Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Verlangen'

Wenn die Zeit verschwindet

„Vorwort zum Buch Panim Meirot“, Punkt 12: Das ist die geheime Bedeutung der Existenz von Zeit in unserer Welt.

Zunächst teilten sich die zwei oben genannten Gegensätze in zwei voneinander getrennte Wesen auf, also in ein System von reinen Welten und Sitra Achra, was der verborgene Sinn des Gesagten ist: „Eines gegenüber dem Anderen erschuf der Schöpfer“, in denen sich immer noch keine Korrektur verwirklichen kann, da sie sich in einem Träger befinden müssen – dem Menschen.

Somit brauchen wir die Existenz von Zeit, damit diese zwei Gegensätze im Menschen einer nach dem Anderen entstehen.

Es ist unmöglich, die zwei Gegensätze – die Eigenschaften des Schöpfers und der Schöpfung – sofort direkt miteinander zu verbinden.

Aus diesem Grund müssen wir uns schrittweise fortbewegen, indem wir zuerst in ein leeres Verlangen eintauchen und dann die Korrektur vornehmen und uns mit dem Licht erfüllen, und darauf folgen wieder die Leere, die Korrektur und das Licht.

Während wir auf diese Weise ab- und aufsteigen, kommen wir von unten nach oben voran, indem wir unser Verlangen vergrößern und es durch die Absicht zum Geben korrigieren.

Nur diese Veränderungen geben uns das Zeitempfinden. Und wenn sich das Verlangen und die Absicht in uns nicht verändern würden, hätten wir die Zeit nicht wahrgenommen und würden in einem unveränderlichen Zustand bleiben. Deshalb gibt es in der Welt der Unendlichkeit, wenn alles bereits korrigiert ist, keine Zeit.

Sich in dem spirituellen Raum zu befinden bedeutet, sich an einen Zustand, an ein Prinzip, das über allen Dimensionen liegt, anzuheften. Deshalb empfinden wir dort keine Zeit.

Dieser Zustand ist uns sogar aus dem alltäglichen Leben bekannt: wenn wir mit Spielen oder Arbeiten beschäftigt sind, merken wir nicht, wie die Zeit vergeht.

Wahrscheinlich durchlaufen wir eine Menge Zustände, doch darüber hinaus sind wir auf einen einzigen Punkt fixiert – dann nehmen wir die Zeit nicht wahr.

Das heißt, die Zeit hängt nicht davon ab, wie wir uns durch Auf- und Abstiege, durch Zustände des Klein- und Großseins bewegen, sondern inwieweit wir dieser einen Richtung, dem einzigen Punkt der Verschmelzung, trotz aller Schwankungen ergeben sind. Dann empfinden wir die Zeit nicht.

Deshalb erheben wir uns in der spirituellen Welt über die Zeit. Denn den Machsom zu durchqueren bedeutet, sich an dieses Prinzip zu halten. Dann fängst du an, wahrzunehmen, was es bedeutet, über der Zeit zu sein.

Hier gibt es nichts Mystisches – wir erheben uns in unseren Empfindungen über die Dimensionen, und aus diesem Grund verschwindet die Zeit.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 07.07.2010

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Das Geheimnis der spirituellen Geburt

Eine Frage, die ich erhielt: Wie schaffe ich es, während des Abstiegs so am Ziel festzuhalten, damit ich den Abstieg für den Aufstieg benutzen kann, wenn ich selbst absteige, und nicht der Schöpfer wirft mich herunter?

Meine Antwort: Ich muss den Abstieg lenken und selbst entscheiden, dass ich absteigen muss. Ich bereite mich im Voraus so auf den Abstieg vor, wie man sich auf einen chirurgischen Eingriff vorbereitet. Was kann mir während des Abstiegs helfen, nicht „den Kopf zu verlieren“, nicht in die Gewalt von Verlangen zu geraten? Die Verbindung mit dem Ziel, um den Abstieg zu spüren, aber nicht mich selbst zu verlieren, sondern aufzusteigen. Aber ich selbst kann mir das nicht garantieren..

Deshalb brauche ich die richtige Umgebung, die mich unterstützt, wenn ich infolge von zu großen Verlangen die Kontrolle über mich verliere. Wenn für den spirituellen Embryo die Zeit gekommen ist, geboren zu werden, d.h., zur Stufe des Säugens überzugehen, wie kann er diese zwei Zustände miteinander verbinden, denn während der Geburt verliert er seine Stufe, er dreht sich „mit dem Kopf nach unten“?
Doch wie schafft er es, aus diesem Zustand des völligen Verlierens, „mit dem Kopf nach unten“, keine Fehlgeburt zu werden, sondern in die neue Welt geboren zu werden und sich an den Schöpfer auf einer höheren Stufe anzuheften?.

