Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Malchut'

Ein Hilfeschrei

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kommt man zum inneren Schrei? Gibt es ein Vorankommen ohne den Schrei?

Meine Antwort: Natürlich gibt es kein Vorankommen ohne den Schrei. Und zum Schrei kann man nur mit Hilfe der Umgebung gelangen. Der Mensch ist nicht in der Lage, ein solches Verlangen allein zu erreichen.

Denn der Schrei soll auf das Geben gerichtet sein, ich muss mich über meinen Egoismus erheben, und dieses Sich-Erheben ist nur möglich, wenn ich meine Freunde beneide.

Worüber soll ich mich sonst erheben? Wie und wohin soll ich aus meinem Ego herausspringen? Es ist unmöglich, sich selbst aus dem Sumpf an den Haaren herauszuziehen, oder wie die Kabbalisten sagten: „Ein Gefangener kann sich nicht selbst aus dem Gefängnis befreien“.

Nur wenn ich an der Vereinigung arbeite, führe ich meinen Punkt im Herzen aus dem Egoismus heraus, indem ich mich mit den anderen verbinden will. Ich verstärke ständig die Anstrengungen, lasse mich immer mehr von der Gruppe begeistern und bekomme durch sie das Licht, das zur Quelle zurückführt.

Das Licht dringt durch das spirituelle System von Arich Anpin (A“A) über Aba we Ima (Aw“I) und Seir Anpin (S“A) zu Malchut (M) durch. Malchut bedeutet die Shechina, die Gesamtheit aller Seelen.

Da die Seelen sich unter Parssa in einem zerbrochenen Zustand befinden, gibt es dort keine Möglichkeit, das Licht zu empfangen. Aus diesem Grund steigen wir zu Shechina auf, zur Versammlung der Seelen, die nach der Einheit und dem Geben streben, und bekommen dort die Einwirkung des höheren Lichts. Dort ist unser Treffpunkt.

Eine Frage, die ich erhielt: Ist der Schrei ebenfalls eine Gruppenhandlung?

Meine Antwort: Der Schrei ist ein Ergebnis der Ansammlung von gemeinsamen Anstrengungen der Gruppe. Der Mensch bedarf einer äußeren Einwirkung, um zum persönlichen Schrei zu kommen. Es ist eine Kombination von beidem nötig.

Dabei spürt der Mensch, dass er aus der Gemeinschaft heraus schreit. Denn er verlangt nicht nach irgendetwas, sondern nach der Vereinigung, er betet nicht um die Errettung vor dem Unglück, sondern um die Eigenschaft des Gebens.

Sein Schrei ist individuell, jedoch auf die Einheit, auf die Verbindung mit den anderen und dem Schöpfer gerichtet. So sind die Gesetze der spirituellen Welt, des Ortes der Verbindung über dem Egoismus.

Aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel vom 01.10.2010

Kabbala Akademie

Nur der Schöpfer gibt die Seele

Eine Frage, die ich erhielt: Wie soll ich mich zu meiner Frau verhalten, um zwischen uns den Schöpfer empfinden zu können? 

Meine Antwort: Bemüht euch, dass alle eure Beziehungen nur auf die Enthüllung des Schöpfers zwischen euch gerichtet sind. Es garantiert den absoluten Frieden zu hause, und nützt jedem, sogar aus den rein egoistischen Interessen. 

Dies ist ein sehr wirksames Mittel, das den Menschen während des ganzen Lebens hilfsreich ausrichtet. Denn die Gruppe und die Freunden sind für ihn eher künstlich geschaffen, die ganze Menschheit – empfindet er noch entfernter, und das Universum – ist überhaupt fern von ihm. Seine Frau steht ihm am nächsten, wie es gesagt ist: „Die Frau des Menschen – ist wie sein Körper“. 

Und andererseits öffnest du plötzlich, dass du einen Partner hast! Dank dem Schöpfer empfindest du, dass es auf jede deine Bewegung – ihre Bewegung gibt. 

Unabhängig von der Handlung: sei sie im Verstand, im Herzen oder physisch – geschieht eine synchrone Bewegung, als ob der Schöpfer zwei abgesonderte Hälften, in allen ihren Details und Formen zusammenklebt. 

Wir müssen nur versuchen, zwischen uns den Schöpfer – die Kraft zu öffnen, die uns verbindet, und die wir als Folgerung des Zusammenlebens begreifen wollen. Und andernfalls wird dieses Leben zur tierischen Existenz. 

