Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Schöpfer'

Wie sich Egoismus mit Kabbala vergleichen lässt


Selbstsüchtige Religion: Nature und Science, die beiden meistzitierten Wissenschaftsmagazine veröffentlichten synoptische („gesamtbildnerische – alle Standpunkte berücksichtigende“ Anm. d. Ü.) Artikel über den Ursprung der Religion („Der Ursprung und die Evolution religiöser Prosozialität (engl.)“ in Science und „Religion: zum Glauben verpflichtet (engl.)?“ in Nature). Dieses Thema wurde nach der Veröffentlichung von Richard Dawkins Buch „Die Gottestäuschung“ wieder populär. Dawkins nimmt an, dass die Verbreitung von Computerviren und biologischen Viren gleichbedeutend ist mit der Ausbreitung von religiösen Ideen: Dass ihre Ausbreitung auf einem egoistischen Mechanismus basiert – und wir deshalb anfällig für religiöse Ideen sind.

Altruistische Religion: Die kanadischen Psychologen Ara Norenzayan und Azim Shariff der University of British Columbia gingen sogar noch weiter. In einem im Science Magazin veröffentlichten Artikel nehmen sie an, der Wert der Religion müsse gekoppelt sein mit der Stimulation von positivem Verhalten und dem persönlichem Beispiel sowie mit dem egoistischen Bedürfnis der Leute, fortwährend ihre hohen moralischen Qualitäten, ihre Vertrauenswürdigkeit und Bereitschaft ihre persönlichen Interessen zum Wohl der Gesellschaft zu opfern, darzustellen.

Kabbala: Diese Ideen werden von der Kabbala übertroffen, die es dem Menschen erlaub, vollkommen über den Egoismus hinauszuwachsen und ihn „absolut wertvoll“ für die Gesellschaft zu machen, indem man alles gibt und nur das empfängt, was zum Leben und Schenken notwendig ist. In diesem Szenarium ist der Verdienst nicht das, was man von der Gesellschaft empfängt, sondern was vom Schöpfer kommt – die Nähe zum Schöpfer. Das ist es, was einem die Energie und Inspiration verleiht, ernsthaft zum Wohle der Gesellschaft zu arbeiten.

Verwandtes Material:
Blog-post: Religion ist eine kulturelle Tradition, Kabbala ist die Methode der Korrektur
Baal HaSulam Artikel: Das Wesen der Religion und ihr Ziel
Baal HaSulam Artikel: Frieden in der Welt

Die Krise der irdischen Weisheit

Zwei Fragen, die ich über „Weisheiten“ erhielt, die versagt haben:

Frage: Warum befinden sich alle „weisen Menschen“ in der Krise?

Meine Antwort: Weil es offenbar geworden ist, dass sich ihre „Weisheit“ in der Krise befindet! Im Grunde ist sie menschlich und irdisch, nicht „Höher“. Allein die Weisheit der Kabbala wird jedem enthüllt werden – erhaben, auf dem Thron der höchsten Wertschätzung.

Frage: Lenin war von dem Verlangen getrieben, mehr Menschen (das Proletariat) durch eine bessere Gesellschaft glücklich zu machen. Im Wesen – nicht in der Form – stimmt dieses Verlangen mit dem Verlangen des Schöpfers, die Geschöpfe glücklich zu machen, überein. Warum fühlen Sie sich beim Gedanken an seine „Rede auf dem Panzer“ immer noch „krank“?

Meine Antwort: Die halbe Welt bekommt Magenschmerzen beim bloßen Gedanken an ihn! Sie können sich heute immer noch nicht von diesem Fehler der zwanghaften Einführung von Einheitsbedingungen, Bürgschaft, Brüderschaft, Kommunaleigentum und gemeinsamen Produktionsmitteln sowie deren Konsequenzen erholen.

Das alles muss mittels der Selbstkorrektur des Menschen, freiwillig und durch Erziehung geschehen, anstatt durch die erdrückende „Erziehung“ des KGB, als sie ihr eigenes Volk vernichtet haben. Baal HaSulam schreibt in seiner Zeitung HaUma“ (Die Nation) und in dem Artikel „Die Generation der Zukunft“ darüber.

Verwandtes Material:
Baal HaSulam Artikel: Frieden in der Welt
Vorwort zum Buch Sohar, Punkte 19-20
Vorwort zum Buch Sohar, Punkte 21-25

Hat Fußball eine spirituelle Wurzel?


