Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Fragen über den Pharao – unseren Egoismus (fortgeschritten)


Fragen, die ich zu Gefühlen wie Schwäche, Zweifelhaftigkeit und Unsicherheit auf dem spirituellen Weg erhielt.

Frage: Ich verstehe das einfach nicht: Warum muss ein Mensch sich selbst bekämpfen, um diesen fiktionalen „anderen“ Zustand zu erreichen? Und warum braucht er dies überhaupt?

Meine Antwort: Sie haben Recht: Wenn Sie keinen Punkt im Herzen haben, dann leben Sie ohne Sorgen weiter. Schließlich realisiert ein Mensch nur die Verlangen, die in ihm erwachen. Wenn der Punkt im Herzen eines Menschen erwacht ist, dann wird er von Verlangen angetrieben, den Schöpfer zu enthüllen, zu verstehen und zu fühlen und er muss dies erreichen.

Frage: Ich habe versucht zu verstehen, wie es überhaupt möglich ist, seine eigene Natur zu verändern, da ich immer mehr entdecke, wie egoistisch all meine Gedanken und Verlangen sind und nur noch egoistischer werden. Warum sollte ich also mich selbst mit dieser unnützen Arbeit zerstören, anstatt ein normales Leben zu führen?

Meine Antwort: Sie haben absolut Recht: Ein Mensch kann seine eigene Natur nicht verändern! Wenn er aber nichtsdestotrotz beharrlich zum Ziel strebt, dann wird diese Ausdauer ihm helfen und der Schöpfer wird ihm die Stärke, Ihn zu enthüllen geben (siehe „Einführung zu Talmut Esser HaSefirot“, Punkt 133, wo von Menschen die Rede ist, die den Berg empor steigen). Nur die Kraft der Enthüllung des Schöpfers kann einen Menschen aus dieser Welt herausziehen – heraus aus der Wahrnehmung „innerhalb des Menschen“. Und dann enthüllt ein Mensch eine ewige und perfekte Welt. Doch nochmals, nur das Licht, welches die Schöpfung erschuf, ist fähig dazu, dies zu verändern und zu Seiner Stufe zu erhöhen.

Frage: Wenn ein Mensch älter wird, wird er schwächer und braucht mehr Stärke. Doch woher wird er diese bekommen, wenn er nie eine Antwort vom Schöpfer bekommt?

Meine Antwort: Der gesamte Weg bis hinauf zur Enthüllung des Schöpfers, dem Machsom, besteht aus ständig anwachsenden Enttäuschungen. Es steht geschrieben, dass der Auszug aus Ägypten geschieht, indem dem Pharao (unserem Egoismus) Plagen geschickt werden. Diese Plagen werden immer schmerzlicher und führen dazu, dass wir uns immer desillusionierter hinsichtlich unserer Fähigkeit fühlen, das Ziel zu erreichen, aus dem Egoismus heraus zu kommen und die Wahrnehmung der Höheren Kraft, des Schöpfers, zu erreichen. Diese Plagen enthüllen unsere egoistische Natur (den Pharao) und wie sehr er uns innerlich beherrscht. Lesen Sie den Abschnitt in der Tora, wo der Schöpfer dem Menschen (Moses) ständig wiederholt: „Gehe zum Pharao, denn ich habe seine Herz verstockt.“ Dies bedeutet, dass der Schöpfer unseren Egoismus ständig zu dem Zwecke erhöht, dass wir enthüllen können, wie absolut böse dieser für uns ist und uns wünschen werden, davor wegzulaufen!

Frage: Manchmal scheint es, als hätte ich nicht genügend Zeit in diesem Leben übrig, das Ziel, die Enthüllung des Schöpfers, zu erreichen.

Meine Antwort: In diesem Falle gibt es, wie auf dem gesamten Weg, nur ein „kabbalistisches Prinzip“ zur Anwendung: „Schlage dem Versucher die Zähne aus“ (der Versucher, der dich ständig vom Weg abbringt) und bleibe unbeugsam im Fortschritt mit dem „Glauben über dem Verstand“, an Stelle des allgemeinen (regulären, tierischen) Menschenverstandes. Und suche in all diesem nach der Hilfe des Schöpfers, um dazu fähig zu sein, diesen beiden Prinzipien zu folgen.

