Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Was macht einen zum Propheten?


Zwei Fragen, die ich über Weissagung erhielt:

Frage: Sie sprechen nicht darüber, ob es in unserer Zeit große Kabbalisten gibt. Wie ist es mit Propheten?

Meine Antwort: Als Antwort zitiere ich den folgenden News-Report (von stern.de):
„Drei Tage vor dem Erdstoß tauchten in den Straßen von Mianzhu mehrere tausend Kröten auf – in dieser Stadt starben mehr als 2000 Menschen durch das Beben … Am 12. Mai, als sich das Erdbeben der Stärke 7,9 ereignete, wurde der Zeitung „Wuhan Evening Paper“ zufolge bei Zootieren ein ungewöhnliches Verhalten beobachtet: Zebras schlugen ihre Köpfe gegen die Tür ihres Geheges, Elefanten schwenkten wild den Rüssel. Die rund 20 Löwen und Tiger, die sonst üblicherweise einen Mittagsschlaf halten, liefen unruhig umher. Wenige Minuten vor dem Erdstoß hätten Dutzende Pfaue zu kreischen begonnen.“

Frage: Sind diese Tiere Propheten?

Meine Antwort: Ein Prophet ist jemand, der mit der Natur, dem Schöpfer verbunden ist. Wenn jemand eins mit der Natur ist, dann nimmt er sie jenseits von Zeit wahr – nicht in Bezug auf sich selbst, sondern so wie sie wirklich ist. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft fließen ineinander. Nur zu, machen Sie Ihre Voraussagungen!

Ein Kabbalist ist jemand, der einen Teil seiner Verbindung mit dem Schöpfer wieder hergestellt hat, und in dem Maße Seinen Gedanken, Seinen Plan und Sein Ziel versteht. Er kann seine Übereinstimmung mit dem Schöpfer (die Eigenschaft des Schenkens, die der Natur eigen ist) zu einem solchen Niveau erweitern, dass er Ihn ganz und gar versteht – und das ist das Niveau des Propheten.

Verwandtes Material:
Blog-post: Alle Propheten schrieben über uns
Kabbalablog: Eine kabbalistische Deutung der Geschichte des Propheten Jona
Kabbalablog: Geschichte der Kabbala: ARI – Die Gründung der modernen Kabbala
Baal HaSulam – Rabbi Yehuda Ashlag

Das einzige Gebot ist Gleichheit mit dem Schöpfer


Eine Frage, die ich über den Unterschied zwischen Religion und der Kabbala erhielt:

Frage: Ist Studieren der Tora und Einhalten der Mizwot das gleiche wie religiös zu sein?

Meine Antwort: Ja

Frage: Wenn das Wort „religiös“ dogmatisch, erstarrt und verschlossen bedeutet, mag ich es nicht.

Meine Antwort: Aber der Zweck der Religion liegt im Bewahren, im sturen Einhalten. Dies ist exakt der Genuss, den jemand verspürt, wenn er religiös ist.

Frage: Aber die Art, wie ich zusammen mit Chassidut und Kabbala die Tora studierte und die Mizwot (Gebote) praktizierte, , scheint etwas sehr Kraftvolles und Wichtiges zu sein.

Meine Antwort: Es gibt keine Gebote in der Kabbala, außer der Gleichheit mit dem Schöpfer durch „Liebe Deinen Nächsten wie dich selbst“.

Frage: In der Tora gibt es einen enthüllten und einen verborgenen Teil und sie wirken gemeinsam. Fungieren demnach das kontinuierliche Torastudium und Praktizieren der Mizwot (von Juden und jenen, die sich davon angezogen fühlen) nicht als Plattform oder Fundament zum Studieren der Kabbala?

Antwort: Nein

Frage: Bewahren die traditionellen Praktiken nicht das verborgene kabbalistische Wissen, das noch enthüllt werden muss?

Meine Antwort: Nein

Frage: Oder sagen Sie, dass alles der alten Wege der Tora wie ein Mantel abgelegt werden muss und nur die Wissenschaft der Kabbala übrigbleiben sollte?

