Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Kli'

Ein Punkt der Freiheit

Auf dem Weg nach oben gibt es zwei Stufen, wobei die erste Stufe den Erwerb des Wunsches (Chissaron) impliziert!
In unserer materiellen Welt werden wir bereits mit diesem Wunsch geboren: wir wollen herrschen, einander ausnutzen, nicht uns gegenseitig verbinden. Aber in der Geisteswelt ist es anders! Wir müssen erst solchen Wunsch verdienen. Und dabei hilft uns das Licht – wir verwenden es, um den Wunsch in der gegensätzlichen, egoistischen Form aufzubauen, die uns hilft,  den Wunsch zum Geben,  das sog. Kli zu bekommen (das geistige Gefäß).

Genauso wie in unserer Welt, in der uns der Wunsch zu bekommen, zu verstehen, zu fühlen gegeben ist – begleitet uns auch in der Geisteswelt der Wunsch zu fühlen, zu geben, zu lieben, sich zu verbinden. Und woher kommt er zu uns?! Natürlich nur vom Licht, das zur Quelle zurückführt. Es gibt keine andere Bezugsquelle! Aber hierzu ist uns der vorläufige Wunsch, das kleinste Bedürfnis notwendig, um die Einwirkung des Lichtes hervorzurufen.

Und dieser winzige Anfangswunsch kennzeichnet unsere Willensfreiheit, die uns in der sehr einfachen, konkreten Form  gegeben ist – in Form des Punktes, den wir im laufenden Zustand entwickeln können.  Es ist nur in der Verbindung zwischen uns machbar, mit Hilfe der gemeinsamen Bemühungen, wenn die Verbindung und die gegenseitige Abhängigkeit angestrebt werden.
Wenn solche Beziehungen zwischen den Seelen oder den Menschen, die sie in ihrem Inneren tragen, erreicht werden, dann wird uns das Licht offenbart, das seine Arbeit beginnt, um uns den neuen Wunsch zu geben, entsprechend unseren Bemühungen. Nur darin besteht die Arbeit des Menschen, wie Baal haSulam im Artikel „Freiheit des Willens erklärt“: sich ein wenig stichprobenartig, in ausschließlich der bestimmten Richtung – in der Beziehung zur Umgebung – anzustrengen.

Dann kommt je nach Maß dieser Bemühungen das Licht, es macht unsere Wünsche deutlicher – ihre Kehrseite, es gibt uns die Empfindung des Mangels, wonach wir die heiligen Namen des Schöpfers enthüllen, bis das ganze Licht, alle Namen geöffnet werden. Auf diesem Wege erreicht der Mensch den Zustand, wo „Israel (die Seele, die zum Schöpfer strebt), Tora und der Schöpfer Eins werden.

Das heißt alle Wünsche des Menschen werden dem Licht ähnlich, welches sie korrigiert hat. Durch diese heiligen Namen erreichen ihn das ganze Licht, das „Tora“ heißt, sowie der Schöpfer – das schöpferische Vorhaben: „den Geschöpfen Genuss zu bereiten“, das in diesem Licht offenbart wird. Das alles wird im Wunsch des Menschen offenbart. Die Tora ist die Offenbarung der Geisteswelt, die aufgrund der subjektiven, teilweisen Erkenntnisse, der Namen des Schöpfers erfolgt.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 11.08.2010

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Wir befinden uns in der Welt der Unendlichkeit…

Wir befinden uns im Ozean des Lichtes der Unendlichkeit, der alle heiligen Namen des Schöpfers enthält, welche in unseren Wünschen im Maß der Ähnlichkeit unseren Eigenschaften mit den Eigenschaften des Schöpfers enthüllt werden, die in dieses unendliche Licht eingeschlossen sind. Diese allgemeine Kraft, das Licht heißt „Tora“. Natürlich sind wir heute nicht in der Lage, es zu bewerten oder zu erkennen –  es liegt über unseren Fähigkeiten und Wünschen.