Wir wollen also zwischen uns die Kraft der Vereinigung – eine dritte Komponente offenbaren, die uns zu einem Ganzen ergänzen wird! 

Wenn Er uns verbinden wird, dann werden wir Ihn einschließen, und werden ein Ganzes sein, gerade deshalb, weil Er sich in unserem Inneren befindet und uns ausfüllt. 

Es heißt eben: „Der Mann und die Frau – und der Schöpfer zwischen ihnen“ – Er ist in allem anwesend, was zwischen uns existiert. Und es gibt nichts anderes – nur den Wunsch jeden Einzelnen, der auf den Anderen (auf den Partner) gerichtet ist. Es gleicht sich der Beziehung von Seir Anpin und Malchut: er ist komplett auf sie, und sie – auf ihn gerichtet. 

Der Schöpfer hat alle einzelnen Sfirot Malchut abgetrennt und hat daraus Chawa geschaffen – deshalb existiert auf der ganzen Höhe des geistigen Parzufs eine genaue Übereinstimmung zwischen S“A und Malchut, auf dem gleichen Niveau in der ewigen, konstanten Verschmelzung. 

Es gibt in einem keine solchen Eigenschaften, die es in anderem nicht gäbe. Man kann sie nur mithilfe des Lichtes AB-Sag miteinander verbinden, das den Einen auf das größere Geben und den Anderen auf das größere Erhalten ausrichtet.

Um sich zu verbinden, steigen die beiden in Bina hinauf, welche als Elokim, der Schöpfer bezeichnet wird, und Er gibt ihnen die Kraft für die Vereinigung und füllt sie dann aus.

Folglich füllen sie nicht einander aus, sondern ihre gemeinsamen Wünsche – und daraus wird „das Kind“ geboren, als die Folgerung der Vereinigung, als folgender geistige Parzuf, der neue Zustand.

Darüber ist es gesagt: „Der Vater (Aba) gibt das Weiße, die Mutter (Ima) gibt das Rote, und der Schöpfer – gibt die Seele“. Er befindet sich zwischen ihnen und füllt sie aus, gibt der Seele eine neue Stufe. 

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „die Liebe zum Schöpfer und zu den Geschöpfen“, 28.09.2010 

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Die Verbindung zwischen den Herzen – ist die Verbindung zwischen Bina und Malchut

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet „die Verbindung zwischen den Herzen“, zwischen den Freunden in der Gruppe?

Meine Antwort: Es ist uns aus der Wissenschaft der Kabbala bekannt, dass das Zerbrechen für die Korrektur Malchut geschah.

Wenn Malchut keinen Wunsch des Gebens (Kelim Bina) hat, dann ist es unmöglich, sie zu korrigieren.

In der gegenseitigen Durchdringung Malchut und Bina, wird Malchut allmählich korrigiert, nur ihre Grundlage – „das Steinherz“ (Lew a-ewen) wird als letzte korrigiert.

Мalchut wird infolge des Einschlusses der Eigenschaften des Gebens, Bina, in die Eigenschaften des Erhaltens, Malchut korrigiert. In den Seelen geschieht die Korrektur infolge der gegenseitigen Durchdringung der Seelen in einander- bis zur vollständigen Vermischung aller Seelen und deren Korrektur (Israel – die Völker der Welt, in jedem Menschen).

Unsere Korrekturen können nur nach diesem Einschluss verwirklicht werden. Sich zu korrigieren – bedeutet, die gegenseitige Durchdringung aller übrigen Teilen der allgemeinen Seele.

Somit liegt die Grundlage der Korrektur – nur in der Korrektur der zerbrochenen Verbindung zwischen uns. Davon entspringt das ganze Statut der Gruppe, die Gesetze, die wir beachten sollen, wie uns die Kabbalisten aus ihrem Verständnis der höheren Welt beraten.

Das alles stammt aus der Korrektur von Kelim, die in einander aufgenommen sein sollen, was mittels den Bemühungen, sich zu verbinden, erreicht wird, wonach das Licht herangezogen wird, das die gegenseitige Durchdringung korrigiert.

Aus den Naturgesetzen des Zerbrechens, der Korrekturen, des vollkommenen Zustandes – entstehen alle Hinweise der Kabbalisten, die in ihren Büchern beschrieben sind.

