Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Liebe'

Sinn des Lebens Teil 1

Das Ziel des Lebens nach dem höheren Gedanken

 Frage: In der gesamten Menschengeschichte suchten Menschen nach dem Sinn des Lebens.

Im antiken Griechenland und im alten Rom glaubte man, dass das Ziel aller menschlichen Handlungen die Suche nach dem Glück ist. Jeder verstand dabei das Glück auf seine Weise.

Die Zyniker begnügten sich mit wenig- sie vermieden das Böse.

Die Lebensideale der Stoiker waren Gleichmut und Ruhe gegenüber äußeren und inneren Reizen. Dasselbe galt für die meisten östlichen Methoden.

Im mittelalterlichen Europa und in Indien wurde die Vorstellung vom Sinn des Lebens mit Ahnenkult und dem Festhalten an religiöse Ideale verbunden. Wenn wir spätere Glaubensansätze und Theorien nehmen, ist es klar, dass der Sinn des Lebens die Erkenntnis Gottes ist. Jeder verstand natürlich auf seine Weise, was Gott ist. Das gerechte Leben, die Einhaltung der Gebote, die Liebe zu Gott waren für sie die Grundlagen der Existenz.

Nach den Lehren Buddhas ist der Sinn und das höchste Ziel des Lebens, das Leiden zu beenden. Die Abwesenheit von Leid ist im Prinzip der Genuss. Das Leiden zu beenden bedeutet, dass man aufhört, seinen Egoismus, seinen Wunsch zu empfangen, zu benutzen.

Nach Konfuzius war das Hauptziel der menschlichen Existenz die Schaffung einer idealen Gesellschaft, in der der Mensch ein „Rädchen“ ist und sich auf diese Weise in Harmonie befindet.

Nach einer Umfrage unter den modernen Menschen glauben 26%, dass diese Welt keinen Sinn hat, 32% – dass der Sinn des Lebens in der Liebe liegt, 22% – darin, die Welt zu kennen und das Wissen an andere weiterzugeben, 8% – die Fülle der Kommunikation mit Gott zu erlangen.

Was ist der Sinn des Lebens aus der Sicht der Kabbala?

Antwort: Es gibt das Ziel der Schöpfung, das von Anfang an in der Erschaffung des Menschen und der Welt, in der er erschaffen wurde, liegt. Es besteht darin, dass wir durch unsere Entwicklung in dieser Welt, in der Umgebung, in der wir uns inmitten der unbelebten, pflanzlichen, tierischen Natur und dem menschlichen Umfeld befinden, den Schöpfer enthüllen können, der alles lenkt.

Der Sinn der Existenz liegt in der Wahrnehmung des Schöpfers während unseres materiellen Lebens.

Frage: Wie unterscheidet sich das von anderen Methoden, bei denen auch die Erkenntnis des Schöpfers, die Liebe zu Ihm, die Befolgung Seiner Gebote gepredigt wird?

Antwort: In der Kabbala meinen wir eine absolut klare Offenbarung des Schöpfers in allem was uns umgibt. Wir erfassen Ihn genauso, wie wir jeden anderen, universellen Teil der Natur erfassen.

Frage: Wo kommt das her? Werde ich Ihn sehen, fühlen und hören können?

Antwort: Es wird in allem erfasst, was in mir und um mich herum geschieht: Ich beginne, die höhere lenkende Kraft, die sich in allen Handlungen, in allen Eigenschaften, in allen Ereignissen befindet, zu offenbaren. Die Offenbarung der höheren Kraft gibt mir die Auffassung davon, dass ich mich in einer völlig neuen Welt befinde – der Welt, in welcher der Verwalter dieser Welt existiert.

Diese höchste Lenkungskraft offenbart sich in absolut allen Eigenschaften, Veränderungen, in der Natur, in mir, in meinem Verstand und meinen Gefühlen, in allem, was mit jedem Menschen in dieser Welt geschieht.