Was wir aber machen müssen ist: dank des Leuchtens, das zu uns von diesem unendlichen Licht kommt, können wir, wenn wir uns wünschen, diesem Licht gleich zu werden, dann ein  Teil Ähnlichkeit erreichen und die Offenbarung „des heiligen Namens des Schöpfers“ empfinden. Die Heiligkeit liegt über „dem Körper“, sie ist das Geben, die Eigenschaft von Bina.

Denn „der Name des Schöpfers“ ist ein geistiges Gefäß, „Kli“, der korrigierte Wunsch (d.h. mit der Absicht, zu geben).

Unser Wunsch erreicht durch die Kraft des Lichtes eine solche Form (die Absicht), welche die Verbindung mit dem Schöpfer – d.h. mit dem Licht, mit der Tora (mit den Namen des Schöpfers) feststellen kann. Auf diese Weise enthüllen wir Schritt für Schritt aufgrund des Einflusses vom Licht O“M unsere speziellen Eigenschaften und Handlungen, die dem Licht, der Tora ähnlich sind. Und das alles wird im unseren Inneren und je nach unserer Ähnlichkeit den Eigenschaften des Lichtes, laut dem Gesetz der Gleichheit von Eigenschaften empfunden. Nur infolge der Gleichheit mit dem Licht, können wir es empfinden.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 11.08.2010

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Sieben Milliarden Welten der Unendlichkeit

Am Ende unserer spirituellen Arbeit müssen wir zu einem Zustand gelangen, in dem:

1. wir alle ein und dasselbe Ziel erreichen wollen,

2. wir alle miteinander vereint sind – und zwar nicht von oben, weil wir von Anfang an verbunden sind, sondern weil das unser gemeinsames Ziel ist.

Wenn wir in unserer Welt etwas korrigieren, bringen wir das Objekt bestenfalls in seinen ursprünglichen Zustand zurück, doch wenn ich die zerbrochenen Verbindungen zu anderen Seelen korrigiere, gewinne ich viel mehr, als ich vor dem Zerbrechen der Gesamtseele hatte – und zwar dadurch, dass ich jeden Teil außerhalb von mir enthülle und ihm zur Unabhängigkeit verhelfe.

In meinem Egoismus verhalte ich mich den anderen gegenüber so, als ob sie keine Unabhängigkeit hätten und mich alle bedienen müssten.

Wenn ich anfange, sie zu lieben, will ich mich ihnen gegenüber so verhalten, als ob jeder von ihnen groß, unabhängig und besonders wäre. So wollen wir unsere Kinder sehen.

Dann wird jeder von den Freunden, die mich umgeben, plötzlich zum Besitzer eines freien Willens, jeder nimmt seinen Platz und seine Stufe ein.

Wenn wir uns dann verbinden und ich alle diese Freunde an mich anschließe, zeigt sich, dass jeder von ihnen gewachsen und genauso groß wie ich geworden ist.

Ich schließe also diese sieben Milliarden Teile nicht wieder an mich an, sondern sieben Milliarden Welten der Unendlichkeit verbinden sich. Das bedeutet, dass ich das Volumen meines spirituellen Gefäßes (Kli) um das 620-fache vergrößere.

Doch all das funktioniert nur in Bezug auf mich. Denn alles befindet sich in mir und hängt nur davon ab, inwieweit ich mir meine Freunde jedes Mal auf die richtige Weise vorstelle und forme – nur, um mein Kli zu vergrößern und es der Enthüllung des Schöpfers würdig werden zu lassen.

Deshalb sehe ich sie:

1. größer als mich, damit sie groß in meinen Augen sein können
2. kleiner als mich, damit ich ihnen geben kann
3. mir gleich, damit ich mich mit ihnen verbinden kann.

Dann bekomme ich ein riesiges, starkes Kli, das als meine wahre Seele bezeichnet wird. Sie wird sieben Milliarden Mal größer als sie vor der Korrektur war.

Denn vor der Korrektur befand ich mich in der Welt der Unendlichkeit als ein einziger Punkt. Nun kehre ich mit einer „620″-fach (TaRaCH) größeren Wahrnehmung der Vollkommenheit und Ewigkeit zurück.

