Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Europäische Krise: Die Obdachlosen aus der Mittelschicht

Mitteilung: Es wird das Erscheinen einer neuen Generation der Obdachlosen in Griechenland, Italien, Frankreich und Großbritannien beobachtet. Dabei handelt es sich um die Menschen aus der Mittelklasse, die Betroffenen sind infolge der Kürzungen entlassen worden.

„Ich dachte niemals, dass mir so etwas passieren kann“, erzählt Petros Papadopolos. Der 40- jährige Chefkoch aus Athen lebt auf der Straße. „Ich habe verstanden, inwiefern wir alle verwundbar sind. Wir sind alle die potentiellen Obdachlosen“.

Mein Kommentar: Ich habe schon darüber geschrieben, dass die Krise eine Menge der „überflüssigen“ Berufe auflösen wird. In der Gesellschaft der Zukunft, die sich im Gleichgewicht mit der Natur befinden wird, wird es keine Berufe geben, außer den notwendigen für die Existenz. Alles, was überflüssig ist, ist auch schädlich, weshalb es bewusst weggelassen wird.

Der Mensch soll nur das Notwendige für die würdige Existenz erhalten. Alles was darüber hinaus geht, nennen wir Egoismus. Er kann nur in Verbindung mit den anderen Menschen befriedigt werden. Die Zugehörigkeit zu einem integralen System gibt uns die Empfindung der Ewigkeit und der Vollkommenheit. Mit dieser Fähigkeit wurden wir schon vor dem Zerbrechen des spirituellen Gefäßes erschaffen.
Also ist es gerade die Mittelklasse, die ihre Arbeit verlieren wird.

Die Quelle aller Leiden

Frage: Warum beunruhigt Sie nicht die Frage der Überbevölkerung in der Welt oder das Problem des Hungers, sondern nur die Vereinigung, die praktisch beinah unmöglich zu erreichen ist?

Meine Antwort: Aus folgenden Gründen ist die Vereinigung so wichtig:

– 2 % der Bevölkerung, die Beschäftigten in der Landwirtschaft sind fähig, die ganze Welt zu ernähren.

– 10 % der Bevölkerung, die Beschäftigten in der Industrie sind fähig, den Bedarf an den industriellen Waren zu decken.

– Seit einigen Jahren hat sich das Tempo des Bevölkerungswachstums auf dem Planeten verlangsamt und bleibt stabil. Es ist sogar möglich, dass es beginnen wird sich zu verringern, wie wir es heute in Europa beobachten. Warum es geschieht, wissen wir nicht. Wir betrachten diese Entwicklung als die Ausführung des Naturprogramms bezüglich der menschlichen Gesellschaft.

Aber unser Hauptproblem, die Quelle aller unserer Leiden liegt darin, dass wir das Hauptnaturgesetz nicht befolgen. Wenn wir mehr benötigen, als für unsere vernünftige Existenz notwendig ist, stören wir die zerbrechliche Balance „Mensch – Natur“, . Wenn wir die Natur ausbeuten, dann erschaffen wir für uns und für unsere Kinder eine schreckliche Zukunft.

Die flüchtigen Gedanken quer durch „Shamati“ – Was bedeuten „die anderen Götter“ in der Arbeit

Wir befinden uns unter der Macht „anderer Götter“. „Die Götter“ sind die Kräfte der Natur, die ich anbete. Ich bete allerlei Sachen an: die Kräfte, die Füllungen, die Erscheinungen, die Situationen, in denen es mir (meinem Ego) gut geht. Diese Genussobjekte sind „die anderen Götter“.

Und nur die Eigenschaft des Gebens interessiert mich nicht, weil sie mir entgegengesetzt ist. Ich genieße sie nicht und verstehe nicht, wie man das Geben genießen kann.

Es bedeutet, dass wir uns unter dem Einfluss der anderen Götter befinden, wir beten die Götzen, allerlei egoistische Füllungen an. Wir sollen das System unserer Werte verändern, um die Wichtigkeit der uns entgegen gesetzten Eigenschaft des Gebens hervorzuheben.