Darüber hinaus offenbart sie sich dadurch und enthüllt ihr Ziel:  Wie man die Verbindung unzähliger Lebewesen auf verschiedenen Stufen – unbelebt, pflanzlich, tierisch und menschlich – zu absoluter Harmonie, zur Verbindung untereinander und zur kompletten integralen Interaktion führt.

Diese Wahrnehmung einer einzigen Kraft, eines einzigen Zieles, eines einzigen Planes, wenn alle Handlungen praktisch zu einem Ganzen zusammengefasst werden und alles auf einen einzigen Zustand hinausläuft, den wir alle durch diesen erhabenen Plan erreichen müssen, wird dies als „Schöpfer“ bezeichnet.

Wir kommen in den Zustand, in dem wir klar sehen, fühlen und wahrnehmen, dass es nichts anderes als den Schöpfer gibt. Es gibt nur diese Kraft, die uns absichtlich erschaffen hat, um uns ihre Einheit, ihre Größe, ihre Kraft, ihre Universalität zu zeigen.

Fortsetzung folgt…

Aus dem TV-Programm „Grundlagen der Kabbala“, 14.01.2019

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Wer wird den Krieg gewinnen?

Michael Laitman, in Quora: Wer wird in einem Krieg gewinnen?

Wer wird den Krieg gewinnen,  wenn alle 190 Staaten sich gegen Israel verbünden? Was wird geschehen wenn Gott Israel nicht zu Hilfe kommt?

Es besteht definitiv die Möglichkeit, dass die gesamte Welt sich gegen Israel verbünden wird. Wir, das Volk Israel, sollten uns auf wachsenden Hass uns gegenüber gefaßt machen. Dieser kann in verschiedenster Form in Erscheinung treten und wird von uns stets als unbegründet und ungerecht empfunden werden. So zum Beispiel die kürzlich in Den Haag gegen Israel vorgebrachten Beschuldigungen bezüglich von Israel verübter Kriegsverbrechen, wie auch unzählige andere gegen uns gerichtete Anschuldigungen.

Wir sind dasjenige Volk, welches die Fähigkeit besitzt ein neues Licht in dieser Welt zu entzünden. In Folge würde die gesamte Menschheit beginnen sich positiv auf das jüdische Volk und den Staat Israel zu beziehen. Unterdessen führt unser gegenwärtiges Verhalten lediglich dazu den Hass gegen uns weiter zu schüren.

Der Hass auf uns ist das Resultat unseres Versagens, eines Versagens, das sich auf die gesamte Menschheit auswirkt. Es liegt in unserer Hand der Welt zur Korrektur zu verhelfen, woraufhin  die ganze Welt zu einer natürlichen Balance gelangen wird. Dies geschieht, indem wir die wachsende Zerrüttung und den zunehmenden Hass mit Frieden, Liebe und Einheit bedecken. Darin liegt unsere wahre Bestimmung, aber genau diese vernachlässigen wir in fataler Weise.

Je harscher uns die Welt für unser Fehlverhalten verurteilt, desto heftiger unser Drang uns zu verteidigen. Es führt jedoch zu nichts wenn wir damit fortfahren unsere Verantwortung zu leugnen. Wir nähern uns einem Zustand, der dem der 1930er Jahre in Deutschland nicht unähnlich ist. Heute allerdings ist es nicht ein einzelnes Volk, das sich gegen uns erhebt, sondern vielmehr die gesamte global vernetzte Welt.

Egal wie sehr wir uns darum bemühen unser Image aufzubessern, es gelingt uns trotz all unserer Errungenschaften im Bereich der Wissenschaft, Medizin und Technologie nicht das Wohlwollen der Welt zu erkaufen.

Warum? Weil der Hass, den die Welt uns gegenüber empfindet in den Naturgesetzen begründet liegt. Er ist natürlich.

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“Wie kann ich Wunder in meinem Leben geschehen lassen?” (Quora)

Michael Laitman, in Quora: Wie kann ich Wunder in meinem Leben geschehen lassen?