Der Unterschied zwischen diesen zwei Zuständen ist mit einem Samentropfen und einem erwachsenen Menschen zu vergleichen, der alles erfasst.
Der Unterschied zwischen diesen zwei Zuständen ist mit einem Samentropfen und einem erwachsenen Menschen zu vergleichen, der alles erfasst.

Aus dem ersten Kongress-Unterricht vom 25.07.2010

Die Arbeit nach dem Kongress

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn man aus drei Zeitabschnitten wählen dürfte: vor dem Kongress, während des Kongresses und nach dem Kongress – welchen würden Sie als den effektivsten empfehlen?
Meine Antwort: Der eine Zeitabschnitt ist ohne den anderen nicht möglich! Wenn ich während des Kongresses keine große Begeisterung verspürt habe und wenn ich danach nicht abgestiegen bin, dann werde ich nichts haben, worüber ich mich erheben kann, sowie keine Kraft für den Aufstieg haben. Und es handelt sich dabei um den Aufstieg zur nächsten Stufe.
Jeder Aufstieg basiert auf:
1. dem Erhalten der Kräfte von der Umgebung (der Wichtigkeit des Ziels, des Schöpfers – während des Kongresses),
2. der Enthüllung neuer egoistischer Verlangen (dem Abstieg – gleich nach dem Kongress) und
3. den Anstrengungen, sich über die erhaltenen Verlangen mit Hilfe der erhaltenen Kräfte zu erheben (sich möglichst schnell möglichst intensiv einander anzunähern, in die Arbeitsroutine einzugliedern, auf den nächsten Kongress vorzubereiten).

Vor dem Kongress bereiten wir uns die ganze Zeit auf das bevorstehende Treffen vor, darauf, uns zu verbinden und uns von einer so großen Menschenmenge um uns herum begeistern zu lassen, damit jeder von uns möglichst stark von ihr beeinflusst und vor Begeisterung erregt werden kann.
Denn die einzige freie Wahl besteht in dem Erhalten der Kräfte von der Umgebung. Die Einwirkung der Umgebung ist das einzige Mittel für den spirituellen Aufstieg.
Je mehr Begeisterung ich während des Kongresses von den anderen bekommen habe, desto höher ist die Stufe, die ich danach erreichen kann, indem ich diese Begeisterung realisiere. Sie muss zu meiner eigenen ständigen
Wahrnehmung der Dazugehörigkeit zum gemeinsamen Verlangen (Kli) werden.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ 

Gemeinsam werden wir noch höher aufsteigen!

Eine Frage, die ich erhielt: Es gibt solche Freunde, die nach der großen Begeisterung und der Vereinigung während des vergangenen Megakongresses jetzt das Losgerissensein und die Gleichgültigkeit empfinden. Wie kann man ihnen helfen?

Meine Antwort: Es ist das gute Zeichen, weil der Kongress vorbei it, und wir auch den neuen Zustand erreichten – wenn der Mensch aus dem hohen Gipfel in die tiefe Grube fällt. Man kann hier nur auf zwei Weisen behilflich sein: entweder durch die innere, oder durch die äußere Sorge.

In unserem Inneren sollen wir uns bemühen, trotz allem das gemeinsame Gefühl der Einheit, des allgemeinen Kli, des geistigen Gefäßes zu spüren. Und gerade diejenigen, die gefallen sind – enthüllen die neue Schicht des egoistischen Wunsches, die jetzt – in unserem allgemeinen Weltkli offenbart wird. Denn sie sind die Träger dieses neuen Wunsches (mit der größeren Dicke, Awijut). Und diejenigen, die diese Belastung im Wunsch nicht empfinden, wollen sich zusammen mit den anderen noch höher, in der einheitlichen Umarmung erheben – dann werden wir alle gewinnen. Wir werden den Schirm und das widergespiegelte Licht einbringen, und sie – die Kraft des Wunsches (Awijut), und zusammen werden wir das fertige Kli erschaffen, in dem wir hinaufsteigen können.

