Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Wie kommt es, dass sich Amerika besser vereinigen konnte als Europa?


Fragen, die ich über die Rolle Israels in der Welt erhielt und wie sich Europa mit den Vereinigten Staaten von Amerika vergleicht.

Frage: Sie sprechen sehr viel darüber, dass Israel die Weisheit der Kabbala den Nationen der Welt enthüllen muss, aber das im Moment noch nicht geschieht.
Meine Frage: Was passiert, wenn Israel dies nicht jetzt sondern eher später tut – wird dadurch meine spirituelle Entwicklung als Nichtjude gefährdet? Was passiert, wenn der Punkt im Herzen in den Völkern vor den Juden erwacht?

Meine Antwort: Dann werden die Nationen der Welt Gewalt und Druck anwenden, um die Juden zu zwingen, ihnen die Kabbala zu enthüllen.

Frage: Wie kann es sein, dass Israels Wirtschaft im Gegensatz zum Rest der Welt blüht und gedeiht, wenn man bedenkt, dass ihre Bewohner dort für die schreckliche Krise, in der wir leben, verantwortlich sind?

Meine Antwort: Zu unserer Zeit sind Schläge nicht immer an Hunger oder Geld gemessen, sondern an inneren Problemen und an Gefühlen der Leere, einem ungefüllten Kli! Die entwickelten und reichen Länder stehen an erster Stelle, wenn es um Depression, Drogen und Selbstmord geht.

Frage: Meine Frage ist über die Europäische Union. Warum ist es Europa nicht so wie Amerika gelungen, sich zu vereinigen? Ist Europa egoistischer als die USA?

Meine Antwort: Wenn man etwas Neues kreiert, muss man erst das Alte zerstören. Wir können den alten Zustand hinter uns lassen und einen neuen erschaffen, doch erst, wenn wir erkennen, dass der jetzige Zustand so übel ist, dass wir nicht länger in ihm verbleiben können. Europa hat diese Erkenntnis noch nicht gewonnen. Was Amerika betrifft – es wurde aus dem Nichts erschaffen, mit vereinten Kräften, weil die Menschen keine andere Wahl hatten.

Verwandtes Material:
Blog-Post:Amerika – woher kommt bloß dieser Optimismus?
 
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In der Gruppe kann man alle seine spirituellen Fragen deutlich herausstellen


Fragen, die ich darüber erhielt, wie man in einer kabbalistischen Gruppe arbeiten kann

Frage: In einem Ihrer Vorträge sagten Sie, dass mir die Menschen in der Gruppe vom Schöpfer gesandt wurden und wenn ich sie liebe, liebt mich der Schöpfer auch. Das ist mir schon klar in der spirituellen kabbalistischen Gruppe mit Freunden. Doch in meinem täglichen Leben bin ich von anderen Gruppen umgeben – meiner Familie, Nachbarn, Mitarbeitern und anderen. Sind die Menschen in diesen Gruppen per Zufall in meinem Leben oder muss ich ihnen gegenüber die gleiche Einstellung wie zu meinen spirituellen Brüdern haben?

Meine Antwort: In diesen Gruppen müssen Sie sich so wie jeder andere verhalten – wie ein normaler Mensch handeln und Ihre spirituellen Fragen und Errungenschaften verbergen. Sonst denken die Leute, Sie sind ein „Alien von einem anderen Planeten“, dass Sie sich von ihnen unterscheiden, weil Sie andere Ideen, Entscheidungen und Eigenschaften – anti-egoistische – haben. Sie werden Sie dann als zurückweisend empfinden. Also, verhüllen Sie sich!

Frage: Ich verstehe nicht, was dies bedeutet: „Erniedrige und annulliere dich vor der Gruppe, aber nicht vor anderen Menschen, damit du genau fühlen kannst, dass du schlimmer und niedriger bist als alle Menschen auf der Welt“.