Meine Antwort: Ja

Frage: Ich möchte meine Frage erläutern und sagen, dass ich Ihre Einführung in die Kabbala auf Ihren Internetseiten auf eine wundervolle Weise als kraftvoll, bereichernd und notwendig erachte. Ich betrachte meine Gefühle ( konfliktreich, verwirrt und intensiv) als Teil meines Korrekturprozesses und ich habe diese Fragen voller Respekt und im Geiste des Wachstums und der Akzeptanz gestellt.

Meine Antwort: Vielen Dank!

Verwandtes Material:
Blog-post: Religion ist eine kulturelle Tradition, Kabbala ist die Methode der Korrektur
Blog-post: Religion und Kabbala sind Gegensätsen
Artikel: Unterschied der Kabbala von der Religion

Ratschlag für Studenten: Studiere, verbinde dich und verbreite


Fragen, die ich über den spirituellen Pfad erhielt:

Frage: Ich studiere Kabbala schon seit geraumer Zeit (mehr als vier Jahre) und habe von Anfang an verbreitet. Seit meiner ersten Lektion bis heute spüre ich, wann immer ich durch etwas in der Lektion (oder von Nachrichten über eine großartige Verbreitungsaktion) besonders beindruckt bin, eine klare körperliche Empfindung, die einmalig ist und die ich niemals in einer anderen Situation verspüre. Es fühlt sich wie eine Energiewelle an (wie Elektrizität), geht durch meinen ganzen Körper und ist so eine Art angenehmes Gefühl. Trotzdem verwirrt es mich jedesmal. Ich weiß nicht, ob das normal ist, was es bedeutet und wie ich mich verhalten soll. Ich weiß, dass sich Spiritualität nicht in der Körperlichkeit wiederspiegelt und dass ich nicht darüber verwirrt sein sollte, aber ich wollte Sie das schon seit langem fragen. Was bedeutet das nun und wie sollte ich mich verhalten?

Meine Antwort: Schritt für Schritt wird alles Ausgewogenheit erlangen. Sie sollten Studium und Verbreitung einfach miteinander abwechseln.

Frage: Könnten Sie bitte erklären, wie man seine Anstrengungen messen kann? Ich könnte annehmen, dass ich eine Menge Anstrengungen investiere, während andere, die mich beobachten, sagen könnten, dass ich das nicht tue. Und in welchem Bereich sollten die Bemühungen unternommen werden, in der Verbreitung oder im Studium?

Meine Antwort: Wenn Sie stets über spirituellen Fortschritt nachdenken, heißt das, dass Sie die notwendigen Anstrengungen machen.

Frage: Wie erklären Sie es, wenn eine Person, die vor Unterrichtsbeginn überhaupt nicht schläfrig war, während der Lektion einschläft?

Meine Antwort: Das passiert, weil das Material, das Sie studieren, nicht mit Ihren spirituellen oder physischen Interessen und Verlangen übereinstimmt.

Frage: Ich bin auf dem Weg des Leidens, aber ich trenne mich niemals von der englischen Ausführung des Buches „Shamati“ Was kann ich sonst noch tun, um sicher zu stellen, dass alles was ich durchlebe kein Abfall (Verschwendung) sein wird?

Meine Antwort: Studieren Sie, verbinden Sie sich mit den anderen und verbreiten Sie. Besonders zu Zeiten des Leidens, oder mit anderen Worten, während Sie noch nicht das Höhere Licht auf Sich erweckt haben, sollten Sie sich auf die gemeinsame Verbreitung mit Freunden konzentrieren.

Frage: Kabbala studiere ich seit zwei Jahren und ich hatte bereits einige Abstiege. Genau jetzt bin ich im Stadium eines Abstiegs, der vor eineinhalb Wochen begann. Er brachte mich in ein Umfeld mit Leuten, die nicht an Spiritualität interessiert sind. Jetzt teilt mir meine Depression mit, dass ich zum Studium zurückkehren soll. Wie kann ich damit leben?

Meine Antwort: Das ist die Art des Schöpfers, Sie zu Sich zu drängen, denn auch die Abstiege kommen von Ihm. Sie brauchen eine Gruppe, ein gründliches Lesen der „Shamati“ Materialien und beständiges Studium mit uns. Sonst werden Sie es nicht schaffen!