Zwei Fragen, die ich über Fußball und Kabbala erhielt:

Frage: Fußball zieht die Aufmerksamkeit vieler Menschen an. Was ist die spirituelle Wurzel? Ich hörte, dass Sie einst mit Rabash an einem Fußballstadion vorbeifuhren und er sagte, dass es ein besonderer Platz sei, weil er den Menschen Freude und Vergnügen bringt. Fußball ist voll von körperlichen, egoistischen Wünschen der Fans. Welche Art von Aufstieg sah er in diesem Platz? Vielleicht waren seine Worte ein Scherz oder eine Parabel oder gibt es wirklich eine spirituelle Wurzel zum Fußball?

Meine Antwort: Das Wichtige beim Fußball ist nicht das Spiel, sondern dass ein Mensch Vergnügen vom Leben erhält. Und dieses Vergnügen kommt natürlich vom Schöpfer. Es gibt viele Parabeln wie diese.

Wenn der Punkt im Herzen eines Menschen – die Sehnsucht nach dem Schöpfer – noch nicht aufgetaucht ist, dann existiert er im Exil zur Spiritualität, sogar ohne sich dessen bewusst zu sein. Solange er in diesem Zustand ist, genießt er die kleinen Vergnügen dieser Welt, genannt „ein winziger Funke“.

Hier sprechen wir über Menschen, die noch nicht für die spirituelle Arbeit bereit sind. Das Licht sammelt Menschen zusammen und gibt ihnen etwas Zufriedenheit – und deswegen ist es ein besonderer Platz. Indem sie dort sind, schaden sie niemandem, sondern ganz im Gegenteil – sie verbinden sich miteinander.

Frage: Was ist, wenn ich gleichzeitig Fußballspieler und Kabbalist sein möchte?

Meine Antwort: Probiere es aus!

Verwandtes Material:
Blog-post: Die kabbalistische Bedeutung des Davidsterns und warum wir Sportstadien achten sollen
Blog-post: Die Seele ist die Eigenschaft des Schenkens – ohne sie sind wir Tiere
Kapitel aus dem Buch „Leben aus der Kabbala“: Egoismus in Altruismus verwandeln

Die Gesellschaft der Zukunft


Frage: Ich habe eine Frage bezüglich der Gesellschaft der Zukunft. Ich komme aus einem Staat, der ein Teil des früheren Jugoslawien war, was ein künstlich errichteter „kommunistischer“ Staat war. Ich kann mich immer noch an die guten Gefühle erinnern, die jeder in dieser Gesellschaft hatte. Sie ist jedoch auseinandergefallen und es tauchten alle Arten von nationalistischem, ethnischem und religiösem Hass auf, der zu einem schrecklichen Krieg eskalierte.

Nachdem ich nun einen Teil des Materials auf Ihrer Webseite gelesen habe, fällt es mir schwer, eines der Prinzipien zu verstehen, das in dem Text des Artikels „Aufbau der Gesellschaft der Zukunft“ dargelegt wird, das Einigem in anderen Texten widerspricht. In Aufbau der Gesellschaft der Zukunft wird klar gesagt, dass es die Juden sind, die Mitglieder der zukünftigen altruistisch-kommunistischen Regierung sein sollen, weil sie am meisten in der Geschichte gelitten haben und dadurch die Erfahrensten und Sachkundigsten sind in der Art und Weise wie man regiert.

In anderen Texten wird ebenfalls klar gesagt, dass der Schöpfer alle Nationen einlädt, sich zu vereinen, dass das Wort Israel eher „direkt zum Schöpfer“ meint, anstatt die jetzigen israelischen Bürger oder Juden. Ich frage mich, ob es dazu eine gute Erklärung gibt. Können Sie dies bitte für mich als auch für andere, die fest an die „jüdische Verschwörung“ glauben, klären?

Antwort: Geschichtlich betrachtet ist ein Teil der Menschen des alten Babylon schon durch die Korrektur gegangen, erreichte die Stufe des Tempels und fiel dann von der spirituellen Stufe von „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ in unsere Welt von „grundlosem Hass“. Diese Menschen sind die Träger des inneren spirituellen Potenzials – und Sie gestehen sich genau diese Tatsache durch Ihre Vorurteile ihnen gegenüber ein! Sie lenken die Verbreitung der Methode für die Korrektur der ganzen Menschheit. Darum haben sie schon diesen Weg hinter sich gebracht.

