Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Wie wir im Dunkeln herumtasten, um die spirituelle Wahrnehmung zu erreichen


Gestern ging ich in eine Ausstellung mit dem Titel „Ein Gespräch im Dunkeln“. Wir betraten eine völlig abgekapselte Halle, in der es ganz dunkel war. Unser Führer erklärte, dass man die Welt im Dunkeln anders wahrnimmt – nicht mit unseren Augen, die uns normalerweise 80% unserer Information liefern, sondern durch den Gebrauch anderer Sinne. Und diese kompensieren irgendwie den Verlust unserer Sicht.

Genauso müssen wir uns bei der Entwicklung der spirituellen Sinnesempfindung klarwerden, dass wir im Dunkeln sitzen. Wir müssen nämlich fühlen, dass wir unser Leben in dieser Welt nicht durch den Gebrauch unserer 5 Sinne wettmachen können, auch wenn wir alle unsere 5 Sinne haben, sind wir immer noch im Dunkeln. Dieses Gefühl müssen wir erlangen, um unser spirituelles Gefühl zu entwickeln. Und das ist genau das, was der Menschheit heute passiert – sie merkt so langsam, dass sie in der Dunkelheit sitzt.

Unser Sehvermögen ist eine innere Vision. Wir nehmen alles innerhalb von uns wahr. Es ist möglich, das gleiche Bild durch die Übertragung von elektrischen Signalen zum Gehirn zu schaffen. Wichtig ist, dass man das innere Bild wahrnimmt, welches sich auf der Kehrseite des Gehirns befindet. Worin liegt daher der Unterschied, ob ich Augen habe oder nicht? Das Wichtige daran ist, dass das Bild in meinem Bewusstsein geschaffen wurde und das gleiche kann ich mit anderen Sinnen und zusätzlichen Eigenschaften bekommen.

Darum fragte ich meinen Führer – der nicht blind geboren wurde (wenn man blind ist, kann man keine Bilder der Welt miteinander vergleichen), ob er wohl fähig war, seine restlichen Sinne so zu entwickeln, dass sie ihm ohne Sehvermögen das Gefühl geben könnten, auf der Straße zu sein, das Gefühl zu haben, vor einer Ampel zu stehen, zu wissen, dass es dort Menschen und Autos und Passagen gibt und um ihn herum etwas geschieht…

Immerhin sind doch alle unsere Sinne miteinander verbunden und alles hängt von ihrer Entwicklung und Übung ab. Grundsätzlich sind wir in der Lage, das gleiche Bild, welches wir mit unseren Augen sehen, auch ohne diese zu sehen. Das Bild mag anders aussehen, doch wir würden uns problemlos orientieren können.

Wir müssen auch merken, dass unsere irdischen Sinne nicht wirklich auf dem Gebiet funktionieren, wo wir gerade existieren. Darum können wir nicht mit den Problemen, Schlägen und Frustrationen fertigwerden, die wir erleben, da die Information, die wir durch den Gebrauch unserer 5 Sinne, unseres Verstandes und unserer Wünsche, empfangen, nicht ausreicht.
Das bedeutet, wir tappen im Dunkel. Wenn wir ein Gerät hätten, mit dem wir herausfinden könnten, wer Schlechtes über uns denkt, dann würden wir wissen, wer unsere Feinde sind. Doch besitzen wir weder solch ein Gerät noch solch eine Sinnempfindung und wir meinen plötzlich, dass wir mit dieser Welt nicht mehr fertig werden – und das wird Dunkelheit genannt.

Was sollen wir nun tun? Wir brauchen nur die Sinnesempfindung entdecken, die uns die Verbindung mit der Quelle eröffnet. Dann werden wir sehen, wozu diese Schläge alle da sind, den Grund, warum sie uns gegeben wurden. Und dann werden wir das Licht und die Dunkelheit laut Kabbala definieren. Und wir haben es fast schon geschafft, weil die globale Krise bereits vor der Türschwelle steht und uns ein Gefühl der Dunkelheit gibt.

