Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Menschen'

Das ewige Leben teilte sich in Tropfen…

Aus dem Artikel von Baal HaSulam „Vorwort zum Buch Panim Meirot“: Und so wird der Sinn der Bestrafung vom Baum der Erkenntnis klar, … wie der Schöpfer warnte: „An dem Tag, da du von ihm kosten wirst, wirst du des Todes sterben“…

Die Seele des ewigen Lebens wurde gezwungen, sich von dort zu entfernen, und dem Menschen blieb ein zeitbegrenztes Leben, das von einem Stück Brot abhängt.

Das gleicht dem Schweiß des Lebens, d.h. das Leben teilte sich in Tropfen und wird dem Menschen Tropfen für Tropfen zugeteilt, und jeder neue Tropfen ist ein Teil des vorausgegangenen Lebens.

Und das sind Funken des Lebens, die sich auf alle Menschen in allen Generationen bis einschließlich der letzten, das Schöpfungsziel abschließenden Generation aufteilten.

Das Licht des Lebens, welches Adam haRischon vollständig ausgefüllt hatte, hat sich einfach auf diese ganze lange Kette verteilt, die sich ununterbrochen auf das Rad der Veränderungen von Eigenschaften bis hin zur Endkorrektur spult.

Natürlich ist die Rede nicht vom gewöhnlichen Leben und Sterben eines Menschen in dieser Welt. Hier geht es um den Kreislauf des Verlangens zu genießen, das sich immer wieder aufs Neue in uns enthüllt. Und das wird als eine neue Inkarnation nach dem Verständnis der Wissenschaft der Kabbala bezeichnet.

Und wenn wir ein normales „tierisches“ Leben führen, korrigieren wir nichts und durchlaufen auch keine „Inkarnationen“.

Dank des Sündenfalls ist ein riesiger neuer Freiraum – die Scham – entstanden, und diesen müssen wir korrigieren, doch dafür bedarf es mehrerer Inkarnationen.

Und wenn der Mensch sich verändert, verändert sich die ganze Welt mit ihm zusammen, und es ist unmöglich, dass die Welt sich ohne den Menschen verändert.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 29.08.2010

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Das Geheimnis des Erfolges

Eine Frage, die ich erhielt: Viele Menschen beschäftigen sich weltweit mit Kabbala und stellen sich folgende Frage: Warum ist gerade Ihre Organisation im Vergleich zu den anderen erfolgreich?

Meine Antwort: Weil wir an das Geben, an die Verbreitung denken. Wir sind bereit, für das eigene Geld, Millionen von Zeitungen zu verteilen, und noch viel mehr zu tun.

Je wirksamer wir die finanziellen Ressourcen, die Menschen und die Zeit verwenden werden, desto mehr kommen wir in der Spiritualität voran. Gerade deshalb haben wir den eigenen Fernsehsender und alle übrigen Möglichkeiten.

Unser Erfolg ist durch unsere Verbreitung bedingt, die auf das Geben gerichtet ist, und wir sind auf die Hilfe des Schöpfers, d.h. des Lichtes, das zur Quelle zurückführt, angewiesen. Das sind eben unsere Grundlagen: wir bemühen uns das Mittel der Korrektur zu sein, und vom Wege nicht abzuschreiten.

Im Endeffekt schließen sich immer mehr Menschen an, sie möchten zu uns kommen, wobei sie selbst nicht wissen, warum. Es ist nicht unser Verdienst, denn so wirkt das Licht ein, indem es sich in Kreisen vom Zentrum ausbreitet. Es ist das Naturgesetz, und es gibt hier keinen Erfolg oder die Protektion.

Man muss den unkommerziellen Vertrieb noch wirksamer fortsetzen – und wir werden die neuen Erfolge erlangen. Weil das Licht mit uns ist! Wir können das Licht heranziehen!

Aus dem Gespräch über die Erziehung, 01.10.2010

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Zum richtigen Zeitpunkt im Epizentrum zu sein

Eine Frage, die ich erhielt: Warum ist die physische Teilnahme am Kongress so wichtig?