Meine Antwort: All Ihre spirituelle Erkenntnis geschieht in Ihrer spirituellen Welt, in der einzigen Seele, oder in anderen Worten – nur mit Bezug auf Ihre Freunde in der Gruppe. Was den Rest dieser Welt betrifft: betrachten Sie diesen nur als einen Ort, wo Ihr Körper existiert.

Frage: Stimmt es, dass es sich um spirituelle Entwicklung handelt, wenn man ständig durch die Verbindung mit der Gruppe zu fühlen versucht „Was ist die Kraft des Schenkens“?

Meine Antwort: Das stimmt unbedingt. Es gibt nur eine Schöpfung – die Urseele. Je nach Grad Ihrer Wahrnehmung von ihr und in ihr drinnen, nehmen Sie die Kraft wahr, die sie geschaffen hat und sie belebt – den Schöpfer. Bei jeder Ihrer Handlung müssen Sie erst einmal die Absicht der Handlung festlegen und es gibt nur eine Absicht (ob es nun unbewusste Handlungen sind, die in der Natur stattfinden, oder bewusste Handlungen, die wir ausführen) – den Schöpfer in uns zu enthüllen.

Frage: Baal HaSulam sagt, dass die einzige Wahl, die wir treffen können, ist, die korrekte Umgebung auszusuchen, damit diese uns beeinflussen kann. Was geschieht, wenn ich nun meine Umgebung ausgewählt habe und in ihr studiere? Was soll ich als Nächstes tun? Worin liegt dann meine tägliche freie Wahl?

Meine Antwort: Die Wahl liegt in Ihrer täglichen Bemühung, Teil der Gruppe zu sein. Sie haben Unrecht, wenn Sie denken, dass es Ihre Wahl war, als Sie zur Gruppe gelangten. Es war der Schöpfer, der Sie zur Gruppe brachte (Sehen Sie auch „Einführung zu Talmud Esser HaSfirot“, Punkte 3 und 4), und nun haben Sie die Freiheit des Willens, um an ihr teilzunehmen, indem sie tägliche Anstrengungen unternehmen – trotz ihrem Verlangen.

 

Fragen über den Pharao – unseren Egoismus (fortgeschritten)


Fragen, die ich zu Gefühlen wie Schwäche, Zweifelhaftigkeit und Unsicherheit auf dem spirituellen Weg erhielt.

Frage: Ich verstehe das einfach nicht: Warum muss ein Mensch sich selbst bekämpfen, um diesen fiktionalen „anderen“ Zustand zu erreichen? Und warum braucht er dies überhaupt?

Meine Antwort: Sie haben Recht: Wenn Sie keinen Punkt im Herzen haben, dann leben Sie ohne Sorgen weiter. Schließlich realisiert ein Mensch nur die Verlangen, die in ihm erwachen. Wenn der Punkt im Herzen eines Menschen erwacht ist, dann wird er von Verlangen angetrieben, den Schöpfer zu enthüllen, zu verstehen und zu fühlen und er muss dies erreichen.

Frage: Ich habe versucht zu verstehen, wie es überhaupt möglich ist, seine eigene Natur zu verändern, da ich immer mehr entdecke, wie egoistisch all meine Gedanken und Verlangen sind und nur noch egoistischer werden. Warum sollte ich also mich selbst mit dieser unnützen Arbeit zerstören, anstatt ein normales Leben zu führen?

Meine Antwort: Sie haben absolut Recht: Ein Mensch kann seine eigene Natur nicht verändern! Wenn er aber nichtsdestotrotz beharrlich zum Ziel strebt, dann wird diese Ausdauer ihm helfen und der Schöpfer wird ihm die Stärke, Ihn zu enthüllen geben (siehe „Einführung zu Talmut Esser HaSefirot“, Punkt 133, wo von Menschen die Rede ist, die den Berg empor steigen). Nur die Kraft der Enthüllung des Schöpfers kann einen Menschen aus dieser Welt herausziehen – heraus aus der Wahrnehmung „innerhalb des Menschen“. Und dann enthüllt ein Mensch eine ewige und perfekte Welt. Doch nochmals, nur das Licht, welches die Schöpfung erschuf, ist fähig dazu, dies zu verändern und zu Seiner Stufe zu erhöhen.

