Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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IWF: Die globale Wirtschaft braucht die kollektiven Handlungen.

Mitteilung: IWF-Chefin C. Lagarde hat die Staaten dazu aufgerufen „jetzt und gemeinsam zu handeln“, um den Weg zum Wiederaufbau der Wirtschaft fortzusetzen.

„Wir sind keinesfalls fremde Menschen, und wir sind durch ein gemeinsames Schicksal verbunden“, sagte sie auf dem jährlichen Treffen des IWF und der internationalen Weltbank in Washington. „Und diese unruhigen Zeiten sollen uns noch enger zusammenschweißen“.

Frau Lagarde teilte folgendes mit: „Es existiert ein Weg zur Heilung. Er ist mehr eingegrenzt, als noch vor drei Jahren, aber dennoch haben wir Handlungsalternativen. Lasst uns die Wolken verjagen und die Ungewissheit vergraben. Es ist einfacher gesagt als getan, und darum sind von uns genau diese kollektiven Handlungen erforderlich. Wir alle befinden uns in der gleichen Situation und niemand darf in irgendwelchen Illusionen verbleiben, dass es eine De-Integration geben kann“.

Die fallenden Börsenkurse haben G-20 dazu bewegt, eine Verpflichtung über „die Vornahme aller notwendigen Maßnahmen zur Sicherung der Stabilität des Bankensystems und des Finanzmarktes, in Übereinstimmung mit den gegenwärtigen Erfordernissen“, anzukündigen.

Nach Aussagen von Analytikern hat diese Meinung die Investoren nicht überzeugt. „Die Erklärung von G20 hat vielleicht die bittere Stimmung auf dem Markt ein wenig gemildert, aber der Zusicherung der Finanzminister fehlt eine konkrete Basis“, sagte Jane Foley von der Rabobank.

„Die Märkte arbeiten im Sekundentakt und die Politiker, scheinbar nach einem Monatskalender“, sagte der BBC Jeremy Stretch von CIBC.

Mein Kommentar: Es reicht nicht zu verstehen, dass die Ursache der Krise sich in unserem Kopf, in unserer Herangehensweise an die Welt, an die Gesellschaft, und nicht in der Gesellschaft und in der Welt selbst befindet. Denn die Führungskräfte müssen den Zustand erreichen, in welchem sie unsere Vorschläge als den einzigen Weg der möglichen Rettung sehen werden: es geht um die eigene Korrektur und nicht um die Korrektur der Natur oder sonst noch jemanden.

Die Welt soll verstehen, dass die Zeit einer Korrektur nach der „Mitschurin“ Art vergangen ist (nach einem Aufruf eines Pflanzenzüchters Mitschurin wurde die Natur von den menschen gnadenlos zerstört: „Wir dürfen seitens der Natur keine Gnade erwarten, sondern diese beherrschen!“), nun sollen wir uns ändern und uns der Natur anpassen.

Wie die Menschen, die die Antworten auf die Frage „über den Sinn des Lebens“ gesucht haben, und die Kabbala gefunden haben, so werden auch hier, die Ökonomen und sonstige Führungskräfte uns finden, aber diese Suche wird mit Leiden und Zeitverlust verbunden sein.

Der Herr, welcher für den Dienst nicht zahlt

Die Wissenschaft der Kabbala ist kein Lehrbuch des Egoisten, kein Börsenführer der neuen Realität, keine Bedienungsanleitung für ein neues Betriebssystem, um dieses für eigene Interessen zu nutzen.

Wenn ich die Kabbala studiere, dann begreife ich, dass ich mich selbst verändern soll und dass ich keine andere Wahl habe. Wir sollen uns in die Übereinstimmung mit dem neuen System bringen, welches wir bewusst und ohne Vorabreden betreten sollen, alles Alte hinter uns lassend und den Rubikon überschreitend, hinter dem sich die neue Welt befindet.

Das ist der Grund warum die kabbalistische Methode von den Menschen enthüllt und entwickelt wurde, welche direkt zum Schöpfer (Jaschar Kel) streben und „Israel“ genannt werden. So hat sie sich ihnen enthüllt, so geben sie diese Weisheit an die Welt weiter, und jeder in der Welt soll es wissen.