Wir können also gerade jetzt den großen Aufstieg fühlen, wenn der Kongress schon vorbei ist. Die Zeit des gemeinsamen Treffens ist nur das Ergebnis unserer vorhergehenden Arbeit, und jetzt, nach dem Kongress, fängt die folgende Etappe der Einigkeit an, damit jeder Verlangen hat, die Übrigen zu erheben. Auf diese Weise funktioniert das allgemeine geistige Gefäß: der eine gewährleistet den Wunsch, und anderer den Schirm, und dann wechseln sie ihre Aufgaben. Und so erfolgt das Vorankommen. Es ist eine sehr gute, nützliche Periode, und keinesfalls darf man diese Zeit als unbelebte bzw. nur als Erwartung des folgenden Kongresses wahrnehmen! Im Gegenteil, darin besteht eben die ganze Arbeit und der ganze Aufstieg – die Erhebung über die Hindernisse hinauf! Und der Kongress ist eine Vereinigung, die eigentlich keine Arbeit erfordert.

Dort wirken die allgemeine Begeisterung aller Teilnehmer und die individuelle Aufhebung des Egoismus. Dort erfolgt das Erhalten der Kräfte für die Periode des Aufstiegs zwischen den Kongressen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 28.07.2010

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Kraft über das gesamte Universums erwerben


Aus dem Sohar, Abschnitt BeHaalotcha„(Wenn sie die Kerzen aufstellen),, Punkt 118: Nachdem er die ersten zwei Banner erklärte, welche die mittlere Linie und die rechte Linie sind, erklärt er jetzt das dritte Banner, welches die linke Linie ist, genannt „das Gesicht eines Ochsen“ in den Tieren und „Gabriel“ in den vier Engeln. Es ist bekannt, dass nachdem die mittlere Linie Entscheidung traf und die rechte Linie und die linke Linie miteinander vereinigte, nur das Licht von Malchut in der linken Linie verblieb, welche das Leuchten von Chochma von unten nach oben ist, gemeint sind VAK, während GAR verschwanden.

Zwei ganze Linien, die Rechte und die Linke (Chassadim und Chochma), kommen auf uns von Oben herab. Der Zerbruch der Gefäße fand statt, da das Geschöpf versuchte sich vollkommen mit Chassadim und Chochma zu vereinigen, um das gesamte Licht von Chochma zu bekommen gekleidet im Licht von Chassadim mit der Absicht zu Geben. Jedoch war es unmöglich dies zu tun, aufgrund des Fehlens eines solch großen Schirmes. Daher zerbrach die Absicht (Kli) um zu Geben und der Schirm verschwand.

Jetzt müssen wir diesen Zerbruch korrigieren. Durch diese Korrektur, beginnen wir zu verstehen, was mit dem Geschöpf geschah, warum es auf diese Weise vom Schöpfer erschaffen wurde, und was ER sich wünschte, was sie tun sollen. Der Zerbruch ist nichts Schlechtes. Es ist ein Weg unsere Welt vorzubereiten, diese wieder zu einem Ganzen zusammenzufügen, durch Verständnis, Wahrnehmung und Empfindung. Denn würden wir in einer Welt existieren, die bereit für uns wäre, würden wir dies nicht verstehen können.

Daher, seit der Schöpfer die Welt der Unendlichkeit erschuf und dann zerbrach, gab er uns eine Möglichkeit, die Welt der Unendlichkeit wieder zu einem zusammenzusetzen, uns damit selbst am Akt der Schöpfung (Maase Merkava) und an der ersten Handlung (Maase Bereshit) zu beteiligen, um IHN dadurch zu verstehen, IHN zu fühlen und IHM gleich zu werden.

Sicherlich errichten wir dies alles nicht aus dem Nichts, da wir selbst aus dem „Nichts“ erschaffen wurden. Doch dadurch, dass wir die Teile wieder zu einem Ganzen zusammenfügen, erhalten wir ein Verständnis und eine Empfindung was wir benötigen, um uns dem Schöpfer anzugleichen. Daher gab man uns alle Informationen über alle Teile, Elemente und der Tiefe des Universums.

