Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Offenbarung'

Wie können wir aus diesem Albtraum erwachen?

Frage: Wie kommt man aus der zerstrittenen, krisengeschüttelten Realität zu einer guten und geeinten Realität?

Antwort: Es ist, als ob man aus einem Traum erwacht, die schlechte Welt vor sich sieht, dann wieder die Augen schließt, um in einer guten, realen Welt aufzuwachen.

Die böse Welt, die man zuerst gesehen hat, war nur ein Traum, den man nicht wahrhaben will.

Wenn man das zweite Mal aufwacht, dann wird man die wirkliche Welt sehen, nicht die, die man sich vorher vorgestellt hat. Über die spirituelle Offenbarung steht geschrieben: „Wir waren wie im Traum“.

Wie kann man aus diesem schrecklichen Traum aufwachen und in einer guten Welt erwachen? Dagegen gibt es ein Mittel: Man muss seine kranke Wahrnehmung heilen. Schließlich befindet man sich immer noch in einer wunderbaren Welt, im Paradies indem es kein Leid, keinen Schmerz und nichts Böses gibt – nur absolute Güte. Das Einzige, was man braucht, ist eine Änderung der Wahrnehmung.

Wir befinden uns in einer Sphäre, in der alles Gute eine vollständige Umkehrung erfährt und zum Bösen wird. Deshalb sehen wir alles Gute als Böses an. Die schöne Welt der Unendlichkeit gibt es nur außerhalb von uns, wir nehmen sie entsprechend unserer schlechten Eigenschaften wahr. Wenn wir unsere Eigenschaften ändern, werden wir die gute Welt sehen.

Wir werden uns inmitten von Engeln wiederfinden, die einander nur mit Liebe behandeln. Es gibt nicht den geringsten bösen Gedanken in irgendeinem von ihnen – es wird eine Welt absoluter Güte sein. Wir dürfen es uns nur nicht selbst verderben und es falsch auffassen.

Wenn man sich schlecht fühlt, dann braucht man nur auf sich schauen. Wir haben großes Verständnis für das eigene Leiden, es gibt ein Medikament, das einen wieder gesund macht. Dieses Medikament ist weder ein Trick noch ein Schmerzmittel. Im Gegenteil wenn man mit seiner Einnahme beginnt, seine Wahrnehmung, seine Vision verändert, dann wird man sehen, dass man vorher wie in einem Traum war.

Die ganze Welt wird sich verändern, nicht nur Teile von ihr: erst 10 % besser, dann 20 %, dann 30 % und so weiter bis zu   100 %. Die Welt wird sich in dem Maß verbessern, wie man seine Eigenschaften verändert: um 10 %, um 20 %.

In dem Maß, in dem man es schafft, sich über seinen Hass auf andere zu erheben, wird man sehen, wie sich deren Einstellung einem gegenüber ändert. Man braucht nicht die Welt zu verbessern und auch niemanden in der Welt zu ändern. Man muss nur sich selbst in Ordnung bringen.

Aus Begegnung der Welten, Teil 2, 16.06.2014

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Sukkot-Feiertag: Der sechste Ehrengast – Josef

Josef wird der Gerechte genannt, und der Gerechte ist das Fundament der Welt. Josef ist es, der einen Menschen in seinen Egoismus führt und seine Verbindung zum Pharao herstellt. Mit seiner Hilfe verbindet sich der Mensch dann mit höheren Eigenschaften wie der von Moses.

Durch Josef beginnen wir, uns mit dem höheren System vertraut zu machen, und dank ihm können wir uns verbinden und versuchen, die spirituellen Eigenschaften zu finden, um der höheren Kraft näher zu kommen und den Schöpfer zu erreichen. Jede spirituelle Qualität wird durch Josef, durch die Sefira Yessod und durch unsere Verbindung erlangt.

Josef ist der Gerechte, das Fundament der Welt, denn nur durch die Verbindung, durch Yessod, erlangen wir alle anderen höheren spirituellen Eigenschaften. In unserer Arbeit ist er das wichtigste und uns am nächsten liegende Gefühl, eine Verbindung in einer Gruppe. Durch den Punkt der Verbindung beginnen wir, seine Eigenschaft zu erkennen.

