Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Schöpfer'

Regieren innerhalb einer korrigierten Gesellschaft

Frage: Wie wird man definieren, welcher Grad (des Konsums) für das Leben in der korrigierten Gesellschaft, welche von Baal HaSulam beschrieben wurde, notwendig ist? Wird jeder es für sich selbst entscheiden, oder diejenigen, die diese Gesellschaft regieren werden, indem sie für alle einen allgemeinen Standard festsetzen?

Antwort: Augenscheinlich wird eine Weltverwaltung (eine Weltregierung) geschaffen werden, so wie gesagt wird, „Es kann eine Hauptstadt nicht ohne einen Regierenden sein“. Das wird eine Regierung von Weisen sein, die die Obere Welt, d.h. unseren folgenden (zukünftigen) Zustand, erreicht haben. Da sie unsere Zukunft bereits jetzt erlangt haben, werden sie im Stande sein, die ganze Menschheit unmissverständlich zu regieren.

Wenn ich „regieren“ sage, meine ich „erziehen“, oder genauer gesagt,einen Menschen zu lehren, wie man sich ändert, um sich den Eigenschaften der Natur (dem Schöpfer) anzugleichen, der die Eigenschaft des Gebens und der Liebe ist. Im Ausmaß der Angleichung werden wir uns vollkommener, ewig und erfüllt fühlen. Aber jeder wird diese Änderungen an sich selbst eigenständig, freiwillig und unabhängig vornehmen müssen.

Deshalb wird die gesamte Regierungsausübung über die Erziehung verwirklicht werden. Wenn wir über die Willensfreiheit einer Person sprechen, sich zu ändern, um dem Schöpfer ähnlich zu werden, dann wird die Umgebung (Gesellschaft und die Regierung) jedem helfen müssen, zu begreifen, dass jeder individuell korrigiert werden muss und dass der einzige Weg, um sein Leben auf dieser Erde und seine ewige Existenz zu verändern, die eigene Korrektur ist. Die Lenkung der Milliarden von Menschen auf dem Planeten durch die spirituelle Regierung wird aus der Erziehung und der Bereitstellung von Möglichkeiten für alle bestehen, um sich auf individueller Ebene zu ändern.

Bildung sind die einzigen „Zügel“, die eine Regierung hat. Alle anderen Mittel beruhen auf Unterdrückung der Freiheit, manifestiert als Misserfolg des Systems und Schaden an seinen Bürgern. Deshalb muss mit der richtigen Erziehung und Bildung vom ersten Tag an begonnen werden, wenn eine Person diese Welt betritt, mit im Einklang stehenden Inhalt in allen pädagogischen und sozialen Einrichtungen.

Mit anderen Worten, müssen sie einen Menschen zum Zustand bringen, dass, wenn er die Schläge und negativen Reaktionen der Gesellschaft erfährt, er diese Reaktionen in sich selbst offenbart und sich auf diese Weise ändert und zu einem korrigierten Zustand bringt.

Kabbala Akademie

 

Das Wissen über den Schöpfer in der Welt verbreiten

Frage: Wenn ich irgendeinem Menschen über den Schöpfer und die höheren Welten erzähle – heißt das, dass ich diesen Menschen liebe?

Antwort: Nein, das bedeutet nichts. Es ist unklar, welches Ziel du bei diesem Mensch verfolgst. Es ist nicht so einfach.

Zuerst solltest du dich vorbereiten, verstehen, was er von dir hören will. Man unterrichtet seine Schüler in der Weise, indem man fühlt, was sie hören wollen und was nicht. Man kennt und versteht sie. Die Liebe wird so zu den Geschöpfen und zum Schöpfer ausgedrückt.

Du befindest dich zwischen dem Schöpfer und den Geschöpfen und verbreitest das Wissen über den Schöpfer: wie man sich der höheren Kraft annähern, sich damit füllen, ihr ähnlich werden kann, um den Zustand der Ewigkeit und Vollkommenheit zu erreichen.

