Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Menschen'

Grüße von den Ferienorten des Schwarzen Meeres – 2


Hier ist ein Brief, den ich von meinem Studenten über das Zeitungen verbreiten am Schwarzen Meer erhielt:

Lieber Rav,

Ich komme gerade aus Sochi zurück, wo ich an der Verbreitung unserer Zeitung Kabbala Heute teilnahm. Ich würde Ihnen gern über meine Eindrücke erzählen, davon wie ich mich mit den Leuten während des Zeitungsausgebens unterhielt. Wenn man seine Hand ausstreckt, um jemandem eine Zeitung zu geben, kennen die Leute Sie bereits und sagen Dinge wie: „Geben Sie mir eine, ich will sie lesen“ oder „Wir kennen bereits die Kabbala“, „Danke, aber wir haben bereits eine Kopie“, „Wir haben es bereits gestern gelesen.“ Sie begreifen plötzlich, dass die meisten Menschen, die Sie sehen, bereits etwas über die Kabbala wissen, unsere Zeitungen gelesen haben, uns akzeptieren und mit uns übereinstimmen, sich für uns interessieren. Vielleicht verstehen sie wegen der Kompliziertheit nicht alles, aber sie unterstützen es und empfehlen es anderen. Und Sie stellen plötzlich fest, dass Sie von einer Gesellschaft umgeben sind, wo jeder über die Kabbala weiß!

Hier sind noch einige weitere Antworten, die ich bekam: „Geben Sie mir drei Kopien, weil ich meine einem Freund geben musste“, „Wo können wir Ihre Bücher kaufen?“, „Haben Sie andere Bücher, weil wir diese bereits gelesen haben?“, „Wofür brauche ich eine Zeitung? Ich lese die Bücher“, „Wann kommt die nächste Ausgabe heraus? Wir haben diese bereits gelesen.“ Eine Frau sagte einer Gruppe von Teenagern, die an unserem Stand vorbei spazieren gingen, „Nehmt eine Kopie, lest das!“

Einmal sah ich zwei Männer mit unseren Zeitungen, die einen Platz suchten, um sich zu setzen. Ich dachte zu mir selbst, „Was für eine Scham! Sie werden die Zeitungen verwenden, um sich auf sie zu setzen“, aber nein – sie setzten sich, lasen eine Zeit lang, falteten dann sorgfältig ihre Zeitungen und steckten sie in ihre Taschen. Ein ander Mal sah ich einen Jungen von ungefähr vierzehn Jahren die Straße mit an der Zeitung klebenden Augen hinuntergehen, er las, während er spazieren ging. Ich sah alle Arten von Leuten – weiß, grau, schwarz gekleidet oder halbnackt mit langem Haar oder überhaupt ohne Haar, Kreuze tragende und mit Tätowierungen bedeckte – und sie alle öffneten die Zeitung, lasen sie, falteten sie dann sorgfältig wieder zusammen und nahmen sie mit sich, wohin auch immer sie gingen!

Nach einem Tag des Zeitungsverteilens ging ich den Bürgersteig entlang spazieren, um Kopien aufzuheben, die Leute weggeworfen haben könnten. Aber von 1500 Zeitungen, die ich ausgegeben hatte, fand ich weniger als zehn herumliegen und fünf von ihnen waren sorgfältig zusammengefaltet und so hingelegt, dass andere sie nehmen sollten. Dann schaute ich auf den Strand und – wow! Fast jede Person hatte unsere Zeitung!

Das Unvorstellbare besteht darin, dass, wenn Sie anfangen um 7:30 Uhr Zeitungen zu verteilen und ständig auf Ihre Uhr schauen, um zu sehen, wie viel Zeit noch bleibt, Sie sich am Ende des Tages, 23:30 Uhr, trotz der sengenden heißen Sonne, die auf Sie den ganzen Tag herunterschien, so fühlen, dass Sie noch nicht Schluss machen wollen.

