Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Verlangen'

Es ist an der Zeit, den Traum Baal HaSulams zu verwirklichen – Im Virtuellen Raum!


Frage: Denkst Du wirklich, dass die Zeit schon gekommen ist, um Baal HaSulams Traum von einem Kabbala-Staat in einem virtuellen Raum zu verwirklichen?

Antwort: Ich sehe, dass im Internet alles schon technisch vorbereitet ist und sich das Bewusstsein der Menschen entwickelt hat, sodass sie die Notwendigkeit spüren, in einer spirituellen Gesellschaft zu existieren. Forschungen zufolge (von Reuters in dem Nachrichtenartikel „Porn passed over as Web users become social“ veröffentlicht) werden die Menschen heutzutage schon mehr zu virtueller Kommunikation hingezogen (gesellschaftliche Seiten im Netz), als zu Sex (pornographischen Seiten). Dies zeigt klar, dass die moderne Gesellschaft, die Jugend, eine Nachfrage nach Kommunikation hat. Das ist so, weil das Verlangen nach Sex ein fundamentales Verlangen auf der tierischen Stufe ist, der Basis für das egoistische Verlangen. Und wenn das freiwillig mit einem Verlangen nach Kommunikation ersetzt wird, dann ist die Zeit gekommen, den Egoismus zu korrigieren!

Baal HaSulams Worte über die Generation der Zukunft (siehe der Artikel „Aufbau der Gesellschaft der Zukunft“ und die Zeitung „Ha Uma“ (Die Nation) müssen bereits im virtuellen Raum verwirklicht werden. Dies ist natürlich erst der Anfang, aber ich bin mir sicher, dass die Massen dorthin streben werden, sobald wir in der Lage sind, den Menschen eine gute Plattform für spirituelle Kommunikation zu bieten. Ich freue mich darauf, Eure Ideen und technischen Projekte entgegenzunehmen!

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Blog-post: Das Internet ist einfach ein Schritt in die Richtung, unsere wahre Verbindung…
Blog-post: Virtuelle Kabbala
 
 
 

Durchstehe die Nacht und begrüße die Morgendämmerung

Eine Frage, die ich erhielt: Ich habe eine Frage über den Zeitraum direkt vor dem Schlafengehen und der Wichtigkeit, etwas Inspirierendes zu lesen oder zu hören. Ich habe oft die Phrase gehört: „Sicher die Nachtwächter passieren“. Wer sind diese Nachtwächter? Was passiert mit uns, wenn wir einschlafen?

Meine Antwort: In der Spiritualität bedeutet einschlafen, wenn man langsam seine klare Wahrnehmung des Höheren Lichtes verliert. Im Hebräischen kommt das Wort „Abend“ von „Erev“ – mischen. Daher bezieht sich der Satz „der Abend senkt sich auf den Menschen nieder“ auf das Vermischen von Licht und Dunkelheit. Ein Mensch ist dann nicht mehr in der Lage, deutlich den Unterschied zwischen dem Licht und der Dunkelheit festzustellen und er taucht langsam in die Nacht unter – in die Abwesenheit des Lichtes. Daher ist er dann nicht in der Lage, seine Verlangen zu korrigieren.

Dies ist ein Zustand, denn Zeit gibt es in der Spiritualität nicht, und er ist notwendig, damit neue unkorrigierte Verlangen in dem Menschen enthüllt werden, genauso wie das Verlangen, sie zu korrigieren. Wenn ein Mensch sich im Dunkeln befindet, sich aber danach sehnt, mit der Korrektur seiner neuen Verlangen zu beginnen, dann nennt man dies „Morgen. Das ist dann, wenn Liebe und Schenken (die einem vorher in den neuen unkorrigierten Verlangen als Dunkelheit erschienen) anfangen zu erscheinen und er merkt, dass sie gut sind und er nach ihnen verlangt. Und das ist die Dämmerung!

Sobald ein Mensch vollständig alle seine Verlangen korrigiert hat, verwandelt sich die gesamte Dunkelheit unserer Welt, jedes Zustandes in ihr, in Licht. Er wird dann verstehen, dass es schon immer so gewesen war, doch er, ähnlich einer Fledermaus, das Licht einfach nicht gesehen hatte. Und dann wird es nur noch Tageszeit geben, ohne Nacht.

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Blog-post: Wie machst Du aus einer Fledermaus einen Hahn?
Shamati #16: Tag des Schöpfers und Nacht des Schöpfers

Warum sind die Affen nicht von den Bäumen heruntergestiegen?