Die Tora erzählt, wie die Brüder Josef in die Sklaverei verkaufen. Sie verstehen diese Eigenschaft noch nicht, weil sie höher stehen als er und mit der Eigenschaft von Josef noch nicht vertraut sind. Sie halten ihn für einen jüngeren Bruder und sind nicht damit einverstanden, dass er sich hervorhebt.

Das Wichtigste an Josef ist, dass er uns in Verbindung bringt. Er hat keine eigene Eigenschaft, sondern er verbindet alle anderen Eigenschaften in seiner Sehnsucht nach Verbindung und damit zum Schöpfer. Er ist eine gemeinsame Eigenschaft, in der alle anderen Brüder enthalten sind, und sie werden durch den wachsenden Willen zu empfangen, nämlich vom Pharao, verdeutlicht.

Von der Eigenschaft Josefs, von Yessod, geht die Kraft des Lebens und die Kraft der Verwirklichung aus. Die Offenbarung des Pharaos geschieht ebenfalls durch Josef. Zu Beginn der ägyptischen Sklaverei war der Pharao freundlich und es fühlte sich überhaupt nicht wie Sklaverei an. Im Gegenteil, wir haben uns entwickelt, und das alles mit Hilfe von Josef. Er ist der Beginn der Erlangung von Gut und Böse in unserem ganzen Leben, und deshalb ist er uns am nächsten.

Die Eigenschaft Josefs wird durch unsere Verbindung realisiert. Er wird „alles“ genannt, weil alle Eigenschaften in ihm vereint sind und uns durch sie mit dem Schöpfer verbinden. Josef zu erlangen bedeutet, die Einheit zu erreichen, die Essenz unserer Verbindung. Dies ist der erste Schritt, der uns aus dieser Welt herausführt und zur Erlangung des Schöpfers der höheren, spirituellen Welt führt.

Josef ist wie ein Baum, der uns alle Früchte des Lebens bringt. Dies ist eine Verbindung mit der höheren Wurzel, aus der alles Gute in die Welt fließt. Wir nähren uns von ihm; dank ihm leben wir, pflanzen uns fort und vermehren uns. Dies ist der Ort unserer Verbindung untereinander und mit dem Schöpfer; das heißt, es ist der Ort, an dem wir aus dem Gefühl dieser körperlichen Welt heraustreten und in die spirituelle Welt eintreten. All dies geschieht durch die Eigenschaft von Josef, der Stufe, die uns am nächsten ist.

Es ist bekannt, dass wir uns in Zehner verbinden müssen, um wenigstens einen Schritt vorwärts zu kommen. Josef wird „alles“ genannt, weil er alle unsere Eigenschaften in sich vereint. Jeder der zehn Menschen hat seine eigenen Qualitäten, die sich von denen der anderen unterscheiden, aber wenn wir uns über uns selbst erheben, können wir zusammen sein. Wenn wir uns über unsere egoistischen Unterschiede hinwegsetzen, jeder von uns über seinen Egoismus, dann werden wir ähnlich und gleich und können uns verbinden und ergänzen.

Dies erreichen wir in dem Maße, in dem wir die Sefira Yessod erreichen, die “alles” genannt wird. Wenn wir uns über unseren Egoismus erheben und zum Glauben über den Verstand kommen, zur Verbindung in einem Zehner, schaffen wir eine neue spirituelle Eigenschaft, die allen gemeinsam ist und die man den Schöpfer nennt. Er wird aus der Verbindung zwischen uns geboren und sagt: “ Ihr habt mich gemacht!“

Es stellt sich heraus, dass wir durch unsere Verbindung den Schöpfer erschaffen haben; so offenbart Er sich uns gegenüber. Die erste Bekanntschaft mit dem Schöpfer, mit der höheren Kraft, mit der höheren Welt, geschieht durch die Eigenschaft von Yessod.