Einer der Jungs, der mit uns war, Kolja, schaffte es, jede Schicht einige Runden zu machen, uns alle zu überprüfen, Fotos zu machen, uns aufzumuntern, kalte Getränke zu bringen und uns mit Eiscreme abzukühlen!

Und vergessen Sie nicht, dass all dies direkt am Meer geschieht. Nach einem Tag der Verbreitung springen wir ins Wasser. Die Eindrücke sind einfach schön – das Wasser hier ist kristallklar, warm und nicht sehr salzig …

Ich war dort eine Woche lang, aber fand, dass das zu kurz war. Es war so schwierig abzureisen. Tatsächlich ist es noch leichter, einen Kongress zu verlassen. Hinzu fuhr ich von Moskau aus mit drei Zwischenstops und die Reise zog sich hin und hin. Die Reise zurück war ein Kinderspiel – ich war so aufgeregt, dass ich 25 Stunden am Stück fuhr und nur zum Tanken ein paar Mal hielt, an Schlafen war nicht zu denken!

Aber das Wichtigste war, dass dieses Verbreitungsereignis wahrscheinlich im nächsten Jahr nicht durchgeführt wird, weil es neue Ereignisse geben wird, die auf uns warten! So ist es eine im Leben einmalige Chance, die jede Person für sich selbst und für die GRUPPE hat! Nur hier und in diesem Augenblick! Ich bin dem Schöpfer und der Gruppe dankbar, dass sie mir die Kraft geben, mich über alle Hindernisse zu erheben und mir solch ein unbezahlbares Geschenk, eine Chance, geben, daran teilzunehmen, das durchzugehen und ein Teil davon zu sein!

P.S. Heute hat dieses Verbreitungsereignis Halbzeit – es wird noch fortgesetzt für den Rest des Augusts und den ganzen September. Jeder, der dazu fähig war, ist bereits dort gewesen. Aber es ist noch zu früh, um sich zu entspannen! Wir müssen bis zum allerletzten Tag alles hineinstecken, was wir haben! Die Mannschaft wird von neuen Leuten alle 7-10 Tage ersetzt und dann geschieht alles wieder von vorn, als sei es das erste Mal! Die Urlauber, die unsere Zeitungen noch erhalten müssen, bestellen jetzt gerade ihre Tickets.

Machen wir weiter so!
L’Chaim Gelenzhik – Sochi – Krim!

Verwandtes Material:
Blog-post: Ein „Hallo“ aus den Urlaubsorten des Schwarzen Meeres
Blog-post:Kabbala Radio
Fotoalbum von der Verbreitungsarbeit in Sochi

Ist Atheismus mit der Kabbala vereinbar?


Eine Frage, die ich erhielt: Seit längerem geht mir folgendes durch den Kopf. Wir sagen, dass die Kabbala keine Religion ist oder irgendein Glaubenssystem erfordert. Aber mittlerweile wird Atheismus sogar von vielen als eine Religion angesehen und sie entwickelt sich als eine der schnellsten, selbst wenn dies als Widerspruch erscheint, denn viele betrachten Religion als ein System des Glaubens an Gott. Jedenfalls sagt man, dass das Kabbalastudium weltlich ist. Daher meine Frage: Kann ein Atheist ein Kabbalist sein oder erfordert die Kabbala einen Glauben an Gott? Schließlich ist das Ziel der Kabbala wie Gott zu werden.

Meine Antwort: Die Kabbala unterscheidet sich von „all den anderen“ (egal ob Religion oder nicht) darin, dass sie eine klare Erlangung des Schöpfers ermöglicht, damit du den Schöpfer so wahrnimmst wie einen Freund und sogar darüber hinaus. Daher gibt es in der Kabbala keinen Platz für einen Glauben an etwas, was andere dir erzählt haben. Du musst vielmehr dich selbst, die gesamte Welt und alle Seelen erlangen, und innerhalb von ihnen – den Schöpfer in Seiner Gesamtheit.

