Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Stufe'

Alles, was ich tun kann, ist euch zu lehren

Eine Frage, die ich erhielt: Ich möchte gern das Licht empfangen und es um des Schöpfers willen mit anderen teilen. Ich habe voller Glück Ihre Essays, Hinweise und Lehren gelesen und danke Ihnen fortwährend. Wenn es Ihnen nichts ausmacht, würde ich gerne Ihren Rat darüber einholen, was ich tun muss und was nicht oder bezüglich der Hauptarbeiten, die jemand tun muss, um das Licht zu empfangen und ein Diener des Schöpfers zu sein. Ich weiß nicht, wie viele meiner 613 (+7) egoistischen Verlangen ich bis jetzt korrigiert habe. Wäre es eine eigennützige Bitte, wenn ich Sie bitten würde, mir zu helfen, mich zu korrigieren und das Licht zu empfangen und den Schöpfungsgedanken zu erreichen?

Meine Antwort: Alle unsere 613 Verlangen werden simultan korrigiert. Das ist so, weil unsere Seele immer ganz und niemals geteilt ist, genauso wie ein Samentropfen, ein Embryo oder ein Erwachsener alle Elemente eines Körpers haben.

Ihre Arbeit ist es, alle 125 Stufen der Korrektur zu durchlaufen. Wenn Sie zur ersten Stufe aufsteigen, werden Sie den Schöpfer in dem von der Stufe bestimmten Maße enthüllen. Ich kann Ihnen nicht in der Weise helfen, wie Sie es gerne hätten. Ich kann das nicht an Ihrer Stelle tun. Ich kann Sie nur nähren und Sie lehren zu wachsen.

Verwandtes Material:
Blog-post: In der Wahrnehmung der Spiritualität leben
Bog-post: Unser Fortschritt ist von unserer Anstrengung und unserem Verlangen abhängig

Die Welt ist ein Spielplatz

Eine Frage, die ich erhielt: Sie haben oft erwähnt, dass der Mensch die Gesamtheit der Natur in Harmonie bringen muss. Aber wurde die Natur nicht in Harmonie erschaffen?

Meine Antwort: Die Natur befindet sich in absoluter Harmonie, jedoch fehlt es dieser Harmonie an einem Element – dem „Ich“ des Menschen. Das fehlt der Harmonie der Natur wegen des dem Menschen innewohnenden Egoismus, der absichtlich in ihm erschaffen wurde. Wenn die Natur durch das Ego des Menschen betrachtet wird, erscheint sie ihm chaotisch und es fehlt ihr an Harmonie.

Es gibt eine Welt und eine Natur, die viel größer und weiter sind, sehr viel integraler und globaler, als das, was wir sehen. Es beinhaltet das gesamte System des Universums, wo alle Elemente ideal miteinander verbunden sind. Und dieses gesamte System wird von Kräften gelenkt, die wir nicht spüren oder sehen können. Der Grund, aus dem sie sich unserer Wahrnehmung und unserem Verständnis entziehen, ist unser Egoismus. Unser Egoismus steht dem im Weg und entstellt die Perfektion der Natur.

Deshalb betrachten wir dieses gewaltige globale und perfekte System als unvollkommen, denn es wird durch unseren Egoismus entstellt. Das gibt uns jedoch die Gelegenheit, uns selbst zu korrigieren: Durch unsere Bemühungen in Richtung Korrektur gleichen wir uns dem Schöpfer an.

Stellt euch vor, dass ich ein Puzzle in einem Spielwarengeschäft gekauft habe. Ich nehme es mit nach Hause, mische die Teile und gebe sie meinem kleinen Sohn, damit er sie wieder zusammensetzt. Warum zerbrach ich das Puzzle? Damit mein Sohn lernt und erkennt, wie man die Teile richtig zusammensetzt.