Frage: Wenn ein Mensch älter wird, wird er schwächer und braucht mehr Stärke. Doch woher wird er diese bekommen, wenn er nie eine Antwort vom Schöpfer bekommt?

Meine Antwort: Der gesamte Weg bis hinauf zur Enthüllung des Schöpfers, dem Machsom, besteht aus ständig anwachsenden Enttäuschungen. Es steht geschrieben, dass der Auszug aus Ägypten geschieht, indem dem Pharao (unserem Egoismus) Plagen geschickt werden. Diese Plagen werden immer schmerzlicher und führen dazu, dass wir uns immer desillusionierter hinsichtlich unserer Fähigkeit fühlen, das Ziel zu erreichen, aus dem Egoismus heraus zu kommen und die Wahrnehmung der Höheren Kraft, des Schöpfers, zu erreichen. Diese Plagen enthüllen unsere egoistische Natur (den Pharao) und wie sehr er uns innerlich beherrscht. Lesen Sie den Abschnitt in der Tora, wo der Schöpfer dem Menschen (Moses) ständig wiederholt: „Gehe zum Pharao, denn ich habe seine Herz verstockt.“ Dies bedeutet, dass der Schöpfer unseren Egoismus ständig zu dem Zwecke erhöht, dass wir enthüllen können, wie absolut böse dieser für uns ist und uns wünschen werden, davor wegzulaufen!

Frage: Manchmal scheint es, als hätte ich nicht genügend Zeit in diesem Leben übrig, das Ziel, die Enthüllung des Schöpfers, zu erreichen.

Meine Antwort: In diesem Falle gibt es, wie auf dem gesamten Weg, nur ein „kabbalistisches Prinzip“ zur Anwendung: „Schlage dem Versucher die Zähne aus“ (der Versucher, der dich ständig vom Weg abbringt) und bleibe unbeugsam im Fortschritt mit dem „Glauben über dem Verstand“, an Stelle des allgemeinen (regulären, tierischen) Menschenverstandes. Und suche in all diesem nach der Hilfe des Schöpfers, um dazu fähig zu sein, diesen beiden Prinzipien zu folgen.

Frage: Vielleicht ist es besser, eine „angenehme Lüge“ zu leben, wie die Leute, die das kaufen, was Berg verkauft – psychologische Unterstützung und eingebildetes, jedoch süßes Vertrauen darauf, dass morgen alles in Ordnung sein wird, dass alles gut sein wird und dass alles zum Besseren hin verändert werden kann. Dies hat einen psychologischen Affekt auf den Menschen, gibt ihm Stärke und hilft ihm zu überleben. Und man bekommt die positiven Resultate im Voraus!

Meine Antwort: Wer könnte diesen über Jahrhunderte bewährten Methoden widersprechen? Wenn ich könnte, würde ich rote Bändchen und heiliges Wasser selbst kaufen. Aber niemand lädt diese Menschen überhaupt zur Kabbala ein, die sich selbst mit diesen Methoden trösten können und die sich selbst davon überzeugen können, dass sie helfen. Doch während sie ihre Augen vor der Krankheit verschließen und Schmerzmittel nehmen, breitet sich die Krankheit immer weiter aus.

Und es gibt andere, denen diese Schmerzmittel nicht mehr helfen. Sie verstehen, dass dies eine Lüge ist. Diese Menschen suchen weiter, da ein Mensch nicht unerfüllt bleiben kann und dieser Zustand von Vergeblichkeit und Leere ist schlimmer als der Tod, da ihr spirituelles Verlangen bereits nach einer Erfüllung strebt. Und so suchen sie weiter. Und den Menschen, die in dieser Welt nichts mehr finden können, was sie erfüllen könnte, bietet die Kabbala die Antwort: Erfüllung kommt in dem Maße vom Höheren Licht, wie ein Mensch diesem ähnlich ist!