Auszug aus der 6. Lektion des Kongresses in Toronto, 18.09.2011

Der Gewinn ist nicht bloß das Geld

Frage: Möglicherweise sollen wir den Menschen das neue Ziel erklären, wenn wir über die Wirtschaftskrise sprechen. Denn das Ziel der gegenwärtigen Wirtschaft ist den Gewinn zu generieren.

Meine Antwort: Wir wollen auch einen Gewinn erzielen. Aber einen unendlich großen Gewinn. Denn das Schöpfungziel besteht im Wohlergehen der Geschöpfe, damit sie das Gute und die Harmonie erlangen.

In Wirklichkeit, wird der Wirtschaftserfolg nicht anhand des Geldes, sondern anhand verschiedener Faktoren und Werte gemessen, die das geldliche Äquivalent sind: die Macht, die Gesundheit, die Arbeitslosigkeit, die Rente, die Kinder, die Geburtenzahl und die Sterblichkeit, das Wohlergehen usw… Es gibt eine Menge Berechnungen. Eigentlich schließt die Wirtschaft die ganze menschliche Natur ein.

Jedoch können wir nicht alles berechnen. Und deshalb kam die Krise, damit wir die richtigen Berechnungen ausarbeiten. Und dafür muss man zur neuen Wirtschaft übergehen: mit Hilfe der Schirme werde ich die ganze Wirklichkeit wahrnehmen können, und sie ins Wirtschaftssystem aufnehmen.

Frage: Was wird es anstelle des Gewinns in dieser neuen Wirtschaft geben?

Meine Antwort: Die Erfüllung. Wieviel in meiner Tasche und in meiner Seele liegt, wieviel meine Familie, mein Volk und die Welt haben, so groß wird meine Erfüllung sein. Als ob ich und die gesamte Welt eins wären, und ihr Wohlergen für mich wichtig wäre.

Heute möchte ich lieber zehntausend mit einem Partner verdienen, als zwanzigtausend mit dem anderen. Wie kann ich dann meinen Gewinn berechnen? Das Geld spiegelt die reale Situation in diesem Fall nicht wider.

Ein anderes Beispiel: ich bevorzuge mit den Partnern zu arbeiten, die zehntausend Euro verdienen, aber nur wenn ich selbst dabei elftausend verdiene. Es ist für mich viel besser, als zwanzigtausend in der Umgebung der Kollegen mit den Gehältern in der Höhe von dreißigtausend zu verdienen. Wie ist dann mein Gewinn zu bestimmen?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Verhaltenswirtschaft, welche uns zeigt, dass die Menschen sich in der Arbeit ganz und gar nicht nach den rationalen Kriterien richten. Der Mensch ist sogar bereit, auf die große Geldsumme zu verzichten, wenn er wissen wird, dass der Andere doppelt so viel bekommt.

Die Wissenschaftler kennen das Problem, aber wissen nicht, wie sie es lösen können. Hier kann uns der Artikel von Baal HaSulam „Frieden in der Welt“ helfen.

Frage: Das wahrhafte Ziel der Wirtschaft ist das Gefühl der Sicherheit. Das Wohlergehen des Landes und der Menschen hängt davon ab, inwiefern die Bürger glücklich sind. Wird die Menschheit in dieser Richtung erfolgreich sein?

Meine Antwort: Sie soll es versuchen. Je schneller alles ausprobiert wird, desto besser. Außerdem bleiben der Menschheit nicht so viele Varianten übrig.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel aus dem Buch „Shamati“, 02.10.2011

Batterie für meine Puppe

Frage: Warum werde ich plötzlich wollen, in ein neues System einzugehen?

Meine Antwort: Du hast keine Wahl. Wir sind nämlich die Sklaven unserer Natur.

