Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Universum'

Herz der Mutter

Das Herz der Mutter befindet sich sowohl materiell, als auch spirituell im Mittelpunkt des gesamten Universums.

Schließlich findet von diesem Punkt aus die spirituelle und materielle Geburt statt. Es gibt nichts Stärkeres wie das Herz einer Mutter – es ist der sensibelste, der wichtigste Punkt in der ganzen Realität. Der Schöpfer schuf den Wunsch, die Grundlage des Herzens einer Mutter.

Wenn Frauen beginnen, ein wenig über die Verbindung nachzudenken, berühren sie bereits diesen zentralen Punkt des ganzen Universums, an dem die Geburt der ganzen Menschheit, der gemeinsamen Seele, begann. Die Welt wird nur dank einer Frau zur Korrektur kommen.

Die Frau hat eine gewaltige Kraft, die gebärt, entwickelt und organisiert.

Eine Frau hat eine gewaltige Macht, die gebärt, sich entwickelt und organisiert. Und umgekehrt, wenn eine Frau an dieser Korrektur nicht teilnimmt, wird sie zu einem Grund für Unfrieden, zu einem Ort der Entfremdung und des Bösen.  Deshalb hoffe ich sehr, dass die Frauen sich verbinden und der Menschheit Frieden, Ruhe und Einheit bringen werden.

Aus dem Frauen Unterricht 29.08.2020

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Durch unsichtbare Fäden verbunden

Alles im Universum ist wie durch unsichtbare Fäden verbunden. Betrachten wir zum Beispiel das Element Eisen. Unser Planet besteht zu einem grossen Teil aus diesem Element. Es hilft uns, Sauerstoff in unserem Blut zu transportieren und ermöglicht es uns dadurch zu leben. Bakterien wiederum, machten – indem sie vor etwa 2,5 Milliarden Jahren gelernt haben, durch Photosynthese Sauerstoff zu erzeugen – die Evolution der Menschheit möglich. Diese hat sich über Zehntausende von Jahren entwickelt und Kinder, die heute geboren werden, sind unbewusst mit dem Wissen aller vorangegangenen Generationen ausgestattet.

Ganzheitlich betrachtet gibt es weder Geburt noch Tod, sondern nur den Wechsel von Zuständen. Ein ständiger Entwicklungsprozess derselben Entität, die aus der gesamten Realität besteht. Diese Entität, die in der Wissenschaft der Kabbala als „eine Seele“ bezeichnet wird, enthält all unsere Eigenschaften, Empfindungen, Erfahrungen und Gedanken. Alles ist in Allem vereint. Nichts von dem, was wir als „ich“ betrachten, ist wirklich persönlich. Anstatt verkrampft auf unserer Einzigartigkeit zu beharren, sollten wir deshalb versuchen uns mit unserer ganzen “Seele” zu verbinden, um das System dieser Verbindung fühlen zu können. Sonst wird sich dieses immer häufiger auftretende Gefühl, dass wir getrennte und einsame Wesen sind verstärken. Schlimm am Gefühl des Alleinseins ist, dass es genau die entgegengesetzte Wahrnehmung unseres wahren Zustands der ganzheitlichen Verbundenheit darstellt. Denn in Wahrheit gibt es keine einzige Zelle, keinen Gedanken, kein Verlangen oder Motivation, die nicht von unserer Umgebung zu uns kommt und von uns zur Menschheit und zum gesamten Universum weitergegeben wird. Durch unseren Egoismus, der in uns das Gefühl von Anspruch, Trennung und Entfremdung anderen gegenüber bewirkt, werden wir daran gehindert, diese ganzheitliche Verbundenheit zu spüren. Anstelle des absoluten Bewusstseins unserer Zusammengehörigkeit, empfinden wir eine durch die Mauern unseres Egos verursachte Dunkelheit.

Doch das ist nicht der Sinn unseres Daseins. Wir sind dazu bestimmt, diese Mauern zu durchbrechen. Aus diesem Grund können wir nur in Gesellschaft leben. So müssen wir lernen, uns miteinander zu verbinden. Die Fähigkeit, andere zu lieben wird es uns ermöglichen das gesamte Wissen über die Welt in unseren Herzen und Gedanken zu erlangen. Denn wahre Weisheit entsteht nicht durch Anhäufung von Wissen, sondern durch den Aufbau und die Pflege der Verbindungen zu anderen. Die Lösung all unserer Probleme liegt in der Fürsorge und gegenseitigen Verantwortung für alle Menschen. Dies wird uns nicht nur soziale Sicherheit, sondern ein uns derzeit noch unvorstellbares Wissen und Bewusstsein geben.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Kabbala und die sieben externen Wissenschaften