Frage: Es scheint immer noch unmöglich und unausführbar, dass jeder Mensch und alle Menschen zusammen fähig sein werden, danach zu verlangen, aus dem Egoismus freiwillig herauszukommen, anstelle von Plagen angetrieben zu werden, die schlimmer als der Tod selbst sind, wenn sogar der Tod wie die Erlösung vom Leid aussieht.

Meine Antwort: Der Schöpfer sagt, dass es einfach ist, aus der körperlichen Natur auszutreten und die Höhere Natur zu betreten, gesetzt den Fall, dass ein Mensch unablässig die Bedingungen des Schöpfers oder die präzisen und strikten Gesetze der Natur ausführt. Niemand hat die Stärke und das Verlangen, über diese Welt – über die eigene Natur – aufzusteigen. Diese Verlangen kann ein Mensch jedoch von der richtigen Umgebung (der weltweiten Bnei Baruch Gruppe) bekommen, indem er Kabbala gemäß den authentischen Quellen (den Büchern von Baal HaSulam) studiert. Und dann wird das Licht ihn erheben und es gibt tausende von Beispielen, um dies zu belegen. Es ist Ihre Wahl!

Verwandtes Material:
Blog-post: Warum bekommt ein Mensch Schläge?

Wie erklären Sie Selbstmord


Eine Frage, die ich erhielt: Wenn der Schöpfer gut ist und Gutes tut, es einen Schöpfungsplan gibt und alles vorherbestimmt ist, wie erklären Sie dann Selbstmord? Welche Art der Korrektur sollte eine Seele in einem Körper durchführen, wenn wir keine Freiheit der Wahl haben und jemandes Selbstmord im Voraus, von der Wurzel her, festgelegt war, da wir ja von unserer Wurzel gelenkt werden?

Meine Antwort: Alles, was bereits geschah, war der Wille des Schöpfers. Aber solange es noch nicht geschehen ist, ist es vom Menschen abhängig. Es gibt die Freiheit der Wahl, andererseits wären wir Roboter und es gäbe nichts zu diskutieren – wir müssten nur existieren! Sie müssen die Beziehung zwischen der allgemeinen und der persönlichen Führung verstehen, HaVaYaH und Elokim. Mehr darüber entnehmen Sie Baal HaSulams Brief von S. 61 – „Wenn ich mir nicht selbst helfe – wer wird mir helfen?“

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Leere der Teenager füllen
Blog-post: So hilft man Lehrkräften und Eltern!
Kabbala-Blog: Hyperaktivität bei Kindern – Unsere Kinder und wir
Kabala Heute Ausgabe 4: Was ist los mit unserer Jugend?

Nur der Einfluss des Höheren Lichtes kann dir die Wichtigkeit der Gruppe geben

Zwei Fragen, die ich über virtuelle Gruppen erhielt

Frage: Ich beginne, eine Art Ziehen in Richtung „Gruppen“ zu fühlen, doch ich weiß nicht, welche Gruppen oder warum. Ich war immer ein Außenseiter und „unabhängiger“ Einzelgänger. Ich möchte nur Information über virtuelle Gruppen: Was machen sie? Und wie kann ich mich einer anschließen?

Meine Antwort: Sie können mehr herausfinden, wenn Sie an diese Adresse schreiben.