Atheismus ist der Glaube, dass der Schöpfer nicht existiert, wohingegen Religion der Glaube ist, dass der Schöpfer existiert. Demgegenüber ist Kabbala die Enthüllung des Schöpfers – durch Erforschung der Natur innerhalb dir selbst oder in deinen Wahrnehmungen.

Diesbezüglich ist die Kabbala den Wissenschaften ähnlich. Allerdings enthüllen die anderen Wissenschaften die Welt innerhalb unserer bisherigen Sinne, wohingegen die Kabbala dies mit einem zusätzlichen Sinn macht – und zwar mit der Seele, die du erst in dir entwickeln musst. Jedenfalls spricht die Kabbala, wie jede andere Wissenschaft auch, nur über Dinge, die man mit eigenen Sinnen wahrnehmen kann! Sie interessiert sich nicht für etwas, das nicht wahrnehmbar ist oder nicht erforscht, wiederholt und geprüft werden kann und betrachtet so etwas als unwirklich. Diese Herangehensweise macht sie definitionsgemäß zu einer Wissenschaft. In Baal HaSulams Artikel „Das Wesen der Wissenschaft Kabbala“ wird Kabbala folgendermaßen definiert: „Kabbala ist die Methode, allen Menschen dieser Welt den Schöpfer zu enthüllen“ – und zwar jeder Person und allen zusammen.

Wie alle Wissenschaften verwendet auch die Kabbala wissenschaftliche Methoden und Werkzeuge (auch wenn Wissenschaftler dem nur schwer zustimmen werden, da sie gewohnt sind, die Welt ausschließlich durch unseren tierischen Körper zu erforschen). Die wissenschaftliche Methode setzt folgendes voraus:

  • Jede wissenschaftliche Aussage muss durch ein Experiment bewiesen sein.
  • Jede wissenschaftliche Aussage kann auch als unrichtig erwiesen werden.
  • Es ist zwecklos einen Gedanken zu diskutieren, der in der Praxis nicht bewiesen werden kann. Als Beispiel dient folgende wissenschaftliche Meinung über die Existenz G-ttes : Immanuel Kant hat aufgezeigt, dass weder die Existenz G-ttes noch seine Nichtexistenz bewiesen werden können. Der bloße Begriff eines unerreichbaren und allmächtigen G-ttes kann nicht Gegenstand eines Experiments sein, denn wenn G-tt allmächtig ist, könnte er auch das Ergebnis des Experiments kontrollieren. Die Menschen akzeptieren keinen Gott durch Beweisführung, sondern nur durch den Glauben. Daher liegt die Vorstellung eines G-ttes außerhalb der Wissenschaft. Sämtliche Fragen „Warum ist etwas so oder so?“ können dann mit einem „Weil es G-ttes Wille ist“ beantwortet werden. (Religionen zwingen die Menschen, alle Fragen auf diese Weise zu beantworten, weshalb der wissenschaftliche Fortschritt verzögert wurde. ) Kabbala ermöglicht uns durch ihre Anwendung, den Schöpfer und Seine Handlungen zu enthüllen. Jedenfalls steht sie Dingen gleichgültig gegenüber, die in der Praxis nicht verifizierbar sind, so wie unsere weltlichen Wissenschaften auch.
  • Jede wissenschaftliche Aussage muss logisch sein und darf den bereits bekannten Gesetzen nicht widersprechen. Gewöhnlich werden alte Gesetze zu spezifischen Fällen der neuen Gesetze.
  • Jede wissenschaftliche Aussage muss auf ihre eigenen „Schwachpunkte“ hinweisen; es muss erwähnt werden, welche ihrer Teile Gegenstand eines Zweifels oder Widerspruchs sind.
Verwandtes Material:
Blog-post: Kabbala läßt keinen Raum für Glauben
Blog-post: Einige Zitate von Albert Einstein
Artikel: Das Wesen der Religion und ihr Ziel
Artikel: Unterschied der Kabbala von der Religion

