Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Korrektur'

Die Höhere Welt – es ist einfach!

Kongress in der Arava. Lektion 1

Es gibt keine Höhere Welt. Höhere Welt bedeutet die Verbindung zwischen uns. Wenn wir diese Verbindung wahrnehmen, nehmen wir die Höhere Welt in ihr wahr. Sie befindet sich nicht irgendwo außerhalb von uns. Die spirituelle Welt existiert an und für sich nicht. Wir erschaffen, bilden sie selbst.

Es existiert ein einfaches höheres Licht, und es existiert ein Punkt, der sich mitten im Licht befindet und in mehrere Teile geteilt ist. Wenn wir diesen Punkt zu einem Ganzen vereinen, wenn wir alle seine Teile verbinden, wird er dem Licht ähnlich und verwandelt sich nach dem Gesetz der Ähnlichkeit der Eigenschaften in ein großes Gefäß/Kli für das Licht.

Der schwarze Punkt inmitten des Lichts der Unendlichkeit verwandelt sich also in ein riesiges Gefäß, welches das ganze Licht in sich einschließt. Und ohne die Verbindung seiner Teile zu einem Ganzen gibt es kein Gefäß, es gibt nichts außer dem schwarzen Punkt. „Existierendes aus dem Existierenden“ ist das Licht, und „Etwas aus dem Nichts“ ist ein winziges, noch nicht wahrnehmbares Verlangen, welches als Schöpfung noch nicht existiert.

Auszug aus der ersten Lektion des Kongresses in der Arava, 18.11.2011

Unsere außergewöhnliche Generation

Kongress in der Arava. Lektion 1

Aus dem Brief von Baal HaSulam (Nr. 13): „Ihr sollt daran glauben, dass es viele Funken des Gebens in jedem Freund gibt, und wenn sie an einem Ort, im brüderlichen Zusammenhalt, in Liebe und Freundschaft versammelt werden könnten, würde es selbstverständlich für alle ausreichen, eine bedeutende spirituelle Stufe zu erreichen, von nun an und für immer“.

Es wurde nichts außer einer gemeinsamen Seele in der Welt erschaffen. Teile dieser gemeinsamen Seele, Funken, erwachen von Generation zu Generation und erreichen die Korrektur. Alle Generationen, die ihre Korrektur erreicht haben, vereinen sich in der letzten Generation, die mit uns beginnt.

Unsere Generation ist besonders. Sie muss alle vorangegangenen Generationen in sich vereinen – von Adam ha Rishon über Abraham und Rabbi Schimon bis hin zu Ari und Baal HaSulam, die große Korrekturen in der gemeinsamen Seele vollbracht und deren bedeutenden, besonderen, den hellsten Teil für uns vorbereitet haben. Doch darüber hinaus müssen wir alle zukünftigen Gefäße/Verlangen (Kelim), die die Korrektur beenden, an uns anschließen.

Wir vereinen in uns diejenigen, die vor uns waren, unsere Vorväter, und diejenigen, die nach uns kommen, unsere Söhne. Denn wir haben bereits den Zustand erreicht, in dem die Welt beginnt, nach der Korrektur zu verlangen – die Seelen erwachen bereits. Und obwohl die Menschen es noch nicht verstehen – es ist auch nicht nötig -, weil sie alle zu jenem Teil der gemeinsamen Seele gehören, der die Korrektur nicht bewusst, sondern durch die Verbindung mit uns erreicht.

Unsere Pflicht besteht darin, uns zu verbinden, alle jene heiligen Funken des Gebens in uns zu vereinen, die dieses System vor uns korrigiert haben, – und die Korrektur abzuschließen.

Es ist eine außergewöhnliche Zeit, wir spüren, dass es ein besonderer Zustand ist. Und wir sehen, wie der Schöpfer uns hilft – uns die Möglichkeit gibt, uns zu vereinen und uns zu reinigen, um das zu verwirklichen, wonach wir uns so sehnen.