Meine Antwort: Der Schöpfer gibt dem Menschen die Umstände, und wenn er sich in solch einer Situation befindet, dass er auf keine Weise kommen kann – dann sind es die gegebenen Bedingungen. Mann muss nur dafür sorgen, sich an den Kongress in der maximal möglichen Form anzuschließen.

Möglicherweise, habe ich keine physische Möglichkeit, oder keine finanziellen Mittel. Aber es muss schon eine ernste Rechtfertigung geben. Nachdem mir die Möglichkeit gegeben wird – hängt alles nur von mir ab, ob ich sie später nutze oder nicht. Und jeder soll eigene ehrliche Berechnung machen, und wissen, dass es hier keine doppelte Berechnung geben kann.

Der Mensch kann sich darin prüfen, ob er gefahren wäre, wenn man ihm hierfür eine riesige Summe Geld, die Verbesserung seiner Gesundheit, die Rettung seines Lebens angeboten hätte. Danach kann er seine Berechnung ausrichten. Es gibt keinen Zweifel, dass man an keinem anderen Ort solche Kraft der Vereinigung erreichen kann, wie am Ort des Kongresses. Wir veranstalten die Kongresse auch im Ausland, aber dieser Kongress ist der stärkste. Deshalb stelle ich mir keine Situation vor, in der die Menschen, die in Israel leben, keine Möglichkeit hätten, daran teilzunehmen. Dann können sie uns schreiben, was sie daran verhindert – und wir werden es in Betracht ziehen. Gebot, Handlung, KorrekturWenn der Mensch aber im Ausland lebt, dann kann es natürlich zum Problem werden.

Möglicherweise lebt er in einem Land, aus welchem die Ausreise gefährlich ist, oder er dafür keine Mittel hat. In diesem Fall, muss man die anderen Menschen aufsuchen, die am gleichen Ort bleiben, um sich mit ihnen verbinden zu können, und zusammen die Kongressunterrichte anschauen. Somit ist die Vereinigung sehr wichtig. Wenn es auch niemanden in der Umgebung gibt, dann schaut man den Kongress alleine an. Aber ich hoffe, dass es so was nicht mehr gibt. Denn das Wesen unserer ganzen Handlung, unserer ganzen Korrektur, besteht in der Vereinigung.

Das einzige Gebot ist – sich zu verbinden.Wie kann es also sein, dass der Mensch an den Ort nicht kommen möchte, wo es die größte Macht der Vereinigung geben wird, die man nur erreichen kann. Er soll nach keiner Rechtfertigungen suchen, warum es nicht machbar ist. Denn von Oben zieht man nur Eins in Betracht: wie man die gegeben Umstände verwendet. Deshalb wollen wir hoffen, dass sich auf dem Kongress viele unserer Freunde versammeln werden, dass es die optimalen Bedingungen für die Vereinigung an allen Orten geben wird, und dass wir die spirituelle Offenbarung erlangen.

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Für den Wunsch gibt es keine Entfernungen

Eine Frage aus Ecuador: Was muss man machen, um sich während des Unterrichts mit der Bitte um die Korrektur der Gruppe zu verbinden?
Meine Antwort: Der Mensch soll sich bemühen, die Empfindung zu erreichen, dass er sich zusammen mit uns befindet. Es gibt keine Entfernung auf dem spirituellen Weg.
Es spielt also keine Rolle, ob man am Bildschirm seines Computers, in Israel, in Ecuador oder in unserem Hörsaal sitzt.
Alles hängt davon ab, wo sich das Herz des Menschen befindet. Man muss sich einfach bemühen, mit uns verbunden zu sein. Der Mensch befindet sich dort, wo sein Wunsch ist. Denn es gibt nichts außer dem Wunsch,und das äußerliche „Gewand“ wird nicht berücksichtigt.
Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 04.10.2010

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Überraschungen soll es nur in der Spiritualität geben!

Eine Frage, die ich erhielt: Der große internationale Kongress, an dem über 7000 Menschen aus der ganzen Welt teilnehmen werden, kommt näher.