Die Wissenschaft der Kabbala spricht über die spirituelle Welt und die Kräfte, die in der Natur arbeiten. Diese Kräfte wirken auf die Materie unserer Welt, erschaffen verschiedene Bilder in ihr, woraus ein ganzes Universum folgt, mit allem, womit es gefüllt ist: unbelebte Objekte, Vegetation, Tiere und Menschen. Doch all das sehen wir auf dem Schrim im hinteren Teil unseres Gehirns und darum erscheint es uns, als ob es vor uns ist. Auf diese Weise stellen wir uns die Wirklichkeit vor.

Darum ist die Wissenschaft der Kabbala von diesem falschen Bild völlig getrennt, obwohl dieses Bild uns hilft, die Tiefe der Schöpfung zu erreichen, ihre Absicht und den Charakter des Schöpfers. Doch im Wesentlichen lehrt uns die Wissenschaft der Kabbala, wie wir von diesem äußeren Bild zum inneren, wahren Zustand gelangen können, wo nur zwei Kräfte verbleiben – die Kraft des Schöpfers und die Kraft der Schöpfung.

Natürlich teilt sich jede von ihnen in viel mehr Teile, in bestimmte Kräfte und Handlungen. Doch im Wesentlichen spricht sie nur über Kräfte: den Willen zu Empfangen, den Willen zu geniessen und was zwischen ihnen geschieht. Daraus besteht jede Wissenschaft.

Wenn eine Wissenschaft über die Wechselwirkung zwischen diesen beiden fundamentalen Kräften spricht, dann haben wir die Wissenschaft der Kabbala. Und wenn sie über verschiedene Folgen dieser Wechselwirkung auf verschiedenen Stufen der Materie spricht – unbelebt, pflanzlich, tierisch und menschlich – dann haben wir die Wissenschaften dieser Welt.

Natürlich sind diese Wissenschaften wahr, denn sie geben uns Wissen über das äußere Verhalten, durch das diese zwei inneren Kräfte ausgedrückt werden. Aber diese Wissenschaften sind sehr limitiert und wir können ihnen nur innerhalb der Grenzen unserer engen Welt vertrauen.

Es stellt sich heraus, dass die Wissenschaft der Kabbala, welche die zwei in der Natur wirkenden Kräfte erklärt, die Basis für alle anderen Wissenschaften ist. Und das schließt nicht nur die Naturwissenschaften ein, welche die Natur und die äußere Welt studieren, wie Physik, Chemie, Biologie und Zoologie, sondern ebenfalls solche, die zum Menschen direkt gehören, wie Musik, Tanz, und die Kunst.

All diese sind ebenfalls Teile der „sieben fundamentalen äußeren Wissenschaften“, denn sie geben uns Kenntnis über die Fähigkeiten des Menschen, seine Welt wahrzunehmen und zu empfinden.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 21.02.2011, „Einführung zum Buch ‘Panim Meirot uMasbirot'“

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Zum Gedenken an Baal HaSulam

Wir sind von der Welt der Unendlichkeit durch 125 Stufen der Verringerung des Lichtes, von Verhüllungen, getrennt und von der wahren Realität vollkommen abgeschnitten, als ob wir bewusstlos wären und nicht verstehen würden, wer und wo wir sind.Aus diesem Zustand müssen wir erwachen, das Bewusstsein erlangen und über die 125 Stufen an den Ort zurückkehren, von dem wir herabgestiegen sind, zu unserer Wurzel. Indem wir auf diesem Wege von unten nach oben Verhüllungen überwinden, erreichen wir die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer, werden genauso wie Er.

In Wirklichkeit hat der Mensch in dieser Welt gar keine Möglichkeit, selbst aus der Bewusstlosigkeit zu erwachen und aus dem tiefsten Punkt, der unter den 125 Stufen der Verhüllung begraben ist, aufzusteigen. Wie geschrieben steht: „Der Gefangene kann sich selbst nicht aus den Gefängnis befreien“ – er braucht eine äußere Kraft dazu.   

Wir nehmen die höhere Welt nicht wahr und stellen uns selbst in einer falschen Wirklichkeit vor. Wir träumen in unserem bewusstlosen Zustand, als ob wir leben würden und um uns herum die Welt voller Menschen, die Erde und das Universum existieren würden. Solche Gestalten entstehen in unserem bewusstlosen Zustand und erscheinen uns als das wahre Leben.