Verwandtes Material:
Shamati 16: Tag des Schöpfers und Nacht des Schöpfers

Das Leben ist ein Spiel


Zwei Fragen, die ich zur Thematik der freien Wahl erhalten habe

Frage: Was macht man, wenn man erkannt hat, dass es niemandem außer Ihm gibt und man eigentlich überhaupt nicht existiert? Ich empfinde das heute so und es macht mir Angst. Alles ist ein Spiel und ich spiele nicht mit. Ich spüre, dass es nur einen Ausweg gibt – ich muss ein Mensch werden. Ich muss meinen Punkt im Herzen entwickeln, weil „ich“ sonst überhaupt nicht existiere. Es ist ein beängstigendes Leben, wenn einem bewußt ist, dass man gar nicht existiert. Aber die Antwort kommt sofort. Sie findet sich einzig in der Anheftung an den Schöpfer und dem eigenen spirituellen Aufstieg. Aber wie gehe ich mit dieser Angst um?

Meine Antwort: Nur durch die tägliche Teilnahme am Unterricht (wenigstens an einem Teil davon, auch wenn nur virtuell), mit anderen zusammen an der Verbreitung arbeiten und am wichtigsten ist, das Weltkli zu fühlen. Nur hierdurch können Sie diesen negativen Gefühlen entkommen! Denn Spiritualität kann nur durch die Verbindung der einzelnen Seelenteilchen miteinander erlangt werden und auch nur in dem Ausmaß ihrer Einheit. Nur durch die richtige Verbindung untereinander und die Verbreitung können die negativen Empfindungen eliminiert werden.

Frage: Gestern bin ich aus dem Haus gegangen und hatte das Gefühl, überhaupt nicht draußen zu sein. Ich hatte den Eindruck, dass sich nur die Szenerie geändert hat. Ich sehe die Menschen zwar immer noch so wie früher, aber jetzt nehme ich noch mehr wahr – ich erkenne, dass es überhaupt keine Unabhängigkeit gibt und dass wir alle Marionetten sind….

Meine Antwort: Sie sollten außerdem nicht vergessen, dass auch Sie wie diese Menschen sind… Ihr Gefühl ist schon richtig. Alles um uns herum ist nur ein Theater und jeder handelt nur gemäß seiner Rolle. Finden Sie heraus, welche Rolle Sie spielen und was Ihre Bestimmung ist: Enthüllen Sie das gesamte Bild des Universums und spielen Sie Ihre Rolle bewusst, damit Sie sich den Eigenschaften des Schöpfers angleichen. Indem Sie Seine Rolle spielen, fangen Sie an, Ihn und das Design dieses großartigen Regisseurs zu verstehen.

Verwandtes Material:
Baal HaSulam Artikel: Das Wesen der Weisheit der Kabbala
Baal HaSulam Artikel: Die Freiheit

Die virtuelle Gruppe ist Teil des gemeinsamen Klis


Drei Fragen, die ich über virtuelle Gruppen und das Weltkli erhielt

Frage: Bald werden wir – die virtuelle Gruppe – ein Freundestreffen (Yeshivat Haverim) abhalten, um uns mit dem gemeinsamen Kli zu vereinen. Was sollten wir als nächstes anstreben, als nächste Phase der Einheit zwischen unserer Gruppe und dem Weltkli?

Meine Antwort: Als nächste Phase der Einheit zwischen eurer Gruppe und dem Weltkli solltet ihr völlig in das gemeinsame Kli eingeschlossen werden. Auf diese Weise werdet Ihr vom gemeinsamen Kli das Bewusstsein erhalten, dass Ihr nicht in der Lage seid, das Ziel, den Schöpfer, zu erreichen. Indem ihr euch durch sie der Größe des Zieles bewusst werdet, erhaltet ihr außerdem eine solch starke Kraft, voranzuschreiten, dass ihr auch bei einem Absturz das Gefühl haben werdet, auf einem Kraftkissen (Arvut, gegenseitige Garantie) gelandet zu sein. Dies wird jedoch alles nur geschehen, wenn Ihr wirklich Teil der Gruppe werdet!

Frage: Wie kann das Prinzip von Arvut unter uns in der virtuellen Gruppe erreicht werden?

