Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Licht'

Stellt euch auf die Feinfühligkeit der Seele ein

Frage: Ich komme zum Kongress wie auch sehr viele andere Menschen. Ich möchte mich darauf konzentrieren, in das innere Netz der Verbindung zwischen ihnen einzudringen.

Gibt es irgendwelche Regeln, die ich ständig in den Gedanken und in der inneren Einstellung befolgen muss, um in dieses Netz eindringen zu können?

Antwort: Das Wichtigste ist, zu versuchen, den inneren Zustand wahrzunehmen, der zwischen allen herrscht. Versuchen! Das hängt von dem Einfühlungsvermögen der Seele ab.

In dem Buch „Glaube und Zuversicht“ (Verfasser – Chazon Ish, A. Karelitz) steht geschrieben: „Der Glaube ist die zarte Neigung einer feinfühligen Seele“. Das sind alles dermaßen schwer fassbare Begriffe, dass kein einziges Wort eine haltbare irdische Auslegung zulässt. In unserem Fall kann es jedoch geklärt werden.

Alles hängt davon ab, inwieweit ich versuche, nach Möglichkeit, ohne mich mit meinen eigenen Eigenschaften einzumischen, in die gemeinsame Wahrnehmung der Menschen, die sich verbinden, einzusteigen, mit dem Verlangen, ihre innere Einheit, den Zustand zwischen ihnen wahrzunehmen.

Der Schöpfer sagte: „In meinem Volk wohne Ich“. In unserer Vereinigung will ich die Shechina – denn, dort in der Verhüllung herrschenden Schöpfer – enthüllen, denn Er befindet sich in der guten Verbindung zwischen uns, in der Gruppe, die sich vereinen will.

Und obwohl meine Freunde das noch nicht deutlich spüren können und noch nicht ganz begreifen, wofür und warum sie es tun, sondern sie befolgen einfach die Ratschläge der Kabbalisten, so kann jeder durch seine Anstrengung, aus der Feinfühligkeit seiner Seele heraus, in dem Maße, in dem er diese Feinfühligkeit in seinen Anstrengungen zur Vereinigung erfasst hat, einsteigen und anfangen, den Schöpfer wahrzunehmen, der „in seinem Volk“ herrscht.

Dort, im Inneren, verbirgt sich der Zustand (der spirituelle Ort), der den Namen „Shechina“ trägt, unseren Bestrebungen einander entgegen – der Ort, den der Schöpfer ausfüllt – „haKadosh Baruch Hu“ (die Heiligkeit ist die Eigenschaft von Bina, des vollkommenen Gebens).

Shechina bedeutet alle Verlangen, die einander entgegen streben, die sich im Netz der Verbindung zwischen ihnen befinden. Und der Schöpfer ist das höhere Licht, welches sie erfüllt. Dieses Netz will geben und in seinem Geben, im Licht von Chassadim, enthüllt es das Licht von Chochma – das höhere Licht, den Schöpfer.

Wenn der Mensch danach strebt, diesen Zustand wahrzunehmen, ihn zu ergründen, in ihm zu leben, kann er ihn enthüllen, unabhängig von niemandem auf der Welt. Das ist die Arbeit, die wir versuchen müssen, auszuführen. Besonders während der Kongresse, denn das ist die Zeit, um uns mit dem inneren Zustand der hohen Einheit zwischen uns zu verbinden.

Kabbala Akademie

 

Die geheime Kraft einer Frau

In unserer Welt verhält sich ein Mann wie ein Macho gegenüber einer Frau, um zu zeigen, dass er höher, stärker, erfolgreicher als sie ist.

Das ist durch die Natur bedingt, obwohl in der spirituellen Natur alles umgekehrt ist. Da die Frau die neue Generation gebärt und den Mann zur Entwicklung antreibt, ist sie höher und wichtiger als er.

Genauso wie in unserer Welt eine Frau die neue Generation zur Welt bringt, erschafft der weibliche Teil auch in der Spiritualität eine neue Stufe, die näher zum Schöpfer ist.

Wer macht den Schritt der Annäherung an den Schöpfer? Der Mann setzt die Kraft in Bewegung, doch die Frau macht diesen Schritt, sie gebärt die nächste Stufe. In unserer Welt genießt der Mann dadurch, dass er nichts zur Welt bringt, eine größere Freiheit – …und macht das, was er will.

In der Spiritualität ist der Mann mit all seiner Freiheit vollkommen darauf ausgerichtet, die weibliche Kraft zu bedienen, um die nächste Stufe zur Welt zu bringen und sich zusammen mit der Frau der Spiritualität anzunähern.

Alles, was es in einem Mann gibt, bringt er in die Frau hinein und aus ihr kommt ihre neue gemeinsame Stufe heraus, genauso wie auch in unserer Welt, die eine natürliche Projektion der spirituellen Welt ist, wo ein Mann den Samen hineinbringt und eine Frau ihn entwickelt und die nächste Generation zur Welt bringt.

Frage: Was hat eine Frau, dass sie den Samen empfangen und ihn entwickeln kann?

