Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Verlangen'

Wie man im neuen globalen Dorf lebt


Der Egoismus ist zu einem Faktor des Ungleichgewichts geworden, aber das heißt nicht, dass er aufgehoben werden muss. Wir müssen nur die Art berichtigen, wie wir ihn benutzen.

Das egoistische Verlangen wächst innerhalb von uns an und wenn wir „das Programm nicht entsprechend neu einstellen“, wird jede Periode seines Wachstums unseren Zustand verschlimmern. Das Gesetz der harmonischen Existenz in der Natur bedeutet, dass wir nicht das System starten können, bis wir das Programm „humanistische Interaktion“ installieren.

Das fundamentale Prinzip einer solchen Interaktion liegt in der Beziehung zu einem anderen menschlichen Wesen wie die zu einem nahen Familienmitglied. Während das aktuelle System die Bedingungen so setzt, dass eine Person die andere ausnutzt, wird das neue System dies undenkbar machen. Die eigene Hand in eine Flamme zu halten oder den eigenen Sohn zu bestehlen wird dem gleichkommen.

Letztlich werden wir verlieren, wenn wir bei den alten Regeln des Spiels verharren. Wir können uns weiterhin gegenseitig bekämpfen, wie wenn manche gut und manche böse wären, und uns gegenseitig ausbeuten. Solange die Bindungen zwischen uns getrennt sind, wird uns nichts helfen und die Krise wird sich noch verschlimmern. Deshalb bleibt uns nur eine Wahl – uns zu vereinen, indem wir uns über unseren Egoismus erheben. Die wahre Verbindung bedeutet, dass wir uns wie Menschen in einem „kleinen Dorf“ verhalten, wo sich jeder um den anderen kümmert.

Verwandtes Material:
Blog-post: Ein Gesellschaftsmodell als offenes und geschlossenes System
Blog-post: Die Eigenschaft des Gebens bringt Lebensfreude und allgemeinen Respekt mit sich
Blog-post: Wird uns die Krise dem Marxismus näher bringen?

Hören wir auf, mit geschlossenen Augen herumzulaufen

Eine Frage, die ich erhielt: Wie können die Menschen den Zusammenhang zwischen der sich entwickelnden Krise und der Lösung – welche die Kabbala ist, begreifen? Es könnten eine Menge Tragödien nötig sein, damit sie es verstehen.

Meine Antwort: Wir sind bemüht, ihren Weg zu verkürzen. Alles hängt von uns ab und Baal HaSulam schreibt, dass die Massenverbreitung der Kabbala „Das Horn des Messias“ genannt wird. Die aufkommenden Verlangen werden die Menschheit durch Dick und Dünn lenken und Myriaden von Zuständen durchlaufen lassen, auf der Suche nach einer Antwort, einschließlich Nazi-Regimen und Kriegen. Die Menschen wollen noch immer die Krise zudecken und wünschen sich, dass sie „verschwindet“. Die Menschheit schließt ihre Augen wie ein kleines Kind und sagt: „Ich sehe keine Probleme, es gibt keine.“ Das ist unsere erste natürliche Reaktion.

Das Leiden wird sich verschärfen, während wir den Abschwung des Industriewachstums und das Einfrieren von Vermögen durch die Finanzinstitute sehen. Vorher müssen wir die Weisheit der Kabbala überall verbreiten, um die Menschheit davon abzuhalten, einen Weg zu beschreiten, der mit Sicherheit in einen Abgrund führt – und erst danach zum Ziel.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Verwandtes Material:
Blog-post: Wir haben die Wahl: Wollen wir unsere globale Wirklichkeit studieren oder in den Krieg ziehen?
Blog-post: Die Kabbala kommt zu Big Think
Blog-post: Wir alle sind an der globalen Krise schuld

Kabbala wird sich in der Korrektur der Welt offenbaren


Eine Frage, die ich erhielt: Ich absolvierte den Kurs für Anfänger und Fortgeschrittene im Kabbalalernzentrum und sehe mir seit den letzten zwei Jahren täglich ihre Morgenunterrichte an. Ich studierte Pticha, Shamati und das Buch Sohar. Ihre Weisheit ist sehr tiefgreifend. Aber in letzter Zeit ist der einzige Teil des Unterrichts, der mich berührt, Talmud Esser HaSfirot. Diese abstrakte Sichtweise erscheint mir realer als die Diskussionen über die derzeitige Situation in der Welt. Ist das normal oder bin ich dabei, vom Weg abzukommen?

