Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Universum'

Das Begreifen ist nur mit Hilfe der Kabbalamethode möglich

Baal HaSulam schreibt in seinem Artikel „Aus meinem Inneren heraus werde ich den Schöpfer erschauen“, im Kapitel „Das Begreifen der Erkenntnis – nur mit Hilfe der Methodik der Kabbala“, dass die Negation der Höheren Lenkung sich der Frage gleichen würde: „Wer hat solches ungewöhnlich weise Buch geschrieben?“, wobei die Antwort darauf wäre, dass es in Wirklichkeit keinen solchen Weisen in der Welt gibt, und alles nur deshalb geschah, weil sein kleiner Sohn Tinte auf die leeren Blätter vergossen hat – die Tinten sind auseinander gelaufen und bildeten folglich die Buchstaben, die sich in die Worte dieser ungewöhnlichen Wissenschaft verbunden haben.

Wenn die Menschen also das Vorhandensein der Höheren Lenkung verneinen, dann handeln sie nach dem Prinzip: was ich nicht fühle – existiert auch nicht!

Obwohl sie sehen, dass es für alles einen Grund gibt – wählen sie bewusst die materielle Herangehensweise. Alle unsere wissenschaftlichen Forschungen sind auf dem Studium der gegebenen Gründe aufgebaut, anderenfalls würden unsere Naturwissenschaften nichts beweisen können. Aber dabei verneinen sie weiterhin, dass es einen Grund für die ganze Schöpfung gibt.

Und obwohl der Mensch versteht, dass sein Wissen beschränkt ist und er vieles nicht empfängt, versucht er trotzdem zu beweisen, dass das Bild des Universums gerade solches ist, wie es momentan aussieht.

Um das Universum jedoch zu erforschen, muss man sich über seine Natur erheben. Ich kann irgendwelchen Zustand erst dann erforschen, wenn ich mich über ihn befinde: ich soll also ein Mensch sein, um das Tier untersuchen zu können. Das Tier ist nicht in der Lage, sich selbst zu erforschen.

Folglich kann ich nur jene Stufen untersuchen, die niedriger als meine heutige Stufe sind! In der Psychologie, die das Verhalten des Menschen erforscht, ist alles nur auf den realen, erfahrenen Tatsachen gegründet, denn wir können nicht höher als die Stufe „Mensch“ hinaufsteigen, d.h. ihn von oben anschauen, die Methodik der menschlichen Beziehungen, das System der Beziehungen, die Mentalität verstehen. Dennoch kommt es uns vor, als ob wir darin objektiv und erfahren sind.

Deshalb schreibt Baal HaSulam, dass er die materialistische Psychologie respektiert, weil sie mittlerweile auf den Fakten, auf der Forschung des Materials und der Form, die ins Material eingekleidet ist, begründet ist.

Solange der Mensch das Material der spirituellenWelt und die Form, die in dieses Material eingekleidet ist, nicht erforschen kann, kann er auch nichts über sich selbst aussagen! Es gleicht dem Beispiel mit dem Kater, der begonnen hat, das Verhalten des Menschen zu erforschen, um seine Taten zu erklären.

Deshalb sagt Baal HaSulam, dass das Begreifen nur mit Hilfe der Kabbalamethode möglich ist, weil sie uns auf die nächste Stufe des Bewusstseins erhebt.

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Warum soll ich für den Schöpfer arbeiten?!

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet es, nur für den Schöpfer zu arbeiten? Es verärgert mich stark, dass ich für jemanden arbeiten soll…

Meine Antwort: Dieser „jemand“ ist das absolute Naturgesetz, die allgemeine Kraft, die das ganze Universum und dich einschließt.

Außerhalb dieses Gesetzes existiert nichts mehr! Und wenn du „gibst“, dann machst du es „nicht für jemanden“, sondern um dieses Gesetz über das ganzen Geschöpf zu stellen, damit es für alle geöffnet wird.