Auszug aus der ersten Lektion des Kongresses in der Arava, 18.11.2011


Wir haben eine zweite Chance

Kongress in der Arava. Lektion 1

Natürlich habt ihr davon gehört, dass Ari einmal zu seinen Schülern sagte: „Wenn wir heute nach Jerusalem hochgehen, werden wir die Endkorrektur (Gmar Tikun) realisieren können. Lasst uns in einer Stunde zusammenkommen und hochgehen, diesen Weg fortsetzen!“

Doch als eine Stunde später die Schüler eintrafen, sagte der eine, dass er aus irgendeinem Grund nicht kann, und der andere aus einem anderen Grund, den dritten lässt die Frau nicht gehen, der nächste kann der Kinder wegen aufgrund von Krankheit oder wegen anderer Probleme nicht. Und so konnten sie nicht zum Zustand von Gmar Tikun aufsteigen.

Wir verstehen nicht, wie solche Hindernisse die Schüler von Ari aufhalten konnten – im Vergleich zum Zustand der Endkorrektur, den sie erreichen konnten?

Wir begreifen jedoch nicht, welche Hindernisse dem Menschen von oben in den Weg gestellt werden, damit er sich der Korrektur nähert.

Wir sind nicht die stärksten und nicht die außergewöhnlichsten – gerade wir sind die schwächsten von all den großen Generationen, die vor uns da waren. Wir leben jedoch in einer besonderen Zeit, und diese Zeit verlangt nach einer großen Korrektur, deren Realisierung möglich geworden ist! Und darum, selbst wenn wir dessen nicht würdig sind, nicht stark genug sind und nicht besonders gut verstehen, was wir tun, bringt uns die höhere Kraft dennoch zusammen und treibt uns an.

Deshalb dürfen wir nicht vergessen, dass uns auferlegt wurde, uns lediglich nach unseren Möglichkeiten zu bemühen! Und der Schöpfer ist derjenige, der diese Arbeit für uns beendet.

Auszug aus der ersten Lektion des Kongresses in der Arava, 18.11.2011

Das Licht soll sich enthüllen und die Welt erleuchten

Kongress in der Arava. Gespräch während der Mahlzeit.

Wir stehen an der Schwelle eines sehr wichtigen Ereignisses – wir können aufsteigen und sogar hochspringen, wir haben alle Bedingungen dafür.

Es ist wirklich ein besonderer Zustand, der uns von oben geschenkt wurde. Es ist kein Ereignis, das lange geplant, organisiert, durchdacht wird und endlich kommt. Es gibt „Erweckung von unten“ (Itaruta de Letata) und „Erweckung von oben“ (Itaruta de Leila), wenn die Möglichkeit von oben gegeben wird, und das Wichtigste ist, diesen Moment nicht zu verpassen!

Deshalb haben wir es so spontan veranstaltet, und es ist schön, dass unsere Freunde aus der ganzen Welt es verstehen. Ich spüre darin eine wahre höhere Gunst, die uns erwiesen wurde – damit wir sowohl auf dem großen Kongress als auch danach bereit sind, das auszuführen, was uns für die Korrektur der Welt auferlegt wurde. Deshalb eröffnen sich uns solche Möglichkeiten.

Wir sind sehr aufgeregt. Ihr habt gefragt, wie wir diese Aufregung aufrechterhalten können; sie wird von allein kommen, von all den Freunden, die hierher kommen – alle werden die Begeisterung spüren. Und ihr werdet eine noch größere Begeisterung spüren, wenn ihr beginnt, diese „Tropfen der Barmherzigkeit“, die von oben hinuntertropfen, aufzufangen.

Wir müssen aus diesem ganzen Zustand eine sehr große Kraft gewinnen, die uns für die Korrektur der Welt bereit macht, und es fortsetzen. Das kommende Jahr ist wirklich entscheidend und schicksalsträchtig. Wollen wir hoffen, dass wir es schaffen, die Welt aus jenem Abgrund des Egoismus herausziehen, in dem sie sich befindet, und sie zur Stufe von Bina zu erheben – alle zusammen. Und dann werden wir ebenfalls eines Aufstiegs würdig sein.

Unter uns gibt es Freunde, die viele Jahre an unserer Seite sind und noch von der gleichen Hoffnung leben müssen. Weil sie auf das allgemeine Erwachen, auf die allgemeine Realisierung warten. Man könnte es mit einem Ehepaar vergleichen, das lange zusammenlebt und immer noch keine Kinder hat. Und ständig leben sie von der Hoffnung, dass sie endlich Kinder haben werden. So erlangen auch wir momentan den Zustand, in dem wir es endlich verwirklichen können!