Daher berichtet uns das gesamte Buch Sohar und die gesamte Wissenschaft der Kabbala, wie wir die zerbrochenen Verlangen (Kelim) korrigieren können, wie wir diese richtig miteinander verbinden und diese zu einem gesamten Verlangen (das spirituelle Gefäß oder Kli) zurückbringen können, dem gesamten Licht das zuvor die Welt der Unendlichkeit erfüllte.

Aber das Geschöpf muss dies selbst durch seine eigenen Anstrengungen ausführen. Dadurch erreicht es ein Verständnis, ein Gefühl, eine Vorstellung von der Kraft des gesamten Universums.

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Aus dem Zerbrechen, den Schöpfer aufzubauen

Eine Frage, die ich erhielt: Im Artikel „Aus mir heraus werde ich den Schöpfer erschauen“ schreibt Baal haSulam, dass „der Mensch sehr viele Reinkarnation brauchen wird, bis er die Wissenschaft der Kabbala vollständig begreift“.

Was bedeutet „die Wissenschaft der Kabbala vollständig zu begreifen“?

Meine Antwort: Die Wissenschaft der Kabbala vollständig zu begreifen bedeutet, dass ich die Struktur meiner Seele sowohl im Allgemeinen, als auch im Einzelnen erkenne, mit allen inneren Unterschieden und Handlungen, die in mir geschehen, mit allen Füllungen, Ursachen und Wirkungen.

Es gibt das Begreifen für die Struktur der Seele, und es gibt das Begreifen der Handlungen darin, woraus später das Begreifen des vollkommenen Zustandes erfolgt. Dies ist mit dem Begriff des gut fundierten, vollständigen Wissens gemeint.

Man kann auch anders sagen: als vollständiges Wissen wird das Begreifen des Schöpfers bezeichnet, das infolge der Verschmelzung mit Ihm zustande kommt.

Denn die Seele oder der Schöpfer, die Seele oder alle Seelen, sind ein und dasselbe. Jede Seele begreift alle Seelen, weil sie alle Bestandteile eines Ganzen sind. Und der Schöpfer ist die Kraft, die sie verbindet und einschließt.

Denn wer ist eigentlich zerbrochen? – Der Schöpfer. Wir denken, dass das Kli (der allgemeine Wunsch, die einheitliche Seele) abgestürzt ist. Aber in Wirklichkeit zerbrach in uns der Schöpfer – der Bildschirm, die Kraft, die uns zusammen verbindet.

Infolge des Zerbruchs haben wir aufgehört Ihn zu unterscheiden, d.h. wir empfinden den Schöpfer nicht. Was machen wir, wenn wir die einzelnen Teile miteinander verbinden möchten?

Wir verbinden unsere Eindrücke, Begeisterungen und Empfindungen. Dies sind genau jene Komponenten, die uns im Endeffekt die Empfindung des Schöpfers ermöglichen.

Was bedeutet: die Nächstenliebe von früher hat sich in grundlosen Hass verwandelt? Derselbe Schöpfer, dieselbe höhere Kraft, die Kraft der Liebe, die uns ausfüllt, hat sich in grundlosen Hass verwandelt.

Und jetzt sollen wir eine Veränderung durchführen – diese Kraft in den richtigen Zustand zurückzuführen. Es bedeutet nicht, dass sie sich verändern wird, vielmehr werden sich die Beziehungen zwischen uns verändern.

Deshalb kommen wir im Ausmaß unserer Bemühungen, die Beziehungen zwischen uns zu verändern, um aus dem grundlosen Hass, die Freundesliebe zu erreichen, vom Hass des Schöpfers zur Schöpferliebe.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Aus mir heraus werde ich den Schöpfer erschauen“, 16.07.2010

Und er machte den Himmel aus Feuer und Wasser…

Sohar, Abscnitt Lech Lecha, P. 4: … Als der Schöpfer die Welt schuf, machte Er den Himmel aus Feuer und Wasser, und sie wurden miteinander vermischt und gefroren nicht. Danach gefror das Wasser und stand fest im oberen Ruach. Denn in der Reihenfolge des Hervorlockens der Mochin, kommen zuerst die beiden Linien, Rechte und Linke, heraus. Dies sind zwei Punkte Cholam und Shuruk, die „Wasser“ und „Feuer“ genannt werden.