Wie kann das Gesetz „Liebe deinen Nächsten“ auf diesem Kongress praktisch umgesetzt werden?

Meine Antwort: Ich glaube, dass die Kraft der Verbindung, die wir mit Hilfe des Schöpfers enthüllen werden, wirklich überwältigend groß und stark sein wird.

Wir haben uns vorbereitet und das gesamte Weltkli sowie alle unsere Freunde, die zu diesem Kongress physisch kommen oder daran aktiv virtuell teilzunehmen wollen, „entflammen“ lassen.

Im Laufe des nächsten Monats müssen wir uns mit allem, was auf dem Kongress stattfinden wird, sehr gut vertraut machen, als ob wir uns bereits dort befinden würden.

Wir müssen alle Lieder, das ganze Kongress-Programm bis auf die Stunde genau, das Thema jedes Vortrags, die Themen von allen Workshops, Treffen, Freundesversammlungen, Kulturabenden im Voraus kennen und uns mit dem Kongressort vertraut machen.

Wir sollten möglichst viel wissen, um in uns einen freien Platz für neue Eindrücke zu schaffen. Der Mensch muss im Voraus möglichst viel über alles, was auf dem Kongress passiert, erfahren.

Ich möchte keine Überraschungen im Materiellen erleben. Es soll im Gegenteil spirituelle Überraschungen geben – in der Verbindung zwischen uns. Der Mensch muss offen für sie sein und nicht suchen, was, wo und wann stattfindet.

Alles muss klar sein, damit er sich um nichts kümmern muss und offener für die Einwirkung der Umgebung ist. Nur dann wird er von der gemeinsamen Begeisterung durchdrungen – und das wird ihn beeinflussen.

Nach meinen Empfindungen zu urteilen, befinden wir uns in einer guten Vorbereitungsform.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Liebe zum Schöpfer und die Liebe zu den Geschöpfen“ vom 05.10.2010

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Kabbalisten über die Sprache der Kabbala, Teil 17

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir.

Alle Sprachen sind in die Wissenschaft der Kabbala eingeschlossen

Der innere Teil der Wissenschaft der Kabbala stellt nichts anderes als den inneren Teil der Heiligen Schrift, des Talmud und der Agada, dar. Und der ganze Unterschied zwischen ihnen besteht nur in den Wegen der Logik, was dem Kopieren der Wissenschaft in vier Sprachen gleicht.

Es ist selbstverständlich, dass das Wesen der Wissenschaft der Kabbala sich infolge der Veränderung der Sprache keineswegs veränderte, (es entstand aber eine Auswahl an Materialdarbietung) und alles, woran wir denken sollten, die Frage ist, welche Kopie sich am besten zur Übermittlung der Wissenschaft an den Studierenden eignet.

Baal HaSulam „Die Lehre der Kabbala und deren Wesen“

Die Erziehung durch die Wahrheit

Die Erziehung des Kindes bedeutet seine Einführung sowohl in unsere, als auch in die spirituelle Welt.

In dem kurzen Zeitraum, hauptsächlich im Alter von 9 bis 13 Jahren, soll es sich in allem zurecht finden.

Im Alter von 12-13 Jahren hört die Erziehung auf, weil die Kinder nicht mehr auf uns hören möchten, sie handeln und begreifen selbst, wollen von uns nichts mehr bekommen.

Deshalb sollen wir ihnen die Wahrheit darüber erklären, was in der Welt geschieht.

Wenn wir sie mit der Lüge vergiften, dann geht dieses Gift nicht mehr aus dem Bewusstsein heraus, verzerrt die Weltwahrnehmung und reißt die Kinder von der Realität ab, bildet eine Illusion.

Natürlich bedeutet es nicht, dass man in der Erziehung keine Analogien oder Allegorien vorführen darf, ihre Form und Rahmen sollen jedoch deutlich bestimmt werden.

Eine Sache ist es, wenn das Kind versteht, dass man gerade metaphorisch spricht, und eine ganz andere Sache ist es, wenn es denkt, dass im Wald nur die sprechenden Tiere leben, die es auf den Bildern gesehen hat.