Meine Antwort: Der sicherste Weg dafür ist, dass Ihr Euch in das gemeinsame Kli einschliesst und von ihm während der gemeinsamen Verbreitung der Kabbala lernt. Mit dieser Aktion werdet Ihr auf jeden Fall eine Handlung des Gebens, der Liebe für euren Nächsten ausführen und folglich Or Makif (Umgebendes Licht) hervorrufen, das Licht der Höheren Stufe, nach welchem ihr strebt – und dieses wird beginnen, euch auf diese Stufe heraufzuziehen.

Frage: Wie kann ich an alle Freunde gleichzeitig denken? Immerhin kann ich mich doch nur auf eine Sache auf einmal konzentrieren, aber es gibt Millionen von Freunden in der ganzen Welt und noch dazu kenne ich die meisten gar nicht.

Meine Antwort: Sie sollten an die gesamte Gruppe denken, an die Millionen Menschen, an die Einheit und das gemeinsame Ziel, darüber, wieviele Menschen danach streben und wie der Schöpfer – der für jeden Eins ist – uns lenkt. Anstelle sich Personen und Körper vorzustellen, sollten Sie sich die Verlangen, sich gemeinsam und mit dem Schöpfer zu vereinen, vergegenwärtigen. Stellen Sie sich vor, wie diese Verlangen trotz Entfernung und Menge vereint sind. Dann werden Sie nach und nach dieses gemeinsame Verlangen oder diese Kraft immer stärker empfinden. Und das wird dann Ihr Kli. Das kommt daher, da ein Mensch innerhalb seiner eigenen Seele nur die anfängliche Inspiration in Richtung Schöpfer empfängt und den Rest der Erfüllung innerhalb der Seelen oder Wünsche seiner „Freunde“, die er sich durch Liebe nach dem Motto „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ hinzufügt. Dies zeigt sich als Bedingung dafür, das innere Gefäß zu schaffen, um das Licht der Unendlichkeit zu empfangen.

Die virtuelle Gruppe war gestern Gastgeber des Yeshivat Haverim auf Kabbalah TV, 18 Uhr und wurde auf kabbalahmedia.info archiviert.

Verwandtes Material:
Baal HaSulam Artikel: Der Zweck der Erschaffung einer Gruppe
Baal HaSulam Artikel: Die Wichtigkeit der Gruppe
Baal HaSulam Artikel: Das Ziel der Gruppe
Baal HaSulam Artikel: Über die Wichtigkeit von Freunden
Artikel: Gemeinsames Lernen und Unterstützung einer virtuellen Gruppe

Absicht und Handlung


Fragen, die ich über das Thema Absichten und Handlungen erhielt

Frage: Ich habe eine Frage bezüglich des Lichtes, das einen zur Quelle zurückbringt. Muss ich ein Verlangen nach dessen Beeinflussung haben, während ich Kabbala studiere? Wenn ja, wer wird mich beeinflussen und was wird es beeinflussen? 

Antwort: Das Höhere Licht wird Ihr Bestreben beeinflussen, Ihre egoistische Absicht, „alles um Ihrer selbst willen zu tun“, in eine altruistische Absicht zu korrigieren, um sich mit allen Seelen zu verbinden. Mit dem ursprünglichen Gefäß Ihrer Seele und in ihm – in der Eigenschaft des Schenkens und der Liebe – werden Sie sich mit dem Schöpfer verbinden.

Frage: Soll ich jedes Mal beabsichtigen zu schenken, bevor ich eine körperliche Handlung ausführe?

Antwort: Sie sollten immer versuchen, Sich in Ihren Gedanken und Gefühlen daran zu erinnern, dass es außer dem Schöpfer nichts gibt, dass Er in Ihrem Inneren und außerhalb von Ihnen handelt und alle Seine Handlungen „gut“ sind.

Frage: In einem Ihrer Unterrichte wurde eine Frage bzgl. der Absicht während körperlichen Handlungen (wie essen, trinken etc.) gestellt. Sie erwiderten, dass Menschen darüber nicht nachdenken sollten. Aber soll ich nicht beabsichtigen zu schenken, bevor ich eine körperliche Handlung ausführe? Weil wir über keinen Schirm verfügen, ist im Augenblick die einzige Absicht, die wir haben können, zu empfangen. Wäre somit die richtige Absicht für mich nicht gleichzeitig, vom Schöpfer einen Schirm zu erbitten, um fähig zu sein, Ihm zu geben?