Sie schreiben darüber: „Vereinigt euch, führt die Versammlungen der Freunden durch, erhebt dem Freund seine Stimmung“ – wir sollen aber verstehen, dass es aus der Notwendigkeit stammt, sich in einander einzureihen, um das umgebende Licht heranziehen zu können, das die Verbindung zwischen uns korrigieren kann.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 28.09.2010

Die mittlere Linie – in der Verbindung zwischen uns

Der Sohar, Kapitel „Wajechi“, Punkt 442: Am Ende der Korrektur, wenn ganz Malchut korrigiert ist, wird der Siwug von GaR de GaR zurückkehren, das heisst, das hohe Jerusalem wird betreten-

Und dies erklärt: „Ich habe David, meinem Diener, geschworen;“ den Eid, dass Er nicht das hohe Jerusalem betreten wird, bis Israel Jerusalem unten betritt.

Man spricht hier über die Korrektur der drei Linien. Zwei Linien, zwei Kräfte erhalten wir von oben. Aber die Fähigkeit, die linke Linie abzuschneiden, die rechte heranzuziehen, die rechte und die linke Linien richtig in der mittleren Linie zu kombinieren – das alles erhalten wir entsprechend dem Modell, der Formel, die wir zwischen uns offenbaren.

Denn ich weiß nicht, was die Mittlere Linie ist. Sie wird mir nicht von oben gegeben, andernfalls hätte ich keine Möglichkeit, mich neu zu erschaffen, meine Suche zu verwirklichen, die Anstrengungen zu machen, die Enthüllengen zu erlangen.

Die Mittlere Linie ist etwas Unklares. Es wurden zwei Kräfte gegeben ! Man kann sowohl mit einer, als auch mit der anderen die Welt zerstören.

Wie kommt man also zum Zustand, in dem man die richtige Kombination von zwei Linien findet – im Schirm de-chirik, von unten nach oben? Wie beginnt man die Vereinigung dieser zwei entgegengesetzten Linien?

Hier erfolgt die Arbeit zwischen den Seelen, nur in der Verbindung zwischen ihnen ist es möglich, die richtige Kombination zu verwirklichen. Die rechte und die linke Linie existieren in Form der natürlichen Kräfte, und die mittlere Linie wird nur in der Verbindung zwischen den Seelen erschaffen.

Man kann sie als „die Gruppenpsychologie“ bezeichnen. Wir sollen also in der Verbindung die richtige Kombination, die richtige Vermischung dieser zwei Linien finden.

Die Prüfung unserer Arbeit besteht darin, die richtige Absicht für das Geben dem Schöpfer zu bilden, mit der folglich die Enthüllung geschieht – dann erreichen wir die mittlere Linie und bekommen die Möglichkeit, diese zwei Linien richtig zu verwenden.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 27.09.2010

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Wie bereitet man sich auf die Offenbarung des Schöpfers vor

Eine Frage, die ich erhielt: Welche Verbindung gibt es zwischen der Offenbarung des Schöpfers und dem Text des TES, den wir lesen? 

Meine Antwort: Die Kabbalisten schreiben nur über die Enthüllung des Schöpfers, über die einzig notwendige Handlung in unserer Welt, damit wir uns darauf vorzubereiten können.

 Dafür müssen wir den Eindruck vom Licht Chochma und vom Licht Chassadim bekommen, damit in unserer Materie, unserem Wunsch, der die Spiritualität weder empfindet, noch versteht, die Eindrücke (Reschimot) von diesen Einwirkungen/Eigenschaften entstehen.

Auf jede Einwirkung des Lichtes müssen wir klären: wer genießt beim Öffnen/Erhalten – ich oder der Schöpfer, oder vielleicht wir beide?

 Deshalb kommt das Licht vom System АwI. Und SA (HaWaYa) wirkt wie ein Vorbild auf Malchut (die Seelen) und bestimmt, wie sie letztendlich werden muss, um Ihm gleich zu werden, um das Licht zu erhalten und zu geben.

