Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Der Schöpfer ist Zeuge unseres Bundes

Weltweiter WE! Kongress, New Jersey, 2. Lektion

Frage: Wie kann ich begreifen, dass ich meinen Freund liebe?

Meine Frage: Das geschieht, wenn ich vollkommen aufhöre, den Körper meines Freundes zu sehen, und spüre, dass unsere Gefühle (Herzen) und unser Verstand miteinander verbunden sind.

Am Anfang stellst du dir diese Verbindung nur vor, doch später geschieht das wirklich außerhalb von Körpern. Und in dieser Verbindung beginnen wir, die Anwesenheit des Schöpfers zu spüren.

Wenn du dich im Verstand und im Herzen mit dem Freund verbinden kannst und der Schöpfer sich zwischen euch befindet, dann wird dieser Zustand als Liebe zu ihm bezeichnet. Eine Bedingung kann ohne die andere nicht erfüllt werden – alle drei Komponenten müssen miteinander verbunden sein. Der Schöpfer wird zwischen uns enthüllt, als Zeuge dessen, dass wir tatsächlich miteinander verbunden sind.

Auszug aus der 2. Lektion des WE! Kongresses in New Jersey, 01.04.2011

Was verursacht einem Kabbalisten Leid?

Ein Kabbalist leidet, wenn er sieht, dass die Welt dem Fortschritt in Richtung Einheit, Enthüllung des Schöpfers und perfektes Leben hinterher hinkt. Wir sind in der Lage, es zu schaffen, wir haben alle Voraussetzungen dafür, aber wir ignorieren diese Möglichkeit. Daher verursachen wir diverse Probleme für uns und bringen dem Schöpfer Leid.

Ein Kabbalist leidet darunter am meisten, weil er die Enthüllung des Schöpfers erreicht hat. In Bezug auf die Welt verhält er sich wie eine Mutter gegenüber ihren Kindern. Die ganze Welt sind seine Kelim, Teile seiner Seele. Solange diese unkorrigiert sind, leidet der Kabbalist mehr als die Welt selbst.

Jeder Mensch spürt seinen eigenen Egoismus und leidet, weil sein Kli (Gefäß, Verlangen) leer ist. Ein Kabbalist jedoch schließt alle ein. Er möchte allen mit Liebe begegnen und sie mit Gutem erfüllen. Die Menschen wollen dies jedoch nicht; sie wollen sich nicht vereinigen und ihren Egoismus nicht einmal ein wenig annullieren, um ein großes Verlangen (Kli) zu erschaffen, welches durch das Licht der Unendlichkeit erfüllt werden könnte.

Ein Kabbalist kann die Welt nicht korrigieren; er kann nur darunter leiden und muss warten, bis die Menschen ein wenig bereiter für das spirituelle Vorankommen sind. Am meisten leidet er gewiss wegen seiner Schüler, da deren Leid direkt auf das Ziel ausgerichtet ist. Er kann sie aber nicht künstlich entwickeln, da er ihnen damit schaden und sie in ihrer Entwicklung behindern würde. Daher spricht er zu ihnen auf ihrer momentanen Stufe.

Wir studieren die authentischen Quellen und unsere Verbindung zu diesen Quellen bestimmt, wie sehr wir von ihnen empfangen können. Das ist es genau, was ich enthülle, und nicht, was ich in meinem Verlangen verstehe. Ich arbeite mit dem kollektiven Wunsch, welcher entsteht, um von allen offenbart zu werden.

Das unüberbrückbare Zerwürfnis zwischen dem Schöpfer und dem Pharao in mir

Frage: Wie können wir vor dem Kongress über alle Streitigkeiten in der Gruppe hinwegkommen?

Meine Antwort: Wenn man sich auf den Kongress vorbereitet, sollte man erkennen, wie all diese Konflikte uns als „Hilfe gegen Ihn“ gegeben wurden, so wie der Pharao sich erhebt und fragt: „Wer ist dieser Schöpfer für mich, damit ich auf Seine Stimme achte?“

Der Schöpfer sagt dir, dich mit den Freunden zu vereinigen, während der Pharao sagt, du sollst dich trennen! Der Schöpfer sagt: „Gib nach!“ während der Pharao sagt: „Nein, du hast über sie zu herrschen mit einer eisernen Hand!“ Der Schöpfer sagt: „Arbeite freudig“, während der Pharao sagt: „Nein, du wirst niedergeschlagen und mir gegenüber versklavt arbeiten.“

Diese beiden Kräfte streiten in einem Menschen, wenn er zu den „zehn Ägyptischen Plagen“ gelangt, bis er unterscheidet, welche von ihnen Recht hat. Ich muss verstehen, dass ich bestimme, welche von ihnen die Oberhand gewinnt und regiert – der Schöpfer oder der Pharao! Alles hängt von mir ab.