Antwort: Das Beste, was Sie tun können ist, an dem Gedanken festzuhalten, dass es außer Ihm nichts gibt und dass Er und alle seine Handlungen gut sind. Ich befürchte, dass Sie nur Fehler machen, wenn Sie beim Ausführen körperlicher Handlungen versuchen, die Absicht, sich mit dem Schöpfer zu verbinden, beizubehalten. Genau so wie religiöse Menschen wären auch Sie davon überzeugt, bereits in der richtigen Absicht zu sein. Außerdem fingen Sie an zu glauben, dass Sie durch Ihre Handlungen etwas zum Schöpfer erheben und damit Ihre Seele korrigieren würden. Das ist Chassidut. Sie würden anfangen zu glauben, dass Ihre Nahrung Sie darum bittet, gegessen zu werden, damit sie korrigiert wird und dass Sie sich selbst korrigieren, indem Sie diese Nahrung essen, einfach indem Sie vorher einen Segen aussprechen, anstatt sich selbst bis zum Level des Segens – der Liebe und des Schenkens – zu korrigieren. Die Erkenntnis über die eigenen üblen Absichten erfährt man letzten Endes durch den Einfluss des Lichtes, dem Licht der Tora, das uns nur umgibt, wenn wir authentische Kabbalatexte studieren. Sie sollten diese Absicht während des Unterrichts und der Verbreitung beibehalten, aber nicht, wenn sie essen. Sie können sich gar nicht vorstellen, wo die versteckten Hindernisse liegen und wie Sie sich vom wahren Weg zur Psychologie, zu Chassidut oder Mystizismus wenden – ohne überhaupt zu bemerken, dass Sie dies tun. Befolgen Sie den Rat der Kabbalisten! Lesen Sie Rabashs Artikel für Beginner über die Gruppe – seine ersten zwanzig Artikel.

 

Der Rat für Einsteiger – Verbreite!


Zwei Fragen, die ich darüber erhielt, wie man Kabbala in sein Leben integriert

Frage: Seit langem habe ich nach etwas gesucht ohne zu wissen, wonach ich suchte. Ich spürte, dass ich etwas brauchte, aber wusste nicht, was es war. Und dann traf ich eines Tages auf einen Menschen und erzählte ihm von mir; er lächelte und ohne etwas zu sagen, gab er mir den link zu ihrer Website. Er sagte, „Schau und höre und Du wirst dort alle Antworten finden“

Und hier, was wirklich geschah: Ich begann am 27. Januar 2008 Ihren Lektionen zuzuschauen und plötzlich sah ich, was ich 20 Jahre zuvor sah – das Licht stieg von oben herab. Bedeutet das, dass mein Punkt im Herzen erwachte? Eine Revolution geschah in mir. Seitdem habe ich 10 Lektionen gehört und mir ist klar, dass das nicht viel ist, aber in mir vollziehen sich gewaltige Änderungen. Meine Welt verliert ihren Wert für mich, jedoch habe ich noch keinen anderen gefunden. Ist es normal, so zu empfinden?

Meine Antwort: Alle Ihre Ansichten sind richtig. Sie sollten nur systematisch weiter studieren und keine Angst vor den Auf und Abs haben – sie sind notwendig. Versuchen Sie eine Art der Verbreitungsarbeit zu finden, das wird Sie verpflichteter und dazugehöriger machen, und Ihnen Motivation geben, sich zu entwickeln. Die Teilnahme an der gemeinsamen Arbeit wird Ihre Kenntnisse vergrößern, Ihnen Unterstützung geben, und Ihnen ermöglichen, den Wert dieser Welt richtig zu bewerten.

Frage: Der Schöpfer begleitet uns immer. Aber Er verwirrt uns, obgleich wir voranschreiten, damit wir uns intensiver an Ihn klammern und kontinuierlich unseren Glauben über dem Verstand stärken. Es sieht aus, als würde dieser „Grad der Selbstaufhebung“ helfen, unsere Wahrnehmung aus dem Körperlichen heraus und in die Spiritualität zu ziehen. Doch scheint es, dass zur gleichen Zeit absolut paradoxe Situationen und Ereignisse auftreten, die verlangen, dass wir uns in einer Art benehmen, wie es mit den akzeptierten sozialen Normen unvereinbar ist.