Daher sind unsere gesamte Gesellschaft, alles vom Menschen durch die Jahrtausende Geschaffene, unsere gesamte Kultur und Zivilisation nichts weiter als ein Spiel, das wir meistern müssen, um zu werden wie die Natur (der Schöpfer). Dann wird diese gesamte Welt aus unserer Wahrnehmung verschwinden und aufhören, zu existieren. Wenn wir die spirituelle Welt erlangen, wird unser gesamtes Universum, alles was wir heute durch unsere fünf Sinne wahrnehmen, einschließlich uns selbst und die Welt um uns, verschwinden. Die Welt wird verschwinden wie ein altes Spielzeug.

Stattdessen werden wir eine andere Ebene der Existenz, eine andere Welt, andere Formen des Umgangs miteinander und eine andere Stufe der Wirklichkeit wahrnehmen – eine, die ewig und vollkommen ist.

Verwandtes Material:
Blog-post: Was geschieht, wenn man den Machsom überguert?
Blog-post: Die Wirklichkeit ist imaginär
Blog-post: Das Leben ist wie Legospielen

Wir stehen an der Schwelle zu einer neuen Zivilisation

Unsere Zivilisation hat viele Wechsel von einer gesellschaftlich- kulturellen Struktur in eine andere durchgemacht, aber alle diese Wechsel fanden auf der tierischen Stufe statt, der Stufe des menschlichen Egoismus. Daher veränderten sich die Strukturen immer in geringem Maße, doch nie auf einem Weg der Umkehrung, weil sie alle auf dem Egoismus basierten, wo es das Ziel der Menschen war „das Meiste zu bekommen“. Und weil ein Mensch immer „das Meiste bekommt“ – auf Kosten anderer – wurden alle unsere Institutionen mit dem Hauptzweck gegründet, die Menschen davor zurückzuhalten, einander zu vernichten.

Letztendlich werden sich diese Institutionen auf natürlichem Wege ins Gegenteil umwandeln, denn die Menschen werden sich innerlich verändern. Einmal umgewandelt, werden uns diese Institutionen in einer Weise unterstützen, die es uns ermöglicht, einander zu ergänzen, einander zu geben, zu lieben und zu erfüllen.

Jedoch keine dieser Veränderungen wird „von oben“ erfolgen – durch die Behörden und Obrigkeiten – sondern sie werden stattfinden, weil jeder Einzelne eine innere Umwandlung durchmachen wird. Von unten nach oben werden neue Beziehungen zueinander entstehen, genauso wie sich unsere Zivilisation entwickelt hat. Das wird in Übereinstimmung mit strikten Naturgesetzen geschehen, begleitet durch die Entwicklung von Informationsdaten oder Informationsgenen – den Reshimot.

Die Wissenschaft der Kabbala sagt, dass wir auf die eine oder andere Weise den Endzustand erreichen werden. Sie sagt: „Du wirst einen Zustand erreichen, in dem du in Einklang mit der Natur und dem Schöpfer gleich sein wirst. Allerdings kann dein Weg dorthin gut und schnell sein oder du wirst durch Leiden und Schicksalsschläge dorthin gebracht.“

Das ist dasselbe wie die Behandlung, die ein Kind erfährt: Wenn es klug ist, versteht es, was von ihm erwartet wird und erkennt, dass es keinen anderen Weg gibt, ein Mensch zu werden und zu lernen. Dann bringt es seine eigenen Bemühungen ein, um dorthin zu gelangen. Doch wenn es die Notwendigkeit sich zu ändern nicht anerkennt, wird es in Form von „Schlägen“ dazu gezwungen. Auf die eine oder andere Art muss es sich ändern. Daher ist die gegenwärtige Krise der Weg der Natur, uns voranzutreiben, um uns zu entwickeln und Menschen zu werden.

Verwandtes Material:
Blog-post: Baal HaSulam beschreibt das Gesetz der Einzigkeit
Blog-post: Der Zweck unserer Abhängigkeit und Entfremdung
Blog-post: Kabbala über Evolution
Blog-post: Geschichte ist die Entwirrung der Reshimot in uns

Sie können die Unendlichkeit nicht sehen? Dann setzten Sie eine Brille auf!