Nichts ist einfacher, als dass ein Wunder in meinem Leben geschieht.

Wenn Menschen Ablehnung, Hass und Verschlossenheit untereinander spüren, sie aber beginnen, sich über solche negativen Empfindungen hinweg zu verbinden, wie geschrieben steht: „Liebe wird alle Übertretungen bedecken“, wird jeder durch diesen Kampf über das Ego von der Natur positiv beeinflusst.

Dieser positive Einfluss wird in der Weisheit der Kabbala als das ‘Licht’ bezeichnet. Die Menschen fühlen, dass das Licht sie genau aus der Dunkelheit zieht, die sie noch kurz zuvor empfunden haben. 

Eine solche Verbindung über gegenseitige Ablehnung und Hass hinweg  ist ein Wunder. Wenn es passiert, spüren wir eine neue Erleuchtung, Perfektion, Wärme und Harmonie in unserem Leben.

Woran liegt es, dass dieses Wunder geschieht, wenn wir uns über Hass und Ablehnung erheben?

Das liegt daran, dass wir durch dieses Verhalten dem Licht ähneln, – der Qualität der Liebe und des Gebens der Natur – und dass wir durch unsere Verbindung den Einfluss des Lichtes mehr anziehen.

Wenn wir beschließen, dass wir von Kriegen, Konflikten und Hass untereinander genug haben und versuchen, gut miteinander umzugehen, werden wir sofort spüren, wie sich die Welt verändert und mit einem besonderen Licht erfüllt ist.

Wir sind von diesem Licht immer vollkommen umhüllt, aber wir empfinden es als Dunkelheit. 

Warum?

Unsere selbstbezogene, egoistische Natur ist zu der gebenden und liebenden Natur des Lichtes genau entgegengesetzt.

Indem wir uns bemühen, so liebevoll und gebend wie das Licht selbst zu sein, obwohl wir uns genau entgegengesetzt empfinden, ziehen wir den positiven Einfluss des Lichts an, und es vollbringt dieses Wunder, uns über unsere instinktive Ablehnung hinweg miteinander zu verbinden.

Wenn solch ein Wunder geschieht, werden wir ein völlig neues Gefühl von Glück, Zuversicht, Wärme, Unterstützung und Harmonie spüren, d. h. wir haben ein positives Lebensgefühl. 

Familie und Ehe, Teil 7

Begib dich über dein Ego hinaus

Frage: Sie sagten, dass man seine erste Liebe instinktiv mit 12 Jahren oder sogar noch früher erfährt. In weiterer Folge empfindet man zum ersten Mal Liebe für seine Kinder. Und all dies, nur um an sich selbst zu spüren, wie man sich seinen Mitmenschen  und der gesamten Menschheit gegenüber korrekt verhält?

Antwort: Ja. Und dann gegenüber dem Schöpfer.

Frage: Sind diese Beziehungen ähnlich?

Antwort: Sie offenbaren sich jedesmal auf einer anderen Stufe.

Wenn man über kindliche Liebe oder Liebe zu seinen Kindern, der Familie spricht, ist damit jene Liebe gemeint, die in jedem als Keim vorhanden ist und die jeder entwickeln muss.

Wenn man jedoch über Liebe zu etwas Fremden spricht, übersteigt dies die Grenze unseres Egoismus, der sich auf einen bestimmten Blickwinkel beschränkt: ”Dieses und jenes gehört mir.” Alles, was mir gehört, liebe, ziehe ich an und schätze es. Alles was außerhalb meines Egos liegt hat hingegen keinen Wert. Ich brauche es sogar möglicherweise gar nicht und will nichts damit zu tun haben. 

Genau hier ist es also notwendig, an sich selbst zu arbeiten, erkennen, was jenseits des eigenen Egos liegt. Und Außerhalb davon befindet sich praktisch der Schöpfer. Wenn man also beginnt sich auf das zu beziehen, was jenseits des Egos liegt – bezieht man sich bereits auf den Schöpfer.

