Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Malchut'

Das Buch Sohar enthüllen: Wir sind schwarze Punkte in einem Meer von Licht

Das folgende Gespräch fand statt, als wir „das Vorwort zum Sulam Kommentar“ in der Täglichen Lektion lasen:

Ich bin ein schwarzer Punkt in einem Meer von Höherem Licht. Meine gesamte Existenz ist mit diesem Licht verbunden und ich messe mich daran.

Ich entdecke, dass Er Güte und Geben ist. Umgekehrt bin ich der Empfänger, der alles verschlingen und Ihn ausnutzen will. Ich lerne, dass unser beider Natur, das des Schöpfers und des Geschöpfes, polare Gegensätze sind. Und wenn ich mich mit Ihm vergleiche, dann merke ich, dass wir durch einen Abgrund getrennt sind, weil alles, was in Ihm existiert, in mir als gegensätzliche Form, wie ein Siegelabdruck existiert.

Und ich bin von Scham überwältigt! Er ist das Geben und ist voller Liebe, wohingegen ich nur empfange und voller Hass bin…

Diese Scham ist anders als alles andere, was ich jemals gefühlt habe und es ist das wahre Geschöpf. Noch nie war ich mir so tief bewusst. Ich fange an, Sein Geben für gut und mein Empfangen für böse zu halten.

Doch woher stammt diese Messskala? Im Licht gibt es diese nicht! Das ist das wahre Geschöpf. Es fühlt sich unabhängig und getrennt vom Geber und daher merkt es, dass es sich im Gegensatz zu Ihm befindet.

Das geht solange weiter, bis die Schöpfung dahing gelangt zu spüren, dass sie nicht länger in diesem Zustand verbleiben kann. Sie kann sich nicht länger rechtfertigen, sie vollzieht eine Einschränkung und stößt das Licht von sich.

Dies ist Malchut der Welt von Unendlichkeit, welche darunter leidet, dass sie nicht wie der Schöpfer sein kann – dass sie nicht so lieben kann, wie Er es tut. Darum bringt uns letztendlich die Entwicklung nach der Ersten Einschränkung (Zimzum Alef) zur Liebe – zur gleichen Eigenschaft, wie sie der Schöpfer für uns hat. Alles stammt aus der Handlung der Ersten Einschränkung und in dem Masse, dass die Entscheidung, eine Einschränkung zu vollziehen, das gesamte Universum antreibt und es zur letzten Korrektur führt.

Daher ist das Gefühl der Scham

der „Big Bang“, der Urknall, der das Universum ins Leben rief und seinen ganzen Weg hinunter in unsere Welt und zurück nach oben durchlief.

Die treibende Kraft dieser Entwicklung, die die Wirklichkeit dazu bringt, sich von oben nach unten und von unten nach oben zu entfalten, ist genau das Gefühl der Scham, das von Malchut in der Welt der Unendlichkeit empfunden wurde. Es gibt nichts anderes. Wie der Urknall, aus welchem das Universum geschaffen wurde und welches sich bis heute noch immerfort ausdehnt.

All dies passiert im Malchut der Welt der Unendlichkeit, welche alle vorangehenden Sfirot enthält.

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Wie man seine Zehn Sfirot bildet und sie dann mit dem Licht des Schöpfers füllt

Eine Frage, die ich erhielt: Im „Vorwort zum Sulam Kommentar“ wird ein System beschrieben, welches sich außerhalb des Menschen befindet. Wie kann ich mir nun dieses System in Bezug auf mich, und welches sich in mir befindet, vorstellen?

Meine Antwort: Es gibt keine Seele in meinem belebten Körper. Mein Körper enthält nicht die zehn Sfirot der Seele. Ich habe nur einen anfänglichen Punkt und muss die zehn Sfirot von dort aus bilden. Dieser Punkt stammt aus meinen egoistischen Wünschen. Wenn ich mich mit den anderen Punkten im Herzen verbinde, indem ich dazu meinen Egoismus benutze, dann gibt mir mein Ego das Material dazu, die Wünsche und die Verbindung zu den anderen Menschen, und dieses erschafft dann die Struktur der zehn Sfirot in mir.