Das Erreichen des persönlichen Gmar Tikun hängt nur von unseren Anstrengungen ab


Zwei Fragen, die ich über das Erreichen des Gmar Tikun (der vollständigen Korrektur) erhielt:

Frage: Ich studiere seit fünf Monaten Kabbala. Durch das Anschauen Ihres Videos auf YouTube bin ich zufällig darauf gestoßen und ich war seither nicht mehr in der Lage, ohne Ihre Lektionen und Kabbalabücher zu leben. Eines Tages hatte ich den sehr klaren Gedanken, dass ich nicht mehr genug Zeit habe, zu Gmar Tikun aufzusteigen und dieser Gedanke will nicht mehr weichen. Was bedeutet das?

Meine Antwort: Der Schöpfer hilft Dir mehr als gewöhnlich, indem Er ein Verlangen nach Ihm durch die Angst, Ihn nicht erreichen zu können, erweckt. Sei dankbar, denn alle Gedanken kommen von Ihm – und bemühe Dich weiterhin.

Frage: Kann man sagen, dass diejenigen, die jetzt Kabbala studieren, in einer vorherigen Inkarnation auf einem unerfüllten spirituellen Weg waren und sie in diese Welt zurück gekommen sind, um den Deal abzuschließen? Wenn ja, gibt es eine Garantie, dass sie in dieser Zeit ein persönliches Gmar Tikun erreichen?

Meine Antwort: Das hängt nur von den Anstrengungen eines Menschen ab.

Verwandtes Material:
Blog-post: Korrektur liegt in der Einheit
Blog-post: Das Schlimmste, was geschehen kann ist,…

Annunaki und Kabbala haben nichts gemeinsam


Eine Frage, die ich erhielt: Es gibt ein Problem, das ich lösen muss, bevor ich anfangen kann, Kabbala zu studieren. Ich würde eine ehrliche Antwort von Ihnen wirklich sehr schätzen und hoffe, dass meine Frage Sie nicht verärgert.

Was ist die Verbindung zwischen Kabbala und Annunaki? Wenn Kabbala unser Ego „ausschalten“ kann, welche Kräfte werden uns danach übernehmen? Bevor ich damit beginne, mein Ego „auszuschalten“, wie kann ich mich da vergewissern, dass die Kabbala keinen Nutzen daraus zieht und Kontrolle über Menschen anstrebt, die nach größerem Selbstbewusstsein streben?

Meine Antwort: Ich bin nicht vertraut mit Annunaki, aber diese Lehre steht in keinerlei Weise mit der Kabbala in Verbindung. Ein Mensch, der Kabbala studiert, „schaltet“ sein Ego nicht aus und er ist immer in der Lage, die Situation zu kontrollieren. Man schaltet auch nicht seinen Verstand oder seine Verlangen aus, ganz im Gegenteil – sie wachsen mitsamt unserem Ego. In der Kabbala lernt man, wie man seinen Verstand und seine Verlangen kontrolliert und in diesem Ausmass wachsen sie.

Verwandtes Material:
Blog-post: Sei glücklich über das anwachsen des Egoismus!
Blog-post: Der Schöpfer kann mit nichts anderem erreicht werden, als mit der Kabbala
Blog-post: Das Ziel der Schöpfung ist vollkommene Erfüllung
Shamati 86: Und man setzte Fronvögte über sie

Warum mögen wir die Vorstellung vom Ende der Welt?


Eine Frage, die ich erhielt: Warum ist „das Ende der Welt“ heutzutage so ein populäres Thema?