Und dies bedeutet, dass uns eine einfache Bürgschaft, eine normale gegenseitige Verantwortung nicht helfen wird. Unsere Rufe nach Vereinigung stellen die ersten Meilensteine auf dem Weg zu einer echten Bürgschaft dar. Und je weiter wir voran kommen werden, umso klarer werden wir sehen, dass wir eine innere Korrektur in Übereinstimmung mit dem neuen System benötigen. Wir korrigieren nicht die Natur und nicht die Welt – wir korrigieren uns.

Die kabbalistische Methode widerspricht allem, was es früher gab. Bis vor kurzem hat die Natur uns von innen gesteuert: Wir haben immer unser wachsendes egoistisches Verlangen realisiert. Dieser Herr (die Natur) verfügte über die absolute Macht über uns, und wir haben seine Befehle ausgeführt. Er war so mächtig, dass er das ganze Sichtfeld einnahm, uns die Augen bedeckt hat, und wir haben ständig nach seinem Denken gelebt, ohne jegliche Unterscheidung zwischen ihm und uns zu machen.

Nun jedoch wird in uns eine neue Einstellung gegenüber der egoistischen Natur geboren. Wir stellen fest, dass diese uns durch ihre Macht zerstört, dass sie ein schlechter Herr ist. Denn im Dienst für ihn bleiben wir ohne jegliche Vergütung. Die Macht des Egoismus stellt sich als Übel heraus und führt zur inneren Leere. Und auf der anderen Seite, offenbart sich eine andere Macht, das Verlangen zu geben…

Vieles sollen wir noch für uns selbst klar stellen und anschließend der Welt übergeben. In unseren Worten, die an die Menschen gerichtet sind, verbirgt sich das Licht, das zur Quelle zurückführt. Und es ist unwichtig, wie viel sie verstehen, das Licht, im System unserer gegenseitigen Verbindung, wirkt bereits.

Auszug aus dem Unterricht nach der Zeitung „Die Nation“, 22.09.2011

Die Vollkommenheit in der ersten Annäherung

Frage: Die Gruppe kann mit einem Auto verglichen werden, das nur dann fährt, wenn es repariert bzw. korrigiert ist. Sobald lediglich ein Teil ausfällt, würde das ganze Auto stehenbleiben. Einerseits treibt die Gruppe uns voran, andererseits übt sie auf uns Druck aus. Genügt es, dass eine Person auf dem Kongress die richtige Einstellung verliert, und es wird uns allen nichts gelingen?

Meine Antwort: Nein. Schließlich trennen uns und die Vollkommenheit die 125 Stufen. Ein ideales System ist somit noch weit weg, weshalb von uns erst die unvollkommene, spirituelle Arbeit verlangt wird, um auf die erste Stufe hinaufsteigen zu können. Es gibt keine Notwendigkeit, sich über die bestimmte Vollkommenheit der Gesamtheit und des Einzelnen zu sorgen. Es genügt ein relativ kleiner Aufwand in der Anstrengung. Wir werden unser Spielzeug, unser Auto auch so bekommen. Lasst es noch kein Porsche sein, und nur eine hölzerne Karre ohne Motor.

Auf der ersten Stufe wird von uns nur eine anfängliche, fast „unwägbare“ Korrektur (die Verbindung) erwartet, welche noch eine Vielzahl an Mängeln besitzt. Es genügt bereits, wenn wir in der Gesamtheit zum Kongress mit dem richtigen Verlangen kommen, um die erste der 125 Stufen der Vollkommenheit zu erreichen. Und das liegt in unserer Macht.

Der lächerliche Stolz des Dummen

Wenn du einen schlechten Zustand offenbarst, dann musst du vor allem verstehen, warum du dich schlecht fühlst. Der Grund des ganzen Übels ist das Zerbrechen, das in meinem Verlangen zu Genießen geschah, wodurch dieses Verlangen eigennützig geworden ist.

Ich muss das alles klären. Und wenn ich in der Gruppe richtig arbeite, dann offenbare ich, dass es in der Realität keine andere feindselige Kraft gibt, außer meinem eigenen Ego, das mich in allem stört und nicht zulässt, das Leben zu genießen.

Es ist gerade das, was heute der Menschheit allmählich offenbart wird. Es gibt kein anderes Übel, außer der Selbstsucht, darin liegt der Grund aller Leiden in der Welt.