Alles hängt von unserer Vorgabe ab: Im ersten Fall lernt das Kind die reale Welt kennen, und im zweiten Fall werden die falschen Gestalten in sein Bewusstsein und sein Gedächtnis imprägniert.

Außerdem muss man sich daran erinnern, dass alle Märchen in vieler Hinsicht dem altertümlichen Glauben und den Mythologien entspringen, als jedem Objekt die Seele, die höhere Kraft und der besondere Einfluss auf den Menschen verliehen wurden.

Aus dem Gespräch über die Erziehung, 29.09.2010

Kabbala Akademie

Die Stufe des Zitterns

„Es gibt in der Schatzkammer des Schöpfers keinen anderen Reichtum, außer dem Zittern vor dem Schöpfer“ (Schamati 38).

Es gibt vier Stufen der Entwicklung:

Die erste Stufe – ist diese Welt, die Welt, wo wir uns befinden.

Die zweite Stufe – ist die Periode (das Niveau) der Vorbereitung. Darin befinden sich die Menschen mit dem Punkt im Herzen, die seine Wichtigkeit über diese Welt, über die Selbstsucht stellen.

Die dritte Stufe – ist die Rückkehr (die Korrektur) aufgrund des Zitterns, die Stufe Bina, Chafez Chessed, wo der Mensch zum Gerechten wird. Hier geschieht die reale Korrektur der 613 Wünsche der Seele im „Geben für das Geben“.

Die vierte Stufe – ist die Rückkehr (die Korrektur) aufgrund der Liebe, die Stufe des vollkommenen Gerechten. Hier werden 613 Wünsche auf „das Empfangen um zu geben“ – für die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer korrigiert.

Dabei ist die Stufe des Zitterns sehr wichtig, weil sie die Einführung für die Erreichung der Ähnlichkeit mit dem Schöpfer ist. Das Licht vergrößert stufenweise die egoistischen Wünsche, und der Mensch steigt über sie hinauf, weil er ständig seine Verbindung mit dem Punkt im Herzen bevorzugt. Danach beginnt er auf der Stufe der Liebe, seine Wünsche mit der Absicht „des Empfangens um zu geben“ zu verwenden.

So stellt die Stufe des Zitterns ein Gefäß dar, worin der Mensch in der folgenden Etappe, auf der Stufe der Liebe, die Offenbarung des Schöpfers, das Licht der Unendlichkeit bekommt.

Die Etappen der Entwicklung ändern sich ununterbrochen, und wir sollen uns nur um das Zittern kümmern. Denn „das Zittern“ ist eine unermüdliche Arbeit an dem Schirm und dem widergespiegelten Licht, um die ganze Zeit über dem Wunsch zu bleiben.

Natürlich, wird die ganze Arbeit vom Licht erledigt, aber von uns soll die Bitte darum ausgehen. In der Gruppe muss man dieses Ziel unaufhörlich erhöhen, die Einheit und die Verbindung, woraus das allgemeine Gefäß, die Absicht des Gebens entsteht, die den Aufstieg über der Selbstsucht unterstützt.

Dadurch helfen wir einander, vereinigen unsere Punkten in den Herzen und schaffen unser Gefäß für den Empfang des Reichtums. Und wenn unsere Einheit realisiert wird, dann wird darin sofort das Licht offenbart.

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Der spirituelle Röntgenapparat

Kabbala offenbart dem Menschen keine zusätzlichen Leiden. Sie enthüllt ihm seinen wahrhaften Zustand. Als wäre er zum Arzt gekommen und der Röntgenapparat ihm die Krankheit gezeigt hätte, die eine Operation erfordern würde.
In dieser Situation ist der Mensch den Ärzten dankbar, dass sie ihm geholfen haben, das existierende Problem zu enthüllen.

Und neben der Diagnose, sagen die Ärzte: „Wir haben alle Medikamente, die für die Heilung notwendig sind“, denn das Licht beinhaltet alles, und du muss nur klären, was dir fehlt, was mit dir nicht stimmt! Wenn man also das Problem enthüllt, dann bekommt man gleichzeitig das Medikament für die Genesung.