Meine Antwort: Sie haben Recht. Anstatt Unsterblichkeit zu erlangen, erbauen Menschen auf Spitzbergen den arktischen „Samentresor für den Weltuntergang“, um Saatgut aller Pflanzenarten aufzubewahren, damit sie die Vegetation des Planeten nach einem globalen Krieg oder einer Naturkatastrophe wiederherstellen können. Sie überlegen auch, eine Spermabank im Weltall aufzubewahren und andere solche Ideen. Jedoch machen Menschen das nicht wegen der romantischen Vorstellung vom Ende der Welt, sondern wegen dem Gefühl der Hoffnungslosigkeit. Diese Empfindung ist in gewisser Hinsicht reizvoll und verlockend, daher ist die Vorstellung vom Ende der Welt so populär in Filmen, Büchern und Computerspielen.

Daher lautet die Antwort auf Ihre Frage, dass unser Egoismus uns zum Tod hinzieht, uns in Richtung einer Katastrophe lockt und es genießt, die müde alte verschwindende Welt zu beobachten gemäß dem Vers: „Feier und genieße, denn morgen werden wir ja sterben“ (Nuchal ve Nishte Ki Macharo Namut). Da das „Morgen“ immer bedrohlicher wird, empfinden wir uns dem „Heute“ gegenüber immer gleichgültiger und träger.
Wenn ein Mensch sich jetzt noch nicht auf dem Weg der Korrektur befindet, dann ist das gemäß Kabbala tatsächlich die zweitbeste Einstellung gegenüber der Zukunft, die er haben kann, denn er enthüllt Hoffnungslosigkeit, die Tatsache, dass es in unserer Welt keine Lösung gibt und Gedanken, die für einen gewöhnlichen Menschen, der auf einer tierischen Stufe lebt, untypisch sind. Später werden sich diese Gedanken und Gefühle entwickeln, weil der Egoismus weiter anwachsen und nach einer Erfüllung verlangen wird – einer Lösung für diese Probleme.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Lösung – Auszüge aus den Schriften der zukünftigen Generation (Baal HaSulam)
Blog-post: „Der Frieden“ von Baal HaSulam
Kabbala Heute Ausgabe #4, Seite 4: Was ist los mit unserer Jugend?
Kabbala Heute Ausgabe #3, Seiten 1 & 7: Besser als die virtuelle Welt!?

Der Schöpfer kann mit nichts anderem erreicht werden, als mit der Kabbala


Frage: Ich fühle mich zum Kabbalastudium hingezogen. Ich spüre große Veränderungen. Ich merke, dass ich Antworten höre, die mich zum ersten Mal in meinem Leben ansprechen. Ich möchte lernen, wachsen und mich verändern.

Ich habe jahrelang nicht geglaubt, und dann bin ich zum Glauben zurückgekehrt, hauptsächlich aus dem Grunde, mein Leben sinnvoll zu gestalten, und auch aus Schuldgefühlen. Mein Vater ist ein Rabbi und ein wundervoller, frommer und alles akzeptierender Mann. Ich dachte, dass ich etwas für meinen Vater tue, wenn ich zum Glauben zurückkehre, und so würden auch meine Handlungen von meiner orthodoxen Familie angesehen.

Ich habe Kabbala nur gefunden, weil ich zum Glauben zurückgekehrt bin und zu einem Chabadzentrum gegangen bin. Dort wurde mein Interesse stärker, und ich habe Sie durch das Internet gefunden.
Nun gerate ich in einen Konflikt, weil ich von Ihnen den Unterschied zwischen Religion und Kabbala lerne. Ich verstehe, was Sie sagen und möchte gerne weiterlernen, doch wenn ich mich Ihnen mehr zuwende, dann habe ich das Gefühl, dass ich egoistisch bin und meinem Vater gegenüber untreu. Wenn ich mich also in Richtung Kabbala bewege, dann mag das aufgrund meiner Umstände wie eine für mich egoistische Handlung aussehen. Gehört dies wohl zu meiner Arbeit?

Meine Antwort: Der Unterschied zwischen Religion und Kabbala ist die Korrektur des Menschen. Das Studium der Kabbala (wenn es richtig gemacht wird, mit den richtigen Quellentexten) erweckt das Höhere Licht, das deinen Egoismus korrigiert, gemäß der Regel „Ich erschuf den Egoismus und erschuf die Tora zu seiner Korrektur, denn das Licht in Ihr bringt einen zur Quelle zurück“.