Ich bin sicher, dass dieser Kongress wunderbar und sehr schön, mit großer Begeisterung verlaufen wird. Und das Wichtigste ist, diese Begeisterung bis zu unserem großen Kongress aufrechtzuerhalten und dort eine riesige Kraft der Vereinigung zu erreichen. Die Vereinigung ist unsere Sorge, und das, was diese Vereinigung erfüllt, ist dem Schöpfer auferlegt.

Wollen wir hoffen, dass wir eine so große Kraft, eine solche Kompression zur Vereinigung zwischen uns erreichen werden, dass uns wirklich das höhere Licht enthüllt wird, zumindest in dem allerersten Maße, und dann werden wir die ganze Welt erleuchten, was bedeutet, „das Licht für die Völker der Welt zu sein“. Für all diejenigen, die es noch nicht besonders gut verstehen und spüren können – und dann wird es sie näher bringen und anziehen. Auf diese Weise werden wir die Anweisung des Schöpfers erfüllen und uns mit Ihm verbinden. Für das Leben!

Auszug aus dem Gespräch während der Mahlzeit vor dem Kongress in der Arava-Wüste, 18.11.2011

Lass Ihn einfach die Arbeit tun!

Kongress in der Arava. Gespräch während der Mahlzeit

Der Schöpfer erweckt uns, und Er ist derjenige, der die ganzen Handlungen vollbringt, es gibt keinen Menschen auf der Welt, der selbst etwas machen könnte. Alles wird von dem höheren Licht vollbracht, das sich immer mehr in uns enthüllt – seine Kraft wirkt. Wir müssen uns lediglich bemühen, ihm möglichst ähnlich zu sein – ihm entgegen zu kommen, diverse innere Bewegungen auszuführen, damit es sich in uns enthüllt. Das ist die wichtigste Bestrebung.

In Wirklichkeit ist alles, was der Mensch tun sollte, Ihn einfach die Arbeit machen lassen, wie eine „Frau“ (es wird als weibliche Kraft bezeichnet) ein Gefäß in den Händen des Schöpfers sein. Wollen wir hoffen, dass wir uns mithilfe unserer männlichen Kraft überwinden können, um wie „Frauen“ zu werden.

Auszug aus dem Gespräch während der Mahlzeit vor dem Kongress in der Arava-Wüste, 18.11.2011

Es ist die Zeit der Enkelkinder gekommen

Baal HaSulam: Artikel „Die Bürgschaft“ (gekürzte Version): Der Verdienst der Vorväter liegt darin, dass sie aus der Höhe ihrer Seelen und ohne vorausgehende Handlungen den Prinzip der Nächstenliebe realisiert haben. Sie hatten auch keine Möglichkeit, solche Handlungen umzusetzen. Darum wurde nur das Volk Israel mit Hilfe der gegenseitigen Bürgschaft verbunden.

Der Schöpfer hat ein Verlangen zu empfangen erschaffen, welches aus vier „Schichten“, aus vier Stufen der Tiefe (Awiut) besteht. Wir beginnen die Enthüllung der Schichten des Egoismus in der Reihenfolge vom Leichten zum Schwierigen hin. Die Seelen, welche die Analyse und die Korrektur bereits vollzogen haben, helfen anschließend bei der Arbeit an den folgenden Seelen, an den gröberen Schichten des Verlangens einer gemeinsamen, vereinten und zerbrochenen Seele.

Anfangs korrigieren sich die Seelen, die sich auf der Stufe der Vorväter befinden. Wir nennen sie auch „das Haus von Abraham“. Es geht um die Tausende von Menschen, die unter seiner Leitung die spirituelle Welt offenbarten. Ihr Awijut war sehr gering, und darum hatten sie es nicht nötig, im Unterricht das Licht, das zur Quelle zurückführt, heranzuziehen. Es reichte auch, wenn sie sich nur ein wenig verbanden, denn unter ihnen herrschte noch keine Entfremdung, sie waren noch nicht in den Egoismus, in seine ganzen vier Stufen abgestürzt.