Ich offenbare das alles nur unter der Bedingung, dass ich an der Vereinigung arbeite und verstehe, dass ich mich nicht verbinden will. Folglich begreife ich, dass „der Schöpfer den bösen Anfang geschaffen hat“ und ich erlange die Erkenntnis wieder: „Ja, das alles hat der Schöpfer gemacht“.

Das heißt, ich soll alles mit Ihm in Verbindung bringen, und es ist manchmal nicht einfach. Ich muss verstehen, dass Er absichtlich, schlau und grausam das ganze Böse vorbereitet hat, damit ich offenbaren kann, dass ich von Ihm vollständig abhängig bin. Als ob Er mir sagen würde: „Komm zu Mir, bete Mich an, und wenn du mich richtig bittest, dann werde ich das Böse korrigieren. Anderenfalls wirst du es weiterhin portionsweise bekommen, bis dir keine andere Wahl mehr bleibt, als dich zu verbeugen“.

Und wir müssen verstehen, dass unser egoistischer Wunsch größer als unser Ego und als unser Stolz ist. Wenn es anders wäre, dann hätten wir uns zu Tode gestürzt, bevor wir uns verbeugen könnten.

Die Rettung besteht darin, dass unser egoistisches Verlangen über die unbelebten, pflanzlichen und tierischen Niveaus hinauswächst. Und dabei sinkt unter den Schlägen das Niveau seiner Qualität.

Ich erreiche in meinen Verlangen die Grenze und bekomme plötzlich einen Schlag. Danach sind meine Verlangen schon nicht mehr so intensiv, und ich werde ein wenig bescheidener. Später bekomme ich noch einen Schlag, und werde noch ein bisschen weiter niedergebeugt. Folglich werde ich schon klüger und beginne die Situation zu analysieren: wer schlägt mich die ganze Zeit, wer befindet sich über mir?

Ich reduziere meine Wünsche und empfinde mich als ein unglückliches, angeschlagenes Tier. Und das Verlangen zu genießen ist das Material der Schöpfung. Alles andere sind nur Ergänzungen zu diesem Material, die aufgrund der Ähnlichkeit mit den Eigenschaften des Schöpfers oder eben infolge der Abwesenheit dieser Ähnlichkeit offenbart werden.

Und deshalb wird unter den Schlägen unser Stolz verschwinden, und es bleibt ein tierisches Verlangen. Folglich erlange ich einen solchen Zustand, in welchem ich einverstanden bin, den Kopf zu verbeugen und zu bitten. Ich habe also den dummen Stolz nicht mehr, den ich früher empfunden hatte.

Jetzt ist die Frage, ob ich klug genug bin, um zu verstehen, dass ich tatsächlich ein Tier bin, und meine ganze stolze Einbildung ein Betrug ist, so dass ich mich jetzt verbeuge und den Schöpfer um Korrektur bitte.

Die Korrektur besteht darin, dass Er die Macht über mich erlangt. Und wenn ich eine solche Bitte formuliert habe, dann ist sie ein wahres Gebet.

Dafür wird viel Kraft und Unterstützung seitens der Freunde benötigt. Wenn du auch nur ein wenig bereit bist, vor ihnen niedergebeugt zu werden, dann werden sie dir ein Vielfaches dieser Kraft geben, um sich vor dem Schöpfer verbeugen zu können. Dadurch beschleunigst du die Zeit, vermeidest die Schläge und erlangst den Verstand, mit dessen Hilfe du schneller vorankommen kannst.

Rabasch schreibt Folgendes: wenn du dich vor der Gruppe annullierst, aus dir also eine Null (0), und aus der Gruppe eine Eins (1) machst, und ihre Verlangen vor deine stellst, dann wirst du dich in eine Zehn „10“ verwandeln. Wenn du aus dir zwei Nullen machst, dann wirst du dich in ein Hundert „100“ verwandeln, das heißt du wirst in 100 Mal mehr Kräfte bekommen.

Du bekommst also in dem Maß Kräfte von der Umgebung, in dem du dich vor ihr annullierst. Je kleiner du dich machst, desto mehr Kräfte bekommst du von der Umgebung in Bezug auf den Schöpfer, es handelt sich eben um eine umgekehrte Abhängigkeit.

Dadurch sparst du viel Zeit, viele Stufen, Leiden, die auch alle lebenswichtigen Kreisläufe mit Kriegen und den schwersten Problemen betreffen können. Darin besteht unsere ganze Arbeit eben.