Eine Frage die ich erhielt: Woher kamen die Affen? Wenn Affen und Menschenaffen die uns nächste Spezies sind, warum leben sie dann immer noch auf den Bäumen und nicht wie wir in Häusern?

Meine Antwort: So wie alle Spezies in der Natur entstanden Affen aus den Reshimot (informationelle Daten), welche sich in allen Spezies anhand einer Sequenz manifestieren, angefangen vom niedrigsten Reshimo, dem am weitesten entfernten von der spirituellen Stufe und bis zum letzten Reshimo, welches seine Spezies zur Gleichheit mit dem Schöpfer bringt.

Die schrittweise Manifestation des Reshimo bringt folglich die Entwicklung des Menschen von einem Menschenaffen mit sich. Es war nicht die Entwicklung des Menschenaffen, welche die Menschen auftreten ließ, so wie Darwin glaubte, sondern die Realisierung der Abfolge des Reshimo.

Von außen scheint es jedoch so, als ob sich der Mensch aus den Tieren entwickelte. Physiologisch oder körperlich gesehen, wurde der Mensch aus den Menschenaffen geboren. Dies geschah jedoch, weil ein menschliches Reshimo in den Menschenaffen aufkam – ein Reshimo, welches den Menschenaffen völlig fremd ist.

Heute sind wir alle im physischen Sinne immer noch Tiere, doch haben wir ein Reshimo welches „Achoraim De Nefesh de Kdusha“ genannt wird, d.h. einen Punkt im Herzen, welchen wir entwickeln können, um Menschen zu werden, d.h. Adam und bedeutet „dem Schöpfer ähnlich.“

Menschenaffen haben dieses Reshimo nicht und deshalb sind sie so verblieben, wie sie sind, und leben immer noch auf den Bäumen. Ich muss jedoch erwähnen, dass es nicht genug ist, anders auszusehen als ein Menschenaffe, um anders zu sein als dieser.

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Blog-post: Geschichte ist die Entwirrung der Reshimot in uns
Blog-post: Schöpfung und Evolution
Blog-post: Kabbala über Evolution
Entwicklung der Verlangen in der Menschheit

Wann wird das Leid verschwinden?


Drei Fragen, die ich über Leid erhielt:

Frage: Es heißt, dass es keine Bestrafung in der Spiritualität gibt. Doch es gibt den Fluch des Egoismus, in den wir aus der Spiritualität gefallen sind. Bedeutet das, dass Frauen in dieser Körperlichkeit nur infolge unseres Egoismus leiden?

Meine Antwort: Ja, genau wie Männer!

Frage: Wird das Leid verschwinden, nachdem wir vollkommen korrigiert sind?

Meine Antwort: Natürlich, denn leiden ist die Empfindung von leeren Verlangen.

Frage: Die Kabbala sagt, dass ein Mensch entweder den Weg der Kabbala oder den Weg des Leidens wählen kann. Aber Menschen, die Kabbala studieren, leiden noch immer, oder?

Meine Antwort: Ein Egoist spürt eine Art von Leiden – bitteres Leiden, weil er nicht bekommt, wonach er verlangt. Doch diejenigen, die Kabbala studieren, spüren das Leiden der Liebe – süßes Leiden, denn sie sehnen sich nach ihrem Geliebten.

Verwandtes Material:
Blog-post: Warum empfinden wir Leiden?
Blog-post: Eine Frage ist die Empfindung eines leeren Verlangens
Leben aus der Kabbala, Kapitel 34: Leiden, die uns aus uneingeschränkter Güte geschickt werden

Der Schöpfer hat weder Arme noch Beine


Fragen, die ich über Religion und Kabbala erhielt:

Frage: Vielleicht sollte den Leuten (Juden wie Nichtjuden), die am Studium der Kabbala interessiert sind, die Sache einfacher gemacht werden, indem man ihnen sagt, dass es am Ende der Korrektur zu einer Verbindung zwischen den eigenen Handlungen und der Spiritualität kommt. Dies ist die Ganzheit von Pardes – Judaismus (den Handlungen) und Kabbala (Spiritualität) -, und früher oder später wird dies zum einzigen Weg im Leben der gesamten korrigierten Gesellschaft werden. Mit allem Respekt, aber es ist doch Tatsache, dass Sie sich wie ein religiöser Jude verhalten, wie auch Ihr Rav Rabash und dessen Rav vor ihm, Baal HaSulam, und wie seit Beginn der heiligen Generationen jeder andere auch.