Du versuchst, allen darüber zu erzählen. Was kann besser für einen Menschen sein, als zu verstehen, dass er die Stufe des Schöpfers erreichen kann und ihm alle möglichen Werkzeuge und die Methodik gegeben werden? Das ist das Beste, was du für die Menschheit tun kannst.

Aus dem russischen Unterricht, 17.06.2018

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Ist der Frieden zwischen Mann und Frau möglich?

RABASH, Band 3, Artikel „Verschiedene Zustände“: „Wenn ein Mann und eine Frau würdig sind, so herrscht die Shechina zwischen ihnen“.

Man sollte fragen: stehen sie nicht einander gegenüber? Und wie ist es möglich, dass zwischen ihnen Frieden herrscht?

Doch genau dann, wenn der Mensch würdig ist, d.h. das Empfangen ins Geben verwandelt, was „Empfangen um des Geben willen“ bedeutet, herrscht der Frieden zwischen ihnen.

Sonst gibt es keine Einigung zwischen ihnen: der Eine unterwirft sich einfach dem Anderen und die Kategorie der Unterwerfung gehört nicht zur Liebe und Vollkommenheit, weil der Unterworfene immer darauf wartet, die Macht wieder zu erlangen.

In der Wissenschaft der Kabbala verkörpert der weibliche Teil das Empfangen und der männliche Teil das Geben. In jeder Seele gibt es einen männlichen und einen weiblichen Teil, die Kraft des Empfangen und die Kraft des Geben, das Verlangen zu genießen und den Schirm, und sie müssen ausbalanciert sein.

Das Verlangen zu genießen, die weibliche Kraft ist die Hauptkraft, die Schöpfung, doch darüber muss es einen Schirm geben, und der Schirm ist die männliche Kraft.

Wenn diese Kräfte sich im Gleichgewicht befinden, dann bedeutet das: Mann, Frau und die Shechina, die Kraft des Schöpfers, zwischen ihnen.

Sie arbeiten mit dem höheren Licht, dem Schöpfer, zusammen und es erfüllt sie mit Hilfe von Siwug de Hakaa (Paarung durch Schlag). Es entsteht eine Verbindung dieser drei Kräfte: von Mann, Frau und dem höheren Licht, welches das Kli ausfüllt.

In unserer Welt ist die Kraft des Schöpfers jedoch verborgen, Männer und Frauen existieren getrennt voneinander, niemand verpflichtet sie, sich zu vereinen und wir können keine Verbindung zwischen ihnen feststellen.

Wenn wir nach dem Licht, nach der Kraft des Schöpfers streben, werden Männer und Frauen, gezwungen sich zu verbinden, weil wir ohne die richtige Verbindung zwischen uns den Schöpfer nicht enthüllen können.

„Mann und Frau und die Shechina (die göttliche Anwesenheit) zwischen ihnen“ – auf diese Weise müssen wir gezwungenermaßen zur richtigen Verbindung zwischen Mann und Frau kommen, damit sich die höhere Welt zwischen ihnen enthüllt.

Frage: Was bedeutet, zur richtigen Verbindung zu kommen?

Antwort: Ein Mann und eine Frau müssen sich auf gleicher Höhe bewegen und in ihrer Bedeutsamkeit gleich sein und jeder muss den Anderen ergänzen, wie das vor Adams Sündenfall war.

Vor der Trennung von Adam und Eva waren sie quasi „ein Körper“, und auf diese Weise müssen wir uns wieder vereinen.

Frage: Warum wurden Adam und Eva getrennt?

Antwort: Damit wir spüren, wie unvollkommen jeder von uns für sich alleine ist und dass wir nur durch die Verbindung untereinander die gleiche Höhe mit dem Schöpfer erreichen können. Gerade durch diese Erkenntnis werden wir den Schöpfer enthüllen, wir werden Ihn zwingen, sich in uns zu enthüllen.

Wenn wir uns nicht verbinden, wird Er sich nicht enthüllen – das ist die Bedingung der Bürgschaft zwischen uns drei.