Geehrte Gäste, Ushpisin, die in die Sukkah kommen, organisieren die richtige Umgebung für uns. Josef ist der letzte in dieser Kette, sozusagen anstelle von Malchut.

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Aus der täglichen Kabbala-Lektion vom 08.10.2020 „Sukkot“

Sukkot-Feiertag: Der vierte Tag – Mose – Führer des Glaubens über den Verstand

Der vierte Tag von Sukkot ist dem Ehrengast (Ushpizin) Moses gewidmet, der Offenbarung der Korrektur in der Sefira Netzach. Es gibt keinen größeren und uns näheren Menschen als Moses, der uns die Methode der Offenbarung des Schöpfers und die Verbindung zwischen dem Schöpfer und den geschaffenen Wesen näher gebracht hat. Deshalb ist Moses so lieb und wichtig für uns.

Moses wird der treue Hirte genannt. Das ist nicht nur die Kraft des Glaubens oder die Kraft der Überwindung, sondern die Kraft der Fürsorge des Schöpfers für die Geschöpfe, die ihnen zur endgültigen Korrektur verhilft. Deshalb wird die gesamte Tora, die die geschaffenen Wesen mit dem Schöpfer in Kontakt bringen soll, Tora des Moses genannt. Dies sind seine Hauptanliegen, sein Hauptwerk und sein Hauptzweck.

Wenn wir von Moses sprechen, meinen wir nicht die physische Person, sondern ein Symbol, eine besondere Eigenschaft und das Wichtigste für uns ist es, in Übereinstimmung mit dem Programm des Schöpfers zu sein und die Welt zu regieren. Deshalb ist es so wichtig für uns, diese Eigenschaft zu verstehen und uns ihr anzunähern.

Moses ist wie ein Hirte, der die Herde begleitet, ein Führer, der seinem Volk hilft, richtig und zuversichtlich auf das Ziel zuzugehen. Die gemeinsame Kraft, die sich um uns kümmert, uns beschützt, bewacht und uns konsequent mit Liebe und Aufmerksamkeit zum Ziel führt, ist die Kraft von Moses, die warm, liebevoll und fürsorglich ist.

Alle diese Kräfte, die uns umhüllen und uns zum Ziel der Schöpfung ziehen, werden Tora genannt. Das ist das höhere Licht, das zu uns kommt, uns umhüllt und uns alle zusammen erfüllt, wie ein Hirte, der seine Herde versammelt und sie nach Hause führt.

Der Hirte hat die besondere Aufgabe, die Herde aus dem Haus zu führen, sie an einen relativ gefährlichen Ort zu bringen und am Abend wieder nach Hause. Dank der Arbeit des Hirten werden die Herden gehegt und gepflegt, sie wachsen und vermehren sich. Der „treue Hirte“ ist ein Führer des Glaubens, denn jedes Mal, wenn seine Schützlinge von zu Hause weggehen und wieder nach Hause zurückkehren, gewinnen sie dank dieser Ausgänge und Rückkehrer immer mehr spirituelle Kraft, mehr Kraft des Glaubens, die Moses in ihnen kultiviert.

Deshalb müssen wir uns selbst als eine solche Gemeinde sehen, die bereit ist, der Kraft des Moses zu folgen, der sich um uns kümmert. Infolgedessen richten wir uns Tag für Tag auf und werden von der Kraft des Glaubens erfüllt, die über dem Verstand steht. Das ist das Wichtigste, was wir brauchen, und diesen Glauben können wir vor allem dank Moses erlangen.

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Aus der täglichen Kabbala-Lektion 10/13/22, „Ushpizin Moses – Sefira Netzach“

Wahlfreiheit und Belohnung

Frage: Wenn der Mensch die Lenkung der höheren Kraft fühlt, kann er dann eindeutig Belohnung und Bestrafung erkennen? Wenn dem so ist, wo bleibt dann seine Entscheidungsfreiheit?

Antwort: Wahlfreiheit besteht immer darin, zumindest fragen zu können, was ich noch tun kann, um mit meinen Eigenschaften, Handlungen, Gedanken und Wünschen dem Ebenbild des Schöpfers näher zu kommen.