Antwort: Es existieren in ihr zwei Kräfte, die Kraft des Empfangens und die Kraft des Gebens. Ein Mann hat nur die Kraft des Gebens, er ist schwach, das ist nicht genug, um in der Natur existieren zu können. Und eine Frau hat sowohl die Kraft des Empfangens als auch die Kraft des Gebens.

Frage: Also symbolisiert sie die Schöpfung selbst?

Antwort: Sie symbolisiert die Schöpfung und die gesamte Schöpfung ist für sie erschaffen worden, das ist Bina, die Höhere Mutter.

Der Vater (Aba) hat nur die Kraft Chochma und die Mutter (Ima) hat sowohl Chochma als auch Chassadim, sie weiß auch, wie diese beiden Kräfte organisiert werden müssen, um den männlichen und den weiblichen Teil zur Welt zu bringen und sie anschließend voranzutreiben.

Die Entstehung, das Säugen, der Zustand des Erwachsenseins – all diese Etappen gehen von Ima aus.

Frage: Und all das wird in unsere Welt projiziert?

Antwort: Wir müssen verstehen, dass wir, wenn wir in unsere Welt in Übereinstimmung mit der spirituellen Welt die Korrektur hineinbringen, eine andere Welt sehen werden.

Es werden ganz andere Beziehungen in der Familie, zwischen Männern, Frauen und Kindern herrschen. Alles wird eine andere Form annehmen. Darüber steht geschrieben: „Ich sah eine umgekehrte Welt“.

Und wenn wir dagegen die Wissenschaft der Kabbala nicht anwenden, werden wir immer tiefer absteigen und wir mögen noch so viel in neue Schulen, Freizeitaktivitäten und öffentliche Einrichtungen investieren, es wird uns nichts helfen und unsere Welt wird bis zum völligen Verfall hinabsteigen.

Kabbala Grundkurs

Es ist nicht einfach einen Menschen zu erschaffen

Es kommt uns seltsam vor, dass, wenn der Schöpfer, der doch diese Welt geschaffen hat und über alle Möglichkeiten verfügt, auch unsere Hilfe braucht. Es ist jedoch genau so wie bei einer Mutter, die von ihrem Kind abhängt. So ist Er auch von uns abhängig.

Wären wir auf dem unbelebten, pflanzlichen oder tierischen Niveau, würde Er uns hundertprozentig lenken.

Aber weil Er uns bis zur Stufe des Menschen wachsen lassen will, bis zu seinem Niveau, kann er uns einfach nichts Fertiges geben. Also müssen wir die Vernunft und die Gefühle, in uns, aus eigener Kraft entwickeln.

Demzufolge kommt unser „Erwachsen“ werden durch unsere selbständige Teilnahme zustande. Eben das heißt es, ein Mensch zu sein.

Wäre ich ein Tier, würde ich einfach nur von Ihm empfangen. Aber der Mensch steht qualitativ auf einer neuen Stufe, welche nur infolge von eigenen Klärungen, Analyse und Synthese und das Streben, um dem Schöpfer gleich zu werden, erreicht werden kann.

Auf diese Weise kommt man voran.

Und somit ergibt es sich, dass der Schöpfer auf uns wartet, von uns abhängt.

Wenn ein Kind nicht lernen will, sich auch kein Wissen aneignen will, um von der einen Klasse in die nächst höhere überzugehen, oder keine Hausaufgaben macht und Prüfungen nicht besteht, können die Lehrer auch nichts machen. Und so hängt alles hier nicht vom Schöpfer ab, sondern vom Menschen selbst.

Das ist das Einzige was Er nicht für uns tun kann – anderenfalls werden wir nicht erwachsen. Die Stufe des „sprechenden“ Menschen in uns, soll folglich durch unsere eigene vorläufige Arbeit, der Klärungen des Verständnisses und der Vernunft, wachsen.

Wir sollen den Verstand und das Herz selbst entwickeln und nur nicht darauf warten, bis der Schöpfer uns zum Menschen macht.

Die menschliche Stufe kann man nicht von außen geben, diese muss von unten und von innen, erobert werden.

Das Licht kann unsere Entwicklung nur bis zum Erhalt des Punktes im Herzen beschleunigen. Alle übrigen Wünsche sollen wir selbst verdienen.

Denn wenn der Schöpfer uns eigenständig in einen „Menschen“ einkleiden würde, dann würde es wohl eher ein Affe sein und kein Mensch.

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Frau = Verlangen

Frage: Zum Thema Frauen als Führungskräfte der Nationen: Was die Frauen als Führer von Nationen betrifft… da es nicht mit dem spirituellen System übereinstimmt und da es „nur eine Wahrheit und nur einen Weg dahin gibt (derselbe Weg, auf dem wir aus der Welt der Unendlichkeit herabgestiegen sind),“ bedeutet das, dass eine Frau nicht aus der Welt der Unendlichkeit herabgestiegen ist und nicht dahin aufsteigen kann und deshalb keinerlei Gründe hat, Kabbala zu studieren?

Antwort: Ihre Schlussfolgerung ist unklar. Eine Frau hat eine Wurzel im Schöpfungsgedanken, denn sie repräsentiert das geschaffene Verlangen. Ein Mann andererseits repräsentiert die Eigenschaften des Schöpfers und verwirklicht Korrektur basierend auf dem Verlangen der Frau. Beide müssen in der spirituellen Korrektur Partner sein, jeder in seiner eigenen Funktion.