Meine Antwort: Ich erkläre es nochmal: Die körperliche Befolgung von Gebräuchen in dieser Welt ist nichts anderes als eine Tradition, wohingegen Kabbala über die Korrektur der Verlangen der Seele spricht. Niemand wird verpflichtet sein, die mechanischen Vorschriften (Gebote) zu befolgen. Stattdessen werden die Leute nur die spirituelle Befolgung der Gebote ausführen müssen – in ihren Verlangen. So werden wir ähnlich wie der Schöpfer. Es wird nicht mechanisch getan, denn der Schöpfer hat weder Arme noch Beine! Wir müssen die Seele korrigieren. Studieren Sie Baal HaSulams Artikel über Körper und Seele. Dort erklärt er, dass wir die Seele nicht durch den Körper korrigieren können.

Dennoch ist es gut, den Traditionen zu folgen, auch den religiösen, um einen Rahmen für unsere kulturelle und soziale Existenz auf dieser Welt zu wahren. Ich kann Leute, die an der Kabbala interessiert sind, nicht belügen, genauso wenig wie deren Gegner.

Frage: Wo sagt Baal HaSulam, dass man innerlich weltlich werden muss? Ihre Argumente machen Sinn, jedoch scheinen Sie kein Vertrauen in die Fähigkeit der Leute zu haben, äußere Vorschriften zu erfüllen und zugleich mit der inneren Absicht (Kawana) in kabbalistischer Weise zu arbeiten. Ihre Lehrer vor Ihnen und alle früheren Kabbalisten taten aber genau das, hab ich nicht recht? Weshalb sollte man dann den Leuten erzählen, dass sie aufhören sollen, religiös zu sein?

Meine Antwort: Ich habe den Leuten nie erzählt, dass sie aufhören sollen, religiös zu sein, genauso wenig wie ich ihnen das Gegenteil gesagt habe! In „Aufbau der Gesellschaft der Zukunft“ schreibt Baal HaSulam, dass zukünftig, in der korrigierten Gesellschaft, jede Person ihre Religion beibehalten kann. Hierdurch wird klar, was die wahre Definition von Religion ist – sie ist Teil der Kultur, und nicht mehr als das. Und alle werden dies erkennen und so akzeptieren, sobald sich der Schöpfer in ihnen enthüllt. Die Leute werden Religion von allem trennen, was sich auf den Schöpfer, die kommende Welt und die Belohnung und Bestrafung im körperlichen Leben bezieht.

Dies ist deshalb so, weil alles in „dieser Welt“ sogleich wahrgenommen wird – gegenwärtig und sofort – und es keine „andere Welt“ oder eine Welt „auf der anderen Seite“ gibt . Es gibt nichts außer den realen, gegenwärtigen Zuständen. „Auf der anderen Seite“ bedeutet auf der anderen Seite des Egoismus. Verändern Sie Ihren Egoismus ins Gegenteil, und Sie werden die Welt auf der anderen Seite wahrnehmen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Der Schöpfer kann mit nichts anderem erreicht werden, als mit der Kabbala
Blog-post: Kabbala lehrt Liebe und Schenken – sonst nichts!
 

Männer, Frauen, und die Korrektur der Seele


Fragen, die ich über den spirituellen Aufstieg der Frauen erhielt:

Frage: Lieber Rav, ich habe eine praktische Frage. Wie unterscheiden sich die Reshimot der Frau von denen des Mannes? Oder ist es eher so, dass sie die Zustände ihres Mannes im Chissaron (Mangel) mittragen muss?

Meine Antwort: Die Frau ist das Verlangen, und der Mann die Korrektur des Verlangens, also die Absicht zu schenken. In unserer Welt wartet die Frau darauf, dass der Mann handelt, z.B., dass er sie heiratet. Ihre Rolle ist dabei relativ passiv.

Die Ursache dafür liegt in den spirituellen Wurzeln: Wenn die Seele die Absicht zu schenken erwirbt, wird sie als Mann bezeichnet, wohingegen eine Seele, welche unfähig zu schenken ist, eine Frau genannt wird. Aus demselben Grund werden auch die Teile des Kli oder der Seele als männlich oder weiblich bezeichnet.

