Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Licht'

Wir erreichen die spirituelle Welt ganz natürlich, so wie ein Baby die Welt entdeckt

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn wir den Sohar lesen, sollen wir dem Text so folgen, als ob wir in uns selbst reisen würden. Doch müssen wir nicht auch Anstrengungen unternehmen, um unsere Forderung nach Korrektur auszuüben?

Meine Antwort: Der Sohar selbst führt Sie zur Korrektur und den dazu notwendigen Gedanken. Er beschreibt Ihnen, was gut oder schlecht ist, entsprechend Ihrem speziellen Zustand und was Sie darin im Detail klären müssen.

Das Buch selbst wird Ihnen diesen Ansatz dazu liefern. Unser Anteil daran ist, einfach in der Lage zu sein, uns daran anzuheften und gehorsam in die gleiche Richtung wie diese Strömung zu „schwimmen“ und mit ihr dorthin zu gehen, wohin sie uns bringen will. Wir müssen unseren Geist und unser Herz reibungslos mit diesem Strom treiben lassen.

Alles ist vorbestimmt, einschließlich meinem Verlangen, den Reshimot in ihm und dem Licht, welches die Reshimot realisiert. Alles hängt jedoch von meiner Anstrengung ab und von meiner Zustimmung, dem Licht Einlass zu den Reshimot zu gewähren.

Ich alleine erlaube dem Licht zu handeln, jedoch darüber hinaus geschieht alles ohne mein Wissen. Ich werde nur Zeuge von allem, was in mir geschieht. Mein Streben wird „Avodat HaShem“ – das Werk des Schöpfers genannt; und ich bin nur Komplize darin. Der Schöpfer sagte zu Moses: „Lass uns zum Pharao gehen. Ich werde alles tun und du wirst sehen, wie ich gegen ihn handeln werde.“ Dies bedeutet, dass mein Punkt im Herzen, das erste spirituelle Reshimo, mich zum Eingang einer neuen Welt gebracht hat, von welcher ich nichts weiß. Und nun, durch diesen Punkt im Herzen, vernehme ich eine Beschreibung dieser neuen Welt. In dem Maße, in dem ich darüber lerne und damit in Verbindung trete, werde ich fähig sein, darin zu leben.

Baal HaSulam schrieb darüber, dass es für den physischen Körper genau so unmöglich ist, in dieser Welt zu leben, ohne die Gesetze, Regeln und Bedingungen zu kennen, wie es für die Seele unmöglich ist, in der spirituellen Welt zu leben, ohne das nötige Wissen darüber zu erhalten. Genau jetzt im Moment versuchen wir, dieses notwendige Wissen zu erhalten. Wenn wir dieses erhalten, werden wir fühlen, dass wir bereits in der spirituellen Welt existieren, weil in der Spiritualität Wissen und Empfindung das Gleiche sind.

Momentan fühle ich nur meinen tierischen Körper – eine illusorische Realität. Aber ich habe auch einen Punkt im Herzen, welcher das Potential besitzt, die Höhere Welt zu fühlen. Dieser Punkt, den ich erhalten habe, ist eine enorme Chance und auch das Einzige, was mir gegeben wurde. Den Rest muss ich selbstständig entwickeln und deshalb wurde mir das Buch Sohar gegeben, welches mir eine Erklärung dafür gibt.

Ich lerne über die Höhere Welt, genau so wie ein Baby in dieser Welt alles lernt, ohne davor etwas darüber zu wissen. Ein Baby kann die Welt nicht mit seinem Geist begreifen, indem es Analysen und Synthesen durchführt. Genauso verhält es sich zu mir in Bezug auf die spirituelle Welt. Ich lerne darüber, indem ich mich an das Buch halte und dadurch das Umgebende Licht anziehe. Diese Art des Studiums ist am natürlichsten. Wir entdecken eine neue Welt in der gleichen Weise, wie wir diese Welt entdeckten, als wir Babies waren.

Die Höhere Stufe kann niemals durch den Verstand erreicht werden, da wir sie nicht fühlen, sehen oder verstehen können. Wir müssen jedoch damit beginnen, sie zu fühlen.

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Der Mangel an Verlangen manifestiert sich als Mangel an Erfüllung

Das Kli (Gefäß) ist ein Abdruck des Lichtes im Verlangen. Es ist der Versuch des Gefäßes, einen besonderen Zustand zu erreichen, um Erfüllung zu erlangen. Wenn ich nach einer speziellen Form von Erfüllung suche, dann bedeutet dies, dass mein Verlangen bereits die „Form“ und Eigenschaft dessen erreicht hat, wonach ich mich sehne.

