Was ist der Verstand?
Frage: Was bedeutet der höhere Verstand, den jeder Mensch am Ende der Korrektur begreifen soll?
Meine Antwort: Der Verstand ist das Licht Chochma, das ich mit Hilfe meines Verlangens (Malchut) begreife, und in die Übereinstimmung mit den neun ersten Sefirot bringen soll.
Мalchut ist ein empfangendes Gefäß, das Verlangen zu genießen. Und wenn ich sie auf das Geben (auf die neun ersten Sefirot) ausrichte, dann wird sie zum Gefäß für das Licht Chochma (das Licht der Weisheit). Ein solches Gefäß wird eben als der Verstand bezeichnet: das Licht der Weisheit (Chochma), das sich in den Wunsch der Schöpfung einkleidet.
Wir können diesen höheren Verstand nicht mit unserer irdischen Vernunft begreifen. Der höhere, schaffende Verstand ist der Verstand des Schöpfers, der die Geschöpfe mit dem Licht der Weisheit (Chochma) geschaffen hat. Wir können es nur durch die Gleichheit der Eigenschaften, im Maß der eigenen Korrektur begreifen.
Wenn ich mein Verlangen zu genießen auf das Geben korrigiere und mit dem Licht Chassadim (mit dem Licht der Barmherzigkeit) ausfülle, dann entwickele ich den antiegoistischen Schirm, mit dem ich die Verschmelzung mit dem Licht ausführe (Siwug de-Akaa), infolge dessen das widergespiegelte Licht entsteht. Folglich kleidet sich das höhere Licht in mich ein, und ich begreife den Verstand des Schöpfers.
Deshalb trägt die Wissenschaft der Kabbala solchen Namen (Chochmat Kabbala), denn sie lehrt uns, wie man dieses Licht der Weisheit (Chochma), das Licht der Vernunft empfangen kann, um damit den Schöpfer zu begreifen. Aber wir begreifen diesen Verstand langsam, nach dem Maß unserer Gleichheit mit Ihm im Geben.
Es ist nicht diese irdische, tierische Vernunft, mit der wir geboren werden. Wir müssen die höhere Vernunft mittels der Korrektur offenbaren. Je mehr sich der Mensch korrigiert, desto mehr spirituellen Verstand eignet er sich an.
Und sein Vorankommen hängt keinesfalls von seinen intellektuellen irdischen Eigenschaften ab. Er kann sogar ein Einstein sein, aber es wird ihm beim spirituellen Aufstieg überhaupt nicht helfen.
Der irdische Verstand, hilft dem Menschen seinen Egoismus richtig zu benutzen und hat nichts mit der Vernunft zu tun, die er infolge der Arbeit in der Gruppe und mit Hilfe solcher Handlungen entwickelt, welche einem Fremden als ganz unvernünftig, irrational und von allen verachtet, vorkommen mögen.
Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Schaffende Vernunft“, 21.10.2011





Die Struktur der Welt kann man in Form einer Pyramide darstellen, in der es mehrere Schichten gibt. Oben befinden sich die Menschen mit dem Punkt im Herzen (•). Solche Menschen lebten zu allen Zeiten und strebten nach der Eigenschaft des Gebens, weil es in ihrem „Herz“, d.h. in ihrem Verlangen zu genießen, „den Punkt“ aus der spirituellen Welt gibt. Die natürliche Selbstsucht und der Punkt im Herzen kann man mit zwei „Zügel“ vergleichen. Mit Hilfe dieser zwei „Zügel“ und der Umgebung, können die Menschen, die nach Spiritualität streben, aufsteigen, weil sie auf sich die Kraft des Gebens einwirken lassen.
Wir existieren in „Malchut„, die in der Welt der Unendlichkeit geschaffen ist. Darin wird das System der Beziehungen zwischen allen ihren Verlangen (Teilen) aufgebaut. Somit gibt es sehr viele Wünsche, die sich untereinander anhand der Eigenschaft des Gebens verbinden. Infolge der Vereinigung aller Verlangen in ein spirituelles Gefäß wird die Vollkommenheit erlangt.
Frage:
Das Verlangen zu genießen, die egoistischen Genüsse, der egoistische Wunsch symbolisieren die materielle Welt. Und das Verlangen des Gebens, der Erfüllung ist ein spirituelles Verlangen. Zwischen den beiden Verlangen gibt es fast keine Differenz, außer den Unterschied im Ergebnis.
Es steht geschrieben: „Die Finsternis wird wie das Licht aufleuchten“. Es gibt keinen Tag und es gibt keine Nacht in unserer inneren Arbeit, überall leuchtet das Licht und füllt die Malchut der Unendlichkeit aus. Wir befinden uns im Ozean des Lichts. Welche Nacht kann es dann geben?
Das Wichtigste in der Arbeit des Menschen ist das Begreifen der Wichtigkeit des Lichts, der Eigenschaft des Gebens, die uns, unserem Wunsch und allen erdenklichen Genüssen entgegengesetzt ist.
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