Jeder, der sich ihnen anschließt, ist ebenfalls Israel (Isra-El – solche, die zum Schöpfer streben) und später wird allmählich auch jeder andere an diesem Korrekturprozess teilnehmen. Auf diese Weise wird die vollständige Korrektur der gemeinsamen Seele von Adam erreicht. Zur weiteren Information siehe Punkt 61 – 71 aus dem Vorwort zum Buch Sohar.

Verwandtes Material:
Blog-post: „Auserwählt“ zu sein bedeutet, die Verantwortung zu haben, der Welt spirituell zu dienen
 

Freude bringt dich näher zum Schöpfer


Eine Frage, die ich erhielt: Warum verzweifle ich daran, dass ich so weit vom Schöpfer entfernt bin? Und warum fühle ich tief drinnen, dass dieses Gefühl der Isolation falsch ist? Ich habe Angst um meine Gesundheit, und es bringt mich zum Weinen.

Meine Antwort: Du brauchst den Beistand der Umgebung. Vielleicht hast du auch eine Umgebung, bist aber nicht in der Lage, die Kraft der Gesellschaft von ihnen aufzunehmen. Alles hängt von dir ab. Sogar eine virtuelle Verbindung kann einen Menschen im korrekten Zustand halten.

Verzweiflung stößt dich vom Schöpfer weg, wohingegen Freude dich näher heranzieht. Lies Shamati Artikel 58 : Die Freude ist die „Erscheinung“ der guten Taten. Wenn ein Mensch nicht glücklich ist, dann beschuldigt er durch eben diese Empfindungsweise den Schöpfer, diese Welt unkorrekt geschaffen zu haben und rechtfertigt nicht Seine Handlungen. Er sagt, der Schöpfer sei schlecht , wodurch dieser Mensch ein Sünder genannt wird – nicht für seine Handlungen, sondern für seinen Gemütszustand!

Verwandtes Material:
Blog-post: Ein Kabbalist fühlt dasselbe Vergnügen wie der Schöpfer
Blog-post: Auszüge aus Rabashs Artikeln über die Gesellschaft
Blog-post: Kabbala und Humor
Shamati # 153:Der Gedanke ist Folge des Wunsches

Der Unterschied zwischen dem „Buchstaben des Gesetzes“ und dem „Geist des Gesetzes“


News Report: „Das Wirtschaftstudium im Geiste des Judaismus.“

Das Institut für High Technology in Jerusalem, „Machon Lev“, bietet einen einzigartigen Kurs an, den die Studenten mit einem Mastertitel für Wirtschaft abschließen können. Der Kurs beinhaltet das Studium ökonomischer Aspekte der Jüdischen Halacha, die sich auf die Gebote der Tora gründen.

In der Tora gibt es viele Gebote und Anleitungen, die ökonomische Zusammenhänge regulieren: „Halte nicht den Lohn eines Arbeiters zurück“, „Verlange keine Zinsen oder verleih kein Geld gegen Zinsen“, „Verwende keine falschen Waagen, um Menge oder Gewicht zu bestimmen“, „Setze deinen verarmten Nachbarn nicht unter Druck, indem du ihn dazu nötigst, seine Schulden bei dir zurückzuzahlen“, und vieles mehr.

Mein Kommentar: Wenn sie sich an die wirklichen Grundsätze der Tora hielten – dem Gebot „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, und es zur Basis aller Beziehungen machten, wären alle sonstigen Regeln und Vorschriften überflüssig. Doch stattdessen studieren sie, wie man sein Geschäft korrekt egoistisch führt.

Das ähnelt der Art, wie Leute versuchen, mit anderen „anständig zu sprechen“, um einen Slang (Lashon Ra) zu vermeiden, anstatt ihre Herzen auf die Nächstenliebe auszurichten. Wenn sie Letzteres ernst nähmen, würde selbstverständlich auch alles, was sie sagen, gut sein. Doch anstatt dass sie ihre Herzen korrigieren, lernen sie Geschäfte und Kommunikation „nach Vorschrift“ zu gestalten. Daran gibt ess nichts auszusetzen, aber es ist der Tora entgegengesetzt!