Verwandtes Material:
Blog-post: Der Grad der spirituellen Entwicklung hängt von den eigenen Anstrengungen ab
Blog-post: Wir erheben das gesamte Universum bis zum Schöpfer
Blog-post: Die Ursache aller Probleme dieser Welt
Handbuch der Absichten, Seite 136, Kapitel „Die Absicht der Gruppe“

Kabbala ist für alle!


Eine Frage, die ich erhielt: Nach einem Leben des Studierens und Suchens konvertierte ich vor fünf Jahren zum Judentum. In diesen vergangenen Jahren war ich von der Tora und ihrem Pardes eingeschüchtert. Nun bin ich aufgrund Ihrer Vorträge zu einer gefährlichen Frage gekommen. Wenn Bore Olam (der Schöpfer) sagt: „Meine Gedanken sind nicht deine Gedanken“ und die Weisen sagen, die Tora sei die Weisheit des Bore Olam, also seine Gedanken, bedeutet das, die Juden haben all das während der letzten tausend Jahre falsch verstanden und meine Suche hat mich in Wirklichkeit zum falschen Platz gebracht?

Meine Antwort: Der Mensch wurde von Beginn an egoistisch geschaffen. Seine Gedanken sind im Gegensatz zu den Gedanken des Schöpfers. Die kabbalistische Gruppe (Abrahams Studenten) wurde aufgrund ihres Strebens „das Volk Israel“ genannt. Isra-El – direkt zum (Ähnlichkeit mit dem) Schöpfer. So lebten sie, bis sie vom spirituellen Niveau des „Liebe Deinen Nächsten wie dich selbst“ in den Egoismus abfielen. Das wird die Zerstörung des Tempels genannt.

Seither existierte diese Gruppe im Exil vom spirituellen Niveau – im Egoismus und „unbegründeten Hass zueinander“. Anstatt zum Schöpfer zu gelangen, ist Er vor ihr verborgen. Anstatt direkter Kommunikation mit Ihm gibt es die Religion. Anstatt der gemeinsamen Handlung mit dem Schöpfer (Korrektur und Anheftung) führt sie auf dem Egoismus basierende mechanische „Gebote“ aus (Mizwot Anashim Melumeda – mechanische Handlungen, die uns von Kindheit an beigebracht und automatisch ausgeführt werden.)

Niemand trägt die Schuld an diesem Zustand der Nation – der Verderben musste geschehen. Aber heute (seit bereits fast 100 Jahren schon) sind wir verpflichtet, mit unserer eigenen Korrektur und dadurch aus dem Exil heraus zu kommen. Jene, die sich dem widersetzen, sind die Widersacher der Nation, der Welt und des Schöpfers.

Dazu sollten Sie gerade die Kabbala studieren. Es ist egal, welcher Religion Sie angehören. Kabbala ist für alle!

Verwandtes Material:
Blog-post: Tauche in die Wasser des Schenkens ein und du wirst rein werden
Baal HaSulam Artikel: Matan Torah (Gabe der Tora)
Baal HaSulam Artikel: Exil und Erlösung
Artikel: Erbe das Land

Die Bedeutung der Religion in unserem Leben

Eine Frage, die ich erhielt: Sie sagen, dass Kabbala in keinster Weise etwas mit Religion zu tun hat. Warum haben dann Christen, Muslime und Anhänger anderer Glaubenssysteme keine kabbalistischen Bücher? Kommen diese nicht alle aus der jüdischen Religion?

Meine Antwort: Baal HaSulam schreibt, dass die Menschen ihre entsprechenden Religionen sogar nach der endgültigen Korrektur – der Vereinigung mit dem Schöpfer – beibehalten. Dies ist ein Zeichen dafür, dass äußerliche Handlungen in keinster Weise in Bezug zur Spiritualität stehen, auch wenn viele Menschen diesen Handlungen große Bedeutung beimessen.

Die Weisheit der Kabbala wurde vor 4.000 Jahren in Babylon von Abraham entwickelt. Die jüdische Religion, wie wir sie heute kennen, erschien erstmals vor 2.000 Jahren, nach dem Fall des jüdischen Volkes von einem spirituellen Niveau. Die Kabbala wurde anschließend verborgen (als der Sohar geschrieben wurde), und alles was blieb, war ein physischer, egoistischer „Abdruck“ der vorangegangenen spirituellen Lebensweise. So bildete sich der Judaismus in der Art, wie er heute existiert.

