Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Europa wird die Schuldenkrise bei 2014 überwinden

Meinung (K. Regling, Chef des Europäischen Rettungsschirmes EFSF)Die Eurozone beseitigt die souveränen Schulden bis zum Jahr 2014. Wir können mit Recht davon ausgehen, dass die Krise in zwei bis drei Jahren überwunden sein wird.

In allen Ländern der Eurozone kommt es zu einer Erholung der wichtigsten Indizes, die Finanzmärkte ordnen sich wieder. Irland, das in eine schwere Budgetkrise geraten ist „richtet sich wieder auf“. Die Situation der Staatsfinanzen ist in den Ländern der Europäischen Währungsunion, besser als in der USA. Das Defizit der USA ist dreimal höher als das Defizit der Europäischen Währungsunion.

Mein Kommentar: Dann fällt eben der Dollar und nicht der Euro. Eins ist jedoch klar: Die Natur wird uns zwingen Geld nicht zur Unterwerfung und Ausbeutung zu missbrauchen, sondern es zur Vereinigung und gegenseitigen Unterstützung zu nutzen.

Der Weltwirtschaft ist eine Diagnose gestellt worden

Meinung: Werden die USA der Rezession anheim fallen, erwartet die europäische Einheitswährung einen Zusammenbruch und die Welt eine neue Krisenwelle? Siebzehn Nobelpreisträger und 400 führende Ökonomen aus sechzig Ländern suchen nach Rettungs- und Lösungsmöglichkeiten.

Bundespräsident Christian Wulff hat die Politik der europäischen Zentralbank scharf kritisiert, Staatsaktien schwacher EU-Länder zu kaufen: „Solidarität ist ein wesentlicher Teil der europäischen Idee. Es ist allerdings ein Missverständnis, Solidarität allein an der Bereitschaft zu bemessen, andere finanziell zu unterstützen, für sie zu bürgen oder gar mit ihnen gemeinsam Schulden zu machen.“
Sollten westliche Länder keine dringenden Maßnahmen ergreifen, so viele Experten, wird sich der Kampf gegen die Stagnation über viele Jahre hinziehen.

Prof. Edmund S. Phelps von der Columbia Universität, Wirtschaftsnobelpreisträger: „In den letzten Jahrzehnten hat der Westen über seine Mittel gelebt und bereits einen Teil seiner Zukunft verbraucht“

Eric Maskin, Institute for Advanced Study, Princeton, USA: „Die Schuldenmanie der USA zerstört das westliche System“. Zum Hauptschuldigen der Krise haben die Experten wiederholt die USA erklärt. Namhafte Analytiker sagten der Welt eine lang andauernde Krise voraus; nur eine einheitliche Finanzpolitik kann den Euro vor dem Zusammenbruch retten. Eine Währungsunion allein mit der Zentralbank und siebzehn eigenständigen Finanzministern ist nicht lebensfähig!

Joseph Stiglitz, Ex- Chefökonom der Weltbank nannte die Ratingagenturen Verbrecher der Finanzkrise und versprach, eine neue wirtschaftliche Theorie der Natur der Krise darzulegen. Nach seinen Worten steht die heutige Wissenschaft vor einem unumgänglichen Paradigmenwechsel.

Mein Kommentar: Die Frage ist, ob wir auf das nächste Fiasko einer neuen wirtschaftlichen Theorie von Stiglitz oder eines anderen Ökonomen warten sollen, wenn doch keine Theorien funktionieren werden, da in der Welt ein anderes System zwischenmenschlicher Verbindungen herrscht und die Wirtschaft eben diese Verbindungen reflektieren soll – nur in diesem Fall wird sie auch funktionieren.

Die Natur duldet kein Ungleichgewicht

Wir bewegen uns in Richtung Gleichgewicht mit der Natur. Diese strebt danach all ihre Teile ins Gleichgewicht zu bringen. Der Temperaturunterschied gerät aus dem Gleichgewicht, der Wind balanciert die Unterschiede im Luftdruck aus, ein Gegenstand, der geworfen wird, fällt nach unten in Richtung des Ortes, wo er das Gleichwicht mit der Schwerkraft findet. Dieser Prozess zielt auf ein ausgeglichenes Stadium ab, überall und in jeder Beziehung.

