Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Schöpfung'

Außerirdische sind nur eine Täuschung der Fantasie


Fragen, die ich über Außerirdische und andere Geschöpfe erhielt:

Frage: Entsprechend Ihrer Erklärung der Kabbala gibt es nichts außer dem Schöpfer und der Schöpfung. Die Schöpfung ist der Mensch oder die menschliche Seele. Bedeutet das, dass es gemäß der Kabbala keine Außerirdischen gibt?

Meine Antwort: Ja.

Frage: Wie erklären sie dann die Tatsache, dass Millionen von Menschen auf der ganzen Welt Begegnungen mit Außerirdischen bezeugen?

Meine Antwort: Es ist ihre Vorstellungskraft! Sie nahmen etwas wahr, von dem sie sich wirklich wünschten, dass es zuträfe, als ob es tatsächlich geschehen wäre.

Frage: Wie können Sie überhaupt die Themen der Kabbala mit Außerirdischen verbinden?

Meine Antwort: Sie können es nicht. Kabbala spricht über die Seele, die sich in der spirituellen Welt befindet, anstatt über verschiedene Arten körperlich existierender Geschöpfe in unserer Welt.

Frage: Wie betrachtet die Kabbala andere Kreaturen?
Meine Antwort: Als Kreaturen der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufen der Natur. Der Mensch lebt nur auf dem Planeten Erde.

Frage: Was ist die Bedeutung der verschiedenen heiligen Lebewesen, die in der Tora erwähnt werden? Handelt es sich um verschiedene Arten von Geschöpfen?

Meine Antwort: Die Tora spricht nur über die menschliche Seele!

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Risse im Fundament einer Vermutung…
Blog-post: Verliert Euch nicht in all den „Engeln“
 

Geschichte ist die Entwirrung der Reshimot in uns

Michael LaitmanZwei Fragen, die ich über Evolution und Geschichte erhielt:

Frage: Wenn wir früher Affen waren, wer hat dann die Affen erschaffen? Ich bin mir nicht sicher, woran ich glauben soll – an die Evolution oder an die Religion?

Meine Antwort: Die Kabbala sagt, dass die Entwicklung in unserer Welt nicht durch natürliche Selektion geschieht, wobei Kräfte und Eigenschaften der „Stärksten“ ausgewählt werden, sondern vielmehr durch das stufenweise Hervortreten der Reshimot in uns. Reshimot sind Informationen über den Abstieg der Seele von oben nach unten – von der Welt der Unendlichkeit bis in unsere Welt. Diese informatorischen Daten formten sich in uns als ein Resultat des Abstiegs der Schöpfung von der Welt der Unendlichkeit hinab zu unserer Welt und folglich ist dies in uns als eine Datenspirale über jede Stufe des Abstiegs angelegt.

Heute fühlen wir (sowie alles was im Allgemeinen existiert) die Offenbarung dieser Daten (Reshimot) der Stufen in uns (von unten nach oben), und diese Daten müssen wir realisieren. Wir können die Reshimot auf zweierlei Weise realisieren: entweder über den Weg des Lichts oder über den Weg des Leidens. Der Weg des Lichts besteht im Studium der Kabbala, um über unsere zukünftigen Stufen zu lernen, und dabei ziehen wir das korrigierende Licht (Or Makif) an. Der Weg des Leidens realisiert sich dann, wenn wir die Struktur des Systems nicht studieren und das Höhere Licht nicht von der nächsten Stufe anziehen, sondern nur den Druck des folgenden Reshimo fühlen, welches danach verlangt, realisiert zu werden.

Folglich gibt es keine Evolution, sondern nur eine schrittweise Äußerung von Daten, welche bereits im Voraus bekannt sind. Alles, außer der Methode des Aufstiegs über die Stufen, ist vorzeitig bekannt, ob das nun bewusst (schnell und angenehm) oder gezwungenermaßen (langsam und schmerzhaft) geschieht. Es ist wie ein Filmstreifen, wo alle zukünftigen Rahmen bereits existieren und schrittweise vor dem Zuschauer erscheinen. Deshalb haben weder Darwin noch die Religion Recht.