Das ist der am meisten ausschlaggebende Punkt, und ich stehe in der Mitte zwischen diesen beiden Teilen der Wirklichkeit: dem positiven und dem scheinbar negativen, welche für mich in dieser Form bereitgestellt wurden, um mir die Freiheit der Wahl zu geben. Ich muss mich entscheiden, ob ich die Macht des Schenkens, der Liebe, die Freiheit vom Egoismus haben will und über ihn hinaufsteige, um Kraft zu erlangen.

Ich bin bereit die Schläge einzustecken, welche vom Pharao und vom egoistischen Ägypten kommen, und ich bin zufrieden mit ihnen. Lass mich den Schlag treffen, denn er trifft meinen Egoismus und ist mir dabei behilflich, mich von ihm zu befreien, um mich über ihn zu erheben und mich nicht mehr länger in ihm zu befinden. Nach diesen Schlägen komme ich bereits aus Ägypten heraus und bin nicht mehr länger versklavt in ihm.

Dennoch, ein Mensch sollte nicht alleine an sich selbst arbeiten, sondern in Beziehung zur Umgebung, der Gruppe. Er sollte nicht irgendwelche inneren Eigenschaften korrigieren, sondern seine Haltung gegenüber den Anderen. Die wichtigste Sache ist hier, nicht verwirrt zu werden und nicht die Richtung der Bemühungen zu wechseln.

Aus dem 1.Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes vom 22/03/2011, Vorbereitung auf den WE! Kongress

Alles hängt von der richtigen Vorbereitung ab!

Eine spirituelle Handlung hängt voll und ganz von der Vorbereitung ab. Denn die Handlung selbst ist bereits vorherbestimmt und muss sich unbedingt ereignen. Nichts kann sich in dem gesamten Programm von Anfang und bis zum Ende der Schöpfung ändern, alle dessen Etappen sind bereits eindeutig bestimmt.

In einen Teil dieses Programms kann der Mensch eingreifen, nur um dessen Geschwindigkeit zu verändern. Es gibt jedoch einen Teil, in dem er den Charakter des dort ablaufenden Programms ändern kann, das heißt, er kann bestimmen, wie er seine Entwicklung wahrnehmen wird.

Durch diesen Teil des Programms bestimmt er seine Unabhängigkeit und hat die Möglichkeit, sich auszudrücken. Auf diese Weise steigt er als selbständige Persönlichkeit auf, die die Macht hat, ganzheitlich ist, das ganze Programm der Schöpfung begreift und erkennt und die nur zu diesem Zweck erschaffen wurde.

Aus diesem Grund verändert die Vorbereitung auf die bevorstehende Handlung deren Charakter von Anfang bis zum Ende. Alles hängt von der Vorbereitung ab, und deshalb messen wir ihr eine derart große Bedeutung bei.

Und jetzt, vor dem Kongress in New Jersey, in einer für die ganze Welt dermaßen besonderen Zeit, ist es äußerst wichtig, dass unsere Vorbereitung richtig ist und später gute Früchte unserer Vereinigung auf dem Kongress trägt.

Sollen aus diesem Ort bei New York, aus dem Zentrum von ganz Amerika, starke Wellen ausgehen, wie eine gute Tsunami-Welle, die die Welt mit der Liebe und der Kraft des Gebens umspült. Damit die Menschen beginnen zu verstehen, wie sie sich einander gegenüber an der Schwelle zu einer neuen Welt und jenen Veränderungen, die wir laut dem Programm der Natur durchlaufen müssen, verhalten sollen.

Soll es der Welt helfen, diese Veränderungen sanft, schnell und auf gutem Wege zu durchlaufen, indem sie sich darauf vorbereitet und erkennt, was geschieht, – und nicht wie Tiere, die von der Geschichte vorwärts gepeitscht werden und nicht begreifen, was sie tun sollen.