Ich werde dann zum Punkt in Malchut, der zehnten Sefira, und meine ersten neun Sfirot bestehen dann aus meiner Einstellung den anderen Menschen gegenüber. Alle anderen Seelen, alles, was ich so vor mir sehe, die gesamte Welt und meine Umgebung sind meine neun Sfirot (Tet Rishonot). Wenn ich diese mit mir in Liebe verbinde, mit dem Verständnis, dass wir alle ein Ganzes sind, dann erhebe ich mich über meinen Egoismus, und wenn es mir gelingt, mich über Malchut zu erheben, um zu geben, dann werde ich all diese äußerlichen Eigenschaften des Gebens mit mir verbinden.

Dann wird meine Seele, der komplette Parzuf, geschaffen aus den zehn Sfirot in mir erscheinen. Und genau dann werde ich den Schöpfer enthüllen: innerhalb der Wünsche, die ich durch das Geben an andere erworben habe.

Alles um mich herum ist die Struktur meiner eigenen Seele. Doch nach dem Zerbruch der Seele und dem Absturz in den Egoismus begann ich, diese anderen Teile von mir auf egoistische Weise wieder zu wünschen, um alles zu empfangen, was sie haben. Und jetzt muss ich dahin zurück, ihnen zu geben. Ich muss sie mit mir durch Liebe vereinen und auf diese Weise das Licht meiner Seele enthüllen – in ihnen.

Ich kann niemals das Licht in mir selbst enthüllen, in Malchut, weil die Erste Einschränkung (Zimzum Alef) nicht widerrufen werden kann. Darum hängt alles davon ab, dass ich aus mir heraustrete und mich mit den anderen Seelen verbinde, indem ich ihre Wünsche als meine eigenen spüre. Innerhalb dieses gemeinsamen Verlangens werde ich den Schöpfer enthüllen.

(Aus dem 3. Teil des täglichen Kabbala Unterrichts über das „Vorwort zum Sulam Kommentar“).

Warum die Welt korrigieren? (Fortgeschritten)

Drei Fragen, die ich über die Korrektur der Welt erhielt:

Frage: Manchmal haben auch begeisterte Anhänger der Kabbala und Studenten von Bnei Baruch einfache, aber grundlegende Fragen, die notwendig für die weitere Entwicklung und das Verständnis sind. Meine Frage lautet: Es heißt, dass wir mit Hilfe der Weisheit der Kabbala die Welt korrigieren können. Aber warum sollten wir diese Welt überhaupt korrigieren?

Meine Antwort: Weil die Welt nicht unabhängig oder außerhalb von Ihnen existiert, sondern nur in Ihrem Inneren, und ihre Existenz hängt von Ihren Eigenschaften ab. Indem Sie folglich die Welt korrigieren, korrigieren Sie Ihre Eigenschaften.

Frage: Die Korrektur kann nur durch die Menschen in der Welt herbeigeführt werde, in denen bereits der Punkt im Herzen erwacht ist, auch wenn diese selbst noch nicht korrigiert sind. Stimmt es, dass Menschen mit einem Punkt im Herzen die Korrektur erlangen werden und vom Schöpfer die Eigenschaft von Bina, was die Eigenschaft des Gebens im Bezug auf die ganze Welt ist, erhalten werden, einschließlich der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufen? Die Welt andererseits hat die Eigenschaft von Malchut, das Empfangen, und kann sich nicht selbst korrigieren. Somit können nur die Menschen mit der Eigenschaft von Bina, jene mit dem Punkt im Herzen, die Korrektur der Welt bewirken – Bnei Baruch.

Meine Antwort: Da liegen Sie absolut richtig!

Frage: Gibt es eine kritische Masse an Studenten der Kabbala, die erreicht werden muss, um für eine positive Veränderung in der Welt zu sorgen?

Meine Antwort: Du bist die kritische Masse!

 

Verwandtes Material:
Blog-post: Wir erheben das gesamte Universum bis zum Schöpfer!