Frage: Vielleicht ist es besser, eine „angenehme Lüge“ zu leben, wie die Leute, die das kaufen, was Berg verkauft – psychologische Unterstützung und eingebildetes, jedoch süßes Vertrauen darauf, dass morgen alles in Ordnung sein wird, dass alles gut sein wird und dass alles zum Besseren hin verändert werden kann. Dies hat einen psychologischen Affekt auf den Menschen, gibt ihm Stärke und hilft ihm zu überleben. Und man bekommt die positiven Resultate im Voraus!

Meine Antwort: Wer könnte diesen über Jahrhunderte bewährten Methoden widersprechen? Wenn ich könnte, würde ich rote Bändchen und heiliges Wasser selbst kaufen. Aber niemand lädt diese Menschen überhaupt zur Kabbala ein, die sich selbst mit diesen Methoden trösten können und die sich selbst davon überzeugen können, dass sie helfen. Doch während sie ihre Augen vor der Krankheit verschließen und Schmerzmittel nehmen, breitet sich die Krankheit immer weiter aus.

Und es gibt andere, denen diese Schmerzmittel nicht mehr helfen. Sie verstehen, dass dies eine Lüge ist. Diese Menschen suchen weiter, da ein Mensch nicht unerfüllt bleiben kann und dieser Zustand von Vergeblichkeit und Leere ist schlimmer als der Tod, da ihr spirituelles Verlangen bereits nach einer Erfüllung strebt. Und so suchen sie weiter. Und den Menschen, die in dieser Welt nichts mehr finden können, was sie erfüllen könnte, bietet die Kabbala die Antwort: Erfüllung kommt in dem Maße vom Höheren Licht, wie ein Mensch diesem ähnlich ist!

Frage: Es scheint immer noch unmöglich und unausführbar, dass jeder Mensch und alle Menschen zusammen fähig sein werden, danach zu verlangen, aus dem Egoismus freiwillig herauszukommen, anstelle von Plagen angetrieben zu werden, die schlimmer als der Tod selbst sind, wenn sogar der Tod wie die Erlösung vom Leid aussieht.

Meine Antwort: Der Schöpfer sagt, dass es einfach ist, aus der körperlichen Natur auszutreten und die Höhere Natur zu betreten, gesetzt den Fall, dass ein Mensch unablässig die Bedingungen des Schöpfers oder die präzisen und strikten Gesetze der Natur ausführt. Niemand hat die Stärke und das Verlangen, über diese Welt – über die eigene Natur – aufzusteigen. Diese Verlangen kann ein Mensch jedoch von der richtigen Umgebung (der weltweiten Bnei Baruch Gruppe) bekommen, indem er Kabbala gemäß den authentischen Quellen (den Büchern von Baal HaSulam) studiert. Und dann wird das Licht ihn erheben und es gibt tausende von Beispielen, um dies zu belegen. Es ist Ihre Wahl!

Verwandtes Material:
Blog-post: Warum bekommt ein Mensch Schläge?

Alle Kräfte stammen aus einer Quelle – negative und positive


Eine Frage, die ich erhielt: Im Buch Dvarim wird gesagt: „Und es gab keinen anderen Propheten in Israel wie Mose.“ Und der Midrash antwortet darauf: „Es gibt keine in Israel, aber er kann unter den Nationen der Welt gefunden werden. Wer also ist er? Er ist Bilam.“ Bedeutet dies, dass Bilam auf der gleichen Stufe wie Mose war? Wenn Bilam ein Prophet war, dann nahm er den Schöpfer wahr. Doch wie kann das sein, wenn Bilam der Inbegriff des Willens für sich selbst zu empfangen war? Er war so im Körperlichen gefangen, dass die Weisen sogar sagten, dass er bei seiner Eselin schlief – mit anderen Worten, er hatte keinerlei Verlangen zu geben. Wir sagen jedoch, dass man einen Schirm (Masach) – der das Verlangen zu schenken ist – erlangen muss, um den Schöpfer zu enthüllen. Wie konnte dann Bilam den Schöpfer enthüllen?