Frage: Heißt das also, dass jemand, der ein großes Ego besitzt  in seiner Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass er sogar seine Familie nicht als sein Eigen nennt?

Antwort: Ja. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass man nicht über das eigene Ich hinausgehen kann. Möglicherweise bringt einem das Erkennen des Bösen in seiner Erkenntnis voran.

Unsere Weiterentwicklung basiert auf Kontraktion und Expansion: einatmen – ausatmen, ausatmen – einatmen. Deshalb kann es jemanden, der ein großes Ego besitzt und für niemand, außer für sich selbst empfindet zu tieferer Erkenntnis des Schöpfers führen, auch wenn er es vielleicht nicht wahrnimmt.

Selbst die größten Kabbalisten waren, vor  Erlangung ihrer Korrektur, sehr große Egoisten. 

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Aus der Fernsehsendung „Die Grundlagen der Kabbala“, 01.01.2019

Familie und Ehe, Teil 6

Zeit und Liebe für die Kinder

Frage: Verstehe ich es richtig, dass uns die Natur die Liebe zu Kindern gegeben hat, damit wir mit anderen Menschen auf die gleiche Weise umzugehen lernen?

Antwort: Ja und nein. Mit der Zeit wird sich unsere Liebe zu Kindern verändern. Sie ändert sich bereits. Heute geht man mit Kindern anders um, als früher. Über alle Generationen hinweg gab es Fürsorge und Liebe in Bezug zu Kindern, aber all das ändert sich. 

So wie sich unser Wunsch, unser Weltverständnis, unsere Kommunikation mit der Welt um uns herum entwickelt, so gestaltet sich natürlich auch die Einstellung gegenüber den Kindern.

Fortsetzung folgt…

Aus der Fernsehsendung „Die Grundlagen der Kabbala“, 01.01.2019
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Familie und Ehe, Teil 3

Was hilft eine Ehe aufrechtzuerhalten?

Frage: Heutzutage kann die Institution der Ehe nicht mehr künstlich angetrieben werden, daher ist es notwendig, nach zusätzlichen Zielen zu suchen. Was sind diese Ziele, um eine Ehe aufrechtzuerhalten?

Antwort: In unserer Zeit kann eine religiöse Weihe die Ehe nicht mehr aufrechterhalten. Und das nicht nur in einer kleinen Gesellschaft, sondern fast überall auf der Welt. Es spielt für die Jugendlichen keine Rolle, was man hier und da über sie denken wird. Sie sind in der Regel nicht von ihren Eltern abhängig, leben nicht mit ihnen zusammen, sind nicht in der gleichen Gesellschaft, in der sie geboren und aufgewachsen sind. Im Allgemeinen sind junge Paare unabhängig von der vorherigen Generation und der Gesellschaft, in der sie aufgezogen wurden.

Sie trennen sich völlig ab und schaffen ihre Familien auf einem komplett neuen Niveau. Zwischen ihnen entstehen ganz andere notwendige Verbindungen. Und wenn sie nicht existieren, dann, wie wir sehen können, existiert die Ehe nicht.

 Frage: Was sind die Ziele, die eine Ehe in Zukunft aufrechterhalten können?

Antwort: Zumindest nicht gemeinsame Kinder und Gemeinschaftsgüter, sondern etwas, das über das Materielle hinausgeht. Das kann nur ein Ziel sein, das höher ist als das Leben: Ich brauche diesen Menschen als Mann oder Frau, mit Kindern und mit all meinen Lebensweisen, denn mit ihnen finde ich den notwendigen Raum, um mich auf einen höheren Zweck vorzubereiten. Ohne dem wird es keine Familie geben.