Frage: Erkennt der Mensch, der den Schöpfer offenbart, eindeutig Bestrafung und Belohnung?

Antwort: Ja und nein. Es hängt davon ab, was für sein Vorankommen besser ist. Vielleicht verbirgt er es vor sich, will es nicht sehen, damit seine Einstellungen ehrlicher und erhabener sind, oder im Gegenteil, er verbirgt es nicht vor sich und prüft, inwieweit es auf ihn wirkt, um sich in einen erhabenen Zustand zu versetzen, in welchem das Ergebnis der Handlung seine Einstellung nicht beeinflusst.

Frage: Es scheint, dass der Zweck der höheren Kraft darin besteht, unsere Handlungen vom Ergebnis zu trennen, so dass es keine Verbindung gibt. Warum?

Antwort: Man kann andernfalls keine Handlungen des Gebens durchführen, wenn sie vom Ergebnis abhängen. Die Belohnung muss sich aus dem Prozess ergeben.

Wenn ich jetzt versuche, mich mit anderen Menschen zu verbinden oder die höhere Kraft zu offenbaren, ist der Prozess die Belohnung.

Aus der Fernsehsendung „Spirituelle Zustände“, 31.05.2022

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Die Kraft des gemeinsamen Gebets

Kommentar: Victoria schreibt: „Wir haben uns zum Gebet versammelt, tausend Frauen aus der ganzen Welt. Wir sprechen verschiedene Sprachen, wir haben verschiedene Religionen, Glauben, Hautfarben. Aber heute hat jeder eine Bitte. Und plötzlich spürte ich, was mir noch nie zuvor passiert war, dass wir eine einzige Frau waren. Und ich habe auch gespürt, dass der Schöpfer hier ist. Ist das möglich, oder bilde ich mir das nur ein?“

Antwort: Es ist definitiv so! Es ist keine Einbildung oder eine Vermutung, es ist tatsächlich so! Jeder Mensch, der daran teilnimmt und besonders tausend Frauen, wenn sie die höhere Kraft bitten, ohne zu wissen, woran oder wie sie sich wenden, aber sie wollen es, können sie mit ihrem Verlangen den Himmel öffnen.

Dazu ist der Krieg da – um uns zu zeigen, was wir tun müssen, um diese schrecklichen Bedingungen, die uns die Natur gibt, zu überwinden.

Frage: Und Frauen sollten sich wie eine Frau verbinden?

Antwort: Ja. Und Männer sollten dasselbe tun – sich wie ein Mann verbinden.

Frage: Stimmt es, dass diese Zustände kommen und gehen? Soll es so sein?

Antwort: Ja, natürlich. So können wir nach und nach, in Wellen, bis zu einer bestimmten Anzahl von Bitten, Aufrufen, sie alle ansammeln und an den Schöpfer richten. Das funktioniert garantiert.

Frage: Victoria schreibt auch: „Ich spürte, dass der Schöpfer hier ist. Wie ist es, wenn man spürt, dass der Schöpfer hier ist? Ist es nur eine Illusion?

Antwort: Nein, sie hat es richtig gespürt.

Kommentar: Aber der Mensch weiß nicht, was der Schöpfer ist…

Antwort: Das spielt überhaupt keine Rolle. Allmählich wird er es wissen. Genau wie alles andere in unserer Welt. Wir wissen es nicht, und plötzlich beginnt es sich zu manifestieren. Aber wir gewöhnen uns daran, fühlen uns von ihm angezogen, nähern uns ihm an und das war‘ s. So beginnen wir, uns mit diesem Phänomen vertraut zu machen.

Frage: Wenn ein Mensch das Gefühl hat, dass der Schöpfer hier ist, ist es dann das Gefühl für die Eigenschaften des Schöpfers?

Antwort: Ja, wenn Er in einen Menschen eintritt. Es gibt ein Leuchten, ein Feld, das in den Menschen erscheint. Für die Menschen ist es die Offenbarung des Schöpfers.

Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Michael Laitman“, 10.03.2022

Dem Schöpfer ähnlich werden

Frage: Was bedeutet es, wie der Schöpfer zu sein? Es klingt wie ein Slogan: „Ich will wie der Schöpfer sein“.

Antwort: „Dem Schöpfer ähnlich werden“ ist möglich durch die Offenbarungen des Schöpfers in uns, wenn wir die Einheit all seiner Wünsche und Absichten spüren, seine absolut gute Einstellung uns gegenüber.

Wir müssen dies offenbaren und versuchen, wie er zu sein, denn alles, was wir in unserer Welt, in jedem Zustand und in den Höheren Welten fühlen können, können wir nur in dem Maß der Ähnlichkeit unserer Eigenschaften mit etwas, das außerhalb von uns existiert, fühlen. Und dann beginnen wir, diese Quelle der Empfindung in uns selbst zu entdecken.

Daher wird unsere Methode die Wissenschaft der Kabbala genannt, die uns das Wissen vermittelt, wie wir die Offenbarung des Schöpfers erlangen können. Das heißt, in uns selbst solche Gedanken, Gefühle, Handlungen und Absichten zu offenbaren, die dem Schöpfer eigen sind.

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Aus der Fernsehsendung “ Spirituelle Zustände“, 14.12.2021

Die Welt mit den Augen des Zehners sehen

Frage: Was bedeutet es, „die Welt mit den Augen des Zehners zu sehen“?

Antwort: „Die Welt mit den Augen des Zehners zu sehen“ bedeutet, dass man in allem die Offenbarung des Schöpfers in Bezug auf die Menschen sieht, die sich miteinander verbinden, Ihn erreichen, sich zu Ihm erheben und mit Ihm verbunden sein wollen.

Indem man so handelt, verbindet man sich, richtet sich parallel oder entgegengesetzt zum Schöpfer aus und kann dann Sein Spiegelbild in uns spüren, Seine Haltung uns gegenüber. Das ist die Offenbarung des Schöpfers gegenüber den Geschöpfen.

Alle, alle Zehner stimmen sich auf den Schöpfer ein, auf diese Welle, diese Kraft, die wie Pendel im Einklang zu schwingen beginnen.

Frage: Lässt sich dieses Gesetz des Schöpfers mit den Mitteln der Physik erklären?

Antwort: Ja, natürlich. Das ist eine Höhere Kraft, die im gesamten Universum wirkt. Durch ihre graduelle Wirkung, vor allem auf uns Menschen, will sie alle Schöpfungen – die unbelebte, pflanzliche, tierische und menschliche – zu einem einzigen Bild zusammenfügen, d. h. miteinander in Verbindung bringen, dass man sich gegenseitig ergänzt.

Aus der Fernsehsendung  “ Spirituelle Zustände“ 

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Krieg gegen die Verhüllung

Was kann man tun, wenn der Verstand weiß, wie wichtig es ist die Größe des Schöpfers zu empfinden, es aber nicht in das Herz eindringt? Stellt euch vor, ihr betretet die zukünftige Welt und seht, dass es nur den Schöpfer gibt, „Es gibt niemanden außer Ihm“, alles ist von Seiner Herrlichkeit erfüllt. So ist die wahre Form der Realität, die sich euch offenbart.

Diese Form müssen wir jetzt in unserem Zustand in dieser Welt erkennen, damit diese Welt der Täuschung und der Verhüllung den Schöpfer vor uns nicht verbirgt. Versucht das zu tun! Versucht, durch euren Zehner eine solche Beziehung zu allem was in der Welt geschieht aufzubauen, als gäbe es keine Verhüllung, sondern nur die Offenbarung des Schöpfers: „Es gibt niemanden außer Ihm“.

Darum sollte es in unserem Gebet gehen. Es gibt kein anderes Gebet – nur das der Schöpfer als einzige Kraft in der Welt offenbart wird.