Dieses Licht ist bereits in mir vorhanden, aber es existiert in der Form eines Informationsträgers (Reshimo), in Form von Leere, einem hohlen Gebilde. Ich empfinde dies weder als Erfüllung noch als Freude.

In der Spiritualität sind diese Zustände nebeneinander. Das Gleiche gilt für die materielle Welt: Wenn ich etwas möchte und ich es sehen und fühlen kann, was muss ich sonst noch machen, um es zu bekommen? Ich muss mir Mühe geben!

In anderen Worten, ich muss meinem bereits bestehenden Verlangen eine neue Wendung geben, um möglich zu machen, das große Licht, welches wir als Erfüllung bezeichnen, innerhalb des kleinen Lichtes, „Reshimo“ genannt, zu offenbaren. Die Größe des Lichtes hängt von der Größe des Verlangens ab.

Ich fühle einen Mangel an Erfüllung, weil das Licht bereits existiert und auf mich aus einer Entfernung her scheint, mein Reshimo erweckt und mich zwingt, zu ihm zu streben. Der Unterschied zwischen Reshimo und Füllung ist nur abhängig von meinem Verlangen, da das Licht ewig und dauerhaft ist. Reshimo ist das Licht in mir, welches sich noch nicht in meinen Verlangen manifestiert hat.

Ich muss meine Anstrengungen erhöhen, um die Intensität meiner Verlangen zu vergrößern und die Fülle, die bereits in mir existiert, zu enthüllen. Aufgrund der geringen Intensität meiner Verlangen nehme ich sie als Reshimo war, als Mangel an Erfüllung.

Ich lebe in einem Ozean aus ewigem, konstantem und endlosem Licht, aber ich kann das nicht fühlen, da ich weder einen Kontakt dazu noch gemeinsame Eigenschaften damit habe. Wenn auch nur das kleinste Verlangen nach dem Licht in mir entsteht, beginne ich das Licht zu fühlen.

Auf der einen Seite bestätigt das geringste Gefühl mir, dass das Licht existiert, und auf der anderen Seite bedauere ich es, dass ich es nicht in vollem Ausmaß wahrnehmen kann. Das Bedauern, das ich als Resultat davon fühle, weil ich das Licht nicht in vollem Umfang wahrnehme, wird „Chissaron“ (Mangel an Erfüllung) genannt und drängt mich dazu, noch stärker das Licht erreichen zu wollen.

Wenn ich beginne, meinen Grad an Anstrengungen zu erhöhen, wird das Licht, welches ich in meinem schwächeren Verlangen als Reshimo verspürt habe, sich in Fülle verwandeln. Das Licht ist unveränderbar, aber wenn mein Verlangen wächst, wird das, wonach ich mich sehne, Wirklichkeit.

Ich befinde mich immer in einem Ozean aus Licht und der ganze Unterschied liegt darin, ob ich mich selbst darin in einem kleineren oder größeren Ausmaß erkenne.

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Mit dem Schöpfer in einem System arbeiten

Wenn ich die schlechten Kräfte fühle, bedeutet dies, dass ich verstehen kann, was gute Kräfte sind, welche sich ihnen gegenüber befinden. Wie auch immer, ich befinde mich nicht unter dem Einfluss der guten Kräfte. Stattdessen falle ich unter die Herrschaft der bösen Kräfte.

Zum Beispiel besitze ich ein Zuhause, welches ein guter, warmer und sicherer Ort ist. Aber nachts finde ich mich in einem dunklen Wald wieder, wo ich mich schlecht und ängstlich fühle, denn ich habe etwas Gutes, womit ich dies vergleichen kann. Hätte ich dagegen kein warmes, gutes Zuhause, würde ich nicht leiden. Ich würde mich einfach damit abfinden, dort im Wald zu leben. Er würde dann nicht dunkel und furchteinflößend auf mich wirken, sondern mein normales Leben sein. Auf die gleiche Weise haben wir uns an das Leben in dieser Welt gewöhnt – der schlimmsten aller Welten.

Dieses Verständnis soll uns helfen, uns durch die Vorstellungen, die im Buch Sohar beschrieben werden, nicht verwirren zu lassen. Wenn wir über die furchteinflößenden Charaktere lesen, müssen wir uns selbst sagen, „All das existiert in mir selbst“. Dies sind meine Verlangen, in welchen ich Genuss erhalten möchte. All diese Dämonen, Geister und die Hölle sind genau hier.