Unsere Welt ist gefüllt von Unendlichkeit, doch ist unsere Wahrnehmung auf der niedrigsten Stufe. Wir fühlen und nehmen unsere Wirklichkeit nur zu einem winzigen Teil wahr und sind extrem weit von einer umfassenden Wahrnehmung entfernt.

Es ist wie bei einem Menschen mit schlechten Augen, welcher fast nichts ohne Brille sehen kann. Er kann kaum die Menschen um sich herum erkennen, obwohl diese direkt neben ihm stehen. Somit ist unsere Welt eine verschlafene, verschwommene Wahrnehmung und ein kläglicher Teil der Unendlichkeit.

Allerdings enthüllen wir immer das gesamte Bild, so wie jeder Teil eines Hologramms das ganze Bild enthält. Selbst auf der untersten Stufe beobachte ich das ganze Spektrum der Realität, aber nur in dem Maße, wie ich dies ohne meine „Brille“ erkennen kann. Je schärfer meine Brillengläser sind, umso klarer ist das Bild, welches sich mir zeigt.

Wir existieren in einem unveränderten Zustand, aber wir erkennen ihn nur abhängig davon, wie klar unsere Wahrnehmung ist. Die klarste Wahrnehmung ist die Welt der Unendlichkeit.

Um ihr näher zu kommen, müssen wir unser Instrument zur Wahrnehmung (Kelim) korrigieren, um immer mehr Licht darin zu enthüllen. Damit dies geschehen kann, sollten diese sich dem Licht angleichen. Wenn sich das Licht enthüllt, entdecken wir eine neue Stufe der Wirklichkeit.

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Der Unterschied zwischen individuellem und kollektivem Empfinden


Eine Frage die ich erhielt: Wenn die Seele eines jeden Menschen einmalig ist, wie ist es dann für alle möglich, das gleiche Phänomen zu sehen?

Meine Antwort: Wir alle enthüllen das gleiche Phänomen, aber jeder Mensch enthüllt es in seinem eigenen Kli. Zum Beispiel habe ich Tee in meinem Glas. Wenn du ihn trinkst, wirst auch du fühlen, dass er warm und flüssig ist und ohne speziellen Geschmack. Wir haben ähnliche Sinne, aber unterschiedliche Verlangen. Wir können ein Phänomen auf ähnliche Weise erfahren, aber wir bewerten es unterschiedlich, in Abhängigkeit von unseren Verlangen. Deshalb verstehen wir uns untereinander nicht.

Wenn wir beide zur selben Stufe in der spirituellen Welt aufsteigen, werden wir beide verstehen wo wir sind. Das gleiche passiert in unserer Welt: Wenn wir in einer Stadt sind, wissen wir wo wir sind. Das ist etwas, wo wir nicht unterschiedlicher Meinung sind. Aber du magst vielleicht diese Stadt und ich vielleicht nicht. Auf jeder Stufe gibt es grundsätzliche, allgemeine Empfindungen, aber im Besonderen sind die einzelnen Empfindungen verschieden.

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Hab ein wundervolles Leben – Sinne über die Spiritualität nach


Eine Frage, die ich erhielt: Verändert sich die materielle Situation ebenfalls, wenn man spirituelle Korrektur erlangt?

Meine Antwort: Das Physische verändert sich zusammen mit der Spiritualität. Das Spirituelle ist die Anfangsstufe unserer Wahrnehmung der Wirklichkeit. Es ist die Stufe, die wir momentan spüren und wir müssen von hier aus zur ersten spirituellen Stufe aufsteigen.

Wie jede andere Wahrnehmung auf einer Stufe existiert dies im Verhältnis zu dir selbst, innerhalb deiner eigenen Wahrnehmung. Wenn du deine Eigenschaften veränderst, wird sich alles verändern.