Auszug aus dem Unterricht nach „der Lehre der Zehn Sfirot“ „, 07.11.2011

Der Unterschied zwischen dem tierischen und dem menschlichen Verlangen

Der Korrektur unterliegen nur jene Verlangen, die eine Ergänzung, eine besondere Form der Beziehung zum Verlangen haben, die Absicht genannt werden.

Es gibt die instinktiven Verlangen der Erfüllung auf den unbelebten, pflanzlichen und tierischen Niveaus, die unsere Natur sind. Und es gibt die Verlangen, die in uns aufgrund der Absicht aufwachen und anstelle eines Genusses eine besondere Beziehung zur Quelle der Erfüllung vorsehen.

Ich will reich sein, nicht um des Geldes willen und um die damit verbundenen Genüsse zu besitzen, sondern, weil ich meinen reichen Nachbarn beneide. Ich will groß, schön und schlank sein, weil ich mich ständig mit den anderen Menschen vergleiche. Also mischt sich hier eine Beziehung zu den anderen Menschen ein, aus welcher ich den zusätzlichen Genuss herausziehe. Wenn diese Beziehung zum Nächsten verschwindet, dann bleibt mir keinerlei Begründung für diesen Genuss übrig.

Der egoistische Wunsch ist deshalb entstanden, weil wir einst verbunden waren und uns später einander entfremdet haben. Und diese Entfernung, dieses Zerbrechen wirkt auf das Verlangen ein, vergrößert es und gibt ihm die Form der Beziehung zu den fremden Menschen, den Wünschen, zum Schöpfer; das heißt zu den Objekten, die sich außerhalb von mir befinden.

Einen instinktiven Wunsch will ich einfach erfüllen. Dabei interessieren mich die anderen Menschen überhaupt nicht, es geht also nur um mein Verlangen. Die Wünsche „des menschlichen“ Niveaus sind dagegen nicht meine angeborenen Wünsche, sondern die erworbenen. Ich habe sie damals erworben, als ich noch mit den anderen Menschen verbunden war, oder vielleicht befinde ich mich jetzt in einer solchen Umgebung, die in mir solche Verlangen anzündet.

Somit werden gerade solche Verlangen korrigiert, die eine Absicht haben, welche aufgrund der vorigen Vereinigung in einem Wunsch entstanden. Deshalb sind sie in uns eben anwesend und wachen die ganze Zeit auf, um korrigiert zu werden.

Gerade infolge der Korrektur dieser Absicht erreichen wir das Verständnis der Schöpfung, des Schöpfers, sowie die 620 Mal intensivere Erfüllung und Verbindung eben.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 03.11.2011

Wo gibt es die fehlende Hälfte des Gefäßes

Wir arbeiten ständig mit unserem egoistischen Verlangen, welches entsprechend seiner natürlichen Eigenschaft, dem Wunsch zu genießen, unserem einzigen Material handelt. Und wir warten darauf, dass das Licht der Korrektur dieses Verlangen um die richtige Absicht des Gebens ergänzt.

Man muss den Wunsch und die Absicht unterscheiden können. Mit dem Wunsch zu genießen ist es möglich zu arbeiten und voranzukommen, und darüber steht geschrieben: „Mache alles, was nur in deiner Macht ist!“ Aber die Absicht des Gebens an den Nächsten oder an den Schöpfer entsteht infolge der Einwirkung des umgebenden Lichtes. Wir müssen das Licht eben darum bitten.

Einen Teil des spirituellen Kli trage ich schon in meinem Inneren, nämlich das Verlangen zu empfangen, das ich weder verachten, noch neutralisieren soll. Ich will nur die Absicht verändern. Wenn der Mensch seine Einstellung zur Handlung und zur Absicht richtigerweise voneinander trennt, d.h. die Handlungen aufgrund der Neigung oder mit Hilfe der Kraft der Brüderlichkeit ausführt, die er in der Vergangenheit bekommen hat, dann kann er sich immer in einem Gebet, in der Bitte um die Absicht befinden.

Er bittet darum, dass seine Absicht an die Handlung angeschlossen wird und das Wesen dieser Handlung bestimmt. Auf diese Weise kommt er voran. Je mehr er seine Handlungen versteht und fühlt, desto klarer empfindet er, dass der Unterschied zwischen dem Materiellen und dem Spirituellen nicht so groß ausfällt. Baal HaSulam spricht an der Stelle eine psychologische Veränderung im Menschen an. Er soll weder sein Leben verändern, noch seine Wurzeln verheimlichen, sondern ständig um die Korrektur der Absichten bemüht sein.

