Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Menschen'

Bekanntmachung der Bnei Baruch Direktion


Liebe Freunde!

Bnei Baruch hat eine internationale Internet-Kampagne in Zusammenarbeit mit der FLIX-Webseite gestartet. Der Name der Kampagne ist „Shana Tova“ (Frohes Neues Jahr) und ist dem israelischen Neujahr gewidmet, das am 29. September 2008 beginnt. Die Kampagne ist ein Wettbewerb der besten Videos, in denen den Menschen ein Frohes Neues Jahr gewünscht wird.

Jedes Mal, wenn jemand auf der FLIX-Webseite einen Videoclip anschaut, wird er eine Anzeige unserer Webseite „Kabbalah L’Am“ sehen.

Klicke hier, um ein erklärendes Video darüber anzusehen, wie man ganz einfach helfen kann, die Weisheit der Kabbala zu verbreiten, indem man an dieser Kampagne teilnimmt.

Bis jetzt wurden 345 Videos eingestellt und von 121.571 Menschen geschaut! Hier sind nur ein paar zur Auswahl – durch das Anschauen dieser Videos, hilfst Du, die Weisheit der Kabbala zu verbreiten (bitte schau Dir die Videos zu Ende an!):

Verwandtes Material:
Blog-post: „Shana Tova“ oder „Frohes Neues Jahr!“
Blog-post: Ein Frohes Neues Jahr vom Kongress in Odessa

Ein Frohes Neues Jahr vom Kongress in Odessa


Während des Odessa Kongresses filmten wir einen ganz besonderen Videoclip für den „Shana Tova!“ (Frohes Neues Jahr) -Wettbewerb. Eine Gruppe von über 1.000 Menschen, von denen die meisten kein Hebräisch sprechen, lernten und sangen in ungefähr einer Minute das hebräische Neujahrslied. Der Liedtext bedeutet: „Du wirst schon seh’n, du wirst schon seh’n, wie gut die Dinge im Neuen Jahr sein werden!“ Schau Dir das Video an, dann siehst Du, wie sich alles abspielte:

Shana Tova-Videoclip (Bitte schau Dir das Video zu Ende an!)
Jeder, der an diesem Wettbewerb teilnimmt, beteiligt sich an unserer gemeinsamen Arbeit!

Verwandtes Material:
Blog-post: „Shana Tova“ oder „Frohes Neues Jahr!“

Freiheit vom Engel des Todes


Eine Frage, die ich erhielt: Ich wäre sehr dankbar, wenn Sie folgendes Zitat aus Baal HaSulams Artikel „Die Freiheit“ erklären würden:

„Wohingegen, wenn kein solcher Funken im Menschen weilt, sondern alle Funken seiner Essenz darin gekleidet sind, dem Schöpfer Wohlgefallen zu erweisen, dann ist er weder abwesend noch tot. Denn selbst wenn der Körper sich auflöst, löst er sich nur hinsichtlich des Aspektes des Empfangens für Eigennutzen auf, in den das ‚Verlangen zu Empfangen‘ gekleidet ist und er hat nur das Recht, durch dieses zu existieren.“

Ich verstehe das nicht. Wie ist es möglich, dass wenn der Körper stirbt (was Ihrer Ansicht nach mit dem Wechseln eines Hemdes verglichen werden kann), das ‚Verlangen zu schenken‘ nicht mit ihm stirbt? Wenn ich sterbe, werde ich nicht mehr in der Lage sein, zu schenken, selbst wenn ich noch das ‚Verlangen zu schenken‘ verspüre – ich werde mein Verlangen nicht verwirklichen können!

Oder nehmen wir anstatt des Todes an, ich würde einen Autounfall oder eine schwere Krankheit überleben, mit dem Verlust von Gliedmaßen und einem Gehirnschaden. Obwohl ich dann noch am Leben wäre, wäre ich nicht fähig zu geben! Ohne Körper können Sie Ihren Freunden nicht schenken oder an der Verbreitung teilnehmen. Wie kann also das Verlangen eines Menschen weiterbestehen und wahrgenommen werden, wenn der Körper nicht länger existiert?