Kabbala Grundkurs

Licht für die “Weisen des Herzens”

Das Einzige, was wir aus unserm Studium mitnehmen können ist, es in eine „übernatürliche Eigenschaft“ (Segula) umzuwandeln, um „das Licht, das umwandelt“ auf uns zu ziehen. Deshalb haben wir uns entschieden, die Bücher zu studieren, die uns Kabbalisten – das sind jene Menschen die ihre Korrektur bereits verwirklicht haben, die Enthüllung des Schöfpers und die Anheftung an Ihn die höhere Erlangung erreicht haben und zu den Wurzeln ihrer Seele zurückgekehrt sind – empfohlen haben.

Das heißt, sie haben ihren Auftrag erfüllt, der jedem Menschen in dieser Welt obliegt und haben ihren endgültigen korrigierten Zustand, Gmar Tikun – die Welt der Unendlichkeit, Vereinigung mit dem Schöpfer – erreicht. Deshalb hören wir auf ihre Unterweisungen und was sie uns raten ist – nur die kabbalistischen Bücher zu studieren – weil sie das Licht, das umwandelt in sich tragen.

Das Licht, das andere Bücher, die ebenfalls über die spirituelle Welt sprechen (wie die Tora, Mishna und Talmud), enthalten, ist nicht kraftvoll genug, um unsere Seelen zur Quelle zurückzuführen. Das bedeutet nicht, dass sie keine Spiritualität besitzen! Sie alle wurden von großen Kabbalisten geschrieben, die spirituelle Erlangung hatten. Aber diese Bücher sind nicht dazu bestimmt, uns die Kraft zur Korrektur zu geben. Daher nutzen wir sie nur als kleine Zugabe, während das gesamte Studium auf dem Buch Sohar mit den Kommentaren von Baal HaSulam, sowie auf dem Talmud Esser Sefirot basiert.

Genau das sind die Bücher, die uns das Umgebende Licht bringen, das am besten für die Seelen unserer Generation geeignet ist und die Kraft besitzt, uns zu korrigieren. Ein Mensch, der diese Bücher studiert, wird Weiser oder „Schüler eines Weisen“ (Talmid Hacham) genannt, denn er lernt vom Schöpfer (ein Weiser) über die Eigenschaft des Gebens. Dieser Mensch ist ein „Weiser des Herzens“, denn er möchte sein „Herz“ (seinen Willen zu geniessen) korrigieren, um es in ein Gefäß für das Licht von Chochma umzuwandeln.

Auf diese Weise betrachten wir unser Studium, unsere Gruppe, unseren Lehrer, die Verbreitung und unser gesamtes Leben, sodass alles zu einem Hilfsmittel wird, um diese „übernatürliche Kraft“ (Segula), zu erwerben – das Licht, das umwandelt. Das ist das Einzige, woran wir vom Morgen bis zum Abend und vom Abend bis zum Morgen denken sollten! Denn der ganze Erfolg eines Menschen hängt letztendlich von diesem Licht ab.

Kabbala Akademie

Der Lehrer ist ein spirituelles System

Frage: Was bedeutet die Annullierung vor dem Lehrer?

Antwort: Es ist die Annullierung in Bezug auf das, was der Lehrer erklärt – auf die von ihm weitergegebene Botschaft. Vielleicht könntest du es selbst in dem Buch enthüllen, doch er gibt es in einer lebendigeren Art und Weise an dich weiter. Theoretisch kann man auch ohne Lehrer studieren, doch es ist unwahrscheinlich schwer. Du wirst so oder so die Seele erwecken müssen, die in der Hierarchie vor dir steht. Wenn sie sich jedoch nicht neben dir in irgendeiner materiellen Form befindet, ist es viel schwieriger.