Frage: Glauben Sie, dass die Geschichte sich wiederholen kann? Und denken sie, dass Menschen das Recht haben, ihre Methoden nach ihrem eigenen Namen zu benennen oder sollten sie diese anonym erklären?

Meine Antwort: Die Geschichte wiederholt sich nicht. Die Geschichte, welche sich vor unseren Augen entfaltet, sind Reshimot (informationelle Daten), die schrittweise zum Ausdruck kommen.
Bezüglich Ihrer zweiten Frage kümmere ich mich nicht darum, ob Leute das Recht haben etwas zu tun oder nicht. Ich kümmere mich nur darum, ob deren Methode eine Wissenschaft ist. Wenn diese keine Wissenschaft ist, welche gemäß dem Prinzip von „der Richter weiß nicht mehr als das, was seine Augen sehen“ auf Tatsachen beruht, dann ziehe ich diese nicht in Betracht. In unserer Zeit werden alle „Wissenschaften“ und „Methoden“ auf ihre Authentizität überprüft und in dem Ausmaß, in dem diese authentisch sind, werden sie ein Teil der Kabbala werden.

Heute ist diese Revolution unserem Bewusstsein noch nicht einleuchtend, da die Kabbala noch immer verhüllt ist. Doch wenn die Kabbala enthüllt wird, dann werden die Wissenschaftler über die Möglichkeit eines „reinen“ Experimentes überrascht sein, welches nicht vom egoistischen Verstand verdunkelt wird. Sie werden dann alles vernichten, was sich nicht auf eine klare Erreichbarkeit der ganzen Welt bezieht, gemäß einem Prinzip, das im Buch des Sohar erklärt wird: Ein Mensch kann nur das Material und dessen Form erreichen, jedoch nicht die abstrakte Form und die Essenz (siehe Artikel „Einführung zum Buch des Sohar“).
Wie eine Methode genannt werden sollte, ist überhaupt nicht wichtig. Wir benennen sie entweder nach unseren egoistischen Ansprüchen oder gemäß der Notwendigkeit von wissenschaftlichen Bezeichnungen und Definitionen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Willensfreiheit liegt in der Beschleunigung
Blog-post: Schöpfung und Evolution
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Suchen Sie Liebe nicht in dieser Welt


Eine Frage, die ich erhielt: Sie sagten, dass Männer von Natur aus polygam sind und immer nach neuen Sensationen suchen. In der Vergangenheit hatte jeder Mann mehrere Frauen, und er konnte sich eine neue Frau kaufen, wann auch immer er wollte.
Liebe war nicht beteiligt und manchmal wussten Männer und Frauen nicht mal etwas voneinander, bevor sie geheiratet haben. Das ist auch der Grund, warum Männer heute betrügen, geschieden werden und neue Frauen finden.

Andererseits sprechen Sie über die geistige Ehe – Mann, Frau, und der Shechina zwischen ihnen. Wie es möglich ist, die Anwesenheit des Schöpfers zwischen einem Mann und einer Frau in der geistigen Ehe zu erreichen, wenn der moderne Mann immer neue Erfahrungen mit verschiedenen Frauen braucht (heute heißt das Betrügen)

Das ist sehr schmerzhaft und schwierig zu akzeptieren. Helfen Sie uns bitte, denn Frauen missverstehen das Verhalten von Männern. Warum ist das für uns so schwierig, die Tatsache zu akzeptieren, dass Männer immer von anderen Frauen angezogen werden? Tun Männer das wegen etwas Besonderem? Oder ist es natürlich für sie, ständig neue Frauen zu brauchen – und sind wir Frauen so unkorrigiert, dass wir einfach ihre Bedürfnisse nicht verstehen können?

Meine Antwort: Das ist der Fluch des Egoismus, in den wir vom spirituellen Niveau abgestiegen sind. Gott sagte zu den Frauen: „Dein Wunsch wird für Deinen Mann sein und er wird über Dich herrschen.“ So lautet mein Rat: Suche nicht nach Wahrheit, Gerechtigkeit, Loyalität und Liebe in Heiratsbeziehungen. Sie waren von Anfang an nicht da und sie können nicht da sein – die Tora warnt dich davor. Hört auf, diese Unordnung in der materiellen Welt beseitigen zu wollen und strebt nach der Korrektur. Als Ergebnis werden Eure Beziehungen ebenfalls korrigiert.