Meine Antwort: Wir sprechen über die Kräfte des Schöpfers, die von oben auf uns herabsteigen – eine positive Kraft, die rechte Kraft und eine negative Kraft, die linke Kraft. Klipot werden von der linken Kraft des Schöpfers hervorgerufen und sie sind eine entgegengesetzte Reflexion von Ihm. Aus diesem Grund kennt der Pharao den Schöpfer und selbst seine Mager/Magier (zoroastrische Priester) kennen Ihn. Sie sagen zum Beispiel: „Diese Sache liegt in den Händen Gottes“ usw.. Mit anderen Worten: wir haben es mit entgegengesetzten Kräften zu tun – positiven und negativen, die aus einer Quelle stammen und es ist unser Ziel, diese in uns auf die richtige Weise zu verbinden. Und indem wir sie in uns verbinden, erlangen wir die Form des Schöpfers.

Verwandtes Material:
Blog-post: Kain und Abel sind in jedem von uns!
Blog-post: Klipot und Reschimot (fortgeschritten)
Blog-post: Klipot (Schalen) – hilfreich und schädlich
Shamati Artikel 1: Es gibt nichts außer Ihm

Die virtuelle Gruppe ist Teil des gemeinsamen Klis


Drei Fragen, die ich über virtuelle Gruppen und das Weltkli erhielt

Frage: Bald werden wir – die virtuelle Gruppe – ein Freundestreffen (Yeshivat Haverim) abhalten, um uns mit dem gemeinsamen Kli zu vereinen. Was sollten wir als nächstes anstreben, als nächste Phase der Einheit zwischen unserer Gruppe und dem Weltkli?

Meine Antwort: Als nächste Phase der Einheit zwischen eurer Gruppe und dem Weltkli solltet ihr völlig in das gemeinsame Kli eingeschlossen werden. Auf diese Weise werdet Ihr vom gemeinsamen Kli das Bewusstsein erhalten, dass Ihr nicht in der Lage seid, das Ziel, den Schöpfer, zu erreichen. Indem ihr euch durch sie der Größe des Zieles bewusst werdet, erhaltet ihr außerdem eine solch starke Kraft, voranzuschreiten, dass ihr auch bei einem Absturz das Gefühl haben werdet, auf einem Kraftkissen (Arvut, gegenseitige Garantie) gelandet zu sein. Dies wird jedoch alles nur geschehen, wenn Ihr wirklich Teil der Gruppe werdet!

Frage: Wie kann das Prinzip von Arvut unter uns in der virtuellen Gruppe erreicht werden?

Meine Antwort: Der sicherste Weg dafür ist, dass Ihr Euch in das gemeinsame Kli einschliesst und von ihm während der gemeinsamen Verbreitung der Kabbala lernt. Mit dieser Aktion werdet Ihr auf jeden Fall eine Handlung des Gebens, der Liebe für euren Nächsten ausführen und folglich Or Makif (Umgebendes Licht) hervorrufen, das Licht der Höheren Stufe, nach welchem ihr strebt – und dieses wird beginnen, euch auf diese Stufe heraufzuziehen.

Frage: Wie kann ich an alle Freunde gleichzeitig denken? Immerhin kann ich mich doch nur auf eine Sache auf einmal konzentrieren, aber es gibt Millionen von Freunden in der ganzen Welt und noch dazu kenne ich die meisten gar nicht.