In jedem Bereich, sei es in Chemie, Physik, Biologie und so weiter, alles ist auf diesem Prinzip aufgebaut. Alles strebt nach dem Gleichgewicht, zu einem Abbau des Drucks. Alles fügt sich dem Gesetz der Entropie. Die Natur möchte besänftigt werden. Sie toleriert keine Unterschiede und Schwankungen in irgendeinem Parameter. Letztendlich muss alles dieses Gleichgewicht erreichen.

Und jetzt fordert das Gesetz der Natur das Gleichgewicht von der menschlichen Gesellschaft. Wir sehen Ausbrüche und Unordnung, und das ist die Art der Natur, das Gleichgewicht zu verwirren. Die unbelebten, pflanzlichen und belebten Stufen hatten bereits ihre Wende und jetzt ist die Wende der menschlichen Stufe an der Reihe. Das Verlangen nach Gleichgewicht taucht in uns auf, aber zwischen uns ins Gleichgewicht zu gelangen bedeutet: zu „einem Menschen mit einem Herzen zu werden“. Wir mögen alle verschieden sein, aber es gibt ein Kriterium: Wir sind alle verpflichtet, uns gegenseitig zu unterstützen.

Und es gibt nichts, was wir dagegen tun können: Ob wir es wollen oder nicht, die Natur wird gewinnen, weil sie eine gewaltige Kraft ist.

Da taucht eine Frage auf: Warum werden wir nicht verschwinden, wie die Mammuts und die Dinosaurier? Warum verlassen wir nicht einfach die Bühne, wie ein Teil, der nicht dazu passt? Am Ende ist unsere Disharmonie mit der Natur viel größer als die der ausgestorbenen Dinosaurier. Jedoch im Gegensatz zu ihnen haben wir eine Mission, eine Bestimmung, ein Ziel: Wir müssen uns selbst korrigieren und unsere anfängliche Natur verändern.

Sie waren nicht in der Lage das zu tun, und sie verschwanden im natürlichen Vorgang der Evolution, während wir verpflichtet sind, uns selbst ins Gleichgewicht mit der derzeitigen Phase der Entwicklung zu bringen.

Deswegen werden wir in Situationen gebracht, in denen unser Mangel an Harmonie mit der Natur in den ernsthaftesten Formen zum Ausdruck gebracht werden, aber es wird nicht zur endgültigen Auslöschung kommen. 90 % der Welt verschwindet vielleicht, aber einige Menschen werden trotzdem überleben, um die menschliche Natur zu ändern und das notwendige Gleichgewicht zu erreichen. Das ist das Ziel, und es gibt keinen anderen Weg, den wir gehen können.

Aus dem 5. Teil der täglichen Kabbala Lektion vom 29.08.2011, „Die Nation“

Die einzige Garantie für eine Sicherheit

Frage: Wie kann man davon überzeugt sein, dass die Verbindung sofort zu einer Besserung des Lebens führen wird? Was passiert, wenn genau das Gegenteil geschieht und es nur noch schlechter wird?

Meine Antwort: In dem Maß unserer Bemühungen, uns zu verbinden, steigt die Intensität der Empfindung, des Verständnisses, der Erleichterung aller Zustände, einschließlich unserer materiellen Existenz. Das alles hängt nur von unseren Bemühungen ab.

Sogar Ari hat seinen Schülern vor seinem Tod gesagt, dass, wenn sie wirklich vorankommen wollten, er geblieben wäre und nicht sterben müsste. Jetzt aber stirbt er, weil für sein Leben keine Notwendigkeit besteht und seine Schüler ihn nicht mehr brauchen. Sie schrien: „Wieso stirbst du denn, wir brauchen Dich doch!“. Aber eigentlich hatten sie kein richtiges Verlangen entwickelt, weshalb er gestorben ist, d.h. nicht mehr im materiellen Körper dieser Welt präsent und sichtbar war.