Frage: Ich empfinde hier ein Paradox. Männer und Frauen funktionieren auf verschiedenen Frequenzen und verstehen einander nicht sehr gut. Ferner braucht der Mann, um das Ziel zu erreichen, das Verlangen der Frau. Wenn die Höhere Kraft das Einzige ist, das Menschen zu „gegenseitigem Verständnis“ bringen kann, wie sollte der männliche Teil fragen, um das weibliche Verlangen wahrzunehmen?

Antwort: Verlangen werden „durch die Luft“ transportiert, sie „lungern“ sozusagen „in der Luft herum“. Menschen müssen nicht miteinander sprechen, um voneinander die Verlangen wahrzunehmen.

Frage: Wenn Gott Adam erschuf, warum musste Er nach der Abtrennung Adams, eine Frau erschaffen?

Antwort: Es ist gerade der weibliche Teil des Mannes, der Natur, der das Verlangen erschafft alles zur Korrektur zu bringen.

Frage: (von einer Frau): Darf eine Frau fragen, sodass ein Mann schließlich das Verlangen nach Korrektur in seinem vollen Umfang empfindet?

Antwort: Das ist das Einzige, das Männer zwingt, um Korrektur zu bitten – für beide, für den Mann und für dich. 

Kabbala Grundkurs

Bildung in der Kabbala

Frage: Ich habe von Ihnen oft gehört, dass eine korrekte Bildung notwendig ist. Was ist Bildung in der Kabbala? Kann Egoismus gebildet werden oder brauchen wir einen gebildeten Egoisten?

Antwort: Unter der kabbalistischen Bildung ist die Bildung mithilfe des höheren Lichtes gemeint. Das heißt, dass ich gemeinsam mit meinen Freunden, durch verschiedene Handlungen, die in der kabbalistischen Methode beschrieben sind, das Licht anziehe. Das Licht beeinflusst uns und führt zur Vereinigung in der sich der Schöpfer offenbart und wir dadurch alle zusammen ein gemeinsames Ganzes bilden. Zu diesem Zustand müssen wir kommen.

Kabbalistische Bildung übernimmt die Aufgabe, uns unter dem Einfluss des höheren Lichtes zu verbinden und dann wird in der Vereinigung zwischen uns und dem Licht seine Quelle – der Schöpfer – offenbart.

Aus dem russischen Unterricht, 29.04.2018

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Der Bau des Dritten Tempels

Frage: Ich hörte, dass es Pläne gibt, den Dritten Tempel zu bauen, und dass es sogar Kohanim und Leviim gibt, die sich darauf vorbereiten, dort Dienste zu leisten. Wo kann ich mehr darüber erfahren, wie ich mich an dieser Arbeit beteiligen kann, und wann wird der Bau beginnen?

Antwort: Ich denke, bevor wir es übereilen, den Tempel zu bauen, sollten wir uns zuerst um unseren gegenseitigen grundlosen Hass kümmern, da dies der Grund für den Zerfall des Zweiten Tempels war. Wir müssen diesen Hass zum Level der bedingungslosen Liebe für jeden korrigieren – Liebe ohne irgendeine Gegenleistung. Dann werden wir das Kli oder das Gefäß für die Enthüllung des Schöpfers. Er enthüllt sich entsprechend des Prinzips der Gleichheit der Form – „So wie Er gnädig ist, so sei auch du gnädig; Er vergibt und du vergibst.“ Sobald er sich uns enthüllt, werden wir „weise im Herzen“ – das spirituelle Level von Bezalel erreichen, dem Erbauer des Tempels. Basierend auf unserer spirituellen Erlangung des Tempels werden wir dann auch in der Lage sein, den Tempel auf der materiellen Stufe zu bauen. Das ist die Bedeutung des Verses, welcher sagt, dass der Dritte Tempel von oben abstammt.

Jedoch wenn wir nur versuchen, ihn auf dem materiellen Level zu bauen, ohne uns selbst zu korrigieren, dann sind wir wie Kinder die spielen, ohne zu wissen, was das Spiel ist. Es ist gut, das zu tun, aber erst wenn wir wissen, was wirklich wichtig ist – nach dem Gesetz des Tempels zu leben, „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ Denn der Tempel ist die Zusammenkunft oder Vereinigung aller Seelen zu einer Seele und er wurde zerstört, weil die Menschen von „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ zum „grundlosen Hass“ abfielen. Er ist grundlos, weil es keinen Grund gibt (so etwas wie: dir hat jemand wehgetan); er entsteht aus Neid und dem Verlangen, über andere zu herrschen.

Wenn du dich darauf vorbereiten willst, im Tempel zu arbeiten, dann studiere Kabbala und korrigiere dich bis zum Level des Tempels. Dann wirst du erkennen, dass der Tempel bereits in deiner spirituellen Erkenntnis existiert – Matzav Gimel, die dritte Stufe.(„Vorwort zum Buch Sohar“).