Dafür gibt es verschiedene Reshimot de Awiut und de Hitlabshut (von dem Verlangen und dem Licht) 1/0. Es stellt sich also heraus, dass ich mich immer mit zwei Stufen gleichzeitig verbinden kann! Gerade das hilft mir, geboren zu werden..

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 07.07.2010

Kabbala Akademie

„Und der Herr erschien ihm in Alonei Mamre“

Artikel von Rabash „Und der Herr erschien ihm in Alonei Mamre“: Warum in Alonei Mamre und nicht an einem anderen Ort? Weil Mamre Abraham zu einem Bund (Beschneidung) geraten hat.

Als der Schöpfer Abraham anwies, sich selbst zu beschneiden, ging Abraham seine Freunde um Rat fragen.

Mamre sagte ihm, „Erinnere dich an den Tag, an dem die Chaldäer dich in einen brennenden Ofen warfen, und an jene Hungersnot, die die Welt erduldete … und jene Könige, die von deinen Männern gejagt und erschlagen wurden.

Der Schöpfer rettete dich von ihnen allen und keiner konnte dir schaden. Erhebe dich und tue, wie dein Herr befiehlt.“

Jeder Mensch ist wie eine kleine Welt, in der – ähnlich einem einzelnen Teil eines Hologramms – alle Eigenschaften der gesamten Welt enthalten sind, nur sind diese Eigenschaften in jedem von uns unterschiedlich zusammengesetzt.

Malchut der Welt der Unendlichkeit hat sich in viele Teile, viele Seelen geteilt, doch in jedem Teil gibt es alle Eigenschaften, nur können bestimmte Verlangen stärker und andere wiederum schwächer vertreten sein.

Die erste Korrektur des Egoismus besteht darin, alle Verlangen, den Genuss für sich selbst zu empfangen, von sich zu trennen.

Diese Handlung nennt sich Bund mit dem Schöpfer (nach dem Ziel) oder Beschneidung (nach der Handlung). D.h., um bis zur Eigenschaft des Gebens (Stufe von Bina) aufsteigen zu können, schneidet der Mensch die Verlangen zu empfangen von den Verlangen zu geben ab.

Der Mensch wird von drei Seelen gesteuert: von der tierischen, der vernünftigen und der leitenden Seele. Die eine steuert ihn durch die Gefühle, die andere durch den Verstand und die dritte wägt ab, wonach es sich zu streben lohnt.

Sie beleben uns, und alles hängt davon ab, welche von ihnen die Oberhand gewinnt. Denn letztendlich müssen wir alle uns gegebenen Kräfte nutzen – doch es ist wichtig, wer genau die Entscheidungen treffen wird und wem sich unsere anderen Eigenschaften unterordnen werden.

Jeder Mensch überprüft, während er die Stadien der Korrektur des Egoismus durchläuft, ob sein „Körper“ (seine Verlangen) bereit ist, eine Entscheidung zu treffen, sich der Stufe von Bina (Stufe des Gebens) anzuschließen.

Erst dann erlangt er das Kli, das spirituelle Gefäß, des Verlangens zu geben und vollzieht die Korrektur der „Beschneidung“ – er schneidet quasi die egoistischen Verlangen von sich ab.

Er sieht, dass seine anderen Verlangen nicht mit dem Schöpfer einverstanden sind, dass er keine Kraft hat, sie zu korrigieren, aber die Kraft, sich zu zwingen, sie quasi von sich abzuschneiden (wie geschrieben steht, „von dem Rande seines Herzens“).

Später, auf den späteren Stufen, wird er sie sogar so korrigieren können, dass sie selbst wollen werden, sich den Handlungen des Gebens anzuschließen, und ihm helfen werden, noch höher aufzusteigen.

Diese Kraft, diese Eigenschaft, genannt Mamre, findet der Mensch in sich selbst – das ist seine Vorbereitung (sein Freund), mit deren Hilfe er die Eigenschaft des Gebens erreichen kann.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 01.06.2010

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Der Mensch beginnt mit Zerbrechen

Am Anfang ist Malchut nur ein Punkt. Später entwickelt sie sich mit Hilfe des auf sie einwirkenden Höheren Lichtes, übernimmt die Eigenschaften von Seir Anpin, weitet sich aus und denkt, dass sie fähig ist, um des Gebens willen zu empfangen! Sie empfängt dieses Licht und zerbricht.