Die Fortsetzung folgt…

Aus der Fernsehsendung „Die Grundlagen der Kabbala“, 01.01.2019

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“Liebe deinen Nächsten” ist die Bedingung, die uns die Natur stellt


Frage: Es gibt Menschen, Gruppen und Organisationen, die sich selbst als ein Ganzes und der Natur nahe ansehen. Sie sagen, sie würden einander, die Pflanzen und die Tiere lieben. Bedeutet dies „liebe deinen Nächsten“?

Antwort: „Liebe deinen Nächsten“ ist ein Gesetz der Natur, eine Bedingung der uns umgebenden Welt. Diese Bedingung wird uns nun plötzlich enthüllt, weil wir uns zu ihr hin entwickelt haben, ähnlich einem Kind, das zu einem Erwachsenen heranreift, und so fortan die Gesetze der Gesellschaft befolgen muss.

Man stelle sich vor, alle Medien würden plötzlich ankündigen, dass jeder bis Jahresende nach dem Gesetz „liebe Deinen Nächsten“ leben müsste und jeder, der dazu nicht in der Lage sei, würde hingerichtet werden. Das ist überhaupt nicht lustig – das ist die Bedingung, die die Natur uns gestellt hat. Wir sind jedoch unfähig dies zu sehen.

Was sollen wir also tun? Wir müssen lernen, wie wir “ liebe deinen Nächsten“ erreichen können. Wir müssen herausfinden, was dieses Gesetz bedeutet und was die Natur von uns will. Wir können dieses Gesetz nicht umgehen – wir müssen es lernen. Aber wie?

Indem wir lernen. Das ist das einzige Mittel, um die Menschen begreifen zu lassen, dass ein Weglaufen unmöglich ist und die einzige Lösung, die eigene Korrektur mittels einer besonderen Kraft der Natur ist. Diese besondere Kraft nimmt Einfluss auf eine Person, die den Wunsch nach Korrektur hegt, damit sie die Stufe des „liebe deinen Nächsten“ erreichen kann.

Es ist so wie eine Wellenfrequenz unter Millionen von Frequenzen. Du wirst sie nur erfahren, wenn Du den Wunsch nach ihr hast. Die Natur verlangt von dir, dass du dich auf diese Frequenz einstellst, in der du fühlen wirst, dass „liebe deinen Nächsten“ das einzige ist, was du möchtest! Dann wird diese Kraft kommen und dich korrigieren.

Alle anderen Versuche werden uns in Krisen führen, damit wir diesen Weg zum Ziel finden. Andere Wege um uns herum, verschwinden gerade nach und nach. Das wird die „ägyptischen Plagen“ genannt, und sie werden uns schließlich erkennen lassen, dass wir keine andere Wahl haben. Wenn wir uns in völliger Dunkelheit wiederfinden, werden wir mehr als bereit sein wegzulaufen, um nur eines zu erreichen – „liebe deinen Nächsten“. Wo sind die Menschen von Ägypten aus hin gelaufen? Nur zur Liebe, wie die Verbindung bewies, die später auf dem Berge Sinai stattfand.

Verwandtes Material:
Blog-post: Wir werden uns entwickeln, um Macht über die ganze Natur zu erlangen
Blog-post: Der Schöpfer und die Natur sind dasselbe
 
Verbindung  >  Kabbala Akademie 

Von Raketen zur europäischen Kennzeichnung auf israelischen Produkten in Europa

 
Veröffentlicht in The Times of Israel  „Von Raketen zur europäischen Kennzeichnung auf israelischen Produkten in Europa“

 

Wann werden die Drohungen Israel gegenüber ein Ende nehmen?

An die 450 Raketen wurden bei dem letzten massiven Raketenangriff auf Israel- Mitte November vom Gazastreifen aus abgefeuert, und das sogar über einen nach einigen Tagen verhandelten Waffenstillstand zwischen Israel und dem islamischen Dschihad hinaus. Jenseits der Schlagzeilen zahlen die Bewohner im Süden und Zentrum des Landes, den Teilen Israels, welche unter direktem Beschuss standen, einen hohen Preis, indem sie in ständiger Furcht und Ungewissheit im Hinblick auf die Zukunft leben.