Deshalb ist er einerseits froh über den Auszug aus Ägypten, und er hat viele Kelim, viele Wünsche und Kräfte. Andererseits hat er eine Menge Absichten, zu empfangen, und fühlt, dass sie der Wahrheit entgegengesetzt sind, weshalb er mit diesen Absichten arbeiten soll. Ab diesem Zeitpunkt fängt schon die richtige spirituelle Arbeit an, und deshalb heißt es, der Punkt der Geburt. Er fühlt, dass er heute vor dem Schöpfer mit solchen unkorrigierten Kelim erscheinen kann, die zur Korrekturen bereit sind.

Zusammenfassung der Prinzipien und Ratschläge aus der Morgenlektion 25/10/1

Allgemein

*Seit der Zeit des ARIs und länger existiert die Korrektur der Welt, und wir müssen jetzt verstehen, dass alle Ereignisse und Vorfälle, die in der Welt geschehen, sich nun aufgrund der mangelnden Korrektur unserseits offenbaren, aus der fehlenden richtigen Wahl, aus mangelnder Einsetzung der für uns getroffenen Vorbereitungen. Und all diese Vorbereitungen werden als die „Vorväter“ bezeichnet.

*Die Verbindung zwischen Menschen, als solche unbekannt in der Tierwelt, ermöglicht uns, die Last in unserem Leben mit anderen zu teilen – das Zuhause, im Gesundheitswesen, in der Erziehung – mit Millionen von Menschen auf der ganzen Welt, um uns in kürzester Zeit, all das zu Verfügung zu stellen, was wir benötigen, und in der restlichen Zeit, die uns verbleibt, können wir uns mit dem, was im Inneren geschieht, beschäftigen, mit der spirituellen Nahrung.

*Die Hauptarbeit liegt an uns; dass wir uns in Bürgschaft und Verbindung miteinander organisieren müssen, und gerade dann wirken wir mit unserem Inneren auf das Verbindungsnetz, in dem wir uns alle befinden. Wenn zwischen uns die Macht der Bürgschaft herrscht, so ist das eine qualitative, hohe, sich in alle Systeme einkleidende Kraft, mit der alle Menschen anfangen werden, wahrzunehmen, dass die Welt wahrhaftig miteinander verbunden ist, und dass sie ins Gleichgewicht gelangen muss.

Frieden auf der Welt

*In unserer jetzigen Situation sind wir bereit, uns mit einem Minimum an Leid zufrieden zu geben. So ist unser Leben aufgebaut. Aber sobald sich das integrale System offenbart, offenbart sich zusätzlich zum individuellen Leid, auch das Leid der Allgemeinheit, welches die Menschen schrittweise aus dem Gleichgewicht wirft – sowohl innerlich als auch äußerlich.

*Wir führen, in unserem Leben unzählige Handlungen durch, um Anerkennung von der Gesellschaft zu erhalten; ich messe mich ständig anhand der Umgebung, der ich wie ein Sklave verpflichtet bin. Jeden Moment denke ich darüber nach, wie und wem ich gebe; wir befinden uns bereits im System des gegenseitigen Einflusses aufeinander, wenn wir nur wüßten, wie wir das zum Wohle des Allgemeinen Systems nützen könnten, anstatt nur unser Verlangen zu füllen, aufgrund der für uns profitablen Motiven, um das egoistische Verlangen der Gesellschaft zu füllen – so würden wir die Gesellschaft zum Ausgleich und zu einem sicheren und ruhigen Leben miteinander bringen.

*Wir befinden uns und agieren in der schlimmsten Etappe der Menschheitsgeschichte, alle sind wie hypnotisiert, so als hätte man in uns Eigenschaften implantiert, die sich ständig erneuern. In jedem Augenblick erscheint dir, dass du für Dich, deine Familie und deine Kinder arbeitest – aber dem ist nicht so, es scheint dir nur so. Das gesamte zwischen uns herrschende System existiert nur, um die egoistischen Bedürfnisse der anderen zu erfüllen.