Doch aufgrund dieses Zerbrechens dringen die gesamten Verlangen von Seir Anpin in Malchut ein, die nun die Eigenschaften des Gebens mit einschließt, an die sie früher noch nicht einmal gedacht hat.

Von hier aus kann man bereits in zwei Richtungen gehen. Man kann versuchen, mit Hilfe dieser gebenden Verlangen möglichst viel Licht für den eigenen Genuss zu empfangen, d.h., geben, um zu empfangen.

Genauso entwickelt sich auch die Menschheit, bis sie beginnt, zu entdecken, dass das ein schlechter Weg ist.

Mit dem egoistischen Verlangen ist alles klar – es ist schlecht und wird von allen verurteilt. Doch wenn ich gebe, muss ich überprüfen, ob das kein egoistisches Geben ist. Vielleicht gebe ich den anderen nur, um daraus einen Vorteil zu ziehen?

Letztendlich enthüllen wir, dass unser ganzes „Geben“ egoistisch ist. Doch dafür brauchen wir jahrtausendlange Entwicklung, und erst jetzt beginnen wir allmählich zu verstehen, dass wahres Geben nur Geben um zu geben und Empfangen um zu geben ist.

Das Zerbrechen war jedoch eine notwendige Vorbereitung auf die darauffolgende wunderbare Korrektur.

Sonst hätten wir niemals verstehen können, dass es etwas Höheres als unsere Natur, unser egoistisches Material gibt.

Wir wären für ewig in ihm geblieben, wie die ganze unbelebte, pflanzliche und tierische Natur. Doch der Mensch beginnt damit, dass er das Zerbrechen durchläuft! Ohne diesem geht es nicht.

Zuerst fallen die gebenden Verlangen in die empfangenden, und der Egoismus kann sie noch beherrschen – genau das geschieht in unserer Welt.

Wir entwickeln Wissenschaft, Kultur, Bildung – und all das dank der Verlangen zu geben, die in uns gefallen sind. Mit ihrer Hilfe kommen wir voran, bis wir anfangen, zu sehen, dass nichts Gutes daraus wird…

Wir können mit Hilfe der gebenden Verlangen geben, doch sobald wir dadurch genießen wollen, stellen wir fest, dass unser Verlangen zu genießen keinen Genuss in sich empfangen kann. Wozu soll ich dann geben?!

Dann beginnt die ganze Entwicklung, sich allmählich zu verlangsamen, was wir heutzutage auch spüren, und letztendlich wird die Wahrheit enthüllt, dass man nur um des Gebens willen handeln kann.

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Erfüllung ist der Schirm und das reflektierte Licht.

Wir denken immer an die Erfüllung. Dafür sind wir auch geschaffen worden. Aber die vollkommene Erfüllung ist nur in einem unbegrenztem Verlangen möglich. Solches Verlangen kann nur ein äußeres Verlangen sein, das sich ständig erneuert. Du füllst es mit Geben und Liebe auf und fühlst dich deswegen in einem Zustand der Vollkommenheit und Ewigkeit. Gebend zu sein bedeutet, ein Verlangen und eine Möglichkeit zu geben zu haben, damit das Verlangen und die Möglichkeit zu geben nie enden.

Aber das Ziel der Schöpfung ist nicht das Geben, sondern die Erfüllung der Geschöpfe. Aber das Ziel des Schöpfers ist doch, die Geschöpfe aufzufüllen, ihnen Genuss zu bereiten, damit sie von Ihm bekommen?
Aus der Perspektive des Schöpfers stimmt das. Aber aus unserer Sicht besteht das Empfangen darin, dass wir durch unser Empfangen dem Schöpfer erlauben, uns zu geben und bringen somit uns selbst und Ihm den kontinuierlichen, ewigen Genuss.
Das heißt, das Ziel meiner Arbeit besteht darin, ständig nach dem Schöpfer zu streben, und dieses Streben, diese Passion sind auch meine Erfüllung. Denn die Erfüllung vom Parzuf sind der Schirm und das reflektierte Licht. Heute verstehen wir diesen Zustand noch nicht ganz. Er scheint uns künstlich, abstoßend, nicht echt oder wirklich.
Aber auch heute leben wir nur im Maß unserer Erfüllung, nur ist diese egoistisch und deswegen begrenzt sie sich auf Leiden! Echte Erfüllung ist kein direktes Licht, sondern eine Erfüllung durch Geben; echte Erfüllung sind der Schirm und das gespiegelte Licht.