Wir entwickeln uns dementsprechend, wie unser egoistischer Wille in uns entwickelt ist. Wenn sich uns der Wunsch nach Korrektur enthüllt, dann beginnen wir zu spüren, dass alles in unserer Welt und was in ihr enthalten ist – auch der Glauben – falsch und leer ist. Die Menschen jedoch, die das noch nicht fühlen, sind mit ihrem Glauben zufrieden, sei es der Glaube an sich selbst, die Welt oder Gott.

Nur Du kannst bestimmen, welche Wünsche sich in Dir entfalten. Am Ende unserer Entwicklung müssen alle von uns das Bedürfnis haben, sich mit dem Schöpfer zu vereinen. Darum wird die Kabbala, die Methode, den Schöpfer zu enthüllen, immer populärer und notwendiger. Auch die Religionen beginnen, sich ihrer zu bedienen und sagen, dass die Kabbala ein Teil von ihnen ist. Dieses ist der Kabbala von Nutzen, denn es hilft den Menschen herauszufinden, dass der Schöpfer mit nichts anderem außer der Kabbala zu erreichen ist.

Verwandtes Material:
Blog-post: Welche Bücher sollte man zum Lernen der Kabbala lesen?
 
interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >    Kabbala Akademie
 

Östliche Lehren haben keinerlei Verbindung zur Kabbala


Eine Frage, die ich erhielt: Wie spiegeln sich östliche Lehren und Religionen in der Kabbala wider, die ebenfalls aus dem Osten kommt?

Meine Antwort: Alles was in Verbindung zum Körperlichen steht, hat keine Verbindung zur Kabbala. Hier ist eine Liste nur einiger Dinge, die in keiner Weise zur Kabbala gehören:

  • Orte, einschließlich „heilige“ oder besondere Orte, von denen gesagt wird, dass sie besondere Eigenschaften haben.
  • Objekte, einschließlich Gebäude, Statuen, Bilder, Gegenstände der Anbetung und andere Dinge, von denen gesagt wird, dass sie besondere Kräfte besitzen.
  • Zeit, einschließlich besonderer Tagesangaben und Zeiten oder irgendetwas, das von Zeit und sämtlichen Umständen, die Gestirne betreffend, abhängig ist.
  • Der menschliche Körper.

All dies hat keine Verbindung zur Kabbala, weil Kabbala eine Wissenschaft ist, die nur über den Schöpfer und Seiner Enthüllung in der Seele eines Menschen spricht. Sie hat keine Verbindung zum Körper und darum können Religionen oder östliche Lehren nicht als Teil der Kabbala angesehen werden. Religiöse Handlungen und Merkmale (einschließlich besondere Orte oder Anbetung, Rituale, besondere Objekte usw.) stehen im völligen Gegensatz zur Kabbala. Denn Kabbala studiert und beschäftigt sich eingehend mit der menschlichen Seele und deren Eigenschaften, und den Kräften des Menschen, als ob unsere Welt und unsere Körper überhaupt nicht existieren würden.

Verwandtes Material:
Blog-post: Worum am Grab eines Kabbalisten bitten
Was ist Kabbala?

Spirituelle Nahrung ist das Licht, das unsere Seele erfüllt


Eine Frage, die ich erhielt: In einem Ihrer Unterrichte sagten Sie: „Freundlich zu sein bedeutet, Menschen spirituelle Nahrung zu geben.“ Was ist spirituelle Nahrung?