Meine Antwort: Das ist zeitlich begrenzt. Sie werden entdecken, dass die Kabbala die Offenbarung des Schöpfers in der Welt ist und durch das Studium die ganze Welt korrigiert werden wird. Im Ausmaß der eigenen Korrektur nimmt man die Welt als einheitlich und transparent wahr, denn die gesamte universelle Schöpfung wird von uns in einem einheitlichen Verlangen, das geschaffen wurde, wahrgenommen. Dann wird sie uns als einheitlich erscheinen und all die Welten werden uns als Empfindungen in verschiedenen Schichten dieses einzigen Verlangens erscheinen.

Danach wird auch das Studienmaterial ein und dieselbe Sache enthüllen, nur in einer anderen Sprache davon sprechen. Letzten Endes wird alles dazu führen, dass wir das ganze Bild erkennen werden, statisch, komplett und perfekt.

Zum Kabbalalernzentrum –>

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Bedingungen für die Korrektur der Seele
Artikel: Exodus – Vom Physischen zum Spirituellen
Leben aus der Kabbala, Kapitel 15, Seite 169: Stufenweise spirituelle Korrektur
Baal HaSulam Artikel: Einführung zum Buch Sohar

Das Verschwinden der Bienen ist ein weiteres Symptom für das Ungleichgewicht des Menschen mit der Natur


In den Nachrichten (aus The Guardian): „Bombe im Bienenstock“ – „Wenn die Biene von der Oberfläche der Weltkugel verschwindet, dann würde der Mensch nur noch vier Jahre zu leben haben. Keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“ Das ist, was Einstein angeblich gesagt haben soll … und die Empfindung klingt immer noch nach. Ein Drittel von allem, was wir essen und vieles von dem, was wir anziehen, beruht auf der Bestäubung durch die Bienen, jedoch sterben sie an allen Plätzen der Welt in einem verheerenden Ausmaß. In 2007 erschien das „Bienenvölkersterben“ plötzlich in den Schlagzeilen. Fantasiereiche Theorien über „Bienen Aids“ und was dahinter steckt, reichen von einem Plot der Al-Qaida und Bestrahlung durch Mobiltelefonmasten bis hin zu einem himmlischem Eingriff in Form einer „Honigbienenverzückung“.

Mein Kommentar: Das Ungleichgewicht in der Natur ist ein Resultat des stets wachsenden Egoismus des Menschen und des Hasses unter den Leuten. Wir sind der mächtigste Faktor, der einen Bruch des Gleichgewichts in der Natur verursacht.

Die Ursache dafür ist, dass je mächtiger eine Kraft ist, desto subtiler und unscheinbarer ist sie. Demzufolge ist die mächtigste und einflussreichste Kraft in der Welt unser Verlangen und unsere Gedanken (Herz und Verstand). Folglich, wenn wir nicht versuchen, eine harmonische Beziehung mit anderen und der uns umgebenden Welt zu schaffen, dann begehen wir eine Sünde und zerstören das ökologische und spirituelle Gleichgewicht der Natur.

Wir spüren nicht, woher die Kräfte, die uns bewegen und zur Balance treiben, herkommen, aber sie wirken. Das ist kein Mystizismus. In der Tat ist das Leiden, das wir verspüren, ein Ergebnis des Einflusses dieser Kräfte, und unglücklicherweise manifestieren sich die Ergebnisse auf der physischen Ebene.

Jeder Mensch und die Menschheit als Ganzes können von nichts überzeugt werden, bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie es klar wahrnehmen können. Deshalb ist es so wichtig für uns, die Weisheit der Kabbala zu entwickeln und zu verbreiten, denn es ist die Wissenschaft der Offenbarung des Schöpfers, der allgemeinen, lenkenden Kraft der Natur. Diese Offenbarung wird uns überzeugen, unsere Beziehungen zu korrigieren – und wir werden überleben.