Wie kann ein Schirm aufgefüllt sein? Ein Schirm wirft das Licht zurück, lässt nichts in unsere Seele (Parzuf) eindringen, stellt ein Hindernis dar. Wie kann ein Hindernis eine Erfüllung geben? Aber wenn ich selbst dieses Hindernis aufstelle und von selbst schaffe, das erfüllt mich wie mein Geben an den Schöpfer. Denn das ist ein Hindernis gegen meinen Egoismus, gegen meinen Wunsch zu genießen, wie der Gast, aber nicht gegen den Gastgeber ( s. die Parabel)

Dieses Hinderniss erlaubt mir, nichts umsonst zu bekommen, wobei das reflektierte Licht meine Erfüllung ist. Denn dadurch kann ich auch etwas um des Gebens willen tun. Das erfüllt mich. Wenn dies so ist, wozu brauchen wir überhaupt die Erfüllung? Sie ist nur notwendig, damit der Schirm und das reflektierte Licht existieren können.

Denn der Schöpfer genießt nicht von einer Erfüllung, sondern vom Geben. Ich genieße auch, weil ich gebe. Das bedeutet die Ähnlichkeit der Eigenschaften, die Verschmelzung mit Ihm.

Deswegen sind das ursprüngliche vom Schöpfer erschaffene Verlangen zu genießen und eine Erfüllung Ihm gegenüber nur die notwendigen Bedingungen, auf deren Basis und über ihnen ein neues Verlangen und eine neue Erfüllung zu bilden. Und ICH schaffe sie!

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Die Belohnung ist das reflektierte Licht

Eine Frage, die ich erhielt: Gelten die Anstrengungen an sich als Belohnung in der Spiritualität?

Meine Antwort: Die Belohnung ist der Schirm und das reflektierte Licht. Die Anstrengungen können wir weder bewerten noch bemessen.

Wir brauchen den Schirm und das reflektierte Licht, das ist das Einzige, was wir erlangen müssen. Alles andere gibt es im Überfluss – nimm es dir!

Die Erlaubnis (wie eine Eintrittskarte) zu empfangen, eine bestimmte Portion zu nehmen ist das reflektierte Licht.

Entsprechend dem reflektierten Licht, welches in dir entsteht, in dich hineingeht, hineinfließt, wird auch die Erfüllung, die Verschmelzung mit dem Schöpfer und der Überfluss, der in der Schöpfung existiert, zum Vorschein kommen.

Nimm alles – aber nur in dem Maße des reflektierten Lichtes. Deshalb ist das reflektierte Licht die Belohnung. Denn alles andere müssen wir nicht verdienen.

Der höhere Überfluss wird selbst unsere spirituellen Gefäße, Verlangen (Kelim), füllen – es muss nur das reflektierte Licht geben.

Doch die Erfüllung selbst brauche ich nicht für den Eigengenuss, sondern um zu überprüfen und zu messen, wie viel ich gebe.

Und obwohl meine Erfüllung mir einen riesigen Genuss bereitet, wird sie vollkommen durch das Licht des Gebens, durch das reflektierte Licht gemessen.

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Die Religion ist eine Rückverbindung zur Spiritualität

Die Religion wurde dem Volk Israels im Laufe der Verbannung gegeben, um das Begreifen des Übels „Egoismus“ und das Bedürfnis nach dem Licht, das zur Quelle zurückführt, zu entwickeln.

Alle übrigen Völker sollten sich auch mittels der Religionen und des Glaubens entwickeln.

Abraham teilte noch in Babylon „die Geschenke (Glauben) an die Kinder der Konkubinen aus und schickte sie nach Osten“.

Die Völker, die sich in der Nähe befanden, haben diese „Geschenke“ in Form der weltweiten Religionen bekommen: Christentum und Islam. Diese sind auch dazu bestimmt, den Menschen zum Begreifen des Übels seiner Selbstsucht zu bringen.

Diese Geschenke stammen vom Schöpfer und sollen die Menschen dem Schöpfer näher bringen.

Alle Religionen sind die „Rückverbindung“ zur Spiritualität, die im Endeffekt dem Menschen zeigen sollen, dass er sich dem Geistigen entgegengesetzt verhält.