Der Abstieg kam später, im ägyptischen Exil, wonach das Volk Israel das Licht brauchte, das zur Quelle zurückführt – d.h. die Methode, die am Berg Sinai erhalten wurde. Denn ein Mensch kann nur das korrigieren, was sich in seinem Inneren offenbart hat. Die Tora ist die Methode der Korrektur und dient der Arbeit mit dem bösen Trieb. Als dieser Trieb in Ägypten enthüllt wurde, offenbarte sich auch die Kraft des Lichts, welche fähig war, den bösen Trieb zu korrigieren.

Jedoch war die Korrektur auf der Stufe der Vorväter noch nicht erforderlich. Sie ist die „klarste“, die reinste Stufe des Awiut (0), die an sich dem Zustand einer Geburt gleicht . An dieser Stelle braucht man keine Tora und kein Licht, das zur Quelle zurückführt – es gibt noch gar nichts, was zur Quelle zurückzuführen wäre.

Anschließend folgt die Stufe der Söhne mit einem Awiut des ersten und zweiten Grades (1 und 2). Aber dann beginnt unsere Zeit, die Stufen des zweiten, dritten und vierten Grades von Awiut (2,3,4); sie zählen zu der Periode von „Maschiach“. In dieser Kette korrigiert jede Generation ihre eigene Schicht des gemeinsamen Verlangens, der gemeinsamen Seele.

Nun haben die Vorväter die Anziehung des Lichts während des Studiums, in den Zuständen der „Wüste“ nicht gebraucht. Die Situation, die sich in Babylon enthüllt hatte, genügte ihnen vollkommen. Jeder von ihnen enthüllte ein wenig seinen bösen Trieb, worüber die Tora metaphorisch berichtet. Sie erzählt, wie Abraham und Sara in das Land Kanaan gingen, wie Isaak seine Probleme mit Esav löste und spricht auch andere Fragen an.

Folglich gingen Jakob und seine Söhne nach Ägypten und starben dort (in diesem großen Verlangen zu empfangen). Danach durchlebten die Söhne Israels große Belastungen des Herzens und begannen an der Vereinigung zu arbeiten, um sich über den Hass zu erheben. Dennoch stiegen sie zuerst in ihrem Awijut noch tiefer ab, was sich in dem Satz „Sie bauten die Städte Pitom und Raamses“ äußerte. Anders gesagt, bei ihren Versuchen, eine Verbindung zu erreichen, bauten sie nicht die schöne Einheit, sondern etwas Armseliges, Elendes und Bedrohliches.

So gelangten sie zu der Notwendigkeit, ihrem Egoismus zu entfliehen, und erlebten die „zehn ägyptischen Plagen (Hinrichtungen)“, d.h. sie hatten zehn erfolglose Fluchtversuche. Jedes Mal, wenn sie sich an den Pharao wandten, um die Freiheit zu erbitten, erhielten sie eine Absage, bis die Bitterkeit unerträglich wurde. Erst dann, in einem Zustand vollkommener Dunkelheit, kann der Mensch seinem Egoismus entfliehen, und ist bereit, sich um jeden Preis über ihn zu erheben. „Ein Tod ist ihm lieber, als ein solches Leben“.

Folglich kommt er zur diese Phase abschließenden Überlegung und verlangt eine wahre Vereinigung mit den anderen, um wie ein Mensch mit einem Herzen zu werden, um die gegenseitiger Bürgschaft zu verwirklichen, und dann bekommt er die Methode der Korrektur.

Diese Methode führt ihn durch die verschiedenen Etappen auf dem spirituellen Weg: jedes Mal offenbart er in sich ein Zerbrechen und korrigiert es mithilfe des Lichtes, das zur Quelle zurückführt. Zum Schluss enthüllt und korrigiert er seinen gesamten, riesigen Egoismus.

Dieser Prozess findet nicht in der gesamten Menschheit, sondern in einer kleinen Gruppe der Nachfolger von Abraham statt. Auf dem Weg empfindet sie das Zerbrechen analog zum Zerbrechen in der spirituellen Welt, dann steigt sie herab und erst zum Schluss, in unserer Zeit, beginnt die wahre Arbeit an der Korrektur der gemeinsamen Seele.

Also, ungeachtet dessen, dass seit dem Sündenfall von Adam Ha Rischon die Vorväter und ihre Söhne Arbeit durchgeführt und ihren Abschluss der Korrektur auf der Stufe des ersten Tempels erreicht hatten, folgten dennoch Abstiege, die den spirituellen Brüchen entsprachen. Beide Tempel wurden zerstört, genauso, wie die zwei Parzufim in der Welt Nekudim zerbrochen waren.

