Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Der Wohnsitz in der Welt der Unendlichkeit

Frage: Über den Sukkot Feiertag ist gesagt: „Gehe aus deinem Haus heraus und lasse dich an dem zeitweiligen Ort nieder“.

Aber welcher normale Mensch wird freiwillig sein festes, bequemes Haus verlassen, um in den Behelfsbau umzusiedeln?

Antwort: Wir werden sowieso gezwungen sein, unsere egoistische Behausung zu verlassen, ob wir es wollen oder nicht. Auch wenn dir jetzt dein heutiger Wohnsitz als fest vorkommt, ist es allen bekannt, dass er vorübergehend ist, und alle an den anderen, beständigen Ort umgesiedelt sein werden.

Und Kabbala bietet im Voraus „das beständige Haus zu verlassen“, das uns solch sicher zu sein scheint, und, „ins vorübergehende“ überzugehen.

Unsere Selbstsucht zeichnet uns unsere Welt als beständig auf, aber das Studium der Kabbala zeigt uns eine andere Beziehung der Welten: die Welt des Gebens ist konstant, in Wirklichkeit ist sie die Welt der Unendlichkeit, worin sich der Mensch mit dem Schöpfer verbindet und die Ewigkeit und die Vollkommenheit erreicht.

Und wir sind wie kleine Kinder, die am gewöhnlichen Ort befestigt sind, wir haben Angst, uns davon zu entfernen, das Lieblingsspielzeug abzugeben, sogar für die Erwachsenen ist es schwierig, sich von den gewöhnlichen Anblicken zu trennen und, die Welt anders anzuschauen.

Der Unterschied zwischen der beständigen und vorübergehenden Behausung besteht darin, dass ich mit Hilfe der neuen Umgebung versuche, von der vorigen Umgebung abgetrennt zu werden, die „der beständige Wohnsitz“ heißt.

Ich befinde mich in der vorigen Umgebung unter dem Druck der Massenmedien, der Meinung der Mitarbeiter und der Nachbarn, mit der Verpflichtung, wie alle zu sein, wie alle zu denken.

Ich hänge von der Menge der Faktoren ab, die meine „ständige Behausung“ bestimmen – ich bin allen verpflichtet, ich lebe genauso, wie es alle tun. Meine Lebensweise ist allen klar und von allen gebilligt.

Und plötzlich scheint mir diese beständige Behausung, ein Konzentrationslager zu sein, aus dem ich mich nicht befreien kann! Ich beginne, mich von der Seite zu betrachten, beginne zu verstehen, dass dieses beständige und so ein vorübergehendes Leben schon bald zu Ende gehen wird…

Unter der neuen Einwirkung der Bücher und der Meinung der Gruppe, gehe ich allmählich aus „dem Wettbewerb des Lebens“ hinaus und sehe „den beständigen Wohnsitz“ (den Zustand) an – im höheren Licht, in seiner absoluten Ruhe, sowohl in dieser Welt, als auch in der Zukunft.

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 22.09.2010

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Zum Gedenken an Baal HaSulam

Wir sind von der Welt der Unendlichkeit durch 125 Stufen der Verringerung des Lichtes, von Verhüllungen, getrennt und von der wahren Realität vollkommen abgeschnitten, als ob wir bewusstlos wären und nicht verstehen würden, wer und wo wir sind.Aus diesem Zustand müssen wir erwachen, das Bewusstsein erlangen und über die 125 Stufen an den Ort zurückkehren, von dem wir herabgestiegen sind, zu unserer Wurzel. Indem wir auf diesem Wege von unten nach oben Verhüllungen überwinden, erreichen wir die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer, werden genauso wie Er.

In Wirklichkeit hat der Mensch in dieser Welt gar keine Möglichkeit, selbst aus der Bewusstlosigkeit zu erwachen und aus dem tiefsten Punkt, der unter den 125 Stufen der Verhüllung begraben ist, aufzusteigen. Wie geschrieben steht: „Der Gefangene kann sich selbst nicht aus den Gefängnis befreien“ – er braucht eine äußere Kraft dazu.   

Wir nehmen die höhere Welt nicht wahr und stellen uns selbst in einer falschen Wirklichkeit vor. Wir träumen in unserem bewusstlosen Zustand, als ob wir leben würden und um uns herum die Welt voller Menschen, die Erde und das Universum existieren würden. Solche Gestalten entstehen in unserem bewusstlosen Zustand und erscheinen uns als das wahre Leben.

Und wenn wir wie im Schlaf Stimmen hören, die uns sagen: „Du bist doch bewusstlos, abgeschnitten vom wahren Leben, von der spirituellen Welt!“, glauben wir ihnen nicht. Und nur Menschen, die uns von der Seite betrachten, verstehen, dass wir bewusstlos sind.