Entweder bekomme ich den Wunsch, in das System einzugehen, welches mich subtil beeinflussen wird und in mir die Fragen: „Wofür lebe ich? Worin besteht der Sinn meines Lebens?“ aufkommen lässt. Oder ich frage: „Wofür brauche ich ein solches Leben mit so vielen Leiden?“ Oder vielleicht sterbe ich infolge des Neids, dass beim Nachbarn das Gras grüner ist.

Egal um welche Leiden es sich handelt, sie bringen den Menschen vorwärts. So sind wir erschaffen worden. Wenn in uns keine Wünsche erwachen würden, welche die Erfüllung fordern, dann würden wir uns nicht weiter entwickeln können. Die Freiheit der Wahl besteht aber nicht in der Auswahl der Wünsche, sondern darin, wie wir sie anwenden. Wenn wir uns unter dem Einfluss zwei Kräfte befinden, der Kraft zu empfangen und der Kraft zu geben, dann können wir sie auf unterschiedliche Weise benutzen. Aber das Verlangen an sich, kann ich nicht wählen.

Ohne Verlangen wären wir nur leblose Roboter und würden uns nicht von der Stelle rühren. Ohne Wunsch wäre ich also wie eine tote Puppe ohne einer Batterie.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Shamati“, 04.10.2011

Zu lernen, um zu überleben

Wir sollen den Menschen erklären, worin die Lösung der modernen Probleme besteht. Es bleibt keine andere Wahl, sie werden es früher oder später verstehen müssen.

Wenn die Krise sich verschärfen wird, wenn die Unternehmen und Banken geschlossen werden, dann werden die Massenunruhen anfangen. Das Volk wird Forderungen aufstellen, ohne daran zu denken, ob diese realisierbar sind. Die Regierung wird nach sinnvollen Rechtfertigungen suchen. Aber die Menschen werden sie nicht interessieren: „Ihr seid an der Macht, ihr seid dafür verantwortlich!“

In diesem Moment werden sie uns zuhören können, sowohl das einfache Volk, als auch die Elite. Die Elite wird anstreben, das System der Erziehung aufzubauen, über welches wir sprechen. Nur so kann man das Volk beruhigen und seine Lebensqualität steigern. Die Gefahr der Revolution wird die Elite zwingen, für die Erziehung und Aufklärung zu sorgen. Folglich werden die Menschen die gegenseitige Vereinigung anstreben, welche von der Natur gefordert wird.

Die Vereinigung ist also ein Befehl der Natur. Diesen Befehl kann man nicht ignorieren. Je mehr wir für die Vereinigung tun, desto weniger Schläge und Probleme wird es geben.

Natürlich beginnen wir nicht sofort, über die gerechte Verteilung zu sprechen. Die erste Aufgabe besteht in der Sicherung des Existenzminimums der Menschen, damit sie überleben können. Als Gegenleistung werden von ihnen die Bemühungen im Studium gefordert .

Wenn die Arbeitslosigkeit steigen wird, dann werden viele Menschen ohne Beschäftigung bleiben. Man wird die neue Arbeitszeitverteilung brauchen. Die Menschen werden einige Stunden der notwendigen Arbeit widmen, aber den Rest des Tages wird mit dem obligatorischen Studium verbracht. Dieses Studium wird zur wahren Arbeit, denn der Mensch wird an sich selbst arbeiten. Um aus dem Weizen das Brot zu machen, müssen wir die Kraft anwenden, welche den Weizen wachsen lässt.

Schon in diesem Jahr werden wir sehen, dass es nicht einfach sein wird, das Brot unter den Bedingungen der wirtschaftlichen und ökologischen Krise zu produzieren. Das Studium und die Bemühungen zur Erschaffung der richtigen Umgebung werden somit zum Hauptteil unserer Arbeit in dieser Welt. Dadurch wird jene Kraft geweckt, die für unsere materielle Existenz notwendig ist.