Nach Tausenden von Jahren der Vermischung mit allen Völkern kommen wir zur Analyse und zur Korrektur – zu einer Realisierung unserer selbst. Genau jetzt, nach allen notwendigen „Präambeln“, beginnt wahre die Arbeit. Die Vorbereitung ist beendet, uns bleibt lediglich die Korrektur übrig.

Aus dem Unterricht zum Artikel „Die Bürgschaft“, 15.11.2011

Die weibliche Unterstützung

Frage: Ende dieser Woche wird der Kongress in der Wüste Arava stattfinden. Dort werden Hunderte von Männern aus Israel ankommen, um zwischen sich die innere Kraft der Bürgschaft herauszukristallisieren und zu stärken, um den Kern für die Vereinigung auf dem Dezember-Kongress vorzubereiten. Wie ist es richtig zu machen?

Meine Antwort: Es ist tatsächlich wichtig, diesen besonderen inneren Kern, in dem sich alle Punkte verbinden werden, vorzubereiten. Dieser Kern wird vom passiveren Teil, von den Frauen aus Bnej Baruch (BB), umgeben. Und die breiteste Hülle stellt die Außenwelt dar.

Im inneren Kern (Kreis) werden alle unsere Freunde aus der ganzen Welt verbunden. Warum gerade die Männer? Weil es der Natur der Schöpfung entspricht: gerade sie (die Männer) erfordern die Korrektur, um die Liebe und die Einheit zu erreichen, während die Frauen auf andere Weise dazu kommen. Und dann, wenn wir den erwünschten Zustand erreichen werden, kann man dessen Empfindung an die anderen Menschen verbreiten.

Frage: Wie sollen die Frauen auf diesem Kongress die Männer unterstützen?

Meine Antwort: Sie sollen an unseren Erfolg denken. Wir brauchen diese gedankliche Unterstützung; ohne sie wird es sehr schwer sein. Genauso „sind die Söhne Israels dank den gerechten Frauen aus Ägypten ausgezogen“.

Die Frauen sind der mächtigste Teil des allgemeinen Systems, und ihre Unterstützung ist besonders notwendig. Wenn sich die Frau um ihren Mann sorgt, verleiht sie ihm dadurch die riesigen Kräfte, den riesigen Impuls, um ihre Erwartungen zu realisieren. Ohne die weibliche Unterstützung werden wir keinen Erfolg haben.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Bürgschaft“, 16.11.2011

Wir schmieden den Kern der weltweiten Einheit

Frage: Wie können wir uns auf den Kongress in der Arava vorbereiten, um dort mit der richtigen Forderung anzukommen?

Meine Antwort: Wir wissen, dass die Korrektur der Welt schrittweise verläuft. Die Männer – diejenigen, die das wahre Verlangen nach Vereinigung verspüren und begreifen, dass die Bürgschaft nur in der Einheit zwischen uns möglich ist – müssen als erste die Korrektur vollziehen. Die Frauen schließen sich in einer weniger aktiven Form an.

Aus diesem Grund fahren wir an einen Ort, an dem wir nicht von fremden Gedanken und Verlangen gestört werden. Dort versuchen wir eine Attacke, die auf die Vereinigung gerichtet ist, zu starten. Ich möchte empfehlen, dass in allen unseren Zentren sich nur die Männer versammeln. Denn wenn die Männer auf der ganzen Welt jetzt versuchen, sich zu verbinden, wird das eine Vorbereitung auf den Kongress im Dezember.

Und später werden wir noch einen Vorbereitungsschritt machen – und werden bis Dezember mehr Kräfte sammeln, um jene Männer, die sich heute noch nicht mit uns an der spirituellen Arbeit beteiligen können, sowie Frauen aufnehmen zu können.

Im Moment bereiten wir den Kern vor, und im Dezember werden wir die äußeren Kreise vereinen. Denn das Ziel des Kongresses im Dezember ist es, den Teil der Menschheit, der mit uns zusammen daran teilnimmt, zur inneren Kraft werden zu lassen, die alle anderen zur Einheit und Bürgschaft erweckt.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Bürgschaft“, 15.11.2011

Optische Täuschung

Frage: Wenn es keine einzelnen Seelen gibt, wovon spricht dann der Sohar, wenn die Korrektur der einzelnen Seele erwähnt wird?