Sie müssen verstehen, dass die egoistische Natur nicht geändert werden kann und jeder darunter leidet, bis man sich darüber erhebt. Sie sollten Ihre Sorgen vom materiellen Niveau auf das spirituelle Niveau übertragen, wo Sie begreifen, „Warum tat der Schöpfer das?“ Es dient dazu, Sie zur Korrektur zu führen.

Verwandtes Material:
Blog-Post: Polygamie – Eine Frage der Kultur
Kabbalablog: Mann, Frau und die Schlange zwischen ihnen
Interview mit Michael Laitman: Wie baut man eine spirituelle Beziehung bzw. Partnerschaft auf?
Unterschied der Geschlechter, Teil 1
Unterschied der Geschlechter, Teil 2
Interview mit Michael Laitman: Kabbala über Sex
 

Sei glücklich über das Anwachsen des Egoismus!


Eine Frage, die ich erhielt: Bezugnehmend auf Ihren Blog – Beitrag, Interview mit Canadien Television bin ich nicht überrascht, dass der Egoismus der Menschen in erster Linie in Israel und Kanada wächst.Ich sehe diesen Egoismus jeden Tag und bedauerlicherweise stellen ihn nur 0,01% der Menschen tatsächlich Fragen.Dies ist ein erbärmlicher Zustand. Erklärt Kabbala,warum das geschieht und warum die Weltreligionen sich nicht auf diese Frage beziehen?

Meine Antwort: Der Egoismus muss weiter wachsen, bis die Menschen erfassen, dass er böse ist.Also lasst ihn schneller wachsen! Er wächst am schnellsten in Menschen, die beginnen,Kabbala zu studieren. Deren Wachstum des Egoismus nimmt zu und erreicht schnell sein Maximum und dann sehen sie, dass er böse ist und sie sich von ihm befreien müssen.

Darum begrüßt Kabbala das Ansteigen des Egoismus, während Religionen und alle „spirituellen“ Methoden sich anstrengen, ihn zu unterdrücken,da sie nicht die Methode haben, ihn zu korrigieren. Wie auch immer, auf die eine oder andere Weise muss der Egoismus auf ein Höchstmaß anwachsen und daher werden sich alle Methoden als unfähig erweisen.Übrigbleiben wird uns nur der Egoismus am Höchstpunkt und Kabbala als Methode, die ihn korrigiert und ihn richtig verwenden lässt – das heißt,dass man ihn mit dem Schöpfer erfüllt!

Verwandtes Material:
Blog-Post: Fragen über den Pharao – unseren Egoismus (fortgeschritten)
Blog-Post: Religion und Kabbala sind Gegensätze
Blog-Post: Alles stammt von der Kabbala ab!
Blog-Post: Warum können sich die Religionen nicht vereinen?
Artikel von Michael Laitman: Unterschied von der Kabbala von der Religion

Leben aus der Kabbala


Ich hatte ein aufgezeichnetes Gespräch mit dem Titel „Kabbalisten Schreiben.“ Wir diskutierten mein viertes Buch, Leben aus der Kabbala. Ich sprach mit Ben-Tzion Gertz, einem Schriftsteller und Herausgeber einiger meiner hebräischen Bücher.

Gleich nachdem mein Lehrer verschieden war (September 1991), musste ich in Toronto meinen sterbenden Vater besuchen. Ich habe dieses Buch nach seinem Tod verfasst (Februar 1992). Ich denke, dass dieses Buch mehr als irgendein anderes meiner Bücher die Gefühle und Eindrücke eines Menschen übermittelt, der anfängt, den Weg der Kabbala zu gehen. Und genau so habe ich dieses Buch gesehen – als das erste in einer Serie von Büchern, die ich schreiben würde.

Hier ist ein Einführungskapitel aus dem Buch Leben aus der Kabbala:

„Die Notwendigkeit, dieses Buch zu verfassen, wurde mir durch die Fragen bewusst, die mir von meinen Schülern gestellt und während verschiedener Vorträge und Radiosendungen an mich gerichtet wurden, und die in zahlreichen Briefen, die immer noch aus aller Welt eintreffen, enthalten sind.