Beginnen Sie, unabhängig von Ihrem Geschlecht in dieser Welt, ein Mann zu sein – was bedeutet, aktiv an Ihrer eigenen Korrektur und der Korrektur der gesamten Menschheit mitzuwirken. Andernfalls sind Sie, ungeachtet Ihres Geschlechts in dieser Welt, eine Frau.

Auf der anderen Seite ist das Verlangen einer Frau sehr stark und beständig. Demzufolge muss man innerlich eine starke Frau sein (ein starkes Verlangen haben) und außen ein starker Mann sein (eine starke Absicht haben).

„Eine Frau hat nie genügend Kleider“ – dies spiegelt das richtige Verlangen der Seele nach Korrektur wider, ein Streben nach schönen Kleidern – dem Licht von Chassadim, das die Schönheit einer Frau (des Verlangens) offenbart. Anders ausgedrückt, das Licht von Chochma wird im Licht von Chassadim enthüllt.

Frage: Wie soll sich eine Frau verhalten, wenn sie mit ihrem Mann gemeinsam Kabbala studiert?

Meine Antwort: Studieren Sie einzeln für sich wie jeder andere, und studieren Sie für wenigstens fünfzehn Minuten am Tag zusammen mit Ihrem Mann.

Frage: Wie soll sich eine Frau gegenüber den anderen Männern der Gruppe verhalten?

Meine Antwort: Die Gruppe unterhält keine Beziehung zu ihr!

Frage: Wie soll sie die Gruppe bei ihrem Fortschreiten unterstützen?

Meine Antwort: Helfen Sie auf jegliche Art mitsamt den anderen Frauen bei der Verbreitung und studieren Sie.

Frage: Welche Einstellung sollte eine Frau gegenüber dem Kli der Männer und Frauen in der Gruppe haben?

Meine Antwort: Alle Frauen unterstützen gemeinsam die Männer und studieren – ob für sich alleine, zusammen oder mit ihrem Ehemann. Frauen haben keine Gruppe, aber sie schließen sich zusammen, um ihre Anstrengungen für die Verbreitung zu bündeln, sich untereinander zu helfen, und um zu studieren. Anders gesagt, sie können sich auf jede Weise verbinden, außer um das Prinzip „Liebe deinen Nächsten“ unter sich umzusetzen.

Frage: Kürzlich habe ich gehört, dass Frauen den zweiten Teil der Morgenlektion (Talmud Esser HaSefirot) nicht anschauen sollten, weil dann die Möglichkeit bestünde, dass sich ihre weibliche Essenz ändern könnte.

Meine Antwort: Unsinn! Eine Frau braucht Talmud Esser HaSefirot nicht zu studieren, aber es ist ihr auch nicht verboten es zu tun!

Verwandtes Material:
Blog-post: Eine Frau kann sich unabhängig entwickeln
Blog-post: Faruen auf dem Pfad der Kabbala
Blog-post: Frauen müssen an der Korrektur arbeiten – genau wie Männer
Artikel: Über das Bedürfnis der Frauen, sich zu verbinden
Gespräche, Interviews: Drei Vorträge zur spirituellen Entwicklung der Frauen

Die Seele ist die Eigenschaft des Schenkens – ohne sie sind wir Tiere


Zwei Fragen die ich über die Seele erhielt:

Frage: Nach allem was bereits gesagt wurde, verstehe ich es trotzdem nicht – gibt es eine Seele? Sie sagen, dass wir keine Seele haben und den Punkt im Herzen entwickeln müssen, der sich zu einer Seele entwickeln wird. Auf der anderen Seite sagen Sie, dass die Seele in den Körper wiedergeboren wird. Haben wir also eine Seele oder nicht? Sind wir die Seele? Wenn nicht, was sind wir dann?

Meine Antwort: Wir sind der tierische Level des Willens, durch Genuss erfüllt zu werden, oder der ‚Wille Genuss zu empfangen‘. In diesem ‚Willen zu empfangen‘ entsteht der ‚Wille Genuss zu schenken‘ oder mit anderen Worten – der Wille, mit der Eigenschaft des Schenkens erfüllt zu werden. Dieses Verlangen wird „der Punkt im Herzen“ genannt. Und sein Name weist darauf hin, dass der Punkt im Herzen klein ist und keinen Raum hat, in dem es die Erfüllung des Schenkens spüren kann. Er wird umhüllt vom „Herzen“, d.h. von Verlangen des tierischen (körperlichen) und sozialen Levels, Verlangen für die Genüsse unserer Welt.