Wenn wir uns darum bemühen, zur spirituellen Welt aufzusteigen, projizieren wir dieses Streben ebenfalls auf die materielle Stufe und dann empfinden wir keine Probleme. Wir gelangen dahin, das Leben in unseren physischen Körpern ähnlich wie in der Welt der Unendlichkeit zu empfinden, wo wir keinen Mangel haben. Wir werden alles haben, was der Körper benötigt.

Wenn du nur an deinen spirituellen Aufstieg über 125 Stufen denkst, dann wird dein Leben ohne Schwierigkeiten und Probleme verlaufen. Du wirst von allem genug besitzen – ohne Krankheiten oder Unglücke.

Diese materielle Stufe muss es geben, da man, bevor man zu jeder nachfolgenden Stufe aufsteigt, immer in diese Welt zurück fällt, um dann von hier aus noch höher aufzusteigen. Was wir jetzt als diese Welt empfinden, als physische Materie, ist die erste unbelebte Stufe aller Welten. Für uns ist es notwendig, auf dieser Stufe zu leben, da es die Basis aller spirituellen Aufstiege ist. Wenn wir danach verlangen, auf dieser Stufe nur zu existieren, um aufzusteigen, wird das Leben wundervoll sein.

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Bereite dich vor, geboren zu werden: Dreh dich mit dem „Kopf nach unten“

Wenn ich eine Sukka über mir errichte, eine Bedeckung für meinen Egoismus und wenn ich meinen Egoismus in ihrem Schatten verberge, so verhülle ich damit 99% meiner Verlangen, nur für mich selbst das Licht zu genießen und bin dadurch in der Lage, 1% des Lichtes zu erkennen. Ich lasse nur einen dünnen Lichtstrahl (Kav Dak) durchdringen und erkenne den Schöpfer. Ich beginne dann allmählich neue innere Eigenschaften zu enthüllen, die von diesem Strahl, die auch Ushpizin (Gäste) genannt werden. Dies sind meine korrigierten Eigenschaften die dem Geben hinzugefügt wurden.

Auf diese Weise, im Laufe der sieben Tage von Sukkot, unterziehen sich all meine Eigenschaften einer Veränderung. Ich weiß, dass ich mich neben dem Studium und den vielen anderen Aktivitäten die Aufgabe habe, mich mit den anderen Seelen zu verbinden, aber irgendwie vergesse ich dies immer wieder. Dies erschien mir immer nur unbedeutend und nebensächlich, wie der Müll oder die Reste meiner spirituellen Arbeit.

Aber wenn ich die Bedeutung dieser „unnötigen Dinge“ über alles andere erhebe über meinen eigenen Kopf oder mein Wissen und wenn ich sie dadurch wichtig mache, indem ich ein „Dach“ daraus baue, das über mich herrscht, dann werde ich in diesem Zelt wie ein Embryo sein, der sich in Vorbereitung auf die Geburt mit dem Kopf nach unten dreht. Indem ich mich in eine „Kopf-über“-Position drehe, ändere ich meine Werte.

Damit bin ich in der Lage, in die Sukka einzutreten – der Bedeckung für meinen Willen zu genießen. Dies ist eine Bedeckung, die der Mensch sich über seinem eigenen Egoismus baut, statt dass der Schöpfer sich vor dem Menschen verbirgt.

Die Sukka, das Dach, was wir während der Feiertage von Sukkot bauen, symbolisiert die Verhüllung (Schirm), die der Mensch als erste Stufe der spirituellen Arbeit über sein Verlangen errichten muss. Er tut dies durch das aufsammeln aller „Reste und Abfälle“ und erhebt diese über sich, um damit sein Ego zu beschwichtigen. Nun ist sein Ego in einer Verhüllung und der Mensch ist bereit, darin (in einem „kleinen“ Zustand) in dieser Sukka für die sieben Tage des Laubhüttenfestes (Sukkot) zu sitzen (bezeichnet als HaGaT NeHY), bis all seine Verlangen unter diesem Schirm sind.