Aber wenn wir den Wunsch zur Vereinigung haben, dann sehen wir die positiven Ergebnisse sofort. Diese Ergebnisse können wir nicht in den egoistischen Eigenschaften erkennen, deshalb sollen wir aus der Selbstsucht hinausgehen. Wir erkennen sie als Folge des Gebens, als Folge unserer Fähigkeit, uns mit den anderen Menschen zu verbinden. Das wird als das reflektierende Licht bezeichnet, in dem das direkte Licht offenbart wird. Denn ich wollte die Verbindung, das Geben offenbaren, und sehe jetzt, dass ich diese Eigenschaften erreicht habe. Ich sehe mein eigenes Vorankommen in der Verbindung, das ist eben meine Belohnung.

Wenn ich mich also in der Verbindung, im Geben befinde, dann werde ich auch in der materielle Welt die Verbesserungen, „das normale Leben“, sehen. Es ist das Naturgesetz, das den Erfolg sichert. Es gibt die Menschen, die keine Probleme mit dem Geld oder mit der Gesundheit haben, aber sie sind dennoch mit ihrem Leben unzufrieden. Wenn du in der richtigen Verbindung zu den anderen stehst, dann wirst du mit allem zufrieden sein. Und tatsächlich, du wirst alles haben! Der Schöpfer, die Kraft des Lichtes, hat keinen Mangel.

In dem Augenblick, in dem wir unsere Herangehensweise ändern, werden die Veränderungen sofort sichtbar. Wenn wir beginnen, die Bürgschaft an das gesamte Volk zu verbreiten, dann werden wir sehen, welche Harmonie in allem erreicht wird: wir werden keine Terroranschläge erleben müssen, die Inflation verlangsamt sich, es wird weniger Autounfälle geben, unser alltägliches Leben wird sich stabilisieren und harmonisieren. Ich meine es ganz ernst.

Das Gesetz in seiner Auswirkung ändert sich nicht, nur wir müssen uns selbst und unser Leben in Übereinstimmung mit diesem Gesetz bringen, unsere Herangehensweise verändern, jeder in dem für ihn vorbestimmten Maß des Verständnisses – mehr ist von uns nicht gefordert.

Baal HaSulam schreibt in seinem Artikel „Die Welt“, dass, wenn wir das Gesetz der Bürgschaft umsetzen würden, dann wäre in wenigen Jahren das volle Erblühen in allen Bereichen des Lebens erreicht: in der Gesundheit, im Lebensstandard, in den Beziehungen mit den Kindern, in der Staatsverwaltung, in der Beziehung des Volkes zur Regierung und in der Sicherheit.

Denn alle unsere Probleme sind durch unseren Widerstand gegenüber der Natur verursacht. Es gibt kein anderes Gesetz, außer dem natürlichen Gleichgewicht, der Ähnlichkeit der Eigenschaften. Der Schöpfer hat den Wunsch des Genusses geschaffen, welcher „Dem Wunsch des Schöpfers gleich sein soll!“ Und seitdem dreht sich alles um dieses Ziel, nach der ersten Einschränkung, „Zimzum Alef“ und der Entscheidung, Ihm gleich zu werden. Es ist das Gesetz der Ähnlichkeit der Eigenschaften. Und wenn wir es nicht erfüllen, dann werden wir so lange leiden, bis wir im Endeffekt gezwungen sein werden, dieses Gesetz zu realisieren.

Nur darin besteht unsere Willensfreiheit, die Alternative unseres Vorankommens: sei es mit der Hilfe der Peitsche oder des Pfefferkuchens. Also bitte, ihr könnt jetzt wählen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabasch, 02.09.2011

Zusammenfassung der Prinzipien\ Ratschläge aus dem Morgenunterricht 12.09.2011

Alles ist von unseren Eigenschaften abhängig, jedoch das verstehen wir nicht so ganz. Denn wir haben uns daran gewöhnt, in bestimmten Eigenschaften zu verweilen, mit denen wir aufgewachsen sind und in denen wir uns entwickelt haben und bis heute leben. Wenn wir aber wirklich unsere Eigenschaften verändern, so verändern wir unsere Wahrnehmung total. Wir nehmen eine höhere Sphäre wahr, fühlen uns, wie in Ejn Sof, über Zeit, Raum und Bewegung. Wir können in ganz anderen Bedingungen leben.