Wenn wir diesen Punkt bis zur kleinsten wichtigen Größe – die ersten 10 Sefirot – durch den Einfluss des Höheren Lichtes (das während des Studiums der Kabbala mit den authentischen Quellen hinabsteigt, speziell beim Studium in der Gruppe) entwickeln, dann werden wir innerhalb dieser Sefirot die Eigenschaft des Schenkens entdecken, Or Choser, und Genuss vom Schenken, Or Chassadim.

Deswegen ist die Seele die Eigenschaft des Schenkens, entsprechend der Definition: „Die Seele ist ein Teil des Schöpfers von oben.“ Es ist der Grad der Gleichheit des Menschen mit dem Schöpfer. Aber solange wir nicht die kleinste Eigenschaft des Schenkens erworben haben, bleiben wir Tiere.

Frage: Mein Ehemann ist Jude und ich bin es nicht und er versucht, seinen Glauben zu praktizieren. Aber von ihm und vielen Rabbis wurde mit gesagt, dass wir nicht zusammen gehören, weil meine Seele nicht rein ist. Ich stimme dem nicht zu – ich habe eine Seele und ich denke, ich bin hier, um meine Seele zu reparieren und für die Höhere Welt vorzubereiten.

Meine Antwort: Sage ihm, dass keiner von euch eine Seele besitzt. Jedoch hast du schon die Anfänge der Seele, die durchkommen – den Punkt im Herzen -, aber er hat noch gar nichts. Und selbst wenn der Punkt im Herzen auch in ihm erweckt wird, wird er schlechter sein als deiner, denn sein Punkt fiel schon einmal vom spirituellen Level auf das egoistische, welches ihn unrein machte (Klipa), wobei im Vergleich mit seiner, deine besser ist, denn sie war nie in der spirituellen Welt und deswegen fiel sie auch nicht. Es steht geschrieben: „Wenn Israel fällt (von dem spirituellen Level der Liebe und des Schenkens, was während des Falls des Tempels passierte), ist es schlechter als jeder andere (sein Egoismus ist schlechter als der Egoismus aller Nationen der Welt), und wenn es steigt (korrigiert wird), kommt es höher als jeder andere.“

Zusätzlich ist dein Mann dazu verpflichtet, sich selbst schnell zu korrigieren und dann dir und der gesamten Welt bei der Korrektur zu helfen (das ist die Bedeutung von Or Le Goim – ein Licht unter den Nationen sein). Siehe dazu Vorwort zum Buch Sohar , Punkt 70 und 71. Deswegen bist du, bevor er korrigiert ist, besser als er. Und nach der Korrektur sind alle gleich.

Mein Kommentar: Die Religion glaubt, dass ein Mensch sich nicht selbst durch die Gebote korrigieren muss, sondern sie nur befolgen muss. Sie sagt, dass sich jemand nicht vom Egoisten sein dahin ändern muss, seinen Nächsten zu lieben.

Der Grund dafür ist, dass die Religion kein Instrument für die Korrektur besitzt, das Höhere Licht, das Licht der Tora. Es steht geschrieben: „Ich schuf den Egoismus und ich schuf die Tora zu seiner Korrektur“ – und nur die Kabbala beschäftigt sich damit. Deswegen treibt die Religion Menschen nicht an, die Hauptaussage der Tora zu prüfen – „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, stattdessen rät sie jedem zum egoistischen Befolgen so vieler Anordnungen wie möglich.

Die Täuschung dabei ist, dass es eigentlich keine Belohnung dafür gibt, ihnen zu folgen! Die einzig mögliche Belohnung, die man haben kann, ist, dem Schöpfer näher zu kommen – die Verschmelzung (Dwekut) an Ihn zu erreichen. Und das ist nur durch Gleichheit mit Ihm möglich und kann nicht durch irgendwelche anderen Handlungen als dem Studium der Kabbala erreicht werden!