Die Schwierigkeit, Kabbala zu erklären und zu lehren, liegt darin, dass die spirituelle Welt kein Pendant in unserer Welt hat. Auch wenn das Ziel des Studiums klar wird, ist das Verständnis davon nur zeitweilig.

Sie wird von dem Teil unseres Wahrnehmungsbereiches erfasst, der Spirituelles erfassen kann und der ständig von Oben erneuert wird. Daher mag ein Thema, das vorher ganz klar war, später wieder unklar erscheinen. Je nach Stimmung und spirituellem Entwicklungsstand des Lesers mag der Text entweder sehr vielsagend und voll tiefer Bedeutung sein oder aber völlig bedeutungslos.

Verzweifeln Sie daher nicht, wenn etwas, das heute noch vollkommen klar war, einen Tag später sehr verwirrend erscheint. Geben Sie nicht auf, wenn Ihnen der Text vage, seltsam oder unlogisch erscheint. Das Kabbalastudium ist nicht dazu da, theoretisches Wissen anzuhäufen, sondern um das zu erkennen und wahrzunehmen, was vor uns verborgen ist.

Wenn wir, nachdem wir uns besonnen und an spiritueller Stärke zugelegt haben, anfangen zu erkennen und wahrzunehmen, werden wir durch die spirituellen Lichter, die wir damit anziehen, wahres Wissen erlangen.

In unserer Welt gibt es keine Analogien zu dem Thema, das hier gelehrt wird. Erst, wenn der Mensch ein Verständnis für das Höhere Licht und ein Empfindungsvermögen für Spirituelles entwickelt hat, wird er die Art und Weise, wie das Universum erbaut wurde und wie es funktioniert, verstehen.

Dieser Text kann dazu dienen, die ersten Schritte in Richtung Empfinden der spirituellen Kräfte zu ermöglichen. Um jedoch weiter fortzuschreiten, ist die Hilfe eines Lehrers notwendig.

Ich möchte darauf hinweisen, dass diese Zeilen nicht auf allgemein übliche Weise gelesen werden sollten. Der Leser sollte sich auf einen Abschnitt konzentrieren, über diesen nachsinnen und versuchen, einige der erwähnten Beispiele zu verstehen, die angesprochenen Themen zu reflektieren, und dann versuchen, diese Thematik mit persönlichen Erfahrungen zu verbinden.

Man sollte die Sätze geduldig lesen, immer wieder durchgehen und versuchen, zu den Gefühlen des Verfassers vorzudringen. Man sollte ebenso, in der Absicht die Nuancen des Geschriebenen herauszufiltern, langsam lesen, und wenn notwendig, zum Anfang des Satzes zurückkehren.

Diese Art des Lesens kann dem Leser helfen, gefühlsmäßig tief in die Thematik einzudringen oder auch festzustellen, dass ihm für bestimmte Themen Gefühle fehlen. Letzteres ist eine entscheidende Vorbereitungsphase für die spirituelle Entwicklung.

Dieses Buch wurde nicht für ein rasches Überfliegen verfasst. Obwohl der Text sich nur mit einem einzigen Thema beschäftigt – wie man mit dem Schöpfer in Beziehung tritt – behandelt er dieses Thema auf unterschiedliche Arten. Diese Vorgehensweise dient dazu, jedem einzelnen Leser zu ermöglichen, den einen oder anderen besonderen Satz oder ein bestimmtes Wort zu entdecken, welches ihn in die Tiefe des Textes führt.

Im Text werden die egoistischen Wünsche und Handlungen in der dritten Person beschrieben. Bis zu dem Punkt jedoch, an dem es dem Leser möglich ist, persönliches Bewusstsein von seinen Sehnsüchten zu unterscheiden, sollte er die egoistischen Bestrebungen und Verlangen als seine eigenen betrachten. Das Wort Körper im Text bezieht sich nicht auf unseren physischen Körper, sondern auf unser Verlangen zu empfangen – auf unseren Egoismus.

