Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Offenbarung'

Eindrücke vom Kongress


Ich erhielt viele Briefe, in denen die Menschen ihre Eindrücke vom Kongress beschreiben und ich spüre, dass jeder daran Anteil nehmen muss:

… ehrlich gesagt, aufgrund meiner letzten Erfahrungen habe ich erwartet, nach dem Kongress in ein Tief zu geraten, doch diesmal geschah etwas ganz anderes. Als ich am nächsten Morgen zur Arbeit fuhr, verstand ich auf einmal, dass sich die Welt nach dem Kongress verändert hat! Dies war nicht nur ein Gefühl, sondern eine Offenbarung. Plötzlich sah ich ganz klar, wie die Welt sein wird und wie sie funktionieren wird – umgekehrt, mit geben anstatt zu empfangen.

Eine lange Zeit hat mich die Frage gequält, wie das alles funktionieren wird, weil sich die gesamte Industrie und die Gesellschaft generell auf nehmen gründet. Doch plötzlich sah ich klar: Ich sah das Lächeln in den Gesichtern der Menschen, ich sah ihren Drang, dafür zu sorgen, dass jeder andere sich gut fühlt. Alle Menschen um mich herum verhielten sich wie wir an dem Kongress: Ihre Gesichter strahlten, das Fernsehen und das Radio brachten nur gute Nachrichten und die Werbung für die Eigenschaft des Gebens war in vollem Gang. Alles um mich herum verbreitete Licht und war in eine Wolke aus Freude gehüllt. Es fühlt sich an, als ob der Kongress diese Welt verändert hat. Alles um uns herum hat sich verändert, genauso wie wir uns verändert haben.

… es war nicht nur eine Menge von Erwachsenen, die zusammen kamen, um Unterricht anzuschauen und das Tanzbein zu schwingen, sondern es waren Familien, gesunde soziale Einheiten und jedes Familienmitglied unterstützte die anderen, vervielfachte unendlich all das Gute. Es waren dort Familien, die aus drei, sogar aus vier Generationen bestanden, anwesend. Sogar Babies waren da, die nur wenige Wochen alt waren.

So viele verschiedene Aktivitäten waren für die Kinder organisiert: ein Zirkus, Spiele, Lieder, Tanzen, Räume zum Ausruhen und Nickerchen machen und separate Spielräume für jedes Alter. Die Kinder wurden ständig beaufsichtigt und beschützt. Die Kinder wurden zum Beispiel während dem gemeinsamen Singen und Tanzen in einem sicheren Bereich gehalten, wo sie zusammen mit ihren Lehrern ebenfalls Raum zum Tanzen hatten. Die älteren Kinder setzten sich die jüngeren auf ihre Schultern. Überall wohin du schautest gab es Männer und Frauen, die damit beschäftigt waren sicherzustellen, dass die Kinder nicht verlorengingen, sich verbrannten oder sich in anderer Weise verletzten.

… Das Essen war köstlich und es gab reichlich davon. Zwischen den Mahlzeiten gab es überall viele Stände mit heißen Getränken, Zitrone und Süßigkeiten und das alles stand rund um die Uhr zur Verfügung. Jede Aktivität wurde mit Liedern und Tanzen abgeschlossen, das so energiegeladen war, dass man nicht still sitzen bleiben konnte, selbst wenn man wollte. Da gab es vom frühen Morgen bis in die späte Nacht so viel Energie und Liebe, dass es nicht möglich war, sich müde zu fühlen.

Vor und nach dem Kongress fuhren die Menschen an kabbalistische Orte mit Sehenswürdigkeiten, die einem den Atem verschlagen, genossen das wundervolle Wetter und die frische Luft und die Gemeinschaft Tausender Menschen, die ihnen nahe stehen (es gab Dutzende Busse).

Mein Kommentar: Mein Wunsch für einen jeden ist es, dass die Welt jetzt beginnt, sich durch das Licht und durch Freude zu entwickeln, anstatt durch Leiden!

Sei kein Besserwisser!