Es steht geschrieben, dass der Dritte Tempel besser sein wird als die ersten beiden, weil das Licht von Chaya im Ersten Tempel und das Licht von Neshama im Zweiten Tempel kleiner sind, als das Licht von Yechida des Dritten Tempels. Denn der Dritte Tempel wird alle Seelen aller Menschen der Welt vereinigen, wogegen der Erste Tempel nur die Seelen Israels vereinigte und der Zweite Tempel – nur zwei der 12 Stämme Israels. Das ist der Grund, warum das Licht des Zweiten Tempels niederer war als das Licht des Ersten Tempels.

Über den Dritten Tempel steht geschrieben: „Mein Haus wird das Haus der Gebete aller Nationen der Welt genannt werden“ (Beiti – Beit Tfila Ikare Le Kol HaAmim). Durch die Verbreitung der Kabbala in der ganzen Welt werden wir die Vereinigung aller Menschen in Liebe erreichen, in der einzigen Seele von Adam.

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Kabbala Akademie

Was hat der Schöpfer damit zu tun?

Frage aus Facebook: Alles was Sie lehren, ist reine Psychologie der Beziehungen zwischen den Menschen. Was hat der Schöpfer, das Licht und alle anderen Eigenschaften damit zu tun?

Antwort: Der Schöpfer gelangt zwischen den Menschen, unter denen eine besondere Beziehung von Geben und Liebe entsteht. Damit ist nicht das irdische Geben, die irdische Liebe gemeint, sondern eine höhere Stufe, die über unserem Egoismus liegt.

Um auf die nächste Stufe zu gelangen, die sich über unserem Egoismus befindet, braucht es die Weisheit der Kabbala, die sich im Prinzip nur damit beschäftigt. Das ist Psychologie auf der nächsten, höheren Stufe.

In unserer weltlichen Psychologie braucht sich ein Mensch praktisch nicht zu verändern.

In der Kabbala muss der Mensch die höhere Kraft empfangen und sie erklärt ihm, wie er das machen soll. Durch das Empfangen dieser Kraft baut er über sich einen anderen Menschen auf, welcher im Geben und in der Liebe zu anderen, jedoch nicht für sich selbst, arbeitet. Auf der materiellen Stufe heißt das, „ich bin in mir selbst“, auf der spirituellen Stufe handle ich, „außerhalb meiner selbst“.

Die materialistische Psychologie kann damit nicht umgehen; sie hat dafür keine Werkzeuge, nicht die Kraft des Lichts, die einen Menschen umkehren könnte. Aus diesem Grund ist Psychologie die Psychologie und Kabbala die Kabbala.

Frage: Kann man behaupten, dass uns die materialistische Psychologie an die weltliche Psychologie und die kabbalistische Psychologie an die höhere Wirklichkeit anpasst?

Antwort: Sicher, ich passe mich an ein anderes Beziehungssystem an, welches auf eine völlige Trennung von meinem Egoismus und darüber hinaus, aufgebaut ist.

 

Aus Kab TV „Nachrichten mit Michael Laitman“ 10. 4. 18

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Wo überschneiden sich Materie und spirituelle Intelligenz?

Frage: Wie überschneiden sich die beiden Realitäten: Materie und spirituelle Intelligenz?

Antwort: Auf jeder Stufe der spirituellen Leiter bilden Materie und spirituelle Intelligenz zwei sich gegenseitig ergänzende Systeme und sie bilden ein gemeinsames Ganzes.
Deshalb werden sie drei Linien genannt: eine von ihnen ist das Licht, die zweite ist das Verlangen, und zwischen ihnen gibt es die dritte Linie, die sie verbindet.

 

Aus der Kabbala-Lektion in Russisch, 18.3.18

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Arbeit in Abstimmung mit dem Licht

Die Wissenschaft der Kabbala beschreibt das Geschöpf von dem Niveau der Unendlichkeit (Ejn Sof) angefangen. Darin ist alles beinhaltet und die Unendlichkeit existiert in Bezug auf den Schöpfer. In der Unendlichkeit gibt es das Licht und das Gefäß, die in einer wunderbaren Einheit existieren: sie sind gleich und unterstützen sich gegenseitig, sie formen einander. So gibt es kein Licht ohne Gefäß und kein Gefäß ohne Licht. Das ist ihr ständiger Zustand.

Und um fortan ein Gefäß zu erhalten, das in der Unendlichkeit erschaffen wurde und das in Einheit mit dem Schöpfer gründet, im Bewusstsein und Verständnis seines Zustandes, wurden fünf Welten (Verhüllungen) erschaffen:

Adam Kadmon (A’’K), Azilut, Brija, Yezira und Assija (ABYA).

Und diese Welt befindet sich unter allen Welten, abgetrennt von ihnen. Wir sind völlig von dem spirituellen System abgetrennt, wir verstehen absolut nicht wo wir uns befinden und was in diesem System geschieht.

Die Barriere über uns nennt sich “Machsom”. Er bestimmt die Realität, in die wir geboren werden und in der wir leben: unsere jetzige Stufe der Entwicklung, die von Generation zur Generation verläuft.

Ein einziges Licht der Unendlichkeit füllt das gesamte Gefäß der Unendlichkeit. Sie sind eine Einheit.