Ein wiederholtes Lesen dieses Textes ist ratsam. Lesen Sie die gleichen Abschnitte zu verschiedenen Zeiten und in unterschiedlicher geistiger Verfassung. Sie werden mit Ihren eigenen Reaktionen und Sichtweisen gegenüber ein und demselben Text Bekanntschaft machen.

Anderer Ansicht zu sein, als es der Text vorgibt, ist immer konstruktiv, genauso wie eine Übereinstimmung mit ihm. Das Wichtigste bei der Lektüre ist, auf den Text einzugehen; ein Gefühl, dem Geschriebenen nicht zuzustimmen, bedeutet, dass der Leser die einleitende Phase (Achoraim , die Rückseite) erreicht hat, die dazu dient, die nächste Phase der Wahrnehmung vorzubereiten (Panim , Gesicht).

Besonders das langsame und bedeutungsvolle Lesen ermöglicht die Entwicklung von Gefühls-Gefäßen (Kelim), welche notwendig sind, um Spirituelles empfangen zu können. Nachdem die Gefäße geformt sind, gelingt es dem Höheren Licht, in sie einzufließen. Vor dem Erschaffen der Kelim (Gefäße) existiert das Licht nur außen um uns herum. Es umgibt unsere Seelen, doch wird es von uns nicht wahrgenommen.

Der Text ist nicht dafür geschrieben worden, um irgendjemandes Wissen zu erweitern. Er dient auch nicht dazu, auswendig gelernt zu werden oder sich selbst darüber zu prüfen. Es ist sogar besser, den gesamten Inhalt zu vergessen – somit erscheint eine zweite Lektüre frisch und gänzlich unbekannt.

Dies deutet daraufhin, dass die beim erstmaligen Lesen empfundenen Gefühle vom Leser erfasst wurden und er diese nun hinter sich gelassen hat. So wird Platz für neue, noch nicht erlebte Empfindungen geschaffen. Ständig wird der Vorgang, neue Kelim zu entwickeln, wiederholt, und diese Gefäße werden in der spirituellen, nicht wahrgenommenen Sphäre der Seele gespeichert.

Das Allerwichtigste sind die Gefühle, die der Leser während des Lesens des Textes empfindet und nicht erst im Anschluss an die Lektüre. Nachdem die Gefühle erst einmal empfunden worden sind, werden sie im Herzen und Verstand enthüllt. Sie zeigen sich erneut, wann immer sie während des andauernden Entwicklungsvorganges der Seele benötigt werden.

Beeilen Sie sich nicht, um ans Ende des Textes zu gelangen. Wählen Sie solche Stellen aus, die Sie besonders ansprechen. Nur dann wird Ihnen der Text helfen und Ihnen als Führer auf der Suche nach persönlichem und spirituellem Aufstieg dienen.

Das Ziel dieser Schriften ist es, im Leser ein Interesse für den Grund seines Daseins in dieser Welt zu erwecken, für die Möglichkeit, die spirituellen Welten zu erfassen, den Sinn der Schöpfung zu verstehen, den Schöpfer zu empfinden, die Ewigkeit und die Unsterblichkeit, und ihn letztendlich bei seinem spirituellen Aufstieg zu unterstützen.“

 


Durch die Entwicklung der Verlangen, entwickelt die Kabbala auch den Verstand


Ich erhielt Fragen über das Studium, der Definition des spirituellen Ziels, die Verlangen und den Verstand:

Frage: Was soll ich jeden Tag studieren?

Meine Antwort: Studiere dieselben Sachen wie wir, mit uns zusammen.

Frage: Sollte ich nur Kabbala studieren oder gibt es andere Bücher, die es genauso wert sind sie zu studieren?

Meine Antwort: Du solltest nur das studieren, was wir studieren. Wenn du ein Anfänger bist, solltest du den ersten und dritten Teil unserer täglichen Lektion zusammen mit uns studieren – anstelle des zweiten Teiles der Lektion (Talmud Esser Sefirot), kannst du aus den Materialien für Anfänger auf unserer Webseite lernen.

Frage: Müssen wir gegen unsere leidenschaftlichen Verlangen in der körperlichen Welt kämpfen oder sollten wir nur Kabbala studieren ohne gegen diese Verlangen zu kämpfen?