Fragen, die ich über verwirrende Gedanken, die Verlangen der anderen, die richtige Ausrichtung und darüber, wie man Fragen stellt, erhielt:

Frage: Was machen Kabbalisten mit verwirrenden Gedanken und dem ständigen Geplapper, das im Gehirn vor sich geht?

Meine Antwort: Beteilige dich mehr am Studium und am Schreiben von Artikeln. Und am besten mit anderen zusammen. Es steht geschrieben: „Ungeachtet dessen, wie sehr die Schlange dich sticht, studiere die Tora.“

Frage: Wir sollten die Verlangen der anderen unseren hinzufügen, aber welche Verlangen? Wenn wir Handlungen des Schenkens vollziehen, erfüllen wir eigentlich die egoistischen Verlangen der anderen, also entwickeln wir eigentlich ihren Egoismus.

Meine Antwort: „Andere“ sind deine Freunde in der Gruppe, die deine Handlungen verstehen und sich auch auf diese Weise dir gegenüber verhalten. Um den Schöpfer zu enthüllen ist es notwendig, ein gemeinsames Verlangen nach Ihm zu entwickeln. Das heißt, um die Eigenschaft des Schenkens und der Liebe zu enthüllen, ist es notwendig, die Verlangen eines jeden Menschen in einem gemeinsamen Verlangen zu vereinigen.

Die Empfindung des gemeinsamen Verlangens für die Liebe und das Schenkens ist die Offenbarung des Schöpfers in uns! Es bringt das Gefühl von Perfektion, Ewigkeit und Harmonie. Wenn du jedoch mit anderen zusammen bist, die nicht den Punkt im Herzen haben, musst du dich einfach wie sie verhalten.

Frage: Wenn der Schöpfer sich von uns entfernt und verbirgt, um uns zu korrigieren, sollten wir dann im Verlauf der Rückkehr zu Ihm, an Erreichung und Enthüllung denken und danach streben oder nach Korrektur?
Meine Antwort: Das ist dasselbe, da man ja die Eigenschaft der Liebe und des Schenkens erwirbt.

Frage: In einer Deiner Lektionen sagtest Du, dass Du uns lehren willst, die Fragen richtig zu stellen. Manchmal sagst Du zu Deinen Studenten, dass sie „Besserwisser“ sind. Was bedeutet es also, während der Lektion eine Frage zu stellen? Was sollte diese Frage sein?

Meine Antwort: Eine Frage muss genau zum Thema der Lektion gehören, um allen Freunden zu helfen, das Thema besser zu verstehen. Es sollte nichts sein, was nur die Person interessiert, die fragt.

Verwandtes Material:
Blog-post: Woher kommen Gedanken, Ideen und Träume?
Blog-post: Die moralischen Normen eines Kabbalisten
Blog-post: Wozu sollen wir Fragen stellen?
 

Geschichte ist die Entwirrung der Reshimot in uns

Michael LaitmanZwei Fragen, die ich über Evolution und Geschichte erhielt:

Frage: Wenn wir früher Affen waren, wer hat dann die Affen erschaffen? Ich bin mir nicht sicher, woran ich glauben soll – an die Evolution oder an die Religion?

Meine Antwort: Die Kabbala sagt, dass die Entwicklung in unserer Welt nicht durch natürliche Selektion geschieht, wobei Kräfte und Eigenschaften der „Stärksten“ ausgewählt werden, sondern vielmehr durch das stufenweise Hervortreten der Reshimot in uns. Reshimot sind Informationen über den Abstieg der Seele von oben nach unten – von der Welt der Unendlichkeit bis in unsere Welt. Diese informatorischen Daten formten sich in uns als ein Resultat des Abstiegs der Schöpfung von der Welt der Unendlichkeit hinab zu unserer Welt und folglich ist dies in uns als eine Datenspirale über jede Stufe des Abstiegs angelegt.