 Die Einwirkung von oben wechselt die Beziehung von SA zur Malchut, als ob er sich von verschiedenen Seiten zeigen möchte, und deshalb ändert sie sich.
Sie braucht die Empfindungen von SA, und die Bereitschaft zur Ähnlichkeit – denn es ist unsere Arbeit eben, weil wir den Körper Malchut bilden.
Und SA unterrichtet Malchut in der richtigen Wahrnehmung des Lichtes, der drei Linien usw. Er bildet uns, füllt uns mit den Eindrücken und den Erklärungen. Unsere Eindrücke sind offenbar, und die Erklärungen sind verborgen, als ob sie in uns selbständig aufkommen würden, und nicht von Ihm erscheinen.
Über diese Zustände der Entwicklung Malchut von oben, lesen wir in der Lehre der Zehn Sfirot – wie SA entsprechend dem höheren Programm, das in AA angelegt ist, Malchut/Nukwa zur Verschmelzung mit ihm vorbereitet, sowohl in ihrer vollen Ähnlichkeit, als auch in ihrem vollen Gegenteil.

 Aus dem Unterricht nach „der Lehre der Zehn Sfirot“ „, 27.09.2010

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Untrennbare Gegensätze

Eine Frage, die ich erhielt: Was ermöglicht der mittleren Linie, die rechte und die linke zu vereinen?
Meine Antwort: Im Grunde genommen sind die rechte und die linke Linien einander vollkommen entgegengesetzt.
Die rechte Linie ist das absolute Geben, sie weiß nicht, was Empfangen bedeutet, und will es nicht wissen. Und die linke Linie beinhaltet empfangende Kelim, die nicht verstehen, was es heißt, zu geben.
Doch jedes unserer Verlangen, Eindrücke, Gedanken besteht unerlässlich aus einer Mischung von Bina und Malchut, von gebenden und empfangenden Verlangen. Ihre Trennung ist nur durch die Kraft des Lichts möglich, wenn ich quasi die eine hinsichtlich der anderen unterdrücke.
Sowohl in der rechten als auch in der linken Linie gibt es ebenfalls drei Linien. Wir sind nicht in der Lage, etwas Einzelnes in reiner Form herauszutrennen.
Das Zerbrechen hat sie durch das allerstärkste Licht für ewig miteinander verschmolzen. Es hat sie dermaßen tief ineinander gebracht, dass kein einziges Detail, kein einziges Teilchen übrig geblieben ist, in dem es diese zwei Elemente nicht gäbe.
Deshalb stellt die rechte Linie in Wirklichkeit die gebenden Kelim, die an den empfangenden arbeiten, dar, und in der linken Linie verbergen sich die gebenden Kelim unter den empfangenden. Wenn ich jedoch die mittlere Linie erlange, erhalte ich Kelim, in denen diese Eigenschaften miteinander kombiniert sind.
Das gegenseitige Durchdringen, das ich an die mittlere Linie anschließe, ist die Kraft des höheren Lichts, genauer gesagt, die Kraft des Schöpfers, der Schöpfungsgedanke, der das Zerbrechen vorherbestimmt und hervorgerufen hat. Auf diese Weise, indem ich anfange, die zwei Linien zu einer zu verbinden, nutze ich die Kraft des Schöpfers selbst.
Ich gedenke und beabsichtige genau Ihn zu enthüllen, die mittlere Linie verbindet mich mit Ihm, mit der Quelle des Zerbrechens. In ihr erkenne ich die Ursache des Zerbrechens und die Absicht des Schöpfers. Indem ich mich über die Natur erhebe, verschmelze ich mit Demjenigen, der über ihr existiert.
Demnach verbirgt sich der Schöpfer in der mittleren Linie, und ich berühre Ihn dank ihrer vereinenden Wirkung. Hier befindet sich der Treffpunkt zwischen der Schöpfung und dem Schöpfer.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 28.09.2010

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Womit fängt die Spiritualität an?

Eine beliebige spirituelle Suche wird dann erfolgreich, wenn ich sie mittels der Verbindung der zerbrochenen Kelim verwirkliche.
Wir befinden uns in dieser Welt, und über uns sind die Welten BEА, und höher  Malchut der Welt Azilut. Sie heißt „die Versammlung Israel“, der Ort der Vereinigung der Menschen, die direkt zum Schöpfer gerichtet sind.
Der Mensch soll aus dieser Welt zu den Welten BEА hinaufsteigen, wo das Zerbrechen stattfindet, und folglich zur Malchut der Welt Azilut, weil er sich wünscht, genauso wie früher mit anderen verbunden zu sein, und den Schöpfer in der allgemeinen Wechselbeziehung zu enthüllen.
Andersfalls ist es nicht unmöglich, die Bitte noch höher zu Seir Anpin und Bina zu erheben. Es gibt keine andere Möglichkeit für die geistige Arbeit.