 

Verwandtes Material:
Blog-post: Jeder von uns kann die Welt mit seinen Gedanken verändern
 
Kabbala Akademie

 

‚Sex, Drugs and Rock’n Roll‘ sind an der Spitze der Internet-Suche von Jugendlichen


In den Nachrichten (aus CNET): „Suchbegriffe der Jugendlichen: Sex, Spiele, Rock’n’Roll“ – Jugendliche suchen online nach den kritischsten Dingen. … „Zu sehen, wie dominierend die Ausdrücke ‚Sex‘ und ‚Pornographie‘ sind, dass sie locker die Top 10 Liste erreichen, überrascht uns nicht,“ sagte Marian Merritt [Symantec Internet Sicherheitsanwalt].

Kommentar: Die richtige Erziehung ist nicht dazu gedacht, Kinder zu beschränken, sondern ihnen zu helfen, die richtigen Ziele und Werte zu entwickeln, die ihre natürlichen Verlangen so ausrichten, damit sie diese korrekt nutzen können.

Zur Kabbala Akademie—>

 

Astronomen versuchen zu beobachten, ob die Erde bewohnbar ist


In den Nachrichten (aus Astronomy.com): „Venus Express sucht nach Leben – auf der Erde“ – Wissenschaftler, die den Venus Express der Europäischen Weltraum Agentur (ESA) verwenden, versuchen zu beobachten, ob die Erde bewohnbar ist. Albern, könnten Sie denken, wo wir doch wissen, dass die Erde reichlich mit Leben gefüllt ist. In der Tat, weit davon entfernt, eine nutzlose Übung zu sein, ebnet Venus Express den Weg für eine neue, aufregende Ära in der Astronomie. Eines wurde aus der Studie über die Erde mittels des Venus Express ersichtlich: Zu bestimmen, ob ein Planet bewohnbar ist, wird nicht einfach sein. Obwohl die Beobachtungen uns nichts Neues über die Erde berichten werden, werden sie uns jedoch erlauben, ferne Welten zu enthüllen und diese viel realer als einfache Lichtpunkte werden zu lassen.

Mein Kommentar: Die Wissenschaft ist noch nicht in der Lage, Schlüsse über Leben im Universum zu ziehen. Wir können selbst auf unserem Planeten kein Leben entdecken … Es ist lediglich möglich zu bestimmen, ob dort bestimmte Bedingungen für die Existenz von Leben herrschen.

In einem bestimmten Stadium der Entwicklung des Menschen interessiert er sich für die Existenz von Leben im All. Da jedoch seine Aufmerksamkeit (Verlangen) wächst, strebt er danach, nach dem zu suchen, was ewig und vollkommen ist, etwas Höherem als dem Körperlichen, jenseits der tierischen Ebene des Lebens. Mit anderen Worten, er strebt nach der spirituellen Welt.

An diesem Punkt verschwindet die Frage, ob andere Formen des Lebens im Universum möglich sind, da sie durch die Sehnsucht ersetzt wird, die nächste Ebene der Entwicklung zu erreichen – die „menschliche“ Stufe.

Zum Kabbalalernzentrum –>

Verwandtes Material:
Leben aus der Kabbala, Seite 203: Phasen der Offenbarung

Warum sich die Stufen der spirituellen Entwicklung wie eine Achterbahnfahrt anfühlen können


Eine Frage, die ich erhielt: Ich bin seit über sieben Monaten Student, und diese Zeit war eine emotionale Achterbahnfahrt für mich. Ich fühle mich gut und dann fühle ich mich schlecht. Ich will immer tiefer ins Studium und in die Verbreitung eintauchen und ich habe das Gefühl, eine andere Person zu werden, aber es scheint, dass all dies mich mehr und mehr auf negative Weise beeinflusst. Ich bewerte mich fortlaufend und sehe wie mein Ego ständig zu wachsen scheint. Ich fange an, andere Menschen zu beurteilen.

Ich sehe, wie sie vollkommen in ihren Handlungen vom Ego kontrolliert werden. Ich bin wütend auf mein Ego und auf das Ego der anderen, obwohl ich weiß, dass ich nicht das Recht habe, andere zu beurteilen, und stattdessen nur auf mich selbst achten sollte.

Ich weiß an dieser Stelle nicht, was zu tun ist. Ich fühle mich wütend, emotional erschöpft und unglücklich, und das ist das Gegenteil von dem, wie ich sein sollte. Ich sollte doch im Geben mit dem Schöpfer sein.