Der Egoismus lässt uns nicht aus seiner Sklaverei heraus und zwingt uns immer nur an uns zu denken und lässt uns nichts anderes sehen. Alle Stufen der spirituellen Leiter, die wir erklimmen müssen, bestehen darin, in jedem Zustand unseren Egoismus zu annullieren, der das Handeln des Schöpfers vor uns verbirgt. Wir müssen offenbaren, dass allein Er handelt. Es war der Schöpfer, der diese Verhüllung arrangiert hat, um uns zu lehren, wie wir uns über die Verhüllung erheben und Ihn offenbaren können.

Wenn wir gegen die Verhüllung ankämpfen, gewinnen wir auf diese Weise Kelim für die Offenbarung des Schöpfers, die wir jetzt nicht haben: Einschränkung unseres Verlangens nach Empfangen, Schirm und reflektiertem Licht oder mit anderen Worten, Glaube über dem Verstand, Nächstenliebe die zur Liebe zum Schöpfer führt. Das heißt, wir kommen zu Annullierung von unserem Egoismus, über den wir die Kraft des Gebens errichten.

Wir geben dem Schöpfer Raum über uns zu herrschen und er führt diesen Krieg gegen unseren Egoismus. Wir müssen in unseren Herzen Platz für den Schöpfer schaffen…

Wir alle haben bereits erhebliche Fortschritte auf dem Weg zu diesem Zustand gemacht. Es ist momentan vielleicht kein Blitzkrieg, aber das ist das Gebot unserer Zeit, die uns verpflichtet, die ganze Welt mitzuziehen.

Aus einem Unterricht, 14.06.2022

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Pessach – ein Schritt über den Egoismus hinaus

Kommentar: Wie kann ich den Schöpfer wahrnehmen? Wenn ich eine Kraft, die in der Natur existiert, spüren will, muss ich mich ihr anpassen. Es ist wie wenn ich eine Radiowelle empfangen möchte, dann muss ich den Empfänger darauf einstellen. Erst dann wird man hören, dass es eine Sendung auf dieser Welle gibt. Es hängt also alles vom Empfänger ab.

Der Schöpfer erfüllt auf unendlich vielen Wellen, auf allen Bändern und in allen Formen, das gesamte Universum,. Es ist eine allumfassende, übergreifende Welle, die die gesamte Realität erschafft und aufrechterhält. Wie fangen wir sie also auf?

Die Kabbalisten sagen, dass uns nur ein Empfänger fehlt, um diese Welle aufzufangen und zu erkennen. Wir werden dann sehen, wie viele Möglichkeiten uns dieser Empfänger gibt, wie ein Radio, das auf jede Welle eingestellt werden kann und dementsprechend alles hört, was außerhalb des Empfängers existiert.  So werden wir den Schöpfer in allen Arten und Formen wahrnehmen können.

Es gibt 125 Stufen zur Wahrnehmung des Schöpfers. Auf jeder Stufe gibt es zehn Sefirot aus direktem und reflektiertem Licht und viele weitere Manifestationen von höherer Kraft.

Indem wir unsere Eigenschaften verändern, offenbaren wir nach und nach den Schöpfer. Es ist der Mensch, der sich zum Empfänger für die höhere Kraft machen muss. Die Methode zur Schaffung eines solchen Empfängers wird die Wissenschaft der Kabbala genannt, die Methode der Wahrnehmung des Schöpfers, die ihn im Inneren eines Menschen offenbart. 

Der Schöpfer kann sich nirgendwo anders entfalten, nur im Empfänger, den jeder Mensch in sich selbst trägt, da er sich den zehn Freunden anschließt und ihre Eigenschaften annimmt, sie in sich aufnimmt. Es stellt sich heraus, dass die ganzen zehn Teile in mir sind, dadurch offenbare ich die innere Kraft, die all diese zehn Teile verbindet, die man den „Schöpfer“ nennt, was “ komm und sieh“ (bo-rae) bedeutet.

Der Beginn des Aufbaus eines solchen Empfängers, in dem der Schöpfer offenbart wird, wird als Auszug aus Ägypten bezeichnet. Ich fange an, zwischen unterschiedlichen und einander fremden egoistischen Wünschen eine Verbindung des Glaubens zu schaffen, die über dem Verstand steht, d.h. die Kraft von Bina, die Kraft des Gebens und der Verbindung. Wenn man ein solches Netz von Verbindungen über den egoistischen Kräften aufbaut, offenbart man darin den Schöpfer, was man Offenbarung des Schöpfers gegenüber den Geschöpfen nennt.  