Der Lehrer ist ein ganzes System und kein „Mensch“. Es ist ein System, welches die Methode, die Lehre, das Licht an dich weitergibt, in dir Schwierigkeiten und Probleme hervorruft, an dir und an deinen Freunden arbeitet. Es ist die Arbeit eines Mentors, der sich um die Gruppe kümmert und in ihren Mitgliedern Verlangen und spirituelle Bedürfnisse weckt, der sie durcheinanderbringt und sie auf diese Weise vorantreibt, damit sie möglichst schnell die Lösung finden. Er darf sie jedoch nicht der Freiheit des Willens berauben und aus ihnen blinde Verehrer oder Chassidim machen – das ist das Wichtigste.

Der Lehrer muss sich vor dir öffnen und sich dir so präsentieren, dass du dich nicht völlig unterwirfst und nicht vor ihm verschwindest. Er muss dir Platz für deine eigene Anstrengung lassen, indem er dich in ständigen Zweifeln in Bezug auf sich, in dem Gefühl der Ablehnung, der Verachtung, der Finsternis hält. Anderenfalls ist es eine schlichte Anbetung, und du wirst keine Forderung nach dem Schöpfer entwickeln können.

Der Lehrer eröffnet dir das Wissen, sich selbst öffnet er aber nicht, sondern zeigt sich gerade umgekehrt, um dir die Möglichkeit zu geben, nach dem Schöpfer zu verlangen.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 02.10.2011

Die Seele ist das Licht des Schöpfers


Frage: Warum steht geschrieben, dass Baal HaSulam es verdient hatte, die Seele des Ari zu empfangen? Hatte er nicht seine eigene Seele?

Antwort: Die Seele ist ein „Teil des Schöpfer von Oben“. Niemand, der in unsere Welt geboren wird, besitzt sie von Geburt an. Die einzigen Menschen, die eine Seele haben, sind jene, die zumindest die kleinste Eigenschaft des Gebens erlangt haben, die Eigenschaft des Schöpfers.

In dem Fall, wonach du fragst, hat sich ein Mensch selbst korrigiert, die Eigenschaft des Gebens erlangt, seine Seele (Gefäß der Wahrnehmung – Kli) gebildet und diese hat unversehens eine bestimmte Form angenommen und wurde mit dem Licht erfüllt, das „die Seele des Ari“ heißt. Die Seele ist das korrigierte Verlangen (das ist „der Körper“ der Seele) und das Licht, das sie erfüllt (das Licht der Seele) ist die Enthüllung, der Schöpfer, der sich in dir einkleidet. Deshalb wird die Seele „Teil des Schöpfers von Oben“ genannt.

Die Seele des Ari empfangen bedeutet, wie er zu denken, sich wie er zu fühlen, an seiner Stelle zu sein, durch seine Augen zu sehen und mit den Sinnen genau wie er zu fühlen.

Baal HaSulam empfing die Seele des Ari, welche die gleiche Seele ist, die von Adam an Abraham, von Abraham an Moses, von Moses an Rashbi, von Rashbi an den Ari und vom Ari an Baal HaSulam weitergegeben wurde. Es ist eine besondere Seele, durch die der Schöpfer die Methode, mit Ihm zu verschmelzen, während der Generationen, in denen eine besondere spirituelle Veränderung stattfinden muss, enthüllt. Wenn der Schöpfer uns einen Lehrer wie Baal HaSulam sendet, der die Seele des Ari hatte, zeigt uns das, dass wir in der letzten Generation, der allgemeinen Korrektur leben.

Die Seele verändert sich und reinkarniert ständig. Im Laufe des Lebens eines Kabbalisten hat er immer einen anderen Parzuf und eine andere Stufe. Die korrigierten Eigenschaften eines Menschen, welche die Absicht zu geben haben, in die sich das Licht einkleiden kann, werden Seele genannt. Das Kli wird der Körper der Seele genannt und das Licht wird Seele genannt. Das ist das Licht von NaRaNHY, doch normalerweise wird es „Neshama“ (Seele) genannt, denn bevor wir die vollständige Korrektur erlangen, können wir nur diese Stufe vollständig korrigieren.