Der Mensch wird lernen müssen, um das tägliche Brot für die anderen Menschen sichern zu können, weil er begreifen wird, dass die anderen sich wiederum für sein tägliches Brot sorgen. In dieser Verbindung wird sich die Eigenschaft des Gebens offenbaren. Wie Baal HaSulam geschrieben hat, dass das Geben an den Schöpfer und das Geben an den Nächsten dasselbe ist. Auf diese Weise wird das Volk das Spirituelle ohne Leiden und ohne Studium der Wissenschaft der Kabbala erreichen können.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Der Frieden in der Welt“, 04.10.2011

Wir sind Aufklärer

Frage: Viele rufen weltweit zum Zusammenhalt und zur Fürsorge für den Nächsten auf. Wie können wir uns mit ihnen verbinden?

Meine Antwort: Wir verbinden uns nicht mit ihnen. Es gibt viele „tugendhafte“ Menschen, die ehrenamtlich in den Krankenhäusern arbeiten, den Bedürftigen helfen, sich an der Arbeit von wohltätigen Organisationen und Stiftungen beteiligen. Sie helfen den Menschen und das ist sehr gut. Wie Baal HaSulam schreibt und wie auch durch soziologische Studien bestätigt wird, sind 10% der Menschheit von dem altruistischen Verlangen durchdrungen.

Doch heute sind wir zum ersten Mal in der Geschichte an einem Wendepunkt angelangt, an dem der Mensch die Gesetze der Welt, in die er eintritt, studieren muss. Denn unsere Aufgabe besteht nicht in einer weiteren egoistischen Versüßung, nicht in den Almosen für die Armen und nicht in der kosmetischen Umverteilung der Ressourcen zugunsten von Unvermögenden. Nein, die Menschheit steht an der Schwelle einer qualitativ neuen Veränderung, bei der wir zu einer globalen, integralen Einheit gelangen müssen. Die Natur leuchtet uns bereits von vorne an, als würde sie sagen: „So müsst ihr jetzt aussehen – organisch zusammengewachsen, wie ein Mensch mit einem Herzen, ähnlich allen anderen Teilen von mir. Es reicht, sich wie ein Krebsgeschwür in mir auszubreiten“.

Niemand außer uns begreift den Sinn der Geschehnisse. Und darum müssen wir die Menschen unterrichten, wir sind eine Bildungseinrichtung, die über Gesetze der globalen Welt aufklärt.

Die gegenseitige Verbindung kommt bereits überall zum Vorschein, wir können uns nicht trennen, selbst wenn wir das wollten. Die einzige Möglichkeit, unsere Verbindung zu trennen, ist der Krieg, doch auch dieser würde nicht helfen, weil die inneren Bande nicht verschwinden können. Der Krieg würde sehr schnell zu Ende sein, und wir würden die Vereinigung fortsetzen müssen, jedoch unter viel schwereren Bedingungen.

Heute zerstört die Krise alle Bereiche der menschlichen Tätigkeit. Und in diesem Zustand sollten wir ein Sprungbrett, einen Punkt des Sprungs zur nächsten Stufe sehen. Die Evolution der Natur zwingt uns, zu einem neuen Abschnitt überzugehen.

Was wird denn unser Gewinn sein? Wir werden dadurch ein neues System gewinnen. Indem wir gemeinsam an der gegenseitigen Verbindung arbeiten, werden wir die innere Kraft der Natur, ihre inneren Mechanismen erkennen – und zur neuen Stufe des Daseins aufsteigen. Vor allem werden wir die heutigen Leiden und Probleme los, und darüber hinaus erreichen wir die nächste Dimension.

Es gibt keinen anderen Ausweg, die Natur verpflichtet uns dazu. Deshalb verteilen wir keine Geschenke an Feiertagen, das lassen wir andere Organisationen tun, sondern beschäftigen uns nur mit der neuen, integralen Erziehung. Genauso wie Kindergärten und Schulen die Kinder auf das Leben in unserer Welt vorbereiten, müssen wir jetzt die gesamte Menschheit auf das Leben in der Welt, die sich uns eröffnet hat und in der alle durch eine globale gegenseitige Verbindung vereint sind, vorbereiten.