Deshalb hängt alles von unserer Vorbereitung auf den Kongress ab, um mit dessen Hilfe die Welt auf die Veränderungen vorzubereiten, die sie auf jeden Fall durchlaufen muss. Doch indem sich die Welt gut darauf vorbereitet, wird sie sie richtig aufnehmen und erkennen können, dass sie zum Guten führen.

In diesen zehn Tagen, in den letzten Stunden vor dem Kongress steht uns eine große Arbeit bevor. Jeder Augenblick muss als Vorbereitung auf ein unglaublich wichtiges Ereignis betrachtet werden, und wir müssen klären, wie wir sie durchlaufen wollen, um das erwartete Resultat sowohl für uns selbst als auch für die ganze Welt zu erzielen.

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Die Vorbereitung auf den Kongress in New Jersey“, 22.03.2011

Warum die Seelen wie Zahnräder verbunden sind

Mit der Zweiten Einschränkung (Zimzum Bet) beginnend und weiter werden sprituelle Objekte (Parzufim) nicht wie in der Welt Adam Kadmon geboren, eines unter dem anderen. Da jedes von ihnen jetzt ein Tieferes einbindet, das nicht genutzt werden kann, die AHP (Awzen, Hotem, Peh); dieser Teil steigt zur tieferen spirituellen Stufe herab.

Mit anderen Worten, das Parzuf arbeitet mit seinem Galgalta ve Eynaim (GE) (dem oberen Teil), während sich sein AHP im GE des unteren Parzuf eingliedert. Somit gliedern sich die AHP des letzteren in den GE eines gar niedrigeren Parzuf ein und so weiter.

Es folgt, dass der obere Teil eines jeden Parzuf in den unteren Teil des höheren Parzuf gekleidet ist, während sein unteres Teil in den oberen Teil des tieferen Parzuf herabsteigt. Wo ist der Parzuf selbst unabhängig von dem höheren oder unteren Teil? Er besitzt nichts Eigenes!

Auf diese Weise werden die Seelen wie Zahnräder verbunden, es ist genau dasselbe Prinzip. Du bist nicht frei von einer Verbindung mit irgendjemand. Du bist anfänglich in einer solchen Anlage erschaffen, einem solch inneren Aufbau von Malchut der ganzheitlichen Seele, in dem kein Teil existiert, das nicht mit all den anderen verbunden ist.

Jedes Verlangen auf allen Ebenen von Awiut (Grobheit) ist mit dem Rest verbunden, jeder ist mit jedem anderen verbunden, und niemand besitzt irgendein freies Teil, nicht einmal ein Grad von Freiheit. Das Höhere sagt mir immer, was zu tun ist, während das Untere festlegt, wie ich das höhere bedienen soll. Folglich ist jeder von uns wie mit einer Leine an beiden Seiten angebunden, und es ist unmöglich, eine einzige, unabhängige Bewegung zu machen.

Wie können wir uns dann losreißen und die Freiheit der Wahl bekommen?! Wenn du beginnst, anstelle all dieser Handschellen die Ketten der Liebe zu erfahren, die Seile der wechselseitigen Mitverantwortlichkeit, wirst du von diesem „Engegefühl“ geheilt werden, dem Gefühl, du seist straff gefesselt und lebendig in einem System begraben, in dem du keine unabhängigen Gedanken oder Verlangen besitzt, kein individuelles „Selbst“.
Die Freiheit kann nur mit Liebe erkauft werden.

Um der Liebe willen will ich selbst danach verlangen, ihnen allen zu dienen und diese Verbindung willkommen zu heissen. Diese Fessel wird für mich wünschenswert sein! Und so werde ich Freiheit erlangen, die reine Luft, und das ganze System wird mir gehören: Ich werde der Schöpfer in Beziehung zu diesem System sein.
Diese übernatürliche Eigenschaft durchdringt uns nach dem Zimzum Bet, wenn Malchut den Funken von Bina empfängt, dank dem es eine Gelegenheit bekommt, sich mit den anderen durch Schenken zu verbinden.