Kabbala Akademie

Stellt euch auf die Feinfühligkeit der Seele ein

Frage: Ich komme zum Kongress wie auch sehr viele andere Menschen. Ich möchte mich darauf konzentrieren, in das innere Netz der Verbindung zwischen ihnen einzudringen.

Gibt es irgendwelche Regeln, die ich ständig in den Gedanken und in der inneren Einstellung befolgen muss, um in dieses Netz eindringen zu können?

Antwort: Das Wichtigste ist, zu versuchen, den inneren Zustand wahrzunehmen, der zwischen allen herrscht. Versuchen! Das hängt von dem Einfühlungsvermögen der Seele ab.

In dem Buch „Glaube und Zuversicht“ (Verfasser – Chazon Ish, A. Karelitz) steht geschrieben: „Der Glaube ist die zarte Neigung einer feinfühligen Seele“. Das sind alles dermaßen schwer fassbare Begriffe, dass kein einziges Wort eine haltbare irdische Auslegung zulässt. In unserem Fall kann es jedoch geklärt werden.

Alles hängt davon ab, inwieweit ich versuche, nach Möglichkeit, ohne mich mit meinen eigenen Eigenschaften einzumischen, in die gemeinsame Wahrnehmung der Menschen, die sich verbinden, einzusteigen, mit dem Verlangen, ihre innere Einheit, den Zustand zwischen ihnen wahrzunehmen.

Der Schöpfer sagte: „In meinem Volk wohne Ich“. In unserer Vereinigung will ich die Shechina – denn, dort in der Verhüllung herrschenden Schöpfer – enthüllen, denn Er befindet sich in der guten Verbindung zwischen uns, in der Gruppe, die sich vereinen will.

Und obwohl meine Freunde das noch nicht deutlich spüren können und noch nicht ganz begreifen, wofür und warum sie es tun, sondern sie befolgen einfach die Ratschläge der Kabbalisten, so kann jeder durch seine Anstrengung, aus der Feinfühligkeit seiner Seele heraus, in dem Maße, in dem er diese Feinfühligkeit in seinen Anstrengungen zur Vereinigung erfasst hat, einsteigen und anfangen, den Schöpfer wahrzunehmen, der „in seinem Volk“ herrscht.

Dort, im Inneren, verbirgt sich der Zustand (der spirituelle Ort), der den Namen „Shechina“ trägt, unseren Bestrebungen einander entgegen – der Ort, den der Schöpfer ausfüllt – „haKadosh Baruch Hu“ (die Heiligkeit ist die Eigenschaft von Bina, des vollkommenen Gebens).

Shechina bedeutet alle Verlangen, die einander entgegen streben, die sich im Netz der Verbindung zwischen ihnen befinden. Und der Schöpfer ist das höhere Licht, welches sie erfüllt. Dieses Netz will geben und in seinem Geben, im Licht von Chassadim, enthüllt es das Licht von Chochma – das höhere Licht, den Schöpfer.

Wenn der Mensch danach strebt, diesen Zustand wahrzunehmen, ihn zu ergründen, in ihm zu leben, kann er ihn enthüllen, unabhängig von niemandem auf der Welt. Das ist die Arbeit, die wir versuchen müssen, auszuführen. Besonders während der Kongresse, denn das ist die Zeit, um uns mit dem inneren Zustand der hohen Einheit zwischen uns zu verbinden.

Kabbala Akademie

 

Die geheime Kraft einer Frau

In unserer Welt verhält sich ein Mann wie ein Macho gegenüber einer Frau, um zu zeigen, dass er höher, stärker, erfolgreicher als sie ist.

Das ist durch die Natur bedingt, obwohl in der spirituellen Natur alles umgekehrt ist. Da die Frau die neue Generation gebärt und den Mann zur Entwicklung antreibt, ist sie höher und wichtiger als er.