Meine Antwort: Das ganze Buch Sohar spricht unsere Verbindung zu der einen Seele an, denn außer dieser Seele gibt es nichts. Es gibt den vollkommenen Zustand – eine Seele, und es gibt den unvollkommenen Zustand, wenn diese Seele in viele Teile zerbrochen ist .Wir sollen uns wieder an den vollkommenen Zustand annähern.

Eigentlich existiert dieser Zerbruch nur innerhalb unserer Empfindung. In dem Moment, in dem wir begreifen was unkorrigiert bedeutet, wird uns offenbart, dass alles vollkommen ist. Ich soll nur meine Wahrnehmung, meine Empfindung korrigieren. Deshalb heißt es „die Wissenschaft der Kabbala“ („Kabbala“ – in der Übersetzung „das Empfangen“) – die Wissenschaft darüber, wie ich empfange, wie ich die Wirklichkeit wahrnehme. Das ist alles! Die Realität ist vollkommen, das Zerbrechen des spirituellen Gefäßes existiert nur in der Wahrnehmung der Menschen, die diese Realität innerhalb ihrer Selbstsucht begreifen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 14.11.2011

Zusammenfassung der Prinzipien und Ratschläge aus der Morgenlektion 14/11/2011

*Wir müssen nur über den Einfluss des Lichtes denken, über unser Verlangen, wie ich jeden Moment auf optimale Weise die meiste Zeit unter dem Einfluss des Lichtes stehe. Und ich bin verpflichtet, entsprechend den Ratschlägen der Kabbalisten zu handeln, und öffne damit den Einfluss des Lichtes auf mich.

*Es ist nicht möglich, alleine im Spirituellen zu arbeiten, sondern nur, wenn du die Gefäße der Anderen nimmst und mit ihnen arbeitest. Es gibt im Spirituellen kein eigenes Gefäß – ich bin nur die Absicht des Gebens. Das ist, was von mir übrig bleibt, nachdem ich zur Spiritualität aufsteige. Und ich bin auf der Suche, wem und wo ich etwas geben kann. Das ist mein gesamtes spirituelles Leben, so wie eine Mutter ihrem Kind gegenüber. Und meine ganze Größe liegt darin, wie sehr ich es schaffe, Gefäße ausfindig zu machen, um diese zu füllen. Das ist die Lebenskraft, und wenn du das fühlst dann lebst du und ohne das bist du tot.

*Ein Mensch kann sich selbst die Spiritualität garantieren, in dem Maße, in dem er sich um andere kümmert. Deshalb heißt es, gegenseitige Bürgschaft, und deshalb existiert keine Spiritualität, wenn wir sie nicht erschaffen.

*Wenn man sich wahrhaftig über seinen Körper erhebt und sich mit dem Kopf verbinden möchte, man den Wunsch nach Verbindung über alle individuellen Ziele stellt, so leuchtet in dem Maß das Licht über die Sefirot, korrigiert sein Verlangen und verbindet dieses individuelle Verlangen mit den Verlangen der Allgemeinheit. Und damit wird das Zerbrechen korrigiert, und dann enthüllt man in dieser Verbindung das Gefäß und das Licht der Seele.

Vorbereitung auf den Unterricht

*Indem wir uns bemühen, einander als verbunden zu sehen, wie ein Mensch in einem Herzen, in dem Ausmaß erwecken wir das Licht, welches auf diese Verbindung Einfluss haben wird, und unsere stärkere Bemühung wirkt sich noch mehr aus, und so beschleunigen wir die Zeit der Korrektur.

*Wir dürfen nicht die allgemeine, kollektive Handlung vergessen; niemand denkt über sich selbst nach, sondern nur über die eine Seele. Nur sie existiert. Und wenn der Mensch über sich selbst nachdenkt, befindet er sich bereits außerhalb der Spiritualität. Im Spirituellen gibt es kein Individuum sondern nur die Allgemeinheit. Deshalb heißt gegenseitige Bürgschaft die Gestaltung des spirituellen Zustandes.

*Der ganze Sohar spricht nur darüber, wie wir uns zu einer Seele verbinden.