Unterricht aus dem 3.Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes vom 08/03/2011, Talmud Eser Sefirot

Keine weiteren Schläge

Frage: Wir wurden für das Empfangen des Guten und der Freude gemacht. Warum müssen wir dann den Schmerz anderer fühlen? Denn wenn ich den Schmerz der ganzen Menschheit spüre, werde ich einen Schlag bekommen.

Meine Antwort: Glaubst du, dass eine Mutter nicht den Schmerz ihres Kindes kennen möchte, um zu lernen, was mit ihm oder ihr nicht stimmt? Liebe lässt sie fühlen, was ihrem Kind fehlt.

Und letztlich ist jeder Mangel Schmerz. Ich kann Schmerz empfinden, weil ich kein Leben habe oder nur, weil ich ein paar Süßigkeiten haben will. Wenn du liebst, möchtest du auf die eine oder andere Weise wissen, was dem, den du liebst, fehlt, sodass du es ihm oder ihr geben kannst und genießen, dies zu tun.

Offensichtlich sprechen wir nicht über Katastrophen, das Miterleben, wofür wir sicher einen Schlag verdienen.
Stell dir folgendes vor: Tausende deiner Sprösslinge sind tot und hunderttausende sind in Not. Du wärst nicht fähig, das zu ertragen. Und deshalb wird uns diese Art des Einfühlungsvermögens allmählich enthüllt.

Obwohl es im Moment unmöglich ist, das zu erklären, wenn du sie jetzt wirklich lieben könntest ist es in Wahrheit so, dass du sehen könntest, dass es ihnen allen gut geht. Wenn du die Liebe gefunden hast, wirst du die Wahrnehmung der Wirklichkeit entsprechend deiner neuen spirituellen Verlangen umwandeln.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 18.03.2011, über die Prinzipien globaler Erziehung

Wenn die Gerechten sich vereinen

Sobald sich die Gerechten (jene, die den Schöpfer rechtfertigen wollen) vereinen, verstärkt sich der gegenseitige Hass (Egoismus), der Kämpfe und Zwietracht verursacht.
– Das Buch, Noam Elimelech

Wenn zehn aus Israel (die zum Schöpfer streben) sich vereinen, um die Eigenschaft der Liebe und des Gebens zu erlangen, wird die Eigenschaft der Liebe und des Gebens durch die Kraft ihrer Einheit auf die Welt gezogen.
Yehudah Aryeh Leib Alter, Die Sprache der Wahrheit

Was fordert die Natur von uns?

Frage: In unserer Welt gibt es viele Arten von Vereinigung. Welche Vereinigung fordert die Natur von uns?

Antwort: Die Natur fordert von uns, als ein Mann mit einem Herzen vereint zu sein, ein ganzes, globales, integrales Sytem, genau wie die Natur selbst.

Sie möchte, dass wir einander fühlen, die Bedürfnisse eines jeden in Gedanken und Verlangen fühlen und jeden mit dem versorgen was er oder sie möchte oder was ihnen fehlt. Sie möchte, dass wir jeden in kollektiver Einheit unterstützen.

Das wirft viele Fragen auf, doch letztlich ist es das, was die Natur von uns fordert. Die Natur möchte, dass wir ihr gleichen: eins sind. Schließlich ist sie selbst ein vereintes System.

In diesem System sollen wir kein Teil sein, der alle anderen stört, der aus der allgemeinen Perfektion heraus fällt und mit seiner Verdorbenheit auffällt. Wir sollen kein Krebsgeschwür sein, dass einen bei lebendigem Leibe auffrisst oder eine gebrochene Vorrichtung, die den Motor dazu bringt, abzuschalten oder zur Überhitzung führt. Wir müssen uns selbst in Übereinstimmung mit der Natur bringen, sodass wir uns in gleicher Geschwindigkeit mit ihr korrigieren können.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 16.03.2011, über die Prinzipien globaler Erziehung

Verliert nicht euch selbst, wenn ihr in den Anderen aufgeht!

Frage: Der Sohar erklärt, dass das Zerbrechen obligatorisch für die Erreichung der Einheit ist. Müssen wir auf dem bevorstehenden Kongress in New Jersey der Enthüllung des Zerbrechens zwischen uns entgegensehen oder haben wir bereits genug enthüllt, und es ist an der Zeit, die Einheit zu erlangen?