Heute fühlen wir (sowie alles was im Allgemeinen existiert) die Offenbarung dieser Daten (Reshimot) der Stufen in uns (von unten nach oben), und diese Daten müssen wir realisieren. Wir können die Reshimot auf zweierlei Weise realisieren: entweder über den Weg des Lichts oder über den Weg des Leidens. Der Weg des Lichts besteht im Studium der Kabbala, um über unsere zukünftigen Stufen zu lernen, und dabei ziehen wir das korrigierende Licht (Or Makif) an. Der Weg des Leidens realisiert sich dann, wenn wir die Struktur des Systems nicht studieren und das Höhere Licht nicht von der nächsten Stufe anziehen, sondern nur den Druck des folgenden Reshimo fühlen, welches danach verlangt, realisiert zu werden.

Folglich gibt es keine Evolution, sondern nur eine schrittweise Äußerung von Daten, welche bereits im Voraus bekannt sind. Alles, außer der Methode des Aufstiegs über die Stufen, ist vorzeitig bekannt, ob das nun bewusst (schnell und angenehm) oder gezwungenermaßen (langsam und schmerzhaft) geschieht. Es ist wie ein Filmstreifen, wo alle zukünftigen Rahmen bereits existieren und schrittweise vor dem Zuschauer erscheinen. Deshalb haben weder Darwin noch die Religion Recht.

Frage: Glauben Sie, dass die Geschichte sich wiederholen kann? Und denken sie, dass Menschen das Recht haben, ihre Methoden nach ihrem eigenen Namen zu benennen oder sollten sie diese anonym erklären?

Meine Antwort: Die Geschichte wiederholt sich nicht. Die Geschichte, welche sich vor unseren Augen entfaltet, sind Reshimot (informationelle Daten), die schrittweise zum Ausdruck kommen.
Bezüglich Ihrer zweiten Frage kümmere ich mich nicht darum, ob Leute das Recht haben etwas zu tun oder nicht. Ich kümmere mich nur darum, ob deren Methode eine Wissenschaft ist. Wenn diese keine Wissenschaft ist, welche gemäß dem Prinzip von „der Richter weiß nicht mehr als das, was seine Augen sehen“ auf Tatsachen beruht, dann ziehe ich diese nicht in Betracht. In unserer Zeit werden alle „Wissenschaften“ und „Methoden“ auf ihre Authentizität überprüft und in dem Ausmaß, in dem diese authentisch sind, werden sie ein Teil der Kabbala werden.

Heute ist diese Revolution unserem Bewusstsein noch nicht einleuchtend, da die Kabbala noch immer verhüllt ist. Doch wenn die Kabbala enthüllt wird, dann werden die Wissenschaftler über die Möglichkeit eines „reinen“ Experimentes überrascht sein, welches nicht vom egoistischen Verstand verdunkelt wird. Sie werden dann alles vernichten, was sich nicht auf eine klare Erreichbarkeit der ganzen Welt bezieht, gemäß einem Prinzip, das im Buch des Sohar erklärt wird: Ein Mensch kann nur das Material und dessen Form erreichen, jedoch nicht die abstrakte Form und die Essenz (siehe Artikel „Einführung zum Buch des Sohar“).
Wie eine Methode genannt werden sollte, ist überhaupt nicht wichtig. Wir benennen sie entweder nach unseren egoistischen Ansprüchen oder gemäß der Notwendigkeit von wissenschaftlichen Bezeichnungen und Definitionen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Willensfreiheit liegt in der Beschleunigung
Blog-post: Schöpfung und Evolution
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Willst Du eine göttliche Offenbarung haben – dann streng Dich an!


Zwei Fragen, die ich zum Sinn des Lebens erhielt:

Frage: Warum sollte die Kabbala nur von denjenigen studiert werden, die ihren Weg im Leben, ihre Interessen und Ziele verloren haben? Warum sollten nicht auch Menschen sie studieren, die erfolgreich und talentiert sind? Es hört sich an, als ob Sie sagten, dass nicht alle Menschen gleich sind, wenn es um ihr Bestreben geht, den Egoismus loszuwerden.