Meine Antwort: Sie sollten an die gesamte Gruppe denken, an die Millionen Menschen, an die Einheit und das gemeinsame Ziel, darüber, wieviele Menschen danach streben und wie der Schöpfer – der für jeden Eins ist – uns lenkt. Anstelle sich Personen und Körper vorzustellen, sollten Sie sich die Verlangen, sich gemeinsam und mit dem Schöpfer zu vereinen, vergegenwärtigen. Stellen Sie sich vor, wie diese Verlangen trotz Entfernung und Menge vereint sind. Dann werden Sie nach und nach dieses gemeinsame Verlangen oder diese Kraft immer stärker empfinden. Und das wird dann Ihr Kli. Das kommt daher, da ein Mensch innerhalb seiner eigenen Seele nur die anfängliche Inspiration in Richtung Schöpfer empfängt und den Rest der Erfüllung innerhalb der Seelen oder Wünsche seiner „Freunde“, die er sich durch Liebe nach dem Motto „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ hinzufügt. Dies zeigt sich als Bedingung dafür, das innere Gefäß zu schaffen, um das Licht der Unendlichkeit zu empfangen.

Die virtuelle Gruppe war gestern Gastgeber des Yeshivat Haverim auf Kabbalah TV, 18 Uhr und wurde auf kabbalahmedia.info archiviert.

Verwandtes Material:
Baal HaSulam Artikel: Der Zweck der Erschaffung einer Gruppe
Baal HaSulam Artikel: Die Wichtigkeit der Gruppe
Baal HaSulam Artikel: Das Ziel der Gruppe
Baal HaSulam Artikel: Über die Wichtigkeit von Freunden
Artikel: Gemeinsames Lernen und Unterstützung einer virtuellen Gruppe

Glaube über dem Verstand – vor und nach dem Machsom


Zwei Fragen, die ich zu dem Thema „Glaube über dem Verstand“ erhalten habe

Frage: Ein Mensch, der Kabbala studiert, arbeitet vor dem Machsom (Barriere) mit dem Glauben über dem Verstand. Wie verändert sich diese Absicht, nachdem sich der Mensch einen Schirm angeeignet hat? Und braucht er diesen überhaupt, wenn er einmal anfängt den Schöpfer zu empfinden?

Meine Antwort: Erst nach dem Machsom ist ein Mensch fähig, mit dem Glauben über dem Verstand zu arbeiten. Vor dem Machsom strebt er nur danach, jedoch kann er davor nicht auf solche Weise handeln. Dies liegt daran, dass der Glaube die Eigenschaft des Gebens ist, die ein Mensch sich über dem Machsom aneignet, über dem Egoismus (Wissen, Empfangen). „Glaube über dem Verstand“ = „Beschenken über Empfangen“.

Frage: Wenn ein Mensch ein bestimmtes spirituelles Niveau erreicht und er sich wünscht, noch höher aufzusteigen, zu noch größerer Gleichheit der Form mit der Eigenschaft des Gebens und wenn er auf dem Weg des Glaubens über dem Verstand ist, benutzt er dann die vorige Stufe in seinen Handlungen oder lehnt er diese ebenfalls ab?

Meine Antwort: Er betrachtet die vorige Stufe, im Vergleich mit der nächsten Stufe, als abgeschlossen und als egoistisch. Und dies geschieht jedes Mal. Die Höhere Stufe wird „der Schöpfer“ genannt und dies verändert sich jedes Mal. Heute erreicht ein Mensch den Schöpfer von gestern und erarbeitet sich einen neuen Schöpfer, den er morgen erreichen wird.

Verwandtes Material:
Michael Laitman Artikel: Die Notwendigkeit, Kabbala zu Lernen
Leben aus der Kabbala, Kapitel 5: Der Zweck des Studiums der Kabbala

Freuen Sie sich über die Abstiege!


Fragen, die ich erhielt über die Abstiege auf dem spirituellen Weg

Frage: „Es gibt keinen rechtschaffenen Menschen, der nicht sündigte.“ Was geschieht zwischen den Stufen, wenn sich ein Mensch in einem Abstieg befindet und alles, was er erreicht hatte – das Licht und den Schöpfer – in die Klipot fallen? Wie kann ein Mensch mit diesem schweren Gefühl leben?

