Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Jeden Zustand mit dem Schöpfer verbinden

Frage: Der Mensch soll sich in jedem Zustand an den Schöpfer wenden. Aber es gibt doch verschiedene Zustände?

Antwort: Die Zustände, die der Schöpfer dem Menschen schickt, unterscheiden sich nicht voneinander. Sie sind alle sehr einfach und erzeugen ein einfaches Licht, das die gesamte Wirklichkeit erfüllt. Die Zustände erscheinen dir nur deshalb unterschiedlich, da das Licht ein „Kli“(Gefäß) geschaffen hat, das eine Vielzahl unterschiedlicher Eigenschaften besitzt

Unter dem Einfluss dieses einfachen Lichts und auf dem Weg zu einem einfachen Ziel scheint es dem Mensch, als würde er verschiedene Zustände durchlaufen: gute und schlechte Zustände, die in unterschiedlichen Formen auftreten, einander widersprechen und sowohl in ihrem Wesen als auch ihrer Bedeutung nach gegensätzlich sind. Doch das entspricht nicht der Wahrheit. Alle Zustände kommen mit nur einem einzigen Zweck und gemäß dem Plan des Schöpfers – um dem Geschöpf Genuss zu bereiten- und nur mit der einzigen Absicht: dich zur Quelle zurückzuführen.

Dass der Mensch all dies in unterschiedlicher Form wahrnimmt und den Zusammenhang zwischen den einzelnen Situationen nicht erkennen kann, obwohl er unter dem Einfluss des einfachen Lichts steht, bedeutet lediglich, dass er diesen inneren Punkt noch nicht erreicht hat. Im Menschen wurde noch kein innerer Auslöser betätigt, noch kein entscheidender Mechanismus aktiviert, durch den er in jedem Zustand nur noch das Eine erkennt. Im Gegenteil: Wenn man, jeden Zustand zu analisieren beginnt und bis ins Einzelne untersucht, wie er entsteht und was er bewirkt, entfernt man sich nur von der richtigen Handlung. Die richtige Handlung besteht darin, in jedem Zustand den Schöpfer zu sehen, der Sich dem Menschen offenbart und ihn an Sich erinnert, wie gesagt wurde: „Sie kommen und segnen dich. “Man sollte sich nicht übermäßig in einen Zustand vertiefen. Es genügt zu erkennen, dass er vom Schöpfer gesandt wurde. Hat man diese Erkenntnis erlangt, ist das ausreichend. Man soll nicht nach den kleinen Einzelheiten graben, denn dadurch versinkt man nur tiefer im Sumpf des Egoismus. Es genügt, dass der Mensch eine Verbindung mit dem Schöpfer hat. Dabei ist es nicht wichtig, wie man diese Verbindung im Augenblick empfindet – ob in einer positiven oder in einer negativen Form.

Um einen bestimmten Zustand abzuschließen, muss man ihn mit dem Schöpfer verbinden. Wenn man alles komplizierter macht, werden alle weiteren Handlungen lediglich künstlich sein und keinen spirituellen Nutzen bringen. Der nächste Zustand kann seinem Wesen nach tiefer, qualitativ feiner und reichhaltiger an Klärungen sein. Doch sobald der innere Auslöser aktiviert wird und man diesen neuen Zustand mit dem Schöpfer verbindet und aus diesem Zustand heraus um die Vereinigung mit Ihm bittet, geschieht dies bereits auf einer höheren Stufe.

Das bedeutet: Der Mensch kann nur in dem Maß tiefer in einen Zustand eindringen, wie der Schöpfer ihn offenbart und beleuchtet. Darüber kann er selbst nicht entscheiden. Man kann nicht sagen: „Jetzt werde ich bewusst in diesen Zustand eintauchen, in die linke Linie.“ Auf diese Weise verliert der Mensch den richtigen Kontakt zum Schöpfer. Das ist bereits die Klipa (unreine Kraft), die sagt: „Nein, du musst leiden, tiefer in deinen Egoismus eindringen und erkennen, wie schlecht du bist.“

Keinesfalls. Das Böse wird nur deshalb offenbart, damit der Mensch sich an den Schöpfer wendet. Das kann er sofort und ohne Verzögerung tun.