Meine Antwort: Hier eine Erklärung des von Ihnen angeführten Zitats von Baal HaSulam:
„Wohingegen, wenn kein solcher Funken im Menschen weilt, sondern alle Funken seiner Essenz darin gekleidet sind, dem Schöpfer Wohlgefallen zu erweisen, dann ist er weder abwesend noch tot. Denn selbst wenn der Körper (der Egoismus) sich auflöst, löst er sich nur hinsichtlich des Aspektes des Empfangens (des Verlangens) für Eigennutzen auf, in den das ‚Verlangen zu Empfangen‘ gekleidet ist und er hat nur das Recht, durch dieses zu existieren.“

Die Verlangen bleiben. Was sich verändert, sind deren Absichten oder „Gewänder/Kleider“. Wir leben innerhalb dieser Verlangen, und wir nehmen auch unseren Körper bzw. seine Präsenz innerhalb eines bestimmten Verlangens wahr, welches sich in unserem „Ich“ in einem bestimmten Zeitraum (unserem Leben) offenbart, und danach wieder abnimmt und verschwindet. Dies gibt uns das Gefühl für das Leben und den schrittweisen Tod des Körpers.

Lesen Sie das Vorwort zum Buch Sohar und Sie werden sehen, was die Kabbala meint, wenn sie sagt:

  • Der Tod des Körpers – der Tod der egoistischen Absicht
  • Die Wiederbelebung des Körpers – die Geburt der altruistischen Absicht

Wir nehmen nur unseren tierischen Körper wahr, bis wir unsere gesamte Seele korrigieren, was bedeutet, bis wir all unsere Verlangen von „für mich selbst“ zu „für andere und für den Schöpfer“ korrigieren. Danach wird die Wahrnehmung des Körpers verschwinden, weil das Verlangen, worin wir den Körper wahrnehmen, in eine Absicht des Schenkens korrigiert sein wird. Und dies wird für ewig sein, weil es uns hilft, auch all die anderen Verlangen zu korrigieren.

Nehmen Sie folgendes als Grundlage: Es gibt nur das Licht und das Verlangen, und Sie fühlen alles (diese Welt oder die kommende Welt) innerhalb dieses Verlangens. Alles hängt von den Verlangen ab – von ihrem Ausmaß, ihrer Qualität und ihrer Angleichung zum Licht.

Verwandtes Material:
Blog-post: Warum müssen wir immer wieder hierher zurückkommen?
Blog-post: Immer bei mir
Shamati #28: Ich werde nicht sterben, sondern leben

Als Kabbalist geboren werden


Früher, vor der Zerstörung des Tempels, wurden Kinder in eine Gesellschaft hineingeboren, welche die Höhere Welt und den Schöpfer wahrnehmen konnte und deren Leben auf spirituellen Gesetzen basierte. Die Kinder empfanden das Verhältnis von „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ als eine einleuchtende Gegebenheit des Lebens. Sie sahen ständig die Erwachsenen, die dieses Beispiel vorgaben und nach einer noch größeren Verbindung mit dem Schöpfer strebten, den sie klar wahrnehmen konnten. Kinder verstanden, dass sie in diese Welt hineingeboren wurden und nur vorübergehend in ihr anwesend waren, um mit Ihm eine Verbindung herzustellen.

In der Bnei Baruch Gruppe nehmen unsere Kinder (und Enkelkinder) an den Kabbala-Lektionen teil, die speziell für sie vorbereitet wurden. Ihre Beziehungen werden unter der Anleitung von Lehrern, gemäß den Prinzipien der Tora (Schenken und Liebe für die Freunde), aufgebaut. Sie verstehen völlig, dass sie und alle Menschen im Allgemeinen untereinander verbunden sind. Die Lektionen finden sonntags während des ganzen Tages statt. Samstags kommen die Jungen mit ihren Vätern zur Morgenlektion und bleiben dann den ganzen Tag über. Wir haben einen speziellen Kurs für sie. Alle paar Monate gebe auch ich eine Lektion (einen Test) für alle Kinder.

