Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Verschiedene Seelenstufen

Bemerkung: Es gibt verschiedene Seelen, d.h. solche, die vom Schöpfer erweckt werden und andere erwecken müssen und solche die durch uns erweckt werden müssen. Ich glaube, dass diese Gruppe mit denen übereinstimmt, die zu Abraham ins alte Babylon kamen und dann zum Volk Israel wurden.

Antwort: Am Besten befasst man sich nicht damit man wird es sowieso nicht verstehen. Man erfasst nicht diese Seelen auf der Stufe, auf der sie waren. Es ist sinnlos, irgendetwas zu vermuten, man wird sich nur mit völlig falschen Schlussfolgerungen verwirren.

Es hat nichts mit diesen Seelen zu tun. Sie haben ihre Arbeit erfüllt und setzen ihre Korrektur auf anderen Stufen fort. Die Seelen befinden sich auf allen Stufen der spirituellen Welt, aber nur die, die noch nicht zur Korrektur gekommen sind bleiben in unserer Welt.

Einst waren wir alle Teile der gemeinsamen Seele von Adam, dann fielen wir auf die Stufe unserer Welt, heute beginnen wir unseren Aufstieg. Wir sind nicht mit den Seelen aus der Zeit von Abraham zu verwechseln, auch nicht mit anderen. Eines Tages wird sich dies in der praktischen Arbeit offenbaren, nicht durch eure Erfindungen.

Wenn man eine Anregung von oben erhält, muss man wissen, was man damit tun soll: sich miteinander verbinden, das höhere Licht anziehen, usw. Je mehr man sich einander annähert, desto aktiver werden sich neue Eigenschaften offenbaren.

In diesen Eigenschaften beginnt man neue Zustände zu begreifen, bis hin zu jenen höheren Zuständen, in denen sich die Seelen von Abraham, Terax und so weiter, befanden oder befinden. Dies sind sehr hohe Stufen.

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Aus dem Unterricht über „Bürgschaft“

Spiritueller Shabbat

Das innere Verständnis eines Kabbalisten von Shabbat unterscheidet sich vom religiösen Verständnis des Judentums. Dieses beruht auf der materialistischen Erfüllung der Gebote. Die Verpflichtungen, die religiöse Juden Tag für Tag einhalten, sind laut Kabbala materieller Abdruck spiritueller Handlungen. Die Kabbala empfiehlt, diese spirituell zu befolgen.

Die Kabbala lehrt uns gerade nicht, physische Handlungen in dieser materiellen Welt auszuführen, und sie empfiehlt auch nicht, an Samstagen zu sitzen und nichts zu tun. Vielmehr lehrt uns die Kabbala, unser Ego während der sechs Wochentage zu korrigieren, d. h. uns mit anderen zu verbinden. Wenn wir eine klare Verbindung mit anderen herstellen, werden wir erkennen, dass wir aus eigener Kraft nicht in der Lage sind, uns am siebten Tag mit ihnen zu verbinden.

Dies ist nur möglich, wenn wir nach einem System handeln, das uns die Möglichkeit gibt, alle zerbrochenen Teile der gemeinsamen Seele in rechter Weise zu sammeln während der ersten sechs Tage. Die Folge ist, dass wir dann am siebten Tag die Teile der gemeinsamen Seele unter dem Einfluss der höheren Kraft wieder zusammenfügen und dem Licht, das die Seele einst zerbrochen hat, erlauben, sie wieder zu verbinden.

Was erreichen wir, wenn wir so handeln? Wenn wir sechs Tage lang arbeiten, fangen wir an zu verstehen, wie genau diese Teile zusammengefügt werden können. Wir achten darauf, ob die Menschen zusammenpassen, wie sie sich gegenseitig beeinflussen, einander helfen, sich annullieren, sich dann über ihren Egoismus hinweg verbinden.

Doch es bleibt nur ein Versuch! Wir Menschen sind aus uns heraus nicht in der Lage, irgendetwas aus eigener Kraft zu tun. 