Meine Antwort: Die Kabbala beantwortet nur Fragen über den Sinn des Lebens, die sich möglicherweise so ausdrücken: „Was ist der Sinn und Zweck meines Lebens? Was ist der Zweck für all das Leid? Wer braucht es, wer hat Vergnügen daran? Wer empfängt und wem kann ich geben?“ Nur Menschen, die dies ständig fragen, brauchen Kabbala, denn sie werden die Antworten dazu nirgendwo sonst finden!

Frage: Einer der Vorväter der Kabbala stellte die Frage „Was ist der Sinn meines Lebens?“ Danach hatte er eine solch große göttliche Offenbarung, dass er fähig war, die Methode zur Erlangung dieser göttlichen Offenbarung niederzuschreiben, die er Kabbala nannte. Ich denke, es ist höchst unrealistisch zu sagen, dass er der einzige war, der diese Frage stellte – es müssen sich zumindest einige andere Individuen der Spezies Homo Sapiens vor ihm diese Frage gestellt haben.

Meine Antwort: Die Frage zu stellen „Was ist der Sinn meines Lebens?“ ist noch nicht genug, um die Höhere Welt, ihre Funktion und ihr Programm der Herrschaft zu enthüllen. Man braucht auch ein besonderes Verlangen (eine Seele) und einen Auftrag (seine Verwirklichung). Dies wird einer Person nicht nur wegen ihrer anfänglichen Absicht gegeben, sondern ist ebenfalls von ihren Anstrengungen abhängig. Du solltest versuchen, eine ebensolche „göttliche Offenbarung“ für Dich geschehen zu lassen!

Verwandtes Material:
Blog-post: Wir sind der Enthüllung sehr nahe

HaWaYaH – Die Entwicklungsstufen des Verlangens (für Fortgeschrittene)


Eine Frage, die ich erhielt: Ich würde gerne die Bedeutung des Heiligen Namens verstehen: Beginnend beim Anfang des Yod, dann das Yod, das Hei, das Wav und das Hei. Wie weisen sie auf die Sefirot in unseren Kelim hin und wie ist die Beziehung zu Malchut in der spirituellen und in der körperlichen Welt und in unseren Seelen von Nefesh bis Yechida?

Meine Antwort: Die Buchstaben und die Sefirot sind das Gleiche, es gibt nichts außer dem Wunsch und dem Licht, das es erschuf und es erfüllt. Alles andere ist ein Verweis auf deren gegenseitige Beziehung. Der Rahmen dieses spirituellen Verlangens ist der fünfstufige Wunsch, dessen letzte Stufe das endgültige Verlangen bestimmt.

Das Gleiche gibt es bei uns: Die Verlangen formen sich, bis wir sie wahrnehmen und verstehen. Dies muss sich über vier Stufen entwickeln und beginnt bei dem Licht, welches ursprünglich nur so groß wie ein Punkt ist – der Anfang des Buchstaben Yod – und dann die vier Phasen der Entwicklung von HaVaYaH durchschreitet. Wenn sich erst das Verlangen gebildet hat, reagiert es auf das Licht, aus welchem es stammt und ist bereits das umgekehrte HaVaYaH.

Eine Frage, die ich erhielt: Zum Sohar (engl.) gibt es ein Zitat von AGRA: „Wenn einer die Basis vollkommen begriffen hat, wird alles unmittelbar sofort klar: die volle Ausbreitung von Pshat, Remez, Drush und Sod.“ Wenn er sagt: „Die Basis vollkommen verstanden,“ über welche Basis spricht er?

Meine Antwort: Wenn jemand seine ersten HaWaYaH Gefäße unter dem Schirm sammeln kann – also seine Seele auf der ersten Stufe des Aviut und des Schirms – fühlt er alle zehn Sefirot oder „enthüllt sein korrigiertes Verlangen.“ Und innerhalb davon fühlt er das ganze Universum im Kleinformat. Er wird den Ursprung und die Verbindung dieser vier Buchstaben verstehen.

HaWaYaH = Die Zehn Sefirot der Offenbarung des Lichts des Schöpfers.