Es ist eine große Freude, sie zu sehen und zu hören, ihre Fragen und Antworten und die heranwachsenden Menschen zu beobachten, wie sie der Welt eine völlig neue Perspektive geben. Wir verstehen nicht, was es bedeutet, das wahre Bild der Welt während der Kindheit zu bekommen, um den Ursprung der Welt, deren Bedeutung und Sinn zu verstehen. Dieses Bild durchdringt das Bewusstsein eines Kindes und verbleibt in ihm als seine Natur. Wenn wir ihr tägliches Verhalten beobachten, wenn sie zusammen oder getrennt sind, wenn sie in unserem Zentrum sind oder außerhalb, in der Kindertagesstätte oder in der Schule, können wir sehen, dass sie sich anders verhalten und eine bestimmte, verfeinerte, innere, spirituelle Eigenschaft haben. Ihre Ähnlichkeit zur Höheren Kraft garantiert ihnen Erfolg und Sicherheit in unserer Welt.

Verwandtes Material:
Blog-post: Unterricht für Kinder – Jeden Sonntag
Blog-post: Kinder, Seelen und der Punkt im Herzen
Blog-post: Die Lösung – Auszüge aus den Schriften der zukünftigen Generation (Baal HaSulam)
Wer kann Kabbala studieren?

Treten Sie nicht in Hungerstreik – nehmen Sie stattdessen das Höhere Licht in Anspruch


Eine Frage, die ich erhielt: Ich habe eine Frage über die Weisen der Vergangenheit. Sie erwähnten, dass sie gewöhnlich auf dem Boden schliefen und sich auf viele Arten einschränkten. Ich wunderte mich, warum dies so war, weil wir lernen, dass nur das Licht uns ändern kann, und auch, dass uns die Kabbala verbietet, zu hungern, uns in einem Kloster zu verkriechen usw. So wie sie sich in der Vergangenheit verhielten, sieht das fast nach östlichen Lehren aus.

Meine Antwort: Das kommt daher, weil die Entwicklung des Egoismus (welche die gesamte menschliche Entwicklung festlegt) ein Prozess ist und damals war der Egoismus nur auf einem kleinen Niveau entwickelt . Um Korrektur zu erhalten, reichte es aus, sich körperlich einzuschränken und die Tora zu studieren, so wie Baal HaSulam in seiner Einführung zum Talmud Esser HaSefirot schrieb „Iss Brot mit Salz, trink ein wenig Wasser, schlafe auf dem Boden und arbeite mit der Tora. Wenn Du das tust, wirst Du zufrieden sein; glücklich in dieser Welt und glücklich in der zukünftigen Welt.“ Dies zeigt, dass niemand die Korrektur, die das Höhere Licht erteilt hat, zurücknehmen kann, da anfänglich geschrieben steht: „Ich erschuf den Egoismus und ich erschuf die Tora zu seiner Korrektur, weil deren Licht den Menschen zu Mir zurückbringt.“

Später jedoch, während der Zerstörung des Tempels vor ungefähr 2000 Jahren, gab es einen plötzlichen Anstieg in der Entwicklung des Egoismus und die Menschen gaben sich dem Egoismus hin (der Tempel wurde zerstört). Kabbalisten führten dann eine spezielle Korrektur im System der uns lenkenden Höheren Welten durch, damit wir, anstelle von Einschränkungen, das Höhere Licht (Or Makif) nutzen würden.

Wenn dann ein Mensch mit großem Egoismus fastet (sich einschränkt), dann fängt er normalerweise an, stolz auf seine Handlungen zu werden und wendet sich somit noch mehr von dem Ziel ab. Er meint, dass er durch größere Einschränkungen und detaillierte Gebotseinhaltungen rechtschaffender wird. Darum haben die Kabbalisten jeglichen äußeren, körperlichen Bedingungen, Handlungen und Einschränkungen abgesagt und sich dadurch noch mehr von den Religionen entfert. Dies wurde angeordnet, weil ein Mensch sonst in Verwirrung geraten und glauben kann, dass körperliche Handlungen zur Korrektur führen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Trink Deinen Milchshake und srudiere Kabbala
Blog-post: Der Bau des Dritten Tempels
Leben aus der Kabbala, Kapitel 21: Die Korrektur des Egoismus
 

In allen Lebenssituationen sollte Ihr Verhalten nur durch das spirituelle Ziel bestimmt werden