Wir müssen dies klar verstehen. Andernfalls werden wir uns bildlich alle Arten von Himmel und Hölle vorstellen, wie uns dies in der Religion erzählt wird: es ist verboten hierhin zu gehen, und erlaubt dorthin zu gehen. Darum schrieb Baal HaSulam seinen Kommentar zum Buch Sohar. Nur um uns dadurch zu helfen, all diese Vorstellungen los zu werden und all diese Dinge in uns selbst zu suchen.

Wir studieren den inneren Teil der Tora, welcher uns berichtet, dass sich alles im Menschen befindet und der Mensch selbst eine kleine Welt ist. All das bin ich und es gibt nichts außer mir, was existiert. Das Einzige, was in mir existiert, ist der Schöpfer (das Licht) oder die entgegengesetzte Wahrnehmung von Ihm. Es gibt nur Ihn und mich, und Er erzählt mir, wie ich Ihn aus Seiner eigenen Verhüllung enthüllen kann. Er ordnete alles auf diese Weise an, um als Ergebnis meiner Anstrengung und meiner Suche Ihn enthüllen zu können.

Durch die Korrektur meines Verlangens werde ich Ihn erkennen, den Einen, der mich auf diese Weise erschaffen hat. Durch die Erkenntnis des Schöpfers erkenne ich mich selbst – alle meine Eigenschaften und Fähigkeiten. Wie erreiche ich diese Korrektur? Ich bitte konstant um Seine Hilfe, durch das Erfassen und das Verständnis einiger Teile meiner Seele. Als Folge davon wird Er kommen und Sich mir enthüllen, und dann werden wir beginnen zusammen zu arbeiten und uns durch diese Arbeit zu vereinigen.

Dieses System, womit wir arbeiten, wird zu meiner Seele, in der Er und ich zusammen existieren. Und der Sohar erzählt uns über all das.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Yehuda Aschlag Artikel 138
Blog-post: Yehuda Aschlag Artikel 138/73
Blog-post: Yehuda Aschlag Artikel 138/57

Der Schöpfer erhört das Verlangen einer Frau

Nukwa (das weibliche Verlangen) empfängt alles von Seir Anpin (ihrem Ehemann), einschließlich das Licht der Korrektur, durch welches sie nachts zu einem Gefäß (Kli) wird, und das Licht der Erfüllung, durch welches sie beim Erreichen des Erwachsenenalters erfüllt wird und Licht zum Wohle des Gebens empfängt; ein Zustand, welcher als Tag bezeichnet wird. Die Stunden des Tageslichts sind verschiedene Zustände, in denen sie Licht um des Gebens willen empfängt, um dadurch die Stufen zu ändern.

Die Zeit ist eine Veränderung der Erleuchtung innerhalb Nukwas, abhängig von ihrer Fähigkeit, sich mit Seir Anpin zu vereinen und der Menge des Lichts der Korrektur, welches sie von ihm erhält. Zeit sind die Stufen der Korrektur von Nukwa, durch welche sie nach und nach hindurch gehen muss. Nukwa kann das Stadium, welches sie durchläuft, nicht bestimmen, sondern nur das Tempo, in welchem diese Veränderungen stattfinden.

Dem Morgen folgt immer der Nachmittag, und dem Nachmittag folgt immer der Abend, und diesem die Nacht. Diese Ordnung zu verändern ist unmöglich. Allerdings hängt die Geschwindigkeit, wie schnell diese Zustände einander ablösen, nur von ihrem Streben ab (Hitaruta de Letata – „Erweckung von unten“). Nichts wird von Oben herabkommen, wenn sie nicht danach verlangt.

Dies ist das Gesetz, welches in der spirituellen Welt wirkt und über der Beziehung der Höheren zur niedrigeren Stufe herrscht, dem Schöpfer und der Schöpfung. Wir beobachten das Gleiche in unserer Welt. Es sieht so aus, als ob die männlichen Verlangen die Welt regieren würden, aber in der Realität wird alles durch die Verlangen der Frauen bestimmt. Daher sind es ihre Verlangen, welche alle Veränderungen in der Welt verursachen.

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Jedes Objekt existiert relativ zu uns und nur wenn wir es wahrnehmen können

Eine Empfindung ist ein Eindruck eines Verlangens, das Material der Schöpfung. Wir denken, dass Empfindungen nur Gefühle sind, wie Liebe oder Hass. Aber tatsächlich sind Empfindungen die Realität selbst!