Und wenn wir wie im Schlaf Stimmen hören, die uns sagen: „Du bist doch bewusstlos, abgeschnitten vom wahren Leben, von der spirituellen Welt!“, glauben wir ihnen nicht. Und nur Menschen, die uns von der Seite betrachten, verstehen, dass wir bewusstlos sind.

Deshalb müssen wir dankbar für die Erweckung des „Punktes im Herzen“ in uns sein. Durch diesen Punkt fange ich an, etwas, das zu mir aus einer anderen Welt durchdringt, zu erkennen – und zwar, dass es eine andere Realität gibt. Und die großen Kabbalisten versuchen uns wiederzubeleben, zum wahren Leben zu erwecken.

Von Adam, der als erster das Bewusstsein wiedererlangt hat, bis heute zieht sich eine lange Kette von Kabbalisten hin, die das wahre Leben erlangt haben. Doch heute müssen wir alle aus der Bewusstlosigkeit erwachen.

Und unser Arzt Baal HaSulam zusammen mit seinem Assistenten Rabash bieten alle ihre Kräfte auf, um uns wiederzubeleben. Sie sind diejenigen, die den Lichtstrahl erwecken, der aus der wahren Realität in unser ausgeschaltetes Bewusstsein durchdringt.

Aus dem Unterricht zu Ehren von Baal haSulam vom 16.09.2010

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Die verborgenen Kräfte der Natur verstehen


Frage: Was bedeutet “ den Schöpfer den Geschöpfen in dieser Welt zu offenbaren“? Ist es möglich, die Enthüllung des Schöpfers mit der Entdeckung der Gesetze des Magnetismus, der Elektrizität zu vergleichen? Anders gesagt, lernen wir wie die Naturgesetze, die uns bisher verborgen blieben, anzuwenden sind?

Antwort: Den Schöpfer zu enthüllen bedeutet, die verborgenen Kräfte der Natur, ihre Wechselbeziehungen, Gesetze, Formeln und Diagramme zu enthüllen, d.h. zu begreifen, in welchem System wir existieren. Wir brauchen dabei nicht das Bild verstehen, welches wir im Moment betrachten, sondern die Kräfte die dahinter stehen.

Die Natur wird von gewissen Kräften gesteuert. Ihre Verbindungen untereinander, ihre Auswirkungen auf uns, unsere Gegenwirkungen auf sie – all das zusammen ist notwendig, damit wir unsere Existenz einigermaßen komfortabel und sicher fortsetzen können.

Die Wissenschaften unserer Welt führen uns lediglich zur Erkenntnis, dass wir die Natur und ihre Kräfte nicht beherrschen können – wir können uns vor ihren negativen Auswirkungen in einem gewissen Maße schützen, mehr nicht.

Es entwickelt sich gleichzeitig das Gefühl, dass die Wissenschaften in einer Krise stecken, in einer Sackgasse. Der nächste Durchbruch muss außerhalb unserer Welt erfolgen – zu jenen Kräften, die über unsere gegenwärtige Existenz, über unser Universum hinausgehen.

Das sind die verborgenen Kräfte der Natur, die über uns stehen und unser ganzes Leben bestimmen.

Frage: Können wir sagen, dass dies die ursächlichen Ereignisse sind, die mit uns in der materiellen Welt geschehen?

Antwort: Natürlich. Absolut.

Frage: Wenn ich also, während ich mich in dieser Welt befinde, die verborgene Kraft begreife, d.h. sie mit meinen fünf Sinnen erfasse, – ist das dann die Offenbarung des Schöpfers?

Antwort: Ja, das kann man sagen.

Frage: Ist es ein sinnliches Begreifen?

Antwort: Es ist nicht nur im Gefühl, sondern auch im Verstand begreifbar.

Wir offenbaren die Verbindung der Kräfte die uns beeinflussen, ihre Entwicklungen und Auswirkungen auf uns. Unter dem Einfluss der höheren, herrschenden Kräfte sehen wir ein vollständiges Bild unserer Welt – man nennt sie „die Höheren“, da sie noch vor uns verborgen sind.

Darüber hinaus beginnen wir rückblickend die Möglichkeiten unseres Einflusses auf diese Kräfte zu sehen und sie zu verstehen. Das Ziel ist, diese Kräfte in einen Zustand zu bringen, in dem sie uns auf eine wünschenswerte, ergebene Weise beeinflussen werden.