Fragen, die ich zum Verlust des Verlangens und anderen Störungen erhalten habe:

Frage: Ich studiere die Kabbala seit über einem Jahr und kürzlich stand ich vor einem Problem. Meine Verlangen nach verschiedenen Genüssen in dieser Welt verschwinden langsam und die einzigen Verlangen, die übrig bleiben, sind minimale Verlangen, welche für den Körper überlebenswichtig sind. Ist dies ein Rückschritt? Kann ich irgendwie Verlangen nach Erfüllung entwickeln? Ich fühle mich, als würde ich mich in eine Amöbe verwandeln. Obwohl ich mich selbst in keiner Weise beschränke, sehe ich keinen Grund „unnötige Bewegungen“ zu machen. Wo ist mein Egoismus? Wie kann ich diesen wieder erwecken, wenn er eingeschlafen ist?

Meine Antwort: Sie entdecken, dass es sinnlos ist, Ihren Egoismus zu erfüllen, und da Sie diese Enthüllung gemacht haben, haben Sie die Energie (Homer Delek) verloren, um nach materiellen Dingen zu streben. Dies passiert vielen Menschen in unserer Welt, was in einem Gefühl von Leere und Depression (die am weitesten verbreitete Krankheit der Welt) resultiert. Jedoch verschwindet auch die Spiritualität und hört auf Sie anzuziehen.

Beide dieser Gefühle werden in Ihnen vom Schöpfer zu dem Zwecke hervorgerufen, um einen Ort der Willensfreiheit zu erschaffen, einen Ort, an welchem Sie Ihre eigenen Anstrengungen über Ihre Natur machen können. Das liegt daran, dass alle Dinge, die Sie selbst tun können, eigentlich vom Schöpfer gemacht werden. Doch wenn Sie die Leere dieser Welt enthüllen und dieser Welt gegenüber gleichgültig werden und dazu auch noch eine spezielle Leere der spirituellen Welt enthüllen und die spirituelle Welt Sie ebenfalls nicht mehr anzieht, dann sollten Sie sich auf korrekte Weise an der Gruppe und dem Studium beteiligen, um die Wichtigkeit des spirituellen Ziels zu erwecken, d.h. „die Enthüllung des Schöpfers (Liebe für den Nächsten).“

Dieses Verlangen zieht das Höhere Licht (Or Makif) an, welches Sie zur Wahrnehmung der Spiritualität, des Schöpfers, der Eigenschaft des Schenkens und der Liebe bringen wird. Sie sollten also die Wichtigkeit der Spiritualität von Ihren Freunden bekommen.

Frage: Lieber Rav, nach meinem Besuch zum Studium bei Bnei Baruch, fühlte ich zum ersten Mal, dass meine Seele zuhause war. Es war eine Kraft, die stärker war als mein Körper. Dies verursachte viele Konflikte, als ich versuchte die Zeit zwischen meiner Seele und der Tätigkeit für meine körperlichen Dinge auszugleichen. Nun, da ich zurück bin, fühle ich, dass ich kein Verlangen nach irgendetwas habe. Dies passiert mir nach jedem Kongress, und jedes Mal habe ich einen sehr starken Kontakt mit Bnei Baruch. Warum geschieht dies und wie kann ich diese Zustände durchlaufen?

Meine Antwort: Dies ist natürlich, da wir bei Bnei Baruch eine sehr intensive spirituelle Atmosphäre haben und Sie werden davon inspiriert. Nach Ihrer Heimkehr von Ihrem Besuch bei uns, müssen Sie Ihr spirituelles Leben so erhöhen, dass es auf der selben Stufe stattfinden kann, welche Sie fühlten, als Sie bei uns waren.

Frage: Während der Verbreitungsarbeiten bin ich vielen Problemen begegnet. Zum Beispiel bin ich hingefallen und meine Augen und Zähne haben sich entzündet usw. Die öffentliche Meinung sagt, dass die Hindernisse mir sagen würden, dass ich das nicht machen sollte, dass ich meine Ansicht verändern müsste usw. Doch ich glaube andererseits, dass ich Anstrengungen machen muss, um meine Absicht zu stärken, das Ziel zu erreichen. Bitte erklären Sie, wie ich diese Störungen interpretieren soll.