Die Fähigkeit sich zu verändern, so dass das Licht die Veränderung herbeiführt, war nur einigen Auserwählten in jeder Generation möglich, bis jetzt. Heute befinden wir uns in einem besonderen Zustand, in welchem die gesamte Menschheit die Fähigkeit erhält, sich zu verändern. Auf der einen Seite spüren wir einen starken Aussendruck, der uns dazu verpflichtet, unsere Existenz zu verändern – es geht uns immer schlechter auf der Welt, und das spornt uns an, zu suchen. Zusätzlich entwickelt sich in uns das Können, die Kraft zu steuern, die uns erschaffen hat, und das in so einem Ausmaß, dass wir es doch schaffen, uns zu verändern.

Sogar jetzt, in diesem Lebenskreislauf, in dieser Realität, können wir bereits die „Schalter“ (Knöpfe) selbst betätigen und uns in ganz anderen Dimensionen wahrnehmen.

Die Krise drückt sich in den Beziehungen zwischen Menschen aus. Die gegenseitigen Beziehungen stimmen nicht, und zwar sind sie in mangelnder Anpassung mit der Natur. Die Natur präsentiert sich uns in einer runden Form, das bedeutet, dass alle Kräfte in ihr zu einem Mechanismus verbunden sind. Dem gegenüber befinden wir uns aber in einem trennenden Zustand, und das ist die Krise – sprich: unsere Konfrontation mit der Natur.

Es gibt Menschen, die sich mit der Kabbala und der Korrektur beschäftigen, weil das ihr Wille ist. Und es wird Menschen geben, die sich mit der Korrektur beschäftigen werden, um ihre irdischen Bedürfnisse zu füllen, um zu leben und zurechtzukommen. Sowohl die einen als auch die anderen haben ihren Platz. Auf den Menschen wird nur entsprechend seines Willens eingewirkt. Die mit dem Punkt im Herzen entwickeln sich mittels der Zugehörigkeit zu einer Gruppe, durch das Studium, durch die Verbreitung, und sie gehören zu G“R de Bina.

Und die anderen, die die Mehrzahl der Menschheit sind, entwickeln sich entsprechend Malchut. Aber gemeinsam verbinden sich beide zu den zehn Sefirot.

Verbreitung der Kabbala

Heute befinden wir uns in einem Zustand, der als „Geburt des Messias“- der Offenbarung der Kabbala der gesamten Welt, definiert wird. Ohne diese Methode wird es uns nicht möglich sein, weiter zu existieren.
Es gibt eine Bedingung, damit sich der Schöpfer offenbaren kann – die Verbreitung der Kabbala. Es liegt an uns, die Welt zu einem guten und schmackhaften Feeling zu führen. Das bedeutet, dass der Mensch spürt, dass es ihm an nichts mangelt, außer – an den höheren Welten.

Alles ist von der Verbreitung der Kabbala abhängig – von denjenigen, die sie verbreiten und sich dieser Arbeit hingeben, und auch von denjenigen, die einen Mangel empfinden, den sie nicht erklären können, weil sie nicht wissen, worum es bei der Kabbala überhaupt geht. Indem man verbreitet, treibt man trotzdem die Bildung der Welt vorwärts, und das hat auf alle einen indirekten Einfluss. Wenn sie deine Kinder gewesen wären, würdest du überdurchschnittliche Bemühungen leisten, um sie zum Erfolg zu bringen, und das trotz aller Schwierigkeiten.

Gerade durch die Verbreitung der gegenseitigen Bürgschaft und Rücksichtnahme kann man die Krise abwenden.

In allem gibt es eine volle Gleichstellung zwischen Frauen und Männern, außer beim Studium der Kabbala. Und deshalb liegt es an uns, die weibliche Kraft in der Verbreitung von Bürgschaft, in allen Formen und Möglichkeiten, einzusetzen.

Der Schöpfer ist keine Person

Toronto. Unterricht vor dem Kongress

Frage: Wie formt der Mensch die Eigenschaft des Gebens in sich?