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Aus einer Lektion über einen Artikel von Rabash, 23.06.2026

Das Trugbild (Fata Morgana)

Eine Frage, die ich erhielt: Stimmt es, dass die Nächstenliebe nur bezüglich des Wunsches zur Spiritualität möglich ist, und ich soll die materiellen Wünsche eines Freundes nicht erfüllen?

Denn ich sehe jetzt, dass ich nicht mal bereit bin, das Fleischstück am Tisch zu teilen.

Meine Antwort: Anfangs reicht uns die Verbindung zum Nächsten in seinem Wunsch, den Schöpfer zu erreichen.

Und später wirst du dich so fühlen, als ob neben dir am Tisch dein kleiner Sohn sitzt – wirst du ihm dann das Stück Fleisch wegnehmen können, um es selbst aufzuessen? So wirst du dich zur ganzen Welt verhalten.

Es ist unverständlich, warum es notwendig ist und was du im Endeffekt bekommen wirst? – Die Antwort auf diese Frage, d.h. das Ziel des Gebens, wird oft vergessen, weshalb uns diese Handlung  als künstlich vorkommt: Du wirst fühlen, dass du dem Schöpfer ähnlich bist und Ihm dadurch den Genuss bereiten, wenn du solche Korrektur erreichst!

Jetzt hast du kein solches Bedürfnis, weshalb die Handlung des Gebens grundlos, gewaltsam aussieht. Es gibt kein anderes Ziel, außer der Ähnlichkeit zum Schöpfer.

Denn dir scheint es nur so zu sein, dass die ganze Welt leidet, und dass es die armen und unglücklichen Menschen gibt. Wenn du dich korrigieren wirst, dann wirst du sehen, dass sie alle reich und glücklich, klug und gesund sind. (Siehe den Artikel von Baal HaSulam „Die Verhüllung und die Enthüllung des Schöpfers“).

Wir verstehen nicht, welche Illusion es ist, in der Welt die Leiden zu sehen. Jedem Menschen wird absichtlich die hässliche Welt gezeigt, um ihm die Empfindung zu geben, wie viel  korrigiert werden soll, um die Vollkommenheit zu erreichen.

Wir sehen, dass jeder anders denkt und die eigene Meinung hat. Woher kommt es? – Weil jeder ein anderes Weltbild sieht. Denn die Welt hat in Wirklichkeit kein Bild, keine Form – alles wird innen, in den Eigenschaften des Menschen geöffnet!

Und wenn ich beginne, die Wahrheit zu öffnen, dann verstehe ich, dass sich hinter allen Bildern dieser Welt, die vor mir wie die Trugbilder in der Wüste entsteht, ein Gedanken verbirgt, der mir solche Realität bildet. Und diese Form ist so schwankend wie das Trugbild selbst, das in der Luft schwebt und sich die ganze Zeit verändert.

Und sich durch diese Gespenster und die Ungewissheit durchzukämpfen, ist nur in der Gruppe möglich, die dir die ganze Zeit den Fokus der Sehkraft auf die Wahrheit korrigiert.

Die Wahrheit ist das Begreifen der Kraft, die das ganze Trugbild verwaltet, damit es uns klar wird, wie und warum diese Kraft gerade diese Formen schafft, und damit wir uns mit dieser Kraft auf der anderen Seite des sichtbaren Bildes dieser Welt verbinden und zusammen arbeiten.

Wie es gesagt ist: „Der Mensch wird geben, um die Wahrheit zu finden“.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Liebe zum Schöpfer und zu den Geschöpfen“

„Nach seinem Schatten sehnte ich mich“

Artikel „Was ist der Unterschied zwischen dem Schatten der Heiligkeit und dem von Sitra Achra?

(„Shamati“, Nr. 8): Der Schatten der Klipa heißt: „Ein anderer Gott ist unfruchtbar und kann keine Früchte tragen“, während es über die Heiligkeit (Kedusha) heißt: „Seinen Schatten begehrte ich, und ich sitze, und seine Frucht ist für meinen Gaumen süß“, das heißt, er sagt, dass alle Verhüllungen und Leiden, die er verspürt, aus dem Grunde kommen, dass der Schöpfer ihm diese Zustände schickte, damit er Raum haben würde, Arbeit über dem Verstand zu verrichten.