Meine Antwort: Spirituelle Nahrung ist das Licht, das was die Seele eines Menschen korrigiert und sie erfüllt. Das ist so, weil das Einzige, was existiert, das Licht und die Seele sind. Das Licht wirkt auf die Seele und gemäß der Verlangen der Seele korrigiert oder füllt sie diese. Wenn die Seele gesund ist, so wird ebenfalls der Körper gesund sein, jedoch nicht umgekehrt – siehe das „Vorwort zum Buch Sohar“, Punkt 19:

„Und alle diese Leiden werden nur in der Klipa (Schale/Hülle) unseres Körpers wahrgenommen, der zu nichts anderem erschaffen wurde, als zu sterben und begraben zu werden, was uns darauf verweist, dass der ‚Wille zu empfangen‘ lediglich dazu erschaffen wurde, um vernichtet zu werden und ihn vom Antlitz der Erde zu tilgen, indem man ihn in den ‚Willen zu geben‘ verwandelt. Und die Leiden, die wir empfinden, sind nur zu dem Zweck gegeben, um die Nichtigkeit und den Schaden dieses ‚Willens zu empfangen‘ zu entblößen.

Und verstehe, wenn die ganze Welt sich damit einverstanden erklärt, sich zu befreien und in sich den Wunsch zu vernichten, für sich zu empfangen, und in allen nur der Wille sein wird, anderen zu geben, so werden die Menschen dadurch alle Sorgen und alles Schädliche in der Welt ausschließen, und jeder wird eines gesunden und vollen Lebens sicher sein, weil jeder von uns die ganze große Welt haben wird, die sich um ihn und um seine Bedürfnisse kümmern wird.

Doch wenn in jedem nur der ‚Wille für sich zu empfangen‘ ist, resultieren eben daraus alle Sorgen und Leiden, Morde und Kriege, vor denen wir keine Rettung haben, und die den Körper durch unterschiedliche Krankheiten und Schmerzen schwächen.

Daraus wird sichtbar, dass alle Leiden in unserer Welt dazu da sind, um unsere Augen zu öffnen, und dazu anzutreiben, den bösen Egoismus des Körpers loszuwerden, und die vollkommene Form des ‚Willens zu geben‘ zu erlangen. Und wie gesagt ist der Weg der Leiden selbst in der Lage, uns zum erwünschten Zustand zu führen.“

Verwandtes Material:
Blog-post: Der Egoismus zerstört sich selbst
Blog-post: Licht ist alles, was im Kli empfangen wird

Im Georgischen Krieg hat keine der beiden Seiten Recht


Zwei Fragen, die ich über den Georgischen Konflikt erhielt:

Frage: Wie sollen wir über die Aggressionen denken, welche in Georgien geschehen? „Bahn frei! Der Egoismus wächst! Alles läuft nach Plan?“ Damit stimme ich nicht überein. Persönlich schmerzt es mich sehr, bombardierte, unschuldige Menschen zu sehen, und ich fühle ihren Schmerz als meinen eigenen. Und warum tut sich die gesamte Welt gegen Russland zusammen? Ich denke, Russland ist das wahre „Israel“ (gemäß der kabbalistischen Definition Israels), und nicht Israel. Was denken Sie darüber?

Meine Antwort: All meine Anstrengungen sind auf die Erleuchtung der gesamten Menschheit gerichtet. Und Ihre? Abgesehen davon, sind denn die Bomben, welche auf Georgien fallen, nicht russische? Warum glauben Sie, dass Russland mehr im Besitz der Eigenschaften Israels ist, als andere Länder? Wegen der Unterdrückung und Vernichtung seiner eigenen Bevölkerung während der siebzig Jahre durch das Sowjet-Regime? Oder weil es die gesamte Welt mit Waffen beliefert hat? Oder weil es in der Dritten Welt die Entwicklung der militärischen Atomindustrie gefördert hat? Oder ist Russlands Bestreben, andere Nationen zu unterwerfen und der gesamten Welt ihre eigene „Wahrheit“ aufzuerlegen richtig? Und wenn schon, Russland hat all das getan, indem es die eigene Bevölkerung unterdrückt hat!