Was dort geschieht, ist eine Revolution, ähnlich wie sich ein Baby mit dem Kopf im Mutterleib, als Vorbereitung auf die Geburt nach unten dreht oder wie -die Erde gepflügt wird und dadurch die untere Schicht nach außen zur Oberfläche umgedreht wird.

Das bedeutet, dass die Dinge, die normalerweise für den Egoismus von Bedeutung sind, ihre Wichtigkeit verlieren, wobei die Dinge, welche uns unwichtig erschienen, das Geben und die Verbindung, zum Wichtigsten werden. So werden die „Reste und Abfälle“ des vorherigen Zustandes verwendet, um eine neue Stufe zu erbauen. Auf diese Weise nutzen wir das Licht, um aus unseren Verlangen eine Stufe nach der anderen zu erbauen.

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Die sozialen Hierarchien der Vergangenheit gelten nicht mehr

Bis heute fand die Entwicklung der Menschheit innerhalb definierter Grenzen und klarer Hierarchien wie Religion statt. Ein Mensch wusste immer, was er mit seinem Leben anfangen wird, und wie er sich entwickeln würde. Wenn sein Vater ein Schmied war, würde er Schmied werden. War er im Schneiderei-Geschäft, musste er sich anziehen, wie sich ein Schneider anziehen sollte. Alles und jeder hatte verschiedene Rollen und Funktionen, und Leute akzeptierten diese Grenzen, weil sie ihre Beziehungen brauchten, um einer Hierarchie zu folgen.

Was sind die Vorteile einer Hierarchie? Angenommen, ich bin auf einer bestimmten Stufe. Daraus folgt, dass ich will, dass die Leute über mir so stark wie möglich sind, damit sie im Stande sind, mich vor denjenigen zu schützen, die unter mir sind und eine Gefahr für mich darstellen könnten. Außerdem, wer auch immer an der Spitze dieser Pyramide ist, muss gnadenlos und stark sein; er muss Angst und deshalb auch Liebe erwecken. Das Einzige, das höher sein kann als er, ist die Höhere Kraft, die ihn schützt.

Diese Pyramide bestand immer – bis zu unserer Generation. Leute haben sie immer geschützt, sich darin entwickelt und sie bewahren wollen. Diese Hierarchien, wo eine Person von einer anderen unterjocht wird, waren für die Menschen sehr wichtig. Zum Beispiel: Hauptmann, Leutnant, Unteroffizier, usw.

Aber heute liegt die Pyramide in Trümmern. Ehemalige Rollen gelten nicht mehr. Von jetzt an müssen wir weitergehen und ein neues System von Beziehungen bauen. Und die einzige Art, wie wir sie bauen können, ist durch das Studium der Kabbala.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Wo befindest Du Dich in der menschlichen Pyramide?
Blog-post: Aufstieg mit Lichtgeschwindigkeit
Blog-post: Wir werden uns entwickeln, um Macht über die ganze Natur zu erlangen
Baal HaSulam Artikel: „Frieden in der Welt“
Baal HaSulam Artikel: „Die zukünftige Generation“

Die einzige Chance in unserer Welt etwas zu verändern

Frage: Wenn wir lernen, wie man gibt, wird dann das gegenseitige Geben zwischen unseren Seelen in der spirituellen Welt, unsere materielle Welt beeinflussen?

Antwort: Natürlich. Unsere aktuelle unkorrigierte Haltung untereinander wecken Kräfte wie Neid und Hass in unserer Welt, weshalb unsere Welt auch so aussieht. Wenn wir beginnen die Kraft der Korrektur (die Kraft der Barmherzigkeit) von Oben zu nutzen, so ziehen wir auch positive Kräfte auf unsere Welt hinab, welche uns Gleichgewicht, Frieden, Einheit sowie Sicherheit und Ruhe bringen wird.