Später entstanden daraus auch das Christentum und der Islam.

Die jüdische Religion entwickelte sich zu orthodoxen, konservativen oder reformierten Teilgebieten. Der Unterschied zwischen ihnen liegt lediglich in größeren oder kleineren Beschränkungen in der Befolgung der physischen Gebote. Daher verstehen sie sich untereinander, befinden sich auf dem gleichen egoistischen Niveau und erhalten dies gemeinsam aufrecht.

Anders gesagt, das Handlungsziel befindet sich innerhalb der Person, d. h. in der Absicht, „für sich selbst zu empfangen“.

Auf der anderen Seite, ruft die Kabbala dazu auf, der Absicht „des Schenkens“ zu folgen („für deinen Nächsten oder für den Schöpfer, d. h. „außerhalb sich selbst“).

Es geht nicht darum irgendwelche physischen Handlungen zu befolgen. Es geht vielmehr um innere Handlungen als um äußerliche (siehe dazu Punkt 61 aus der „Einführung in das Buch Sohar“). Folglich ist Kabbala das genaue Gegenteil aller Religionen.

Das ist der Grund dafür, warum sich Religionen untereinander verstehen, aber Kabbala für absolut unakzeptabel halten. Die Menschheit wird noch von vielen Schicksalsschlägen heimgesucht werden, bevor sie den Plan des Schöpfers enthüllt – ihm durch die eigene Absicht näher zu kommen.

Heutzutage kommt die Kabbala wieder in Verwendung, um den Menschen zu korrigieren. Wir müssen sie in unser Leben integrieren, indem wir damit beginnen, uns selbst zu korrigieren. Es gibt auch einen Platz für Religion: als eine Form von Kultur. Dies liegt daran, dass die Kabbala dem Menschen den Schöpfer und die Höheren Welten enthüllt und so keinen Raum für Vermutungen über sie übrig lässt. Alles was unter diesen Umständen von der Religion übrig bleibt sind Gebräuche und Traditionen.

Religionen sind der Kabbala deshalb feindlich gesonnen, weil Kabbala jedem Menschen Aufschluss darüber gibt, wie der Schöpfer zu enthüllen ist und auf diese Weise die Notwendigkeit von Religion negiert. Indem sie Menschen eine persönliche Verbindung mit dem Schöpfer gibt, beschneidet sie die Macht religiöser Führer über die Menschen.

Trotzdem befürworten Kabbalisten die Bewahrung der Religion als eine Tradition oder Kultur, als Rahmen und Lebensstil einer Nation. Gleichzeitig sagt die Kabbala, dass wir diese Lebensart mit der Erreichung des Schöpfers ergänzen sollten – was das Schöpfungsziel des Menschen ist und sein vollkommener Zustand.

Verwandtes Material:
Blog-post: Religion ist eine kulturelle Tradition, Kabbala ist die Methode der Korrektur
Blog-post: Die Lösung – Auszüge aus den Schriften der zukünftigen Generation (Baal HaSulam)
Baal HaSulam Artikel: Das Wesen der Religion und ihr Ziel

Am Anfang schuf G-tt die Himmel und die Erde


Eine Frage, die ich erhielt: „Am Anfang schuf G-tt die Himmel und die Erde.“ (Genesis 1,1) Warum? Was war das Motiv? Was war der Plan? Wie konnte der Schöpfer diese Welt erschaffen, ohne über alle Konsequenzen nachzudenken?! Das beweist die Geschichte der Flut , wo G-tt sprach: „Ich will den Menschen, den ich geschaffen habe, von der Fläche des Erdbodens vertilgen … denn es reut mich, dass ich ihn gemacht habe.“ (Genesis 6,7) – als ob Er nicht gewusst hätte, dass dies geschehen würde.