Kabbala erklärt warum wohlhabendere Mütter mehr Söhne haben


In den Nachrichten (aus MailOnline): „Warum wohlhabendere Mütter mehr Söhne und ärmere Frauen Mädchen zu erwarten haben“ – Vermögende Mütter neigen dazu, mehr Söhne zu haben, während Frauen, die knapp bei Kasse sind, mehr Töchter hervorbringen, behauptet eine Studie. Gemäß der Evolutionstheorie, wenn gute Bedingungen herrschen und die Babies eher gesund sein werden, ist die beste Gelegenheit für eine Mutter, um die Gene an die nächste Generation weiterzugeben, wenn sie einen Jungen hat.

Mein Kommentar: Das ist durch die spirituelle Wurzel vorherbestimmt, wo Seir Anpin, oder der männliche Teil der Schöpfung, die Quelle des Lichts für den weiblichen Teil, seine Malchut, ist. Und sie erwartet Erfüllung von ihm.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Über die Männer und Frauen in unserem Inneren
Blog-post: Ein Gespräch über Schwangerschaft und Geburt
Artikel: Die Welt der Unendlichkeit

Der Name des Schöpfers bedeutet “Komm und siehe” (Fortgeschritten)


Der Schöpfer ist die Eigenschaft des Gebens, die sich im korrigierten Verlangen des Menschen offenbart, in seiner Absicht zu geben. Wir haben nur eine Aufgabe und die ist, diese Absicht in der Verbindung unter uns zu entwickeln.

Auf Hebräisch heißt der Schöpfer „Boreh“, was aus den Worten Bo – „komm“ – und Reh – „siehe“ – zusammengesetzt ist. Was bedeutet das nun? „Kommen“ bedeutet, dass man sein Verlangen von Empfangen zu Geben umwandelt. Dann wird das Verlangen zu geben, das man erlangt hat (oder das Verlangen zu geben, um zu geben, Galgalta we Ejnaim) und zu lieben (empfangen um zu geben, ACHaP) unsere Erlangung und Enthüllung des Schöpfers.

Um es anders zu sagen, ist der Schöpfer die Kraft, die uns miteinander verbindet. Darum ist es die Verbindung unter uns, die den Schöpfer unter uns enthüllt. Wenn wir uns in gegenseitiger Liebe verbinden, dann werden wir die Kraft des Gebens in uns spüren. Dies ist die Kraft des Schöpfers, die unter uns enthüllt wird.

Der Schöpfer ist die Kraft, die uns miteinander verbindet. Das Höhere Licht hat uns mit der Kraft versehen, uns gegenseitig zu geben und dadurch und durch das Kennenlernen der Höheren Kraft, erreichen wir den Schöpfer. Wie geschieht das?

Indem wir uns gegenseitig geben, erreichen wir die Eigenschaft des Gebens und dadurch die Quelle der gebenden Kraft, weil sie ihren höheren Ursprung enthält, Keter. So wird in uns oder in unserem Verlangen der Schöpfer enthüllt. Er enthüllt sich im oberen Teil des Kli, und diese Enthüllung wird daher „eine Enthüllung von oben“ genannt. Diese Enthüllung geschieht in Keter in Verbindung zum unteren Teil des Kli, Malchut.

Aus diesem Grund nennen die Kabbalisten Ihn
Bo-reh„, „Komm und sieh“. Wenn jemand von unten nach oben mithilfe des Reflektierten Lichtes aufsteigt, so steigt man auch aus seiner Natur heraus – „dem Willen zu empfangen“ zur Natur des Schöpfers – „dem Willen zu geben“. Dann erhält man die vollständigen Zehn Sfirot des Direkten Lichtes. Man erhält sowohl die Einstellung des Schöpfers zu Ihm sowie den Schöpfer selbst – die Wurzel von allem.

Es stellt sich heraus, dass es neben der eigenen Seele (die aus Zehn Sfirot besteht), nichts weiter zu enthüllen gibt. Nur dies wurde erschaffen und man spürt den Schöpfer innerhalb dieser Schöpfung.