Meine Antwort: Während des letzten internationalen Kongress in Israel haben wir das Zerbrechen zwischen uns, die Entfernung voneinander ein wenig „gekostet“. Das hatte eine ziemlich starke Wirkung gehabt, die Menschen haben gespürt, dass sie nicht in der Lage sind, sich zu verbinden: „Nur nicht das!“

Diese Empfindung muss uns zum Gebet führen, zu einer solchen Handlung, dass wir darum bitten, uns über diese Trennung erheben zu können. Wir sind nicht in der Lage, sie zu korrigieren – also soll das Licht kommen und korrigieren, wir müssen uns über die Abstoßung erheben, wie geschrieben steht: „Die Liebe wird alle Vergehen bedecken“.

Deshalb empfindet mitunter jeder von uns, während er versucht, sich auf solchen Kongressen mit den Anderen zu verbinden, Abstoßung den Anderen gegenüber und vertieft sich in egoistische Berechnungen: „Wozu brauche ich das überhaupt?“ Oder er spürt im Gegenteil, wie er sich in die Anderen einfügt, als ob er in ihnen aufgehen würde, und kann nicht mehr unterscheiden, wo seine Ansichten, sein Verstand, sein eigenes Ich sind und wohin seine Kritik den Anderen gegenüber verschwunden ist.

Auf diese Weise, bei den scheinbar erfolgreichen oder nicht erfolgreichen Versuchen, sich in die Anderen einzufügen – indem der Mensch sich annulliert, in den Anderen aufgeht, sich verliert oder indem er im Gegenteil seine Unfähigkeit, sich mit den Anderen zu verbinden, erkennt – klärt er, wie er sich mit ihnen verbinden kann, ohne sich selbst, sein Ich zu verlieren, wie er sich mit allen vereinen und an diese Verbindung sein ganzes Übel, mit all seinem Widerstand und zugleich mit all dem Guten, was es in ihm gibt, anschließen kann, ohne etwas Schlechtes oder etwas Gutes in sich zu annullieren.

Eine solche richtige Klärung ist bereits die mittlere Linie. Das Wichtigste ist, dass der Mensch, indem er sich vor der Gruppe oder einer großen Menschenversammlung auf dem Kongress annulliert, nicht die Fähigkeit verliert, kritisch zu denken, sondern mit der linken Linie weiter arbeitet, in dem Wissen, warum und wie er handelt. Auf diese Weise gibt er seine Awiut/die Dicke des Verlangens an die Anderen weiter, und es entsteht ein starkes Kli, das nach einem Gebet verlangt. Denn wir wollen so, wie wir sind, geliebt werden…

Auszug aus dem Sohar-Unterricht, 10.03.2011

Wie man die Schläge der Natur verhindern kann

Frage: Lieber Dr. Laitman! Wir, Ihre Studenten in Japan, möchten gerne Ihre Meinung dazu hören, was das Unglück, das Erdbeben und der Tsunami, das uns widerfahren ist, verursacht hat. Nach den Vorhersagen sind in naher Zukunft noch mehr Schläge zu erwarten. Können wir alle solche Ereignisse in Japan und generell, in der Welt, verhindern?

Meine Antwort: Die Natur führt uns auf dem Weg der evolutionären Entwicklung, bis wir uns der Natur angeglichen haben. Die Schläge und Leiden, die wir spüren, sind die Reaktion der Natur uns gegenüber, da wir mit ihr nicht in Übereinstimmung sind. Die einzige Lösung für alle Krisen ist, mit der Natur ins Gleichgewicht zu kommen.

Normalerweise wird das durch die Korrektur unseres Egoismus erreicht. Unser Egoismus wird an unserer Einstellung zur Verbindung mit der gesamten Menschheit als ein einziges Ganzes gemessen. Denn die Natur bezieht sich zu uns genau wie zu einem einzigen Ganzen. Wir werden leiden, bis wir Eins werden.

Im Buch Sohar heißt es („Einführung zum Buch Sohar“, Punkte 66-81), dass Unglücke zuerst die Besten trifft: in diesem Fall Japan. Doch wenn die Schläge sich verstärken, werden sie auch die Schlechten treffen… Es gibt nur eine einzige Lösung: sich in Liebe zum Nächsten zu vereinen und zu einem globalen, integralen System, so wie die Gesamtheit der Natur zu werden. Dann werden wir beginnen, in uns die Erfüllung durch den Schöpfer zu spüren.