Vladimir Lenin formulierte einst seine eigene spezielle Definition über Materie so: „Materie ist objektive Realität, wahrgenommen durch unsere Sinne, und existiert unabhängig von unserem Bewusstsein.“ Er konnte damit nicht weiter entfernt von der Wahrheit in Bezug auf die Objektivität der Materie und deren Existenz außerhalb unseres Bewusstseins sein.

Jedes Objekt existiert relativ zu uns und nur in unserer Wahrnehmung und nur in dem Maße, in dem wir es mit unserem Bewusstsein wahrnehmen. Materie ist das Verlangen zu empfangen (mit Licht gefüllt werden), erschaffen durch den Schöpfer (dem Licht, der Eigenschaft zu geben).

Auf unterschiedlichen Stufen strebt die Materie nach verschiedenen Formen der Erfüllung. Zum Beispiel strebt die unbelebte Stufe danach, ihre Form zu erhalten, während die pflanzliche Stufe bereits danach strebt einen Vorteil anzuziehen und Schaden von sich abzuwehren, usw.

Das Licht erschuf nichts außer dem Verlangen, das sich selbst wahrnimmt.

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Die Methode, um die spirituelle Leiter aufzusteigen

Alles entstand in den vier Stufen der Ausdehnung des Direkten Lichtes, im anfänglichen HaWaYaH, wie geschrieben steht, „Ich habe Mein HaWaYaH nicht verändert“. Dies ist das Modell, das alle Kräfte, Wünsche und Lichter beinhaltet, und von dort an gibt es eine Entwicklung einer Leiter von Graden, Welten, Verhüllungen, Parzufim und Sefirot, mit allen unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Stufen.

Die ganze Offenbarung dieses HaWaYaH geschieht nur in den Empfindungen des geschaffenen Wesens, in ihm selber, in den Erkenntnissen seiner selbst. Jede Stufe der Entwicklung und Offenbarung des HaWaYaH, der fortlaufenden größeren Wahrnehmung vom Selbst, hat dieselben Details wie das anfängliche HaWaYaH, welches sich im Malchut der Unendlichkeit befindet.

Der Unterschied zwischen den Ebenen liegt nur in der „Grobheit“ des Materials, welches beim Abstieg weniger und weniger spirituell wird. Im gleichen Ausmaß jedoch nimmt es sich mehr und mehr selbst wahr.

Die Ebenen entfernen sich immer weiter weg vom Licht, da das Verlangen zu empfangen mehr und mehr enthüllt wird, bis es die unterste Stufe erreicht – unsere Welt. Alle Welten, alle Stufen von Malchut der Unendlichkeit, bis zu unserer Welt beinhalten jedoch dieselben Details ohne Ausnahme, welche miteinander verbunden sind und eine neben der anderen existieren. Deshalb haben wir die Möglichkeit von unserer Stufe auf eine Höhere aufzusteigen.

Die niedere Ebene ist unfähig die Höhere Ebene zu verstehen, bis sie deren Ebene erreicht hat. (Im Übrigen sollten wir daher nicht über andere urteilen, solange wir nicht in ihren Schuhen stecken; jede Person urteilt über andere gemäß ihres eigenen Egoismus). Wenn wir jedoch danach streben, so zu sein wie der Höhere und ihn uns vorstellen, sind wir wie Kinder, die Erwachsene werden wollen, und so wecken wir Or Makif (das Licht der Korrektur) über uns, das uns die Höhere Stufe enthüllt.

Wenn wir uns selbst daher als mehr gebend vorstellen als wir im Moment sind, erwecken wir das Licht einer höheren Stufe über uns. Wir bewirken, dass uns eine höhere Stufe zu sich anzieht und uns auf ihre Stufe emporhebt.

Alle Ebenen existieren parallel und gleichzeitig und ihre Natur unterscheidet sich nur hinsichtlich des Materials, der Absicht des Gebens. Deswegen haben wir immer die Möglichkeit zu höheren Ebenen aufzusteigen. Das ist die ganze Methode, um den Schöpfer zu enthüllen – die Wissenschaft der Kabbala.