Das ist der Unterschied zwischen Kabbala und Religion: Die Religion beabsichtigt nicht, den Menschen zu korrigieren, denn ihr fehlt das Instrument für die Korrektur – die Kraft des Lichts. Andererseits bezieht sich die Kabbala nur auf dieses Ziel: den Menschen zu korrigieren und ihn auf ein schöpfergleiches Niveau zu erheben, denn nur in der Kabbala liegt die Kraft dafür (siehe Baal HaSulams Einführung in die Zehn Sfirot). Das ist der Unterschied in den Zielen. Der Sinn des Lebens in der Religion liegt darin, „anständig und ordentlich“ in der Gesellschaft zu funktionieren, wohingegen der Sinn des Lebens gemäß der Kabbala darin liegt, Anerkennung durch den Schöpfer zu finden.

Anhang: Baal HaSulam, Artikel Das Wesen der Religion und ihr Ziel
Viele irren sich und vergleichen unsere heilige Tora fälschlicherweise mit dem System „Mussar“ (= Ethik und Moral). Doch das geschieht aus dem Grunde, dass sie seinerzeit nicht den Geschmack der Religion gekostet haben. Und ich rufe sie auf: „Kostet und sehet, dass der Schöpfer gut ist“. Ehrlich gesagt sind sowohl die Ethik als auch die Religion auf eines ausgerichtet – den Menschen aus dem Schmutz der vergifteten Eigenliebe auf die erhabene Spitze der Nächstenliebe zu erheben.

Und damit einhergehend sind sie so weit voneinander entfernt, wie die Gedanken des Schöpfers von den Gedanken der Geschöpfe. Denn die Religion entstammt den Gedanken des Schöpfers, und das System „Mussar“ ist Frucht der Gedanken von Fleisch und Blut, und ihrer Lebenserfahrung. Der Unterschied zwischen ihnen ist offensichtlich, sowohl in den benutzten Mitteln, als auch im Endziel.

Denn die Erkenntnis von Gut und Böse, welche sich in uns bei der Nutzung des ethischen Systems entwickelt und entfaltet, hat einen relativen Bezug zum Erfolg der Gesellschaft, während die Nutzung der Religion in unserer Erkenntnis von Gut und Böse einen relativen Bezug zum Schöpfer allein hat. Das heißt von der Unterscheidung vom Schöpfer bis hin zur Identifikation mit Seinen Eigenschaften, was als „Verschmelzung“ bezeichnet wird,

Das Ziel der Ethik besteht im Glück der Gesellschaft, wie es vom praktischen Verstand, welcher sich auf die Lebenserfahrung stützt, verstanden wird. Die Kabbala erlaubt einem Menschen jedenfalls die Liebe zu anderen zu erreichen und so Ähnlichkeit und Anheftung an den Schöpfer zu erlangen. Und dadurch kann ein Mensch auch aus dieser kleinen und engen Welt von Schmerzen und Hindernissen in die unendliche Welt des Schöpfers gelangen.

Daraus folgt, dass nur die wahre Religion (Kabbala) zur Korrektur des Menschen dient. Und das Ziel kann erreicht werden, während der Mensch noch in dieser Welt lebt. Wenn jemand nicht Gleichheit der Form mit dem Schöpfer erlangt hat, stirbt er gleich wie er geboren wurde und hat nichts in seinem Leben erreicht.

Verwandtes Material:
Blog-post: So lesen sie die Tora richtig!
Artikel: Die verborgene Bedeutung der Bibel
Baal HaSulam Artikel: Matan Tora (Gabe der Tora)
Kabbala Heute, Seite 7: Kabbala erklärt die Bibel
 

Anstatt unser Wirtschaftssystem zu ändern sollten wir uns vielmehr bemühen, das Höhere Korrigierende Licht anzuziehen


Frage: Aus den Artikeln Die Bürgschaft und Aufbau der Gesellschaft der Zukunft kann man schließen, dass vom wirtschaftlichen Standpunkt aus eine Kabbalistische Gesellschaft dem Kollektivismus oder Kommunismus ähnlich ist und dass dies eine notwendige Voraussetzung für das Empfangen der Tora und die Enthüllung des Schöpfers ist. Denn nur dann hören die Menschen damit auf, nur an sich selbst zu denken. Gibt es Pläne für neue wirtschaftliche Beziehungen innerhalb des Rahmens eines „virtuellen Kabbala Staates“. Oder ist es dafür noch zu früh? Vielleicht können wir vorübergehend wirtschaftliche Modelle umsetzen und sie in eine neue kapitalistische globale Wirtschaft einfließen lassen? Was denken Sie – wie könnte sich die Weltwirtschaft zu einem idealen Zustand entwickeln?

