Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Einige kabbalistische Definitionen


Eine Frage, die ich erhielt: Damit die Menschen einander verstehen können, d.h. „eine gemeinsame Sprache“ sprechen, müssen sie die gleichen Konzepte verwenden. Ich denke, Sie werden oft missverstanden, weil, wenn wir Ihre kabbalistischen Begriffe hören, spritzen wir unsere eigenen Assoziationen ein. Also, können Sie bitte die folgenden Begriffe definieren:

Meine Antwort:

Verlangen – das gesamte Material der Schöpfung, derjenige Ort, wo das Licht (das Empfinden des Schöpfers) empfangen wird.
Absicht – der Zweck, das Ziel, für die eine Aktion durchgeführt wird.
Zustand – ein Empfinden in dem Verlangen und in der Absicht.
Gefühl – a) sensorisches Organ, b) das Empfinden.
Empfinden – die Reaktion des Verlangens zu dem, was er in sich fühlt.
Wahrnehmung – Das Ausmaß des Empfindens.
Freude – das Empfinden der Erfüllung in sich selbst oder in jemand anderem.
Euphorie – das Gefühl über dem Masach (Schirm).
Leid – das Gefühl des Fehlens dessen, was verlangt wird.
Traurigkeit – ein Zustand geringer Erfüllung.

So bin ich eben!


Folgender Brief erreichte mich: Ich schäme mich für meine Verlangen und wäre noch mehr beschämt, wenn Sie sie wüssten. Immer mehr spüre ich, dass ich alles will: alle Frauen, all die Macht, das Geld und die Ehre. Ich beneide andere so sehr, dass ich mich frage, wo so viel Neid herkommen kann! Mein Körper weigert sich, irgendetwas zu tun und ich fühle mich wie ein bodenloses Glas. Ich spüre auch, dass absolut nichts von mir abhängt, dass ich wie Knetmasse oder wie eine Feder im Wind bin.

Gestern hatte ich den Wunsch, Präsident zu werden, aber heute schaffe ich es nicht mal, aus dem Bett zu kommen – ich habe keinerlei Motivation oder Verlangen. Ich möchte mich zusammenrollen oder in Stücke zerbersten.

Dennoch versuche ich, all diese Ereignisse mit dem Schöpfer in Verbindung zu bringen und ich bin dankbar, dass ich zumindest über Ihn nachdenken kann. Zu einer anderen Zeit versuche ich, ins Vergessen zu geraten und alles zu verdrängen. Ich habe Vertrauen, aber mit einer Spur des Vorwurfs.

Ich erinnere mich ständig daran, dass es Sie und die Gruppe gibt und auch andere suchende Menschen. Ob ich gerade leide, versuche vor dem Leid davon zu laufen (alles zu verdrängen), versuche den Sinn meines Lebens zu finden (wenn man es überhaupt Leben nennen kann) und des Lebens im Allgemeinen – ich glaube, dass nur der Schöpfer mir helfen kann, niemand außer Ihm.

Meine Antwort: Das ist das Leben – Ihre erste Realisierung davon. Später werden Sie die Veränderungen verstehen, durch die Sie gehen, doch im Augenblick lernen Sie etwas über sich selbst, über ihre Natur und ihren Egoismus. Danach werden Sie an den Punkt kommen, wo sie ihren Egoismus hassen und sich dazu entscheiden, sich von ihm zu trennen – dies wird Ihre Rückkehr aus dem Exil sein.

All diese Zustände sind großartig, da Sie sich eingehend mit ihrem Wesen befassen und der Schöpfer lehrt Sie, wer Sie sind. Doch, vergessen Sie nicht die Kabbala und Ihn! Lesen Sie „Es gibt nichts außer Ihm“ und andere Artikel aus Shamati (Ich hörte).

MS

Hat unsere Wahl ihren Ursprung in unserem Gehirn oder in unseren Verlangen?


Eine Frage: Der Artikel „Computertomografen zur Untersuchung des Gehirns können Ihre Entscheidungen sehen, bevor Sie sie treffen“ erklärt, dass laut einer durchgeführten Studie „Forscher mit Hilfe des CTs getroffene Entscheidungen von Testpersonen schon 7 Sekunden früher erkennen als die Probanden selbst“.

Daher frage ich mich nun, haben wir Freiheit der Wahl?

Meine Antwort: Ein Mensch realisiert nicht, dass sein inneres System von Verlangen bereits all die Berechnungen gemacht und das Ergebnis herausgegeben hat. Solche Studien belegen, was Kabbalah immer gesagt hatte: alles ist von unserem Verlangen abhängig und nicht von unserem äußeren, philosophischen Schlussfolgerungen. Daher kann nur das Höhere Licht uns korrigieren; wir können uns nicht von selbst korrigieren.

Mann und Frau in der Kabbala

Der Öko-Feminismus behauptet, dass die Männer die Natur kontrollieren, während Frauen sich in die Natur integrieren. Ein Mann muss sich grundsätzlich selbst kontrollieren, sein Ego beugen und sich an den Schöpfer richten. Eine Frau andererseits wendet sich ohne großen Konflikt dem Schöpfer zu.

 

Dies trifft natürlich nur auf den begrenzten Bereich unserer irdischen Welt zu, während unserer Entwicklung durch die Grade der Verhüllung.

 

Danach, wenn wir den Machsom überqueren, werden Männer und Frauen in ihrer spirituellen Entwicklung ebenbürtig.

 

Sind Männer schuld an der miserablen Situation unseres Planeten? Sind Frauen besser für die Natur als Männer?

 

Der weibliche Egoismus ist weniger schädlich für die Welt, da er zweckmäßiger und mehr mit dieser Welt verbunden ist. Frauen, die die Spiritualität anstreben, können Männern einen Impuls in diese Richtung geben, indem sie ihnen zeigen, dass sie sie nur dann respektieren und ehren, wenn sie sich spirituell entwickeln wollen.

 

Warum ist es so schwer für Männer, die Verlangen der Frauen zu spüren? Eine Frau hat völlig andere Verlangen wie ein Mann – die Wellenlängen sind nicht dieselben. Daher ist es ziemlich schwer für einen Mann, die Frauen zu verstehen.

 

Was soll ein Mann tun, um seinen Wunsch, die Frau zu verstehen, wachsen zu lassen? Er muss in erster Linie verstehen, dass das Verlangen einer Frau eine große (oft die entscheidende) Kraft in der spirituellen Entwicklung des Mannes darstellt.

 

Was ist der Unterschied, wenn man durch die Gruppe oder durch die Frau in Richtung Größe des Ziels angefeuert wird? Sind beide wichtig? Anfangs kommt die Wichtigkeit des Ziels von der Frau, während in der Gruppe die Wichtigkeit des Ziels die Form des „den anderen geben und sie lieben“ (also den Schöpfer) annimmt.