Verwandtes Material:
Blog-Post: Über Leben, Tod und die Seele
Blog-Post: Unsere einzige Wahl ist es, die richtige Umgebung zu wählen
 

Wir zahlen Maaser, wenn wir anfangen, spirituelle Entwicklung zu ersehnen

Fragen, die ich über Maaser erhielt:

Frage: Ist es möglich, den Machsom zu überschreiten, ohne Maaser zu zahlen?

Meine Antwort: Nein.

Frage: Korrigieren wir uns während der Anfangszeit des Studiums, wenn wir den Maaser nicht beisteuern?

Meine Antwort: Ja, aber nur in Ihrer ersten Vorbereitungsphase. Kabbalisten haben nie Studenten angenommen, die es ablehnten, diese Bedingung zu befolgen. Egal wie sehr sich ein Mensch bemüht, Malchut, die zehnte Sfira, wird nur korrigiert, wenn ein Mensch an andere ein Zehntel von dem abgibt, was ihm gehört.

Frage: Müssen neue Studenten, die in ihrem ersten Studienjahr sind, ebenfalls den Maaser geben? Wann soll jemand anfangen, Maaser zu zahlen?

Meine Antwort: Jemand soll mit dem Maaserzahlen beginnen, wenn er anfängt zu verstehen, dass er sich nach spiritueller Entwicklung sehnt. Ein Mensch wird nicht vorankommen, ohne sich anzustrengen. Maaser ist der zehnte Teil des Verlangens, das nur auf die Weise korrigiert werden kann, indem es weggegeben wird.

Frage: Ich habe eine Frage den Maaser betreffend. Ich bin ein 13-jähriger Junge, der in Ihrem Zentrum Kabbala studiert. Ich verdiene noch kein Geld und ich kann meine Mutter nicht bitten, den Maaser zu zahlen, weil sie nicht die Kabbala studiert. Außerdem hat sie keine Arbeit. Was ist die Lösung für jemanden, der keinen Maaser zahlen kann? Ich unterstütze das Zentrum durch Verbreitungsarbeit, aber das Problem ist, dass ich keinen Maaser zahlen kann, weil ich es mir nicht leisten kann.

Meine Antwort: Nur jemand mit eigenem persönlichen Einkommen ist verpflichtet, Maaser zu zahlen. Wer kein persönliches Einkommen hat, hat kein Recht ihn zu zahlen.

Frage: Wenn ich 10% von meinem Einkommen für die Verbreitung der Kabbala abgebe, werde ich hungern?

Meine Antwort: Nun, haben Sie es jemals wirklich versucht?

Frage: Kann jemand ohne Finanzmittel Kabbala studieren?

Meine Antwort: Das Studium der Kabbala ist nicht von irgendwelchen finanziellen Investitionen abhängig. Unser gesamtes Studienmaterial steht auf unserer Webseite jedem kostenlos zur Verfügung.

Verwandtes Material:
Blog-post: Maaser ist ein Gesetz der Natur
Blog-post: So berechnet man den Maaser!
Blog-post: Wessen Geld unterstüzt die Existens der Kabbala Akademie?
Über Maaser

„Es gibt wahrscheinlich keinen Gott“, behauptet eine neue britische Anzeigenkampagne


In den Nachrichten (von BBC News): „Eine atheistische Anzeigenkampagne wurde auf Bussen quer durch Britannien gestartet“. Die Sponsoren der Kampagne waren außer sich über die maßlose religiöse Propaganda. Ihr Slogan lautet: „Es gibt wahrscheinlich keinen Gott. Hört auf, euch Sorgen zu machen, und genießt euer Leben!“
Mein Kommentar: Es gab eine Zeit, da beruhigte die Religion die Menschen, indem sie ihnen psychologisches Wohlgefühl, Sicherheit und Hoffnung gab. Aber seit langem schon beutet die Religion die Menschen aus statt sie zu unterstützen. Der bürokratische Apparat, den sie geschaffen hat, geht sogar noch weiter.
Das Bestreben, das Denken ihrer Mitglieder zu beherrschen, definiert die heutige Religion. Sie ist ein politischer Machtfaktor. Es spielt keine Rolle, ob es einen Gott gibt oder nicht. Befreit zu sein vom Zwang psychologisch-religiöser Gehirnwäsche, ist bereits ein Weg zu innerem Frieden.
Die Kabbala sagt, dass es keine kommende Welt gibt (oder ein „Jenseits“, das nach unserem physischen Tod auf uns wartet). Es gibt nur das, was wir in dieser Welt enthüllen. Das, was man über die fünf physischen Sinne hinaus erreicht und enthüllt hat, wird man als Bewußtsein behalten – auch wenn der Körper mit seinen fünf Sinnen stirbt. Diese Wahrnehmung wird für immer bleiben, weil Geben und Liebe über dem Egoismus stehen und einen Menschen über Zeit, Raum und Bewegung hinausheben.
Die Stufen, die ein Mensch in diesem Universum erreichen kann, sind folgende:

Olam haSe – „Diese Welt“, die innerhalb des Egoismus wahrgenommen wird, auch Stufe von Malchut genannt.

Olam haBah – „Die kommende Welt“, in der Kabbala bekannt als die Stufe von Abba we Ima der Welt Azilut.“ Ein Kabbalist erreicht diese Stufe während seines Lebens. Und wer sie nicht erreicht, muss wiedergeboren werden.

Le Atid Lawo – „In der kommenden Zukunft“ ist die Stufe von Arich Anpin der Welt von Azilut. Sie sollte ebenfalls während dieses Lebens erreicht werden.

Gmar Tikun – „Das Ende der Korrektur“ (des Egoismus). Hier erreicht der Mensch „die Welt der Unendlichkeit“, in der alles unendlich korrigiert ist.

Verwandtes Material:
Blog-post: Ist Atheismus mit der Kabbala vereinbar?
Artikel: Erkenntnis der Einheit der Schöpfung

Die Bedeutung spiritueller und physischer Tränen


Ich erhielt folgende Fragen über Tränen und Weinen:

Frage: Ich habe nicht gesehen, dass Sie jemals eine Frage über Tränen in diesem Blog beantwortet haben. Was ist die spirituelle Wurzel dieses Phänomens?

Meine Antwort: In der Spiritualität sind Tränen der Ausdruck einer passiven Teilnahme an der Korrektur. Sie sind ein Zeichen dafür, dass ein Mensch (ein Parzuf oder eine Seele) spirituell schwach ist und sich im Zustand Katnut befindet. Das ist eine kleine Stufe, auf der man einen kleinen Schirm hat. Das heißt, ein Schirm der einen nur vor dem Egoismus beschützt, aber jemanden nicht befähigt, direkt mit dem Egoismus zu arbeiten, um zu schenken.

Es steht geschrieben, dass der Schöpfer Tränen in den Großen Ozean weinte, weil Er die Korrektur eines Menschen nicht selbst machen kann (siehe Kapitel „Die Vision des Rabbi Chiya“ im Buch Sohar). Ein Mensch muss die Korrektur wollen, aber er will sie nicht. Und dies schmerzt den Schöpfer mehr als den Menschen und er weint Tränen (Licht) in den Großen Ozean (das Verlangen, das er schuf), und aufgrund dessen wird der stärkste Teil des Verlangens (Malchut de Malchut) korrigiert.

Frage: Wenn wir weinen, weinen wir dann für uns selbst?

Meine Antwort: Unsere Tränen sind die Art des Egos sich selbst auszudrücken, wenn es etwas das es will, nicht haben kann oder wenn es „Mitleid“ für irgendjemand anderen empfindet, was bedeutet, dass wir selbst uns in der Situation eines anderen vorstellen und Angst haben, dass uns das gleiche passiert.

Frage: Weisen solche Tränen auf die Nähe zum Schöpfer hin?

Meine Antwort: Niemals!

Frage: Warum fühlt man sich dann „leichter“ nach dem Weinen?

Meine Antwort: Weil der tierische Organismus nach diesem nervlichen Stress physiologisch entspannter wird.