Ich bin heute von der Spiritualität getrennt und habe keine Beziehung zu ihr. Denn ich habe noch keinen Wunsch gefunden, in dem man die Spiritualität enthüllen kann. Vor allem muss ich den richtigen Wunsch erlangen.
In der ganzen Realität gibt es nur das Material des Wunsches, und die darin eingekleidete Form. Der Wunsch kann materiell (d.h. egoistisch) und spirituell sein.
Das spirituelle Material ist das Geben, es wird in der Verbindung zwischen den Freunden offenbart – zwischen den Menschen, die den Funken der Bestrebung zum     haben.
Zuerst offenbaren sie untereinander das zerbrochene Material, den bösen Anfang, und dann korrigieren sie es mit der Kraft des Lichtes, die in den zerbrochenen Kelim, in der zerbrochenen Beziehung verborgen ist.
Alles beginnt damit, dass wir die Verbindung zwischen uns aufsuchen. Nur auf diesem Wege können wir zum spirituellen Material hinaufsteigen.
Dieses Material gibt es in der primären negativen Verbindung zwischen uns, im bösen Anfang, den wir enthüllen und korrigieren. Damit fängt der geistige Weg an.
Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 26.09.2010

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Wie vertieft man sich in das Buch Sohar

Der Sohar, Kapitel „Wajechi„, Punkt 376: Wo auch immer Segnungen gefordert werden, sollte der Schöpfer, Malchut, zuerst gesegnet werden. Und wenn der Schöpfer nicht zuerst gesegnet wird, dann werden die Segnungen nicht fortbestehen.

In den heiligen Büchern lesen wir über die spirituellen Zustände, die wir in der Zukunft empfinden werden. Wir empfinden jedoch noch nicht den Text, der in solcher Form von den Kabbalisten geschrieben wurde.

Aber es ist unmöglich, die Spiritualität anders zu beschreiben – man nimmt also die Worte aus der materiellen Welt. Denn in der Spiritualität gibt es eigentlich keine Worte. Wie kann man darüber erzählen? Wie kann man Erscheinungen erklären, die nicht in unserer Welt existieren?

Man muss aus unserer Welt etwas Ähnliches nehmen, und mit diesen Worten die Spiritualität beschreiben. Der Mensch, der sich nicht darin befindet, versteht auf keinen Fall,worum es sich „dort“ handelt, und liest einfach durch.

Wenn wir jedoch über die Spiritualität lesen, ohne sie zu empfinden, aber dennoch wünschen, das Gleiche zu fühlen, was die Kabbalisten enthüllt haben, und worüber sie in ihren Bücher schrieben – wie Rabbi Schimon mit den Schülern, die Autoren des Buchs Sohar, Baal HaSulam, der den Sohar mit seinen Kommentar ergänzt hat, wenn wir uns also wünschen, mit ihnen verbunden zu werden, damit ihr Begreifen und ihre Kraft auf uns einwirkt – dann entwickeln wir uns ebenso natürlich, wie das kleine Kind, das neben dem Erwachsenen aufwächst, und von ihm alles lernt, was nur möglich ist.

Deshalb sollen wir uns beim Lesen des Sohars in der Absicht den Autoren möglichst näher kommen. Und in der Spiritualität ist die Nähe durch die gleichen Eigenschaften gekennzeichnet, im Unterschied zur materiellen Wahrnehmung der Nähe oder der Weite. In der Spiritualität nähere ich mich jemandem, wenn ich seine Eigenschaften annehme und ihm ähnlich bin.

Die Eigenschaft der Sohar Autoren ist das Geben, und unsere das Empfangen. Wie können wir also einander näher kommen? Wenn ich mir vorstelle, dass ich mich unter Freunden befinde, und mich vor ihnen aufhebe, dann erreiche ich den Zustand, worin wir uns gemeinsam in einem Wunsch, uns zu verbinden, bemühen – und dadurch nähern wir uns also den Sohar Autoren, ihrem Zustand der Einigkeit, der auf uns folglich einwirkt.