Meine Antwort: Sie befinden sich in einer Periode des Wachstums ihres egoistischen Verlangens. Innerhalb dieses Verlangens werden Sie beginnen, neue Bilder von der Welt und den verschiedenen Verbindungen der Dinge wahrzunehmen. Seien Sie stark und unterbrechen Sie das kontinuierliche Studium und die Verbindung zur Gruppe nicht.

Dann werden Sie schnell durch diese Periode des anwachsenden egoistischen Verlangens gehen können. Jeder Schritt vorwärts besteht immer aus zwei Teilen: dem Wachstum des egoistischen Verlangens (das was Sie im Moment durchleben) und dann die Offenbarung einer neuen Verwirklichung in Ihrem Inneren.

Zum Kabbalalernzentrum –>

Verwandtes Material:
Blog-post: Dieser Weg kann nur von jenen bewältigt werden, die ihn auch gehen
Blog-post: Wie man die Abstiege überwindet (für Fortgeschrittene)
Shamati #4: Der Grund für die Schwierigkeit, sich vor dem Schöpfer zu annullieren

Aufstieg mit Lichtgeschwindigkeit


Fragen, die ich über den Abstieg des Menschen in den Egoismus und seinen Aufstieg zur Spiritualität erhielt:

Frage: Wie ist es möglich, innerhalb kurzer Zeit unsere egoistische Natur in eine altruistische zu verwandeln, wo wir es doch in Tausenden von Wiedergeburten nie getan haben?

Meine Antwort: Während der letzten 5769 Jahre und all diesen Inkarnationen haben wir uns auf der leblosen, pflanzlichen und tierischen Stufe entwickelt. Wir haben die Verlangen der „menschlichen“ Stufe heranwachsen lassen: Ruhm, Macht, Geld und Wissen, angetrieben durch den Neid.

Unser Egoismus wuchs mit jeder Generation weiter an, bis er den jetzigen Zustand erreichte, wo er integral wurde. Wir sind alle miteinander verbunden, vollkommen voneinander abhängig.

Unsere Entwicklung ist einer Pyramide ähnlich. Die Spitze der Pyramide ist ziemlich klein, darum ist die Zeitspanne der Korrektur sehr klein und muss innerhalb der Zeitspanne einer Generation stattfinden. Auf diese Weise verringert sich die Zeit – während wir uns auf der Pyramide von unten nach oben entlang bewegen.

Frage: Warum haben die Kabbalisten der Vergangenheit geschwiegen und haben unsere Entwicklung nicht beschleunigt?

Meine Antwort: Bevor wir in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in einem System vereint wurden, betrachteten wir den Egoismus als Motor unserer Entwicklung. Nun, wo er angefangen hat, uns gegeneinander aufzuhetzen, anstatt uns zu vereinen, beginnen wir ihn als Übel wahrzunehmen. Er wird sich in der Folge als Quelle allen Übels in der Welt enthüllen. Er wird uns zwingen, uns zur entgegengesetzten Form der Vereinigung zu korrigieren – zu Mitgefühl, Liebe und Geben.

Heutzutage müssen die Kabbalisten der Welt beistehen, um schnell die Quelle unseres Leidens aufzudecken, indem wir unsere egoistische Natur als Quelle allen Übels in der Welt enthüllen. Und den Grund hinter diesen Vorgängen erklären, welche innerhalb von uns und unserer Umgebung stattfinden, als Effekt dieser Kraft, die uns zwingt, das höchste Ziel des Lebens zu erlangen – das Leben auf der Stufe des Schöpfers.

Bis vor kurzem war dieser Entwicklungsprozess den Massen noch verhüllt. Heute zeigt er sich jedoch und verlangt Klärung, um zu helfen, diese Geschehnisse zu diagnostizieren und das Heilmittel beizustellen. Weil wir ausschließlich in der Welt des Egoismus leben (der Kraft des Empfangens), können wir uns selbst nicht ändern, geschweige denn überlegen, wie wir dies tun können.

Darum wurde uns die Weisheit der Kabbala gegeben. Wenn wir sie studieren, dann ziehen wir die Kraft des Gebens, den Schöpfer an uns heran, „das Licht, welches zur Quelle zurückkehrt“, das heißt, die Kraft, die den Egoismus in Liebe und Geben umwandelt. Das ist die Medizin, die uns heilt.