Antwort: Wir sollen die Gesellschaft und ihre Einrichtungen nicht künstlich verändern, sondern unsere Beziehungen untereinander von egoistisch zu altruistisch transformieren, durch das Höhere Licht. Die Weisheit der Kabbala erklärt uns genau, wie wir der Natur ähnlich werden können. Durch das Studieren erwecken wir das Höhere Korrigierende Licht (Umgebendes Licht, Or Makif). Es verändert uns, gibt uns Verlangen, Gedanken und Kräfte, um alles innerhalb von uns selbst und zwischen uns zu verändern.

Wenn wir uns nicht durch den Einfluss des Höheren Lichts verändern, sondern nur das verändern, wozu wir gerade Lust haben, bringt das Chaos über uns – wie der Sozialismus in Russland oder die Kibbuzim in Israel. Amerika wird nun dazu angetrieben, Firmen zu verstaatlichen und so geht es eher in Richtung Sozialismus und nicht mehr zum Kapitalismus. Doch das ist nicht die Art Sozialismus (oder Kommunismus), über den die Kabbala spricht.

Wir, die Mitglieder der Internationalen Kabbala Akademie (Bnei Baruch), müssen Folgendes tun:

1. Für unsere Existenz nur das Nötigste zu beanspruchen.
2. Uns selbst korrigieren, indem wir die Kabbala in der richtigen Umgebung studieren (für die „richtige Umgebung“ siehe Artikel Die Freiheit, der uns erklärt, welche Kraft in unseren Handlungen liegt).

Den Rest macht das Licht.

Unsere Zielvorstellung ist, eine virtuelle Gesellschaft zu bilden, die als Beispiel für die gesamte Welt dienen wird.

Verwandtes Material:
Blog-post: Der Schöpfer wird in der Einheit unseres virtuellen Versammlungsplatzes enthüllt werden
Blog-post: Die Voraussetzung für den Eintritt in die Höhere Welt ist gegenseitige Bürgschaft
Baal HaSulam Artikel: Aufbau der Gesellschaft der Zukunft

Die Finanzkrise hat Karl Marx in Europa modern gemacht


Nachrichtenmeldung (übersetzt von RB.ru): Die globale Finanzkrise, die Pleiten und unzählige Jobverluste mit sich gebracht hat, hat das Interesse der Europäer an den Ideen von Karl Marx, dem Begründer des wissenschaftlichen Kommunismus, wiederbelebt. Buchverleger in Berlin sprechen davon, dass „Das Kapital“ – Marx‘ Hauptwerk – auf dem Weg ist, ein Bestseller zu werden.

Kürzlich wurde der Präsident von Frankreich, Nicolas Sarkozy, beim Lesen dieses Buches gesehen. Der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück äußerte sich positiv über das Buch, und sogar der Papst in Rom hat es wegen seiner „tiefgreifenden Analysen“ gepriesen. Je länger die Finanzkrise andauert, desto verwirrter werden die Menschen. Sie fragen sich: „Warum ist mir das passiert?“

Meine Antwort: Ich hoffe, dass sie so rasch wie möglich zum Wissen der Kabbala gelangen. Universelle Gleichheit, die Vorstellung, dass alle verdient haben zu erhalten, was sie brauchen, und von ihnen erwartet wird, dasjenige zu geben, was ihren angeborenen Fähigkeiten entspricht, und die Vorstellung der gegenseitigen Bürgschaft und Brüderlichkeit – das alles sind positive Dinge, aber nur als ein Mittel und nicht als das Ziel. Sie sollten Hilfsmittel sein, uns dem Schöpfer anzugleichen, uns Ihm anzunähern und Anheftung an Ihn zu erreichen. Andernfalls werden diese Ideen – die Art wie sie gewöhnlich verwendet werden – uns wieder in Terrorregimes und einen Weltkrieg führen.