Schließlich will er um das Geben willen arbeiten, also um dem Schöpfer Freude zu bereiten und deshalb fühlt er bei dieser Arbeit keinen Nachteil – er ist mit der Lenkung des Schöpfers einverstanden und nimmt mit ganzem Herzen und ganzer Seele das Gefühl der Wirklichkeit an, das der Schöpfer ihm bei dieser Arbeit geben will. Er schaut nicht auf das, was er selbst genießen könnte – sondern sucht danach, womit er dem Schöpfer Freude bereiten kann. Und so kommt es, dass ein solcher Schatten ihm Leben schenkt.

Glaube über dem Verstand bedeutet, alles, was einem widerfährt, als vom Schöpfer gesandt wahrzunehmen, als die einzige Kraft, außer der es nichts gibt. Sie ist gut und Gutes tuend, auch wenn man etwas anderes empfindet.

Die ganze Arbeit besteht darin, zu erkennen, dass wir nichts tun und nichts tun wollen: weder äußerlich, noch innerlich, weder mit unseren Händen, noch mit unseren Füßen, weder mit Werkzeugen dieser Welt, noch mit unseren inneren Wünschen und Gedanken, sondern mit allem einverstanden sind, was wir im Augenblick haben. Dieser Moment wird Ende der Korrektur genannt.

Bis wir ein solches Gefühl erreicht haben, dass wir uns im besten Zustand befinden, unter der Kontrolle einer guten Kraft, die sowohl den Sündern als auch den Gerechten Gutes bringt, wird es Schatten in der Welt geben.

Der Schöpfer wird uns solange in solche Zustände bringen, bis wir das Verlangen verspüren, sie zu verändern. Zuerst wollen wir die Welt ändern, dann wollen wir uns selbst ändern. Doch am Ende verstehen wir, dass unsere ganze Arbeit genau das Gegenteil ist: unsere Einstellung und Wahrnehmung gegenüber der höheren Lenkung, dem Herrn der Welt, zu verändern – damit wir uns nach seinem Schatten sehnen.

Alles, was wir empfangen wird für uns begehrenswert, auch wenn es in einer unangenehmen Form kommt – schließlich ist es ein Schatten, eine Verhüllung. Doch wir arbeiten über dem Verstand hinaus, damit diese Früchte für uns süß werden. Darin besteht unsere ganze Korrektur.

Alles beginnt damit, dass wir alles was geschieht, als vom Schöpfer kommend wahrnehmen – nicht als leere Worte, sondern im Inneren spürbar. Man muss den Schöpfer nicht bitten sich zu offenbaren, sondern nur in der Lage sein zu erkennen, dass alles von ihm kommt. Dann wird es für den Menschen sehr angenehm sein, mit dem Glauben über dem Verstand zu arbeiten und alle schlechten Zustände als die Besten, die Unangenehmen als Angenehme zu akzeptieren – bis sie ihm alle süß sind.

Das bedeutet, dass er den Glauben erlangt hat. Es ändert sich absolut nichts in der Welt, nur die vollkommene Lenkung des Schöpfers wird dem Menschen offenbart. Das allein macht diese Welt zu einer höheren, vollkommeneren Welt.

Es stellt sich heraus, dass keine äußeren Veränderungen notwendig sind – es ist keine Arbeit erforderlich: weder äußerliche, materielle, mit Händen und Füßen, noch solche Arbeit, wie wir sie uns unter spiritueller Arbeit vorstellen. Letztlich läuft alles auf einen Zustand hinaus: den Kontakt des Menschen mit der verhüllten Lenkung. Er möchte diesen Kontakt ständig aufrechterhalten und verlangt keine Veränderung: Er möchte in der Verhüllung bleiben.