Meine Antwort: Es gibt keinen Schöpfer ohne Schöpfung. Und der Schöpfer ist jene Eigenschaft des Gebens, die wir formen. Wenn wir sie nicht geformt haben, dann gibt es auch keinen Schöpfer.

Und was gibt es dann? Es gibt dessen unerkennbares Wesen, Azmuto, die ursprüngliche Wurzel von allem, was existiert, die nicht im Geringsten mit uns verbunden ist. Wir formen, erschaffen den Schöpfer, indem wir Anstrengungen investieren und die Eigenschaft des Gebens produzieren. Wir generieren diese Eigenschaft durch die gemeinsame Arbeit zwischen uns. Wenn wir sie realisieren, zur Welt bringen, wird sie „Schöpfer“ heißen.

Der spirituelle Parzuf, den wir in den Beziehungen zwischen uns aufbauen, ist unser empfangendes Verlangen, das wir eingeschränkt, mit dem reflektierten Licht, dem Verlangen zu Geben erfüllt und dementsprechend in seinem Inneren die Eigenschaft zu geben, die als „Schöpfer“ bezeichnet wird, enthüllt haben. Mit anderen Worten bedeutet der „Schöpfer“ das Licht NaRaNCHaY, welches wir in unseren spirituellen Gefäßen, die zum Geben korrigiert wurden, enthüllen.

In Wirklichkeit ist der „Schöpfer“ das allgemeine Licht NaRaNCHaY, das wir im Endeffekt erlangen. Baal HaSulam beschreibt es so: Das allgemeine Licht NaRaNCHaY, welches Malchut der Welt der Unendlichkeit erfüllt, nennt sich „Schöpfer“. Und die kleinen Teile in den Zwischenetappen sind die Maßeinheiten Seiner Erkenntnis.

Der Schöpfer ist keine Person, er besitzt keine individuellen Eigenschaften, kein Abbild. Und deshalb gibt es niemanden, an wen du dich wenden kannst – du erschaffst Ihn selbst. Der Schöpfer hat keine Form – du gibst Ihm selbst die Form. Über dein Verlangen zu empfangen stellst du das entsprechende Verlangen zu geben – genau das bedeutet, dass du den Schöpfer erschaffen hast. Nichts anderes.

Wenn du aber meinst, dass der Schöpfer eine Form hat, noch bevor du sie gebildet hast, bedeutet das, dass du einem Abbild, einem Götzen dienst. Genau das bedeutet „die fremde Arbeit“, den Götzendienst.

So sind die Prinzipien der richtigen Einstellung zu der Natur. Das ist der Grund, warum man sich nicht alle möglichen Bilder und Formen vorstellen darf. Das war die erste Entdeckung von Abraham, als er die „Götzen zerstört“ hat, also begriffen hat, dass er selbst die Kraft des Gebens formt. Und bis dahin existiert lediglich eine gewisse ursprüngliche Wurzel, die man sich unmöglich vorstellen kann.

Auszug aus dem Unterricht vor dem Kongress in Toronto, 16.09.2011

In den USA werden „die komplizierten Katastrophen“ und der Massentod erwartet

Meinung: P. Stockton (Wissenschaftler, Stellvertretender Verteidigungsminister, Verantwortlicher für die Sicherheit der USA) entwickelt Pläne für den Fall apokalyptischer Katastrophen. Er bezeichnet sie als „die komplizierten Katastrophen“, weil sie „einen Dominoeffekt“ haben können. Es sind die Naturkatastrophen, die in der nächsten Zeit erwartet werden.

Mein Kommentar: Obwohl diese Katastrophen von der Natur ausgelöst werden, liegt die alleinige Ursache dafür bei dem Menschen. Deshalb liegt es in unserer Macht, sie zu verhindern. Auf jeden Fall bleibt uns keine andere Wahl. Die gesamte Gesellschaft wird die Anpassung ihrer Bürger an die neuen Bedingungen der Welt in die Richtung einer einheitlichen Integralgesellschaft durchführen müssen.