Alle Versuche sind zum Scheitern verurteilt, weil uns Menschen die Kraft fehlt, die Dinge zu verändern. Unser Wille ist nur darauf ausgerichtet zu empfangen. Wenn wir jedoch in rechter Weise an uns arbeiten, werden wir allmählich das höhere Licht auf uns ziehen. Am Ende unserer Arbeit wird das Licht einwirken und das System vervollständigen.

Wenn wir allerdings so weitermachen wie bisher und all dies vernachlässigen, werden wir nicht die richtige Verbindung mit dem Licht erlangen. Denn genau das war der Sinn des Zerbruchs der Seele, damit wir nun das zerbrochene “Gefäß” zu einem neuen Ganzen zusammenfügen können. Das Zerbrechen diente dazu, die Eigenschaften des Lichts zu verstehen, uns mit ihm zu verbinden, um auf seine Ebene aufzusteigen. Das ist der Zweck der Schöpfung, der Grund für alles, was mit uns und im gesamten Universum geschieht.

Deshalb ist der siebte Tag der Woche der Grundstein und wird „Shabbat” genannt- “Shabbat“ , vom hebräischen Wort „shvitah“, was „Befreiung von der Arbeit“ bedeutet.  Wir lassen das Licht für uns arbeiten und sind darin eingeschlossen. Bei den sechs Tagen handelt es sich nicht um tatsächliche Tage, sondern es geht um Handlungen, die  beispielsweise fünfzehn Minuten oder zwei Monate dauern können. 

Jede siebte Stufe sollte darin bestehen, dass wir zusätzlich zu unseren Bemühungen auf die Wirkung des Lichts schauen, um seine Eigenschaften zu verstehen. Das bedeutet, dass die Eigenschaften des Lichts auf das System der gegenseitigen Verbindung einwirken, das wir geschaffen haben. Wir steigen die nächste Stufe hinauf und erlangen die Eigenschaften des Lichts in dem Maße, wie wir uns während der sechs Wochentage bemüht haben.

Auf diese Weise arbeiten wir Woche für Woche, bis wir die vollständige Vereinigung aller zerbrochenen Teile zu einer einzigen vereinten Seele erreichen und das Licht erlangen, das innerhalb des Systems wirkt – dies System wird auch  Schöpfer genannt, die ursprüngliche Kraft, die das gesamte Universum erschaffen hat. Dies ist unsere Arbeit, unser Ziel, unser Fortschritt.

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Aus der Fernsehsendung „Geheimnisse des Ewigen Buches“ 

Unterschiedliche Frequenzen

Frage:  Mir ist aufgefallen, dass wir dieselbe Sprache sprechen, aber wenn Sie etwas erklären, steckt eine ganz andere Stufe hinter diesen Worten. Das heißt, Ihre Erklärung entspricht nicht meinem Verständnis. Es gibt ein Hindernis: Sie versuchen zu erklären, ich versuche zu verstehen.

Ich möchte erkennen, warum wir solche Unterschiede in der Wahrnehmung haben?

Antwort: Wir arbeiten auf unterschiedlichen Frequenzen. Ich benutze andere Definitionen. Darüber muss man nicht sprechen, Ansprüche stellen oder  darunter leiden.

Auf deinem Niveau wirst du mich nicht verstehen, so wie ein Baby seine Eltern nicht versteht. Und wenn schon? Das Kind wird erwachsen werden und dann wird es verstehen. Es wird versuchen zu begreifen, was sie ihm entsprechend seiner Stufe vermitteln. Das ist genug!

Es gibt nichts zu tun. Ich leide nicht darunter, dass viele Menschen nicht verstehen, was ich vermitteln will. Jeder hat sein eigenes Ziel, seinen eigenen roten Faden, so wird es jeder zu seiner Zeit verstehen. Ich lehre und vermittle Allgemeinbildung. Dann sucht und entwickelt sich der Mensch, nach den Besonderheiten seiner Seele.