Deshalb müssen wir dankbar für die Erweckung des „Punktes im Herzen“ in uns sein. Durch diesen Punkt fange ich an, etwas, das zu mir aus einer anderen Welt durchdringt, zu erkennen – und zwar, dass es eine andere Realität gibt. Und die großen Kabbalisten versuchen uns wiederzubeleben, zum wahren Leben zu erwecken.

Von Adam, der als erster das Bewusstsein wiedererlangt hat, bis heute zieht sich eine lange Kette von Kabbalisten hin, die das wahre Leben erlangt haben. Doch heute müssen wir alle aus der Bewusstlosigkeit erwachen.

Und unser Arzt Baal HaSulam zusammen mit seinem Assistenten Rabash bieten alle ihre Kräfte auf, um uns wiederzubeleben. Sie sind diejenigen, die den Lichtstrahl erwecken, der aus der wahren Realität in unser ausgeschaltetes Bewusstsein durchdringt.

Aus dem Unterricht zu Ehren von Baal haSulam vom 16.09.2010

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Warum die Kabbala derart geheim gehalten wurde

Frage: Warum hielten die Kabbalisten die Weisheit der Kabbala so viele Jahre geheim, wenn jemand, der dafür nicht bereit ist, sie nicht anwenden kann?

Meine Antwort: Die Wissenschaft der Kabbala war bis zur Zerstörung des Tempels für jeden zugänglich, der sie studieren wollte. Die Zerstörung des Tempels war die Zerstörung der spirituellen Wahrnehmung im Volk Israel.

So wie es gefährlich ist, normale Wissenschaft an Egoisten zu enthüllen, denen es an der richtigen Weltsicht und ihrem Zweck fehlt, da das Offenlegen dieses Wissens sie mit Waffen austatten würde, die ihnen und anderen Schaden zufügen würden, so wurde es Menschen, die von der spirituellen Stufe der brüderlichen Liebe in unbegründeten Hass fielen, verboten, die Wissenschaft der Kabbala zu studieren. Schließlich konnten sie diese falsch anwenden und sich verwirren.

Sie waren nicht fähig, sie anzuwenden, als sie erst einmal in das egoistische Verlangen gefallen waren, das anfing, zu wachsen. Zuerst mussten sie sich in die Verlangen dieser Welt verwickeln, in der Finsternis versinken, sich mit allen Verlangen der Menschen vermischen. Tatsächlich war das der Zweck, als das Volk Israel ins Exil ging.

Die Weisheit der Kabbala zu jener Zeit weiterzugeben, wäre gegen ihre Bestimmung gewesen. Das Volk fiel von der spirituellen Stufe und verlor dieses Wissen, um genau wie alle anderen Völker auf deren Stufe zu leben. Bis zum Ende des Mittelalters führten das Volk Israel und alle anderen Völker ein sehr einfaches und primitives Leben. Es war eine Zeit für gegenseitige Einbeziehung.

Doch abgesehen von der Tatsache, dass das Volk Israel seine spirituelle Stufe verlor, blieb der höhere innere Geist in ihnen und es gab viele Weisen (Kabbalisten) und Menschen, die den Zweck der Schöpfung verstanden. Es war kein Zustand völliger Vergessenheit, in dem die Menschen den Zweck des Daseins nicht verstehen, wie wir es heute beobachten.

Der Niedergang geschah in den letzten 100-150 Jahren, doch davor gab es keinen Menschen in Israel, der nicht wusste, wozu er lebt. Das machte es ihnen möglich, all die Jahre des Exils zu ertragen und sich selbst ungeachtet aller Hetzjagd, Inquisition und Verfolgung zu bewahren. Letztendlich war es kein blinder Glaube: Sie spürten und wussten, dass es einen Zweck gab.

Doch die Weisheit der Kabbala musste vor dem Volk Israel genau deshalb geheim gehalten werden, weil sie sich mit den Verlangen anderer Nationen vermischen und die Zeit des Exils abschließen mussten. Aus diesem Grund verhüllten die Kabbalisten die Kabbala, entfremdete sie dem Volk und schüchterten es ein, um es nicht zu verwirren und ihm Zeit zu geben, zu korrigieren, was korrigiert werden musste.