Allmählich wird uns offenbart, dass wir an der Grenze der Entwicklung des Egoismus angekommen sind, dass unser Ego wie eine Krebsgeschwulst ist, die uns langsam auffrisst. Und dies wird uns mit Hilfe des Lichtes eröffnet.

Unsere ganze historische Entwicklung geschah unter Einwirkung des Höheren Lichtes. Das Licht macht alles – sei es direkt, oder auf Umwegen.

Das Licht entwickelt unsere Selbstsucht, und erklärt uns allmählich unsere Natur, dass wir im Übel des Egoismus existieren, wie die Fledermaus in der Finsternis, die nur die Finsternis (das, was für uns vorteilhaft ist) sieht. Dann werden wir uns dessen bewusst, was dem ganzen Übel in der Welt zugrunde liegt und richten uns in der Zukunft auf das Gute aus.

Dies sind die notwendigen Etappen unserer Entwicklung.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „, 29.06.2010

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Das spirituelle Laufband

Die Welten von ABYA, die wir wie eine Treppe hochsteigen, entstehen, indem das höhere spirituelle Objekt (Parzuf) die „hellsten“, am wenigsten beim Zerbrechen gelittenen Informationsaufzeichnungen (Reshimot) aussucht, sie korrigiert und das nächste, niedrigere spirituelle Objekt gebärt. Genauso suche auch ich auf einer bestimmten Ebene jene Reshimot, Informationsdaten aus, die ich gerade korrigieren kann, und das wird zu meiner neuen Realität, zu meiner Welt. Als ob ich eine neue, eine schärfere Brille aufsetzen würde und nun die nächste, tiefere Schicht von Informationsaufzeichnungen sehen könnte.
Das Licht dringt von oben nicht nur bis zu meinem hellsten Reshimo durch, sondern – da ich es bereits realisiert, meinen spirituellen Parzuf nach seinen Vorgaben erschaffen habe – tiefer, bis zu den Aufzeichnungen, die dem nächsten Parzuf angehören.

Auf diese Weise werden die Verlangen Schicht für Schicht immer geeigneter, die Einwirkung des höheren Lichts zu erhalten. Und der höhere Parzuf, der in der vorherigen Phase aufgebaut wurde, wird quasi zu einer Linse, einem Vergrößerungsglas, welches das Licht auf einer tieferen Schicht von Informationsaufzeichnungen bündelt.
Es werden Aufzeichnungen einer Schicht ausgesucht, ein spiritueller Parzuf mit deren Hilfe aufgebaut, und durch ihn geht das Licht weiter hindurch und enthüllt Informationsaufzeichnungen, die dem nächsten spirituellen Parzuf angehören.

Und so gibt die Erschaffung eines höheren Parzuf dem höheren Licht jedes Mal die Möglichkeit, sich der nächsten Schicht des Verlangens anzupassen und mit ihr in Berührung zu kommen. Und bis dahin nehmen sie einander einfach nicht wahr! Sie unterscheiden sich von einander viel zu sehr in ihren Eigenschaften. Doch der gerade entstehende Parzuf wird zu einem Adapter zwischen dem höheren Licht und den Informationsaufzeichnungen, die sich in der nächsten, tieferen Schicht befinden.

So läuft die Korrektur Stufe für Stufe ab. Jeder gibt das ganze Paket an die Reshimot, nachdem er seinen Aufbau und seine Korrektur abgeschlossen hat, weiter, damit das nächste spirituelle Objekt daraus seine Aufzeichnungen aussucht und heraustrennt und den Rest, nachdem es seine Korrektur abgeschlossen hat, weitergeben kann. Auf diese Weise müssen wir unsere Arbeit verrichten – wir müssen das hellste und leichteste Reshimo/Verlangen aussuchen und damit arbeiten und den Rest erst einmal außer Acht lassen – er wird sich später aufklären.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zum Sulam Kommentar“ vom 29.06.2010

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Und die Erde wird sich mit dem Himmel vereinen…

Sohar, Abschnitt „Wajetze“, P.60: …In der Tat ist es so in Merkawa – Abraham und Isaak sind die Rechte und Linke, und Jakob ist in der Mitte. Es steht geschrieben, „Das Land,“ Nukwa, „Auf dem du liegst.“ Daher sind sie alle zusammen eine heilige Merkawa, die drei Linien mit Nukwa.
Und hier sah Jakob, dass er der Ranghöchste/Älteste unter den Patriarchen sein würde.