Meine Antwort: Wenn Sie mit den Leuten um Sie herum in dieser Welt in Interaction treten, sollten Sie wie jeder andere auch handeln. Keiner sollte irgendetwas Ungewöhnliches an Ihnen sehen. Sie müssen im Kontakt mit der Außenwelt sein, um innen ausgeglichen zu bleiben – und der beste Kontakt ist durch die Verbreitung. Allerdings sollten Sie nicht unter den Leuten verbreiten, die Sie kennen, denn dadurch werden Sie sich im regelmäßigen Leben außerordentlich beschränken. Verbreitung ist jedoch notwendig und Sie sollten dies unter Fremden tun. Wenn Sie etwas für andere tun, gleichen sie ihr Wissen und ihren Stand mit dem allgemeinen System der Seelen ab – und dies bewegt und beschleunigt Ihr spirituelles Wachstum.

Verwandtes Material:
Blog-post: Studium, Arbeit und Verbreitung
Blog-post: Kabbala für alle!
Blog-post: Verbreite die Weisheit der Kabbala an jene, die du liebst
 

Lauschen Sie einer Kabbalalektion jedes Mal so, als wäre es Ihr erstes Mal!


Eine Frage, die ich erhielt: Manchmal kann man die Lektion nicht hören! Man lauscht ihr zwar, aber man hört sie nicht! Manchmal verschläft man sie… Und manchmal scheint es, als wäre jedes Wort verständlich und es ist schlicht eine Enthüllung!

Was bestimmt die Wahrnehmungen des Menschen während der Lektion? Ist es die Lektion selbst, die Menschen, die bei der Lektion anwesend sind, der Mensch, das Material, das studiert wird, oder etwas anderes?

Was kann ich tun, um die Lektion so zu hören wie beim ersten Mal, als ich meine Tränen nicht zurückhalten konnte?

Meine Antwort: Ich verstehe Sie. Dies passiert jedem. Dies liegt daran, dass der Schöpfer dem Menschen nur das anfängliche Verlangen für das spirituelle Ziel gibt: Er erweckt den Punkt im Herzen des Menschen. Und Er bringt einen Menschen zur Quelle (einem Buch, einem Lehrer, einer Gruppe, dem Internet) und nicht mehr als das. Und es liegt am Menschen selbst, dieses Verlangen, das er von oben bekommen hat, weiter zu entwickeln, es bis zur Größe der Welt der Unendlichkeit auszubauen.

Dies ist unmöglich, außer Sie studieren Kabbala in der richtigen Umgebung. (Siehe Punkt 155 von Baal HaSulams „Einführung zu Talmud Esser Sefirot“ und seinen Artikel „Die Freiheit“.) Ansonsten werden Sie viele Jahre damit verbringen, sich selbst zu verzehren.

Darüber hinaus ist es sehr wichtig, sich auf die Lektion vorzubereiten. Die Vorbereitung fängt vor dem Schlafengehen an. Sie sollten mit einem kabbalistischen Buch in Ihren Händen einschlafen, eine halbe Stunde vor der Lektion aufwachen und sich selbst auf die Lektion einstimmen. Wenn Sie sich nicht selbst einstimmen, wird die Lektion nicht effektiv sein.

Sie sollten diese Periode energischer durchlaufen: vom Punkt bis zum Machsom. Viel Glück!

Es gibt keinen Zwang in der Spiritualität


Eine Frage, die ich erhielt: Kann jemand, der alles was ihm zur Verfügung stand, für die Verbreitung, die innere Arbeit, die Gruppe und die Liebe für die Freunde aufbrachte, jemand, der an Kongressen teilnahm und mit all seiner Kraft und seinem Wunsch dafür arbeitete, mit einmal diesen Weg verlassen und sich einem anderen Rav zuwenden? Wie kann jemand so leidenschaftlich dafür sein und sich für das Ziel aufopfern und gleichzeitig nach einem anderen Lehrer suchen?