Aus der Fernsehsendung „Die Grundlagen der Kabbala“, 12.11.2018

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Über die Natur herrschen

Frage: Sie sagten, wenn wir auf die spirituelle Ebene aufsteigen, können wir Macht über die vier tiefer liegenden Ebenen der Natur ausüben: unseren Körper, die belebte, pflanzliche und die unbelebte Natur.

Antwort: Wenn wir den Zustand erreicht haben, in dem wir uns in unseren Punkten im Herzen zusammenschliessen, herrschen wir über alles. Wir erlangen die Göttliche Kraft, die universelle Gewalt der Natur und erwerben unbegrenzte Energie. Kurz gesagt: Wir herrschen über die Natur.

Frage: Es wäre logisch anzunehmen, wenn wir uns jetzt auf der menschlichen Stufe befinden, dass wir die drei unteren Ebenen der Natur kontrollieren können: belebt, pflanzlich und unbelebt, ist dem nicht so?

Antwort: Nein, wir können nicht über sie herrschen. Wir regieren sie, jedoch rücksichtslos, da wir mit dem allgemeinen Programm der Natur nicht vertraut sind, dem allgemeinen Gesetz des Universums. Deswegen zerstören wir die Natur, beschädigen mutwillig alle tieferen Ebenen: die belebte, pflanzliche und unbelebte.

In Wahrheit ist dies eine sehr tiefe Frage. Es gibt zwei Arten zu herrschen:

1. Durch Gewalt, wie wir es heute tun, indem wir die Natur ohne irgendein Mitgefühl, Einsicht oder einen Beweggrund zerstören, ohne Rücksicht darauf, was mit uns morgen oder in der näheren Zukunft geschehen wird.

2. Durch Verstehen, wenn wir imstande sind, entscheiden zu können, was wir tun sollen, uns des gesamten Bildes der Entwicklung bewusst sind. Das System von Kopf bis Fuß zu kennen heißt, über es nicht durch Gewalt, sondern durch Vernunft zu herrschen.

Aus der 1. Lesung des WE! Kongresses, 01/04/2011

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Meine große Seele enthüllen

Ich muss eine einzige Realität enthüllen und um dies zu tun, muss ich in mir selbst das Mittel finden und es damit zustande bringen. In mir wurden alle nötigen Kräfte angelegt, die mir helfen: der Schöpfer, die Schöpfung, ich selbst, die Welt, die Freunde, Menschen, der Lehrer, die Bücher, Rabbi Shimon und seine Gruppe, Moses und die Tora, die das Programm des Universums sind.

Meine „große“ Seele ist die Sammlung dieser Kräfte innerhalb eines Systems von unglaublicher Dynamik. Ich stehe vor dieser Seele wie ein kleines Kind. Es ist meine, aber ich muss sie erlangen und enthüllen, sie erlernen und aktivieren – alles in dem Maße, indem ich fähig bin, es auf die richtige Weise zu tun. Sie erscheint mir verdorben zu sein, obwohl es in Wirklichkeit nicht so ist. Nur mein jetziges „Ich“ ist verdorben und darum sehe ich sie auf diese Weise. Ich muss mich selbst und meine Einstellung ihr gegenüber korrigieren.

Die Kabbalisten erklären uns, wie wir unsere Eigenschaften aufsprengen und erkennen und den Horizont der Wahrnehmung und des Empfindens erweitern können. Indem wir das tun, enthüllen wir diese große Seele in unserem Verlangen.

 

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Unser Ego ist wie ein Schwarzes Loch

Frage: Kann man die Spiritualität mit Schwarzen Löchern vergleichen, die unwiederbringlich alle Materie aufsaugen?

Antwort: Alle astronomischen Phänomene sind Derivate des geschaffenen Verlangens auf der unbelebten Stufe. Deshalb gibt es sie in solch einem gigantischen Ausmaß. Sogar die pflanzliche Stufe der Natur, die sofort nach der unbelebten folgt, kann man mit der Weite des Universums nicht vergleichen.

Die unbelebte Stufe der Materie und des Verlangens erfordert im Vergleich zur höheren pflanzlichen Stufe quantitative Macht. Dieser Unterschied unterstreicht nur die qualitative Differenz zwischen den zwei Stufen der Natur, der unbelebten und der pflanzlichen.

Soweit die Schwarzen Löcher reichen, sind sie doch genau wie unser Ego – ein Verlangen zu genießen, das die ganze Welt in sich verzehrt. Wir sind schon dabei zu sehen, dass das gesamte Bild des Universums in uns geformt wird. Das wird der Treffpunkt zwischen der Physik und der Kabbala sein.