Das war die Form, in der sie zu jener Zeit die Korrektur durchführten. Letztlich können wir die innere Entwicklung, die im Innern geschah, nicht erkennen. Jahrmillionen hat sich die Materie unbewusst entwickelt, doch wir können den Prozess mit unserem begrenzten Verstand nicht in seiner Gesamtheit erfassen. Wenn wir diese Sicht auf die Wirklichkeit beibehalten, können wir garnichts darin rechtfertigen. Wenn wir irgendetwas verstehen wollen, müssen wir zuerst das gesamte Bild enthüllen.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 16.02.2011, „Einführung in das Buch ‘Panim Meirot uMasbirot'“

 

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Die Wirklichkeit befindet sich in unserer Vorstellung


Fragen, die ich über die Wahrnehmung der Wirklichkeit erhielt:

Frage: In dem Artikel „Introduction to the Preface to the Wisdom of Kabbalah“ (engl.), sagt Baal HaSulam: „Alle Welten, sowohl die Höhere, als auch die niedere, befinden sich im Inneren des Menschen“. Besagt die wahre Bedeutung dieser Worte, dass die gesamte Wirklichkeit nur in unserer Vorstellung existiert und mit unseren Sinnen (Gefäße zur Erkenntnis) wahrgenommen wird?

Antwort: Ja.

Frage: Wenn dem so ist, sind physische Körper dann überhaupt real?

Antwort: „Real“ ist, was ich wahrnehme.

Frage: Aber wir haben stets gelernt, dass sich die Seele durch alle ihre Zustände hindurch in dem bedeutungslosen physischen Körper befindet.

Antwort: Das habe ich nie gelehrt. Möglicherweise habe ich über den Körper der Seele gesprochen (nicht über den physischen Körper) – dem Parzuf oder Kli, und die Seele ist das Licht darin.

Frage: Wenn wir das akzeptieren, bedeutet es dann nicht, dass alles um uns herum (einschließlich unserer Freunde und Familie) nicht wirklich existiert, sondern nur ein Produkt unserer Vorstellung ist?

Antwort: Ja. Allerdings müssen wir, anstatt uns Dinge vorzustellen, den Zustand erlangen, in dem wir alles, was außerhalb von uns ist, als in uns seiend wahrnehmen.

 

Verwandtes Material:

Blog-post: Wir haben Zivilisationen in uns

 

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Die Wahrnehmung der Welt

Die Wahrnehmung der Welt

(Baal HaSulam, „Einführung zum Buch Sohar“, Punkt 34 )

Mit unserem Sehsinn sehen wir eine großartige Welt vor uns,

In ihrer wunderbaren Fülle.

Doch in Wirklichkeit existiert das alles nicht

Außer in unserem Inneren.

Wir haben eine Art Leinwand im hinteren Teil unseres Gehirns

Auf der alles, was wir wahrnehmen, abgebildet wird.

Es existiert nichts außerhalb von uns.

 

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Würdest du durch eine Wand gehen, die du nicht wahrnehmen kannst?


Frage: Ich bin ein Student des virtuellen Lernzentrums und zusammen mit anderen bin ich in ungeduldiger Erwartung auf eine Rückmeldung dieser Frage. Im Buch Kabbala, Science and the Meaning of Life auf Seite 128 fand ich folgendes Zitat: „Da ein Höhlenbewohner nicht die Sinneswahrnehmung haben würde, um eine Wand als Materie oder als Form in der Materie wahrzunehmen, wäre er fähig, durch Wände zu gehen, als ob sie Luft wären.“

Wenn ich die Information nicht missverstanden habe, ist diese Aussage in sich falsch. Nur weil jemand ein Objekt nicht kennt, bedeutet das nicht, dass er damit nicht interagieren kann. Der Text vermischt Konzepte aus der Quantenmechanik und der Realität der Makrowelt. Die angewendete Logik ist nicht logisch. Materie wird immer als solche wahrgenommen werden, unabhängig von der Form, die sie annimmt, denn unsere Sinne sind dafür gemacht, um Materie wahrzunehmen. Dort wo unsere Sinne nicht ausreichend sind, kann Materie durch geeignete Instrumente wahrgenommen werden.

Beispiel: Als ich meinen ersten Tauchgang gemacht habe, war ich von einer riesengroßen Anzahl neuer Formen und Gestalten umgeben, die ich zuvor nie gesehen hatte. Trotzdem waren meine Sinne fähig, sie wahrzunehmen. Bitte erklären Sie obige Aussage.

Antwort: Lasst uns vom Gegenteil beginnen: Es gibt Wände, die wir nicht wahrnehmen. Werden wir darüber stolpern oder werden wir durch sie hindurchgehen, ohne sie zu bemerken?