Befinden wir uns auf dem Weg zu einer neuerlichen Eskalation oder werden diese gegenwärtigen Bedrohungen in Kürze aussterben? Wie auch immer- wir sind weder zu der Wurzel des Problems vorgedrungen, noch scheint eine Lösung in Sicht. Unser Schicksal liegt allein in unserer Hand, in der Hand des Volkes Israel. Alles hängt davon ab ob wir uns in Einheit befinden oder nicht.

Wachsender Druck auf Israel.

Das Leben in Israel ähnelt dem in einer Festung, in ständiger Alarmbereitschaft gegen feindliche Angriffe. Und doch verfügen wir über keinen wirkungsvollen Schutz gegen irgendeinen unserer Feinde: weder die  Hamas und den islamischen Dschihad im Süden, noch die Hisbollah im Norden, oder auch ein russisches U-Boot, das kürzlich vor der Küste Zentral-Israels gesichtet wurde. Wenn wir uns gut umsehen, werden wir begreifen, dass die Angriffe von allen Seiten kommen. Der europäische Gerichtshof ließ uns keine Zeit, uns von den Wunden des letzten Raketenangriffes zu erholen, als er bereits zum nächsten Schlag gegen uns ausholte.

Der oberste Gerichtshof der EU stimmte einer Resolution zu, welche die europäischen Staaten dazu verpflichtet sämtliche Produkte, die aus den von Israel im Jahre 1967 im Zuge des damaligen Nah – Ost-Krieges besetzten Gebieten also Westbank und Ost-Jerusalem stammen, mit einem dahingehenden Label zu kennzeichnen. Bei diesen Gebieten handelt es sich um Territorium, dessen Rückgabe von den Palästinensern gefordert wird. Die Kennzeichnung diene dazu den Konsumenten bei ihrem Einkauf eine „fundierte Wahl“ zu ermöglichen.

Die Entscheidung des Gerichtshofs wurde von den israelischen Behörden und Herstellern als antisemitisch und diskriminierend bezeichnet, da Israel das einzige Land ist, welches ausgeschlossen wurde. Trotz der Tatsache, dass es derzeit über 200 territoriale Streitigkeiten weltweit gibt, sind es nur israelische Produkte, die mit einer Kennzeichnung versehen werden müssen.

Wie sollte Israels Reaktion aussehen?

Weder Kriege, die im Feld, noch solche, die per Gericht ausgetragen werden, weder Bodenoffensiven noch psychologische Kriegsführung, können hier helfen. Ebensowenig tatenloses Zusehen. Wenn die Völker der Welt sich gegen Israel erheben- egal in welcher Weise- dann besteht die einzige praktikable Lösung darin auf unser gemeinsames Arsenal zurückzugreifen: Die Kraft der Verbindung. Hierin liegt eine Kraft, welche alle gegenwärtigen Kräfte an Stärke übertrifft. Unsere Weisen formulierten es folgendermaßen:

„Die hauptsächliche Verteidigung gegen Unglück bilden Liebe und Einheit. Wenn Liebe, Einheit und Freundschaft untereinander in Israel herrschen, dann kann kein Unglück sie treffen“. (Maor Vashemesh).

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Unsere Welt ist ein Abdruck der Welt von Assija.

Frage: Unsere Welt ist Teil der Welt von Assija und somit gehört sie quasi zu den spirituellen Welten. Aber sie unterscheiden sich im Maß des Gebens, und das ist in unserer Welt nicht der Fall. Vielleicht erschien unsere Welt getrennt, nicht als Teil der spirituellen Welten? Schließlich ist dies eine andere Existenzqualität. Warum gehört sie denn diesem System an?  

Antwort: Zuerst einmal wird von Baal HaSulam darüber geschrieben. Das ist die allererste und einfachste Antwort. Ich beziehe mich immer auf die Primärquellen.

