des Raumes: nah und fern, die Aufteilung der Wünsche in „Wurzel-Seele-Körper-Gewand-Haus“.

Alle solche Besonderheiten, wie: der Tag, die Nacht, der Morgen, der Abend sowie verschiedene Stunden sind ein Prozess, der mit unserem Wunsch geschieht. Außer ihm haben wir ja nichts!

Und dieser Wunsch, der in eine Menge von Arten aufgeteilt ist, enthüllt uns die ganze Zeit die neuen Arten. Er gibt uns die Empfindung der geschehenen Veränderungen in der Zeit und im Raum sowie in den kommenden Zuständen. Wir verteilen sie nach vier Arten der Wahrnehmung: „Die Welt, das Jahr, die Seele“ und die Existenz der Realität. Diese Veränderungen geschehen in uns als Folge unserer Korrektur. Außer uns befindet sich ja alles in der absoluten Ruhe.. Nur die Reschimot wickeln sich in der Kette ab und werden entweder zu „seinerzeit“ (Beito) enthüllt oder „Achischena“ – wenn wir beginnen, sie zu beeilen und beschleunigen die Zeit.

Deswegen sind „die anfliegenden Vögel, die Nacht, der Tag, der Morgen, der Abend“ sowie alle Niveaus: die „Wurzel Seele-Körper-Gewand-Haus“ und die Existenz der Realität in dem Menschen, in seinem Wunsch empfunden.

Und mir scheint es, dass es ringsherum eine Welt voller Menschen gibt. Alles bewegt sich und das Leben geht weiter. Aber von mir hängt nur eins ab – welche Schritte ich zur richtigen Wahrnehmung der Realität machen werde.

Aus dem Sohar Unterricht vom 31.08.2010

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