Für den Schöpfer ist es nicht notwendig, weil Er nichts empfangen will. Er ist der Wunsch zu geben, der nichts bekommen kann. Er selbst wird in dir nicht empfunden, du fühlst nur deine Vorstellungen über Ihn.

Das Gesetz des Gebens gleicht einer Wand, es fühlt nichts, und du kannst es für unbelebt halten. Es ist das Naturgesetz, das absolute Gesetz des Gebens, von dem du die Reaktionen in dir fühlst.

Du tust Ihm kein Gefallen! Es ist nicht notwendig, dass du Dich an ihn anheftest, oder Ihn liebst. Er empfindet unsere Arbeit nicht so, wie wir sie empfinden.

Wir können nicht mal über Sein Wesen sprechen, weil es unbegreiflich ist. Alles was wir über Ihn sagen können, sind unsere eigenen Empfindungen, so wie wir Ihn in unseren beschädigten oder korrigierten Wünschen wahrnehmen.

Deshalb kann man nicht sagen, dass ich für Ihn arbeite. „Hefte dich an den Schöpfer an“, „Liebe deinen Schöpfer“ – es handelt sich hier um mich, um meine Korrektur, wodurch ich das Gute erreichen werde.

Deshalb wurde uns die Gruppe gegeben, in der wir arbeiten sollen, anstelle mit irgendeinem abstrakten Prinzip zu arbeiten, mit der Kraft, die unmöglich ist zu empfinden, oder mit der Bedingung, die jeder so umdreht, wie er möchte.

Nimm die Wissenschaft der Kabbala, denn sie ist ein Programm deiner Einstellung zur menschlichen Gesellschaft. Bilde die Beziehung zur Gesellschaft entsprechend diesem Programm, und du wirst die vollkommene Korrektur erreichen.

Die Liebe zu den Geschöpfen, die du dank dem Licht öffnen wirst, das zur Quelle zurückführt, wird deine Beziehung zum Schöpfer sein.

Anstelle der Arbeit mit dem nicht empfundenen Licht, zerbrach die Seele und ihre Teile und diese agieren jetzt miteinander.

Und deshalb haben wir nur eine Möglichkeit, uns zu verbinden, zusammen zu arbeiten, und zu prüfen, was wir bezüglich der abstrakten Kraft nicht machen können.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Liebe zum Schöpfer und zu den Geschöpfen“, 07.10.2010

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Nur der Schöpfer gibt die Seele

Eine Frage, die ich erhielt: Wie soll ich mich zu meiner Frau verhalten, um zwischen uns den Schöpfer empfinden zu können? 

Meine Antwort: Bemüht euch, dass alle eure Beziehungen nur auf die Enthüllung des Schöpfers zwischen euch gerichtet sind. Es garantiert den absoluten Frieden zu hause, und nützt jedem, sogar aus den rein egoistischen Interessen. 

Dies ist ein sehr wirksames Mittel, das den Menschen während des ganzen Lebens hilfsreich ausrichtet. Denn die Gruppe und die Freunden sind für ihn eher künstlich geschaffen, die ganze Menschheit – empfindet er noch entfernter, und das Universum – ist überhaupt fern von ihm. Seine Frau steht ihm am nächsten, wie es gesagt ist: „Die Frau des Menschen – ist wie sein Körper“. 

Und andererseits öffnest du plötzlich, dass du einen Partner hast! Dank dem Schöpfer empfindest du, dass es auf jede deine Bewegung – ihre Bewegung gibt. 

Unabhängig von der Handlung: sei sie im Verstand, im Herzen oder physisch – geschieht eine synchrone Bewegung, als ob der Schöpfer zwei abgesonderte Hälften, in allen ihren Details und Formen zusammenklebt. 

Wir müssen nur versuchen, zwischen uns den Schöpfer – die Kraft zu öffnen, die uns verbindet, und die wir als Folgerung des Zusammenlebens begreifen wollen. Und andernfalls wird dieses Leben zur tierischen Existenz. 

Wir wollen also zwischen uns die Kraft der Vereinigung – eine dritte Komponente offenbaren, die uns zu einem Ganzen ergänzen wird! 