*Wenn der Mensch ausrechnen würde, wieviel er der ganzen Welt ohne Gegenleistung gibt, und das dem gegenüberstellt, was er von der Welt, in seinem ganzen Leben erhält, so würde er vorziehen, niemals geboren worden zu sein. Deshalb liegt die gesamte Veränderung des Bewusstseins des Menschen in der genauen Berechnung, welche klar und transparent sein soll, was man vom Empfangen und Geben hat – materiell und noch mehr spirituell berechnet.

Die Wahrheit ist vor dem menschlichen Auge verborgen, und deshalb müssen wir ein Bildungs- und Aufklärungsprogramm aktivieren, und erst dann wird die Welt in ihrer verzweifelten Lage einsehen, dass sie vor einem neuen Wendepunkt steht.

*Resultierend aus den unterschiedlichen egoistischen Systemen, in denen wir bis heute lebten und den Systemen, die sich von heute an schrittweise offenbaren und in denen wir miteinander verbunden sind, offenbaren sich alle Probleme, die im egoistischen System existieren, und führen die ganze Welt zu Protesten und Bürgerkriegen. Die Menschen beginnen zu enthüllen, wie sehr die allgemeinen jetzigen Systeme ihnen die Menschlichkeit rauben, und das kann zu gewaltsamen Ausschreitungen, Bürgerkriegen, bis hin zu einem Weltkrieg führen. Das ist der Weg des Leidens in der menschlichen Entwicklung, die man nur anhand der Bildung des Menschen unter den herrschen Gesetzmäßigkeiten, in der neuen Welt, abwenden kann, und damit auf gute Weise zur kommenden Entwicklungsstufe gelangt.

*In der Verbindung zwischen Menschen, in Beziehung des einen zum anderen befinden sich freie Sphären, welche als die „spirituelle Existenz“ definiert werden. Sobald jeder einzelne aus sich herausgeht – nicht frontal anderen gegenüber sondern mit Rücksicht auf den anderen, dann wird er dort seine spirituellen Existenz enthüllen.

Vorbereitung auf den Unterricht

*Alle kabbalistischen Bücher sind der „Verdienst der Vorväter“, welche wir verwenden können, und ohne sie wären wir unglückliche Wesen auf der Erde – leidend und unfähig, dem zu entfliehen. Jeden Rettungsanker, den uns die Vorväter zuwerfen, ist ein Rettungsring, um unser Leben vor dem irdischen Dasein zu retten. Deshalb müssen wir uns während des Sohar Studiums an diesem Rettungsanker festhalten und uns bemühen, dass er auf uns Einfluss hat, und wir es dann schaffen werden, uns zu verbinden, und unser spirituelles ewiges Leben enthüllen.

*Das Erheben des Gebets gelangt nicht nach oben, da sich alle Parzufim im Zustand von „Katnut“, der Vorbereitung befinden; und je nach unserer Bitte fangen sie an, aktiv zu werden. Von dem Ort des Erhebens des MaNs bis zum Ort Ejn Sof, befindet sich alles in minimalster Existenz, und erwacht anhand des MaNs, welches die Geschöpfe erheben.

*Anhand der Bitte von unten, treten alle Parzufim in Aktion, und das führt zur Korrektur der Schöpfung. Von hier können wir beobachten, dass alle Wünsche, die in jedem Menschen erwachen, Einfluss auf das ganze System haben.

*Unser MaN, auch wenn es nicht wahrhaftig ist, wird oben immer als wahrhaftiges MaN empfangen.

Erwerb durch das Geben

Unser Zustand wird nicht dadurch korrigiert, dass wir selbst etwas Neues aufbauen.

Wir werden uns nur in ein immer größeres Gleichgewicht mit dem schon existierenden System der gegenseitigen Bürgschaft bringen, wir werden einfach kompliziertere Stufen der gegenseitigen Bürgschaft offenbaren, bis das System vollkommen ist.

Unsere Korrektur erfolgt durch unsere einzige Handlung, durch die Erreichung der gegenseitigen Verbindung. Wenn wir uns verbinden, dann können wir uns ins einheitliche höhere System integrieren und unser Leben zum Gleichgewicht bringen.

Wenn bis zum heutigen Tag die Ökonomen sehr komplizierte Finanzsysteme aufbauen mussten und Verträge schließen, so wird das alles nicht mehr nötig sein. Denn in diesem neuen System ist schon alles enthalten. Wir müssen nur unsere menschlichen Beziehungen an dieses System anpassen. Mehr ist nicht notwendig. Alle Börsenmakler können zu Hause bleiben.