Meine Antwort: Nur das Studium der Kabbala zieht das Licht der Korrektur an – Or Makif. Du wirst durch das Ankämpfen gegen deine Verlangen nicht korrigierter werden oder indem du dich auf irgendeine Weise selbst einschränkst. Konzentriere dich nicht auf deine Eigenschaften, sondern strebe in Richtung des Schöpfers.

Frage: Ich bin etwas verwirrt über das spirituelle Ziel. Ist das Ziel für mich, glücklich zu sein oder zu geben, oder wie das Höhere zu sein, oder meinen Nächsten zu lieben? Oder soll mein Ziel sein, Herr über meinen freien Willen zu werden oder den Widerspruch zwischen dem Ort des Schöpfers und dem Ort der Schöpfung miteinander zu vereinigen? Was ist das Ziel?

Meine Antwort: Es gibt ein Ziel, welches alles vereinigt – alle Gegensätze: Das ganze Licht tritt in das vollständige Kli ein und erfüllt es vollkommen. Diese Stufe existiert bereits; wir müssen sie nur für uns enthüllen. Es ist ähnlich einem Kinderpuzzle: Es gibt ein Bild, das auf ein Stück Karton gedruckt ist, dann wird es in kleine Teile geschnitten und das Kind muss es wieder zusammensetzen. So lernt das Kind alle Teile zu einem Ganzen zu verbinden – und wir werden mit den Elementen der Schöpfung dasselbe tun müssen.

Frage: Ist das Ego (mein Wille zu empfangen), mein Verstand, der die Realität beobachtet?

Meine Antwort: Das ist vollkommen richtig. In deinen Verlangen nimmst du dich selbst wahr, die Welt und deine Existenz. Der Verstand wird von den egoistischen Verlangen erzeugt oder von ihnen hervorgebracht. Der Verstand entwickelt sich und wächst in dem Maße, in dem man anstrebt, seine Verlangen zu erfüllen. Je mehr Verlangen jemand hat und je größer diese Verlangen sind, desto größer ist der Verstand, der sie begleitet. Da die Kabbala die Verlangen entwickelt, regt sie deswegen auch die Entwicklung des Verstandes an (des Gehirns).

 

Wir alle spielen Tennis gegen die Wand


Die Verbindung des Schöpfers mit der Schöpfung ist so, als ob man Tennis gegen eine Mauer spielt.

Die Höhere Lenkung ändert sich nie: Der Schöpfer ist Gut und tut Gutes und er behandelt uns alle immer auf diese Weise. Die Veränderungen finden nur in uns statt, obwohl wir annehmen, dass sie außerhalb von uns stattfinden. Es heißt im Einführung zum Buch Sohar Punkt 34:

„Wir sehen eine große Welt vor uns in ihrer ganzen wunderbaren Fülle. Doch in Wirklichkeit sehen wir das nur in unserem eigenen Inneren. Anders gesagt gibt es in unserem Hirn eine Art Kamera, die alles vor uns Erscheinende wiedergibt und nichts außerhalb von uns.

In unserem Gehirn gibt es so etwas wie einen polierten Spiegel, der alles umdreht, was wir außerhalb unseres Gerhirns sehen, vor unseren Augen. Obwohl wir nicht die echte Wirklichkeit sehen, müssen wir trotzdem Seiner Vorsehung danken, dass es uns dieser polierte Spiegel eigentlich ermöglicht, alles außerhalb von uns zu sehen und wahrzunehmen. Damit nämlich hat Er uns die Macht verliehen, alles klar und wissentlich wahrzunehmen, und von innen und außen zu messen. Ohne dies würden wir das Meiste unserer Wahrnehmung verlieren.

Dasselbe gilt für den göttlichen Willen für göttliche Wahrnehmungen. Obwohl die Veränderungen im Inneren unserer Seele gemacht werden, sehen sie es trotzdem im Geber Selbst, denn nur auf diese Weise werden ihnen alle Wahrnehmungen und Freuden der Schöpfung gegeben. Obwohl wir noch alles vor unseren Augen sehen, weiß jeder, der ein bisschen Verstand hat, dass alles was wir sehen, nur in unserem Gehirn ist.