Auf uns aber wirkt das Licht der Unendlichkeit in Form des Umgebenden Lichtes (Or Makif – O’’M), das uns zur Entwicklung erweckt. Wir hängen von ihm ab und wir sollen auf dieser Etappe studieren, wie wir mit diesem Licht eine gemeinsame Sprache sprechen können.

Wir sollen wissen, wie man seine Wirkung auf sich zieht, wie man sich ihm annähert, dank welcher Handlungen wirkt es mehr oder wirkt weniger auf uns. Man soll ständig mit ihm “flirten”, sich ihm anpassen, so wie sich ein Mensch der Sonne zuwendet, um sich zu bräunen. Genauso müssen wir innerlich handeln.  

Es ist für uns noch unbekannt, wie man eine maximale Einwirkung des Lichtes bekommt. Und doch ist diese Wirkung immer positiv, sie bringt uns immer Güte und Glück in allen Sinnen. Das ist wahrhaftig die volle Fülle. Für uns aber ist das bis jetzt nur das Umgebende Licht, weil wir seinen inneren Eigenschaften nicht entsprechen.  

Der Gast des Schöpfers muss dem Gastgeber gleichen. Der Hausherr versorgt ihn mit allem und will nur geben, mehr und noch mehr geben. Der Gast schämt sich aber. Er ist nicht imstande das auszuhalten. Dann macht er eine Einschränkung auf sich selbst und sagt: „Zuerst muss ich mich nach dem Gesetz ausrichten, um dem Gastgeber zurückzugeben. Nur auf diese Weise und nur in dem Maße werde ich fähig sein, Deine Güte zu empfangen”.

So bekommen wir vom Schöpfer das innere Licht: in dem Maß, in dem wir Ihm geben können. Dies ist nur in der Beziehung zwischen Liebenden möglich. Indem ich meinem Liebsten wohltue, genieße ich mein Geben, wie die Mutter, die sich um ihr Kind sorgt. Das Geben ist das Zeichen der Liebe. Deswegen, wenn wir der Liebe, die wir vom Schöpfer erwarten, entsprechen werden, werden wir sie auch spüren.

Wie erreicht man das? Wie wird man zum Gast, der dem Gastgeber mit einer Erwiderung antworten kann? Wie lernt man das Geben? Wie versteht man, was das ist? Denn jetzt kenne ich das nicht, ich bin voll und ganz in Selbstliebe versunken, in das Empfangen für mich selbst.

Hier kann ich nur die vorbereitete Grundlage nutzen, die das Gefäß bei der Wechselwirkung mit dem Licht gelegt hat. Das Gefäß ist damals zerbrochen worden, es wurde in Bruchstücke zerschlagen, damit man offenbart, wie stark man sich vom Gastgeber unterscheidet. “Ich möchte all mein Böses offenbaren, denn nur auf diese Weise kann ich Dir jemals ähnlich werden”.

Am Anfang, in der Welt Adam Kadmon, war eine “Aufteilung” des Lichtes in NaRaNChaY und eine Aufteilung des Gefäßes in KaChaB und SON gemacht worden. Danach, zwischen den Welten A’’K und Azilut geschah das Zerbrechen der Gefäße. Dann wurde ein großes einzelnes Gefäß zerteilt, zersplittert in viele Scherben. Jede Scherbe ist in sich selbst eingeschlossen, im Verlangen für sich selbst zu empfangen. Sie ist so verschlossen, dass sie nicht bereit ist, unfähig ist zu spüren was “der Nächste” bedeutet. Sie nimmt nur das wahr, was in ihr selber passiert. So eine Natur hat sie jetzt.

All die Milliarden von Gefäßen sind abgestiegen bis sie in diese Welt gefallen sind. Daraus entstand unser Universum. Danach hat seine Materie angefangen sich von unten nach oben zu entwickeln. Im Laufe dieses Prozesses hat sich unsere Erde geformt und auf ihr die Flora, Fauna und das Menschengeschlecht.

 

  

 

So geschah die Entwicklung in unserer Welt: die von oben herabgefallenen Funken haben angefangen sich miteinander zu Klumpen von Materie zu verbinden, zu Sternen und Planeten, zu Galaxien und Nebel. Danach haben sie sich auf der Erde zu unterschiedlichen Arten von Pflanzen und Tieren verbunden, zu denen auch wir gehören. Wenn es früher einen Prozess des Zerfalls gegeben hatte, der ein Ergebnis des „Zerbruches der Gefäße“ war, so spricht man jetzt von der Verbindung der Substanzen und Materialien. Die Gefäße sind herabgefallen und haben angefangen sich zu verbinden.

Mit wessen Hilfe? Mit Hilfe des Einflusses des Umgebenden Lichtes. Dafür brauchen sie keine bewussten, vernünftigen Handlungen. Auf den Niveaus der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Natur verbinden sich die Teilchen “selbständig” zu Atomen, Atome zu Molekülen, die Moleküle zu komplizierten Strukturen in biologischen Körpern. So wandelt sich allmählich die unbelebte Materie in die pflanzliche und tierische Materie um.