Wir werden plötzlich enthüllen, dass die Notwendigkeit an allen Berufen, außer den für das Leben notwendigsten, verschwinden wird. In diesem neuen System der Beziehungen zwischen uns wird es keine überflüssigen Berufe geben, weil das System in seiner ganzen Vollkommenheit und Verbundenheit offenbart wird.

Es ist nicht das System, das wir basierend auf unserer Selbstsucht aufgebaut haben, wie es beispielsweise bei Revolutionen, Globalisierung, Wissenschaft usw. der Fall ist. Nichts davon wird notwendig sein. Infolge der Verbindung zwischen uns und der Korrektur unserer Eigenschaften werden wir uns an das schon existierende ideale System anschließen.

Es existiert schon heute, wir wissen nur nicht, wie wir den Anschluss an dieses System finden können. Diese Unwissenheit äußert sich in der Krise.

Folglich wird die Menschheit offenbaren, dass sie überhaupt nichts zu machen hat! Diese vorige, tierische Vernunft muss verschwinden; damit können wir nichts mehr erreichen. Und alles, was wir brauchen, ist die gegenseitige Bürgschaft. Dadurch erreichen wir das Gleichgewicht mit dem höheren System und stellen infolge unserer Verbindungen fest, dass dieses System klar und vollkommen ist. Und wir werden uns daran anschließen und dort so lange existieren, bis uns endlich bewusst wird, dass dieses System, der innere Verstand der Schöpfung, die Natur oder der Schöpfer ist.

Wir werden das ewige und vollkommene Leben innerhalb dieses Systems empfinden. Unsere tierischen Körper werden sterben und verschwinden, aber wir werden es überhaupt nicht merken. Wir werden in diesem System in der Einheit mit dem Verstand des Schöpfers existieren.

Dieses System der Beziehungen, das wir untereinander heute offenbaren, ist die Enthüllung des höheren, spirituellen Systems. Deshalb geschieht die Wirtschaftskrise und die Krise in dem System der Beziehungen zwischen uns. Denn gerade die Wirtschaft verbindet uns miteinander, wie es in der Tora geschrieben ist: „Geht und verdient von einander“.

Genau das müssen wir entdecken, wie wir von einander verdienen können, nur dadurch, dass wir an einander geben! Es ist eine ganz besondere Periode, in die die Menschheit eingetreten ist.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Der schaffende Geist“, 21.10.2011

Zusammenfassung der Prinzipien und Ratschläge aus dem Morgenunterricht 24.10.11

Allgemein

Unser Problem ist, dass, obwohl wir uns schon seit vielen Jahren im Studium der Kabbala befinden, es uns trotzdem schwerfällt, zu akzeptieren, dass sich die ganze Tora nur in der Verbindung zwischen den Menschen umsetzt. Das ist für uns so abstoßend, dass wir es jeden Moment vergessen und bereit sind, dem alles andere vorzuziehen, nur um uns nicht damit beschäftigen zu müssen. Das ist das 1. Hindernis, und hier ist alles vom Aufbau der auf mich einwirkenden Gesellschaft abhängig, welche die ganze Zeit den Menschen auf dem richtigen Weg hält.

Wir sind nicht fähig, mit dem Schöpfer zu sprechen, mit der Macht des Gebens, sondern nur mittels des Klis, in welchem Er sich verhüllt. Dieses Kli ist die Gruppe. Und deshalb bezeichnen wir so eine Entscheidung zwischen uns als „Bündnis“, wenn wir alle unsere Herzen und Gedanken auf die Verbindung zwischen uns konzentrieren, um darin die allgemeine Macht des Gebens, „den Schöpfer“ zu enthüllen.

Frieden auf der Welt

Durch deine Konfrontation mit der Natur erschaffst du eine Krise um dich herum.

Das integrale Gesetz herrscht in jedem natürlichen System, außer in dem des Menschen. Und jetzt sind wir an einem Zustand gelangt, in dem auch im System des Menschen dieses Gesetz herrschen muss.

Heutzutage, befindet sich die Welt in einem Zustand, in dem sie nicht fähig ist, sich von der integralen Verbindung zwischen ihren Teilen zu trennen und daher ist eine Veränderung nicht möglich. Folglich gibt es auch keine Möglichkeit, eine Entscheidung zum Wohle der Menschheit zu treffen, mit den jetzt existierenden Institutionen – Wirtschaft, Militär oder einem Regierungswechsel usw.