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Aus dem Gespräch „Mein Telefon klingelte. Eine Wort – eine Million Bedeutungen.“

Durch Hingabe zu einer neuen Stufe gelangen

Die Anstrengungen, die der Mensch macht, sind nur eine Vorbereitung, um zur Hingabe zu gelangen. Daher sollte er sich zunehmend an die Hingabe gewöhnen, denn ohne Hingabe kann man keine Stufe erlangen. Sie ist das einzige Hilfsmittel, das den Menschen befähigt, jeder Stufe würdig zu werden. (Baal HaSulam, Shamati 208. die Anstrengung)

Frage: Was bedeutet es, sich um einer neuen Stufe willen zu verlieren, d.h. sich zu opfern, ohne den Zustand zu kennen, in den man sich begibt?

Antwort: Es bedeutet, unseren Egoismus zu verlieren, ihn nicht mehr zu spüren. Ohne diesem können wir nicht auf die nächste Stufe aufsteigen. Wir müssen bereit sein, unser Ego zu opfern.

Frage: Opfern wir unsere Eigenschaften oder einige Schichten des Verlangens zu empfangen?

Antwort: Im Prinzip opfern wir nichts. Wir stimmen zu, dass das höhere Licht unseren Egoismus Schritt für Schritt annulliert. Vor jedem neuen Zustand, der vom Schöpfer durch unsere Freunde zu uns kommt, müssen wir uns selbst annullieren und bereit sein, uns gegenseitig in allem zu helfen.

Wir müssen uns ständig in diese Richtung bewegen, um dem Schöpfer näher zu kommen, um unseren Zustand so zu verändern, dass wir mit Ihm verschmelzen. Die Hauptsache ist, nicht stehen zu bleiben und vorwärts zu gehen. Wir alle haben eine gute Zukunft vor uns.

Frage: Wie kann man eine neue Stufe effektiv aufbauen, so dass sie von Liebe und Geben geprägt ist?

Antwort: Um dies zu tun, muss man einfach lieben.

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Aus einer Lektion über einen Artikel aus dem Buch „Shamati“, 18.02.2024

Die Welt ist wunderschön!

Frage: Der König hatte einen treuen Freund, sie verbrachten die meiste Zeit zusammen. Und egal was passierte, der Freund sagte immer: „Das ist gut.“

Eines Tages gingen sie auf die Jagd. Dem König explodierte das Gewehr, dabei wurde sein Finger abgerissen. Der Freund sagte: „Das ist gut!“. Der König wurde wütend und sperrte ihn für viele Jahre ins Gefängnis.

Es verging einige Zeit, der König reiste weit von zu Hause weg. Seine Karawane wurde von Kannibalen angegriffen. Die Kannibalen aßen alle außer dem König auf. Sie hatten den Aberglauben, niemals Menschen mit körperlichen Mängeln zu essen.

Als der König nach Hause kam, lief er als Erstes ins Gefängnis und bat seinen Freund um Verzeihung. Der Freund rief aus: „Aber es ist gut, dass du mich ins Gefängnis gesteckt hast!“. „Warum?“ „Ich wäre sonst bei dir auf dieser Reise gewesen“. Das bedeutet, auch er wäre von den Kannibalen gegessen worden.

Frage: Kann man über alles, absolut alles, sagen, dass es gut ist?

Antwort: Absolut richtig! In unserer Welt stimmt das in allen Fällen.

Erwiderung: In unserer Welt ist das fast unmöglich zu behaupten, aber Sie sagen, dass das in allen Fällen stimmt.

Antwort: Richtig. Alles führt zum Besten.

Frage: Sagen Sie, wie kann man das lernen? Eine Frage für alle. Wie kann man das in unserer Welt lernen, in der alle das Gegenteil behaupten, nämlich dass alles zum Schlechten führt: Kriege, Leiden, der Tod von Angehörigen?

Antwort: Wenn wir alles, was vom Schöpfer kommt, akzeptieren, dann müssen wir sagen, dass alles zum Besten ist und alles auf Besserung hinarbeitet. Tatsächlich wird die Welt nicht schlechter, sondern besser.