Wir können auf der Ebene dieser Welt nichts bewirken. Wir sehen, dass egal wie sehr wir es auch versuchen, etwas in dieser Welt zu verändern, nichts richtig wird. Die Leute denken, dass sie etwas in ihrem persönlichen Leben verändern könnten, weil sie da vorankommen. Aber global betrachtet sehen wir, dass niemand die Situation unter Kontrolle hat. Die jüngsten Krisen (einschließlich in den Bereichen Bildung, Kultur, Familie, Wirtschaft, Finanzen und Ökologie) machen uns bewusst, dass wir absolut nicht in der Lage sind, sich dem zu widersetzen.

All dies dient nur dem Zweck uns zu vereinigen, und uns immer wieder vor Augen zu führen, dass sich auf dieser physischen Ebene nichts korrigieren lässt. Unsere Welt ist nur ein Ergebnis der Einwirkungen der Höheren Kräfte. Deshalb müssen wir auf die Stufe dieser Kräfte aufsteigen und von dort aus ihre Auswirkung auf diese Welt verändern.

Wenn wir während unseres Studiums das Höhere Licht auf uns ziehen, wenn wir uns miteinander verbinden, dann werden wir ohne Zweifel sehr große Verbesserungen für diese Welt hervorrufen können. Dies ist unsere einzige Chance, diese Welt zu beeinflussen.

(aus dem dritten Teil des Morgenunterichts)

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Die Evolution geht noch weiter

Eine Frage die ich erhielt: Was ist der grundlegende Unterschied zwischen Menschen und anderen Lebewesen?

Meine Antwort: Im Gegensatz zu Tieren haben wir Menschen die Möglichkeit, eine Verbindung über unsere Körper hinaus zu erreichen. Dazu stehen mir zwei Kräfte oder Verlangen zur Verfügung: Ich fühle mich, mein „Selbst“ oder mein Leben und ich spüre ebenfalls das Bedürfnis, die Quelle meines Lebens, den Schöpfer, zu finden.

Im physiologischen Sinne unterscheiden wir uns von den Tieren in keinster Weise. Der Mensch stammt von der belebten Stufe. An einem gewissen Punkt in der Vergangenheit waren wir Affen und haben uns später zum „modernen Affen“ entwickelt. Alles geschah auf Grund der Entwicklung des Reshimots in uns. Für weitere Informationen dazu, siehe Talmud Eser Sefirot Teil 3.

Es gibt also keinen Unterschied zwischen Menschen und Tieren, mit Ausnahme der spirituellen Sehnsucht, die in uns hineingelegt wurde. Dieses Verlangen ist Teil des Schöpfers und befindet sich über und außerhalb unseres Lebens. Wenn dieses Verlangen in mir erwacht, dann werde ich erst ein Mensch, wohingegen ich in jeder anderen Hinsicht immer noch ein „Affe“ bin.

Zugegeben, es ist ein „Affe der besten Art“, einer, der mehr komplex ist der die menschliche Aufgabe besser ausführen kann: den Schöpfer durch sein Verlangen zu erreichen. Unsere Körper sind intelligenter und empfindlicher als die der Tiere. Doch alles, was ein Mensch in dieser Welt hat, das über und außerhalb der belebten Stufe ist, braucht er nur für eines: dafür, sich zu entwickeln und zu verstehen, wonach sich seine Seele sehnt.

Du hast einen Punkt der Spiritualität erhalten, der absolut keinen Bezug zu deinem Körper hat. Dieser Punkt bleibt auch, selbst wenn du alle anderen Teile des Körpers ersetzen würdest. Er würde weiter voranschreiten!

(Aus dem 2. Teil des täglichen Kabbala Unterrichts über den Ball HaSulam Artikel „Vorwort zum Buch ‚Mund eines Weisen‘“)

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