Meine Antwort: Es existieren nur zwei Dinge: das Geschöpf – der Wille, Licht zu empfangen – und der Schöpfer – das Licht, der Wille Genuss zu bereiten. Solange das Geschöpf dem Licht gleich ist und „um Seinetwillen“ zu empfangen wünscht, um Ihm Freude zu bereiten – empfängt es das Licht. Und wenn das Geschöpf nicht wünscht, „um des Schöpfers Willen“ zu handeln, befindet es sich im Gegensatz zu Ihm, da Er danach verlangt, das Geschöpf zu erfreuen. Dann spürt das Geschöpf Ihn oder Sein Licht nicht, sondern stattdessen vollkommene Dunkelheit, eine schwarze Kopie des Lichtes – unsere Welt.

„Am Anfang schuf G-tt die Himmel und die Erde“ bedeutet, dass Er die Eigenschaften von Geben und Empfangen erschuf. Wozu? Damit der Mensch diese Eigenschaften im Innern vermischt und frei wählt, welche er gebrauchen möchte: Egoismus oder Altruismus. Den Rest können Sie in meinen Büchern lesen (als kostenloses Download erhältlich).

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Quelle des Glücks
Blog-post: Verschmelzung mit dem Schöpfer, aus ausgewählten Quelltexten
 
 

Liebe und Hass liegen dicht beieinander


News Report (von pressetext.at): „Wissenschaftler haben die physische Natur des Hasses untersucht und herausgefunden, dass einige der dafür verantwortlichen Nervenschaltkreise im Gehirn die gleichen sind wie jene, die während des Gefühls romantischer Liebe aktiv sind – obwohl Liebe und Hass als polare Gegensätze erscheinen … der ‚Hass-Schaltkreis‘ hat etwas mit dem ‚Liebes-Schaltkreis‘ gemeinsam.“

Mein Kommentar: Gemäß Kabbala liegt der Unterschied zwischen Liebe und Hass nur in dem Ziel unserer Absicht: „auf sich selbst gerichtet“ oder „von sich weg“. Wenn wir außerdem damit beginnen, systematisch daran zu arbeiten, die Empfindung von Liebe zu erlangen, dann werden wir spüren, dass wir „aus uns selbst herauskommen“. Dort – „außerhalb von uns selbst“ – empfinden wir eine vollkommen andere Bewegung von Zeit, Raum und Wahrnehmung bis zu dem Punkt, an dem wir aufhören, uns selbst wahrzunehmen und das „Selbst“ mit „Andere“ ersetzen. Indem wir das Zentrum der Wahrnehmung von „innerhalb von uns“ nach „außerhalb von uns“ verlegen, werden wir die Höhere Welt, den Schöpfer, spüren. Dies werden wir exakt in den Verlangen der anderen spüren!

Frage: Was ist die spirituelle Wurzel von unerwiderter Liebe?

Meine Antwort: In der Spiritualität gibt es nichts wie unerwiderte Liebe! Das gibt es nur in unserer Welt, wenn der Egoismus eines Menschen nicht spürt, dass er von seinem Partner erfüllt werden könnte. Das liegt daran, dass unsere Egos uns voneinander entfernen und alles darauf aufgebaut ist, einander zu gebrauchen.

Wenn es jedoch eine spirituelle Verbindung gibt, dann ist alles auf Schenkung und gegenseitiger Ergänzung aufgebaut. Dies wird definitiv entsprechend dem Maß unserer Korrektur geschehen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Liebe versorgt die anderen mit den Mitteln, ihren Punkt im Herzen zu füllen
Blog-post: Die Kabbala befasst sich ausschließlich mit der Erreichung des Schöpfers
Kabbala Heute Artikel: Liebe – Entschlüsselt

Der Schöpfer wird uns zur Vereinigung zwingen


Eine Frage, die ich erhielt: Ich fühle mich von der Spiritualität abgestoßen. Ich spüre, dass ich mein Leben als eigenständige Person durchleben möchte und nicht als Teil einer Gruppe. Ich kapiere, dass das Ziel der Spiritualität darin liegt, alle Genüsse zurückzuweisen. Ich meine, was gibt es schon in der spirituellen Welt zu genießen? Ich bin nicht bereit, mein normales Leben für die Spiritualität abzulegen. Wie kann ich um ein anderes Verlangen beten, wenn es eigentlich überhaupt nicht mein Verlangen ist?