Aber die Stufe des Menschen gehört nicht zu unserer Welt, sie ist weiter. Wir sind bis jetzt ein Teil der tierischen Welt, die am weitesten entwickelt ist. Unser Leben ist den klaren Prinzipien unterworfen: wir tun immer das, was für uns einen maximalen Nutzen verspricht. Jeder ist hinter seinem eigenen Wohl her. Selbstverständlich versuchen wir gut miteinander auszukommen, damit wir uns nicht gegenseitig “auffressen”. Im Endeffekt aber kümmert sich jeder nur um sich selber. So ein “Programm” ist in uns integriert.

Dabei werden wir diametral dem Inneren Licht entgegengesetzt. Aber das äußere Licht wirkt auf uns in einer besonderen Art und Weise und bringt uns trotzdem nach vorne, zu einer größeren Verbindung. Doch indem wir uns verbinden, werden wir noch egoistischer.

Für die unbelebte Natur reicht das aus, was es gibt, sie will sich nur vor der Zerstörung schützen. Um sie zu zerstören, muss daher eine Kraft auf sie einwirken, die stärker ist als ihre egoistische Kraft der Selbsterhaltung. Sie hat keine anderen Verlangen.

Für die pflanzliche Materie ist das zu wenig. Sie will wachsen, sie absorbiert alles Nützliche und sondert alles Schädliche ab, sie verbreitet und vermehrt sich. Sie hebt sich vom Egoismus der unbelebten Materie stark ab.

So verbindet das Umgebende Licht, indem es seine Energie einbringt, noch mehr Teile miteinander, sie werden komplizierter und es entstehen lebendige Zellen, die sich vermehren, die die Umgebung wahrnehmen und lernen, sie für ihr Wachstum zu nutzen. Auf diesem Niveau ist der Egoismus schon mit der Umgebung verbunden.

Die Vertreter der tierischen Stufe offenbaren nicht nur ihre Umgebung, sie bewegen sich und gebären Nachkommen, um die sie sich kümmern. Mit anderen Worten: in ihrem Egoismus ist die gebende Kraft verwurzelt, die dem Egoismus dient.

Und wir, Menschen, nutzen die Umgebung von allen Niveaus noch stärker: die unbelebte, pflanzliche, tierische und menschliche Umgebung. Denn unser Egoismus ist am weitesten entwickelt und er setzt seine Evolution fort. Die tierischen Arten entwickeln sich nicht, nicht so wie wir, sie sterben einfach aus. Andererseits verändert sich der Mensch von Generation zu Generation und das geschieht mit steigenden Geschwindigkeit. Noch vor 500 Jahren war der Sohn dem Vater ähnlich und der Enkel wurde ihnen beiden ähnlich: das gleiche Leben, das gleiche Gewerbe, die gleiche Kleidung. Heutzutage ändert sich der Mensch ständig, als ob er wiedergeboren wird. Im Prinzip ist sein Leben die Geschichte mehrerer Generationen vor ihm.

Warum wirkt das Umgebende Licht auf uns, lenkt uns auf so eine Art und Weise? Damit wir immer komplizierter werden. Je komplizierter die Struktur, desto schwieriger ist es, sich um sie zu kümmern und sie zu unterstützen. Je komplizierter die Verbindung der Verlangen ist, umso egoistischer werden sie, da sie größere, stärkere, innere Kräfte erlangen. Die Außenwelt wird von ihnen noch eigennütziger betrachtet, man sucht nach Möglichkeiten, um aus allem Profit zu schlagen. Im Idealfall möchten wir die ganze Welt “verschlingen”. So hat uns das Höhere Licht erschaffen.  

Heute sind wir zu einer Krise gekommen: die Natur, oder mit anderen Worten, das Licht, der Schöpfer, leitet uns zur maximalen Entwicklung unserer ursprünglichen Natur. Wir offenbaren aber, dass es uns davon nur schlechter geht. Es stellt sich heraus, dass wir keine positiven Kräfte mehr haben, die uns erlauben miteinander auszukommen und ein größtmögliches Vergnügen zu haben.

Wir wären froh, wenn wir den Prozess in andere Bahnen lenken könnten, uns ist bewusst, dass unsere Kinder eine bessere Erziehung brauchen, das Institut der Ehe soll gefestigt werden, wir müssen uns ändern, um nicht so aggressiv zu sein, wir sollten eine gute, freundliche Gesellschaft erbauen…

Aber es kommt alles anders. Ein winziger Anteil von Reichen besitzt die Hälfte der Weltgüter. Sie fürchten sich selber, sie wissen nicht, was zu tun ist, aber auf der anderen Seite sind sie nicht imstande darauf zu verzichten, sie sind nicht bereit, irgendetwas zu verteilen. Ihre gesamte “Barmherzigkeit” ist auf ihr eigenes Wohl gerichtet: darauf, dass die Situation ein bisschen gemildert wird und nicht mehr. Und auch darin sind sie nicht erfolgreich.

Also, im Endeffekt hat uns das Umgebende Licht dazu gebracht, dass wir das Böse erkennen. Deswegen stellen sich viele Menschen die Frage: “Wie soll es weitergehen? Was ist das für ein Leben?” Viele verfallen der Verzweiflung, nehmen Rauschgift, Beruhigungsmitteln, Antidepressiva. Solche Medikamente werden sogar den Schülern verabreicht. Und die leichten Rauschgifte werden sogar legalisiert. Nur um den Menschen zu beruhigen, und damit er leise erlischt…

Das wird noch nicht mal von dem Bösen Trieb erzeugt, sondern es ist eine Folge der Hilflosigkeit. Das alles ist das Resultat des Umgebenden Lichtes, weil es uns unseren wahren Zustand zeigen muss.