Das Gleiche gilt für die Seelen. Obwohl wir alle Veränderungen im Geber sehen, haben sie keinen Zweifel daran, dass diese nur im eigenen Inneren stattfinden und nicht im Geber.“

Im Wesentlichen spielen Sie also mit sich und erhalten Rückmeldung über Ihre eigenen Hindernisse und Verwirrung. Und all das sind Sie.

Alle Veränderungen geschehen im Innern des Menschen, der sich absoluter Liebe und dem Geben entgegengesetzt befindet. Er sieht und analysiert und fühlt immer nur sich selbst. Alles was wir fühlen, ist die Verwirklichung von Reschimot im Höheren Licht. Die gesamte Wirklichkeit des Menschen ist nur ein Tennisspiel gegen eine Mauer. Und wir spielen immer gegen diese Wand.

Verwandtes Material:
Blog-post: Licht ist alles, was im Kli empfangen wird!
Blog-post: Der Schöpfer ist Ihr korrigiertes Selbst
Kabbala Heute Artikel: Ich sah eine umgedrehte Welt
Studium des Sohar

Vor uns liegen das Nirvana und Spiele mit dem Leviathan!


Eine Frage, die ich erhielt: Hallo an alle spirituellen „Haie“, an die Menschen, die eine Revolution der Liebe erschaffen! Ich habe eine Frage über die großen Kabbalisten, die aufgehört haben, wiedergeboren zu werden. Warum waren sie damit einverstanden, ihre Reinkarnationen zu beenden? Es ist eine Schande! Anstatt zurückzukommen und uns zu helfen, um Rav Laitman beim Lehren zu helfen, zu verbreiten und die Welt zu korrigieren, sitzen sie im Nirvana, in der Welt der Unendlichkeit, verbunden mit der Quelle der Seele von Adam HaRishon, zu einer Zeit, in der wie sie am meisten brauchen! Wenn mir die endgültige Korrektur gewährt würde, wäre ich nicht einfach damit einverstanden, die Wiedergeburten zu beenden und passiv auf die anderen Teile meiner Seele zu warten, die durch Leiden korrigiert werden. Ich wäre nicht einverstanden, „mit dem Leviathan zu spielen“. Warum waren sie also damit einverstanden? Wo ist ihr Gewissen?

Meine Antwort: Ich verstehe Ihren egoistischen Ärger darüber, keine Hilfe von oben zu bekommen vollkommen, aber ich kann ihn nicht mit Ihnen teilen! Wenn ein Mensch aufsteigt und spirituell reift, erwirbt er ein neues Verständnis über die Ursachen aller Geschehnisse, den Sinn dieser Welt und die Methode ihrer Korrektur. Er enthüllt das vollständige Bild des Universums und erkennt deutlich alle Zusammenhänge, Phänomene und Wirkungen. Und wenn er das alles offenbart, wird er „rechtschaffend“ – das heißt, er rechtfertigt den Schöpfer.

Setzen Sie Ihr Studium fort und ziehen Sie das Höhere Licht an, dann werden sich Ihre „Augen“ (die Vision Ihrer Seele) öffnen und Sie werden die selbe Stufe wie die großen Kabbalisten erreichen – SIe werden wie sie. Entsprechend dem Plan der Natur müssen wir alle die Stufe erreichen, auf der wir die Handlungen des Schöpfers verstehen und rechtfertigen. Deswegen liegen die Spiele mit dem Leviathan und das Nirvana vor uns! Es steht geschrieben: „Der Sinn der Schöpfung ist es, die Geschöpfe zu erfreuen.“

Verwandtes Material:
Der Code von Rabbi Shimon Bar Yochai
Artikel von Rabash: Wann hört man auf wiedergeboren zu werden?

So werden kleine Genies geboren!


Eine Frage, die ich erhielt: Ich hörte Ihrer Unterhaltung mit Professor Gregory Brechmann über Schwangerschaft und Geburt zu. Nun mache ich mache mir Gedanken darüber, wie alle in letzter Zeit über die Aggression und Gewalt unter Kindern in Panik geraten und die Selbstmordrate unter Kindern ständig steigt. Laut Ihrem Gespräch mit Dr. Brechman wäre dies den Schwangeren anzulasten, die ständig darüber nachdenken, ob sie „abtreiben“ oder mit dem Geschöpf in ihrem Leib „Erbarmen haben“ sollen. Denn solche Gedanken impfen dem zukünftigen Kind eine sehr kraftvolle Lebensangst ein.