Erwiderung: Also gibt es hier nur eine Tür, die geöffnet werden muss – das wir glauben, dass alles vom Schöpfer kommt. Wir müssen es spüren oder erkennen, dann wird alles gut.

Antwort: Ja.

Frage: Erklären Sie, wie man das erreichen kann. Kann man das durch mechanische Wiederholung, durch Übungen lernen? Wie erreicht man es, dass es niemanden außer Ihm gibt, dass alles von Ihm kommt?

Antwort: Es gibt nur eine Kraft, die alles lenkt und uns dazu bringen will, auf ihre Stufe zu steigen.

Frage: Sie wissen doch, es gibt Theorien, dass der Schöpfer die Welt verlassen hat, uns zurückgelassen hat, dass Er nicht gut ist und so weiter. Es gibt solche Versionen. Warum sollte ich zu der Interpretation kommen, dass das gut ist und alles gut ist, was von Ihm kommt?

Antwort: Die Kabbalisten sagen es. Ich akzeptiere ihre Meinung ohne Zweifel. Ich entdecke allmählich, dass es wirklich so ist.

Frage: Sie sagen, dass wir uns an diese Meinung klammern und an die Kabbalisten festhalten müssen, egal was passiert? Wird das auch als „Glaube über den Verstand“ bezeichnet?

Antwort: Ja.

Frage: Mir geht es schlecht, aber ich halte daran fest und glaube, dass alles zum Besten ist.

Sagen Sie, warum ist das alles vor uns verborgen? Warum kann man einem Menschen nicht in einem bestimmten Moment einen kleinen Hinweis geben, wie man sich öffnen und sich für einen Moment dem Schöpfer hingeben kann?.

Antwort: Nein! Das wäre völlig falsch!

Frage: Auch wenn man es nur ein bisschen öffnet?

Antwort: Es gäbe keinen Halt, denn es wäre dann alles bekannt, das Spiel wäre verloren.

Erwiderung: Es eröffnen sich also solche verrückten Freuden…

Antwort: Nicht nur Freuden – die Wahrheit offenbart sich.

Frage: Man versteht, dass das die Wahrheit ist?

Antwort: Ja. Danach gibt es keine Zweifel mehr und keinen Grund zu leben, es gibt keine Rechtfertigungen für irgendetwas. Dann erklärt sich: Gut -Böse, Verbrechen – Strafe und so weiter.

Frage: Man braucht also Zweifel und Erfahrungen? Benötigt man Höhen und Tiefen?

Antwort: Unbedingt!

Frage: Braucht man Böses, Gutes, Wahrheit, Unwahrheit, all das?

Antwort: Dazwischen lebt der Mensch in Verwirrung.

Erwiderung: Das ist schön, aber nicht einfach.

Antwort: Das ist das Leben. In der Welt gibt es nichts Schlechtes. So wie es gestaltet ist, ist es wunderschön!

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Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Michael Laitman“, 04.01.2024.

Worin besteht die Größe des Schöpfers?

Frage: Alles kommt vom Schöpfer das ist klar, es ist ein Gesetz: Er hat das Universum erschaffen und lenkt es. Aber worin besteht die Größe des Schöpfers?

Antwort: Die Größe des Schöpfers besteht darin, dass Er sich in allen Situationen klein macht und sich uns von einem, in unseren Augen, niedrigen, unbedeutenden, bescheidenen Zustand offenbart, damit wir Ihn in unserer Vorstellung und unseren Gedanken auf die höchste Stufe erheben können.

Je weiter wir vorankommen, desto mehr sehen wir, wie unbedeutend Er uns erscheint. So vergessen und vernachlässigen wir Ihn.

Das Wichtigste für uns ist, Ihn auf die höchste Stufe zu stellen, auf der Er wirklich ist und die wir zu sehen vermögen.