Der Zustand selbst, in dem wir miteinander verbunden sind, mithilfe des Gebens, mit dem Besitzer der Eigenschaft des Gebens – mit den Sohar Autoren, mit dem Text, den sie schrieben – wirkt auf uns ein.

Und obwohl wir nicht verstehen, worüber sie uns erzählen, uns aber trotzdem wünschen, von den Weisen zu lernen, weil sie eben die Erfahrenen sind, – dann wirkt ihre ganze Kraft und das Begreifen, die sie in diese Bücher gelegt haben auf uns ein – und wir beginnen uns zu verändern. Es ist also unsere Arbeit – unter denselben natürlichen Bedingungen dieselben Etappen der Entwicklung durchzugehen. So kommen wir voran.

Man muss also beim Sohar Lesen nicht vergessen, wie man sich mit ihren Autoren verbinden kann. Dann wird uns der innere Sinn offenbart, wir werden uns in das Buch vertiefen können, wir werden folglich zu seinen Teilnehmer.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 24.09.2010

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Das hämische Fragezeichen

Derjenige, der seine Freunde geringschätzt, erhält von ihnen kein Verlangen und keine Wichtigkeit des Ziels. Es gibt kein Kli für einen Einzelnen.

Es ist so, als ob wir an einem Tisch sitzen würden. Dieser Tisch ist Malchut der Welt von Azilut (Shechina).

Das, was der Mensch auf den gemeinsamen Tisch legt, was er in die gemeinsame Verbindung investiert, wird er in der Spiritualität auch erlangen. Auf diese Weise muss er viele Handlungen vollbringen, bis sie sich angesammelt und enthüllt haben.

Wenn ich mich aber nicht am Leben der Gruppe beteilige, dann ist meine Kraft ihr entgegengesetzt. Letztendlich werde ich durch meine eigene Kraft (P1) und durch die gemeinsame Kraft (P2), die viel stärker ist, vom Tisch weggestoßen.

Ich werde einfach nach außen geworfen – weil ich die einzige Chance ignoriert habe, die mir zur Verfügung stand. Das ist äußerst unerwünscht.

Wie soll ich nun mit dieser Abstoßung fertig werden, bei der ich die Gruppe „abweise“ und die Gruppe mich „wegstößt“?

Deshalb wird mir durch das Wegstoßen gezeigt, welche Anstrengungen von mir hier und jetzt verlangt werden, damit ich mich festhalten kann.

Hier enthüllt sich das Böse, und wenn ich nach dem Fragezeichen wirklich zur Seite geworfen werde, dann ist das eine echte Abstoßung.

Wenn ich aber, nachdem ich die Frage gestellt habe, mich anstrenge und an den Tisch zurückkehre, verwandelt sich die Abstoßung in eine Einladung zur Einheit.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 22.09.2010

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Die gleichen zehn Sfirot sind überall

Wir studieren das Buch (sechs Bände mit über 2000 Seiten), das „Die Lehre der Zehn Sfirot“ heißt. Und die ganze Zeit studieren wir nur die zehn Sfirot – um mehrmals darüber zu lesen, zu vergessen und nochmal zu lesen, und nochmal zu vergessen.

Und jedes Mal studieren wir diese zehn Sfirot in einer neuer Form, da unsere Eigenschaften sich ständig ändern , aber – die zehn Sfirot bleiben die gleichen. Deshalb muss ich das jedes Mal studieren und jedes Mal falsch. Und jedes Mal muss ich das Gelernte vergessen.

Das spirituelle Gesetz der Seelenkorrektur spricht davon, dass die Nukwa jedes Mal in einen jungfräulichen Zustand zurückkehrt. Dann wächst sie, wird klein, dann gross, dann erwachsen, verbindet sich in einer Verschmelzung mit Seir Anpin, kehrt in den jungfräulichen Zustand zurück, um wieder für den neuen Zustand zu wachsen.

So gehen wir jede Etappe, jede Stufe, die die gleichen zehn Sfirot beinhaltet. Dann wird alles gelöscht; und auf der neuen Stufe studieren wir die gleichen zehn Sfirot, aber mit einem tieferen Verständnis und Gefühl, in engerer Verbindung.

So wechselt sie Stufe für Stufe, indem sie immer neue Beziehungen hinzufügt, aber es handelt sich immer um die Verbindung zwischen Malchut und den neun ersten Sfirot.

Aus einem Unterricht nach „Lehre der Zehn Sfirot“, 15.09.2010

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