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In eine neue Welt geboren werden

Heutzutage ist es bereits offensichtlich, dass sich die Natur in einer relativen Ausgewogenheit befindet und einfordert, dass wir auf die gleiche Ebene gelangen. Das muss sich im materiellen Leben, in „grünen“ Technologien etc., wie auch in sozialen, persönlichen Beziehungen offenbaren. Auf diese Art können wir den Ausgleich zwischen den beiden Ebenen in die Praxis umsetzen.

An erster Stelle dürfen wir nur das notwendigste des lebensnotwendigen Bedarfs von der Natur verbrauchen. Dann ist es nicht wichtig, wie viele Milliarden Menschen auf der Welt leben,weil die Natur es ermöglicht, was bedeutet, dass sie in der Lage ist, jeden zu ernähren, solange wir ihre Ressourcen korrekt nutzen. Zweitens muss auf menschlicher Ebene in allem mit der Natur Ausgewogenheit aufrecht erhalten werden. Hierin liegt das schwerste Gewicht in der Erkenntnis des Bösen.

Bescheidener Verbrauch ist die materielle Erkenntnis des Bösen. Andernfalls zerstören wir die gesamte natürliche Basis, sägen an dem Ast, auf dem wir sitzen. Stufenweise müssen wir die menschliche Gesellschaft gemäss den Gesetzen der Natur bilden, sie zur Gleichheit und Ausgewogenheit führen.

Andernfalls erwarten uns Revolutionen, Kriege und andere Umwälzungen, die bereits mit bedrohlicher Gleichmässigkeit aufflammen.

Globale Oberhäupter und Herrscher besitzen keine Fähigkeit, irgendetwas zu tun. Wir stehen einem Dilemma gegenüber, entweder durch zahlreiche Kriege und eine schwierige Geburt in die neue Welt zu gelangen, oder durch eine bewusste Entwicklung in Übereinstimmung mit den Erfordernissen der Natur, die uns zu einer gerechten Verteilung verpflichtet. Selbstverständlich ist es nicht möglich, die gleichen Sachen für jedermann bereitzustellen. Es ist notwendig, mit der Kultur, der Region, dem Klima und so weiter übereinzustimmen. Der Schlüssel ist, für jedermann, innerhalb von allgemein akzeptierten Grenzen, zu sorgen.

Ausserdem zeigt uns die innere Erkenntnis des Bösen, dass wir in einem einzigen System wie ein Mensch mit einem Herzen verbunden sein müssen. Nur auf diese Weise werden wir Harmonie mit der Natur erreichen.
Innere Einigkeit offenbart sich gemäss der individuellen Fähigkeiten. Ein Mensch kann anderen Schaden und es nicht fühlen. Daher müssen wir die Massenmedien und das Bildungssystem aktivieren, so dass die Menschen auf der ganzen Welt mehr und mehr die egoistischen Zusammenhänge des Bösen erkennen. Alles hängt von der Erziehung ab.

Weiterhin werden die Menschen in einem bestimmten Abschnitt in diesem Prozess erkennen, dass die Eigenschaft des Schenkens ihnen einfach von selbst ein Gefühl des Vertrauens verleiht, es fördert die Gutherzigkeit. Sie werden dann allmählich verstehen, dass wahre Einigkeit, Ähnlichkeit mit der Natur und Verbindung mit ihr, es uns erlaubt, die Macht der Liebe zu spüren, die in ihr verborgen ist.

Diese Macht verbindet alle Teile der Natur und erhebt das ganze System, das gesamte Universum, alle Ebenen von der unbelebten bis zur menschlichen auf eine höhere Ebene. All dies geschieht für uns dank der Erkenntnis des Bösen. Dieser bestimmte Hebel, dieser bestimmte Weg, dieser Impuls, dieses Werkzeug stellt die Mittel bereit, durch die wir uns immer mehr als ein Ganzes mit der Natur verbinden und in die neue, höhere, ewige Dimension des Seins gelangen.

Die gesamte Evolution ist darauf ausgerichtet. Ob wir es wollen oder nicht, wir werden uns mit der Natur zu vereinigen haben. Wir haben andererseits die Gelegenheit, die Erkenntnis des Bösen zu beschleunigen, bevor die Missgeschicke eintreten; wir können uns nach vorne bewegen, hin zur Korrektur auf dem guten Pfad, wie es gute Kinder mit Einwilligung ihrer Eltern tun. Wir können von der Natur lernen, bevor wir von ihr eine noch ernsthaftere Reaktion für unsere Unausgeglichenheit heraufbeschwören.