Im Sohar wird viel über Linien erzählt, insbesondere über die von Abraham und Isaak, die sich in einem Gegensatz zu einander befinden. Denn wir fühlen noch nicht, wie schwer es für einen Menschen ist, mit Absichten, die gegensätzlich sind, zu arbeiten. In unserer Welt arbeitet alles in eine Richtung. Wenn ich jemandem etwas mit einer Absicht gebe, dass es mir gut tut, bedeutet das eigentlich nicht, dass ich gebe oder dass ich in zwei Richtungen arbeite. Das ist eine Handlung, die nur in eine Richtung ausgerichtet ist: Für mich selbst. Wenn wir beginnen, außerhalb des Verlangens zu empfangen zu arbeiten, schließt sich jedes Element in zwei gegenteilige Aspekte ein, in die Absicht oder in die Handlung.

Deshalb gibt es hier immer solche Berechnungen, auf die der Sohar nicht umsonst die ganze Zeit hinweist, als ob er immer wieder sagen müsste, wo Abraham, Isaak oder Jakob sind, wo sich die rechte Linie oder die linke Linie befinden. Denn auf jeder Stufe ist die Arbeit in den drei Linien sehr schwierig. Das ist das Vereinen des Verlangens zu genießen, das keinen Bezug zum Spirituellen hat, mit der Absicht des Gebens, und das Verlangen, dass dieser Wunsch zu einer aktiven, grundlegenden spirituellen Handlung wird.

Aus einem Soharunterricht , 14.06.2010

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Die Sicht aus dem Punkt der Schöpfung

Die kabbalistischen Bücher erzählen uns über unsere künftigen Zustände, die wir in uns enthüllen müssen, indem sie ihnen Namen von Welten, Sefirot, Parzufim geben.

Wenn wir unsere Verlangen in diese Richtung vereinen, bekommen wir die Forderung nach der Korrektur, die das Einwirken des Lichts hervorruft, es verleiht unserem Verlangen die Absicht zu geben, und wir erreichen jene Empfindungen, die von den Kabbalisten beschrieben werden.

All diese künftigen Zustände, die wir erreichen und spüren wollen – AB, SaG, Aba we Ima, Siwugim, Parzufim – beziehen sich nur auf die Verbindung zwischen uns, auf die unterschiedlichen Arten des Gebens.

Es wird nur über die Verbindung zwischen den Seelen gesprochen – angefangen mit dieser Welt, wie unsere heutige Verbindung heißt, über alle Stufen der Welten bis hin zu einer solchen Verbindung, die sich Unendlichkeit nennt, d.h. einer Verbindung zwischen allen ohne jegliche Grenzen.

Unendlichkeit bedeutet Fehlen von Einschränkungen, wenn alle Seelen dermaßen korrigiert sind, dass sie sich zu einem Ganzen vereinen.

Und obwohl wir uns noch nicht in einem solchen Zustand befinden, müssen wir ihn genau jetzt als unser Ziel sehen: „wie ein Mensch mit einem Herzen“, und darauf warten, dass es zwischen uns geschieht.

Es ist sehr wichtig, von der äußeren Wahrnehmung zur inneren überzugehen, d.h., wenn die gesamten Welten und alles, was existiert, sich in einem Menschen befindet.

Wir verstehen nicht, was es bedeutet „in einem Menschen“ und fangen an, uns einen geometrischen Raum vorzustellen.

Wir müssen ständig an der Richtigkeit des Bildes arbeiten. Am Anfang des Weges stellt sich der Mensch seine innere Arbeit, die Spiritualität, die Arbeit in der Gruppe sehr eigenartig vor.

Doch bei weiterem Vorankommen muss man sich darum bemühen, dass sich alle Bilder, Formen und Anschauungsweisen in einem Punkt vereinen und sich sowohl das Ziel als auch die gesamten Veränderungen in ihm allein zusammenfügen. Außer diesem einen Punkt gibt es keinen anderen Raum.

So beginnst du, dir alles nur in dem Punkt deiner Wahrnehmung vorzustellen, und kehrst in den Punkt der Schöpfung „Jesh mi Ajn“ (Existierendes aus dem Nichts) zurück.

Und das ist keine Phantasie! Denn wir leben die ganze Zeit innerhalb dieser Phantasie. Jeder hat seine eigene imaginäre Welt…

Aus dem Unterricht von 04.06.2010 

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