Das Verständnis für die Wichtigkeit der Gruppe kommt vom Einfluss des Höheren Lichtes (Or Makif) auf Sie. Am Anfang versteht ein Mensch nicht, dass der einzige Weg, in die allgemeine Seele einzutreten, der ist, sich mit anderen zu verbinden. Er versteht nicht, dass es keinen anderen Weg in die spirituelle Welt, zu seiner Seele, gibt. Somit hätten Sie ohne den Einfluss des Höheren Lichtes nicht angefangen, das Verlangen nach der Gruppe zu empfinden. Und die Tatsache, dass Sie es empfinden, ist ein riesiger Erfolg! Jedoch stammt das größtenteils nicht von Ihnen, sondern von Oben. Wie Baal HaSulam schreibt, der Schöpfer bringt einen Menschen zur Gruppe und daher trifft Er die Wahl für ihn und die Wahl des Menschen liegt darin, sich selbst in der Gruppe zu festigen – in dem, worauf der Schöpfer Seine Hand legt. Und jetzt müssen sie es gebrauchen und entwickeln – es wird nicht von selbst geschehen.

Später wird der Schöpfer Sie von der Gruppe wegstoßen und Sie werden plötzlich beginnen, sie zu verachten, jedoch werden Sie denken, dass dieses Gefühl von Ihnen kommt, anstatt dass es vom Schöpfer mit einer Absicht zu Ihnen gesandt wurde und so weiter. Und Sie werden dieses Gefühl bekämpfen müssen, indem Sie die Wichtigkeit der Gruppe, der Einheit, der Shechina (der Ort der Enthüllung des Schöpfers) erhöhen.

Frage: Kürzlich erwähnten Sie, dass es Gruppen außerhalb von Bnei Baruch an einem Rav fehlt, der den Schöpfer repräsentiert, die Kraft des Gebens. Wie soll in diesem Fall eine virtuelle Gruppe funktionieren, da ihr ebenfalls die Führung durch einen Rav fehlt?

Meine Antwort: In der virtuellen Gruppe bin ich völlig präsent. Ich bin ihr Lehrer und jede Person ist mein Schüler, wenn sie es wünscht und lernt, was ich an sie weitergebe. Alles hängt nur von ihrem Verlangen ab.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Virtuelle Gruppe ist Teil des gemeinsamen Klis
Blog-post: Anfängliche Probleme
Blog-post_ Spirituelle Führung und Ausrichtung in der Kabbala

Wenn ich mir nicht selbst helfe – wer wird mir helfen?


Ein Brief von Rabbi Yehuda Ashlag, aus dem Buch „Frucht des Weisen“, Band „Briefe“, Seite 61

Baal Shem Tov sagte: „Vor dem Erfüllen eines Gebotes soll der Mensch überhaupt nicht an die persönliche Führung denken, sondern soll sich im Gegenteil sagen: „Wenn ich mir nicht selbst [helfe], dann wird niemand mir helfen“. Nach der Erfüllung eines Gebotes jedoch soll er sich besinnen und glauben, dass er nicht aus seiner Kraft das Gebot erfüllte, sondern nur kraft des Schöpfers, der im Voraus alles für ihn plante, und der Mensch also gezwungen war, diese Handlung auszuführen“.

Wie die Worte unserer Welt übereinstimmen, so stimmen auch das Spirituelle und das Irdische überein, und so muss der Mensch, bevor er auf den Markt geht, um sich sein Brot zu verdienen, einen Teil seiner Gedanken der persönlichen Führung widmen, und sich selbst sagen: „Wenn ich mir nicht selbst [helfe], dann wird niemand mir helfen“, und alles Notwendige tun, wie alle Menschen, um sein Brot zu verdienen, genau so wie sie.

Doch abends, nachdem er nach Hause zurückkommt und seinen Lohn mitbringt, darf er keinesfalls denken, dass er dies aus eigener Kraft verdiente, sondern dass sogar wenn er den ganzen Tag faul liegen würde, er ebenfalls an das gleiche Geld kommen würde.