Aus dem 4.Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes vom 27/03/2011, Die Grundlagen der globalen Erziehung

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Es braucht nur einen Funken des Höheren Lichts, um die Welt zu korrigieren


Frage(meine Antwort fett): Sie sagen, dass diese massiven Krisen – wirtschaftliche, ökologische und andere – die Menschheit letztlich zur Korrektur bringen werden und dass dieser Weg bitter sein wird. Aber denken Sie nicht, dass wenn es in den Supermärkten nichts mehr zum Essen gibt, sich Gruppen auf den Strassen bilden werden, die um jeden Preis überleben wollen – durch stehlen und morden für ein Stück Brot? Und werden dann all die Krisen nicht noch mehr Not und Übel über die Menschheit bringen?

Ja, ich stimme dir zu, du hast Recht!

„Wo es kein Brot gibt – gibt es auch keine Tora“, das sagten Sie. Wenn ein Mensch verzweifelt ist, wenn seine Freunde und seine Familie an Hunger und Krankheiten sterben und wenn es zu gefährlich ist, vor die Tür zu gehen, wird er dann wirklich anfangen, Kabbala zu studieren? Und übersehen Sie nicht auch, dass es dann auch kein Internet mehr geben wird, weil die Computer ohne Strom nicht funktionieren? Ich sage Ihnen, dass in so einer Situation kein Mensch Kabbala studieren wird – weder jetzt noch in 232 Jahren (das Ende der 6000 Jahre).

Ja, ich stimme dir zu, du hast Recht!

Selbst wenn ich die Wissenschaft der Kabbala für wichtig und notwendig erachte und selbst wenn ich einen Punkt im Herzen habe und über das Studium der Methode der Kabbala bescheid weiß, werde ich nicht dasitzen und Kabbala- Bücher lesen, während meine Familie am Hungertod stirbt. Und dies gilt noch mehr für Menschen, die überhaupt nichts von der Existenz der Kabbala wissen.

Ja, ich stimme dir zu, du hast Recht!

Der Punkt im Herzen erscheint dann, wenn du schon alles hast und du bemerkst, dass nichts davon dich glücklich macht und dass es keinen anderen Weg mehr gibt. Aber wenn du damit beschäftigt bist, irgendwie Trinkwasser zu beschaffen, um zu überleben, wirst du sicher nicht über den Punkt im Herzen nachdenken.

Ja, ich stimme dir zu, du hast Recht!

Antwort: Ich stimme vollkommen mit dir überein und ich habe für mich die Regel „Wenn es kein Brot gibt, gibt es auch keine Tora“ unterstrichen. Das heißt, dass es Situationen gibt, in denen die Menschen mit Überleben beschäftigt sind und dann sind alle Gesetze aufgehoben und alles dreht sich ums nackte Überleben (mit der Ausnahme, andere zu töten, um selbst zu überleben).

Aber in deiner Argumentation übersiehst du die vier Phasen der Entwicklung des Verlangens. Nicht die Größe des Hungers wächst, sondern seine Fähigkeit, die Quelle seiner Leere oder Füllung zu erkennen. Weil alles unter dem Einfluss des Lichtes seinen Platz findet. Du wirst sehen, dass deine Bekannten nicht nur leiden, sondern plötzlich den Grund für ihr Leid zu verstehen beginnen – das hat Bedeutung und führt zum letztendlichen Ziel.

Du solltest ihnen dabei helfen, diese Erkenntnis früher zu haben – dann wird das Leid schwinden. Denn es wird nur zu dem Zweck enthüllt, um diese Erkenntnis hervorzurufen! Daher ist die Verbreitung auch so wichtig: Wenn die Massen den Schöpfungsplan langsam verstehen, wird dies großes Leid abhalten und plötzlich werden Wohlstand und Frieden erscheinen.

Ich schlage vor, Folgendes zu lesen: „Vom Chaos zur Harmonie“, mein Vortrag in Arosa und das Material über Die Gesellschaft der Zukunft (engl.). Ein Funke des Höheren Licht war ausreichend, unsere Welt und das gesamte Universum entstehen zu lassen. Und dieser eine Funke ist genug, um diese Welt zu korrigieren, deren Existenz er ursprünglich bewirkt hatte! Alles, was man braucht, ist unser kollektives Verlangen!

Kabbala Grundkurs