Das höhere, vereinte, integrale System nähert sich unserem menschlichen System, das durch den Egoismus zerstört ist, und wenn sie aufeinanderprallen, wird es zu einer gewaltigen Explosion kommen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Ein Gebot“, 07.10.2011

Die flüchtigen Gedanken quer durch „Shamati“ – Was bedeutet die Aussage „Die Gewohnheit wird zur zweiten Natur“

In der Kindererziehung bemühen wir uns ständig, dem Kind die unterschiedlichsten Handlungen aufzueignen, damit sie später zur Gewohnheit werden: sich zu waschen, die Zähne zu putzen, die Sachen zu ordnen. „Du musst dies und das…“ Wir bestehen darauf täglich, bis der Mensch sich seinen Alltag nicht anders vorstellen kann, weil er sich sonst unangenehm fühlen würde. Die Macht der Gewohnheit befreit ihn von den Bemühungen.

Wie oft hat mich die Mutter dazu gebracht, mir die Zähne zu putzen, obwohl ich es nicht unbedingt tun wollte, aber sie erlaubte es mir dennoch nicht. Im Endeffekt war ich verpflichtet, sogar ohne Mutter die Zähne zu putzen, weil ich mich daran gewöhnt habe.

Somit können wir uns solche Gewohnheiten beibringen, die für uns den angeboren Eigenschaften gleich werden, wonach es uns leichter fallen wird, sie zu verwirklichen. Denn es wird im Gegenteil für mich schwer sein, diese Handlungen nicht zu begehen, da ihre Ausführung in meine Natur eingedrungen ist. Und das alles kommt zustande, weil die sich ständig wiederholenden Handlungen für mich zur Gewohnheit wurden.

Was steckt hinter dem Gesetz, dass die Gewohnheit zur zweiten Natur wird? Dadurch, dass wir uns ununterbrochen anstrengen, dieselbe Handlung oftmals zu wiederholen, bekommen wir jedes Mal eine korrigierende Kraft, bis sie uns endgültig verändert. Nach diesem Prinzip wird die Gewohnheit zur zweiten Natur.

Und deshalb kann sich der Mensch an alles gewöhnen. Er kann auch solche Empfindungen erreichen, die er früher überhaupt nicht hatte. So wird er sich an das höhere Licht gewöhnen können, das er früher nicht empfand. Wir befinden uns auch jetzt im Ozean des Lichtes, aber wer empfindet es richtig? Was fehlt uns dann? Uns fehlt die Gewohnheit.

Wir sollen uns ständig bemühen, die Feinfühligkeit fürs Licht zu erreichen: „Wo befindet es sich gerade? Wie beeinflusst es uns?“ Wir fühlen, dass es sich schon hier befindet? Das Licht wird stärker und nähert sich uns an, wonach wir beginnen, es zu empfinden. Wo ist es jetzt? Was soll ich in meinem Inneren verändern, um es empfinden zu können? Welche Absicht muss ich haben? Soll ich noch empfindlicher werden?“

Wenn der Mensch sich bemüht, auf diese Weise das Licht zu enthüllen, und beginnt, sich folgende Fragen zu stellen: „Wie kann ich die Empfindung des Lichtes erreichen? Mir fehlt es jetzt an der Eigenschaft des Gebens, an der Feinfühligkeit um die Vibrationen des umgebenden Lichtes zu empfinden“, dann wird sich das Licht nicht nur vorübergehend offenbaren, sondern es bleibt für immer.

Alles verwirklicht sich also aus der Gewohnheit, weshalb unsere Arbeit in der Aneignung der Gewohnheit besteht. Alle Ratschläge, die uns die Kabbalisten geben, sind darauf gerichtet, dass wir uns an die Handlungen in Bezug auf die Freunde, auf die Verbreitung und aufs Studium gewöhnen. Warum? Um aus dem „Tier“ herauszugehen, und sich daran zu gewöhnen, dass man sich außerhalb des tierischen Körper befinden kann. Kaum wird man eine solche Absicht erreichen, wird auch das Licht empfunden. Innerhalb unseres Körpers und unseres Verstands kann man es niemals offenbaren, weil sich das Licht außerhalb befindet.