So, mit seiner Hilfe, sind wir zu einer gewissen Offenbarung des Bösen gekommen, zu den Fragen nach dem Sinn des Lebens. Manche werden von diesen Fragen zum Selbstmord oder zum Mord an anderen getrieben, oder zu Rauschgiften und so weiter. Manche nehmen diese Frage etwas empfindsamer wahr. Das hängt von den Reshimot ab, von dem “spirituellen Erbfaktor”, der im Menschen existiert und ihm eine neue Wahrnehmung gibt: ”Es muss eine Lösung, eine Antwort auf all das geben. Es ist notwendig für mich, zu einer besonderen Quelle vorzudringen, die mir die Antwort gibt, wofür ich lebe, was der Sinn meines Lebens ist”.

Wenn das Umgebende Licht den Menschen dazu bringt, ist das gut. Dann erweckt die Frage selber ein in ihm integriertes Potenzial und das Licht begleitet ihn weiter, dorthin, wo sich solche wie er versammeln. Das sind keine Körper, das sind Funken, sehnliche Fragen, innere Potenziale, die das Umgebende Licht versammelt hat. Es hat nur das die ganze Zeit getan: die Einzelteile verbunden. Egal, ob das die Elementarteilchen, Atome, Moleküle, Zellen und so weiter sind. Es macht seine Arbeit einfach weiter: es bringt alles zusammen.

Unser Kongress ist auch die Arbeit des Umgebenden Lichtes. Es sammelt die Verlangen, die nach oben streben.

Nachdem wir uns versammelt haben, suchen wir die Antwort, wie wir das Problem lösen können. Und hier, nachdem der Schöpfer den Menschen zum guten Schicksal gebracht hat und gesagt hat:” Nimm es dir”, gibt es zwei Möglichkeiten:

  • entweder unterziehen wir uns unbewusst der Wirkung des Umgebenden Lichtes, das sich bisher um uns gekümmert hat
  • oder mithilfe der Gruppe, zusammen mit dem Licht, nehmen wir bewusst an dem Prozess teil mit Verständnis und Gespür.

Mit anderen Worten, wir sollen die Verbindung mit dem Umgebenden Licht herstellen. Wir sollen wissen, wie wir auf es einwirken und wie das Licht auf uns einwirkt, und wie man unsere Entwicklung mit seiner Hilfe steuern kann. Von hier und weiter bekommen wir die Freiheit der Wahl. Und deswegen muss man nur daran denken, wie es auf uns wirkt und wie wir seine Wirkung ändern, beschleunigen können. Das sollen wir studieren. Dafür sind wir zum Platz des Studiums geführt worden.   

Hier wird uns erklärt, dass wir im Endeffekt dieselbe Handlung ausführen sollen, welche das Umgebende Licht ausführt. Wie es die Materie versammelt hat, indem es kompliziertere Strukturen schuf, so müssen auch wir diese Arbeit weitermachen. Wir machen selber weiter, mit Hilfe der Mittel, die uns zur Verfügung stehen.

Das Licht hat mich zur Gruppe gebracht und ich bin verpflichtet, für ihre Verbindung in ein Ganzes, in ein System zu arbeiten. So gehe ich zusammen mit ihm und dann sehe ich in ihm einen Partner. Jetzt bewegt mich das Licht nicht mehr zu etwas, ich nutze es nicht als die entgegengesetzte Kraft, sondern als eine helfende Kraft, sie ist in meinen Händen.

Und hier befindet sich die gesamte Wissenschaft der Kabbala. Sie spricht darüber, wie wir von hier an und weiter unsere Verbindung auf solche Weise nutzen können, damit das Umgebende Licht sie fördert. Die am Anfang kleine Verbindung wird solange wachsen bis sie alle Menschen auf der Welt erreicht. Und dann werden wir auf diese Weise zurückgehen zur Unendlichkeit, um die Verbindung zu vervollständigen.  

Wenn wir aber nicht erfolgreich sind, wenn wir das nicht wünschen, wird uns das Umgebende Licht durch das unumstößliche Gesetz trotzdem korrigieren, weil wir die Endkorrektur in einer bestimmten Periode von 6000 Jahren erreichen müssen. Vieles ist inzwischen schon gemacht worden und für uns bleibt nur noch ein bisschen übrig.

Indem wir uns verbinden, müssen wir uns mithilfe des Umgebenden Lichtes in die Übereinstimmung mit der Eigenschaft des Inneren Lichtes bringen.

Das Innere Licht ist das Geben und die Liebe. Wir wissen nicht was das ist. Hier muss man verstehen, dass in jeder Welt ein besonderes “Netz” existiert, ein Modell, eine Schablone, nach der wir uns in einer Gruppe verbinden sollen: jedes Mal anders. In der Welt Assija verbinden wir uns, sagen wir, in Form einer Ellipse, in der Welt Yezira als Dreieck, in der Welt Brija in Form eines Quadrates, in der Welt Azilut in Form eines Kreises… Jedes Mal erhält die Verbindung zwischen uns, die Verbindung der Gruppe eine mehr und mehr qualitative Form.