Wenn Er uns verbinden wird, dann werden wir Ihn einschließen, und werden ein Ganzes sein, gerade deshalb, weil Er sich in unserem Inneren befindet und uns ausfüllt. 

Es heißt eben: „Der Mann und die Frau – und der Schöpfer zwischen ihnen“ – Er ist in allem anwesend, was zwischen uns existiert. Und es gibt nichts anderes – nur den Wunsch jeden Einzelnen, der auf den Anderen (auf den Partner) gerichtet ist. Es gleicht sich der Beziehung von Seir Anpin und Malchut: er ist komplett auf sie, und sie – auf ihn gerichtet. 

Der Schöpfer hat alle einzelnen Sfirot Malchut abgetrennt und hat daraus Chawa geschaffen – deshalb existiert auf der ganzen Höhe des geistigen Parzufs eine genaue Übereinstimmung zwischen S“A und Malchut, auf dem gleichen Niveau in der ewigen, konstanten Verschmelzung. 

Es gibt in einem keine solchen Eigenschaften, die es in anderem nicht gäbe. Man kann sie nur mithilfe des Lichtes AB-Sag miteinander verbinden, das den Einen auf das größere Geben und den Anderen auf das größere Erhalten ausrichtet.

Um sich zu verbinden, steigen die beiden in Bina hinauf, welche als Elokim, der Schöpfer bezeichnet wird, und Er gibt ihnen die Kraft für die Vereinigung und füllt sie dann aus.

Folglich füllen sie nicht einander aus, sondern ihre gemeinsamen Wünsche – und daraus wird „das Kind“ geboren, als die Folgerung der Vereinigung, als folgender geistige Parzuf, der neue Zustand.

Darüber ist es gesagt: „Der Vater (Aba) gibt das Weiße, die Mutter (Ima) gibt das Rote, und der Schöpfer – gibt die Seele“. Er befindet sich zwischen ihnen und füllt sie aus, gibt der Seele eine neue Stufe. 

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „die Liebe zum Schöpfer und zu den Geschöpfen“, 28.09.2010 

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Die innere Kraft der gesamten Realität

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ich in unserer Welt eine Verbindung zu jemandem habe, enthülle ich entweder Liebe oder Hass in ihr. Und wie wird die spirituelle Verbindung, die Enthüllung des Schöpfers wahrgenommen?
Meine Antwort: Spirituelle Erscheinungen sind das Geben. Das sind Beziehungen der Verbindung, der Liebe, der gegenseitigen Einfühlung. Wir bauen untereinander Beziehungen der Verbindung und der Liebe auf und enthüllen innerhalb dieser Verbindung das bislang verborgene Licht.
Dieses Licht korrigiert unsere Verbindungen, gibt ihnen die Form und baut aus ihnen den „Ort“, das „Verlangen zu geben“, auf.
Und an diesem „Ort“ enthüllt sich uns eine noch größere Möglichkeit zu geben, und in ihr offenbart sich wie in einem neuen Sinnesorgan die primäre Kraft des Universums – der Schöpfer.

Doch all das befindet sich an ein und demselben Ort, in unserer Vereinigung. Der Schöpfer zeigt sich nur jedes Mal immer klarer – in dem Ausmaß unserer neuen Eigenschaft des Gebens und der Liebe.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „600 Tausend Seelen“ vom 26.09.2010

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Diese Welt ist uns zum arbeiten gegeben, und nicht als Strafe

Es ist gesagt: „Wir werden es tun – und wir werden es hören“. Das heißt wir haben eine Möglichkeit, an der Verbindung zwischen uns zu arbeiten, selbst hier, in der materiellen Welt – „als ob“ wir uns verbinden möchten. Deshalb befinden wir uns auch in dieser illusorischen, trügerischen Welt. Sie ist uns zur Hilfe und nicht als Strafe gegeben!