Meine Antwort: Alles ist möglich. Ich habe schon alles erlebt. Jeder Mensch hat seinen eigenen Weg und andere sollten sich nicht einmischen, auch ich nicht. Wir sollten den Menschen helfen und ihnen alles geben, aber danach bleibt alles ihnen selbst überlassen. Die spirituelle Entwicklung des Menschen entspricht seiner eigenen Wahl; es gibt keinen Zwang, wenn es dazu kommt, dass jemand seinen spirituellen Weg betritt. Dies ist die einzige Herangehensweise, die sich als echt erweist und jeden anziehen wird, und nur diese Einstellung dem anderen gegenüber wird wahre Sorge und Liebe ausstrahlen und entspricht dem Naturgesetz.

Das Schöpfungsziel für jeden Menschen ist, aufgrund seiner freien Wahl eine vollkommene Gleichheit mit dem Schöpfer zu erlangen. Darum können wir diese Methode lediglich an die Oberfläche bringen, den Menschen die Gruppe und unsere Kraft anbieten, doch letztendlich liegt es am Menschen, welche Wahl er trifft! Wenn Sie Menschen fragen, die in der Gruppe waren und bereits seit 15 – 20 Jahren mit mir studieren, werden sie Ihnen sagen, dass ich niemals Fragen stelle, sogar wenn jemand die Gruppe verlässt oder plötzlich verschwindet. Die Seele des Menschen sollte ihm sagen, wie sie zu korrigieren ist.

Verwandtes Material:
Blog-post: Unsere Seele wird es uns lehren
Blog-post: Jeder geht seinen eigenen Weg
Unterricht zum Artikel „Körper und Seele“ (Baal HaSulam)
Rabash-Artikel: Wann hört man auf wiedergeboren zu werden?

Der Egoismus zerstört sich selbst


Drei Fragen, die ich über den Egoismus und seine Folgen erhielt

Frage: Wir lernen, dass die Menschen im Verlauf der Menschheitsgeschichte Genüsse angestrebt haben, angefangen mit den Grundgenüssen (Nahrung, ein Zuhause usw.) bis zu den vielschichtigeren, wie Wissen und Wahrheit. Es wäre logisch anzunehmen, dass heutzutage die Menschheit mehr am Wissen interessiert sein sollte. Aber es sieht so aus, als ob wir stattdessen mehr um die elementaren Dinge kämpfen, als um alles andere. Heute scheint es, als ob die körperlichen Werte für uns wichtiger sind, als die des Verstandes und des Wissens.

Meine Antwort: Hungernde Menschen suchen nach nichts anderem als Nahrung. Und in unserer technisch entwickelten Ära, wo sich so viele Möglichkeiten bieten, fangen wir an zu begreifen, dass uns Reichtum, Ruhm, Macht und Wissen nicht glücklich machen. Dies wird zuerst von der jüngeren Generation empfunden und ist der Grund für die Gefühle der Leere und der Depression. Der Wachstum des Egoismus führt zu seiner eigenen Zerstörung. Er stellt seine Unfähigkeit dar, das Glücklichsein zu erreichen und er zwingt uns dazu, ihn auf die einzige andere mögliche Art und Weise zu benutzen – zum Geben anstatt zum Empfang.

Frage: Kann der Egoismus die Zerstörung der Seele bewirken? Was passiert mit Menschen wie Hitler und Saddam Hussein? Gibt der Allmächtige ihnen eine Chance Lishma zu erlangen?

Meine Antwort: Sie werden auf jeden Fall Lishma erlangen, die vollständige Verschmelzung mit dem Schöpfer. Sie werden ganz und gar rechtschaffen sein, weil die Führer in unserer Welt nur Werkzeuge in den Händen der Natur sind und wir sind es, die deren schreckliches Verhalten und ihre Taten in dieser Welt veranlassen, dadurch, dass wir der Natur so entgegengesetzt sind. Unser Ungleichgewicht mit der Natur (dem Gesetz des Gebens) erzeugt die negativen korrigierenden Kräfte, wie diese schrecklichen Regenten/Mittler, von denen Sie sprechen.

Frage: Aus den Nachrichten in allen Sprachen, auch auf Englisch, Französisch und Deutsch, erfahren wir, wie immer mehr Mütter ihre Kinder töten, essen und brutal behandeln. Das ist doch etwas völlig Unnatürliches! Wie sollen wir dieses Phänomen verstehen?