Gerade den Widerstand unserer egoistischen Natur für die Einführung der Methodik der Korrektur nennt man „den bösen Anfang“ (Jezer haRa). Wie viel müssen wir noch leiden, wie die sturen Kinder es tun, um zu beginnen, uns vernünftig zu benehmen?!

Nahrungsaufstände: Den Abgrund erreichen

Aus den Nachrichten: „Was verursacht Aufstände? Das ist keine Frage, auf die man eine einfache Antwort erwarten würde. Aber heute erklären Marco Lagi und Kollegen des New England Complex Systems Institut in Cambridge, dass sie einen einzigen Faktor gefunden haben, der Aufstände in der ganzen Welt verursacht. ‚Dieser einzige Faktor ist der Lebensmittelpreis. Lagi sagt, dass wenn er über eine bestimmte Schwelle steigt, ein sozialer Aufstand über die Erde fegen wird….

Aber das interessante an dieser Analyse ist, dass Lagi und seine Kollegen sagen, dass die hohen Lebensmittelpreise nicht zwangsläufig die Aufstände selbst auslösen, dass sie einfach die Bedingungen schaffen, in denen soziale Aufstände gedeihen können. Diese Beobachtungen gehen mit der Hypothese einher, dass globale hohe Lebensmittelpreise eine förderliche Bedingung für soziale Aufstände sind, sagen Lagi und Kollegen. Das führt zu einer einfachen Schlussfolgerung. Wenn hohe Lebensmittelpreise die Welt zu sozialen Aufständen führt, dann müsste die Senkung der Preise den Planeten stabilisieren.

Heute bleibt der Lebensmittelpreisindex über der Schwelle, aber der Langzeittrend ist immer noch darunter. Aber er steigt. Lagi und seine Kollegen sagen, dass wenn der Trend sich so weiter entwickelt, wird der Index die Schwelle wahrscheinlich im August 2013 überschreiten. Wenn ihr Modell die vorhergesagte Kraft hat, wie sie annehmen, wenn das passiert, wird die Welt zu einem Pulverfass, das auf ein Streichholz wartet.

Mein Kommentar: Nach der Kabbala geschehen alle Ereignisse in der Welt nur aus der Notwendigkeit heraus, die Menschheit zur Korrektur zu führen, zur Ähnlichkeit mit der Natur, einer Ausgeglichenheit zwischen allen. Das wird reflektiert in dem Übergang zu einer Gesellschaft des vernünftigen Konsums, wo jeder nur das verbraucht, was er auch wirklich zum Leben braucht und nicht mehr. In diesem Fall wird es genügend Ressourcen für alle geben.

Aber die Erreichung dieses Stadiums ist nur unter der Bedingung der „gegenseitigen Bürgschaft“ möglich, wo einer für alle ist und alle für einen.“ Die Kabbala beschreibt, wie eine solche Verbindung zwischen allen in der Welt erreicht werden kann. Andererseits wird die falsche Verteilung der Nahrung zu einem Weltkrieg führen.

Die Gruppe, das Volk, die Welt

Frage: Es ist offensichtlich, dass die Umstände uns zur Vereinigung drängen, scheinbar um die Krise zu bewältigen, doch in Wirklichkeit um unsere Natur zu korrigieren und zur Stufe „Mensch“ aufzusteigen. Was ist der Unterschied zwischen der Vereinigung innerhalb der Gruppe und innerhalb des Volkes oder der Welt?

Meine Antwort: Die gesamte Wissenschaft der Kabbala erzählt uns darüber, wie wir uns in der Gruppe verbinden sollen. Das war auch die Methode während des Exils (Galut), als eine kleine Anzahl von Kabbalisten sich in den Gruppen vereinte. Darüber schreiben Ari, Ramchal, Rabash, Baal HaSulam. Die gesamte Wissenschaft der Kabbala wurde in der Gruppe, in der Vereinigung umgesetzt – und aus der Vereinigung heraus wurde die höhere Welt wahrgenommen, das, was in der Eigenschaft des Gebens, die gegenseitig in der Gruppe entwickelt wurde, wahrgenommen wird.