Wir befinden uns in der Gruppe in der Bewegung zum Schöpfer, und belügen uns selbst, indem wir die Spiritualität vorspielen, wie die Kinder, die das Leben von Erwachsenen vorspielen, als ob wir einander brauchen würden, und unseren Nächsten lieben würden – d.h. alles beginnt mit „als ob“. Aber sogar solche äußerlichen Bemühungen ziehen an uns das Licht heran, das zur Quelle zurückführt – uns an den Schöpfer annähert.

Und im Endeffekt erreichen wir den Zustand „die Bürgschaft“, wo jeder damit bürgt, dass sein Freund die notwendige Begeisterung und die Kräfte für das Erwachen des Lichtes der Korrektur (des Erhaltens der Tora) haben wird. (Siehe den Artikel von Baal HaSulam „Gabe der Tora“).

Es bedeutet nicht, dass ich mich freue, mich von den Sorgen befreit zu haben, weil ich in eine solche Gesellschaft geraten bin, die für mich sorgen wird.

Die Bürgschaft gibt uns den Schutz vor unserem bösen Anfang, weil sie uns ermöglicht, die Sorge um uns selbst, durch die Sorge um die Gesellschaft zu ersetzen. So wie ich beginne, mich um die anderen zu kümmern, höre ich auf, mich um mich selbst zu sorgen.

Aber wie befinden uns immer noch unter der Gewalt „der Ägyptern“ – so heißt in der Kabbala unsere globale Selbstsucht. Und je nach Erreichung der gegenseitigen Bürgschaft, können wir uns von der Macht „der Ägypter“ befreien – „Auszug aus Ägypten“. Dann hören wir auf, uns wegen uns selbst zu sorgen, wir ersetzen also die persönliche Sorge – mit der Sorge um die Gesellschaft.

Wenn wir uns aus der inneren egoistischen Welt nach draußen bewegen, dann beginnen wir, die neue Wirklichkeit zu empfinden. Denn der Wusch bestimmt alles, er ist das ganze Material der Schöpfung.

Und wenn wir uns durch die Bürgschaft auf den allgemeinen Wunsch ausrichten, dann enthüllen wir dort anstelle des persönlichen Wunsches die neue Dimension, das neue Universum. So gehen wir von einer Welt in die andere Welt über.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Bürgschaft“ „

Wie kann man dem Schöpfer Genuss bereiten?

Indem wir kabbalistisches Wissen verbreiten, vereinen wir unsere Seelen zu einem Gefäß und erschaffen einen „Ort für die Enthüllung des Schöpfers“ für alle Geschöpfe!

Dadurch erfüllen wir Seinen Wunsch und bereiten Ihm den größten Genuss.

Wenn wir alle unsere Leiden addieren und mit „Pi tarach“ (620) multiplizieren würden, würde sich ein Wert ergeben, der vergleichbar wäre mit dem Leiden des Schöpfers aufgrund der Verhüllung, in der zu sein Er gezwungen ist, um uns die Möglichkeit zu geben zu wachsen.

Durch jede unserer Handlung, die auf die Einheit gerichtet ist, fügen wir der Einheit zusätzliche Kraft hinzu(Massach und Or Choser), eine zusätzliche Seele zu der Gesamtheit der Seelen, die wir zur Enthüllung des Schöpfers brauchen.

Dadurch lösen wir solche Veränderungen zwischen allen Seelen aus, dass letztendlich alle in der Welt plötzlich in ihrem Inneren spüren werden, dass es eine höhere Kraft gibt, die auf die gesamte Welt einwirkt und sie bewegt und jeden ihrer Zustände bestimmt.

Nicht zufällig gibt es Erdbeben in Neuseeland, Feuer in Russland, Taifune in Amerika – das sind alles Teile des Gesamtzustandes, der vom Schöpfer erschaffen wird, damit wir aus diesem Zustand heraus anfangen, zu Ihm aufzusteigen.

Und wenn wir anfangen, in den spirituellen Raum aufzusteigen und dieses materielle Leben nur als eine notwendige Komponente wahrzunehmen, werden wir eines wunderbaren Lebens in dieser Welt würdig. Dazu fehlt uns nur, wenigstens ein wenig den Schöpfer zu enthüllen.