Auszug aus der 6. Lektion des Kongresses in Toronto, 18.09.2011

Absteigen von der zentralen Bühne: Der Euro hat es nicht geschafft die Länder zu verbinden

Meinung: Laut Alan Greenspan, früherer Vorsitzender des Federal Reserve Board der Zentralbank der Vereinigten Staaten, ist „ein Bündnis von 17 Staaten unter dem Deckmantel einer gemeinsamen Währung unmöglich, da sie sich von einander sehr unterscheiden. Der Eurokurs fällt, die europäischen Banken machen eine schwere Zeit durch, weil sie an Schulden von Ländern festhalten, die vor dem totalen Bankrott stehen.

Die kulturellen und wirtschaftlichen Unterschiede zwischen den Ländern im Norden und Süden sind viel zu groß. Wirtschaftlich unterscheiden sich Deutschland, Frankreich und Finnland total von den südlichen EU-Statten, indem diese mehr konsumieren als produzieren. Als Resultat dessen, sind sie gezwungen sich von den stärkeren Ländern etwas zu leihen.

Die Krise in Europa ist Hauptauslöser für die Gefährdung der gesamten Weltwirtschaft und überhaupt für die Wirtschaft in den USA. Im Prinzip befindet sich die amerikanische Wirtschaft in einem stabileren Zustand als die EU, und die zweite Welle der Rezession bedroht sie nicht.

Mein Kommentar: Aber die Welt ist doch verbunden, und die Rezession wird sich noch auf der ganzen Welt verbreiten, so lange wir nicht die wahre Ursache für unsere Probleme erkennen werden: Mangelnde Anpassung zur globalen und integralen Natur, zur Eigenschaft des Gebens und zur gegenseitigen Bürgschaft. Man kann die Menschheit und die Erde in einer globalen Welt nicht voneinander trennen. Man muss für die globalen Verstöße und für die Einigkeit auf der Welt eine Lösung suchen.

Versuche und Enttäuschung

Meinung von Nobelpreisträger Paul Krugman (Wirtschaftsnobelpreis 2008): Der Sturm an der Börse ist nicht nur eine Grundlage für den Schock, sondern eine Grundlage für die Wut, weil wir sogar sehen, dass einflussreiche Menschen versuchen, die Krise für ihre Zwecke auszunutzen statt eine Lösung für die Krise zu finden.

Die Wirtschaft ist jetzt in einer Notfall-Krise, und sie braucht Erste Hilfe. Wenn Millionen Menschen arbeiten können und wollen und stattdessen arbeitslos herumsitzten, ist es die Aufgabe der Politiker, für eine dringende Wiederbelebung der Wirtschaft zu sorgen und keine Reden über genügend langfristige Budgets zu halten. Solche Diskussionen sind ein Entertainment und Mode in Washington.

Erste-Hilfe:

Man muss die Ausgaben unter Berücksichtigung der Massenarbeitslosigkeit und billigen Krediten vergrößern anstatt sie zu kurzen – Wiederherstellung von Schulen, Strassen, Wasserversorgung etc. Reduzierung von Krediten durch Stornierung bzw. Wegfall von Geldbußen für Hypoheken und andere Mittel. Die Zentralbank muss die Inflation erleichtern, damit das Problem der Schulden gelöst wird

Mein Kommentar: Natürlich müssen wir etwas machen. Aber eine Aktion, die uns nicht zur globalen Verbindung führt, wird nicht funktionieren, sondern sie wird unsere Situation erschweren, damit sie uns klar und schmerzhaft zeigt, wohin die Menschheit uns führt, solange wir nicht verstehen, dass unser Fortschritt nur in Richtung der Gleichwertigkeit der Form der Natur und der einzigen Globalisierung sein sollte.