Meine Antwort: Wie Baal HaSulam im Buch Pri Chacham (Briefe) schreibt, muss ein Mensch über einen Abstieg froh sein, da dies die Enthüllung seiner unkorrigierten Eigenschaften ist. Und wenn das Böse in einem Menschen enthüllt wird, bedeutet das, dass er bereits die Stärke, das Verständnis und die Fähigkeit hat, solche Eigenschaften zu korrigieren und über diese zur nächsten Stufe aufsteigen kann. Deshalb gibt es keinen Grund, sich schlecht zu fühlen, selbst während dem größten Abstieg nicht! Die größte Strafe ist es für einen Menschen, vom Schöpfer in seinen Gedanken und Wahrnehmungen getrennt zu sein.

Frage: Wie kann ich auf dem spirituellen Weg den Zustand überwinden, in dem ich einen Mangel an Energie verspüre? Ein Mensch weiß, was seine Aufgabe in der Welt ist und er versucht, alles was geschieht mit dem Schöpfer zu verbinden, doch hat er immer noch keine Energie, irgend etwas zu tun, er kommt mit der körperlichen Welt nicht zurecht, er kann einfach überhaupt nichts tun und würde am liebsten versuchen zu verschwinden und überhaupt nichts zu fühlen…

Meine Antwort: Es gibt viele Zustände wie diesen und sie sind sehr unterschiedlich. Es liegt in unserer Macht, die Geschwindigkeit zu erhöhen, mit welcher wir durch diese Zustände hindurch gehen, doch ist es unmöglich, diese auszulöschen und Sie sollten niemals denken, dass diese unnötig wären. Diese Zustände befinden sich alle in Ihnen und müssen sich manifestieren und Sie müssen deren Offenbarung rechtfertigen und darüber aufsteigen. Wie? Sie sollten realisieren, das alles was Sie wahrnehmen vom Schöpfer kommt, da „es nichts außer Ihm gibt“. Alles geschieht zu Ihrem Wohle, da „Der Schöpfer gut ist und Gutes tut.“ Der beste Weg, dies praktisch, korrekt und schnell in sich aufzunehmen, ist, einer Gruppe beizutreten und zu verbreiten.

Frage: Ich habe verschiedene Probleme und ich weiß nicht, ob diese eine psychologische Ursache haben oder eine Konsequenz des Kabbalastudiums sind. Was würden Sie mir raten?

Meine Antwort: Wenn Menschen psychologische Probleme (Geisteskrankheiten) haben, dann dürfen diese normaler Weise nicht Kabbala studieren oder nur unter der Aufsicht eines Arztes und einer speziellen Einstellung von uns studieren. Wenn Sie jedoch mental gesund sind, dann ist die einzige Sache, die Ihnen helfen kann, die Verstärkung Ihrer Studien. Dies liegt daran, dass jedem Aufstieg ein Abstieg voraus geht und sie den Abstieg nicht auslassen sollten, sondern durch eben diesen aufsteigen sollten, mit einer Anstrengung, indem Sie die Größe des Ziels erheben und durch die Gewissheit, dass das Licht des Studiums sie erheben wird.

 

Was ist das Höhere Licht?


Ich erhielt folgende Frage: Sie sagen, dass die Kabbala eine Wissenschaft ist. Das ist klar. Die beiden Kräfte der Natur, Geben und Empfangen. Alles in der Natur ist nichts als Geben und der Mensch ist das einzige Element in der Natur, das die Balance stört. Er schafft ein Ungleichgewicht und das ist der Grund warum wir leiden.

Alles ist gut, bis wir an diesen Punkt gelangen. Aber wenn wir letztendlich an diesem Punkt angekommen sind, an dem wir die Balance wieder herstellen wollen, sagen Sie: Or Makif. Hmmm… Ein Licht kommt aus dem Nichts und korrigiert mich. Und was mich am meisten verwirrt ist, dass dieses Licht aus einem Buch kommt. Können Sie mir bitte auf eine praktische und klare Weise erklären oder definieren, was „Licht“ ist? Ich dachte, die Kabbala ist eine Wissenschaft über Kräfte, Natur, Verlangen etc. Nach meiner Auffassung ist das Höhere Licht kein wissenschaftlicher Ausdruck und bezieht sich direkt auf etwas Esoterisches. Vielleicht können Sie diese Vorstellung vernünftiger und verständlicher machen? Was ist diese Kraft, die uns korrigiert? Ist es die Kraft des Gebens? Warum wird es dann Or Makif genannt? Wie kann dieses Licht fähig sein, auf unserem Weg der Entwicklung zu helfen, das Leiden aufzuhalten? Ist es auf irgendeine Art mit dem körperlichen Licht verbunden?