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Werde ein Embryo im Schoß der Höheren Ebene

Selbst wenn du noch keinen Schirm oder ein Verlangen zu geben hast, dir aber dieses Verlangen wünschst, dann kannst du versuchen, deinen Punkt im Herzen in die Spiritualität einzuflößen und ihn an die Höhere Ebene anzuheften. Auf diese Weise wirst du wie ein spiritueller Samentropfen werden, der im Mutterschoß, dem ACHaP der Höheren Ebene, platziert ist. Durch das Verlangen, dort zu sein, damit der Höhere dich erheben kann, wirst du beginnen, dich als ein spiritueller Embryo zu entwickeln.

Du musst dich annullieren und danach verlangen, dich in einen Kanal zu verwandeln, durch den das Licht auf die ganze Welt strömen wird. Auf diese Weise wirst du zu einer Leitung und nicht zu einem Hindernis für das Licht. Im Moment bist du in dir selbst eingesperrt und du musst dich öffnen! Diese Enthüllung geschieht mit der Hilfe des Lichts Or Makif.

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Was Noach und seine Arche heute für uns bedeuten


Aus dem Sohar: In der Stunde, als die Welt übervoll mit den Sünden der Menschen war und gerichtet werden sollte, wehe dem Gerechten, die in dieser Welt leben, denn sie sind die Ersten, die sich für die Sünden der Bösen verantworten müssen.

Wie war nun Noah in der Lage, der Sintflut zu entkommen und nicht für die Sünden seiner Generation bestraft zu werden? Der Schöpfer wollte, dass er die Nachkommen der Welt zeugen sollte, und dies war der Grund, warum er ihm das Leben gerettet hatte.

Es gibt viele böse Menschen (egoistische Verlangen) in der Welt (im Menschen), aber sie waren nicht in der Lage, aus den guten Verlangen Noahs (dem spirituellen Verlangen, dem Punkt im Herzen) Nutzen zu ziehen. Deshalb wurden die Bösen (schlechten Verlangen) von Noah (dem aufrichtigen Verlangen) durch die Flut abgetrennt und ertränkt. (Diese Verlangen starben im Menschen und er hörte auf, diese zu fühlen.

Zunächst ist dies die Korrektur, doch wenn er später diese Verlangen korrigiert, werden sie wieder zurückkehren.)

Dieses kleine aufrichtige Verlangen nach dem Geben, genannt Noah, wurde vom Schöpfer im Schutz der „Arche“ gerettet (durch das Or Makif – Umgebendes Licht). (Diese zusätzliche Kraft, jene schützende Hülle, genannt Arche, besteht aus der Eigenschaft des Gebens, auch Mutterleib oder Bina genannt.)

Und das Gericht hatte keine Macht über ihn, denn er hatte Schutz in der Arche gesucht, verborgen vor allen Augen. Das Gericht verhing das Urteil über dem egoistischen Verlangen, hatte aber keine Macht über das Verlangen zu geben. Dies spricht über einen Menschen, welcher eine Verbindung mit dem Geben durch eine Gruppe erworben hat, in ihr Schutz sucht und sich somit vor dem bösen Blick verbirgt, vor seinen egoistischen Verlangen, welche ihn von seinem Ziel abbringen wollen.

Es steht geschrieben: Bittet um Vergebung, bittet um Gnade und vielleicht werdet ihr dem Zorn des Schöpfers entkommen. Man kann sich dem Einfluss des Lichtes nicht entziehen. Das Licht leuchtet und teilt das Verlangen in solche, die die gleichen Eigenschaften wie das Licht besitzen, und jene, die dem entgegengesetzt sind.

Noah bat um Vergebung (Korrektur von Oben) als er in die Arche ging und sich dort versteckte (in der Eigenschaft des Schöpfers, des Gebens; er löste sich darin wie ein Samentropfen im Schoß der Mutter auf), am Tage des Zornes des Schöpfers (der Offenbarung des Lichtes von Chochma, welches die Verlangen nach ihrer Absicht trennt – um zu empfangen oder zu geben). Deshalb ist das Gericht nicht befugt, ihn anzuklagen.

Noach versteckte sich in der Eigenschaft des Gebens des Höheren, dem Schöpfers. Malchut steigt auf zu Bina und versteckt sich dort. Dies ist die Bedeutung von „gerecht“ oder Chassadim – sich über den Egoismus zu erheben.

Jenseits der “Blackbox” der Schöpfung

Wir müssen die Schöpfung in ihrer Gesamtheit und Tiefe erreichen. Dann werden wir imstande sein, zu tun, was geschrieben steht: „Ich werde Dich an Deinen Handlungen erkennen.“ Das bedeutet, dass wir unseren Schöpfer in unserem Innern erfahren werden, in dem Maße, in dem wir das System korrigieren. Wir werden Ihn innerhalb unserer eigenen Materie erkennen, welche eine erhabenere, besondere Form annehmen wird.