Verwandtes Material:
Blog-post: Was ist die Seele?
Blog-post: Der Bau des Dritten Tempels
 

Freiheit vom Engel des Todes


Eine Frage, die ich erhielt: Ich wäre sehr dankbar, wenn Sie folgendes Zitat aus Baal HaSulams Artikel „Die Freiheit“ erklären würden:

„Wohingegen, wenn kein solcher Funken im Menschen weilt, sondern alle Funken seiner Essenz darin gekleidet sind, dem Schöpfer Wohlgefallen zu erweisen, dann ist er weder abwesend noch tot. Denn selbst wenn der Körper sich auflöst, löst er sich nur hinsichtlich des Aspektes des Empfangens für Eigennutzen auf, in den das ‚Verlangen zu Empfangen‘ gekleidet ist und er hat nur das Recht, durch dieses zu existieren.“

Ich verstehe das nicht. Wie ist es möglich, dass wenn der Körper stirbt (was Ihrer Ansicht nach mit dem Wechseln eines Hemdes verglichen werden kann), das ‚Verlangen zu schenken‘ nicht mit ihm stirbt? Wenn ich sterbe, werde ich nicht mehr in der Lage sein, zu schenken, selbst wenn ich noch das ‚Verlangen zu schenken‘ verspüre – ich werde mein Verlangen nicht verwirklichen können!

Oder nehmen wir anstatt des Todes an, ich würde einen Autounfall oder eine schwere Krankheit überleben, mit dem Verlust von Gliedmaßen und einem Gehirnschaden. Obwohl ich dann noch am Leben wäre, wäre ich nicht fähig zu geben! Ohne Körper können Sie Ihren Freunden nicht schenken oder an der Verbreitung teilnehmen. Wie kann also das Verlangen eines Menschen weiterbestehen und wahrgenommen werden, wenn der Körper nicht länger existiert?

Meine Antwort: Hier eine Erklärung des von Ihnen angeführten Zitats von Baal HaSulam:
„Wohingegen, wenn kein solcher Funken im Menschen weilt, sondern alle Funken seiner Essenz darin gekleidet sind, dem Schöpfer Wohlgefallen zu erweisen, dann ist er weder abwesend noch tot. Denn selbst wenn der Körper (der Egoismus) sich auflöst, löst er sich nur hinsichtlich des Aspektes des Empfangens (des Verlangens) für Eigennutzen auf, in den das ‚Verlangen zu Empfangen‘ gekleidet ist und er hat nur das Recht, durch dieses zu existieren.“

Die Verlangen bleiben. Was sich verändert, sind deren Absichten oder „Gewänder/Kleider“. Wir leben innerhalb dieser Verlangen, und wir nehmen auch unseren Körper bzw. seine Präsenz innerhalb eines bestimmten Verlangens wahr, welches sich in unserem „Ich“ in einem bestimmten Zeitraum (unserem Leben) offenbart, und danach wieder abnimmt und verschwindet. Dies gibt uns das Gefühl für das Leben und den schrittweisen Tod des Körpers.

Lesen Sie das Vorwort zum Buch Sohar und Sie werden sehen, was die Kabbala meint, wenn sie sagt:

  • Der Tod des Körpers – der Tod der egoistischen Absicht
  • Die Wiederbelebung des Körpers – die Geburt der altruistischen Absicht

Wir nehmen nur unseren tierischen Körper wahr, bis wir unsere gesamte Seele korrigieren, was bedeutet, bis wir all unsere Verlangen von „für mich selbst“ zu „für andere und für den Schöpfer“ korrigieren. Danach wird die Wahrnehmung des Körpers verschwinden, weil das Verlangen, worin wir den Körper wahrnehmen, in eine Absicht des Schenkens korrigiert sein wird. Und dies wird für ewig sein, weil es uns hilft, auch all die anderen Verlangen zu korrigieren.

Nehmen Sie folgendes als Grundlage: Es gibt nur das Licht und das Verlangen, und Sie fühlen alles (diese Welt oder die kommende Welt) innerhalb dieses Verlangens. Alles hängt von den Verlangen ab – von ihrem Ausmaß, ihrer Qualität und ihrer Angleichung zum Licht.

Verwandtes Material:
Blog-post: Warum müssen wir immer wieder hierher zurückkommen?
Blog-post: Immer bei mir
Shamati #28: Ich werde nicht sterben, sondern leben

In allen Lebenssituationen sollte Ihr Verhalten nur durch das spirituelle Ziel bestimmt werden


Fragen, die ich zum Verlust des Verlangens und anderen Störungen erhalten habe:

Frage: Ich studiere die Kabbala seit über einem Jahr und kürzlich stand ich vor einem Problem. Meine Verlangen nach verschiedenen Genüssen in dieser Welt verschwinden langsam und die einzigen Verlangen, die übrig bleiben, sind minimale Verlangen, welche für den Körper überlebenswichtig sind. Ist dies ein Rückschritt? Kann ich irgendwie Verlangen nach Erfüllung entwickeln? Ich fühle mich, als würde ich mich in eine Amöbe verwandeln. Obwohl ich mich selbst in keiner Weise beschränke, sehe ich keinen Grund „unnötige Bewegungen“ zu machen. Wo ist mein Egoismus? Wie kann ich diesen wieder erwecken, wenn er eingeschlafen ist?