Sonst hilft unserer Welt nichts, außer wahrzunehmen, dass es im Universum, in der Natur, zwischen uns eine Kraft gibt, die alles lenkt.

Und wir nähern uns dem Verständnis dessen dank der Verbreitung der Kabbala an.

Aus dem Unterricht nach einem Rabash-Artikel vom 08.09.2010
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Der Geburtstag eines Menschen

Der Schöpfer begann das Universum aus einem Zustand zu erschaffen, welcher „der erste Tag“ heißt.

Und am sechsten Tag, d.h., nach sechs Handlungen an der ursprünglichen Schöpfung (dem Verlangen), wurde der Mensch, eine besondere Art von Verlangen, erschaffen.

Dieser Tag wird von uns als Jahresanfang, Rosh haShana, der Anfang von Veränderungen, gefeiert.

Während der fünf Tage – fünf Handlungen an dem Verlangen zu genießen, wurden alle Bedingungen erschaffen, damit dann eine neue Schöpfung, Malchut, erschaffen werden kann.

Alle Welten (Stufen der Verhüllung), die vor dem Menschen erschaffen wurden, sind neun erste Sefirot von Malchut der Welt der Unendlichkeit.

In ihnen wird das unendliche Licht, indem es durch neun Filter hindurchgeht, in Eigenschaften der Filter/Welten „gefärbt“, nicht das Licht selbst, sondern in Bezug auf denjenigen, der hinter diesen Filtern steht und es empfängt. Auf diese Weise sind alle Welten erschaffen.

Doch die Erschaffung eines Menschen ist bereits etwas anderes. Der Mensch ist nicht der Einschluss von Malchut in die neun Sefirot, sondern im Gegenteil der Einschluss der neun Sefirot in Malchut.?

Es ist nicht das Licht, das durch die Filter gegangen und ihre Eigenschaften angenommen hat, sondern die Filter selbst, die die Eigenschaften des Lichts, das durch sie gegangen ist, annehmen und danach streben, ihm ähnlich zu werden, weil sie kein Hindernis auf dessen Weg sein und es nicht verändern wollen.

Jeder Filter will die Eigenschaften des Lichts annehmen – in dem Maße, in dem er ihm entgegengesetzt ist. Er ist berufen, das Licht zu stoppen, doch er will kein Hindernis für das Licht sein!

Genau das nennt sich „Mensch“, der dem Licht entgegengesetzt ist, doch gerade durch die vor ihm stehenden Filter dem Licht ähnlich werden will, indem die Eigenschaften des Filters in umgekehrter Form in ihm abgedruckt werden.

Vor mir befinden sich Hindernisse, doch ich wandle sie in ein Sprungbrett um, damit die Verhüllungen zur Enthüllung werden!

Aus dem Unterricht nach dem Talmud Esser HaSefirot vom 07.09.2010

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Die Welt, die mit unseren Gebeten aufgebaut ist

Die Menschen denken, dass das Gebet etwas mit Religion oder mit religiösen Menschen zu tun hat und deshalb dem gewöhnlichen Menschen fremd ist.

Aber es ist nicht so! Denn alle unsere äusserlichen Gewänder (Mehrzahl von Gewand)?, die physischen Körper, die Gegenstände, die uns in dieser Welt umgeben – sie alle sind die Erscheinungsformen des Wunsches. Es gibt nichts außer dem Wunsch, der für sich all diese Gewänder schafft.

Und deshalb bestimmen wir mit unseren Wünschen unbewusst das ganze Leben: in welchen Zustand wir im nächsten Augenblick geraten, wie wir diese Wirklichkeit empfinden werden!

Ob wir es wollen oder nicht, aber wir beten ständig – das heißt, wir bitten um die Erfüllung ? unseres Wunsches. Wir machen das ganz unbewusst, es ist nicht erforderlich, absichtlich zu beten.

Der Wunsch bildet unser ganzes inneres Wesen und unsere Empfindung, dass uns an etwas fehlt – heißt Gebet.