Frage: Wenn wir uns der Größe des Schöpfers bewusst sind, können wir Ihn dann auf nicht egoistischer Weise lieben?

Antwort: Ja, das können wir. Nur die Größe des Schöpfers, die wir erreichen wollen, wird uns auf die höchste Stufe heben. Wie es heißt: Aus dem Schmutz wird er den Armen erheben. Das heißt, Er wird uns von der niedrigsten Stufe erheben können.

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Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Shamati“, 15.12.2023

Hinter jedem Freund steht der Schöpfer

Frage: Was sind die praktischen Schritte, um den persönlichen Abstieg in einen Aufstieg für den gesamten Zehner zu verwandeln?

Antwort: Es ist notwendig, die persönlichen Abstiege mit den gemeinsamen Abstiegen und Aufstiegen zu verbinden. Wenn ich in der Lage bin, mich an den Schöpfer zu wenden und Ihn zu bitten, mich von einem persönlichen Abstieg auf eine höhere Stufe zu erheben und Er dies erfüllt, dann werde ich auf dieser höheren Stufe gestärkt und beginne, um des Schöpfers willen zu empfangen.

Frage: Was geschieht, wenn man kein Gefühl für den Schöpfer hat, sondern nur ein Gefühl für die Freunde?

Antwort: Ihr müsst so lange daran arbeiten, bis ihr beginnt, den Schöpfer zu fühlen. Fangt an, euren Freunden zu geben, sie zu beeinflussen und dann werdet ihr sehen, dass der Schöpfer hinter ihnen steht.

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Aus dem Unterricht nach dem Text von Rabash, 06.11.2023

Fragen zur spirituellen Arbeit – 13

Frage: In Shamati 115 schreibt Baal HaSulam: „Da er mit der Gesellschaft mitfühlt und mit ihr leidet, kann er sich an den Wohltaten der Gesellschaft erfreuen. Wie können wir richtig damit arbeiten, um sich an den Wohltaten der Gesellschaft zu erfreuen?

Antwort: Wenn ein Mensch versucht, seine ganze Kraft darin zu investieren, mit den Freunden als eine Einheit zusammen zu sein, dann empfindet er alles, was ihm widerfährt, als einen richtigen Fortschritt.

Frage: Können wir die spirituellen Leiden der Welt fühlen und versuchen, sie zu füllen?

Antwort: Nein: Wir fühlen entweder nur unser eigenes spirituelles Leiden oder das Leiden der Menschen, mit denen wir verbunden sind oder das Leiden des Schöpfers- dies wird als das Leiden der Shechina bezeichnet.

Frage: Kann ein Mensch den tierischen Selbsterhaltungs- und Fortpflanzungstrieb unterdrücken, um dem Schöpfer und den Freunden zu dienen?

Antwort: Er ist dazu nicht verpflichtet, keineswegs.

Frage: Was bedeutet es, einen Freund auf die Stufe des Schöpfers zu erheben?

Antwort: Ihn für dich genauso wichtig zu machen wie den Schöpfer.

Frage: Welcher Egoismus ist schlimmer und zerstörerischer: der tierische oder der spirituelle?

Antwort: Der Spirituelle. Er ist der härteste, schwierigste und schädlichste Egoismus.

Frage: Ist es möglich, sich mit den Gefühlen eines Freundes zu identifizieren und mit seinen inneren Gefühlen zu verschmelzen?

Antwort: Ja. Du wirst seine Gefühle spüren und dein Freund wird deine spüren.

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Aus dem Unterricht „Die Gefühle des Nächsten wahrnehmen“,

Fragen zur spirituellen Arbeit – 1

Frage: Während unserer Entwicklung offenbart uns der Schöpfer neue Anteile des Bösen. Wenn sich das Böse in einer Gruppe zyklisch manifestiert, wie die vorherigen Stufen, wie können wir dann richtig in eine neue Stufe aufsteigen und diesen Kreis durchbrechen?