Und obwohl unser Verstand diese Dinge als gegensätzlich auffasst und das Herz sie keinesfalls gleichzeitig aufnimmt, muss doch der Mensch glauben, dass der Schöpfer es genau so in seiner Tora festlegte und durch diejenigen, die sie an uns weitergeben. [Rest des Beitrags lesen →]

Das Leben ist ein Spiel


Zwei Fragen, die ich zur Thematik der freien Wahl erhalten habe

Frage: Was macht man, wenn man erkannt hat, dass es niemandem außer Ihm gibt und man eigentlich überhaupt nicht existiert? Ich empfinde das heute so und es macht mir Angst. Alles ist ein Spiel und ich spiele nicht mit. Ich spüre, dass es nur einen Ausweg gibt – ich muss ein Mensch werden. Ich muss meinen Punkt im Herzen entwickeln, weil „ich“ sonst überhaupt nicht existiere. Es ist ein beängstigendes Leben, wenn einem bewußt ist, dass man gar nicht existiert. Aber die Antwort kommt sofort. Sie findet sich einzig in der Anheftung an den Schöpfer und dem eigenen spirituellen Aufstieg. Aber wie gehe ich mit dieser Angst um?

Meine Antwort: Nur durch die tägliche Teilnahme am Unterricht (wenigstens an einem Teil davon, auch wenn nur virtuell), mit anderen zusammen an der Verbreitung arbeiten und am wichtigsten ist, das Weltkli zu fühlen. Nur hierdurch können Sie diesen negativen Gefühlen entkommen! Denn Spiritualität kann nur durch die Verbindung der einzelnen Seelenteilchen miteinander erlangt werden und auch nur in dem Ausmaß ihrer Einheit. Nur durch die richtige Verbindung untereinander und die Verbreitung können die negativen Empfindungen eliminiert werden.

Frage: Gestern bin ich aus dem Haus gegangen und hatte das Gefühl, überhaupt nicht draußen zu sein. Ich hatte den Eindruck, dass sich nur die Szenerie geändert hat. Ich sehe die Menschen zwar immer noch so wie früher, aber jetzt nehme ich noch mehr wahr – ich erkenne, dass es überhaupt keine Unabhängigkeit gibt und dass wir alle Marionetten sind….

Meine Antwort: Sie sollten außerdem nicht vergessen, dass auch Sie wie diese Menschen sind… Ihr Gefühl ist schon richtig. Alles um uns herum ist nur ein Theater und jeder handelt nur gemäß seiner Rolle. Finden Sie heraus, welche Rolle Sie spielen und was Ihre Bestimmung ist: Enthüllen Sie das gesamte Bild des Universums und spielen Sie Ihre Rolle bewusst, damit Sie sich den Eigenschaften des Schöpfers angleichen. Indem Sie Seine Rolle spielen, fangen Sie an, Ihn und das Design dieses großartigen Regisseurs zu verstehen.

Verwandtes Material:
Baal HaSulam Artikel: Das Wesen der Weisheit der Kabbala
Baal HaSulam Artikel: Die Freiheit

In der Spiritualität braucht man kein Wissen!


Zwei Fragen die ich darüber erhielt, welche Rolle Wissen beim spirituellen Aufstieg spielt

Frage: Muss ich um voranzukommen wissen, in welchem Stadium und auf welcher spirituellen Stufe ich bin? Und ganz im Allgemeinen, wie wichtig ist es für meine spirituelle Entwicklung, Kenntnisse über die spirituellen Welten zu haben?

Meine Antwort: Wissen ist sowieso egal. Allerdings hilft es Ihnen, mit dem Thema (der Korrektur Ihrer Seele) in Verbindung zu stehen. Dennoch ist das Wichtigste, das Licht der Korrektur anzuziehen und dies geschieht während des Studiums authentischer kabbalistischer Texte. In der „Einführung zu Talmud Esser HaSefirot,“ Punkt 155, steht geschrieben, dass das Licht in dem Maße übergeht, in dem man zu verstehen wünscht, was im Text gesagt wird, selbst wenn man nichts davon versteht. Das heißt, eine Person versucht im Prinzip zu verstehen, was das Buch über sie und ihren Zustand sagt. Das kommt daher, weil ein kabbalistischer Text alle Zustände aller Seelen beinhaltet und jede Seele ist im Stande, „ihre eigene Frequenz zu finden,“ die Frequenz, auf der die allgemeine Seele, der Schöpfer, zu ihr spricht.