Jeden Augenblick wollen wir etwas und wirken dadurch auf die Realität ein, in der es nichts außer dem Wunsch und der Kraft des Wunsches gibt.

Jede Sekunde will ich etwas und bete darum. Unsere Wünsche verbinden sich miteinander und verwalten das ganze Universum, wodurch die neuen Bilder, die neuen Zustände bewirkt werden.

Wir bauen diese Welt mit unseren Gebeten auf! Alles, was wir brauchen – ist die Veränderung unserer Bitten, ungeachtet der Unlust des Herzen! Dann werden wir die neue Welt enthüllen, denn die ganze Welt ist eine Empfindung innerhalb meines Wunsches.

Die Wissenschaft der Kabbala stammt vom Wort „Kabala“ – das Erhalten, weil sie darüber spricht, was du im folgenden Augenblick bekommen wirst.

Nur du bestimmst, wie die Zukunft sein wird, was du darin bekommen und fühlen wirst. Ob du die Vision der Welt verändern kannst, indem du den Wunsch ausrichtest (was eben als das Gebet bezeichnet wird).

Wenn du das Gebet verändern wirst und anstelle des Verlangens, das du jetzt hast – nur das notwendige wünschen wirst, dann werden dadurch das ganze Weltbild und die Realität geändert sein.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 12.07.2010

Die Treppe in die Unendlichkeit

Das Buch Sohar erzählt über die Höhere Welt. Wir können sie auch in uns entdecken, alles, was darin beschrieben wird, geschieht in unserem Inneren. Ebenso empfinden wir auch unsere Welt. Der Unterschied zwischen den Welten und Empfindungen besteht darin, dass diese Welt individuell, aus vollem Egoismus empfunden wird, wohingegen die Höhere Welt kollektiv und in der gegenseitigen Verbindung und Vereinigung gespürt wird .

Diese Vereinigung im gegenseitigen Geben und in der Liebe bezeichnet man als die Seele, und die Empfindungen darin als die Geisteswelt. Infolge der Korrektur der ursprünglich zerbrochenen Verbindung (Kli), enthüllen wir verschiedene Eigenschaften der Verbindung, über welche der Sohar erzählt. Die allgemeine Verbindung aller Teile der Seele, der Schöpfung, heißt der Schöpfer. Die gesamte Höhere Welt sind Arten der Verbindung. Abraham, Isaak, Jakob, Engel, unbelebte, pflanzliche, tierische, geistige Objekte, sie alle werden in der Verbindung offenbart.

Momentan empfinden wir unsere Welt und denken, dass sie getrennt existiert. Aber es ist nur eine Illusion, mit welcher wir die Art der Verbindung zwischen uns nennen. Das letzte, niedrigste Niveau der Verbindung der Teile einer Seele (die einzelnen Seelen) gibt uns die Empfindung solcher (zerbrochenen) Verbindung, die als „diese Welt“ bezeichnet wird. Und wenn wir die absolute Verbindung aller Teile des Universums erreichen – dann heißt sie „die Welt der Unendlichkeit“, weil diese Verbindung „unendlich“, ohne Beschränkungen, über Raum und Zeit hinaus ist.

Von der vollen Verbindung in der Welt der Unendlichkeit – bis zur vollen Abwesenheit der Verbindung in dieser Welt, existieren fünf Niveaus der Verbindung – fünf Welten AK, Azilut, Brija, Jezira, Assija. Wir existieren nur in einer Realität, in der Welt der Unendlichkeit, aber empfinden sie je nach eigener Beziehung zur Verbindung als

1. Egoistisches Erhalten oder

2. Das Geben und die Liebe. Unser Leben ist die Empfindung der Qualität der Verbindung aller Teile der Realität.

Wenn wir die wahrhafte Welt enthüllen, verstehen, begreifen und genießen wollen, dann sollen wir uns beim Sohar Lesen darin bemühen, uns mehr verbunden vorzustellen. Folglich werden wir beginnen, die größere Verbindung und die höhere Welt zu enthüllen. Solche Methode der Offenbarung der Höheren Welt heißt „wir werden tun und wir werden hören“ (na‘ase we nischma).