Sollte man nicht irgendetwas wegen dieser Gedanken der unkorrigierten Eltern tun? Denn je weiter wir kommen, desto schlimmer und egoistischer werden sie in ihrem Denken und jede neugeborene Generation wird grausamer und aggressiver. Wenn unsere Gedanken während der Schwangerschaft wirklich die Art, wie ein Mensch sein wird, beeinflussen, was sollen wir dann denken, damit Kinder Genies werden? Und kann ein Mann die Gedanken seiner schwangeren Frau beeinflussen?

Meine Antwort: Es ist egal, in welchem Zustand sich das Geschöpf befindet: ein Samentropfen, ein Embryo, ein Neugeborenes, ein Kind oder ein Erwachsener und ob es bereits seine übergeordnete Existenz erreicht hat oder noch nicht – egal, als Reschimo wird es immer von einer Kraft beeinflusst, dem Schöpfer. Und im gesamten Universum gibt es nichts anderes ausser diesen beiden – den Schöpfer und die Schöpfung!

Das Reschimo entwickelt sich unter dem Einfluss des Lichts und beginnt zu spüren, dass es von irgend jemandem empfängt. Es fängt an, jemanden wahrzunehmen, wie es ein Neugeborenes tut. In anderen Worten ist unsere gesamte Entwicklung mehr qualitativ als quantitativ – es ist die Entwicklung unserer Beziehung mit dem Höheren (dem Licht, dem Schöpfer) oder unserer Einstellung Ihm gegenüber.

Studieren die Eltern daher Kabbala, die Verbindung mit dem Höheren, bereiten sie -über den informativen Level – ihre Kinder bereits für eine spirituelle Entwicklung vor. Und dieser Einfluss wird immer wichtiger, während sich das Kind im pränatalen Zeitraum entwickelt, dann nachdem es geboren ist, später in der Vorschulzeit usw., bis es erwachsen wird. Die Seele hat kein Alter und egal welche Form ihre körperliche, äußere Schale hat, ist jeglicher Einfluss auf die Seele positiv.

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So erreichen Sie wahre Glückseligkeit!


Ich hatte ein Gespräch über das Thema „Glücklich sein“, das aufgezeichnet wurde. Mein Gesprächspartner war Oren Levi, dem Manager unserer hebräischen Verbreitungs-Abteilung.

Glück ist Erfüllung, denn die gesamte Schöpfung ist das Verlangen, erfüllt zu werden. Die Empfindung des Erfülltseins bedeutet glücklich zu sein. Wenn jedoch das Verlangen erfüllt wurde, hebt die Erfüllung das Verlangen und den Genuss auf und die Person hört auf, die Glückseligkeit der Erfüllung zu spüren. Es gibt also kein Glück im Leben, da wir ständig damit beschäftigt sind, unser Verlangen zu befriedigen, aber das Glücksgefühl nur für einen kurzen Augenblick anhält, bevor es wieder verschwindet.

So ist es nicht verwunderlich, dass nach all unserer Lebenserfahrung viele Menschen nicht mehr länger solch illusorischem Glück nachjagen wollen. Dennoch, die Wahrnehmung des Lebens ist die Wahrnehmung von „Verlangen und Erfüllung“ – und das ununterbrochen. Am Ende bleibt also das Einzige, das zu tun ist, uns selbst mit Religion einzuschränken oder in Depression oder Drogen abzugleiten.

Kabbala bietet eine andere, ursprüngliche Lösung, die einen Menschen befähigt Glück zu erlangen, das ewig und unbegrenzt ist. Das kommt daher, da er das Verlangen und die Erfüllung in seinem Inneren verbindet und sich diese zwei nicht mehr gegenseitig aufheben, wenn sie erst einmal miteinander vereint sind. Im Gegenteil, sie vergrößern sich gegenseitig.

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