Davor bat er um die Offenbarung, doch nun will er die Verhüllung bewahren. All seine Energie, mit der er nach Offenbarung suchte, all sein Verlangen, wendet er im Gegenteil dazu an, sie zu verhindern. Schließlich kann die Offenbarung all sein selbstloses Streben, seine ganze Beziehung zum Schöpfer zunichtemachen, ihn seiner Arbeit über dem Verstand berauben. Deshalb möchte er das Maß der Entfernung, der Sehnsucht, die er empfunden hat, bewahren, um ständig mit dem Schöpfer verbunden zu sein.

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Aus der Unterrichtsvorbereitung

 

Das Endziel nicht vergessen

Frage: Wir sagen, dass wir zuerst auf den Schöpfer ausgerichtet sind und dann mit unseren Freunden arbeiten, um Ihn zu erfassen. Bei der Arbeit hingegen ist es gemäß der Methode umgekehrt: Erst kommen die Gebote über die Beziehung zum Freund und dann zum Schöpfer.

Antwort: Die endgültige Handlung liegt in der ursprünglichen Absicht. Man ist verpflichtet, das Endziel ständig im Auge zu behalten und alles, was man unterwegs macht, ist nur ein Mittel zum Zweck. Wenn man also nicht an das Endziel denkt, können die Zwischenschritte in die entgegengesetzte Richtung gelenkt werden und das Gegenteil bewirken.

Baal HaSulam schreibt darüber und erwähnt den Kommunismus, die Kibbuzim – all die Dinge, die die Menschheit zum Wohle aller aufbauen wollte, indem sie die Regel „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, die Zehn Gebote usw. befolgte. Das Ergebnis war nur Böses und Zerstörung. Der Grund dafür ist, dass das Endziel nicht genau das war, wofür diese Gebote aufgestellt wurden und wofür die Welt im Allgemeinen erschaffen wurde.

Wenn man alles, was über die unbelebte, pflanzliche und tierische Stufe hinausgeht, nicht zu dem Zweck benutzt, die Verschmelzung mit dem Schöpfer zu erreichen, dann zerstört man mit jeder noch so unbedeutenden Handlung die umgebende Wirklichkeit.

Je größer und bedeutender diese Handlung ist, desto grösser ist das Böse das sie mit sich bringt. Denn die ganze Welt wurde nur erschaffen, damit man eine freie Wahl mit dem Platz verbindet, den man als Mensch bezeichnet und so die ganze Realität wieder an den Schöpfer anhaftet.

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Aus dem Unterricht zum Artikel „Bürgschaft“.

 

Vollkommener Glaube an den Schöpfer

Kommentar: „Die ganze Welt ist voll von Seiner Herrlichkeit “ dies stellt das grundlegende, unumstößliche und unveränderliche Gesetz dar, das besagt, dass der Schöpfer die gesamte Welt durchdringt, alles bewegt und lenkt. Es gibt nur eine Kraft, die in der ganzen Wirklichkeit wirkt, und es existiert nichts außer ihr.

Wir sollten diese Aussage als Axiom akzeptieren und als ein primäres Gesetz betrachten, das sich uns allmählich offenbart. In dem Maß, wie wir eine Verbindung mit der spirituellen Natur herstellen, offenbaren wir diese Wahrheit, dass die Erde voll von Seiner Herrlichkeit ist.

Zunächst müssen wir uns darauf einstellen, dass es unser Ziel ist, dieses Gesetz zu offenbaren. Alle Ereignisse unseres Lebens haben nur einen Grund: Alles, was uns in jedem Moment widerfährt, wird vom Schöpfer bestimmt und es gibt niemanden außer Ihm.

Man sagt, dass „die Erde voll von Seiner Herrlichkeit ist“, denn „Erde“ (Eretz) bedeutet Verlangen (Ratzon). Der Schöpfer erschafft dieses Verlangen und erneuert es Tag für Tag, jeden Augenblick. Daher sehen wir nichts anderes als die Handlungen des Schöpfers.

Wenn wir denken, dass jemand anderes als der Schöpfer etwas tut, dann ist das falsch.  Nur Er hat und wird alle Handlungen, die in unserem Leben stattfinden, verwirklichen. Dieses Prinzip, dieses Gesetz, muss in allen Aspekten unseres Lebens verankert sein, damit wir nichts anderes als den Schöpfer sehen und fühlen.