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 18.08.2010

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Das alles ist doch kein Zufall!

Eine Frage, die ich erhielt: Die Kabbala sagt, dass die Ursache aller Probleme in der Welt das egoistische Verlangen des Menschen ist. Doch welche Verbindung besteht zwischen dem, dass ich ein Egoist und dem Schöpfer entgegengesetzt bin, und der Hitze in Moskau oder der Umweltkrise?

Meine Antwort: Wir alle befinden uns innerhalb eines geschlossenen Systems (einer Sphäre) namens „Schöpfer“, dessen Eigenschaft die vollkommene Verbindung aller Teile im gegenseitigen Geben ist. So ist das Gesetz für die Existenz des gesamten Systems und jedes seiner Teile.

Das können wir am Beispiel unseres Körpers, des Ökosystems u.a. beobachten. Ich existiere innerhalb dieses Systems wie ein Embryo in einer Mutter, und in dem Maße der Verbindung, d.h. der Eigenschaftsähnlichkeit mit dem System, wenn ich mich diesem ähnlich im Geben befinde, fühle ich mich gut. Und umgekehrt, in dem Maße der Entfernung von seinen Eigenschaften geht es mir schlecht.

Die Nähe oder die Entfernung wird nicht nach dem Abstand, sondern nach der Ähnlichkeit der Eigenschaften gemessen. Wenn ich über ein kleines egoistisches Verlangen verfüge, dann empfinde ich, selbst wenn ich mich von dem System unterscheide, nur geringe Probleme. Doch wenn mein Verlangen wächst, wächst auch das Unbehaglichkeitsgefühl.

Da der Mensch sich ständig in seinen egoistischen Verlangen entwickelt, wächst auch seine Gegensätzlichkeit zum Natursystem, zum Schöpfer, und er wird sich unvermeidbar immer schlechter fühlen! Bis er zu begreifen beginnt, was genau der Grund für seine Leiden (Probleme) ist.

Ich werde Schicksalsschläge von allen Seiten erleiden, bis ich begreife, dass das Systemcharakter hat und kein Zufall ist! Die Umweltprobleme sind nicht zufällig! Ich kann sie nicht mehr übersehen.

Ähnliche Probleme wird es überall auf der Erde in unterschiedlichen Formen geben, und sie werden die Menschen wachrütteln, um sie zum Nachdenken anzuregen: „Wahrscheinlich gibt es einen Grund dafür“.

Das Verlangen, wenn es gewachsen ist, empfindet Leiden und erschafft in seiner Nähe den Verstand, um sie zu vermeiden – der Mensch wird klüger, schlauer, und lernt Ursachen und Folgen miteinander zu verbinden.

Er beginnt unweigerlich zu fragen: warum geschieht es und woher kommt all das Unheil?! Wie man zu fragen pflegt: „Womit habe ich das alles verdient?!“ Und das ist bereits eine unterbewusste Frage nach der Quelle der Geschehnisse (nach der Natur, dem Schöpfer).

Die Menschen werden erkennen, dass es ein allgemeines Gesetz für das gesamte Universum gibt. Ihr müsst es nicht „Schöpfer“ nennen, nennt es „Natur“.

Doch es verlangt von uns ständig, bewusst das Gleichgewicht mit der Natur zu halten, sprich in der gleichen Eigenschaft des Gebens wie das gesamte Universum, welches in der allseitigen Verbindung und der integralen Einheit aller Teile existiert, zu sein.

Deshalb gibt es keine Wahl, die Menschheit ist ein Krebsgeschwür innerhalb der gesamten Natur und muss sich selbst heilen!

Letztendlich werden wir unter dem Druck aller Probleme zu dieser Erkenntnis kommen, es ist bereits sehr nah.

Aus dem Unterricht zum Thema „Die Aktualität im Licht der Kabbala“ vom 10.08.2010