Alles existiert in uns, in unseren Eigenschaften oder in unseren fünf Sinnen. Wenn sie anders wären, würden sie uns eine andere Welt darstellen. Das Buch spricht über einen „Höhlenmenschen“, denn neben unseren Eigenschaften haben wir auch gespeicherte Informationen und Systeme, welche die „umgebende“ Illusion erschaffen.

Bis wir eine Eigenschaft erlangen, die uns entgegengesetzt ist – das Geben, werden wir die Eigenschaften der Anti-Materie nicht verstehen und werden nicht erkennen, dass die Welt innerhalb von uns selbst „abgebildet“ wird.

 

Verwandtes Material:
Blog-post: Neue Studie: Die Augen sehen mehr, als das Gehirn unserem Bewusstsein meldet
Blog-post: Die Wahrnehmung der Welt
 
 
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Wir haben Zivilisationen in uns


Frage: Ich habe gehört, dass Sie sowas sagten wie: keine der Zivilisationen der Vergangenheit werde im „Enthüllten“ ersichtlich. Bedeutet dies, dass alles, was Wissenschaftler jetzt herausfinden (zur Unterstützung einer Theorie der früheren Zivilisationen) in unseren Sinnen als eine Realität erscheint, die wir selbst fordern? Mit anderen Worten, die externen Kräfte reagieren auf unsere Verlangen, indem sie noch mehr neue „Ausschmückungen“ schaffen?

Antwort: Sie haben absolut recht! Als Folge des Abstiegs aus der Spiritualität, als das Verlangen, das vom Schöpfer erschaffen wurde, sein niedrigstes Niveau erreichte, empfing es in sich selbst das, was wir als „Selbst“ empfinden und die Welt, die uns umgibt (als außerhalb vom „Selbst“). Die Vorgänge und inneren Veränderungen begannen als Zeit, Raum und Bewegung wahrgenommen zu werden (wiederum außerhalb vom „Selbst“). So nimmt eine Person wahr, dass etwas schon existiert hat, bevor sie auftauchte. Doch wer hat dies tatsächlich empfunden? Ohne Sinne existiert nichts. Alles existiert in unserer Vorstellung, in unseren Sinnen. Lesen Sie den Artikel „Vorwort zum Buch Sohar“, Punkt 34.

Verwandtes Material:
 
Purchase the Print Version of the Book: Kabbalah, Science and the Meaning of Life
 
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Der Tod des Körpers sollte wie ein Haarschnitt sein


Frage: Was bedeutet es, die Natur zu enthüllen?

Antwort: Die Natur zu enthüllen, bedeutet, das allgemeine Naturgesetz zu enthüllen, in welches wir eingeschlossen sind, und uns in einem anderen Zustand zu erkennen. Um es anders zu sagen, bedeutet es, die Wirklichkeit in ihrer wahren Form zu enthüllen, im Gegensatz zu ihrer Wahrnehmung mit unseren fünf körperlichen Sinnen, wo wir uns nicht von Tieren unterscheiden.

Was uns von den Tieren unterscheidet, ist unser egoistisches Verlangen, die gesamte Natur zu unserem Vorteil zu benutzen, für einen geringfügigen und begrenzten Vorteil. Doch müssen wir lernen, uns über diese egoistische Kraft in uns zu erheben.

Wenn wir diese egoistische Kraft in die Kraft zu Geben und der Nächstenliebe umwandeln können, werden wir uns über unsere Natur erheben, das Geben lernen und uns dem Schöpfer angleichen, was die allgemeine und Höhere Kraft der Natur ist. Dies wird dann in jedem „den Schöpfer verwirklichen“ genannt. Dadurch enthüllt jeder die Höhere Eigenschaft – das Geben – in sich und empfängt ewiges und vollkommenes Leben, so wie der Schöpfer und unsere gesamte Natur.

Auch wenn man seinen materiellen tierischen Körper verliert, hat man nicht das Gefühl, dass einem etwas fehlt, weil das physische Leben die kleinste, schlimmste und unbedeutendste Lebensform ist.

Rabash nahm das Beispiel vom Nägel- und Haare schneiden, weil die Nägel und Haare den pflanzlichen Teil des tierischen Teils im Körper darstellen und ein Mensch keinen Schmerz spürt, denn die pflanzliche Stufe liegt unter der tierischen.

Auf die gleiche Weise, wenn wir uns über die tierische Stufe der Natur zur Stufe des Schöpfers erheben, werden wir auch aufhören, den Verlust unseres körperlichen Lebens als wichtig und bedeutsam zu empfinden. Doch bis wir zu dieser höheren Stufe aufgestiegen sind, werden wir dem weiterhin Bedeutung beimessen.