Genauso wie in unserer Welt eine Frau die neue Generation zur Welt bringt, erschafft der weibliche Teil auch in der Spiritualität eine neue Stufe, die näher zum Schöpfer ist.

Wer macht den Schritt der Annäherung an den Schöpfer? Der Mann setzt die Kraft in Bewegung, doch die Frau macht diesen Schritt, sie gebärt die nächste Stufe. In unserer Welt genießt der Mann dadurch, dass er nichts zur Welt bringt, eine größere Freiheit – …und macht das, was er will.

In der Spiritualität ist der Mann mit all seiner Freiheit vollkommen darauf ausgerichtet, die weibliche Kraft zu bedienen, um die nächste Stufe zur Welt zu bringen und sich zusammen mit der Frau der Spiritualität anzunähern.

Alles, was es in einem Mann gibt, bringt er in die Frau hinein und aus ihr kommt ihre neue gemeinsame Stufe heraus, genauso wie auch in unserer Welt, die eine natürliche Projektion der spirituellen Welt ist, wo ein Mann den Samen hineinbringt und eine Frau ihn entwickelt und die nächste Generation zur Welt bringt.

Frage: Was hat eine Frau, dass sie den Samen empfangen und ihn entwickeln kann?

Antwort: Es existieren in ihr zwei Kräfte, die Kraft des Empfangens und die Kraft des Gebens. Ein Mann hat nur die Kraft des Gebens, er ist schwach, das ist nicht genug, um in der Natur existieren zu können. Und eine Frau hat sowohl die Kraft des Empfangens als auch die Kraft des Gebens.

Frage: Also symbolisiert sie die Schöpfung selbst?

Antwort: Sie symbolisiert die Schöpfung und die gesamte Schöpfung ist für sie erschaffen worden, das ist Bina, die Höhere Mutter.

Der Vater (Aba) hat nur die Kraft Chochma und die Mutter (Ima) hat sowohl Chochma als auch Chassadim, sie weiß auch, wie diese beiden Kräfte organisiert werden müssen, um den männlichen und den weiblichen Teil zur Welt zu bringen und sie anschließend voranzutreiben.

Die Entstehung, das Säugen, der Zustand des Erwachsenseins – all diese Etappen gehen von Ima aus.

Frage: Und all das wird in unsere Welt projiziert?

Antwort: Wir müssen verstehen, dass wir, wenn wir in unsere Welt in Übereinstimmung mit der spirituellen Welt die Korrektur hineinbringen, eine andere Welt sehen werden.

Es werden ganz andere Beziehungen in der Familie, zwischen Männern, Frauen und Kindern herrschen. Alles wird eine andere Form annehmen. Darüber steht geschrieben: „Ich sah eine umgekehrte Welt“.

Und wenn wir dagegen die Wissenschaft der Kabbala nicht anwenden, werden wir immer tiefer absteigen und wir mögen noch so viel in neue Schulen, Freizeitaktivitäten und öffentliche Einrichtungen investieren, es wird uns nichts helfen und unsere Welt wird bis zum völligen Verfall hinabsteigen.

Kabbala Grundkurs

Es ist nicht einfach einen Menschen zu erschaffen

Es kommt uns seltsam vor, dass, wenn der Schöpfer, der doch diese Welt geschaffen hat und über alle Möglichkeiten verfügt, auch unsere Hilfe braucht. Es ist jedoch genau so wie bei einer Mutter, die von ihrem Kind abhängt. So ist Er auch von uns abhängig.

Wären wir auf dem unbelebten, pflanzlichen oder tierischen Niveau, würde Er uns hundertprozentig lenken.

Aber weil Er uns bis zur Stufe des Menschen wachsen lassen will, bis zu seinem Niveau, kann er uns einfach nichts Fertiges geben. Also müssen wir die Vernunft und die Gefühle, in uns, aus eigener Kraft entwickeln.

Demzufolge kommt unser „Erwachsen“ werden durch unsere selbständige Teilnahme zustande. Eben das heißt es, ein Mensch zu sein.