Sprache ist eine Verbindung zwischen dem Licht und dem Kli (Empfangsgefäß). Sie ermöglicht uns, das Licht zu verstehen und seine Formen anzunehmen. Sie ist ein Programm, das in unser Material eindringt und aus uns neue Formen bildet, indem sie diese jedes Mal anders gestaltet.

Die gleichen 22 Buchstaben werden in uns fortwährend anders angeordnet. Sie beugen und formen unser Material und machen uns mehr und mehr gebend, bis wir vollständig wie der Schöpfer werden. Wenn wir das erreicht haben, werden wir die Kraft verstehen, die uns geschaffen hat.

Bis dies jedoch geschieht, werden wir alles nur gemäß der Veränderungen in uns offenbaren. Das heißt, dass wir alle Sprachen, Programme, Veränderungen und alles, was wir durchlebt haben und was in unserem Gedächtnis, in unserem riesigen „Computer“ gespeichert ist, enthüllen. Dort können alle Formen und Eigenschaften gefunden werden, vom Ursprung bis zum Ende.

Aber dies alles ermöglicht uns, die Hauptkraft zu erlangen – den Schöpfer, der diese „Blackbox“ erschuf, genannt „Malchut der Unendlichkeit.“ Wir werden dann seine Handlungen jenseits dieser „Box“ erlangen – hinter der Schöpfung des erschaffenen Seins selbst.

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Der unwahrnehmbare Einfluss des Umgebenden Lichts

Eine Frage, die ich erhielt: Ist das Studium der Kabbala das Einzige, was uns das Licht bringt?

Meine Antwort: Es ist das einzige Mittel mit dem man sich mit dem System verbinden kann, welches das Licht enthält. Du existierst unterhalb all diesen Stufen, die von der Ewigkeit bis in unsere Welt herabsteigen, unterhalb der 125 Stufen der Abschwächung des Lichts. Auch die absolut niedrigste Stufe, welche noch über dir ist, hat bereits eine Portion Licht, aber deine Stufe, genannt „deine Welt“, hat noch keine.

Darum wird das Licht, welches von einer höheren Stufe kommt, in Bezug zu dir das „Umgebende Licht“ genannt. Es dringt nicht in dich als „Inneres Licht“, sondern es scheint nur von außen auf dich. Darum wird es „umgebend“ genannt. Sein Einfluss ist unwahrnehmbar und von den Resultaten bestimmt, die es hervorbringt.

Es gibt keinen Weg, sich mit einer höheren Stufe zu verbinden, weil du in deinen Eigenschaften anders bist und darum keinen Kontaktpunkt besitzt, da die höheren Stufen in der Eigenschaft des Gebens funktionieren, während deine jetzige Stufe im Willen zu empfangen arbeitet. Darum hast du nicht einmal die kleinste gebende Eigenschaft, die du dazu benutzen könntest, um einen Kontakt mit einer höheren Stufe herzustellen oder irgendwie zu beeinflussen.

Wenn wir jedoch die höhere Stufe studieren und Teil davon sein wollen, obwohl wir ihr noch gänzlich entgegengesetzt sind, dann ändert das Licht deine Eigenschaften, um den seinen gleich zu werden. Dieses wundersame Heilmittel (Segula) erlaubt dir, dich zu ändern, obwohl du nicht verstehst, wofür du bittest oder wohin dich diese Veränderungen bringen werden. Es macht nichts, dass du als Egoist „unrichtige“ Bitten äußerst, denn die höhere Stufe wird deine Bemühungen akzeptieren, als ob du ihr wirklich gleich werden möchtest.

Dies wird durch das System ermöglicht, in dem die Höhere Stufe auf deine Stufe herabsteigt, mit dessen Mechanismus du nach Oben steigen kannst. Er wird ACHaP genannt und ist eine Art Zwischenstück, eine Gebärmutter (Rekhem). Diese Art von Verbindungen ist vor dir verhüllt, aber auch der Grund, warum du nicht gänzlich von der spirituellen Welt abgeschnitten bist und ebenfalls dafür, warum du deine Verbindung dazu nicht fühlst.

So wie ein Embryo in der Gebärmutter nicht weiß, wo er ist, und seine Mutter nicht kennt.

Die Mutter aber sorgt sich trotzdem um ihn.

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