Meine Antwort: Sie entdecken, dass es sinnlos ist, Ihren Egoismus zu erfüllen, und da Sie diese Enthüllung gemacht haben, haben Sie die Energie (Homer Delek) verloren, um nach materiellen Dingen zu streben. Dies passiert vielen Menschen in unserer Welt, was in einem Gefühl von Leere und Depression (die am weitesten verbreitete Krankheit der Welt) resultiert. Jedoch verschwindet auch die Spiritualität und hört auf Sie anzuziehen.

Beide dieser Gefühle werden in Ihnen vom Schöpfer zu dem Zwecke hervorgerufen, um einen Ort der Willensfreiheit zu erschaffen, einen Ort, an welchem Sie Ihre eigenen Anstrengungen über Ihre Natur machen können. Das liegt daran, dass alle Dinge, die Sie selbst tun können, eigentlich vom Schöpfer gemacht werden. Doch wenn Sie die Leere dieser Welt enthüllen und dieser Welt gegenüber gleichgültig werden und dazu auch noch eine spezielle Leere der spirituellen Welt enthüllen und die spirituelle Welt Sie ebenfalls nicht mehr anzieht, dann sollten Sie sich auf korrekte Weise an der Gruppe und dem Studium beteiligen, um die Wichtigkeit des spirituellen Ziels zu erwecken, d.h. „die Enthüllung des Schöpfers (Liebe für den Nächsten).“

Dieses Verlangen zieht das Höhere Licht (Or Makif) an, welches Sie zur Wahrnehmung der Spiritualität, des Schöpfers, der Eigenschaft des Schenkens und der Liebe bringen wird. Sie sollten also die Wichtigkeit der Spiritualität von Ihren Freunden bekommen.

Frage: Lieber Rav, nach meinem Besuch zum Studium bei Bnei Baruch, fühlte ich zum ersten Mal, dass meine Seele zuhause war. Es war eine Kraft, die stärker war als mein Körper. Dies verursachte viele Konflikte, als ich versuchte die Zeit zwischen meiner Seele und der Tätigkeit für meine körperlichen Dinge auszugleichen. Nun, da ich zurück bin, fühle ich, dass ich kein Verlangen nach irgendetwas habe. Dies passiert mir nach jedem Kongress, und jedes Mal habe ich einen sehr starken Kontakt mit Bnei Baruch. Warum geschieht dies und wie kann ich diese Zustände durchlaufen?

Meine Antwort: Dies ist natürlich, da wir bei Bnei Baruch eine sehr intensive spirituelle Atmosphäre haben und Sie werden davon inspiriert. Nach Ihrer Heimkehr von Ihrem Besuch bei uns, müssen Sie Ihr spirituelles Leben so erhöhen, dass es auf der selben Stufe stattfinden kann, welche Sie fühlten, als Sie bei uns waren.

Frage: Während der Verbreitungsarbeiten bin ich vielen Problemen begegnet. Zum Beispiel bin ich hingefallen und meine Augen und Zähne haben sich entzündet usw. Die öffentliche Meinung sagt, dass die Hindernisse mir sagen würden, dass ich das nicht machen sollte, dass ich meine Ansicht verändern müsste usw. Doch ich glaube andererseits, dass ich Anstrengungen machen muss, um meine Absicht zu stärken, das Ziel zu erreichen. Bitte erklären Sie, wie ich diese Störungen interpretieren soll.

Meine Antwort: Wenn Ihr Körper in physischer und psychologischer Hinsicht in Ordnung ist, dann müssen Sie diese Störungen überwinden, ohne auf Ihren Körper zu achten. Wenn die Störungen jedoch einer medizinischen Versorgung bedürfen, dann sollten Sie sofort zum Arzt gehen, während Sie mit Ihrem Studium und Verbreitung fortfahren.