Heute müssen wir aus diesem Zustand, der in der Gruppe erreicht wird, zum Zustand übergehen, in dem alle unsere Gruppen sich zu einer Gruppe vereinen – und diese gemeinsame Gruppe befindet sich innerhalb der Menschheit als ein Teil von ihr.

Andererseits ist die Zeit der Vereinigung innerhalb Israels gekommen – darüber schreibt Baal HaSulam. Doch wo soll sie ihren Anfang nehmen? – In ebenjener kabbalistischen Gruppe, die an ihrer Vereinigung arbeitet und ausgehend davon dem Volk erklärt, worin die Notwendigkeit der Vereinigung besteht – weil eine solche Notwendigkeit nicht innerhalb des Menschen, der Punkt im Herzen, sondern durch das Antreiben der Natur entsteht, wenn alle, Israel und insbesondere die Völker der Welt, den Druck, das Problem, die allgemeine globale integrale Krise spüren und deshalb von hinten durch Leiden zur Vereinigung getrieben werden.

Wir sehen, dass die Notwendigkeit der Vereinigung heutzutage entsteht, nicht weil in uns das individuelle Bedürfnis, der Punkt im Herzen, erwacht, sondern weil uns die Umstände, die historische Notwendigkeit der Vereinigung, der Erschaffung eines Ganzen aus uns, die Beispielfunktion für die Welt dazu zwingt – wir müssen zum „Licht für die Völker der Welt“ werden, wie es in der Bibel steht.

Auf diese Weise setzen wir unsere Bewegung von eben jener Kabbala, von Abraham, von seiner Methode, vom alten Volk Israel, von seiner Vereinigung in gegenseitiger Liebe fort und erkennen nach und nach, dass wir heute den gleichen Zustand erreichen müssen – wir müssen zu unseren Wurzeln zurückkehren und diese Vereinigung bereits von uns an die ganze Welt weitertragen, die sich aus jenem Alten Babylon entwickelt hat, das seinerzeit die Methode der Vereinigung von Abraham nicht annehmen wollte.

Somit befindet sich im Inneren die kabbalistische Gruppe, sie beschäftigt sich mit der Kabbala – das sind Menschen, die durch das Verlangen der Seele aus dem Inneren angetrieben werden; und um sie herum gruppiert sich das Volk, das die Krise, den Druck von außen spürt und gezwungenermaßen die Korrektur annimmt. Und um das Volk herum gruppiert sich die Welt, mit Hilfe unserer Gruppen weltweit, die sowohl zu der inneren Gruppe als auch zu den Völkern der Welt gehören.

Die innere Gruppe nennt sich „Kabbala le Am“ und beschäftigt sich mit der Kabbala. Das Volk Israel muss die Form der Gruppe annehmen, keiner kabbalistischen Gruppe, sondern als Vereinigung zu einer Familie „Gegenseitige Bürgschaft“ („Aravut“). Das ist unsere Bewegung. Die Korrektur der Seele ist für die Gruppe bestimmt, und für das Volk bedeutet es die Vereinigung „gegenseitige Bürgschaft“.

Ausgehend von der Notwendigkeit des Vorantreibens der Methode der Vereinigung müssen wir uns an die Regierung, an alle möglichen Institutionen wenden, in denen wir diese Idee vorantreiben können, wir müssen uns an das Bildungsministerium wenden, uns mit der Erziehung des Volkes durch die Wissenschaftler beschäftigen, Wissenschaftler heranziehen, die die aktuelle Krise und die Notwenigkeit der Vereinigung bestätigen, ausgehend von den objektiven sozialen Ursachen, von der Realität. Auf diese Weise müssen wir uns mit Hilfe von Wissenschaftlern nach oben und nach unten wenden, nach oben an die Regierung und nach unten an das Volk; wir müssen Wissenschaftler zu unseren Symposien einladen und das Interesse der Massenmedien wecken.

Die undurchsichtige Wolke über der Welt

Heute fühlen wir, dass die Welt sich verändert, aber warum? Weil der Schöpfer sich enthüllt. Er nähert sich uns an, so dass wir in unserer Welt die Veränderungen empfinden. Diese Veränderungen sind gegen unseren egoistischen Wunsch gerichtet, weshalb wir sie als etwas Unverständliches wahrnehmen. Zum ersten Mal in unserem Leben gelingt es uns nicht, in diese Welt, in dieses Leben, einzutreten. Wir sind nicht in der Lage zu verstehen, was geschieht.