Frage: Woher bekomme ich die Kraft, diesen Aufstieg zu bewältigen?

Meine Antwort: Der erzwungene Abstieg aus der Vollkommenheit zur Unvollkommenheit ist außerordentlich „langsam“, weil sich der Egoismus schrittweise enthüllen und sich aus dem Bereich des Schöpfers bringen muss. Andrerseits geschieht unser Aufstieg von unten nach oben unter dem Einfluss von und mit der „Lichtgeschwindigkeit“.

Frage: Wenn wir uns vor Augen halten, dass die Entwicklung der Materie nach dem Abstieg aus der Oberen Welt Milliarden Jahre gedauert hat, wie kann es sein, dass unser Aufstieg nur einige Jahre dauert.

Meine Antwort: Wir können die Korrektur in einigen Jahren erreichen, weil sie unter dem Einfluss des Lichtes geschieht. Vollkommenheit wird automatisch aus dem Zustand der Unvollkommenheit enthüllt, aufgrund unserer veränderten Einstellung ihr gegenüber.

Unsere gesamte Rolle in der Korrektur ist wie das Verlangen eines Samentropfens, der ein Mensch werden will – dies ist ununterscheidbar verglichen mit den Handlungen der Eltern bei der Empfängnis, Geburt, Erziehung und Entwicklung als Person.

Außer dem ununterscheidbaren Verlangen Adam zu werden (vom Wort ´Domeh` – dem Schöpfer gleich), macht alles andere der Schöpfer. Lasst uns daher tun, was Er von uns erwartet und werden wie Er.

Zum Kabbalalernzentrum –>

Verwandtes Material:
Blog-post: Wo befindest du dich in der menschlichen Pyramide?
Blog-post: Kabbala ist die Wissenschaft über die Korrektur der Welt
Leben aus der Kabbala, Kapitel 27, Seite 327: Licht, das Korrektur bewirkt

Zum letzten Mal in den Abgrund des Egoismus fallen

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann ein Mensch, der die Krise heute erlebt, begreifen, dass er an einem Wendepunkt ist, einer Gelegenheit, die ihm zum spirituellen Aufstieg verhilft, anstatt in eine sich immer mehr verschlimmernde Krise zu fallen?

Meine Antwort: Die gesamte Schöpfung besteht aus Licht (Freude, die Energie des Gebens) und dem Gefäß, (das Verlangen, mit Licht gefüllt zu werden). Das Licht entwickelt unser egoistisches Verlangen bis zu seinem Endzustand, wo das Verlangen anfängt zu spüren, dass es unmöglich ist, direkt mit Licht gefüllt zu werden. Der Grund dafür ist, dass der Genuss das Verlangen annulliert. Beispielsweise wenn man aus Durst trinkt, dann annulliert man den Genuss, indem man das Verlangen nach Wasser erfüllt.

Die gegenwärtige Krise zeigt uns, dass unsere egoistische Entwicklung ihr Ende erreicht hat, und wir können das Licht nicht weiter verwenden, um unserem Egoismus zu dienen. Um es anders zu sagen, entdecken wir, dass es unmöglich ist, unser Ego zu befriedigen. Und während unser Ego uns immer noch weiter zur Erfüllung treibt, begreift unser Verstand, dass dies vergeblich ist.

Ohne Erfüllung können wir jedoch nicht existieren und sind daher gezwungen, den Befehlen unseres Egos zu gehorchen, auch wenn es gegen unseren Willen ist. Wir sind nicht begeistert davon, doch sind wir durch unsere Umgebung dazu gezwungen. Wir tun es gegen unseren Willen und sind dadurch deprimiert und unglücklich. Darum greifen die Menschen auch zu Drogen.

In der Tat führt dies zu Krisen in allen unseren Lebensbereichen. Immerhin basiert unser Leben darauf, das Licht zur Erfüllung unseres egoistischen Verlangens zu verwenden. Während das Verlangen sich unter dem Einfluss des Lichtes entwickelt hat, haben wir danach gestrebt voranzukommen. Wir meinten, dass wir durch die Befriedigung des nächsten Wunsches erfüllt werden würden, und diese Lüge half uns dabei, uns zu entwickeln.