Antwort: Ständig das gleiche Ziel verfolgen: man muss sich über seinen Egoismus erheben und in Richtung Wohlwollen gegenüber meinen Freunden in der Gruppe handeln.

Frage: Wenn der Mensch kein Gebet für die Korrektur seiner Natur erhebt, ist es dann der Schöpfer, der ihn nicht mit einem Dialog mit sich würdigt oder ist es die Faulheit des Menschen?

Antwort: Der Schöpfer wartet, bis der Mensch die notwendigen Eigenschaften entwickelt, die ihn von innen heraus unter Druck setzten und dazu bringen, sich Ihm zu nähern.

Frage: Angenommen, ein Freund nimmt am Unterricht teil, bemüht sich maximal nach außen hin, kommt zu den Treffen, weiß aber nicht, was er sonst noch hinzufügen kann, um dem Zehner mehr Nutzen zu bringen. Welchen Rat könnten Sie ihm geben?

Antwort: Nichts. Er muss Artikel darüber lesen, davon gibt es genug. Im Grunde sollte er seinem Zehner dienen mit Leib und Seele dabei sein.

Frage: Wie findet man heraus, wann man sich annullieren und wann man sich klein machen sollte?

Antwort: Idealerweise sollten wir immer den Egoismus aufgeben und stets die Wünsche der anderen statt unserer eigenen berücksichtigen.

Frage: Sollten wir eine solche Linie einhalten, uns ständig klein machen und annullieren?

Antwort: Keine Sorge, noch macht ihr euch weder klein, noch annulliert ihr euch. Wenn man die anderen über sich stellt, beginnt man den Unterschied zwischen sich und der spirituellen Welt zu spüren.

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Aus dem Unterricht zum Thema „Die Belohnung entspricht den Leiden“, 24.07.2023

Eine Reise durch die Zeit

Frage: Was ist Erinnerung?

Antwort: Erinnerung sind vergangene Zustände, die ich abrufen und als gegenwärtig erleben kann. So etwas wie Erinnerung gibt es eigentlich nicht. Es ist nur so, dass alle meine Zustände in mir als vergangene „Parzufim“ gespeichert sind und ich von einem Zustand zum anderen wechseln kann. Ich kann zwischen ihnen wie in der Zeit reisen. Im Spirituellen ist das absolut real.

Frage: Was ist die Bedeutung dieser Zeitreise? Welchen Nutzen hätte sie?

Antwort: Keinen, sehr wenig. In der Regel sollte man nach vorne schauen und nicht zurückblicken.

Frage: Ist es möglich, in der Zeit vorwärts zu reisen?

Antwort: Nein, denn dazu muss man zu zukünftigen Zuständen aufsteigen, sie erlangen. Wir können nur nach der nächsten Stufe streben, mehr nicht. Man kann nicht sehen, was vor uns liegt, da diese Zustände noch nicht verwirklicht sind. Das ist alles nur Physik, hier gibt es keine Mystik.

Es gibt Menschen, die die Zukunft in unserer Welt wahrnehmen. Dafür gibt es berühmte Beispiele: Wolf Messing, Vanga, Nostradamus. Sie benötigten keine spirituellen Erkenntnisse. Sie wussten nichts über die spirituelle Welt, sie gingen einfach von ihren Empfindungen aus.

Wolf Messing sagte, er wisse selbst nicht, woher er solche Fähigkeiten habe. Er falle plötzlich in Zustände, in denen er die Zukunft, die Gegenwart oder die Vergangenheit fühle, da sie alle existierten.

Wenn wir über die Spiritualität sprechen, gibt es dort bereits einen freien Willen. Zukünftige spirituelle Zustände können also im Prinzip gesehen werden. Das hängt davon ab, wie man sich ihnen nähert: entweder durch Leiden oder durch Licht, durch unsere Bemühungen – das ist nicht bekannt, es hängt von uns ab. Darin liegt die absolute Willensfreiheit, die verwirklicht werden muss.

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Aus dem Gespräch „Bei mir klingelte das Telefon. Was ist Erinnerung“