Es war ein Fehler, die kommunistische Idee ins Leben zu rufen, denn in der Theorie erscheint alles gut und richtig. Es ist jedoch unmöglich, die egoistische Natur des Menschen in Altruismus umzuwandeln. (Siehe Baal HaSulams Zeitung HaUma (Die Nation)“). Darüber wird die gesamte Menschheit „stolpern“. Die Krisen und die Globalisierung werden uns enthüllen, dass wir eng miteinander verbunden sind, und wir deshalb das Gesetz „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst„ befolgen müssen. Aber unsere Veranlagung wird uns nicht erlauben danach zu handeln. Wir sind bereit, einander und die gesamte Welt zu zerstören, denn wir sind nicht fähig, in gegenseitiger Bürgschaft zu leben. (Siehe den Artikel Arvut (Gegenseitige Bürgschaft)“).

Daher wird nur die Methode, die die menschliche Natur von Egoismus in Altruismus korrigiert – die Kabbala – uns helfen zu überleben. Denn die Kabbala zieht das Höhere Licht auf den Menschen, das uns geschaffen hat, und alleine fähig ist uns zu verändern.

Kabbala wird die Menschen verändern, wie man in der Praxis sehen kann, und wird uns befähigen, das Gesetz der brüderlichen Gemeinschaft innerhalb des geschlossenen globalen Systems der Menschheit zu befolgen. Daher ist es ganz natürlich, dass Menschen Interesse an Marx zeigen. Jedoch kann diese Theorie in der Praxis nicht verwirklicht werden. Um das umzusetzen brauchen wir die Höhere Kraft, die den Menschen korrigiert, und nur die Kabbala kann uns das bieten. Ich hoffe, die Menschen werden dies bald realisieren und sich danach sehnen, es auf gute Weise zu verwirklichen, anstatt sich noch mehr Leiden zuzufügen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Arznei gegen die Globale Krise
Blog-post: Der Beginn der Erleuchtung
Kabbala Blog: Eine kabbalistische Interpretation der Wortschaftskrise
Baal HaSulam Artikel: Exil und Erlösung

Die einzigartige Kraft der Kabbala


Das Höhere Licht leuchtet für jeden, der sich in das Studium der Weisheit der Kabbala vertieft, auch wenn er es nicht spürt, denn er ist noch nicht ausreichend korrigiert, um dieses Licht in seinem Inneren zu empfangen. Trotzdem korrigiert ihn diese Erleuchtung von Oben und bereitet ihn stufenweise auf das Empfangen des Lichtes vor.
Baal HaSulam, Einführung in die Lehre der Zehn Sfirot, Punkt 155

Alle Hürden, die ein Mensch erfährt, kommen von Oben, damit sie seine spirituelle Entwicklung vorantreiben – daher ist er mit seinem derzeitigen Entwicklungsstand nie zufrieden. Nur jenen, die der Schöpfer näher an Sich heranbringen möchte, schickt er Hilfe, um ihnen zu zeigen, dass sie spirituell nicht fortschreiten und Er gibt ihnen ebenfalls Gedanken, die sie an Ihm – dem Schöpfer – zweifeln lassen.
Baal HaSulam, Shamati, Es gibt nichts außer Ihm

Das Schöpfungsziel besteht darin, den Geschöpfen Freude zu schenken, und solange ein Mensch nicht alle Freuden empfängt, die der Schöpfer für ihn vorgesehen hat, hat er das Schöpfungsziel nicht erreicht.
Rabash, Das Wesen und die Korrektur der Schöpfung

Es ist die Aufgabe des Menschen, durch eigene Korrektur das Schöpfungsziel zu erreichen. Die Korrektur liegt darin, die Eigenschaft des Schenkens zu erlangen. In dem Ausmaß, wie ein Mensch über diese Eigenschaft verfügt, empfängt er das, was der Schöpfer für ihn vorgesehen hat.
Rabash, Das Wesen und die Korrektur der Schöpfung

Ein Mensch muss nicht nur sein Außen sondern auch sein Innen korrigieren – sein „Ich“, seinen Egoismus. Dies kann nicht durch äußere Handlungen geschehen – durch Fasten oder Einschränkung. Im Gegenteil: Der Egoismus liebt solche Einschränkungen, denn er kann auf sie stolz sein. Die Korrektur liegt darin, seine Bedeutungslosigkeit gegenüber den Freunden zu spüren – jenen, mit denen er die Kabbala studiert – aber keinesfalls gegenüber anderen.
Baal HaSulam, Pri Chacham – Briefe, S. 75