Alle unsere Wünsche sind auf jede erdenkliche Weise von der Gegenwart des Schöpfers erfüllt, und letztendlich empfinden wir nur Ihn. Es sollte nicht einmal für einen Moment einen Zweifel geben, dass wir etwas nicht vom Schöpfer empfangen haben, denn das ist unmöglich.

Wir befinden uns im Inneren des Schöpfers und offenbaren ausschließlich Ihn. Es gibt niemanden, nur den einen Schöpfer, der die gesamte Welt erfüllt. Wenn wir das vollständig realisieren, wird das als der vollkommene Glaube des Menschen an seinen Schöpfer angesehen.

Aus dem Unterricht zum Thema „Die ganze Welt ist voll Seiner Herrlichkeit“

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Erschaffen wir in uns das Bild des Schöpfers

Das Wichtigste für uns ist, die Methode der Annäherung an den Schöpfer zu erlernen, dies geschieht durch die Verbindung zu den Freunden in der Gruppe. Schließlich ist es unmöglich, den Schöpfer zu offenbaren und seine Lenkung zu spüren, wenn wir dies nicht in uns praktizieren.

In gewisser Weise formen wir das Ebenbild des Schöpfers in uns. Deshalb wird der Schöpfer „Bore“ genannt – „Bo-u-Re“ – „Komm und sieh“. Komm bedeutet, dass wir uns in diese Form bringen, sie erlangen und schließlich studieren können. 

Wir können den Schöpfer nicht außerhalb von uns erfassen. Im Menschen existiert das Konzept „außerhalb von sich“ nicht. Es scheint, als ob man etwas „außerhalb von sich“ wahrnimmt. In Wahrheit nehmen wir alles in uns wahr, ähnlich wie bei der Arbeit mit einem Computer: Wenn wir etwas auf dem Bildschirm sehen, arbeiten wir nicht mit etwas, das außerhalb davon ist. Es geschieht alles innerhalb des Computers.

So verhält es sich auch in uns: Es scheint, als ob es in der Welt um uns herum, Bilder gibt, die wir sehen, hören und fühlen,  doch das sind nur unsere verzerrten Wahrnehmungen. In Wirklichkeit wird alles in uns wahrgenommen.

Deshalb bestehen unsere Handlungen darin, in uns solche Bedingungen zu schaffen, die das Bild des Schöpfers in uns formen. Der wirksamste Zustand ist es, sich an Ihn zu wenden, denn diese Hinwendung besteht aus dem Verlangen, aus dem Gefühl dessen, was man heute hat, aus der Erkenntnis dessen, was oder wer man im nächsten Moment werden sollte, d.h. nicht heute, sondern morgen, nicht nur in der Gegenwart, sondern auch in der Zukunft.

Obwohl „heute“ und „morgen“ nur zwei verschiedene, aber nahe beieinander liegende Zustände sind, in denen wir unser Verlangen, unser Bewusstsein und unser Verständnis dessen, wer wir in diesem Moment sind und wohin wir im nächsten Moment gelangen sollten,  zum Ausdruck bringen.

Wenn diese Handlungen richtig auf den Schöpfer ausgerichtet sind und wir den Anfangs- und Endzustand korrekt bestimmen, ziehen wir das Licht und die besondere Kraft des Schöpfers an, die unser Verlangen erfüllt und Veränderungen in uns bewirken.

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Aus dem Unterricht zum Thema „Kontakt mit dem Schöpfer“

Existieren außer uns noch andere intelligente Lebensformen? (Quora)

Außer der bewegungslosen, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Stufe der Natur gibt es nichts anderes im Universum. Wie sehr wir auch nach anderen Lebensformen suchen, wir werden jenseits dieser vier Stufen dennoch nichts entdecken.

Die menschliche Stufe ist die höchste Lebensform, weil sie die Fähigkeit besitzt, die physische Welt zu verlassen und in die höhere spirituelle und ewige Welt einzutreten, eine völlig andere Ebene der Existenz jenseits des Universums, wie wir es kennen.