Meine Antwort: Wenn Ihr Körper in physischer und psychologischer Hinsicht in Ordnung ist, dann müssen Sie diese Störungen überwinden, ohne auf Ihren Körper zu achten. Wenn die Störungen jedoch einer medizinischen Versorgung bedürfen, dann sollten Sie sofort zum Arzt gehen, während Sie mit Ihrem Studium und Verbreitung fortfahren.

Kommentar: In einem vorigen Blogbeitrag schrieb ich, dass die Kabbala wichtiger ist als die Familie, wenn die Ehefrau gegen die Kabbala ist und es unmöglich ist, mit Ihr einen Kompromiss zu finden oder sie zu überzeugen. Dann ist es erlaubt sich seiner Seele zuliebe scheiden zu lassen. Ich erhielt einige überraschte Rückmeldungen, „wie das sein könne?“ Die Menschen verstehen nicht, dass das Leben sinnlos ist, wenn es nicht dazu verwendet wird, das Ziel zu erreichen, welches vor jedem Menschen aufgestellt wurde. Der Himmel, die Erde und jeder von uns wurden erschaffen, um das Ziel zu erreichen und nicht dafür, um eine Hochzeit auf der tierischen Stufe zu erschaffen, um ein Sklave des Egoismus des Partners zu werden.

Die Schlussfolgerung lautet also: Ihr Verhalten sollte in allen Situationen des Lebens nur vom spirituellen Ziel bestimmt werden!

Verwandtes Material:
Blog-post: So erreichen Sie wahre Glückseligkeit
Blog-post: Das Körperliche hat keine Auswirkung auf das Spirituelle
Shamati #4: Der Grund für die Schwierigkeit, sich vor dem Schöpfer zu annullieren
Artikel von Baal HaSulam: Analytischer Vergleich zwischen Kabbala und Philosophie
Artikel von Michael Laitman: Der sechste Sinn

Wie machst du aus einer Fledermaus einen Hahn?


Ich erhielt folgende Frage: Im Buch Shamati, Artikel 16, wird gesagt: „Der Hahn sagte zur Fledermaus: ‚Ich warte auf das Sonnenlicht, weil es meines ist, und du, warum wartest du darauf?'“ Meine Frage ist: Wie kommt ein Mensch während seines Lebens von der Stufe einer Fledermaus auf die Stufe eines Hahns?

Meine Antwort: Jene, die die Kabbala (Tora) benutzen, um die Eigenschaften der Liebe und des Schenkens zu erreichen, werden das Licht des Lebens in dieser Eigenschaft sehen. Auf der anderen Seite werden jene, die die Kabbala (Tora) zum eigenen Nutzen verwenden (um reich zu werden, ihren Stolz zu befriedigen, Ansehen und Ruhm zu erreichen, um sich besser als andere zu fühlen, ihre Existenz zu rechtfertigen u.s.w.) sich auf der Stufe der Dunkelheit befinden; obwohl sie davon überzeugt sind, dass sie im Licht des Schöpfers stehen. Sie sind wie Fledermäuse, die die Dunkelheit mit dem Licht verwechseln und deswegen zufrieden sind, im Exil der Spiritualität zu bleiben, um physische Rituale auszuführen – und sie fühlen nicht, dass sie irgendetwas anderes brauchen.

Sieh dir an, was Baal HaSulam in der „Einführung zum Talmud Esser HaSefirot“ über die Worte des Propheten Amos schreibt: „Wehe denen, die den Tag des Herrn herbei sehnen! Wozu soll euch der Tag des Herrn sein? Er ist Dunkelheit und nicht Licht!“ „Es gibt eine Parabel über einen Hahn und eine Fledermaus, die auf das Licht wartete. Der Hahn sagte zur Fledermaus: ‚Ich warte auf das Sonnenlicht, weil es meines ist, und du, warum wartest du darauf?‘ (Talmud. Sanhedrin 98:2)“ Das bedeutet, dass man ohne das Licht (das nur hinabsteigt, wenn jemand die Kabbala studiert), nicht einmal versteht, dass man sich in Dunkelheit befindet, weil man nur unsere Welt empfindet.