 

 

Indem wir uns darum bemühen, fügen wir uns in eine Art “Muster” ein. Das ist nicht leicht, ungemütlich, unangenehm, aber wir haben keine andere Wahl, wir sind verpflichtet uns einander noch näher zu bringen. Jeder “stockt auf”, schränkt sich ein, jeder heftet sich mehr und mehr an die anderen an und so, peu à peu, erbauen wir eine qualitativ höhere Struktur der Einheit.

Das Umgebende Licht hilft uns dabei. Wenn wir uns bemühen, uns in das neue Format einzubringen, dann hilft es uns. Es hilft uns auch, wenn wir uns irren, es “drückt” ein bisschen auf uns, aber auf eine gute Weise, wie ein Schullehrer.

Wenn wir aber faulenzen, wird seine Wirkung negativ und sie bringt uns das Gegenteil von dem, was wir erreichen wollen. So lernen wir, ohne dass wir dabei eine Wahl haben, aus dem Negativen das Positive.

So oder so wird alles von dem Umgebenden Licht gemacht. Das Gebet zu erheben bedeutet, dass wir in Bezug auf das Umgebende Licht ein Verlangen enthüllen. Die Antwort auf das Gebet bedeutet, dass die Lichter zu uns kommen und uns nach vorne ziehen. In dieser Arbeit schreiten wir voran.

Das Wichtigste ist: sich jeden Augenblick daran zu erinnern und sich vorzustellen, dass wir eine neue Form der Verbindung annehmen sollen, jedes Mal eine neue Form aufbauen sollen. Dann werde ich selber formen, mich selber erschaffen, die Materie meiner Verlangen verlassen und darin die Materie sehen, wo ich der Schöpfer bin.

Das ist das Besondere in der Art und Weise dieser Methode, die Erbauung, die unvergleichbaren Genuss gibt, den Genuss von der Stufe des Schöpfers, der das Geschöpf formt. Das ist das Höhere Licht, NaRaNChaY, das kommt und uns füllt. Es gibt keinen größeren Genuss im ganzen Geschöpf als uns selbst als Schöpfer zu sehen. Einerseits bist du mit dem Material nicht nur von fern bekannt, andererseits annullierst du dich, trittst aus ihm heraus  und beginnst, daran von außen zu arbeiten, damit du diesen “Esel” in den “Stall”, in die richtige Form bekommst, ob als Ellipse, Dreieck, Quadrat oder Kreis Es ist verständlich, dass hier nicht die Rede von geometrischen Figuren ist, sondern von Eigenschaften: sie werden in uns geboren, wir gebären eine nach der anderen und spüren wie wir uns ändern…

Und wirklich, das ist eine besondere Arbeit, ein großes Geschenk vom Schöpfer, der uns erlaubt zu fühlen, wie es eigentlich ist Er zu sein. Und das alles ist uns auferlegt.  

Indem wir schließlich aus uns das Ebenbild des Schöpfers erschaffen, spüren und verstehen wir das gesamte Geschöpf und wir kommen zur Verschmelzung, die der Sinn der Endkorrektur und das Ziel des Geschöpfes ist.  

Indem wir beginnen an der Bürgschaft in der Gruppe zu arbeiten, begreifen wir diese Aufgabe und arbeiten die ganze Zeit in der Gegenwart des Umgebenden Lichtes in Ausrichtung auf das Innere Licht. Wir streben dazu, mithilfe des Umgebenden Lichtes dem Inneren Licht ähnlich zu werden.

Inzwischen verstehen wir noch besser, dass es niemanden gibt außer Ihm. Er wirkt in uns, Er ruft in uns alle Gedanken und Verlangen hervor, Er gibt uns alle Möglichkeiten durch die Umgebung, Er erweckt alles, außer einem Punkt: dem Punkt unserer freien Wahl.

So finde ich durch die Verbindung in der Gruppe meine neue Form. Er hat mich bis hierhin geformt und die Suche nach der nächsten Form ist „mein wahres Selbst“. Ich mache eine Analyse und befinde mich in der Entwicklung, auf der Suche nach meiner vollkommenen Form.

Das bedeutet das Prinzip “Es gibt niemanden außer Ihm”: wir handeln mithilfe des Umgebenden Lichtes, um zum Inneren Licht zu kommen.

 

Vom “Welt Sohar Kongress,” 2. Tag, Lektion 4, 2/6/14

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Was ist die spirituelle Wurzel des Holocaust?

Frage: Was ist die spirituelle Wurzel des Holocaust?

Antwort: Wenn die Diskrepanz zwischen dem Volk Israel und seiner spirituellen Wurzel einen kritischen Punkt erreicht, erzeugt dies in Folge einen „Aufprall“ der korrigierenden, verbessernden Kraft des Lichtes. Baal HaSulam schreibt, dass wir selbst in unserer Zeit den nächsten „Schlag“ auf uns heranziehen, wenn wir unsere Aufgabe, uns selbst und die Welt zu korrigieren, nicht erfüllen wollen.

Kabbala Akademie

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