Die einzige Veränderung zum Wohl der gesamten Welt liegt in der inneren Veränderung des Menschen; man kann das Netz nicht verändern, aber wir können die qualitative Verbindung zwischen uns verbessern, und dann wird das System anfangen, unsere Verlangen zu stillen.

Die Welt muss einsehen, dass es nur einen Weg gibt, um den jetzt herrschenden Zustand verbessern zu können – persönliche Betreuung der Menschen bei der Schaffung und Erweckung von Bewusstsein und Moral. Und dann wird der Verbindungsgrad von einem Zustand der Isolation zu einen Status gegenseitiger Bürgschaft aufsteigen.

Vorbereitung auf den Morgenunterricht

Während des Studierens des Sohars ist es ganz wichtig, die Absicht nach Verbindung zu wahren, da ansonsten das Lesen und Studieren keinen Nutzen bringt.

Es ist möglich, die Weisheit der Kabbala auf der Verstandesebene zu lernen, aber wer den Punkt im Herzen besitzt, lernt die Kabbala mit dem Gefühl, und deshalb – bevor er nicht fühlt, wird er nicht stabil sein, das heißt es wird ihm nicht gegeben werden, die spirituellen Abläufe in ihrer ganzen Pracht zu verstehen. Und deshalb wird gerade derjenige, der Jahre studiert und nichts versteht, erst dann verstehen, wenn sich ihm die Korrektur offenbart hat.

Was ist der Verstand?

Frage: Was bedeutet der höhere Verstand, den jeder Mensch am Ende der Korrektur begreifen soll?

Meine Antwort: Der Verstand ist das Licht Chochma, das ich mit Hilfe meines Verlangens (Malchut) begreife, und in die Übereinstimmung mit den neun ersten Sefirot bringen soll.

Мalchut ist ein empfangendes Gefäß, das Verlangen zu genießen. Und wenn ich sie auf das Geben (auf die neun ersten Sefirot) ausrichte, dann wird sie zum Gefäß für das Licht Chochma (das Licht der Weisheit). Ein solches Gefäß wird eben als der Verstand bezeichnet: das Licht der Weisheit (Chochma), das sich in den Wunsch der Schöpfung einkleidet.

Wir können diesen höheren Verstand nicht mit unserer irdischen Vernunft begreifen. Der höhere, schaffende Verstand ist der Verstand des Schöpfers, der die Geschöpfe mit dem Licht der Weisheit (Chochma) geschaffen hat. Wir können es nur durch die Gleichheit der Eigenschaften, im Maß der eigenen Korrektur begreifen.

Wenn ich mein Verlangen zu genießen auf das Geben korrigiere und mit dem Licht Chassadim (mit dem Licht der Barmherzigkeit) ausfülle, dann entwickele ich den antiegoistischen Schirm, mit dem ich die Verschmelzung mit dem Licht ausführe (Siwug de-Akaa), infolge dessen das widergespiegelte Licht entsteht. Folglich kleidet sich das höhere Licht in mich ein, und ich begreife den Verstand des Schöpfers.

Deshalb trägt die Wissenschaft der Kabbala solchen Namen (Chochmat Kabbala), denn sie lehrt uns, wie man dieses Licht der Weisheit (Chochma), das Licht der Vernunft empfangen kann, um damit den Schöpfer zu begreifen. Aber wir begreifen diesen Verstand langsam, nach dem Maß unserer Gleichheit mit Ihm im Geben.

Es ist nicht diese irdische, tierische Vernunft, mit der wir geboren werden. Wir müssen die höhere Vernunft mittels der Korrektur offenbaren. Je mehr sich der Mensch korrigiert, desto mehr spirituellen Verstand eignet er sich an.

Und sein Vorankommen hängt keinesfalls von seinen intellektuellen irdischen Eigenschaften ab. Er kann sogar ein Einstein sein, aber es wird ihm beim spirituellen Aufstieg überhaupt nicht helfen.

Der irdische Verstand, hilft dem Menschen seinen Egoismus richtig zu benutzen und hat nichts mit der Vernunft zu tun, die er infolge der Arbeit in der Gruppe und mit Hilfe solcher Handlungen entwickelt, welche einem Fremden als ganz unvernünftig, irrational und von allen verachtet, vorkommen mögen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Schaffende Vernunft“, 21.10.2011