Wenn ein Mensch nicht nach Höherem strebt, über unsere Welt hinaus, aber zufrieden mit mechanischen Befolgungen von Ritualen ist, historischen und philosophischen Untersuchungen, Theologie, heiligem Wasser, Amuletten und Meditation (wie wir sehen können, umfasst es das ganze Ausmaß, vom Naiven zum Gelehrten), mit anderen Worten, wenn jemand den Punkt im Herzen nicht hat, dann wird ihm nichts helfen. Weil sein Verlangen nur auf der Stufe unserer Welt existiert und Menschen handeln immer ausschließlich entsprechend den Verlangen, die in ihnen auftauchen.

Deswegen ist die Kabbala nur für die bestimmt, die nach einer echten Antwort auf die Frage „Was ist der Sinn des Lebens?“ suchen. Und die Antwort liegt in der Erlangung der Quelle seiner Existenz. So enthüllt man die Bedeutung von dem was passiert als auch dessen endgültiges Ergebnis.

Verwandtes Material:
Blog-post: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst – Das ist Deine Belohnung
Blog-post: Wie wir im Dunkeln herumtasten, um die spirituelle Wahrnehmung zu erreichen
Blog-post: Schau nach vorne, nur nach vorne
Blog-post: Wenn der Punkt im Herzen erwacht
Artikel von Baal HaSulam: Die Bürgschaft
 

„Shana Tova!“ oder „Frohes Neues Jahr!“


Die Bnei Baruch Organisation hat in Verbindung mit TAPUZ – flix.co.il, einer führenden israelischen Webseite, einen Videoclip-Wettbewerb gestartet, in dem die Menschen zum kommenden Rosh HaShana – dem israelischen Neujahr – beglückwünscht werden.

Wir bitten alle unsere Freunde, an diesem Wettbewerb teilzunehmen und ihre Videos auf dieser Webseite einzustellen, um die Menschen zum Neuen Jahr zu beglückwünschen. Die Videos können in Englisch, Hebräisch oder auch ganz ohne Worte sein. Viel Glück!

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=6h9dUohxdFU]

Anmerkung der Redaktion: Hier ist ein Videoclip mit Grüßen zu Rosh HaShana zu sehen mit Einblendungen von Text in Hebräisch.

Sei kein Besserwisser!


Fragen, die ich über verwirrende Gedanken, die Verlangen der anderen, die richtige Ausrichtung und darüber, wie man Fragen stellt, erhielt:

Frage: Was machen Kabbalisten mit verwirrenden Gedanken und dem ständigen Geplapper, das im Gehirn vor sich geht?

Meine Antwort: Beteilige dich mehr am Studium und am Schreiben von Artikeln. Und am besten mit anderen zusammen. Es steht geschrieben: „Ungeachtet dessen, wie sehr die Schlange dich sticht, studiere die Tora.“

Frage: Wir sollten die Verlangen der anderen unseren hinzufügen, aber welche Verlangen? Wenn wir Handlungen des Schenkens vollziehen, erfüllen wir eigentlich die egoistischen Verlangen der anderen, also entwickeln wir eigentlich ihren Egoismus.

Meine Antwort: „Andere“ sind deine Freunde in der Gruppe, die deine Handlungen verstehen und sich auch auf diese Weise dir gegenüber verhalten. Um den Schöpfer zu enthüllen ist es notwendig, ein gemeinsames Verlangen nach Ihm zu entwickeln. Das heißt, um die Eigenschaft des Schenkens und der Liebe zu enthüllen, ist es notwendig, die Verlangen eines jeden Menschen in einem gemeinsamen Verlangen zu vereinigen.

Die Empfindung des gemeinsamen Verlangens für die Liebe und das Schenkens ist die Offenbarung des Schöpfers in uns! Es bringt das Gefühl von Perfektion, Ewigkeit und Harmonie. Wenn du jedoch mit anderen zusammen bist, die nicht den Punkt im Herzen haben, musst du dich einfach wie sie verhalten.