Meine Antwort: Der Schöpfer (Kabbala) veranlasst Sie nicht, etwas gewaltsam zu tun. Stattdessen zwingt er uns, indem er uns in diesem Leben Leiden gibt und durch diese den Menschen vorwärts schiebt. Allerdings ist es möglich, unseren Entwicklungsweg durch den Gebrauch der Kabbala zu beschleunigen und ihn zu vereinfachen.

So oder so werden alle das Ziel, wozu sie erschaffen wurden, erreichen: Sie werden dem Schöpfer gleichwertig, indem sie sich innerhalb eines integralen Verlangens vereinen. Dies geschieht entweder durch den Weg des Leidens oder den Weg des zur Quelle – zur Gleichstellung mit dem Schöpfer (der Qualität von Liebe und Schenkung) – zurückbringenden Lichts.

Gerade jetzt erkennt jeder auf der Welt ein gemeinsames Leiden, das einzig eine Ursache hat – eine mangelnde Verbindung zwischen allen Menschen innerhalb eines Verlangens. Aber der Schöpfer wird uns zur Vereinigung zwingen!

Verwandtes Material:
Blog-post: die Menschheit ist ein einziger integraler ineinandergreifender Organismus
Shamati #4: Der Grund für die Schwierigkeit sich vor dem Schöpfer zu annullieren

Zuversicht


Wie können wir zuversichtlich sein, wenn wir uns für nichts in unserem Leben entscheiden, für den Augenblick leben und keine Ahnung von dem haben, was als nächstes kommt? Nur die Enthüllung des Schöpfers und die Erfüllung mit Seinem Licht kann uns das Gefühl des Einsseins mit dem Universum und das Verständnis über die Ursache (den Anfang), den Prozess (unser Leben) und das Ziel (das Ende) unseres persönlichen Lebens und allem was existiert geben.

Aus diesem Grund erlangen wir das Gefühl der Zuversicht nur in dem Maße, in dem wir dem Schöpfer anhaften, weil wir Eigenschaften und Kräfte erwerben, die über der Natur stehen und uns dadurch mit der Höheren Führung verbinden.

Gefühle von Unsicherheit, Verwirrung und Angst werden weiterhin wachsen, um uns zu zwingen, das Ziel zu erreichen und wahre Zuversicht zu gewinnen!

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Kabbala befasst sich ausschließlich mit der Erreichung des Schöpfers
Artikel: In sich den Schöpfer finden

Es ist kein Laster, entfremdete Seelen dem Schöpfer näher zu bringen


Eine Frage, die ich erhielt: Ich glaube, das Hauptproblem, das Menschen mit Ihnen haben, ist dass Sie allen Kabbala lehren, sogar säkularen Menschen und Nicht-Juden.
Meine Antwort: Hier ist ein Zitat darüber vom Rabbi von Breslau in Likutei Yedut Meshulash, Kapitel „Emet Ve Tzedek“:

„ In jeder Generation werden die Rechtschaffenen beurteilt. Dieses Argument handelt hauptsächlich von den Rechtschaffenen, die jene Seelen näherbringen, die dem Schöpfer am stärksten entfremdet sind, weil die Qualität der Gegensätzlichkeit im Ausmaß der Seelen enthüllt wird und Eifersucht in den Herzen der Seelen aufglimmt. Manchmal kommt Eifersucht auch in den Herzen der Weisen auf und zwingt sie denjenigen zu widersprechen, die rechtschaffen sind und die Seelen so nahe zusammenbringen, dass es ihnen so erscheint, als seien deren Handlungen falsch. Dies passiert immer wieder und es begann, als die Stämme von Israel mit Josef im Streit waren.“

Darum mache ich mir keine Sorgen, und ich schlage vor, Sie entspannen sich ebenfalls!

Verwandtes Material:
Blog-post: Die heutigen Seelen können nicht unterdrückt werden
Blog-post: Der Schöpfer hat weder Arme noch Beine
Artikel: Wer bin ich?
Baal HaSulam Artikel: Matan Torah (Gabe der Tora)
Baal HaSulam Artikel zum Abschluss des Buches Sohar