Wir kommen nach dem Auszug aus Ägypten zu dieser Offenbarung, in einen Zustand, der Pessach-Feiertag genannt wird – von dem Wort „Übergang“ (pasah), d. h. das Voranschreiten über den eigenen Wunsch zu empfangen.

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Aus dem 2. Teil des Unterrichts vom 11.04.2022, Schriften von Baal HaSulam „Eine Rede zur Vollendung des Sohar “

Leitstern

Kommentar: Wenn ich mich bemühe, die Handlungen des Schöpfers an jedem Ort und hinter jedem Menschen zu sehen: hinter den Freunden, der Familie, sogar hinter dem Chef bei der Arbeit, verstehe ich, dass sie nicht von Menschen oder zufälligen Ereignissen im Leben kommen, sondern nur von der Höheren Lenkung. Es gibt schließlich Niemanden außer Ihm – die einzige Kraft, die im Universum in einer Vielzahl von Erscheinungsformen wirkt.

Ich muss alle Teile miteinander vereinen und sie an einem Ort verbinden, dann fange ich an, den Schöpfer zu offenbaren. Diese Erscheinungsformen verschwinden nicht, sie werden immer vielfältiger. Wenn ich mich bemühe, sie alle nur mit dem Schöpfer in Verbindung zu bringen, fange ich an, ihn mehr und mehr zu offenbaren.

Wenn ich diese Arbeit und alles, einer einzigen Quelle zuschreibe, führt es mich dazu, mich mit dem Schöpfer zu verschmelzen und Ihn zu verstehen. Dadurch verändere ich mich und überdecke alle meine Verbrechen mit Liebe.

Ich betrachte alle Hindernisse nicht als Hindernisse, sondern als Übungen, die mir der Schöpfer gegeben hat, um Ihn in jedem Zustand zu offenbaren, die immer subtiler und schwieriger werden, um die höhere Kraft zu offenbaren. Ich versuche jeden Zustand der vor mir auftaucht, als einen vom Schöpfer gesandten wahrzunehmen und dadurch kehre ich zu Ihm zurück. Es gibt nur eine Kraft- der Schöpfer. Das bedeutet, dass der Schöpfer alles in der Welt für uns organisiert und ordnet. Obwohl wir eine riesige, sehr komplexe und vielschichtige Welt mit vielen widersprüchlichen Kräften vor uns sehen, müssen wir letztlich alles auf einen Punkt bringen: „Der Schöpfer ist über uns, der Schöpfer ist der Einzige“.

Dieses Ziel muss unser Leitstern werden, dann wird unsere Welt und unser Leben uns Aufgaben geben, die uns helfen, dieses Ziel zu erreichen und es vollständig zu enthüllen.

Es heißt: „Sie haben Augen, aber sie sehen nicht“. Wir sehen nicht, dass in der gesamten Realität nur eine Kraft wirkt. Wenn wir beginnen, sie zu sehen, erscheint vor uns eine andere Wirklichkeit – eine spirituelle Wirklichkeit, in die wir mit unseren Freunden eingeschlossen sind.

Dann wird die nächste, höhere Stufe offenbart. Jeder von uns spürt erneut, dass wir einem noch größeren Egoismus ausgeliefert sind und die ganze Welt noch mehr zerstört zu sein scheint, aber wir erkennen, dass uns dieses Bild vom Schöpfer gezeigt wird. In Wirklichkeit ändert sich nichts.

Der Schöpfer schraubt nur an den Reglern, an unserem Verlangen zu genießen und dann bricht der Egoismus in jedem von uns und in der ganzen Welt stärker aus. All dies geschieht, damit wir die Einheit des Schöpfers in der gesamten Realität auf einer noch höheren Stufe, in noch komplexeren und widersprüchlicheren Zuständen entdecken.

Aus der Lektion „Glaube über dem Verstand“

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