Ein kleines Loch im Herzen reicht, damit ein Mensch sich wieder dem Schöpfer zuwendet, doch nur unter der Voraussetzung, dass die Nadel in lebendem Fleisch steckt und nicht in totem.
Rabbi Menachem Mendel (Der Kotzker Rebbe), Es gibt nichts Vollkommeneres als ein gebrochenes Herz, S. 30

Der Heilige Krieg ist kein Krieg zwischen den Menschen, sondern er findet in dir selbst statt. Er bricht dann aus, wenn du gegen deine dunkle Seite ausholst und deiner guten Seite sagst: „Wachse!“
Rav Kook, Maamarei Reiya, 508

Zahlreiche falsche Doktrinen gibt es vor der Ankunft des Messias. Du kannst dich vor ihnen schützen, indem du jeden Tag den Sohar studierst. Auch wenn du kein einziges Wort dieses Buches verstehst, wird es dennoch dein Herz reinigen.
Or Jasharim, Mira Dah’ya

Wenn man eine Stunde lang das Buch Sohar studiert, hat man mehr davon, als ein Jahr lang den einfachen Kommentar darüber zu lesen.
Kisseh Melech, Tikun 43, Kapitel 60

Der Schöpfer hat keine größere Freude, als wenn die Menschen Kabbala studieren. Eigentlich wurde der Mensch nur dazu erschaffen, die Kabbala zu studieren.
Rabbi Chaim Vital, Einführung zu Shaar HaHakdamot

Während der Schöpfer sich verhüllt, erlaubt Er das Böse – jedoch nicht bis zur völligen Zerstörung der Welt. Dadurch enthüllt manch einer erst später die Einzigkeit des Schöpfers und die Korrektur alles Bösen durch Seine allmächtige Kraft.
Ramchal (Moshe Chaim Luzzato), Da’at Tevunoth, S. 185

Es gibt keine einzige Handlung, die nicht vom Höheren Licht kommt.
Ramchal, Adir BaMarom, S. 227

Alle Gebote dienen dazu, das Herz zu korrigieren, obwohl sie von physischen Handlungen sprechen oder in Versen zitiert werden – aber der Schöpfer will nur die Korrektur der Absichten im Herzen eines Menschen.
Abraham ben Meir ibn Ezra, Yesod Mora, S. 8

Wenn wir unsere Absichten ändern, verändern wir die gesamte Wirklichkeit


Eine Frage, die ich erhielt: Was kann jederman tun, um die Weltlage zu verändern?

Meine Antwort: Keine körperlichen, politischen, wissenschaftlichen oder gesellschaftlichen Handlungen können unsere Welt verändern. Wenn man daher die Welt nicht ändern kann, könnte man sich selbst vielleicht ändern. Was bringt uns das?

Die Physiker sind dabei zu entdecken, dass die Ergebnisse der wissenschaftlichen Experimente von der Gegenwart des Menschen abhängen, obwohl sie weder den Grad der Beeinflussung noch ihre Beschaffenheit kennen. Durch das Studium der Kabbala kann der Mensch erkennen, wie sein Bewusstsein und seine Absichten die Wirklichkeit beeinflussen und wie wir diesen Einfluss kontrollieren, um die Wirklichkeit zu verändern.

Es gibt eine anfängliche, beständige und absolute Wirklichkeit – die Welt der Unendlichkeit. Außerdem gibt es noch eine Wirklichkeit, die wir mit unseren Absichten erschaffen. In unserer Welt haben wir noch nie vorher unsere egoistischen Absichten geändert. Wir wußten nicht, dass wir mit der Veränderung einer Absicht von „um meiner selbst willen“ zu „um andererwillen“ bereits die Wirklichkeit verändern können.

Wir wußten nicht, dass wir die Wirklichkeit zu solchem Maße verändern können, dass wir der Eigenschaft des Schöpfers – „schenken und lieben“ ähnlich werden. Die Kabbala sagt uns, wie man das macht.

Am Ende unserer spirituellen Entwicklung werden wir davon überzeugt, dass wir außer uns nichts zu ändern haben (und nicht die Welt). Indem wir diese Veränderung bei uns vornehmen, ändern wir nicht nur unsere Welt, sondern auch die gesamte Wirklichkeit wird sich vom Körperlichen zum Spirituellen – vom Leben im Körper zum Leben in der Seele – verändern.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Vorraussetzung für den Eintritt in die Höhere Welt ist gegenseitige Bürgschaft
Blog-post: Absicht und Handlung
Blog-post: Die Arznei gegen die Globale Krise