Sobald jedoch das Verlangen aufhört, sich auf egoistische Art zu entwickeln, entdecken wir, dass es leer bleibt. Das Licht zeigt uns, dass es einfach unmöglich ist, auf diese Art erfüllt zu werden. Das nennen wir „Krise“. Darum müssen wir aufhören, uns in die Irre zu führen und anfangen, zu begreifen, dass der einzige Weg derjenige ist, die Eigenschaft des Lichtes anzunehmen – die Absicht zu geben und zu lieben.

Unsere „irdische“ Entwicklung ist zu Ende, und als Zeugnis dafür sehen wir die vielen Fabriken, die nun geschlossen sind, weil wir nicht mehr diese unnötigen, überflüssigen Güter produzieren brauchen. Die Größe deiner Yacht oder die Zahlen auf deinem Bankkonto sind nicht mehr beneidenswert.

Die Menschen sehen keine wahren Genüsse mehr auf dieser Welt. Letztendlich wird jeder Stern – wie sehr er auch strahlen mag – immer schwächer. Und auch wir schwinden beim Fall in den Abgrund, bekannt als letzte Stufe des Egoismus. Der Egoismus verzehrt alles, läßt nichts aus und hat nur Dunkelheit in sich.

Die Verbreitung der Weisheit der Kabbala ist das Einzige, was uns die Möglichkeit gibt, unsere Natur wieder aufzubauen -„Und die Dunkelheit wird scheinen wie das Licht“.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Krise ist anders als alles, was wir bisher gesehen haben
Blog-post: Fragen über den Pharao- unseren Egoismus(fortgeschritten)
Kabbala Blog: Spirituelle Erziehung
Baal HaSulam Artikel: Aufbau der Gesellschaft der Zukunft

Wir sind mit dem ewigen Kreislauf der Natur fest verdrahtet


Eine Frage, die ich erhielt: Ich verstehe nicht, was an der Globalisierung so schlecht sein soll? Ich ließ mir einen Kuchen aus Italien nach Amerika zukommen. Die gesamte Welt ist ein kleines Dorf, ist das nicht gut so? Was ist an diesem Beispiel mit dem Kuchen falsch?

Meine Antwort: Es ist ein Beispiel dafür, wie die Menschheit sorglos dem Rest der Natur gegenüber eine Berechnung aufgrund des kleinen, privaten Profits anstellt. Offensichtlich wird eine solche Berechnung falsch sein, da es nicht sein kann, dass sich die Hälfte der Menschheit mit Kuchen vollstopft, der über den Ozean transportiert werden muss, während die andere Hälfte der Menschheit verhungert, weil ihnen sogar verschimmeltes Brot fehlt. Wenn wir über ein universelles Gleichgewicht sprechen – über Gleichheit und Einheit, dann darf jede Person lediglich das erhalten, was sie zum Leben braucht.

Zuerst müssen wir jedoch die Natur auf einer globalen Ebene und die universelle Kraft, die die Natur lenkt, enthüllen. Wir müssen entdecken, inwiefern wir ein Teil von ihr und von ihr durchdrungen sind, und wie sehr wir gegenseitig mit ihr in unseren Gedanken und Verlangen verbunden sind. Jeder von uns ist wie ein Transistor in einem gigantischen, elektrischen Kreislauf. Wir sind darin fest verdrahtet! Wenn jeder von uns fühlt, dass wir alle innerhalb der Natur sind, innerhalb des Schöpfers – dann werden wir fähig sein, die richtigen Berechnungen anzustellen.

In anderen Worten muss jede Person zuerst das Verlangen verspüren, zu lernen, wie man sich mit dem Schöpfer und dem gesamten Universum vereint, damit man die richtige Berechnung anstellen kann. Zuerst gibt es die Anheftung, und danach – die Berechnung, und erst dann – die Handlung. Deshalb müssen wir zuallererst zuhören und lernen. Wir haben bereits genug Schaden angerichtet, indem wir ohne die richtigen Berechnungen gehandelt haben.

Zum Kabbalalernzentrum –>

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Menschheit betritt eine neue Stufe
Blog-post: Der einzige Punkt, an dem Freiheit möglich ist, ist Ihre Reaktion gegenüber dem Schöpfer
Handbuch der Absichten: Innere Konzentration