Somit muss man alle wunden Punkte im Hinblick auf den Schöpfer und das Licht enthüllen -. Deshalb braucht man das Licht, den Röntgenapparat, damit es mich durchleuchtet und mir zeigt, was mit mir nicht in Ordnung ist. Und auf diese Weise sollte ich den ganzen Körper untersuchen.

Wenn ich diese Untersuchung mit Hilfe des Lichtes mache, dann korrigiere ich mich mit dem Licht AB-SaG, das sowohl für die Klärung des Übels, als auch für die Korrektur zum Guten bestimmt ist. Folglich komme ich auf eine angenehme Weise voran.

Und wenn ich keinen Röntgenapparat habe, dann kann jede Zelle meines Körpers einen nahezu tödlichen Zustand erreichen, und ich werde so lange die schrecklichen Leiden empfinden, bis ich endlich begreife, was und wie ich sowohl in mir, als auch in meiner Einstellung zur Welt, korrigiert werden muss -.

Mit der Methode der Kabbala enthüllst du die Leiden viel schneller, damit Du sie sofort korrigieren kannst. Du hast ein Instrument in deinen Händen, mit dessen Hilfe die Probleme offenbart werden, die schon lange existierten und nur verborgen waren, weil es bis jetzt keine Hoffnung auf ihre Korrektur gab.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 01.09.2010

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Die Lichtzone

Eine Frage, die ich erhielt: Worum soll man den Schöpfer bitten?

Meine Antwort: Man kann nur um eins bitten – um das Licht, das zur Quelle zurückführt, um die Kraft.

Ich kann mich nicht selbst ändern. Die gesamte Menschheit verzweifelt allmählich an diesen Versuchen. Heutzutage wird klar, dass wir letztendlich nur noch mehr durcheinander geraten – selbst innerhalb von Systemen, die wir selbst aufgebaut haben.

Wir müssen in unserer Arbeit tatsächlich zur Verzweiflung kommen. Das ist nicht einfach. Wie Baal HaSulam schreibt, gibt es keinen glücklicheren Moment im Leben eines Menschen als den Augenblick, in dem er völlig an seinen Kräften verzweifelt. Dann, wenn er sieht, dass er keine andere Wahl hat, wendet er sich an den Schöpfer, und der Schöpfer antwortet ihm, weil sein Schrei vollwertig ist.

Und solange es noch kein Verlangen gibt, wirkt das Licht nicht. Auf dem Weg dorthin gibt es 125 Stufen. Wenn es mir beim Aufstieg zur ersten Stufe selbst in minimaler Form an Licht fehlt, wirkt es auf mich ein. Somit trete ich in die Lichtzone ein.

Auf der fünften Stufe vergrößert sich mein Verlangen, und das Licht wirkt im entsprechenden Maße ein, denn ich habe mich ihm angenähert. So sind die Gesetze innerhalb der Lichtzone.

Noch befinden wir uns unten, wir haben kein Verlangen. Sobald es entsteht, reagiert das Licht sofort. Denn das Licht hat das Verlangen erschaffen und unterstützt es. Niemals kann das Verlangen irgendetwas selbst bewirken.

Wie kann es in einem solchen Fall das Licht wollen? – Im Verlangen gibt es einen Funken des Lichts, welcher von dem Zerbrechen der Seele übriggeblieben ist, und dieser Funke erweckt dich und zieht dich zum Licht hin, obwohl das Verlangen dich nach unten zieht.

Solange der Funke noch nicht zum Vorschein gekommen ist, wird von dem Menschen nichts verlangt, er wird einfach egoistisch entwickelt. Doch wenn der Funke aufflammt, hört das Licht mit seiner Arbeit auf und überlässt dir die Möglichkeit, es zu bitten.

In dieser Phase wirst du dorthin geführt, wo du deinen Funken entfachen kannst, bis du anfängst, selbst die Einwirkung des Lichts zu wollen.

Aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel vom 01.10.2010

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