Doch erst wenn wir auf diese höhere Stufe gelangt sind, werden wir merken, dass der einzige Zweck unseres Lebens darin besteht, die Weisheit der Kabbala zu verbreiten. Dazu gehört der Bedarf nach dem Geben wollen, wobei diese Gelegenheit weiterhin existieren wird. Wenn das nicht notwendig wäre und unser physischer Körper sterben müsste, würden wir unseren Tod wie einen Haarschnitt oder wie Nägel schneiden empfinden.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Helm auf und hinein in den Traumurlaub – Vom Wohnzimmersofa aus
Blog-post: Wenn Zweifel auftauchen, mach einfach weiter!
Blog-post: Kabbala ist die Wissenschaft über die Korrektur der Welt
 

Ein Eseltreiber für die ganze Menschheit

Das Buch Sohar. Das Vorwort. Art. „Der Eseltreiber“, P.74: „Ein Mensch ging ihnen nach und führte ihre Esel“ – d.h. lenkte (richtete) ihre Esel.

„Rabbi Aba sagte: „Lasst uns die Tore der Tora öffnen, denn ihre Stunde und die Zeit unseren Weg zu korrigieren ist gekommen“. „Esel zu führen“ bedeutet sie zu „stechen“.

Und dieser Name wurde für den Eseltreiber genommen, denn seine Funktion besteht darin, die Esel mit der Stockspitze zu stechen, damit sie sich beim Laufen mehr beeilen.“

Die ganze Schöpfung muss zur Verschmelzung mit dem Schöpfer gebracht werden. Alles, was in der Realität geschieht, einschließlich das Drehen von jedem Atom, bewegt sich nur zu diesem Ziel. Es gibt keine anderen Handlungen auf der Welt, außer solchen, welche die Geschöpfe, mit ihrer Zustimmung oder auch ohne, zu der Verschmelzung mit dem Schöpfer bringen sollen. Und wir werden zu diesem Ziel durch eine besondere Kraft von oben geführt, die der „Eseltreiber“ genannt wird. Wenn wir uns dem Wissen angleichen, von dem uns der Sohar erzählt, werden wir gemeinsam mit dem „Eseltreiber“ gehen und er wird uns auf unserem Weg helfen.

Wenn nicht, wird der gleiche „Eseltreiber“ unsere „Esel“ bzw. unser Verlangen zu Genießen mit seinem spitzen Stock stechen. Das sind gerade all die Leiden, denen die Welt ausgeliefert wird, wenn sie zum Ziel nicht bewusst, mit einem Verständnis, gehen möchte.

Aus einem Unterricht über das Buch Sohar. Das Vorwort, 10.1.2011

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Die einzige Kraft, die für alles Verantwortung trägt

Frage: Wenn der Schöpfer die gesamte Realität einbezieht, ist Er dann für das Chaos auf der unteren Stufe unserer Welt verantwortlich?

Antwort: Niemand trägt eine Verantwortung außer dem Schöpfer. Der Schöpfer beginnt alles und führt es aus. Er trifft alle Entscheidungen und erzielt Ergebnisse. Es ist die gleiche Kraft.

Diese Kraft führt uns durch alle Wechselfälle und Probleme des Lebens, drängt uns in alle Richtungen, führt uns in alle möglichen Konflikte.

Wir sind in diesem Leben verloren, so dass wir durch diese Umstände, dieser Achterbahnfahrten, die immer auf und ab gehen, in einen Zustand kommen können, in dem wir uns entspannen, uns dem Fluss hingeben müssen, der uns trägt. Wir wünschen uns nur eines- mit dieser Kraft, die alles regiert, in Verschmelzung zu sein. 

Kann ich das erreichen oder nicht? Wenn ja, dann brauche ich nichts anderes, denn alles wird plötzlich statisch, ruhig, gelassen. Es gibt nur einen Gedanken – den Schöpfungsgedanken und diese Idee ist in uns verankert. 

Dieser Gedanke zeichnet in mir alle möglichen Veränderungen meiner Wahrnehmung auf. Dieser Film, der in mir gespielt wird, wird von mir als eine Welt wahrgenommen, die außerhalb von mir liegt. Sie existiert nicht wirklich, alles geschieht in mir.

Ich muss mich allmählich an diese Tatsache gewöhnen, gleichzeitig in dieser Welt so zu leben, dass es mich trotz der Wahrnehmungsfehler nicht stört. Es wird sich herausstellen, dass ich in zwei Welten existiere: eine davon ist die höhere Welt, die mir der Schöpfer zeigt, und die andere ist die, die mir mein immer noch verzerrtes Bewusstsein präsentiert.

Aus dem Unterricht, 27.1.2019

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