Frage: Wenn der Schöpfer sich von uns entfernt und verbirgt, um uns zu korrigieren, sollten wir dann im Verlauf der Rückkehr zu Ihm, an Erreichung und Enthüllung denken und danach streben oder nach Korrektur?
Meine Antwort: Das ist dasselbe, da man ja die Eigenschaft der Liebe und des Schenkens erwirbt.

Frage: In einer Deiner Lektionen sagtest Du, dass Du uns lehren willst, die Fragen richtig zu stellen. Manchmal sagst Du zu Deinen Studenten, dass sie „Besserwisser“ sind. Was bedeutet es also, während der Lektion eine Frage zu stellen? Was sollte diese Frage sein?

Meine Antwort: Eine Frage muss genau zum Thema der Lektion gehören, um allen Freunden zu helfen, das Thema besser zu verstehen. Es sollte nichts sein, was nur die Person interessiert, die fragt.

Verwandtes Material:
Blog-post: Woher kommen Gedanken, Ideen und Träume?
Blog-post: Die moralischen Normen eines Kabbalisten
Blog-post: Wozu sollen wir Fragen stellen?
 

Die Korrektur hängt nur vom Verlangen ab, nicht von Wissen


Drei Fragen die ich zur Verbreitung erhalten habe:

Frage: Wann wird Baal HaSulams schwierige Sprache (wie z.B. Talmud Esser HaSefirot, Pticha und der Kommentar zum Buch des Sohar) auf eine Stufe des modernen Egoismus herunter gebracht und in einer Sprache wiedergegeben werden, die normale Menschen verstehen können? Ist dies nicht der Grund dafür, warum wir mit unserer Korrektur schon spät dran sind?

Meine Antwort: Sie sollten all die Materialien in unserem Archiv der Lektionen studieren. Den Talmud Esser HaSefirot studieren wir immer und das Buch Sohar werden wir auf diesem Blog mit Links zu den vollständigen Kommentaren studieren.

Meine gesamte Mission besteht darin, die Kabbala unserer Generation und allen Menschen in der Welt näher zu bringen. Das ist allerdings nur für diejenigen, die nach Wissen suchen. Um die Kabbala praktisch zu realisieren, braucht ein Mensch kein Wissen darüber (außer der Art wie ein Mensch eine Wissenschaft in unserer Welt lernt).

Das liegt daran, dass ein Mensch zuerst – aus dem „Punkt im Herzen“ heraus – ein innerliches Instrument der Erreichung erschaffen muss, d.h. das Kli oder die Seele. Die Korrektur des Menschen hängt nicht von Wissen ab, sondern vom Verlangen. Ein Mensch enthüllt die Höhere Welt durch Anstrengungen, die Spiritualität richtig zu verstehen, durch die Enthüllungen dessen, dass es die Eigenschaft der Liebe und des Gebens an den Nächsten ist und durch die Vereinigung dieser Bestrebungen in ein Ganzes.

Frage: Wie wichtig ist die Form (oder die Eigenschaft) des Materials, das in der Verbreitung an die Massen verwendet wird? Was ich meine ist, wie wichtig es, eine professionelle Annäherung zu haben, einen guten sprachlichen Stil und keinen seltsamen Akzent zu haben, wenn man die Kabbala erklärt? Ich denke, dass wenn ein Mensch einen Punkt im Herzen hat, es dann keinen Unterschied macht, wie die Information dargestellt wird, da er ungeachtet dessen angezogen sein wird.

Meine Antwort: Die Form oder der „Umschlag“ ist bei der ersten Begegnung wichtig, später jedoch nicht. Eigentlich funktioniert es später genau anders herum – das Verborgene ist attraktiver.

Frage: Wie kann ich dabei helfen, die Kabbala in der Stadt Baku in Aserbaidschan zu verbreiten?

Meine Antwort: Wie in vielen Ländern der Welt auch: ohne die Kabbala oder mich zu erwähnen; durch die Präsentation dessen, dass die Kabbala eine Wissenschaft ist, die tiefe Kenntnisse der Realität bietet.

Verwandtes Material:
Unterrichte zum Vorwort und der Einführung zum Buch Sohar
Vorwort zum Buch Sohar
Einführung zum Buch Sohar