Kommentar: In einem vorigen Blogbeitrag schrieb ich, dass die Kabbala wichtiger ist als die Familie, wenn die Ehefrau gegen die Kabbala ist und es unmöglich ist, mit Ihr einen Kompromiss zu finden oder sie zu überzeugen. Dann ist es erlaubt sich seiner Seele zuliebe scheiden zu lassen. Ich erhielt einige überraschte Rückmeldungen, „wie das sein könne?“ Die Menschen verstehen nicht, dass das Leben sinnlos ist, wenn es nicht dazu verwendet wird, das Ziel zu erreichen, welches vor jedem Menschen aufgestellt wurde. Der Himmel, die Erde und jeder von uns wurden erschaffen, um das Ziel zu erreichen und nicht dafür, um eine Hochzeit auf der tierischen Stufe zu erschaffen, um ein Sklave des Egoismus des Partners zu werden.

Die Schlussfolgerung lautet also: Ihr Verhalten sollte in allen Situationen des Lebens nur vom spirituellen Ziel bestimmt werden!

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Blog-post: Das Körperliche hat keine Auswirkung auf das Spirituelle
Shamati #4: Der Grund für die Schwierigkeit, sich vor dem Schöpfer zu annullieren
Artikel von Baal HaSulam: Analytischer Vergleich zwischen Kabbala und Philosophie
Artikel von Michael Laitman: Der sechste Sinn

Wie machst du aus einer Fledermaus einen Hahn?


Ich erhielt folgende Frage: Im Buch Shamati, Artikel 16, wird gesagt: „Der Hahn sagte zur Fledermaus: ‚Ich warte auf das Sonnenlicht, weil es meines ist, und du, warum wartest du darauf?'“ Meine Frage ist: Wie kommt ein Mensch während seines Lebens von der Stufe einer Fledermaus auf die Stufe eines Hahns?

Meine Antwort: Jene, die die Kabbala (Tora) benutzen, um die Eigenschaften der Liebe und des Schenkens zu erreichen, werden das Licht des Lebens in dieser Eigenschaft sehen. Auf der anderen Seite werden jene, die die Kabbala (Tora) zum eigenen Nutzen verwenden (um reich zu werden, ihren Stolz zu befriedigen, Ansehen und Ruhm zu erreichen, um sich besser als andere zu fühlen, ihre Existenz zu rechtfertigen u.s.w.) sich auf der Stufe der Dunkelheit befinden; obwohl sie davon überzeugt sind, dass sie im Licht des Schöpfers stehen. Sie sind wie Fledermäuse, die die Dunkelheit mit dem Licht verwechseln und deswegen zufrieden sind, im Exil der Spiritualität zu bleiben, um physische Rituale auszuführen – und sie fühlen nicht, dass sie irgendetwas anderes brauchen.

Sieh dir an, was Baal HaSulam in der „Einführung zum Talmud Esser HaSefirot“ über die Worte des Propheten Amos schreibt: „Wehe denen, die den Tag des Herrn herbei sehnen! Wozu soll euch der Tag des Herrn sein? Er ist Dunkelheit und nicht Licht!“ „Es gibt eine Parabel über einen Hahn und eine Fledermaus, die auf das Licht wartete. Der Hahn sagte zur Fledermaus: ‚Ich warte auf das Sonnenlicht, weil es meines ist, und du, warum wartest du darauf?‘ (Talmud. Sanhedrin 98:2)“ Das bedeutet, dass man ohne das Licht (das nur hinabsteigt, wenn jemand die Kabbala studiert), nicht einmal versteht, dass man sich in Dunkelheit befindet, weil man nur unsere Welt empfindet.

Wenn ein Mensch nicht nach Höherem strebt, über unsere Welt hinaus, aber zufrieden mit mechanischen Befolgungen von Ritualen ist, historischen und philosophischen Untersuchungen, Theologie, heiligem Wasser, Amuletten und Meditation (wie wir sehen können, umfasst es das ganze Ausmaß, vom Naiven zum Gelehrten), mit anderen Worten, wenn jemand den Punkt im Herzen nicht hat, dann wird ihm nichts helfen. Weil sein Verlangen nur auf der Stufe unserer Welt existiert und Menschen handeln immer ausschließlich entsprechend den Verlangen, die in ihnen auftauchen.

Deswegen ist die Kabbala nur für die bestimmt, die nach einer echten Antwort auf die Frage „Was ist der Sinn des Lebens?“ suchen. Und die Antwort liegt in der Erlangung der Quelle seiner Existenz. So enthüllt man die Bedeutung von dem was passiert als auch dessen endgültiges Ergebnis.

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