Zwei Linien kommen zu uns von oben. Denn es gibt nur zwei Kräfte in der Schöpfung: das Licht und das von ihm geschaffene Verlangen zu genießen. Nur sie bauen die ganze Realität auf, indem sie sich verbinden.

Deshalb kommen von oben, vom Schöpfer, zwei Kräfte, das Verlangen zu geben, von der Seite des Lichtes, und das Verlangen zu genießen, von der Seite des Gefäßes (Kli) zu uns herab.

Und wir müssen entsprechend darauf reagieren: Beide in uns richtig verbinden, indem wir aus ihnen die dritte Linie bilden.

Ausschnitt aus einem Unterricht über das Buch Sohar, 12.07.2010
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Wir kommen alle in die Stadt des Königs

„Wir kommen alle in die Stadt des Königs“, in diese Welt. Und diejenigen, die dem Schöpfer treu ergeben arbeiten, verwandeln Sein „Zauberpulver“ in süße und erlesene Gewürze.
Diejenigen aber, die nicht arbeiten, schmecken weiterhin nur das bittere Pulver und können daher Sein Mahl nicht genießen.
Alles ist nur von den richtigen Anstrengungen des Menschen abhängig. Wir sehen, dass viele Menschen zur Kabbala kommen – sie investieren viel Kraft, und dennoch hören sie später auf…

Denn sie erkennen, dass ihnen dieses Mahl letztendlich nicht den erwünschten Geschmack bringt. Doch sie geben nicht sich selbst die Schuld dafür, sondern sagen, dass der König und die Methode der Kabbala, die den bitteren Geschmack mit sich bringt, daran schuld seien und dass die Gruppe und die Freunde schlecht seien. Und sie gehen, weil Sie glauben, dass sie mehr Genuss erhalten werden, wenn sie sich entweder einfach nur entspannen oder sich mit einer anderen Methode beschäftigen.
Alles hängt davon ab, ob sich der Mensch darüber im Klaren ist, was das für ein „Arbeitsplatz“ ist, an dem er gelandet ist, was ihm auferlegt wurde und wie er sich während der Arbeit ausrichten soll, um den süßen Geschmack zu spüren.

Der Tisch ist für uns gedeckt! Es steht geschrieben: „Kostet und ihr werdet sehen, wie gut der Schöpfer ist!“ – wir müssen nur Seinen Geschmack wahrnehmen, sprich, unser Gefäß für Sein Licht vorbereiten, um diesen „Zusatz“, das süße Gewürz, zu empfangen. Die Menschen bringen ihre Kräfte jedoch am falschen Ort ein und dann schauen sie auf die Uhr, wieviel Zeit und Kraft sie bereits dafür aufgewendet haben. Doch sie investieren nicht in das Wichtigste, in die Verbindung der Seelen, deswegen empfinden sie bei der Arbeit keinen guten Geschmack! Denn der Geschmack kann nur durch die Verbindung wahrgenommen werden – sie ist jenes Gefäß, in dem sich das Licht enthüllt.

Sie haben umsonst an einem anderen Ort gearbeitet. Dies ist, als ob du einen ganzen Monat in einer Firma gearbeitet hast und am Ende des Monats in eine andere Firma gehst und dort nach deinem Lohn verlangst. Wirst du dort vielleicht bezahlt?! Du hast kein erforderliches „Kli“, kein Gefäß, verdient, um die Belohnung zu erhalten. Die Belohnung wird nur in einem gemeinsamen Gefäß erhalten, denn genau darin enthüllt sich der Schöpfer, Sein Mahl, Sein Licht. Doch wenn der Mensch keine Kraft darin investiert hat, ist seine Arbeit nichts wert.