Frage: Sie sagten, dass eine Person, die in der Kabbala voranschreitet, sich nicht den Büchern zuwenden muss, wenn sie sich ihrer Freiheit der Wahl bewusst wird. Dies sei etwas, das sie innerlich tun müsse. Meine Frage ist: Wie macht man das innerlich mit sich selbst aus, wenn man die Kräfte dafür nicht in sich hat? Sie sagten, dass sich eine Person der Gesellschaft zuwenden sollte, wenn er seine Freiheit der Wahl begreifen will.

Meine Antwort: Baal HaSulam spricht darüber in einem seiner Briefe. Er schreibt, wenn der Mensch das Verlangen hat, etwas in sich selbst zu begreifen, solle er mit sich alleine sein, ohne Bücher. Auf diese Weise wird man sich selbst und das Ergebnis dessen spüren, was durch das Studium der Kabbala mit einem geschehen ist. Man wird im Stande sein, sich selbst, seinen Weg, zu finden, etwas Eigenes, anstelle dessen, was andere sagten.

Verwandtes Material:
Baal HaSulam Artikel: Einführung zu Talmud Esser HaSefirot

Es gibt keinen Zwang in der Spiritualität


Eine Frage, die ich erhielt: Kann jemand, der alles was ihm zur Verfügung stand, für die Verbreitung, die innere Arbeit, die Gruppe und die Liebe für die Freunde aufbrachte, jemand, der an Kongressen teilnahm und mit all seiner Kraft und seinem Wunsch dafür arbeitete, mit einmal diesen Weg verlassen und sich einem anderen Rav zuwenden? Wie kann jemand so leidenschaftlich dafür sein und sich für das Ziel aufopfern und gleichzeitig nach einem anderen Lehrer suchen?

Meine Antwort: Alles ist möglich. Ich habe schon alles erlebt. Jeder Mensch hat seinen eigenen Weg und andere sollten sich nicht einmischen, auch ich nicht. Wir sollten den Menschen helfen und ihnen alles geben, aber danach bleibt alles ihnen selbst überlassen. Die spirituelle Entwicklung des Menschen entspricht seiner eigenen Wahl; es gibt keinen Zwang, wenn es dazu kommt, dass jemand seinen spirituellen Weg betritt. Dies ist die einzige Herangehensweise, die sich als echt erweist und jeden anziehen wird, und nur diese Einstellung dem anderen gegenüber wird wahre Sorge und Liebe ausstrahlen und entspricht dem Naturgesetz.

Das Schöpfungsziel für jeden Menschen ist, aufgrund seiner freien Wahl eine vollkommene Gleichheit mit dem Schöpfer zu erlangen. Darum können wir diese Methode lediglich an die Oberfläche bringen, den Menschen die Gruppe und unsere Kraft anbieten, doch letztendlich liegt es am Menschen, welche Wahl er trifft! Wenn Sie Menschen fragen, die in der Gruppe waren und bereits seit 15 – 20 Jahren mit mir studieren, werden sie Ihnen sagen, dass ich niemals Fragen stelle, sogar wenn jemand die Gruppe verlässt oder plötzlich verschwindet. Die Seele des Menschen sollte ihm sagen, wie sie zu korrigieren ist.

Verwandtes Material:
Blog-post: Unsere Seele wird es uns lehren
Blog-post: Jeder geht seinen eigenen Weg
Unterricht zum Artikel „Körper und Seele“ (Baal HaSulam)
Rabash-Artikel: Wann hört man auf wiedergeboren zu werden?