Normalerweise erfüllten wir diese Arbeit selbst. Aus eigenem Antrieb nahmen wir die Veränderungen vor und nicht, weil das Leben uns dazu gezwungen hat. Wir sahen einfach, dass es auf die andere Weise besser sein wird. Aber heute ist alles anders. Das Leben ändert sich, die Welt ändert sich, und wir werden verwirrt. Wir verlieren die Kontrolle über die Ereignisse und können sie nicht verstehen. Wir finden uns plötzlich in einer neuen Welt, die voll von unangenehmen Überraschungen ist, die sich täglich nur vermehren.

Wir fühlen uns völlig kraftlos, wie die Menschen, die sich verloren haben, oder wie die erschrockenen und verwirrten Kinder, die nichts wissen und nichts verstehen. Und das alles geschieht, weil die Eigenschaft des gegenseitigen Gebens und der Nächstenliebe sich enthüllt, und uns wie eine Wolke bedeckt.

Diese Wolke ist leicht und undurchsichtig, und sie fällt auf uns herab, so dass wir darin die gewöhnlichen Empfindungen verlieren: die Sehkraft, den Verstand. Nichts funktioniert mehr in diesem Nebel. Wir versuchen noch ein wenig, die alten Verhaltensmuster einzusetzen, aber nicht mehr lange. Es ist egal, welche Handlungen wir erzeugen, weil diese Wolke vor uns die Ursache verhüllt und wir einfach nicht verstehen können, welche Handlungen richtig sind.

Eigentlich bedeutet dies die Annäherung des Schöpfers. Und wir sollen beginnen, uns Ihm entsprechend zu verändern. Erst dann können wir durch diese Wolke, durch diese neue Eigenschaft des Gebens und der Liebe, der Verbindung, der Vereinigung, der Gemeinsamkeit verstehen, was wir mit unserem Leben machen müssen.
Natürlich können wir irgendwie versuchen, uns dieser Wolke anzupassen. Es wird uns aber nicht gelingen, sie zu verjagen. Und je schneller sie auf uns zukommen wird, desto mehr müssen wir uns ihr anpassen.

Wenn wir uns ihr aber nicht anpassen werden, dann wird sie uns mit solchem Nebel umhüllen, dass wir gezwungen sein werden, uns mit ihr ins Gleichgewicht zu bringen. Wenn die Anpassung nicht erfolgt, dann werden wir eine immer größere Kraftlosigkeit und Unfähigkeit empfinden, können nicht richtig verstehen, fühlen, reagieren, uns im Leben nicht zurechtfinden.

Man kann abwarten, bis die Lage ganz erschreckend, aussichtslos und unbestimmt wird. Dann werden die Leiden uns endlich zur Handlung anstoßen. Sie werden so groß, bis wir dann losrennen, um diesen Leiden zu entkommen, um sie zu verringern oder sie zu versüßen. Oder wir werden im Voraus beginnen, nach der Energie und der Kraft sowie nach dem Grund und der Motivation zu suchen, die uns anregen werden, gegen unsere Natur zu kämpfen und sie zu ändern, um dieser Wolke zu entsprechen.

Dann werden wir verstehen, was hier geschieht. Aus den neuen Eigenschaften werden wir die Natur der Wolke entsprechend dem Gesetz der Ähnlichkeit verstehen und darin gedeihen können. Wir werden sie nicht negativ wahrnehmen; im Gegenteil, wir werden diese neue Kraft und neue Macht als gut und positiv empfinden können. Denn früher stand unser Leben unter der Macht vom Ego und jetzt herrscht darin die höhere Kraft.

Und in jenem Maß, in welchem wir sie verstehen, treten wir ins selbe Gebiet der Offenbarung ein und beginnen darin mit dem richtigen Verständnis und den richtigen Empfindungen zu existieren.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabash, 02.09.2011

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