Man muss demgegenüber aufmerksam und sensibel sein, jeder muss sich selbst überprüfen, ob er versteht, auf welchen einzigen Punkt er seine ganzen Anstrengungen konzentrieren muss – auf die Erreichung der inneren Verbindung, in dem gemeinsamen Ziel vereint, mit dem gemeinsamen Verlangen, dass sich der Schöpfer in dieser Verbindung enthüllt. Wenn der Mensch genau darauf ausgerichtet ist, beginnt er mit der Zeit, in dem „Mahl“ einen süßen Geschmack zu spüren. Und wenn nicht, wird er allmählich müde und verzweifelt, denn anstatt des guten Geschmacks spürt er den Geschmack des Staubes, „das bittere Pulver“, und er hört auf. Wieviel Kraft kann man investieren, ohne irgendetwas zurück zu bekommen? Er merkt nicht, dass er zwar arbeitet, jedoch an der falschen Stelle…

Das merkt man gleich am Verhältnis des Menschen zu der Gruppe und den Freunden – ob er sich in der Gruppe befindet oder nicht, ob er in ihr arbeitet. Diese Anstrengung kann man durch nichts ersetzen – weder durch Geld, noch durch berufsspezifische Fähigkeiten.

Nur wenn du an der Verbindung der Seelen arbeitest, verschwindet dieses „bittere Pulver“, diese Verhüllung, und du enthüllst die spirituelle Welt, die sich genau hier, neben dir befindet. Du hast einfach kein inneres Werkzeug (Kli) gehabt, mit dessen Hilfe du sie – so wie mit einem Radioempfänger die richtige Wellenlänge – empfangen konntest.

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal haSulam vom 09.07.2010

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Der Sohar – unsere mächtigste Waffe

Es wurde gesagt, dass es verboten ist, die Tora ohne Absicht zu studieren. Denn du ziehst dadurch kein Licht heran, das zur Quelle zurückführt, sondern wandelst sofort „das Elixier des Lebens“ „in tödliches Gift“ um. Dieser Punkt ist deine einzige Auswahl im Leben. Da wir aber mit der einzigen Waffe gegen das Übel, gegen den Egoismus mit dem Buch Der Sohar zu tun haben, so sollen wir uns bemühen, es richtig zu verwenden. Es ist klar, dass wir nicht auf „den roten Knopf“ drücken können, um die Welt an die schädlichen, unvermeidlichen Folgen zu führen, aber dennoch gibt es die Möglichkeit, auf die Zustände der Leiden einzugehen, was schon in der Vergangenheit geschah (siehe „die Einführung in das Buch Sohar“, Punkt 70,71).Und deshalb soll der Mensch, vor dem Lesen des Sohars, einzelne „Metapher“ vorbereiten, die ihn beeindrucken, und mit deren Hilfe er von der tierischen Stufe (dem Wunsch für sich selbst) – zur Stufe des Menschen hinaufsteigen kann (zum Streben nach der Einheit, dem Geben und der Liebe). Die Stufe des Menschen ist der Wunsch, sich mit anderen zu verbinden. Denn das korrigierte System der Seelen heißt auch „Adam“ (der Mensch).

Sowie dieses System abstürzt und sich in eine große Menge Scherben verstreut, so verwandelt sich jeder einzelne ausschließlich in den tierischen Teil. Das menschliche Niveau (die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer, Adam – „dem Schöpfer ähnlich“) erscheint in uns dann, wenn die zerbrochenen Teile (die Seelen) sich gemeinsam zu einem einheitlichen Wunsch verbinden.

Folglich existieren die Seelen nur in der gegenseitigen Verbindung. Es heißt: das Leben „über dem Verstand“ – in den Beziehungen zwischen den Seelen, im gegenseitigen Geben. Die Gesamtheit dieser Beziehungen ist der Schöpfer, der uns untereinander verbindet, und die Kraft, die uns zum Leben erweckt,, heißt „das umgebende Licht“. Das heißt, der Schöpfer ist eine Kraft, die uns wirklich untereinander verbindet, und das umgebende Licht ist Seine höhere Erscheinungsform. Es gibt hier nichts anderes, außer dem Licht und dem Wunsch (Kli). Auch wenn wir ihnen eine Menge anderer Namen geben, gibt es letztendlich nur sie beide.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 06.07.2010

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