Wäre ich ein Tier, würde ich einfach nur von Ihm empfangen. Aber der Mensch steht qualitativ auf einer neuen Stufe, welche nur infolge von eigenen Klärungen, Analyse und Synthese und das Streben, um dem Schöpfer gleich zu werden, erreicht werden kann.

Auf diese Weise kommt man voran.

Und somit ergibt es sich, dass der Schöpfer auf uns wartet, von uns abhängt.

Wenn ein Kind nicht lernen will, sich auch kein Wissen aneignen will, um von der einen Klasse in die nächst höhere überzugehen, oder keine Hausaufgaben macht und Prüfungen nicht besteht, können die Lehrer auch nichts machen. Und so hängt alles hier nicht vom Schöpfer ab, sondern vom Menschen selbst.

Das ist das Einzige was Er nicht für uns tun kann – anderenfalls werden wir nicht erwachsen. Die Stufe des „sprechenden“ Menschen in uns, soll folglich durch unsere eigene vorläufige Arbeit, der Klärungen des Verständnisses und der Vernunft, wachsen.

Wir sollen den Verstand und das Herz selbst entwickeln und nur nicht darauf warten, bis der Schöpfer uns zum Menschen macht.

Die menschliche Stufe kann man nicht von außen geben, diese muss von unten und von innen, erobert werden.

Das Licht kann unsere Entwicklung nur bis zum Erhalt des Punktes im Herzen beschleunigen. Alle übrigen Wünsche sollen wir selbst verdienen.

Denn wenn der Schöpfer uns eigenständig in einen „Menschen“ einkleiden würde, dann würde es wohl eher ein Affe sein und kein Mensch.

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Frau = Verlangen

Frage: Zum Thema Frauen als Führungskräfte der Nationen: Was die Frauen als Führer von Nationen betrifft… da es nicht mit dem spirituellen System übereinstimmt und da es „nur eine Wahrheit und nur einen Weg dahin gibt (derselbe Weg, auf dem wir aus der Welt der Unendlichkeit herabgestiegen sind),“ bedeutet das, dass eine Frau nicht aus der Welt der Unendlichkeit herabgestiegen ist und nicht dahin aufsteigen kann und deshalb keinerlei Gründe hat, Kabbala zu studieren?

Antwort: Ihre Schlussfolgerung ist unklar. Eine Frau hat eine Wurzel im Schöpfungsgedanken, denn sie repräsentiert das geschaffene Verlangen. Ein Mann andererseits repräsentiert die Eigenschaften des Schöpfers und verwirklicht Korrektur basierend auf dem Verlangen der Frau. Beide müssen in der spirituellen Korrektur Partner sein, jeder in seiner eigenen Funktion.

Frage: Ich empfinde hier ein Paradox. Männer und Frauen funktionieren auf verschiedenen Frequenzen und verstehen einander nicht sehr gut. Ferner braucht der Mann, um das Ziel zu erreichen, das Verlangen der Frau. Wenn die Höhere Kraft das Einzige ist, das Menschen zu „gegenseitigem Verständnis“ bringen kann, wie sollte der männliche Teil fragen, um das weibliche Verlangen wahrzunehmen?

Antwort: Verlangen werden „durch die Luft“ transportiert, sie „lungern“ sozusagen „in der Luft herum“. Menschen müssen nicht miteinander sprechen, um voneinander die Verlangen wahrzunehmen.

Frage: Wenn Gott Adam erschuf, warum musste Er nach der Abtrennung Adams, eine Frau erschaffen?

Antwort: Es ist gerade der weibliche Teil des Mannes, der Natur, der das Verlangen erschafft alles zur Korrektur zu bringen.

Frage: (von einer Frau): Darf eine Frau fragen, sodass ein Mann schließlich das Verlangen nach Korrektur in seinem vollen Umfang empfindet?

Antwort: Das ist das Einzige, das Männer zwingt, um Korrektur zu bitten – für beide, für den Mann und für dich. 

Kabbala Grundkurs