So groß unser Universum auch zu sein scheint, so winzig und begrenzt ist es in Wirklichkeit. Es entstand aus einem winzigen Funken, der aus einer höheren Ebene der Existenz hervorbrach, die in der Kabbala eine höhere „Welt“ genannt wird. Wir kennen dieses Ereignis als den Urknall, den Ursprung der Entstehung von Lebensformen und der Existenz, wie wir sie heute vorfinden.

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Warum gibt es den Hass?

Wohin man auch schaut, gibt es Hass. Es geht nicht mehr um die internationalen Beziehungen. Jetzt scheint die Gesellschaft in den Ländern in immer kleinere Teile zu zersplittern. Jeder glaubt das Monopol auf die Wahrheit zu haben, was ihn dazu berechtigt, jeden, der anders denkt, zu verhöhnen, zu verspotten, und vor allem zu hassen. Doch es gibt einen Grund für die Intensivierung des Hasses, denn ohne ihn werden wir uns nicht ändern wollen und können.

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Das Spiel des Lebens

Wir wollen unser Leben als ein sich ständig weiterentwickelndes System wahrnehmen, welches wir kontrollieren können, indem wir eine höhere Stufe spielen. Wir spielen einen Zustand, in dem wir gerne sein möchten, uns aber noch nicht befinden. Aus diesem Grund geben wir den Kindern entwicklungsfördernde Spiele, die sie auf ein höheres Niveau bringen.

Indem ich im Zehner spiele, erhebe ich mich in das System der spirituellen Beziehungen, in das System von Adam HaRishon. So wird das Spiel für mich das Wichtigste und Dringendste.

Wir brauchen eine neue Einstellung zu unserem Leben und unserem spirituellen Ziel – und zwar durch das Spiel. Zuerst verändern wir die Beziehung zwischen uns, indem wir das Spiel der Veränderung spielen und dabei das umgebende Licht, das auf uns einwirkt erwecken und uns tatsächlich zu verändern beginnt.

Es ist, als ob wir durch die Bewegung geladener Teilchen ein Feld erzeugen, das uns in die richtige, neue Form bringt. So schreiten wir entsprechend den höheren Gesetzen voran. Durch das Spiel in der Gruppe realisieren wir das Spiel unseres Lebens. Es gibt keinen anderen Weg, um aus dem tierischen Rahmen herauszukommen und Mensch zu werden – nur durch das Spiel.

Mit Hilfe des höheren Lichts wird der gewünschte Zustand, den wir spielen, real. Alle Stufen sind bereits so von oben nach unten organisiert. Die umgebenden Lichter verbinden sich mit den inneren Lichtern, dass, wenn wir die umgebenden Lichter erwecken, sie Aktionen von unten nach oben ausführen und uns zu den Stufen der Leiter bringen.

Es gibt keine andere Realität als dieses Spiel. Wir müssen spüren, dass wir in diesem System existieren – das ist unsere Rettung. Wenn wir anfangen zu fühlen, dass wir dadurch unser Schicksal, unser Leben verändern, die höhere Kräfte erwecken können, dann sind wir am richtigen Ort.

Aus dem Unterricht zum Thema „Spiel“, 04.01.2021

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Massenmedien

Medien haben schon immer eine wichtige Rolle bei der Bildung der öffentlichen Meinung und der Wahrnehmung der gesellschaftlichen Realität gespielt, aber in den letzten Jahren haben sie sich zu einer problematischen, kontroversen Kraft entwickelt.

Das Beispiel USA zeigt – und wenn wir ehrlich sind, dies ist die vorherrschende Tendenz auf der ganzen Welt – wie Medien ihrer Aufgabe, objektiv über aktuelle Ereignisse zu berichten, nicht nachkommen. Dies ist aber eigentlich ihre Aufgabe. Eine freie, moderne Welt sollte sich durch starke, unabhängige Medien auszeichnen, die als Hüter der Interessen der Menschen agieren, anstatt ein Sprachrohr für eine bestimmte Partei oder Gruppierung mit einer bestimmten finanziellen oder politischen Agenda zu sein.

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