Meine Antwort: Wir sollten diese Erscheinungen als Folge unseres Egoismus betrachten, der die letzte Stufe seines Wachstums erreicht hat. Die Propheten schrieben, dass Mütter ihre Kinder töten und essen werden, wenn wir unseren Egoismus nicht vorher korrigieren. Lesen Sie die Propheten!

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Shamati 20: Lishma

Polygamie – eine Frage der Kultur


Eine Frage, die ich erhielt: In einem Interview, welches Sie über Männer und Frauen gaben, sagten Sie, dass die Seele einer Frau männliche Bestandteile hat und die Seele eines Mannes weibliche Bestandteile aufweist. Wie können Sie, unter Beachtung dessen und des Gesetzes „liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“, sagen, dass eine Frau ihrem männlichen Partner zugestehen wird, viele andere Frauen zu haben und sie mit dieser Situation glücklich sein wird? Dies ist unlogisch. Vielleicht liegt das daran, dass ich eine Frau bin, aber ich fühle, dass ich mich sehr leicht in die Rolle eines Mannes hineinversetzen kann und weiß, wenn ich ein Mann wäre, würde ich keine anderen Partner haben – so wie auch jetzt nicht als Frau – da dies die Seele eines anderen Menschen beeinträchtigen würde.

Meine Antwort: Männliche und weibliche Eigenschaften sind von Anfang an, in der Wurzel der Schöpfung, miteinander verbunden. Diese Verbindung existiert, da die Eigenschaft „des Empfangens“ nicht existieren kann, ohne die Eigenschaft „des Gebens“ zu beinhalten. Das Verlangen (Kli) kann nicht ohne das Licht (Genuss) existieren, welches dieses Verlangen erschafft und erhält sowie dessen Existenz bestimmt. Obwohl andererseits die Eigenschaft des Gebens und des Lichts scheinbar vor der Erschaffung des Verlangens existieren, ist dies nur unsere hypothetische Weise, dies zu beschreiben, denn es gibt keinen Genuss ohne Verlangen, kein Licht ohne Gefäß. Die abstrakte Form erscheint erst nachdem sich die in Materie verkörperte Form manifestiert. Dann können wir die Form so darstellen, als ob sie ohne Materie existieren würde.

In antiken Zivilisationen war Polygamie eine normale Erscheinung und eine Frau für Geld zu erwerben, über einen Vertrag mit ihrem Vater, war stets populär. Dies fand auch unter den antiken Juden statt. Der Talmud besagt, dass eine Frau für Geld oder durch Beischlaf erworben wird. Sie wird erworben, gekauft. Wie sie sehen, wird hier nirgendwo von Liebe gesprochen! Polygamie ist in der Grundlage der Natur der menschlichen Gesellschaft verankert. Sie sind demgegenüber nicht vorurteilslos, da Sie ein Gefangener der europäischen Kultur sind, in der Sie leben.

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Aus Fragen von Frauen zur Kabbala: Die Entsprechung mit den spirituellen Wurzeln

Warum trägt ein Kabbalist ein Schädelkäppchen?


Eine Frage, die ich erhielt: Sie bestehen darauf, dass eine Person, die Kabbala studiert, keine äußere Veränderungen in ihrem regulären Leben vornehmen sollte, und dass sie sich nur mit der inneren Arbeit beschäftigen sollte. Zudem sprechen Sie ausschließlich mit dem weltlichen Publikum. Warum trägt dann jeder bei Bnei Baruch in Israel, von wo alle Ihre Lektionen übertragen werden, ein Schädelkäppchen? Immerhin ist das für eine weltliche Person eine dramatische Änderung der äußeren Erscheinung.
Meine Antwort: So lange die Gesellschaft kein vollständiges Verständnis darüber erreicht hat, was Kabbala ist und was Religion ist, müssen wir für die komplette Gesellschaft annehmbar sein. Und die Gesellschaft, gerade die weltliche, denkt, dass ein Kabbalist religiös auszusehen hat und ein Schädelkäppchen tragen muss. Außerdem ist dies eine Tradition, ein Teil der Kultur der israelischen Nation, seiner Gewohnheit; daher befolgen wir dies in Israel. Natürlich ist es völlig egal, was ich um meinen tierischen Körper trage, aber für Menschen, die noch unkorrigiert sind, macht solch ein äußerer Aspekt eben einen Unterschied.

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