Zweitens befindet sich unsere Welt unter allen spirituellen Welten und ist der Abdruck der Welt von Assija, wo es die gleichen Elemente wie in den spirituellen Welten gibt. Der Unterschied besteht darin, dass diese Elemente in den spirituellen Welten durch das Gesetz des Gebens, der Liebe, der gegenseitigen Vereinigung und in unserer Welt dagegen durch das Gesetz des Empfangens und der Ablehnung  verbunden sind.

Im Detail sind unsere Welt und die spirituelle Welt absolut identisch. Aber man darf nicht behaupten, dass unsere Welt separat geschaffen wurde. Man kann sich alles mögliche einbilden, aber wir gehen von dem aus, was die Kabbala sagt. Das ist alles, was ich sagen kann.

Lest die Primärquellen. Es ist dort alles ein wenig mehr beschrieben und erklärt, als wir es in unseren Unterrichten durchsprechen können. Ich denke, ihr müsst das alles einfach sehr gut durchkauen, runterschlucken und verdauen. 

Somit bekommt ihr nicht nur ein Verständnis, sondern auch ein Gefühl dafür, wie sehr unsere materielle Welt mit der spirituellen Welt verbunden ist: in welchen Aspekten sind sie ähnlich, was unterscheidet sie, inwiefern kann unsere Welt von der spirituellen Welt beeinflusst werden und so weiter.

Wenn wir über die Ähnlichkeit unserer Welt mit der höheren Welt sprechen, meinen wir nur ihre Struktur, aber nicht die Eigenschaften und ihre Steuerung. Obwohl unsere Welt ein Abdruck der höheren Welt ist, besteht sie aus einem völlig anderen Material. Die spirituelle Welt ist ein Material der Hingabe, der Liebe, der Einheit, und unsere Welt ist ihr absolut entgegengesetzt, sie ist egoistisch.

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Aus dem russischen Unterricht, 06.10.2019

Proteste oder Kooperation?  Was wird die Regierungen dazu bringen,  die Bedürfnisse der Menschen zu hören?

Von meiner Facebookseite  Michael Laitman 16.11.2019

Massenproteste erschüttern den Planeten. Können Proteste wirklich den Wandel in die Welt bringen? Was fehlt allen Menschen, um gemeinsam mit Regierungen in allen Ländern zusammen zu arbeiten, um die Bedürfnisse aller, in einer guten  Gesellschaft, in der ganzen Welt zu verwirklichen?

Die Antwort liegt in der Verbindung. Proteste geben den Menschen ein Gefühl der Einheit, aber es ist eine Einheit, die initiiert wird. Sie haben ein angekündigtes Ziel, mehrere Mottos und blendende Motive. Die Hauptmerkmale der Proteste sind „gegen“ und nicht „für“ etwas. 

Daher verbinden sich diejenigen, um ihren persönlichen Hass in Bezug auf etwas oder wegen der Bedrohung von außen, zu demonstrieren. Sobald das Motiv weg ist oder man ein “Versprechen” bekommen hat, verschwindet die künstliche Einheit, als wäre sie noch nie dagewesen.

Ist es möglich das Problem zu lösen? 

Ja, es ist möglich. So wie sich der Hass vom Hass ernährt, so ernährt sich die Liebe von der Liebe. Die Menschen müssen sich „für“ etwas verbinden. Ein gemeinsames Ziel haben, das auf den Aufbau einer neuen wohlhabenden Gesellschaft gerichtet ist, der Regierung ihre Einheit „wie ein Mensch mit einem Herzen“ präsentieret. So werden ihre Bedürfnisse und Wünsche sofort umgesetzt und erfüllt.

Wie finden wir den Punkt der für „die wahre Einheit“ steht? 

Die Weisheit der Kabbala lehrt uns darüber. 

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Bild von Dominic Wunderlich auf Pixabay