Sich über den Egoismus zu erheben bedeutet, jeden als gleich anzusehen, jeden zu lieben, und sich zu vereinigen, anstatt jeden unterwerfen zu wollen wie der „Große Bruder“. Ich bin kein Politiker, und ich verteidige oder verdamme keine Seite in diesem Konflikt. Ich zeige einfach eine anhaltende Tendenz Russlands auf. Ich glaube Russlands Blütezeit war, als es mit Europa verbunden war und die Zaren regierten. Und zwar deshalb, weil die Zaren aus Europa kamen und Russland reformiert und aufgebaut haben.
Man kann eine Handlung erst beurteilen, nachdem man sich über seinen persönlichen und nationalen Egoismus erhoben hat. Die Bevölkerung Russlands tut mir sehr leid, denn wieder einmal werden sie mehr als alle anderen an dem was passiert leiden.

Frage: Der Konflikt in Georgien hilft uns zu verstehen, dass Egoismus schlecht ist. Aber wie kann man dies vom Standpunkt des Schöpfers aus rechtfertigen, und wie kann man sich über seine eigene Natur erheben?

Meine Antwort: Niemand hat in diesem Konflikt Recht, weil die Menschen durch den Egoismus gezwungen sind, aufeinander zu prallen. Man sollte niemanden verdammen, stattdessen muss die Wahrheit verbreitet werden, welche das Licht in unsere Welt bringt und jeden korrigiert. Dies ist unser einziger Gedanke, Wunsch und Gegenstand.

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Blog-post: Auszüge aus den Schriften der zukünftigen Generation von Baal HaSulam
Blog-post: Sind Kabbalisten für Krieg oder für Frieden?

Moses bestimmte, dass die Kabbala kostenlos gelehrt werden soll


Drei Fragen, die ich über die Verbreitung erhielt:

Frage: Vielleicht sollten wir eine Kabbalagruppe im Facebook eröffnen? Das könnte eine gute Art und Weise sein, die Fragen der Menschen zu beantworten.

Meine Antwort: Wir unterstützen alle Eure Ideen. Setzt Euch mit uns in Verbindung, damit wir die Verbreitung mit Euch koordinieren können. Dies wird uns helfen, schneller voranzukommen. Wir freuen uns, von Euch zu hören und wünschen Euch viel Glück.

Frage: Ich lebe in einer nicht-religiösen Umgebung. Dort erscheinen monatliche Beiträge und ich könnte Artikel veröffentlichen. Ich würde gerne Ihre Artikel und die von Baal HaSulam veröffentlichen. Welche Materialien eignen sich am besten zur Veröffentlichung in meiner Umgebung?

Meine Antwort: Sie sollten sich mit uns in Verbindung setzen, und wir erklären Ihnen alles. Zusätzlich können wir Ihnen Material geben, welches fertig für die Verbreitung ist und sich am besten für Ihre Umgebung eignet, oder wir können Ihnen helfen, Ihre eigenen Gedanken korrekt darzustellen.

Frage: Kann man studieren und andere unterrichten mit dem Ziel, die Kabbala zum Geldverdienen zu benutzten? Kann man seinen Studenten dadurch schaden?

Meine Antwort: Es steht geschrieben, dass man niemals Geld für den Unterricht in der Tora nehmen darf und besonders nicht für Kabbala! Unter gar keinen Umständen darf man das tun! Außer den Büchern als pädagogische Hilfsmittel darf man nichts verkaufen, was mit Kabbala zu tun hat. Und man darf auch nicht wahrsagen oder den Menschen Glück, Gesundheit oder andere Wunder versprechen und für diesen doppelten Betrug auch noch Geld nehmen.

Dieses Gesetz stammt von Moses, der ein Dekret aufgesetzt hat, welches auf der Höheren Kraft basiert. Die Kabbala sollte den Menschen von den Leviten umsonst beigebracht werden. Der zehnte Teil, den die Studenten bezahlen, sollte nur zur Verbreitung der Kabbala benutzt werden, d.h. für die Korrektur der Welt – das wurde ebenfalls von Moses festgelegt.

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Über Bnei Baruch