Meine Antwort: Wenn ich Sie wäre, mit Ihrer Liebe zur Wissenschaft, würde ich „Einführung in die Weisheit der Kabbala“ (Pticha) studieren oder ich würde sogar anfangen, Talmud Eser Sefirot zu studieren! Diese Texte erklären einige spirituelle Vorstellungen in einer wissenschaftlichen Sprache: 1. Verlangen, 2. Korrektur der Ausrichtung von „zum eigenen Wohle“ zu „zum Wohle des Schöpfers“, 3. Erfüllung durch das Licht, Genuß, der Schöpfer, im Maße der korrigierten Ausrichtung. Es gibt nichts anderes in der Kabbala.

Or Makif ist eine Kraft, die uns aus einer korrigierteren Stufe her beeinflusst, deren Richtung wir anstreben. Es beantwortet Ihr Streben auf folgende Weise: es zieht Sie im selben Maße zu einer höheren altruistischen Stufe, indem Sie danach streben. Das ist eine Wechselwirkung von zwei Vektoren des Verlangens. Den selben gegenseitigen Einfluss von Kräften gibt es auch in unserer Welt, wenn ein Mensch nach irgendetwas Neuem strebt. Der Unterschied ist, wenn es zum spirituellen Streben kommt, wird diese Kraft, die Sie zu einer neuen Stufe zieht, als Licht bezeichnet, weil es Sie durch seinen Einfluss auf Sie nicht nur zieht, sondern Sie auch verändert, Sie zu der neuen Stufe werden lässt, eine die spirituell und altruistisch ist. Der Unterschied zwischen dieser Kraft von Licht und der die Sie in Richtung einer neuen Stufe in unserer Welt zieht ist, dass die Kraft in unserer Welt Sie nicht verändern muss, um Sie irgendwo hin zu ziehen. Prüfen Sie das für sich selbst, um alle Zweifel zu beseitigen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Physik des Höheren Lichtes
Blog-post: Wird der Schöpfer den Schöpfungsakt nochmal wiederholen?
Blog-post: Die Irrationalität der Kabbala

Nach vorne und aufwärts!


Eine Frage die ich erhielt: Ich habe seit mehreren Jahren in einer Gruppe studiert. Kürzlich habe ich bemerkt, dass ich Kabbala nicht studieren will. Empfinde ich so, weil mein Egoismus wächst? Ich fühle keinen Wunsch, mich zu korrigieren oder Ihm ähnlich zu werden. Statt dessen habe ich einen neuen Wunsch, den ich nicht verstehe. Warum geschieht mir so? Zu welchem Zweck ?

Außerdem kann ich das Gefühl nicht abschütteln, dass dieser Wunsch nicht der meine ist, als ob er von außen zu mir kam. Ich weiß nicht, was ich damit tun soll und je mehr ich versuche, diesen Wunsch zu ignorieren, desto größer wird er.

Meine Antwort: Eine Person sollte nichts vorzeitig über ihre spirituelle Entwicklung entscheiden, weil sie keine Ahnung hat, wie sie sich entwickeln und durch welche Stadien sie gehen muss.

Deshalb sollte sie sich bemühen, fortanzuschreiten und all das zu begrüßen, das sich an und in ihr offenbart, so wie es auf ihrem Entwicklungspfad notwendig ist. Einem Aufstieg geht immer ein Zustand der Verwirrung, des mangelnden Verständnisses voraus – und dann kommt Klarheit, eine neue Bewusstwerdung.

Vielleicht sind Sie bereits in solch einem Zustand, da ich Ihnen diese Antwort schreibe. Oder Sie haben ihn vielleicht bereits durchgemacht und suchen wieder, sich schwach und verwirrt fühlend – und wenden sich einem neuen Aufstieg zu?

bb