Verwandtes Material:
Blog-post: Was ist ein wahres Gebet?
Blog-post: Der Kreislauf von Abstiegen und Aufstiegen und die Korrektur des Maaser (fortgeschritten)
Blog-post: Scham bringt uns dem Schöpfer näher


Die Welt, die wir wahrnehmen, ist wie ein Kinofilm


Eine Frage, die ich erhielt: Verliere ich den Siwug de Haka’a, den Kabbalisten an einem Kongress erleben oder wenn sie Live-Sendungen anschauen, wenn ich mir aufgezeichnete Kongress-Unterrichte anschaue?

Meine Antwort: Du verlierst nichts, denn alles was wir wahrnehmen existiert ähnlich wie die Einzelbilder eines Films und wir rufen diese einzelnen Bilder ab und lassen sie nochmals abspielen. Entweder fanden diese Einzelbilder schon statt und wir enthüllen sie nur – jedes in seiner eigenen Zeit – oder wir enthüllen sie zum ersten Mal, z.B., wenn wir zu einem Kongress zusammenkommen.

All das existiert jedoch bereits in Malchut und wir rufen lediglich durch unsere positiven Anstrengungen in uns die Projektion der Einzelbilder hervor.

Wenn wir selbst diese Einzelbilder erwecken, dann empfinden wir sie positiv, weil unser Egoismus zu unserem Nutzen und in einer angenehmen Weise mit dem Schöpfer zusammenarbeitet. Wenn wir jedoch die Einzelbilder dieses Films nicht abrufen, werden sie mit Nachdruck projiziert und zwingen uns zu handeln – sogar auf unangenehme Weise.

Ruf die Einzelbilder daher selbst ab und nimm teil sowohl an dem, was bereits enthüllt ist, als auch an dem, was wir noch immer zu enthüllen haben!

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Wirklichkeit ist imaginär
Blog-post: Das Internet ist einfach ein Schritt in die Richtung, unsere wahre Verbindung…
Blog-post: Virtuelle Kabbala

Wir erheben das gesamte Universum bis zum Schöpfer!

Eine Frage, die ich erhielt: Durch die Verbreitung der Kabbala stiegst Du spirituell auf und ermöglichtest Rabash, noch höher aufzusteigen. Deshalb tat Rabash während seines Lebens alles, um sicherzustellen, dass Du damit fortfahren würdest, die Kabbala zu verbreiten, wenn er einmal gegangen ist – dies war der Zweck seines Lebens. Vor seinem Tode beauftragte Rabash Dich, die Verbreitung der Kabbala fortzuführen. Spielt Deine heutige Verbreitung der Kabbala irgendeine Rolle im Leben Rabashs nach seinem Tode?

Meine Antwort: Alle Seelen sind vollständig untereinander verbunden. Selbst in unserer Welt enthüllen Studien schon, dass jeder einzelne von uns jeden anderen zu einem Sechstel kennt. Baal HaSulam erklärt, dass alle Seelen in unserer Welt über einen Zeitraum von 6.000 Jahren in Form eines Parzuf korrigiert wird.

  • Zuerst, während der ersten 2.000 Jahre, wurde die Welt, die gemeinsame Seele, Kelim Chabad, durch das Licht von Nefesch korrigiert;
  • Als Nächstes, während der zweiten 2.000 Jahre, wurde die Welt, die gemeinsame Seele, Kelim Hagat, durch das Licht von Ruach korrigiert;
  • Als letztes, während der letzten 2.000 Jahre (und wir leben am Ende dieser Periode), wurde die Welt, die gemeinsame Seele, Kelim NHY, durch das Licht von Neschama korrigiert.

Indem wir uns selbst korrigieren, empfangen wir das geringste Licht – Nefesch, jedoch durch die Korrektur in den ersten Seelen (den Vorvätern, den großen Kabbalisten der Vergangenheit) enthüllen unsere Korrekturen das größte Licht – Neschama. Die Kabbalisten der Vergangenheit stellten alle Voraussetzungen für unsere Korrektur bereit, doch wir sind es, die die zerbrochenen (ohne einen Schirm, der Absicht „um zu Schenken“) und vermischten (Bina und Malchut) Kelim (Verlangen) korrigieren. Daher sind wir und unsere Handlungen im Prozess der Entwicklung der Schöpfung die Wichtigsten. Wir erheben das gesamte Universum bis zum Schöpfer!

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